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Start > > > > -> 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"


 

 

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Alt 29.10.2011, 01:02   #1
Souverän
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Standard Unsere 95 Thesen

29.10.2011: Unsere 95 Thesen (Tageszeitung junge Welt)
Zitat:
494 Jahre nach dem Thesenanschlag durch Martin Luther an der Wittenberger Schloßkirche wird am Montag, den 31. Oktober 2011, die Interessengemeinschaft Contra Sozialabbau Aschersleben-Staßfurt um 17.30 Uhr am Portal der Ascherslebener Stephanikirche und an anderen öffentlichen Gebäuden 95 Thesen anbringen. »Wir sehen uns dazu veranlaßt, weil genau wie zu Luthers Zeiten das Gefüge unserer Gesellschaft in Unordnung ist. Die Schere zwischen Oben und Unten, zwischen Reich und Arm klafft in nie da gewesenem Ausmaß auseinander. (…) Wir wollen mit unserem Thesenanschlag ein Zeichen dafür setzen, dass es an der Zeit ist, Widerstand zu leisten.«...
 
Alt 29.10.2011, 19:19   #2
roterhusar
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Standard AW: Unsere 95 Thesen

Anerkennenswerte Fleißarbeit.
Vergessen haben die Aurorinnen schlicht und komplett die Situation der Einwanderer, Zuwanderer, Gäste, Flüchtlinge, politisch Verfolgte. Sie sind vor dem Bundessozialgesetz, Arbeitsgesetz und allen Bundesgesetzen absolut gleichzustellen. Weg mit dem ZUwanderungsgesetz.
__

Es gibt einfach zuwenig Fachkräftemangel
roterhusar ist offline  
Alt 29.10.2011, 19:23   #3
Al Bandy
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Standard AW: Unsere 95 Thesen

Zitat von roterhusar Beitrag anzeigen
Weg mit dem ZUwanderungsgesetz.
Wieviel möchtest noch herein lassen in die Telefonzelle BRD?

Wäre nicht in Australien reichlich Platz oder möchte da einfach Niemand hin ?
Al Bandy ist offline  
Alt 29.10.2011, 19:45   #4
roterhusar
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Standard AW: Unsere 95 Thesen

He Bundi, du Gaudiist und GAGmacher.
Ich bin nicht zuständig für die "Telefonzelle", erst recht nicht fürs hereinlassen. Mir gehts um die, die drin sind.
Nach Australien würd ich gerne möchten, doch jene haben äußerst strikte Zuwanderungsbestimmungen, ich hörte, dass man ohne Arbeitsnachweis wenig Chance hat. MMein 20 Jahre langes Didyeridoospielen könnte als Arbeitsnachweil nicht anerkannt werden.
__

Es gibt einfach zuwenig Fachkräftemangel
roterhusar ist offline  
Alt 29.10.2011, 19:51   #5
Al Bandy
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Standard AW: Unsere 95 Thesen

Ah ja um die, die schon drin sind.
Ich biete hier meinen Platz einem Zuwanderer an,der noch nich drin ist.

Ablösebedingung ein Flug Ticket nach Australien einfach.
Al Bandy ist offline  
Alt 29.10.2011, 20:21   #6
Martin Behrsing
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Standard 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

Am 31. Oktober ist Reformationstag – Tag des Gedenkens an Martin Luthers Anschlag von 95 theologisch-politischen Thesen an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg am 31. Oktober 1517. Dieser Thesenanschlag und die in ihm enthaltenen Gedanken und Forderungen waren ein massiver Angriff auf die Macht der römisch-katholischen Feudalkirche.
Er löste die Reformation aus, zentrales Ereignis der frühbürgerlichen Revolution in Deutschland.

Die Interessengemeinschaft gegen Sozialabbau Aschersleben-Staßfurt hat soeben im Anklang an dieses historische Ereignis 95 Thesen formuliert, die es bei aller denkbaren Kritik an einzelnen Formulierungen verdienen, öffentlich zur Debatte gestellt zu werden.



Unsere 95 Thesen


494 Jahre nach dem Thesenanschlag durch Martin Luther an der Wittenberger Schloßkirche wird am Montag, den 31. Oktober 2011, die Interessengemeinschaft Contra Sozialabbau Aschersleben-Staßfurt um 17.30 Uhr am Portal der Ascherslebener Stephanikirche und an anderen öffentlichen Gebäuden 95 Thesen anbringen. »Wir sehen uns dazu veranlaßt, weil genau wie zu Luthers Zeiten das Gefüge unserer Gesellschaft in Unordnung ist. Die Schere zwischen Oben und Unten, zwischen Reich und Arm klafft in nie da gewesenem Ausmaß auseinander. (…) Wir wollen mit unserem Thesenanschlag ein Zeichen dafür setzen, dass es an der Zeit ist, Widerstand zu leisten.« junge Welt dokumentiert die 95 Thesen
(29.10.2011: Unsere 95 Thesen (Tageszeitung junge Welt))



1. Der Kapitalismus ist menschenfeindlich!

2. Die kapitalistische Marktwirtschaft ist nicht sozial, sondern asozial!

3. Im Kapitalismus geht alle Macht von den Privatbesitzern der Produk*tionsmittel und nicht vom Volke aus!

4. Der Kapitalismus bringt täglich Millionen Menschen in der Welt durch Hunger und Unterernährung um!

5. Der Kapitalismus zerstört in seinem Wachstumsstreben unsere natürliche Umwelt!

6. Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden!

7. »Demokratie« bedeutet Volksherrschaft und fängt an der Basis an!

8. Es gibt in einer Klassengesellschaft keine »absolute Demokratie«!

9. Um der Grundgesetzforderung, daß das Volk der Souverän in der Ausübung der Demokratie ist, Geltung zu verschaffen, muß bei wichtigen Entscheidungen der Innen-, Außen- und Sicherheitspolitik ein Volksentscheid stattfinden!

10. Da das bestehende Grundgesetz nicht mehr in seiner ursprünglichen Fassung vorhanden ist, und ohnehin bis zur deutschen Vereinigung nur als Provisorium gedacht war, ist eine Verfassungskommission mit dem Entwurf einer neuen Verfassung zu beauftragen, die dann nach Veröffentlichung und breiter Diskussion in der Bevölkerung durch Volksentscheid in Kraft gesetzt wird!

11. Die Abgeordneten des Bundestages und der Landesparlamente sind nicht ihrem Gewissen verpflichtet, sondern ihren Geldgebern aus den Konzernzentralen und aus privaten Nebeneinkünften!

12. Die Gesetze schreiben nicht die bürgerlichen Politiker, sondern die Konzernvertreter der privaten Wirtschaft, die als »Berater« in den Ministerien sitzen!

13. Die Würde des Menschen ist in Deutschland, entgegen der Forderung des Grundgesetzes, nicht unantastbar, sondern wird durch Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung Tag für Tag mit Füßen getreten!

14. Armut entsteht durch Ausbeutung – damit Reiche reich sein können, müssen Arme arm bleiben!

15. Nicht die Armen in der Welt leben über ihre Verhältnisse, sondern ihre reichen Ausbeuter!

16. Ein reicher Staat, in dem über 2,5 Millionen Kinder in Armut leben müssen, ist kein gerechter Staat!

17. Die Schulden der Staaten sind die Vermögen der Reichen! (Sahra Wagenknecht)

18. Die Agenda-2010-Politik gefährdet zunehmend den sozialen Frieden in Deutschland!

19. Die Hartz-Gesetze, vor allem HartzIV müssen weg! Erster Schritt dazu ist eine Anhebung der derzeitigen Hartz-IV-Regelsätze auf mindestens 500 Euro!

20. In Deutschland wird für ein Mindestmaß an menschenwürdiger Entlohnung ein gesetzlicher Mindestlohn von zehn Euro, und zwar lohnsteuerfrei, benötigt!

21. Um Arbeit fair zu verteilen, muß eine 30-Stunden-Arbeitswoche eingeführt werden!

22. Wir fordern die sofortige Abschaffung solcher Sklavenarbeit wie Ein-Euro-Jobs und Leiharbeit!

23. Tafelfraß ist Fraß vom Schweinetrog, deshalb stellen wir uns gegen die Vertafelung der Gesellschaft!

24. Unternehmer und ihre Verbände sind die Gegner und nicht die Sozialpartner der Gewerkschaften und der Lohnabhängigen!

25. Wir fordern entsprechend der Europäi*schen Sozialcharta in Deutschland ein politisches Streikrecht für alle Lohnabhängigen!

26. Einführung eines Verbandsklagerechtes für Gewerkschaften nach vorheriger Befragung der Mitglieder!

27. Sanktionen gegen Firmen, die nicht radikal Überstunden abschaffen!

28. Wir fordern die Gewerkschaften auf, »Steckbriefe« für Lohndrücker und Firmen herauszugeben, die sich außerhalb der Tarifgemeinschaft stellen!

29. Die Artikel 14 und 15 des Grundgesetzes zur Enteignung von Privateigentum sind konsequent gegen Unternehmer anzuwenden, die den Absatz 2 des Artikels 14 mißachten, in dem es heißt: »Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.« Ein Tatbestand dafür wäre zum Beispiel das Schließen von Produktionsstätten im Inland und Verlagern der Produktion in Billiglohnländer!

30. Die Grundgesetzforderung von Gleichbehandlung von Mann und Frau muß vor allem durch das Prinzip: »Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! durchgesetzt werden!

31. Gleicher Lohn und gleiche Rente in Ost- und Westdeutschland sind nach über 20 Jahren Vereinigung längst überfällig!

32. Die offizielle Bekanntgabe von Arbeitslosenzahlen hat so zu erfolgen, daß frei von statistischen und amtlich verklausulierten Tricks alle arbeitsuchenden und arbeitenden Menschen erfaßt werden, die keinen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsplatz besitzen!

33. Staatliche Leistungen für bedürftige Menschen müssen ohne Bedingungen eine menschenwürdige Teilhabe am soziokulturellen Leben ermöglichen!

34. Wir fordern die Verstaatlichung von Gütern, die für die allgemeine Daseinsfürsorge der Menschen notwendig sind – das heißt Verstaatlichung von Finanz- und Versicherungskonzernen, des Transportwesens (Deutsche Bahn), der Post, der Energiewirtschaft, des Wohnungswesens und des Gesundheitswesens!

35. Sofortiger Beginn einer Energiewende zur Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien, entsprechend des von der Organisation Greenpeace aufgestellten Planes!

36. Die Förderung einer ökologischen und nachhaltigen Landwirtschaft ist dringend als Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt anzugehen!

37. Schluß mit Rettungspaketen für die Banken und den Sparpaketen für die Bürger!

38. Weg mit der Rente ab 67! Erforderlich ist im Gegenteil eine Absenkung des Renteneinstiegsalters!

39. Altersarmut durch Hartz IV und Niedriglöhne ist vorprogrammiert, schon heute müssen über 600000 Rentner durch einen Job ihre Hungerrente aufbessern!

40. Wenn die Regierung wirklich die Sozialgerichte entlasten will, sollte sie nicht die Zugangshürden der Rechtsdurchsetzung erhöhen, sondern »Hartz IV« abschaffen und das Personal in den Jobcentern besser qualifizieren!

41. 51 Änderungen des Sozialgesetzbuches II (HartzIV) in den letzten Jahren haben die Lage der Betroffenen deutlich verschlechtert, wir fordern die Rücknahme dieser Änderungen!

42. Die »Arbeitsvermittler« in den Jobcentern und der Arbeitsagentur müssen endlich ihrem Job gerecht werden und den Arbeitslosen feste Vorstellungstermine bei Firmen anbieten und ihnen nicht nur Stellenangebote aus dem Stellenportal in die Hände drücken!

43. Hartz IV schafft keine Arbeitsplätze, es entsorgt nur die Opfer des Profitsystems!

44. Angebotsmessen von Zeitarbeitsfirmen sind von der Arbeitsagentur nicht zu unterstützen!

45. Weg mit der Residenzpflicht für Hartz-IV- Empfänger unter 25!

46. Das Vorschreiben von Wohnungsgröße, Angemessenheit von Kfz-Besitz und Abmeldepflicht beim Fallmanager sind grundgesetzwidrige Eingriffe in die Freiheitsrechte von Hartz-IV-Empfängern!

47. Eingliederungsvereinbarungen sind Knebelverträge eines Stärkeren gegenüber einem Schwächeren und damit sittenwidrig!

48. In die örtlichen Beiräte der Arbeitsagenturen und Jobcenter sind grundsätzlich Arbeitslosenvertreter aufzunehmen!

49. Diese Beiräte haben zu prüfen, welche Fortbildungen und Maßnahmen für Arbeitslose sinnvoll sind und welcher Träger den Zuschlag für ein bestimmtes Projekt bekommt!

50. Wir haben für 52 Millionen arbeitsfähige Menschen in Deutschland nur 40 Millionen Arbeitsplätze, also für zwölf Millionen Menschen keine Arbeit …

51. … deshalb ist der demographische Wandel als Grund für den Umbau der Sozialsysteme eine Lüge – nötig sind einzig und allein mehr und besser bezahlte Arbeitsplätze!

52. Es gibt in Deutschland weder jetzt noch in naher Zukunft einen Fachkräftemangel!

53. Unsere Bürger brauchen Arbeit, aber keine Bürgerarbeit!

54. Wir fordern einen Schutzschirm für Arbeitslose!

55. Das Bildungs- und Teilhabepaket von Ministerin von der Leyen ist eine Mogelpackung und geht am Bedarf der Betroffenen vorbei – nötig ist ein ausreichender Regelsatz für die Anspruchsberechtigten!

56. Profitstreben und Konkurrenzkampf bewirken die Verletzung der grundlegenden Menschenrechte und sind die Ursache für Kriege!

57. Terrorist ist, wer Waffen baut, Geld daran verdient und beabsichtigt, damit Menschen umzubringen oder umbringen zu lassen!

58. Kurt Tucholsky: »Soldaten sind Mörder!«

59. Die Auslandseinsätze deutscher Soldaten sind augenblicklich zu beenden, insbesondere der Afghanistan-Einsatz!

60. Sofortiger Austritt der Bundesrepublik aus der NATO!

61. Schwerter zu Pflugscharen!!!

62. Wir fordern neben dem Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Atomenergie in Form von Atomkraftwerken vor allem den Ausstieg aus der Herstellung von Atomwaffen und die Vernichtung aller weltweit vorhandenen!

63. Ziviler Ungehorsam gegenüber den Übergriffen der Obrigkeit wird immer mehr zur Bürgerpflicht!

64. Krach schlagen statt Kohldampf schieben ist Gebot der Stunde, damit Volkes Stimme endlich an die tauben Ohren der Regierenden dringt!

65. Wer kämpft, kann auch verlieren, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren!

66. Rio Reiser sagte: »Macht kaputt, was euch kaputt macht!«

67. Die vom Gebührenzahler finanzierten sogenannten »öffentlich-rechtlichen« Medien sind zu einer wahrheitsgemäßen, objektiven nachweisbar gewissenhaften, unabhängigen Berichterstattung zu verpflichten!

68. Die bürgerlichen Medien vermitteln uns nicht die Wahrheit über die gesellschaftlichen Zustände, sie haben nur die größeren Lautsprecher als wir!

69. Abschaffung des praktizierten Zweiklassengesundheitssystems durch Einführung einer Bürgerversicherung, in die alle Erwerbstätigen ohne Ausnahmen einzahlen!

70. Durch die Schaffung eines einheitlichen staatlichen Sozialversicherungssystems ist der Wasserkopf und der Wildwuchs der Vielzahl von privaten Rentenversicherern und Krankenversicherungen (derzeit 267) abzuschaffen, und sind damit Kosten in Milliardenhöhe einzusparen!

71. Durch Polikliniken ist die ärztliche Rundumversorgung vor allem in ländlichen Gebieten zu gewährleisten und das Modell der Gemeindeschwester wieder einzuführen!

72. Die Verteilung der Sozialversicherungsabgaben zwischen Unternehmern und Lohnabhängigen ist wieder auf das Prinzip 50 zu 50 Prozent zu bringen!

73. Sofortige Wiedereinführung der Vermögenssteuern und Anhebung des Spitzensteuersatzes!

74. Erbschaftssteuern sind je nach der Höhe der Erbschaft progressiv ansteigend zu besteuern!

75. Manager, Großkapitalisten und Politiker haben bei Veruntreuungen und Korruptionsfällen die gesamte »Beute« zurückzuzahlen und keine Möglichkeit, sich von Bestrafung freizukaufen!

76. Deckelung von Managergehältern und deren Offenlegung!

77. Sofortige Einführung einer Finanztransaktionssteuer!

78. Die Diäten der Abgeordneten sind nicht höher festzulegen als der vom DGB ermittelte Durchschnittslohn für mittlere Leitungskräfte aller Branchen!

79. Beanstandungen des Steuerzahlerverbandes und der Rechnungshöfe von nachgewiesener Verschleuderung öffentlicher Gelder durch amtliche und politische Entscheidungsträger müssen finanziell und personell geahndet werden!

80. Bildung und Ausbildung müssen auf allen Ebenen für alle Schichten der Bevölkerung kostenfrei sein!

81. Für sozial Bedürftige muß es eine kostenlose Förderung im kulturellen und sportlichen Bereich geben, um eine Teilhabe am geistig-kulturellen Leben zu gewährleisten!

82. Sofortige Rücknahme von Kürzungen beim Elterngeld, Wohngeld und anderer sozialer Leistungen!

83. Ein einheitliches Bildungssystem für die gesamte Bundesrepublik ohne die derzeitige Kleinstaaterei der Bundesländer ist einzuführen, damit auch die jeweiligen Abschlüsse überall gleichermaßen anerkannt werden können!

84. Alle Großunternehmen haben an den Staat eine sogenannte »Nonprofitabgabe« zu leisten, aus der der Staat Arbeitsplätze im Altenbetreuungs- und Pflegebereich sowie in Kultur, Bildung und Sport schaffen kann!

85. Zwei Millionen neue tariflich geregelte gute Arbeitsplätze durch ein Zukunftsprogramm für Bildung, Gesundheit, ökologischen Umbau, öffentliche Infrastruktur und Daseinsvorsorge sind möglich!

86. Es gibt nur eine Welt und keine zweite oder dritte!

87. Der Mensch ist nicht von Natur aus schlecht, schlecht sind nur die Verhältnisse, unter denen er leben muß, deshalb müssen diese Verhältnisse geändert werden!

88. Eine solidarische Gesellschaft ist nur möglich, wenn es dem einen Teil der Menschen nicht mehr möglich ist, kraft seines Eigentums an Kapital die Arbeitskraft des anderen Teils der Menschen auszubeuten!

89. Gegenüber der »Bilderberg-Konferenz« ist die UNO ein Kasperleverein!

90. Die Verschärfung der sogenannten »Sicherheitsgesetze« eröffnet dem Staates immer neue Möglichkeiten, die Privatsphäre der Bürger auszuforschen, und schränkt gleichzeitig deren demokratische Rechte ein. Wir fordern Abschaffung dieses Überwachungsstaates!

91. Die Politik des Sozialabbaus der Herrschenden produziert Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit bis hin zu neofaschistischen Tendenzen!

92. Die Unterschiede liegen nicht zwischen den unterschiedlichen Völkern in der Welt, sondern zwischen den jeweiligen Ausbeutern und Unterdrückten in allen Ländern, deshalb ist eine Einheit der Unterdrückten aller Länder nötig!

93. »Freiheit« im Kapitalismus besitzen nur die Besitzer des Kapitals!

94. Wenn die oben nicht mehr so können, wie sie wollen, und die unten nicht mehr so wollen, wie sie sollen, dann ist der Zeitpunkt für eine neue Gesellschaftsordnung gekommen!

95. Wir sind nicht gewillt, uns in der Armut einzurichten – sparen wir uns einfach den Kapitalismus, denn er ist nicht das Ende der Geschichte!


Diese unsere Thesen stellen wir zum Disput, wie einst Martin Luther, in der Hoffnung, die Menschen zum Nachdenken zu bringen und mit allen gemeinsam einen Weg zu einer gerechteren Welt zu finden, in der es sich menschenwürdig leben läßt.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 29.10.2011, 20:39   #7
Mario Nette
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus istmenschenfeindlich"

"66. Rio Reiser sagte: »Macht kaputt, was euch kaputt macht!«" - das ist keine These, sondern eindeutig belegbar: Macht kaputt was euch kaputt macht! - YouTube Wissenschaftlich bewiesen hab ich die These zwar gerade nicht, aber das ist ja auch nicht notwendig .

Mario Nette
__

Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

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Mario Nette ist offline  
Alt 29.10.2011, 22:48   #8
Al Bandy
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
1. Der Kapitalismus ist menschenfeindlich!
2. Die kapitalistische Marktwirtschaft ist nicht sozial, sondern asozial!
3. Im Kapitalismus geht alle Macht von den Privatbesitzern der Produk*tionsmittel und nicht vom Volke aus!
4. Der Kapitalismus bringt täglich Millionen Menschen in der Welt durch Hunger und Unterernährung um!
5. Der Kapitalismus zerstört in seinem Wachstumsstreben unsere natürliche Umwelt!
Sehr bedenklich......
Die Gier nach Besitz und Macht verwandelt alles in eine Hölle,egal welches System man den Menschen gibt.
Al Bandy ist offline  
Alt 29.10.2011, 22:56   #9
schlaraffenland
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

Zitat von Al Bandy Beitrag anzeigen
Sehr bedenklich......
Die Gier nach Besitz und Macht verwandelt alles in eine Hölle,egal welches System man den Menschen gibt.
Du denkst zu kurz. Du denkst

Zitat:
Die wollen den Kapitalismus abschaffen. Stattdessen wollen sie den real existierenden Sozialismus a la DDR einführen.
Das haben sie aber nicht gesagt.

Denk noch eine Ecke weiter.

Was ist hinter dieser Ecke?

(Antwort: das weiß ich auch nicht genau).
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine Handlungsempfehlungen und Rechtsinterpretationen übernehme ich keine Haftung.
schlaraffenland ist gerade online  
Alt 29.10.2011, 23:04   #10
Al Bandy
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Al Bandy
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

Nun,ein System beseitigen und durch ein anderes ersetzen,altes Spiel in neuer Form.
Ich denke....denke....
Nun leider .... kommt nix gescheites heraus.
Macht und Gier sind immer noch vorhanden.
Al Bandy ist offline  
Alt 29.10.2011, 23:57   #11
Kaleika
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

Zitat von Al Bandy Beitrag anzeigen
Nun,ein System beseitigen und durch ein anderes ersetzen,altes Spiel in neuer Form.
Ich denke....denke....
Nun leider .... kommt nix gescheites heraus.
Macht und Gier sind immer noch vorhanden.
Das weißt Du doch gar nicht, wissen wir es alle nicht.
Nur Versuch macht kluch!

Kann eigentlich nur besser werden und nicht in ein neues, altes System hinein führen.
Ich denke, wir sind nun auf der Überholspur
__


Alle meine Beiträge und Antworten entspringen meiner persönlichen Meinung und meinen Erfahrungen, stellen daher keinerlei Rechtsberatung dar!




Lieber Gruß von Kaleika
Kaleika ist offline  
Alt 30.10.2011, 01:00   #12
AsbachUralt
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

Ich habe 62 Jahre in diesem Kapitalistischen System verbracht und ehrlich gesagt,in der Rückschau muss ich sagen dass ich darüber sehr glücklich bin.
Oder kann mir jemand sagen,in welchem seit Kriegsende bestehenden System es besser war?
Ich konnte diese Jahre vollkommen ohne Angst leben und jederzeit sagen was ich wollte.Ich durfte reisen wohin ich in der Welt wollte.
Ich musste nicht an irgendwelchen Polit Schulungen zwangsweise teilnehmen,keine "freiwilligen"Ernteeinsätze leisten und habe nie Hunger oder Mangel leiden müssen.

Allerdings ist es leider eine Tatsache,dass der Kapitalismus in den letzten Jahren total aus dem Ruder gelaufen ist.Und das geschah und geschieht Dank unfähiger Politiker die nur noch auf die Lobbyisten hören,an ihre Posten nach der Politik denken und den ungezügelten Finanzmärkten freie Hand lassen.
Bestes Beispiel ist Putins Gasableser, wie Urban Priol den Ex Kanzler nannte.

Was nach einem eventuellen Systemwechsel passiert?
Es werden viele maßgebende Dinge erhalten bleiben.
Die Gier der Menschen nach Mehr,immer besser sein wollen als der Andere und all diejenigen die auch bisher das System bewegt haben.

Ob nach dem 3.Reich oder dem Ende der DDR und der UDSSR,die alten Seilschaften und Spitzenleute sind wieder auf die Füsse gefallen,weil ohne sie kein funktionierender Staatsapparat möglich war.
Denn diese Lücken kann man nicht einfach so füllen.
Von daher sind die Aussichten das sich wirklich grundlegend etwas ändert eher bescheiden.Zumal man diese Welt absolut nicht mehr mit der Welt vor 20-30 Jahren oder mehr vergleichen kann.Zu vielfältig sind inzwischen die Internationalen Verflechtungen.
Und wer realistisch ist und in die Einstige VR China anschaut,der muss zugeben,der Kapitalismus chinesischer Art ist um einiges schlimmer als es der in der Westlichen Welt bisher war.Es wird unmöglich seein den Hunger der Menschen dort auf Konsum wieder abzustellen.
Oder die ehemalige UDSSR,dort herrschen Korruption und quasi ein Rechtsfreier Raum für die,die Brutal genug waren um sich nach dem Zusammmenbruch wieder an die Spitze zu setzen.Die Oligarchen haben mit Hilfe des KGB das Land unter sich aufgeteilt und plündern es aus,für das Volk bleibt kaum etwas übrig.Ausserhalb der grossen Städte ist das Leben sogar schwerer als noch während der UDSSR,da die Preise steigen und die Einkommen nicht mitkommen.
Ich will es so zusammen fassen.
Bis auf wenige Ausnahmen würden diejenigen die bisher oben waren, wieder oben sein und genauso diejenigen die unten waren, unten bleiben werden.

Wer das anders sieht,der blendet einfach die Realität aus und die Geschichte der Menschheit in den letzten 200 Jahren.
AsbachUralt ist gerade online  
Alt 30.10.2011, 02:22   #13
Nustel
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Standard AW: Unsere 95 Thesen

Zitat von roterhusar Beitrag anzeigen
Anerkennenswerte Fleißarbeit.
Vergessen haben die Aurorinnen schlicht und komplett die Situation der Einwanderer, Zuwanderer, Gäste, Flüchtlinge, politisch Verfolgte. Sie sind vor dem Bundessozialgesetz, Arbeitsgesetz und allen Bundesgesetzen absolut gleichzustellen. Weg mit dem ZUwanderungsgesetz.
Ich begreife es nicht mehr. Wieviel denn noch?
Gleichzustellen mit Menschen die hier 30 Jahre gearbeitet haben und in Hartz 4 fallen, und Arbeit suchen.
GLEICHSTELLUNG???
Nustel ist offline  
Alt 30.10.2011, 09:28   #14
Mario Nette
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

Kann man sich ja gern mal angucken, wenn es um die Mengendiskussion (sic!) geht:

Statistisches Bundesamt Deutschland - Migration und Integration

Statistisches Bundesamt Deutschland - Wanderungen

Mario Nette
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Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

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Mario Nette ist offline  
Alt 30.10.2011, 13:11   #15
HartzDieter->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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HartzDieter
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

These 24 ist falsch.

Die Gewerkschaften sind eine Option der Arbeitgeber.
Wer da Mitglied wird sitzt in der Falle und ist ohnmächtig.

Wäre die deutsche Gewerkschaft eiine Gewerkschaft, wäre die Forderung in These 25 längst erfüllt.
Wie man gerade sieht, wird sie hier ausergewerkschaftlich gefordert, weil die Pseudogewerkschaft das nicht mal anspricht.
These 26...usw...
These 28... Was tut die Gewerkschaft?
These 29... Schnarchgewerkschaft
__

Auf dem Papier:
Artikel 1 Grundgesetz: DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR...
und real:
Artikel 1 Grundgesetz: DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST EINE GELD- UND MACHTFRAGE...

„Wir befinden uns am Anfang einer globalen Umwälzung. Alles, was noch fehlt, ist eine große weltweite Krise, bevor die Nationen die 'Neue Weltordnung' akzeptieren.” (David Rockefeller 2005 auf der Bilderberger-Konferenz in Rottach-Egern)
HartzDieter ist offline  
Alt 31.10.2011, 17:21   #16
ethos07
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

Diese Aktion wird so ähnlich für heute auch für Berlin geplant :
http://www.elo-forum.org/agenturschl...tml#post968790

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Am 31. Oktober ist Reformationstag – Tag des Gedenkens an Martin Luthers Anschlag von 95 theologisch-politischen Thesen an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg am 31. Oktober 1517. Dieser Thesenanschlag und die in ihm enthaltenen Gedanken und Forderungen waren ein massiver Angriff auf die Macht der römisch-katholischen Feudalkirche.
Er löste die Reformation aus, zentrales Ereignis der frühbürgerlichen Revolution in Deutschland.

Die Interessengemeinschaft gegen Sozialabbau Aschersleben-Staßfurt hat soeben im Anklang an dieses historische Ereignis 95 Thesen formuliert, die es bei aller denkbaren Kritik an einzelnen Formulierungen verdienen, öffentlich zur Debatte gestellt zu werden.



Unsere 95 Thesen


494 Jahre nach dem Thesenanschlag durch Martin Luther an der Wittenberger Schloßkirche wird am Montag, den 31. Oktober 2011, die Interessengemeinschaft Contra Sozialabbau Aschersleben-Staßfurt um 17.30 Uhr am Portal der Ascherslebener Stephanikirche und an anderen öffentlichen Gebäuden 95 Thesen anbringen. »Wir sehen uns dazu veranlaßt, weil genau wie zu Luthers Zeiten das Gefüge unserer Gesellschaft in Unordnung ist. Die Schere zwischen Oben und Unten, zwischen Reich und Arm klafft in nie da gewesenem Ausmaß auseinander. (…) Wir wollen mit unserem Thesenanschlag ein Zeichen dafür setzen, dass es an der Zeit ist, Widerstand zu leisten.« junge Welt dokumentiert die 95 Thesen
(29.10.2011: Unsere 95 Thesen (Tageszeitung junge Welt))



1. Der Kapitalismus ist menschenfeindlich!

2. Die kapitalistische Marktwirtschaft ist nicht sozial, sondern asozial!

3. Im Kapitalismus geht alle Macht von den Privatbesitzern der Produk*tionsmittel und nicht vom Volke aus!

4. Der Kapitalismus bringt täglich Millionen Menschen in der Welt durch Hunger und Unterernährung um!

5. Der Kapitalismus zerstört in seinem Wachstumsstreben unsere natürliche Umwelt!

6. Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden!

7. »Demokratie« bedeutet Volksherrschaft und fängt an der Basis an!

8. Es gibt in einer Klassengesellschaft keine »absolute Demokratie«!

9. Um der Grundgesetzforderung, daß das Volk der Souverän in der Ausübung der Demokratie ist, Geltung zu verschaffen, muß bei wichtigen Entscheidungen der Innen-, Außen- und Sicherheitspolitik ein Volksentscheid stattfinden!

10. Da das bestehende Grundgesetz nicht mehr in seiner ursprünglichen Fassung vorhanden ist, und ohnehin bis zur deutschen Vereinigung nur als Provisorium gedacht war, ist eine Verfassungskommission mit dem Entwurf einer neuen Verfassung zu beauftragen, die dann nach Veröffentlichung und breiter Diskussion in der Bevölkerung durch Volksentscheid in Kraft gesetzt wird!

11. Die Abgeordneten des Bundestages und der Landesparlamente sind nicht ihrem Gewissen verpflichtet, sondern ihren Geldgebern aus den Konzernzentralen und aus privaten Nebeneinkünften!

12. Die Gesetze schreiben nicht die bürgerlichen Politiker, sondern die Konzernvertreter der privaten Wirtschaft, die als »Berater« in den Ministerien sitzen!

13. Die Würde des Menschen ist in Deutschland, entgegen der Forderung des Grundgesetzes, nicht unantastbar, sondern wird durch Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung Tag für Tag mit Füßen getreten!

14. Armut entsteht durch Ausbeutung – damit Reiche reich sein können, müssen Arme arm bleiben!

15. Nicht die Armen in der Welt leben über ihre Verhältnisse, sondern ihre reichen Ausbeuter!

16. Ein reicher Staat, in dem über 2,5 Millionen Kinder in Armut leben müssen, ist kein gerechter Staat!

17. Die Schulden der Staaten sind die Vermögen der Reichen! (Sahra Wagenknecht)

18. Die Agenda-2010-Politik gefährdet zunehmend den sozialen Frieden in Deutschland!

19. Die Hartz-Gesetze, vor allem HartzIV müssen weg! Erster Schritt dazu ist eine Anhebung der derzeitigen Hartz-IV-Regelsätze auf mindestens 500 Euro!

20. In Deutschland wird für ein Mindestmaß an menschenwürdiger Entlohnung ein gesetzlicher Mindestlohn von zehn Euro, und zwar lohnsteuerfrei, benötigt!

21. Um Arbeit fair zu verteilen, muß eine 30-Stunden-Arbeitswoche eingeführt werden!

22. Wir fordern die sofortige Abschaffung solcher Sklavenarbeit wie Ein-Euro-Jobs und Leiharbeit!

23. Tafelfraß ist Fraß vom Schweinetrog, deshalb stellen wir uns gegen die Vertafelung der Gesellschaft!

24. Unternehmer und ihre Verbände sind die Gegner und nicht die Sozialpartner der Gewerkschaften und der Lohnabhängigen!

25. Wir fordern entsprechend der Europäi*schen Sozialcharta in Deutschland ein politisches Streikrecht für alle Lohnabhängigen!

26. Einführung eines Verbandsklagerechtes für Gewerkschaften nach vorheriger Befragung der Mitglieder!

27. Sanktionen gegen Firmen, die nicht radikal Überstunden abschaffen!

28. Wir fordern die Gewerkschaften auf, »Steckbriefe« für Lohndrücker und Firmen herauszugeben, die sich außerhalb der Tarifgemeinschaft stellen!

29. Die Artikel 14 und 15 des Grundgesetzes zur Enteignung von Privateigentum sind konsequent gegen Unternehmer anzuwenden, die den Absatz 2 des Artikels 14 mißachten, in dem es heißt: »Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.« Ein Tatbestand dafür wäre zum Beispiel das Schließen von Produktionsstätten im Inland und Verlagern der Produktion in Billiglohnländer!

30. Die Grundgesetzforderung von Gleichbehandlung von Mann und Frau muß vor allem durch das Prinzip: »Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! durchgesetzt werden!

31. Gleicher Lohn und gleiche Rente in Ost- und Westdeutschland sind nach über 20 Jahren Vereinigung längst überfällig!

32. Die offizielle Bekanntgabe von Arbeitslosenzahlen hat so zu erfolgen, daß frei von statistischen und amtlich verklausulierten Tricks alle arbeitsuchenden und arbeitenden Menschen erfaßt werden, die keinen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsplatz besitzen!

33. Staatliche Leistungen für bedürftige Menschen müssen ohne Bedingungen eine menschenwürdige Teilhabe am soziokulturellen Leben ermöglichen!

34. Wir fordern die Verstaatlichung von Gütern, die für die allgemeine Daseinsfürsorge der Menschen notwendig sind – das heißt Verstaatlichung von Finanz- und Versicherungskonzernen, des Transportwesens (Deutsche Bahn), der Post, der Energiewirtschaft, des Wohnungswesens und des Gesundheitswesens!

35. Sofortiger Beginn einer Energiewende zur Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien, entsprechend des von der Organisation Greenpeace aufgestellten Planes!

36. Die Förderung einer ökologischen und nachhaltigen Landwirtschaft ist dringend als Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt anzugehen!

37. Schluß mit Rettungspaketen für die Banken und den Sparpaketen für die Bürger!

38. Weg mit der Rente ab 67! Erforderlich ist im Gegenteil eine Absenkung des Renteneinstiegsalters!

39. Altersarmut durch Hartz IV und Niedriglöhne ist vorprogrammiert, schon heute müssen über 600000 Rentner durch einen Job ihre Hungerrente aufbessern!

40. Wenn die Regierung wirklich die Sozialgerichte entlasten will, sollte sie nicht die Zugangshürden der Rechtsdurchsetzung erhöhen, sondern »Hartz IV« abschaffen und das Personal in den Jobcentern besser qualifizieren!

41. 51 Änderungen des Sozialgesetzbuches II (HartzIV) in den letzten Jahren haben die Lage der Betroffenen deutlich verschlechtert, wir fordern die Rücknahme dieser Änderungen!

42. Die »Arbeitsvermittler« in den Jobcentern und der Arbeitsagentur müssen endlich ihrem Job gerecht werden und den Arbeitslosen feste Vorstellungstermine bei Firmen anbieten und ihnen nicht nur Stellenangebote aus dem Stellenportal in die Hände drücken!

43. Hartz IV schafft keine Arbeitsplätze, es entsorgt nur die Opfer des Profitsystems!

44. Angebotsmessen von Zeitarbeitsfirmen sind von der Arbeitsagentur nicht zu unterstützen!

45. Weg mit der Residenzpflicht für Hartz-IV- Empfänger unter 25!

46. Das Vorschreiben von Wohnungsgröße, Angemessenheit von Kfz-Besitz und Abmeldepflicht beim Fallmanager sind grundgesetzwidrige Eingriffe in die Freiheitsrechte von Hartz-IV-Empfängern!

47. Eingliederungsvereinbarungen sind Knebelverträge eines Stärkeren gegenüber einem Schwächeren und damit sittenwidrig!

48. In die örtlichen Beiräte der Arbeitsagenturen und Jobcenter sind grundsätzlich Arbeitslosenvertreter aufzunehmen!

49. Diese Beiräte haben zu prüfen, welche Fortbildungen und Maßnahmen für Arbeitslose sinnvoll sind und welcher Träger den Zuschlag für ein bestimmtes Projekt bekommt!

50. Wir haben für 52 Millionen arbeitsfähige Menschen in Deutschland nur 40 Millionen Arbeitsplätze, also für zwölf Millionen Menschen keine Arbeit …

51. … deshalb ist der demographische Wandel als Grund für den Umbau der Sozialsysteme eine Lüge – nötig sind einzig und allein mehr und besser bezahlte Arbeitsplätze!

52. Es gibt in Deutschland weder jetzt noch in naher Zukunft einen Fachkräftemangel!

53. Unsere Bürger brauchen Arbeit, aber keine Bürgerarbeit!

54. Wir fordern einen Schutzschirm für Arbeitslose!

55. Das Bildungs- und Teilhabepaket von Ministerin von der Leyen ist eine Mogelpackung und geht am Bedarf der Betroffenen vorbei – nötig ist ein ausreichender Regelsatz für die Anspruchsberechtigten!

56. Profitstreben und Konkurrenzkampf bewirken die Verletzung der grundlegenden Menschenrechte und sind die Ursache für Kriege!

57. Terrorist ist, wer Waffen baut, Geld daran verdient und beabsichtigt, damit Menschen umzubringen oder umbringen zu lassen!

58. Kurt Tucholsky: »Soldaten sind Mörder!«

59. Die Auslandseinsätze deutscher Soldaten sind augenblicklich zu beenden, insbesondere der Afghanistan-Einsatz!

60. Sofortiger Austritt der Bundesrepublik aus der NATO!

61. Schwerter zu Pflugscharen!!!

62. Wir fordern neben dem Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Atomenergie in Form von Atomkraftwerken vor allem den Ausstieg aus der Herstellung von Atomwaffen und die Vernichtung aller weltweit vorhandenen!

63. Ziviler Ungehorsam gegenüber den Übergriffen der Obrigkeit wird immer mehr zur Bürgerpflicht!

64. Krach schlagen statt Kohldampf schieben ist Gebot der Stunde, damit Volkes Stimme endlich an die tauben Ohren der Regierenden dringt!

65. Wer kämpft, kann auch verlieren, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren!

66. Rio Reiser sagte: »Macht kaputt, was euch kaputt macht!«

67. Die vom Gebührenzahler finanzierten sogenannten »öffentlich-rechtlichen« Medien sind zu einer wahrheitsgemäßen, objektiven nachweisbar gewissenhaften, unabhängigen Berichterstattung zu verpflichten!

68. Die bürgerlichen Medien vermitteln uns nicht die Wahrheit über die gesellschaftlichen Zustände, sie haben nur die größeren Lautsprecher als wir!

69. Abschaffung des praktizierten Zweiklassengesundheitssystems durch Einführung einer Bürgerversicherung, in die alle Erwerbstätigen ohne Ausnahmen einzahlen!

70. Durch die Schaffung eines einheitlichen staatlichen Sozialversicherungssystems ist der Wasserkopf und der Wildwuchs der Vielzahl von privaten Rentenversicherern und Krankenversicherungen (derzeit 267) abzuschaffen, und sind damit Kosten in Milliardenhöhe einzusparen!

71. Durch Polikliniken ist die ärztliche Rundumversorgung vor allem in ländlichen Gebieten zu gewährleisten und das Modell der Gemeindeschwester wieder einzuführen!

72. Die Verteilung der Sozialversicherungsabgaben zwischen Unternehmern und Lohnabhängigen ist wieder auf das Prinzip 50 zu 50 Prozent zu bringen!

73. Sofortige Wiedereinführung der Vermögenssteuern und Anhebung des Spitzensteuersatzes!

74. Erbschaftssteuern sind je nach der Höhe der Erbschaft progressiv ansteigend zu besteuern!

75. Manager, Großkapitalisten und Politiker haben bei Veruntreuungen und Korruptionsfällen die gesamte »Beute« zurückzuzahlen und keine Möglichkeit, sich von Bestrafung freizukaufen!

76. Deckelung von Managergehältern und deren Offenlegung!

77. Sofortige Einführung einer Finanztransaktionssteuer!

78. Die Diäten der Abgeordneten sind nicht höher festzulegen als der vom DGB ermittelte Durchschnittslohn für mittlere Leitungskräfte aller Branchen!

79. Beanstandungen des Steuerzahlerverbandes und der Rechnungshöfe von nachgewiesener Verschleuderung öffentlicher Gelder durch amtliche und politische Entscheidungsträger müssen finanziell und personell geahndet werden!

80. Bildung und Ausbildung müssen auf allen Ebenen für alle Schichten der Bevölkerung kostenfrei sein!

81. Für sozial Bedürftige muß es eine kostenlose Förderung im kulturellen und sportlichen Bereich geben, um eine Teilhabe am geistig-kulturellen Leben zu gewährleisten!

82. Sofortige Rücknahme von Kürzungen beim Elterngeld, Wohngeld und anderer sozialer Leistungen!

83. Ein einheitliches Bildungssystem für die gesamte Bundesrepublik ohne die derzeitige Kleinstaaterei der Bundesländer ist einzuführen, damit auch die jeweiligen Abschlüsse überall gleichermaßen anerkannt werden können!

84. Alle Großunternehmen haben an den Staat eine sogenannte »Nonprofitabgabe« zu leisten, aus der der Staat Arbeitsplätze im Altenbetreuungs- und Pflegebereich sowie in Kultur, Bildung und Sport schaffen kann!

85. Zwei Millionen neue tariflich geregelte gute Arbeitsplätze durch ein Zukunftsprogramm für Bildung, Gesundheit, ökologischen Umbau, öffentliche Infrastruktur und Daseinsvorsorge sind möglich!

86. Es gibt nur eine Welt und keine zweite oder dritte!

87. Der Mensch ist nicht von Natur aus schlecht, schlecht sind nur die Verhältnisse, unter denen er leben muß, deshalb müssen diese Verhältnisse geändert werden!

88. Eine solidarische Gesellschaft ist nur möglich, wenn es dem einen Teil der Menschen nicht mehr möglich ist, kraft seines Eigentums an Kapital die Arbeitskraft des anderen Teils der Menschen auszubeuten!

89. Gegenüber der »Bilderberg-Konferenz« ist die UNO ein Kasperleverein!

90. Die Verschärfung der sogenannten »Sicherheitsgesetze« eröffnet dem Staates immer neue Möglichkeiten, die Privatsphäre der Bürger auszuforschen, und schränkt gleichzeitig deren demokratische Rechte ein. Wir fordern Abschaffung dieses Überwachungsstaates!

91. Die Politik des Sozialabbaus der Herrschenden produziert Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit bis hin zu neofaschistischen Tendenzen!

92. Die Unterschiede liegen nicht zwischen den unterschiedlichen Völkern in der Welt, sondern zwischen den jeweiligen Ausbeutern und Unterdrückten in allen Ländern, deshalb ist eine Einheit der Unterdrückten aller Länder nötig!

93. »Freiheit« im Kapitalismus besitzen nur die Besitzer des Kapitals!

94. Wenn die oben nicht mehr so können, wie sie wollen, und die unten nicht mehr so wollen, wie sie sollen, dann ist der Zeitpunkt für eine neue Gesellschaftsordnung gekommen!

95. Wir sind nicht gewillt, uns in der Armut einzurichten – sparen wir uns einfach den Kapitalismus, denn er ist nicht das Ende der Geschichte!


Diese unsere Thesen stellen wir zum Disput, wie einst Martin Luther, in der Hoffnung, die Menschen zum Nachdenken zu bringen und mit allen gemeinsam einen Weg zu einer gerechteren Welt zu finden, in der es sich menschenwürdig leben läßt.
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Viele Grüße aus Berlin
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Alt 02.11.2011, 22:49   #17
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

03.11.2011: »Der Pfarrer war nicht begeistert« (Tageszeitung junge Welt)
Zitat:
Anstoß zum Nachdenken geben. Über die Reaktionen auf die in jW dokumentierten 95 Thesen zum Reformationstag. Ein Gespräch mit Tommi Sander
Interview: Gitta Düperthal

Tommi Sander ist Mitorganisator der Interessensgemeinschaft Contra Sozialabbau Aschersleben-Staßfurt, Mitglied des bundesweiten Aktionsbündnisses Sozialproteste und im Erwerbslosenausschuß Sachsen-Anhalt (Süd) von ver.di

Die Interessensgemeinschaft Contra Sozialabbau Aschersleben-Staßfurt hat 95 Thesen verfaßt. Allgemein befürwortet sie die Abschaffung des Kapitalismus und den Austritt der Bundesrepublik aus der NATO. Speziell fordert sie etwa, daß Arbeitsvermittler Erwerbslosen Vorstellungstermine bei Firmen anbieten sollen – nicht nur diffuse Angebote aus dem Internet-Stellenportal. Welche Reaktionen gab es auf Ihr am Samstag in jW veröffentlichtes Papier?
Die Arbeitsagentur hat noch nicht reagiert, ansonsten haben wir weltweit Aufmerksamkeit erregt. In etwa 50 Mails, unter anderem aus den USA, Österreich, der Schweiz und Deutschland haben wir Zustimmung zu unseren Thesen erhalten. Beim Treffen mit dem Erwerbslosenausschuß von ver.di Sachsen-Anhalt (Süd) am Mittwoch haben insbesondere die Wittenberger sich geärgert, nicht selber auf die Idee gekommen zu sein, 494 Jahre nach Martin Luther eigene Thesen an der dortigen Schloßkirche anzubringen. Die Interessengemeinschaft Contra Sozialabbau Aschersleben-Staßfurt hatte den Reformationstag am Montag genutzt, ihre Thesen am Portal der Ascherslebener Stephanikirche anzunageln. Der Pfarrer dieser evangelischen Gemeinde war allerdings nicht begeistert von der Aktion. Vielmehr zeigte er sich besorgt, daß wir seine Veranstaltung zum Reformationstag stören könnten. Wir haben unser Papier zudem öffentlich am Rathaus und beim Kreisverband der CDU angebracht. Weil am Montag Feiertag war, blieben sie bis Dienstag morgen hängen...
 
Alt 03.11.2011, 08:13   #18
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

... scheinen dort beharrlich gut Sand ins Räderwerk zu streuen:

Zitat:
Zitat aus dem Interview:...Aschersleben ist dafür bekannt, daß wir ausgefallene Dinge machen. Zum Beispiel haben wir eine Woche lang vor der Agentur für Armut – äh, Arbeit – gezeltet. Schließlich sollen wir 24 Stunden am Tag präsent sein für die vielen Jobangebote: Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt gab es keine.
[]
...
Sie sagen, es sei an der Zeit, Widerstand zu leisten – wie stellen Sie sich das vor?
Das möchte ich nicht öffentlich ausbreiten. Ich wurde eben erst verurteilt, weil wir im Beisein von der Presse in einem Supermarkt in Aschersleben kostenlos gegessen haben. Das hatte einen Wert von 93 Cent.
[Braucht sich niemand wundern, bei den aktuellen Regelsätzen - ]

Was denn?
Eine Banane, ein Brötchen und eine Bockwurst. Nach einem Gerichtsverfahren mußte ich zwölf Tagessätze à 10 Euro berappen, also 120 Euro. Der Betrag wurde solidarisch Cent-weise aus der ganzen Republik an die Staatsanwaltschaft überwiesen.
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Viele Grüße aus Berlin
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Alt 03.11.2011, 11:38   #19
HartzDieter->Emailproblem
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HartzDieter
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Standard AW: 31. Oktober: 95 Thesen "Der Kapitalismus ist menschenfeindlich"

Zitat:
Was denn?
...
Eine Banane, ein Brötchen und eine Bockwurst. Nach einem Gerichtsverfahren mußte ich zwölf Tagessätze à 10 Euro berappen, also 120 Euro. Der Betrag wurde solidarisch Cent-weise aus der ganzen Republik an die Staatsanwaltschaft überwiesen.
Da freuen sich die Banken, wenn sie für die Überweisungen Gebühren bekommen. Aber sonst isses wohl eine gute Idee.

1200 Euro Strafe für einen Hartz IV Empfänger. Tja, bei den Armen funktioniert unsere Justiz als Todschlaginstrument.
Die Reichen kommen da meist ungeschoren davon, obwohl viele von ihnen den Staat ausbluten.
Und die Bußgelder sind in Zombieland für Arme genau so hoch, wie für den Milliardär. Wer da dann wirklich büßt kann sich jeder selber ausmalen.
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Auf dem Papier:
Artikel 1 Grundgesetz: DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR...
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