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Start > > > > -> Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz


 

 

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Alt 26.08.2011, 12:57   #1
Paolo_Pinkel
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Standard Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Zitat:
Der Anteil der neu eingestellten Menschen ab 50 Jahre ist weiterhin erschreckend niedrig – allen Absichtserklärungen rund um den demografischen Wandel und dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel zum Trotz. Zwar stellt diese Gruppe über ein Viertel der Beschäftigten (26 Prozent), doch nur 13 Prozent unter allen neu Eingestellten, so die IAQ Studie. Tatsächlich ist die Zahl der älteren Beschäftigten in absoluten Zahlen gestiegen ist – doch er der Grund dafür sind die nachrückenden geburtenstarken Jahrgänge. Tatsache ist: Bei den über 50-Jährigen geht die Zahl der neu Eingestellten mit jedem Lebensjahr stetig zurück.
Der Trend in den vergangenen Jahren blieb gleich: Je älter, desto weniger Einstellungen. HBS, FNA, IAW/Altersübergangsreport 2011-03
DGB

Zitat:
Nur geringe Jobchancen für die Generation 50+

Die sogenannten "Best Ager" sind die Verlierer auf dem Arbeitsmarkt

Auch wenn Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen bereits mehrfach verkündete, Ältere seien derzeit die Gewinner auf dem Arbeitsmarkt, so sieht die Wirklichkeit doch oft anders aus. Ab 40 sinkt die Chance einen Job zu finden. Wer älter als 50 Jahre ist hat noch weniger Vermittlungschancen. Das weiß man scheinbar auch in den entsprechenden Ministerien, denn für keine andere Gruppe von Arbeitslosen gibt es mehr Beschäftigungsprogramme und Zuschüsse. Mit dem Millionen Euro teuren Programm "Perspektive 50plus" und anderen Initiativen, sollen "Best-Ager" wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden.
Nur geringe Jobchancen für die Generation 50+ | Telepolis
__

"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
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>>> Antrag

Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 26.08.2011, 13:30   #2
überflüssig44
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Da sollten wir mal eine Petition starten, damit die Diskriminierung aufhört und Unternehmen bestraft werden.
 
Alt 26.08.2011, 15:17   #3
Roter Bock
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

überflüssig44

..deine Meinung mit der Petition in allen Ehren - und ich unterschreibe die auch mit, aber bei dieser Regierung nutzt es nichts.

Wir "Alten" sind viel zu friedlich und zu schlecht organisiert. Würde man Aktionen zusammenbekommen, z. B. eine Demo vor den Unternehmen die mit den Floskeln ...für unser junges Team.." Stellenanzeigen geschaltet haben.

Ich sitze jetzt leider auf dem Land und faktisch glaube ich nicht mehr an Arbeit und Einkommen. Aber für mich ist das Gesülze von den Chancen der 50+ unerträglich geworden.

Nur wenn Arbeitgeber Druck bekommen und ihre Ablehnung Geld kostet wird das vielleicht anders.

Roter Bock
Roter Bock ist offline  
Alt 26.08.2011, 15:31   #4
espps
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Zitat von Roter Bock Beitrag anzeigen
überflüssig44

..deine Meinung mit der Petition in allen Ehren - und ich unterschreibe die auch mit, aber bei dieser Regierung nutzt es nichts.

Wir "Alten" sind viel zu friedlich und zu schlecht organisiert. Würde man Aktionen zusammenbekommen, z. B. eine Demo vor den Unternehmen die mit den Floskeln ...für unser junges Team.." Stellenanzeigen geschaltet haben.

Ich sitze jetzt leider auf dem Land und faktisch glaube ich nicht mehr an Arbeit und Einkommen. Aber für mich ist das Gesülze von den Chancen der 50+ unerträglich geworden.

Nur wenn Arbeitgeber Druck bekommen und ihre Ablehnung Geld kostet wird das vielleicht anders.

Roter Bock
Dem ist so! Allerdings gibt es immer Mittel und Wege dies zu umgehen (s. Diskriminierung v. Frauen), (Gleichstellung v. Frauen) usw.

Wir "Alten" sind viel zu friedlich und zu schlecht organisiert.
 
Alt 26.08.2011, 15:59   #5
country
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Zitat von espps Beitrag anzeigen
Dem ist so! Allerdings gibt es immer Mittel und Wege dies zu umgehen (s. Diskriminierung v. Frauen), (Gleichstellung v. Frauen) usw.

Wir "Alten" sind viel zu friedlich und zu schlecht organisiert.
Nee, nee, wir sind nicht schlecht organisiert. Wir sind "leider" gar nicht organisiert.
 
Alt 26.08.2011, 16:06   #6
jockel
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jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Zitat von überflüssig44 Beitrag anzeigen
Da sollten wir mal eine Petition starten, damit die Diskriminierung aufhört und Unternehmen bestraft werden.
Ja eben - die Bundesagentur für Arbeit soll eine Fahndungsgruppe gegen Unternehmer und Unternehmerverbände gezielt einsetzen.



Die sollen Wirtschafts- und Buchprüfer, Controller gegen Unternehmer einsetzen, die unangemeldet in den Firmen aufkreuzen und
  • Firmenbilanzen
  • Jahres-, Halbjahres-, Quartals- und Monatsgeschäftsberichte
  • Gewinn- und Verlustrechnungen
  • Wirtschafts- und Lieferverträge
  • Steuer- und Beitragserklärungen
  • Fördermittel, Lohnzuschüsse, Subventionen antrags- und abrechnungsseitig
  • Deckungsbeitragsrechnungen
  • Kostenkalkulationen
  • Arbeitsverträge
seriös prüfen können. Das ist in regelmäßig aktualisierten Gutachten zu dokumentieren. Sind diese Firmen wirtschaftlich und rentabel stabil und leistungsfähig, dann sind sie auch zur Lösung volkswirtschaftlicher Aufgaben belastbar, d.h. sie müssen mit Einstellungsauflagen von der Bundesagentur für Arbeit bombardiert werden. Kommen sie diesen Auflagen nicht nach, dann muß es Ordnungs-, Bußgelder und Freiheitsstrafen gegen Geschäftsführungen, Manager und Personaler hageln. In letzter Konsequenz müssen sturen Firmenleitungen das Unternehmen enteignet werden und mindest in Genossenschaftseigentum umgewandelt werden, damit basisdemokratisch die Belegschaften das Sagen haben.

Dann erfüllt man endlich Mal die Artikel 1, 12, 14, 20 und 79 mit Leben und nicht nur mit hohlen Phrasen und heißer Luft.

siehe auch Appell fr eine Vermgensabgabe - Startseite

Brauchen wir ein anderes Wirtschaftssystem? 09.08.2011 - 13.07 Uhr

Immer mehr Deutsche sind der Meinung, der Kapitalismus sorge weder für einen "sozialen Ausgleich in der Gesellschaft" noch für den "Schutz der Umwelt". Im Rahmen der Konferenz "Wirtschaftskrise, Klimawandel und Staatsverschuldung: Brauchen wir eine andere Politik oder ein anderes Wirtschaftssystem?“ stellt das Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft Anforderungen an ein zukünftiges Wirtschaftssystem zur Diskussion.

Veranstaltungsort ist die Hessische Landesvertretung in Berlin am 25.10.2011.

Weitere Informationen gibt es hier.

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ZDF Frontal21 Höhere Steuern für Reiche?

Ein Thema der ZDF Sendung Frontal21 am 23. August 2011 um 21.00 Uhr war die Notwendigkeit einer neuen Steuerpolitik. Unsere Mitunterzeichner Dieter Lehmkuhl und Peter Vollmer wurden auch befragt. Zum Sendungsmitschnitt gelangen Sie hier.

Hier die Mitschrift:

Beitrag: Schuldenland und Eurokrise – Höhere Steuern für Reiche?
Sendung vom 23. August 2011
Von Hans Koberstein und Daniel Pontzen

Anmoderation:

Besteuert uns höher! Das fordern neuerdings die Reichen der Welt. Gut, keine Massendemonstration bisher, eher vereinzelte Meldungen aus dem Millionärs-Milieu. Spitzenverdiener haben auch in Deutschland jede Menge Möglichkeiten, ihre Steuerlast zu drücken. Und sie wurden von Regierungen der vergangenen Jahre vergleichsweise mehr entlastet als Normalverdiener.
Solche politischen Nettigkeiten setzen dem Staat jetzt schwer zu, da er mehr denn je unter wachsenden Schulden ächzt und anderen Rettungsmilliarden spendiert. Wer soll das alles bezahlen im alten Trott des Kapitalismus? Auch manche seiner Gläubigen zweifeln und geraten in Klassenkampfstimmung, berichten Hans Koberstein und Daniel Pontzen.

Text: Dieter Lemkuhl ist Millionär, hat geerbt. Mit anderen Millionären will er sich in Berlin-Mitte treffen. Er nimmt die S-Bahn.

O-Ton Frontal21: Sie könnten ja nun auch mit Chauffeur fahren. Warum mit der S-Bahn?

O-Ton Dieter Lehmkuhl, Initiative „Vermögende für eine Vermögensabgabe“: Weil ich es so entspannender finde. Ich kann lesen, und bin genauso schnell in der Stadt wie mit dem Auto. Lemkuhl hat viel und braucht wenig. Beim Staat ist es genau umgekehrt. Deshalb will Lemkuhl gern mehr Steuern zahlen.

O-Ton Dieter Lehmkuhl, Initiative „Vermögende für eine Vermögensabgabe“: Weil die Kluft zwischen Arm und Reich so dramatisch zugenommen hat, dass sie einfach die Grundlagen unserer Gesellschaft zerstört, wenn das so weitergeht. Wir wollen keine brennenden Städte haben wie in England. Gemeinsam mit anderen Millionären hat Lemkuhl eine Initiative gegründet – für eine Vermögensabgabe. Der Staat habe die Reichen jahrzehntelang geschont. Damit müsse nun Schluss sein.

O-Ton Front21: Ja, Herr Vollmer, sie sind auch Millionär?

O-Ton Peter Vollmer, Initiative „Vermögende für eine Vermögensabgabe“: Ja, in der Tat.

O-Ton Frontal21: Und Sie wollen auch was abgeben?

O-Ton Peter Vollmer, Initiative „Vermögende für eine Vermögensabgabe“: Ja, ich brauch’s wirklich nicht. Ich lebe ja prima im eigenen Haus und mach schön Urlaub und hab eigentlich alles, was ich brauche. Und hab wirklich viel zu viel Geld. Und wenn ich die Probleme in der Gesellschaft sehe, bin bereit abzugeben. Aber ich finde, alle Reiche müssen abgeben. Das reicht nicht, wenn ein paar Gutmenschen das machen.

O-Ton Dieter Lehmkuhl, Initiative „Vermögende für eine Vermögensabgabe“: Ja, wir haben den Verfassungsgrundsatz: Reichtum verpflichtet. Und der ist aber Makulatur. Also die Politik und die Gesetzgebung orientieren sich nicht mehr daran.

O-Ton Peter Vollmer, Initiative „Vermögende für eine Vermögensabgabe“: Ja, es ist ein bisschen die Frage, wessen Staat ist es. Es ist eben der Staat der Reichen. Und die Armen werden zur Kasse gebeten. In der heutigen Situation ist das ja völlig irre: Es ist absolut kein Geld da und keiner redet davon, dass die Steuern erhöht werden müssen, um das zu bezahlen. Ausgerechnet Millionäre erinnern die Politik an ihre Verantwortung, wollen sie davon überzeugen, ihnen endlich mehr Geld abzunehmen. Darüber beraten sie regelmäßig, heute im Hinterzimmer eines Restaurants. Mit reinkommen dürfen wir nicht.

O-Ton Dieter Lehmkuhl, Initiative „Vermögende für eine Vermögensabgabe“: Leider nein, weil einige von uns in der Öffentlichkeit nicht sichtbar werden wollen.

Tatsächlich werden die Reichen immer reicher. Das Privatvermögen in Deutschland hat sich in knapp zwei Jahrzehnten nahezu verdoppelt, auf über sieben Billionen Euro. Davon haben immer mehr Menschen nichts. Die Hälfte der Bevölkerung hat so gut wie gar keinen Besitz. Den obersten zehn Prozent dagegen gehören 67 Prozent des Vermögens. Tendenz: Steigend.

Es ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Steuerpolitik zugunsten der Reichen. Helmut Kohl etwa schaffte die Vermögensteuer ab. Das kostet den Staat in einem Jahr 4,8 Milliarden Euro.
Gerhard Schröder senkte Unternehmens- und Spitzensteuersatz. Seine Steuergeschenke kosten den Staat rund 30 Milliarden Euro pro Jahr.

Achim Truger vom Institut für Makroökonomie hat zusammen gezählt, wie viel Geld dem Staat verloren geht, allein durch die Steuerreformen seit dem Jahr 2000.

O-Ton Achim Truger, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung: Insgesamt, hat das zu über 50 Milliarden Einnahmeausfällen in diesem Jahr geführt, und diese Einnahmeausfälle kamen auch noch überproportional den Wohlhabenden und den Unternehmen zugute.

O-Ton Frontal21: Das heißt ohne diese ganzen Steuersenkungen hätte der Staat in diesem Jahr 50 Milliarden Euro mehr?

O-Ton Achim Truger, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung: Ohne die ganzen Steuersenkungen hätte der Staat 50 Milliarden Euro mehr und das würde bedeuten, dass er in diesem Jahr gesamtstaatlich gar kein Defizit aufweisen würde. Und die aktuelle Bundesregierung? Die denkt nach über neue Steuergeschenke, trotz Rekordverschuldung.

O-Ton Philipp Rösler, FDP Vizekanzler, am 22.06.2011: Wenn wir uns von rot-rot-grün unterscheiden, dann doch darin, dass Schwarz-Gelb als Einzige in der Lage sind, Steuern zu senken. Wir, meine sehr verehrten Damen und Herren, sagen in der Koalition, wir sind dazu bereit, wir warten jetzt nur auf unseren Koalitionspartner. Mittlerweile protestieren weltweit Superreiche gegen die eigene Bevorzugung. In Frankreich erscheint heute der Aufruf: „Taxeznous“, Besteuert uns! Unterzeichnet von 16 der reichsten Unternehmer Frankreichs.

Auch Warren Buffet, der drittreichste Mann der Welt, protestiert gegen seinen Steuersatz. Er zahlt weniger als seine Angestellten. Das ärgert ihn. Im US-Fernsehen fordert auch er eine
Reichensteuer.

O-Ton Warren Buffett, US-Multimilliardär: Die sehr Reichen zahlen nicht genug Steuern. Mein Vorschlag trifft nur 0,3 Prozent der amerikanischen Bevölkerung. Wer mehr als eine Million Dollar verdient, soll einen angemessenen Beitrag leisten. Auch in Deutschland sind Vermögende verärgert, dass sie nicht mehr bezahlen. Besuch im Schloss Leipheim bei Ulm.

O-Ton Ernst Prost, Geschäftsführer Liqui Moly: Kommen Sie rein.

O-Ton Frontal21: Das ist ihr Schloss?

O-Ton Ernst Prost, Geschäftsführer Liqui Moly: Das ist das Schloss Leipeim, jawoll. Das haben wir für viel Geld, mit viel Nerven und mit guter Handwerksleistung renoviert, nachdem es eine Ruine war. Ernst Prost ist Sohn eines Maurers, hat es mit Motorenöl zu einem Vermögen gebracht.

O-Ton Frontal21: Wären Sie denn bereit, höhere Steuern zu bezahlen?

O-Ton Ernst Prost, Geschäftsführer Liqui Moly: Aber selbstverständlich, und nicht nur ich. Ich weiß von sehr, sehr vielen Leuten, die Sie als reich bezeichnen, die einfach wohlhabend sind oder Vermögen haben, die bereit sind, ihren Teil dazu beizutragen, dass diese Republik wieder funktioniert, dass wir nicht an der Schuldenlast kaputt gehen. Dass wir unseren Kindern die Schulden nicht überlassen.

Doch die Politik hat lieber Schulden gemacht, und Reiche sogar entlastet. Denn durch Steuersenkungen und Schlupflöcher ist deren effektive Steuerlast massiv gesunken. Wer 1,5 Millionen
Euro im Jahr verdient, zahlte 1992 noch gut 42 Prozent Steuern, 2005 nur noch 33,7.

Die Superreichen mit 174 Millionen Euro Jahreseinkommen zahlten 1992 noch 43,6 Prozent, 2005 gerade noch 28,7. Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung hat
ausgerechnet welchen Beitrag Reiche leisten könnten.

O-Ton Stefan Bach, DIW Berlin: Wir haben ermittelt, dass wenn man die Vermögen über eine Million, also die wirklich Reichen, mit einem Steuersatz von einem Prozent besteuert, dass dann der Staat ein jährliches Aufkommen von neun Milliarden Euro erzielen könnte. Das wäre ja schon doch ein beträchtlicher Beitrag.

O-Ton Frontal21: Und wie viele wären davon betroffen?

O-Ton Stefan Bach, DIW Berlin: Etwa 0,6 Prozent der Bevölkerung. Also: Die reichsten 0,6 Prozent der Bevölkerung müssten dann diese Steuer bezahlen. Neun Milliarden Euro. Damit könnte das Finanzministerium auf das aktuelle Sparpaket verzichten. Das Ministerium aber will keine Vermögensabgabe. Die
Begründung gegenüber Frontal21:

Zitat: „Einmalige Vermögensabgaben (…) setzen nach dem Grundgesetz eine existenzbedrohende Notlage des Staates voraus.
Eine solche Ausnahmesituation liegt jedoch nicht vor.“

Reiche sehen eine solche Ausnahmesituation längst erreicht bei zwei Billionen Euro Schulden, die niemand zu tilgen weiß. Die „Initiative pro Vermögensabgabe“ muss noch viel Überzeugungsarbeit leisten.
jockel ist offline  
Alt 26.08.2011, 16:10   #7
espps
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Zitat von country Beitrag anzeigen
Nee, nee, wir sind nicht schlecht organisiert. Wir sind "leider" gar nicht organisiert.
Aha, woher weißt Du das?
 
Alt 26.08.2011, 16:13   #8
country
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Zitat von espps Beitrag anzeigen
Aha, woher weißt Du das?
Beweis mir das Gegenteil !
 
Alt 26.08.2011, 16:14   #9
Reiner Zufall
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Zitat von überflüssig44 Beitrag anzeigen
Da sollten wir mal eine Petition starten, damit die Diskriminierung aufhört und Unternehmen bestraft werden.
Bei jeder Diskriminierung könnte man sich auch an die entsprechende Behörde wenden. Tut aber fast niemand, selbst wenn sich die Diskriminierung nachweisen läßt.

Das AGG müßte mehr genutzt werden.

Antidiskriminierungsstelle - Startseite
 
Alt 26.08.2011, 16:15   #10
regievirginier
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regievirginier Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Bin seit Ende März 50, war bis Ende Juli 34 Monate arbeitslos, hatte am 29.07. ein Vorstellungsgespräch und fing am 01.08. an zu arbeiten. Keine Zeitarbeit, kein befristeter Vertrag, Probezeit wie immer 6 Monate. Hatte einfach nur "Schwein", dass alles passte (war im Gegensatz zu den Mitbewerbern 17 Jahre in der Branche) und als mir bei dem Gespräch die Stelle beschrieben wurde, war es mir, als wenn der neue Chef mir meinen Arbeitsplatz der letzten Jahre erzählte ...
Und meinen Australienurlaub im September kann ich auch antreten. OK., unbezahlter Urlaub, aber immerhin!
regievirginier ist offline  
Alt 26.08.2011, 16:28   #11
country
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Zitat von regievirginier Beitrag anzeigen
Bin seit Ende März 50, war bis Ende Juli 34 Monate arbeitslos, hatte am 29.07. ein Vorstellungsgespräch und fing am 01.08. an zu arbeiten. Keine Zeitarbeit, kein befristeter Vertrag, Probezeit wie immer 6 Monate. Hatte einfach nur "Schwein", dass alles passte (war im Gegensatz zu den Mitbewerbern 17 Jahre in der Branche) und als mir bei dem Gespräch die Stelle beschrieben wurde, war es mir, als wenn der neue Chef mir meinen Arbeitsplatz der letzten Jahre erzählte ...
Und meinen Australienurlaub im September kann ich auch antreten. OK., unbezahlter Urlaub, aber immerhin!
Glüchwunsch, , ist ja die große Ausnahme.
 
Alt 26.08.2011, 16:34   #12
Roter Bock
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Seltene Ausnahme...
Roter Bock ist offline  
Alt 26.08.2011, 23:57   #13
Alter Sack
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Standard AW: Arbeitslosigkeit: Ältere mit wenig Chancen auf neuen Arbeitsplatz

Zitat von Roter Bock Beitrag anzeigen
Seltene Ausnahme...
So selten, wie ein 6er im Lotto!
__

Erst wenn man selber von einer Sache betroffen ist, merkt man, wie der Staat versagt hat.
Alter Sack ist offline  
 

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