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Alt 27.09.2011, 18:07   #1
ethos07
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Standard "Zwickauer Gepflogenheiten"

Natürlich geht das Jobcenter Zwickau wegen Andreas Begleitung von der Arbeitlosenhilfe Gegenwind Mitte Juli nun seinen ofiziellen Gang weiter . Inzwischen hat das Jobcenter ein gesalzenes Hausverbot gegen ihn erlassen:

http://u.jimdo.com/www7/o/sf680b572f.../std/image.jpg


Auch wenn ich und viele andere hier und anderswo die "Heroisierung" jener Begleitung entschieden ablehnen (und auch nicht unbedingt glauben, dass die Eskalation vor Ort unumgänglich war - soweit dies von aussen, aus der Entfernung überhaupt einzuschätzen ist), sind wir und viele andere Initiativen und Einzelperslnen natürlich kritisch solidarisch mit Andreas und wünschen ihm, dass seine Klage vor dem Verwaltungsgericht (nehme ich doch mal stark an, dass eine solche in der Mache ist) gegen das Hausverbot Erfolg haben wird.

Ich bitte euch, das einfach zur Kenntnis zu nehmen und nicht die Wellen mit dem alten Streit nun weiter und weiter hochschlagen zu lassen.
Sonst wird der Thread, wo wir nun den Gang der Dinge mit der nötigen Gelassenheit verfolgen können, sicher schnell wieder von der Redaktion geschlossen.

******

Und vor allem @ alle, die noch nicht begleiten: Lasst euch bitte nicht von Zwickau verängstigen oder entmutigen. So wie in Zwickau läuft läuft es so gut wie nie. Denn auch ihr könnt ohne weiteres mit dem Begeiten anfangen.

Es gibt im Forum viele Beispiele von sehr erfolgreich verlaufenen Begleitungen. Einfach zuerst lesen und schauen, wie andere begeliten... und hat dann wagen, selbst eine - erstmal einfache -Begleitung zu machen. Und hier dann einfach laufend fragen, wenn ihr unsicher seid. So geht's doch.

Bei den allermeisten Jobcenter-Frechheiten können wir nämlich gerade dank Begleitung Klippen elegant für uns , wenn nicht abwenden, so doch umschiffen - ohne das wir es auf ein Bodybuilding-Messen mit den Security-Leuten usw ankommen lassen müssten.

Wir können natürlich auch ahnand von Begleiterfahrungen auf die gesellschaftlichen Misstände öffentlich aufmerksam machen. Aber es wäre ein Irrtum, wenn wir glauben würden, mit oder über Einzel-Begleitungen im Jobcenter allein, die gesellschaftliche Auseinandersetzung entscheidend beeinflussen zu können.

Das können wir höchstens dann angehen, wenn wir gelegentlich dann wieder mal dazu kommen, mit vielen Betroffenen gemeinsam Gegenwehraktionen zu machen - wie sie z.B. die Zahltag!.-Aktionen eine zeitlang oder die Demo in Oldenburg punktuell oder die 'Spaß'-Aktionen in Darmstadt waren und sind.

Wagt aber bitte erstmal einfach alle auch das individuelle Begleiten und fragt uns dazu Löcher in den Bauch, wenn ihr unsicher seid, was wie wo möglich und sinnvoll ist, wenn ihr jemanden begleiten möchtet und noch keine oder wenig Erfahrungen damit habt. Dafür ist das Forum hier Schulungsmatte !

Das Begleiten als eine realtive einfache Form der Gegenwehr ist machbar - von so gut wie allen von uns hier.
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Viele Grüße aus Berlin
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N.B. Meine Beiträge sind meine persönlichen Meinungen und keine Rechtsberatung.
ethos07 ist offline  
Alt 27.09.2011, 18:38   #2
DieFrettchen
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Standard AW: "Zwickauer Gepflogenheiten"

hallo ihr lieben,

die kleine INI, für die ich auch ab und zu in aktion trete hat nun eine kleine visitenkarte. die reichen wir einfach bei terminen auch an andere besucher des jobzenters oder, liegen bei unserem unverbindlichen treffpunkt aus, genauso wie bei einigen ärzten, cafes, bäckern oder sparkassenschaltern, der diakonie oder der frauenbeauftragten bzw. behindertenbeauftragten. ähnlich wie im forum geben wir inzwischen auch sowas wie eine "notfalltelefonnummer" darauf an.

dieses kleine feine papierchen haben wir gesponsort bekommen.

die kleinen fleyer hatten wir uns schon vorher selbst gestaltet und bezahlt. also es ist nicht all zu schwer eine begleitung zu organisieren. glaubt mir: die kleinstadtargen haben noch keine security (ok, PS hat mal die polizei gerufen. die waren jedoch freundlich, hörten zu und sagten uns lediglich: dann gehen sie alle ein paar meter weiter und gut ist), also nur mut. alles was mann/frau braucht: ein kugelschreiber, block und klembrett, ev. noch ein büchlein mit fachliteratur, gute ohren oder den personalausweis (nur zeigen, nicht aus der hand geben, nix abschreiben lassen, max. 5 sec. draufgucken lassen....gleich darauf hinweisen, das ein beistand AUSDRÜCKLICH erlaubt ist auf datenschutz hinweisen, wegstecken, hinsetzen). warum ich es erwähne?

weil es immer wieder passiert, hat jedoch keinerlei relevanz und dient lediglich dazu den schein der offiziellen macht zu wahren. warum ich das mache, obwohl ich es als beistand nicht brauche? ganz einfach; ein beistand soll nicht für die eskalation verantwortlich sein, wenn er schon selbst rumzickt.

ansonsten? zuhören, mit notieren, ev. auch mal eine frage, wenn etwas unklar ist. paragraphen zitieren muß mann/frau auch nicht können, aber ein paar sollt mann/frau kennen.

den ganzen rest dann macht man zusammen mit dem klienten im stillen kämmerlein. bespricht die strategie oder schreibt und formuliert was entsprechendes. ich lerne alle donnerstag lauter nette menschen kennen , die ich so nie getroffen hätte....



liebe grüße von barbara
 
Alt 04.10.2011, 16:55   #3
ethos07
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Standard AW: "Zwickauer Gepflogenheiten"

Solidarität mit dem von einem Hausverbot in Zwickau betroffenen Beistand

In Zwickau begleitet der Verein Gegenwind e. V seit Jahren Betroffene zu den vier Jobcentern der Standorte in Hohenstein-Ernstthal, Glauchau, Zwickau Stadt und Zwickauer Land. Der Verein unterstützt und informiert Betroffene, u.a. durch Verteilung von Flyern.
Die nächste turnusmäßige Verteilung findet am 6.10.2011 vor dem JobCenter in Zwickau von 9:30 bis 11:30 Uhr statt.

Dabei freuen sich die Aktiven diesmal ganz besonders über jede Form von Unterstützung.
Denn:

Gegen einen ihrer Beistände ist am 15. September ein Hausverbot ausgesprochen worden, weil er gemeinsam mit Vereinskollegen am 14. Juli 2011 im JobCenter in Zwickau in der Werdauer Str. 62 einem in Not befindlichen Hartz-IV- Betroffenen solidarischen Beistand geleistet hat. Seine Beistandschaft wurde seitens der Mitarbeiter des JobCenters und einer Sicherheitsfirma versucht zu verhindern.

Wir haben hier im Erwerbslosen Forum dazu bereits in mehreren Threads debattiert - und uns auch heftig gestritten: über die Art und Weise eines siuationsgerechten Begleitens und betreffend der Zwickauer Eskalation konnten wir aber aus der Ferne keine Einigung herstellen. Dennoch ist nun natürlich Solidarität mit dem durch ein Hausverbot verhinderten Zwickauer Beistand angesagt.

Wehren wir uns gegen Jobcenter-Hausverbote für Begleiter_innen!

Solidarisieren wir uns diesbezüglich mit dem von einem Hausverbot betroffenen Beistand aus Zwickau!



Wer dort in der Gegend wohnt nehme deshalb bitte am 6.10. an der Solidaritäsaktion in Zwickau teil ,
vor dem JobCenter in Zwickau, Werdauer Str. 62, Haus 5. Beginn 10:00 Uhr

6. Oktober 2011 von 10:00 bis 11:30 Uhr

Das Jobcenter ist ca. 700 m vom Hauptbahnhof entfernt und über die Kopernikusstr. schnell zu erreichen.

(per Auto ca. 1,2 km und zu Fuß sind es ca. 800 m via Werdauer Str., Poetenweg und Bosestr.)


Hier das Schreiben des Jobcenter Zwickau an den Beistand mit dem Hausverbot vom 15.9.2011:
Anhang 38926
Und hier der Widerspruch des betroffenen Beistands gegen dieses Hausverbot:
Anhang 38927

Ich schlage vor, wir eröffnen nun jedoch keinen neuen Zwist über die "richtige" Art des Begleitens im Forum - das , was in Zwickau sich ereignet hat, lässt sich aus der Ferne eh nicht letzlich klar beurteilen. Doch Solidarität mit dem Beistand ist auf jeden Fall sinnvoll - schon allein deshalb, damit nicht mal eben schnell ausgesprochene Hausverbote gegen nicht genehme Begleiter_innen überall Schule machen.

***
... fällt mir gerade noch auf: es hört sich so an, als ob machne , so auch inn Zwickau, "Beistand" wie eine Berufsbezeichnung mit sich führen/ ausüben. Während ich/wir uns dafür stark machen, dass wir so gut wie alle als ALG -II-Betroffene uns - z.B. hier über das Forum - soweit schulen können, dass wir andere Betroffene allerbestens begleiten können... also eine BASISQUALIFIAKTION für alle statt einer Profi-Laufbahn für "Hervorzuhebende" ;-
So sind eben die Ansichten über das "richtige" Begleiten wirklich unterschiedlich. Sei's drum.
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Viele Grüße aus Berlin
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