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Start > Archiv > Archivierte Foren (Nur Leserechte) > Ehemalige Foren: > Archiv - News Diskussionen Tagespresse -> Anmerkungen zu: Gewerkschaftlicher Widerstand gegen die Riester-Rente?


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Alt 14.02.2012, 10:33   #1
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Standard Anmerkungen zu: Gewerkschaftlicher Widerstand gegen die Riester-Rente?

Antje Poelmann schreibt uns: Mit großem Interesse habe ich den Beitrag zur Riesterrente von Herrn Bahl auf den Nachdenkseiten gelesen.
Seit einigen Jahren bemühen sich auch auf der untersten Ebene der Gewerkschaften, wie z.B. der Ortsverein Verdi in Leer im Besonderen auf den Irrsinn mit der Riesterrente aufmerksam zu machen…
Der OV-Leer hat 2010, für den ver.di-Bundeskongress am 17.-24. 2010 in Leipzig, in Anträgen gefordert, dass jegliche Zusammenarbeit für die Riesterrente beendet werden muss. Zumindest sind die Anträge als Arbeitsmaterial angenommen.
Weiteres konnten wir bisher nicht bemerken. Wir wissen, dass viele Gewerkschaftsmitglieder zunehmend gegen die Riesterrente und der Privatisierung der GRV aufbegehren.
Wiederholt habe u.a. auch ich die Seniorenabteilung bei Verdi angeschrieben, Gewerkschaftsfunktionäre und Verantwortliche beim DGB. Keine Antworten.
Die Bemühungen bleiben auf den untersten Ebenen stecken. Die unterste Ebene der Gewerkschaftsarbeit ist viel weiter, als die Funktionäre der Gewerkschaftsführung weiß?
Der Einfluss der Bankkaufleute, der Finanzmarktstrategen generell, scheint einen großen Einfluss auch auf Gewerkschafter zu haben, je höher die Positionen sind.
Die unteren, vor allem ehrenamtlich tätigen Gewerkschaftsmitglieder mühen sich redlich, aber offensichtlich vergebens.

Von den Gewerkschaften wird nirgends z.B. gegen die Schulungen, „Vorsorge macht Schule“, über die Volkshochschulen und in den Filialen der DRV, Stellung bezogen und deren umgehendes Ende gefordert. Der DGB und auch die Verbraucherzentralen fördern diese Schulungen, gemeinsam mit den Sparkassen [PDF - 28,8 KB].
Werbung für die Konkurrenz auf Kosten der GRV-Beiträge!
Es wird zwar hier und da auf die inzwischen nicht mehr zu ignorierenden Mängel der Riesterrente aufmerksam gemacht, aber eine eindeutige Klarstellung für die GRV und von einer Forderung nach einer umgehenden Beendigung des Riester-Irrsinns, ist nichts zu hören. Gerade die Senioren , müssten sich doch im Sinne ihrer Kinder und Enkel lautstark zur Wort melden!
Der DGB hat bis vor kurzem für die Riesterrente geworben, macht zwar jetzt auf Mängel aufmerksam, aber eben leider auch nicht mehr.
Frau Buntenbach antwortet nicht.
Herr Rische auch nicht.
Die Wenigen, die mit sehr guten Hintergrundinformationen gegen den Riesterirrsinn aufmerksam machen und aufzeigen, wie die GRV zukunftssicher gemacht werden muss, sind die Nachdenkseiten, die gerechterente.net oder auch die Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF - 161 KB].
Die Werbung für Riester in sämtlichen Publikationen der DRV geht munter weiter, auf Kosten der GRV-Beiträge und mit illegaler Hilfe externer PR-Firmen.

Die Gewerkschaften fallen damit den gesetzlich Versicherten Arbeitnehmern in den Rücken und lassen zu, dass ihnen eine fundamentale, friedenssichernde Grundlage in diesem Staat enteignet wird. (s. auch: Klaus J. Klumpers, „Enteignung der Altersrentner“)
Währenddessen versuchen immer mehr Bürger, unabhängig von Gewerkschaften, von denen sie sich keine Hilfe mehr erwarten, selbst etwas zu tun, wie z.B. die Aktion Demokratische Gemeinschaft mit Sitz in München [PDF - 400 KB].
Siehe auch hier und hier.

Diese Leute fürchten allerdings alle, dass sie behindert werden, durch was auch immer, je mehr Fachwissen sie sich aneignen und je mehr Gehör sie finden.
Das Material, welches sich inzwischen angesammelt hat, ist enorm. Die Menschen haben ja nicht alle automatisch mit Eintritt in das Rentenalter, ihren kritischen Verstand abgegeben.
Sie sehen was für eine Katastrophe auf ihre Kinder und Enkel zukommt, wenn ihre Altersversorgung zunehmend durch politisch Verantwortliche den Hütchenspielern der Finanzmärkte übereignet wird.
Was machen die Sozialverbände, der VDK, der SoVD, wo Frau Engelen-Kefer engagiert ist? (Ulrike Mascher, die von der Allianz kam, Staatssekretärin bei Riester war ist nun Präsidentin des VDK) Gemeinsame Sache mit der Versicherungsindustrie? Die Werbebriefe für die ERGO, die im Namen z.B. des SoVD verschickt werden, liegen mir vor. Offensichtlich wird sich auch der Adressen der Mitglieder bedient, z. B. indem Versicherungsvertreter der Hamburg Mannheimer vorgaben vom SoVD (ich bin SoVD-Mitglied) zu kommen.
Zumindest macht Frau Engelen-Kefer als eine der wenigen auf die mangelnde Erstattung des Bundes für die nicht beitragsgedeckten, versicherungsfremden Leistungen aufmerksam, womit sich der Staat allein aus den Löhnen der gesetzlich Versicherten zusätzlich, wie eine Sondersteuer [PDF - 70,8 KB], bedient.
Und es spricht für sich, dass sie sich sicher damit keine Freunde gemacht hat.
Die Propaganda gegen die GRV hat sich besonders seit Schröder wie Mehltau über dieses Land gelegt und nur wenig Widerstand ist zu vermerken, vor allem eben nicht von den Gewerkschaften. Für ein Gewerkschaftsmitglied ist das eine bittere Enttäuschung und einer weiteren Mitgliederwerbung wenig förderlich.
Rudolf Dreßler war einer der letzten Sozialdemokraten im Bundestag?
Sollten die Gewerkschaften, insbesondere der DGB, weiter diesen Weg gehen, wie bisher, untergraben sie ihre Daseinsberechtigung und das wäre ganz im Sinne dieser den Sozialstaat zerstörenden, neoliberalen Politik.


Nachtrag,
auch die Stiftung Warentest-Finanztest bleibt weiterhin ihrer Riester Linie treu.
Verweise noch einmal auf die Diskussionsrunde bei Will oder Maischberger mit den beiden Freunden Blüm und Riester-ist sicher in der Mediathek zu finden.
__

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wolliohne ist offline  
 

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anmerkungen, gewerkschaftlicher, riesterrente, widerstand

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