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Themen-Optionen Ansicht
Alt 02.10.2011, 13:00   #1
Martin Behrsing
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Standard Sucht in unserer gesellschaft

von Dieter Carstensen Als Sozialarbeiter beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit dem Thema “Sucht in unserer Gesellschaft”. Für mich ist das Alltag und ich möchte mit diesem Beitrag keinen wissenschaftlichen Artikel schreiben, sondern vielmehr die Suchterkrankungen bei uns in Deutschland mal mehr aus Sicht der Betroffenen und meinen Erfahrungen mit Ihnen beschreiben. Ich verzichte [...]

weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
Martin Behrsing ist offline  
Alt 02.10.2011, 18:22   #2
farger4711
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Das Thema Sucht ist zu vielschichtig, um es in einer so kurzen Abhandlung zu präsentieren.

Es freut mich selbstverständlich, dass Dieter Carstensen einigen Menschen helfen konnte. Ich ziehe vor sozial engagierten Menschen den Hut.

Aber wer denkt an die Angehörigen? Die sind nämlich genauso krank. Halt nicht von irgendwelchen Suchtmitteln, sondern von dem Süchtigen krank gemacht.

Nur mal so als kleiner Denkanstoss.
__

viele liebe Grüße
Martina


In der Ruhe liegt die Kraft
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Alt 02.10.2011, 18:51   #3
Merkur
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Das ist ein guter Artikel und das Ende richtig erkannt.
Zitat:
Nicht die Suchtkranken sind das Problem, sondern die Gesellschaft, die sie dazu macht
Es ist die Gesellschaft ,die einen verdienen daran und die welche süchtig sind denken nicht nach. Und damit meine ich nicht den Alki sonder die Arbeitssucht und so weiter. Jeder muss immer mehr und mehr haben als der Andere. Siehe Sport immer höher immer weiter immer besser. Siehe Regierung immer mehr und noch mehr.Auch das ist Sucht.Zuerst müssten die Menschen nachdenken sich wieder über ein besseres Leben im Klaren sein und dann gehen auch die Süchte weg. Der Neid muss aus unseren Genen raus.
Merkur ist offline  
Alt 02.10.2011, 19:07   #4
farger4711
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von Merkur Beitrag anzeigen
Das ist ein guter Artikel und das Ende richtig erkannt.
Es ist die Gesellschaft ,die einen verdienen daran und die welche süchtig sind denken nicht nach. Und damit meine ich nicht den Alki sonder die Arbeitssucht und so weiter. Jeder muss immer mehr und mehr haben als der Andere. Siehe Sport immer höher immer weiter immer besser. Siehe Regierung immer mehr und noch mehr.Auch das ist Sucht.Zuerst müssten die Menschen nachdenken sich wieder über ein besseres Leben im Klaren sein und dann gehen auch die Süchte weg. Der Neid muss aus unseren Genen raus.
Ich denke, da frieren wohl eher sämtliche Weltmeere zu, bis das passiert.
__

viele liebe Grüße
Martina


In der Ruhe liegt die Kraft
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Alt 02.10.2011, 19:19   #5
Hamburgeryn1
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von farger4711 Beitrag anzeigen
Aber wer denkt an die Angehörigen? Die sind nämlich genauso krank.
Ja, sie sind süchtig anderen Menschen helfen zu müssen.
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Alt 02.10.2011, 19:25   #6
farger4711
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Ja, sie sind süchtig anderen Menschen helfen zu müssen.
Das berühmte Helfersyndrom.
Letztendlich müssen die Angehörigen sich selber helfen..........oder vor die Hunde gehen.
nun hast das Thema entdeckt
__

viele liebe Grüße
Martina


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Alt 02.10.2011, 19:36   #7
Hamburgeryn1
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von farger4711 Beitrag anzeigen
nun hast das Thema entdeckt

Zitat von farger4711 Beitrag anzeigen
Das berühmte Helfersyndrom.
Letztendlich müssen die Angehörigen sich selber helfen..........oder vor die Hunde gehen.
Dazu müssen sie aber zuallererst erkennen dass sie Hilfe brauchen. Und bis dahin ist es ein langer Weg. Denn man darf ja nicht vergessen, dass "ihre Sucht gebraucht zu werden" ihnen sehr viel Lob und Anerkennung einbringt, was auch ihr marodes Selbstbewußtsein und Selbstwertgefühl hebt, welches ja die meiste Zeit ihres Lebens am Boden liegt. Was wiederum eine der Ursachen ihres Helfersyndroms ist......
Hamburgeryn1 ist offline  
Alt 02.10.2011, 19:50   #8
farger4711
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen

Dazu müssen sie aber zuallererst erkennen dass sie Hilfe brauchen. Und bis dahin ist es ein langer Weg. Denn man darf ja nicht vergessen, dass "ihre Sucht gebraucht zu werden" ihnen sehr viel Lob und Anerkennung einbringt, was auch ihr marodes Selbstbewußtsein und Selbstwertgefühl hebt, welches ja die meiste Zeit ihres Lebens am Boden liegt. Was wiederum eine der Ursachen ihres Helfersyndroms ist......
Und man sollte das möglichst frühzeitig erkennen, bevor man am Boden liegt und nicht mehr kann.
Aus dieser Helferspirale kommt man meistens erst raus, wenn man sehr krank in der Seele ist.
Man muss erkennen, dass man wer ist. In den Spiegel zu schauen und sagen zu können................he, ich kenn Dich und ich mag Dich, genauso wie Du bist.
__

viele liebe Grüße
Martina


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Alt 02.10.2011, 19:56   #9
*kampfpaar*radikal.A
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Cool AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen

von Dieter Carstensen

Als Sozialarbeiter beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit dem Thema “Sucht in unserer Gesellschaft”. ...
Das mache ich als ?SozialArbeiter? auch schon seit meinem 16. LebensJahr (praktisch) und erfreue mich somit um so mehr an diesem Artikel vom vornamentlichen NamensVetter.

... ja wäre da nicht, ja wär es nicht so:
Dächte ich dabei nicht immer an das Wort Po.
Nicht, daß der Artikel für`n A:sch ist. Solch ein letzterer bräuchte reales Papier, artikelbedruckt, um hernach nutzbar zu sein.

Auch ist meiner Denke an das Wort Po nicht durchweg der Panz beigetan. Bewahre! Nein, nicht durchweg. Aber irgendwie schon.

Wie soll ich das nun begründen?

Nun, insofern, als das obigen Dieters Vorwort dem des hiesig schreibenden zumind nahekommt, was die Kropfigkeit angeht.
So ergeht es mir auch mit seinem GesamtText. Vieles ist so leidlich überflüssig, wie dem ALK sein Zeuchs mehr als flüssig durch die Kehle rinnt.

Apropos Kehle. Aus dieser Gegend kommen ja auch die WortLaute. Und das Wort "Sucht" lautet da ziemlich altbacken, wie Tante Wiki uns unter Sucht aufzuklären versucht.
Gut, das ist halt nur die Form.

Ebenso finde ich es nicht formidabel, SatzEinleitungen zu bringen, wie:
"Nachweislich hatte ich ja die letzten Monate viel in Hessen mit Suchtkranken zu tun."
Dann möge er es eben bitte "nachweisen", oder auf solch Geklaube verzichten, wie auch billigerweis auf die folgenden Sätze bis zu seinen ParadeFällen.

Aber auch jene sind an BilligKeit nicht zu überbieten, sollten sie angetan sein, irgendetwas an Klärung in die Welt zu schleudern. FüllStoff ist es. FüllStoff. Hoffentlich liegt dem fülligen Stoff kein "Dysfunktionaler Gebrauch" zugrunde. ...
Dabei muß ich allerdings erwähnen, daß dieser Füllstoff geeignet war, in seiner leutseligen Art und BetroffenheitsDudelei, mir stofflich fast werdend, die Augen per Tränen füllend, fast verkleisterte.

Doch schon kommt vom Dieter anschließend die erste entscheidende Frage:
Wie unmenschlich will diese Gesellschaft eigentlich noch werden?

Diese Frage hat mich für Momente aus der nachvollziehenden Bahn geschmissen. Da lag ich nun da und fragte mich, welches handelnde >Subjekt da nun unmenschlich zu werden, gewillt ist ...

Zumindest ist glatt folgend erkennbar, daß der Miriam*, geschilderter Weise, tatsächlich ein herzensgutes Subjekt zur Seite stand ...

Auch das er mit Josef* dann letztlich erfolgreich, mitgeteilt bekam, "war Dank genug, dass ich erfahren durfte, dass es ihm gut geht."
Das ist schön. So schön. Schön ist das.

Doch daraus nun abrupt zu schließen:
"Die kapitalistische Produktionsweise ist menschenverachtend und falsch!"
... kommt mir denn doch etwas zu plötzlich daher.
Stimme dem aber grundsätzlich zu, wie auch dem moralisch daherkommenden EndGesang in seiner KrankheitsSteigerung.

Alles in allem:
Als zutiefst unmoralischer Mensch fällt es mir schwer, "FremdScham" >zu sehr zu entwickeln. So kommentierte ich hoffentlich adäquat ...

- - - - -

Doch da süchtelt mich noch was.
Von wegen dem angedeuteten Kapitalismus.
Wir hier im EloForum sind doch auch teils so PC-süchtig im Sinne "Dysfunktionalen Gebrauch`s".

Da dieser "Gebrauch" impliziert, z. B. "sozialen Anforderungen" nicht mehr genüge leisten zu können ... wie ist das denn da mit Dauer-PC-Nutzern, die >alleine sind, kaum soziales Umfeld haben. Wo also der doofe Kapitalismus sie gar nicht mehr in die monadenhafte WarenForm mehr pressen muß?

Sind wir dann auch süchtig, äh, missbräuchig abhängig syndromisiert
Oder ist das unsere neue geschaffene Natur? Wie die der Bäume in Reih & Glied ... ? ???

Mööönsch
... muß ich mal schwer nachdenken.
Aber vll schreiben ja Carstensen
oder Andere von hier
was dazu.

.
__

____________
. . . . . . . . . .
__________ >
.
Yep, jo, jau, so is das halt.
Was bei UNS dem
HERRSCHAFTSVERHÄLTNIS
))))))entgegenschallt((((((
is das
*kampfpaar*
Hand in Hand
in der:

*Aktion sozialer Widerstand*

Eigenwerbung muß sein
*kampfpaar*radikal.A ist offline  
Alt 02.10.2011, 20:58   #10
DieFrettchen
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

hallo ihr lieben,

eigentlich wollt ich lieber meine klappe halten zum tread. denoch ein aber!

es wurd ja schon angesprochen das liebe helfersyndrom. ich bin wahrscheinlich auch nicht frei davon, weiß aber wann ich mich zurückziehe. das die sucht andrer einen selbst krank macht ohne das es bemerkt wird, hab ich selbst erlebt.

allerdings ist es oft so, das du als kind dem kaum entkommen kannst und du wohl oder übel zum helfer und co. süchtigen wirst.

kinder sind abhängig von ihren eltern, auf gedeih und verderb. also lügst du, machst alles was einen normalen alltag darstellt in deiner vorstellung und erhälst die illusion am leben, immerhin hängt ja dein leben auch davon ab, vor allem die psyche. auch wenn du es weißt. so ist es nicht richtig!

seht mal meine mutter hat mich nie viel beachtet, war aber im grunde total von mir abhängig. hab ich gespurt; ach du liebes kind, hab ich nein! gesagt, hieß es kleines verzogenes flittchen. meinem vater war es zimlich schnuppe, ob sie mal wieder mit voller dröhnung valium und einem weinglas den ganzen tag auf der couch saß. meine älteren brüder verdrückten sich, hatten ihren eigenen weg gefunden. ich spielte darin auch keine rolle. also tut man in der schule eben dumm, wenn mal wieder das bastelzeugs nicht komplett war, die falschen hefte und bücher in ranzen. erfindest eben tausend ausreden für freunde und verein, wenn mal irgendwelche fragen kamen, dasselbe mit elternsprechstunde. alleine zum einkauf mit 10 jahren, fahrrad voll wie ein packesel. ich konnte auch schon mit 10 kochen, selbst beigebracht aus kochbüchern.

das ganze selbstmitleid von ihr. ihre tollen chancen, alles futsch, wein nachkipp. ach das mit dem kochen mußt noch üben, ach ja noch schnell eine zeile aus maria stuart von schiller zitieren, weinkrampf! noch ne tablette, noch ein wein...du könntest noch betten machen, das noch erledigen und ach ruf den doktor F. an, ich brauch noch in rezept.

ja und alles und jeder war schuld an ihrer sucht, nur sie nie. niemand hat sie gezwungen sich jeden tag vollaufen zu lassen oder unmengen an beruhigungsmitteln zu nehmen. niemand hat ihr je versprochen, das alles ohne zutun reibungslos im leben läuft, ohne ambition geht das nicht von alleine weil ich frau sowiso bin. glaubt mir sie hatte ein leichtes leben, war immer materiell weich gefallen, dank familie und heirat. selbst nach der firmeninsolvenz war der lebensStandard immer noch gut. wobei ich glaube das hat die nie mitgekrigt was abgeht. zu sehr in der eigenen welt versponnen.

zum reden hatt ich niemanden zu der zeit. das problem war schlicht NICHT existent in bürgerlichen familien! nein ein helfersyndrom bekommt man aufgezwungen! ich hab sie begleitet bis in den tod und ich merke ich beginne zu heilen, seit sie tot ist. innen in mir drinnen.

liebe grüße von barbara
 
Alt 03.10.2011, 09:42   #11
wolliohne
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

hm,sehr schön.

Ein Link dazu und zur (angebl) "neuen Sucht Internet" fehlt leider.
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 03.10.2011, 11:09   #12
Kaleika
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Bitte schön:


Internetabhängigkeit
__


Alle meine Beiträge und Antworten entspringen meiner persönlichen Meinung und meinen Erfahrungen, stellen daher keinerlei Rechtsberatung dar!




Lieber Gruß von Kaleika
Kaleika ist offline  
Alt 03.10.2011, 11:47   #13
ThisIsTheEnd
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Man kann auch aus allem eine Sucht konstruieren.

Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie die Niederlande mit echten Drogenproblemen umgehen:

Zitat:
Altersheim für Junkies

Der Cowboy und sein Crack

Drogenabhängige leben für den Rausch, viele von ihnen sterben jung. Doch was tut ein alter Junkie? Er geht nach Woodstock, ein Altersheim für hoffnungslose Fälle.
Zitat:
Wer in Woodstock leben will, muss belegen können, dass sein Leben nicht mehr zu retten ist. Er muss mindestens zehn Jahre abhängig von harten Drogen sein, mehrere erfolglose Therapien hinter sich haben, obdachlos und mindestens 45 Jahre alt sein.
Zitat:
Ein Altersheim für Drogensüchtige zeigt, dass ein Land die Wirklichkeit angenommen hat. In Deutschland ist eine solche Einrichtung nicht denkbar, noch nicht jedenfalls, denn auch hier berührt der Umgang mit Drogenabhängigen seit einiger Zeit die rechtlichen Graubereiche.
Altersheim für Junkies - Der Cowboy und sein Crack - Leben & Stil - sueddeutsche.de
ThisIsTheEnd ist offline  
Alt 03.10.2011, 11:59   #14
Hotti
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Hotti
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von Merkur Beitrag anzeigen
Der Neid muss aus unseren Genen raus.
Das ist richtig, aber nur im Zusammenhang mit der Gier. Ich persönlich empfinde für die Gier erheblich mehr Ekel.
__

Gruß Horst

Alles was ich hier nieder schreibe ist einzig und allein meine persönliche Meinung


Kein Ziel kann weiter sein, kein Weg kann schwerer sein, als es die Heimkehr ist in die Vergangenheit




Hotti ist offline  
Alt 03.10.2011, 14:38   #15
Christine Vole 2010
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von merkur

Der Neid muss aus unseren Genen raus.
Zitat von Hotti Beitrag anzeigen
Das ist richtig, aber nur im Zusammenhang mit der Gier. Ich persönlich empfinde für die Gier erheblich mehr Ekel.
Ich pflichte Euch beiden bei und ergänze um das Wort "Unwissenheit".

Damit haben wir die drei wichtigsten Geistesgifte zusammen, an denen die Menschheit krankt.

Von den sich daraus ableitenden anderen negativen Anhaftungen einmal ganz abgesehen und um bei dem Thema "Sucht" zu bleiben:
Solange diese Geistesgifte nicht von jedem von uns bewusst als solche erkannt und anschließend noch bewusster bekämpft werden, ist ein "globales Umdenken/Andershandeln" einfach nicht drin.
Süchte, gleich welcher Art, dienen, grob gesagt, der Flucht aus dem (nicht erträglichen) Alltag und/oder zur Kompensation unbefriedigter realer/vermeintlicher Bedürfnisse.
Nur wenn ich "begreife", dass beispielsweise mein "exzessives Kiffen/Saufen/V*geln/Helfen ff " eine vermeintliche Leere füllen soll ->
diese Leere aber auf wiederum auf diese Anhaftungen/Geistesgifte zurückzuführen ist ->
diese letztendlich nichts weiter als "Trugschlüsse" sind...

...hier gehen uralte Lehren und die Psychologie teils engumschlangen einher, C. G. Jung war wohl einer der ersten, der das so erkannt hat.
Ok, weiter ausführen führt hier zu weit.

Um es auf den Punkt zu bringen:
Eine "suchtfreie" Gesellschaft wäre eine, die das Wesentliche in Sachen Geistesgift begriffen und umgesetzt hat.
Da es aber "die Gesellschaft" nicht gibt (sie besteht ja nun mal aus Individuen) wird es Süchte immer geben.
Eine derart auf das "Leben im Aussen" fixierte Gesellschaft wie die heutige (siehe @ Merkur, höher, schneller, weiter...) ist Lichtjahre von einer "verinnerlichten" entfernt.
Und ich denke, je größer die Entfernung zum Inneren, je weniger Reflektion, desto mehr Frust -> Kompensation -> Sucht.

jm2c
Christine
 
Alt 03.10.2011, 19:52   #16
roterhusar
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Hab den Eindruck der gute Kollege macht sich bissl luschtig über uns.
__

Es gibt einfach zuwenig Fachkräftemangel
roterhusar ist offline  
Alt 03.10.2011, 21:06   #17
*kampfpaar*radikal.A
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Cool AW: Sucht in unserer gesellschaft

Ich wäre auch gerne, wie Christine Vole, auf vorherige Beiträge Anderer eingestiegen. Mein DenkAnsatz zur Sache gibt das leider nicht her. Und Christines Beitrag enthält soviel an inhaltlicher Dichte ... da wäre ein NeuThread angebracht.

Ich bleibe erstmal wieder in der Spur meines "Verrisses" bezüglich des Textes des eigensüchtigen Carstensen.


Dort schrieb ich letztlich:

Doch da süchtelt mich noch was.
Von wegen dem angedeuteten Kapitalismus.
Wir hier im EloForum sind doch auch teils so PC-süchtig im Sinne "Dysfunktionalen Gebrauch`s".

Da dieser "Gebrauch" impliziert, z. B. "sozialen Anforderungen" nicht mehr genüge leisten zu können ... wie ist das denn da mit Dauer-PC-Nutzern, die >alleine sind, kaum soziales Umfeld haben. Wo also der doofe Kapitalismus sie gar nicht mehr in die monadenhafte WarenForm mehr pressen muß?

Sind wir dann auch süchtig, äh, missbräuchig abhängig syndromisiert
Oder ist das unsere neue geschaffene Natur? Wie die der Bäume in Reih & Glied ... ? ???


und wurde wie folgt angemahnt:

Zitat von wolliohne Beitrag anzeigen

Ein Link dazu und zur (angebl) "neuen Sucht Internet" fehlt leider.
Das war Absicht.
Jede kann sich bei gehobenem Interesse zur "Sucht" googelnd dazu weitertasten.

Gerne gebe ich aber dazu noch, Kaleika ergänzend, einen Link, der mit einem gewissen Abstand benutzt sein möge:

Umfrage zum Thema Internet-/Computer-Abhngigkeit (Computer-Sucht / Internet-Sucht). Kostenloser Selbsttest. .:. Psychotherapie & Coaching bei R.L. Fellner, Wien (Psychotherapeut, Coach, Supervisor)

Mir verpasste der weise PC glatte 59 Punkte *lach*

- - - - -

Spaß ein bißchen zur Seite:

Meiner obigen:
"Doch da süchtelt mich noch was"-Frage
ist eigentlich kein Link zuzuführen.
Halt >eigener BockMist.

Doch worauf zielt der?:

Der PC ist ein Produktionsmittel

Anders als das FließBand,
eher wie das Auto ... auch ein:
Re-ProduktionsMittel, heißt:
Heftig eingreifend in das, was wir allgemeinhin als das "Private" bezeichnen.

Zum Thema Sucht
nochmal das Auto hervorholend. Wie auch immer konzipiert, ob individualistisch genutzt oder anders in Zukunft, ist es wie der PC, ein Ding, dem wir unsere ABHÄNGIGKEIT zollen müssen (... es sei denn, wir wollen auf WaldSchratMilieu).

Wir sind, wie in vielen Dingen, >abhängig von dem Mobil, zwecks Mobilität.
Ein Zurück zur WanderGesellschaft wäre ein zu belächelnder Einfall.

Wir sind also ABHÄNGIG.

Im Sucht-ersetzenden Begriff des:
"Dysfunktionalen Gebrauch`s"
allemal zu filosofierendes Tuen, nicht mehr "sozialen Anforderungen" genüge leisten zu können.
Jedenfalls vergleichend in >Betracht der Zeiten, wo es so noch nicht gegeben war.
Ja, Ihr Lieben ... sind wir in sofern: SÜCHTIG?

Das wäre beliebig ergänzend zu fragen.

Sind wir "süchtig" nach Messer & Gabel, weil wir nicht mehr in`s rohe Fleisch beißen, oder wenigstens daran nagen, ob abhandener Zähne, wie bei mir?

Oder ist:
der Gebrauch von Messer & Gabel, vom Mobil, vom PC ... nicht unsere ewig erneut er-arbeit-ete: 2te Natur?

- - - - -

Wenn es nicht at hoc so a-frontal klänge, würde ich in der Frage auch Drogen mit einbeziehen
Aber lassen wir das mal raus.


Ergäbe evtl ein ZusammenKommen,
gespielt >über Bande mit
Christine Vole.

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Alt 03.10.2011, 22:26   #18
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Standard AW: Sucht in unserer gesellschaft

Zitat von DieFrettchen Beitrag anzeigen
hallo ihr lieben,

eigentlich wollt ich lieber meine klappe halten zum tread. denoch ein aber!

...

seht mal meine mutter hat mich nie viel beachtet, war aber im grunde total von mir abhängig.
...
... find ich echt gut, Barbara, dass du das hier mal --- gewagt hast-- Elternbeschimpfung - JAWOLL!
... solche Sucht-Kotzbrocken, die einem der liebe Gott machmal als Eltern einfach meinte, in die Wiege legen zu müssen - und die einem verfolgen bis ans Ende aller Tage - ein Unverschämtheit ohnegleichen!

::
::
::
::
... :icon_redface ... aber d leise grinsen muss ich dabei doch: sooo ein Tabubruch, Barbara!!!!

Liebe Barbara, ich hoffe du kommst gut und immer besser weiter mit mehr und mehr Abstand zu den endlich Toten -
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Alt 04.10.2011, 12:26   #19
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Blinzeln AW: Sucht in unserer gesellschaft

Ich find das Thema Sucht und Internet - meinetwegen auch Sucht und dieses Forum - oder das von Frettchen eingebrachte Thema Sucht Angehöriger und (übertriebenes) Helfenwollen als (ererbte/anerzogene) Ko-Abhängigkeit, schon mal sehr interessant.

Aber vielleicht eher mal ein Thema für's Off-Topic? oder für ein persönliches Gespräch mit den nächsten Freunden/Angehörigen/ vertrauten Internet-Affinen vor Ort, so soche (noch) vorhanden...

Persönlich mache ich auch bei diesem Forum wie auch beim Helfen - wie bei etlichen anderen Dingen, die Sucht erzeugen können - immer wieder schön lange Pausen. Was mir auch immer wieder böse Blicke einbringt - aber egal: icke brauche das, um mich nicht abhängig zu fühlen, vermute ich zumindst. .
Wie haltet ihr es?
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