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Alt 14.07.2011, 14:52   #1
Martin Behrsing
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Standard Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

Meine Freundin ist Buchhalterin und ist von Hartz -IV" betroffen. Sie hat schon an vielen Maßnahmen des Arbeitsamtes zur Eingliederung in Arbeit teilgenommen. Bisher haben sie ihr, außer Erfahrungen, wenig gebracht, auch keinen Arbeitsplatz.
Der soziale Abstieg

Sie war zum Beispiel über eine Entgeltmaßnahme der Arbeitsagentur in einer Behindertenschule als Sozialarbeiterin beschäftigt Dieser Job hat ihr viel bedeutet, doch weil soziale Institutionen wenig an Budget haben, konnte daraus keine Festeinstellung werden. Leider, denn meine Freundin und die Kinder mit Handicap hatten eine ziemlich feste soziale Beziehung aufgebaut- es war für beide Gruppen emotional sehr schwer, als die Maßnahme beendet wurde und sie sich trennen mussten.
Nun ist sie wieder in einer Maßnahme, in der sie zum x-ten Mal lernt, wie sie sich richtig bewirbt, wie man ein aussagekräftiges Bewerbungsgespräch führt, wie man einen PC bedient u.s.w..
Gestern rief mich meine Freundin nach Schulschluss an und hat sich am Telefon „Luft“ gemacht. Die Mitglieder der Klasse hatten gestern den ersten Unterricht bei dem zuständigen PC-Dozenten. Er, ein etwa 35-Jähriger, erlaubte es sich einfach, die 25 Betroffenen, die alle zwischen 45 und 60 Jahre sind, sofort zu Duzen. Ich frage mich, was diesen Dozenten dazu bringt, sich über die einfachsten Umgangsregeln hinwegzusetzen! Hartz-IV Betroffene verdienen die gleichen Achtungsbeweise, wie ihre Mitmenschen.


Der soziale Abstieg - Arbeitslos | Arbeitsamt | Hartz -IV
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Martin

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Alt 14.07.2011, 18:51   #2
Scarred Surface
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Standard AW: Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

Der Text ist geschrieben von einer "Heidelinde Penndorf". Zumindest teilweise scheint der Name Programm zu sein. Vermutlich meint die Dame es ganz gut, erkennt aber an diversen Stellen nicht, wie sehr sie selbst dem neoliberalen Geschwafel schon auf den Leim gegangen ist.


Zitat:
Natürlich gibt es unter den Langzeitarbeitslosen sogenannte Randgruppen unserer Gesellschaft, die alleine und ohne fremde Hilfe nicht wieder auf die Beine kommen. z.B. Süchtige, chronisch Kranke, Haftentlassene, Verschuldete, und Unqualifizierte. Die müssen an einen geregelten Tagesablauf mit Aufgaben herangeführt werden.
So so, chronisch Kranke, Verschuldete und Unqualifizierte müssen also an einen geregelten Tagesablauf herangeführt werden. Diese "Randgruppen". Klar, bisher saßen die tagein, tagaus, von früh bis spät in einer Ecke ihren Hartzwohnung und stierten dümmlich auf eine angeschmutzte Wand.


Zitat:
Nun wird aber von den Experten gesagt, dass ohne solche vorbereitenden Maßnahmen, viele Langzeitarbeitslose den derzeitigen Anforderungen nicht gewachsen. wären.
Da möchte man doch wissen, welche "Experten" das sind und wie sie zu diesen Geistesblitzen gekommen sind.


Und natürlich darf im Text auch die Mär vom Facharbeitermangel nicht fehlen, deswegen wird sie unhinterfragt als Tatsache ("Jetzt sucht man krampfhaft Facharbeiter.") übernommen.
Scarred Surface ist offline  
Alt 14.07.2011, 19:34   #3
Kelton
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Standard AW: Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

"Heidelinde Penndorf"?

Die da?

Heidelinde Penndorf: Aktuell

Zitat:
Wahlkampfhöhepunkt im Wahlkreis 45 Hohenmölsen-Weißenfels mit Heidelinde Penndorf, ihrem Wahlteam und Freunden; Fahrt durch den Wahlkreis mit dem Toscana-Erlebnistruck
Kelton ist offline  
Alt 14.07.2011, 20:33   #4
thorschroeer
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Standard AW: Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

Bis auf ein paar unglückliche Formulierungen finde ich den Artikel gar nicht schlecht.
Zitat:
Denn wenn man vorgeschrieben bekommt in wie viel m² Wohnung du wohnen darfst, wie die Wohnung ausgestattet sein darf und wie viel Du im Monat für Essen und Trinken, Hygiene und andere Dinge ausgeben darfst- da fühlst du dich unmündig, gedemütigt und in der Seele „vergewaltigt“.
Zitat:
Hartz- IV muss weg, gar keine Frage, es muss nach vorn aufgelöst werden in versicherungspflichtige Arbeitsplätze im Non – Profit Sektor Bereich. Für Betroffene, die nicht das Glück haben wieder in Arbeit zu kommen, brauchen wir eine Grundsicherung von der man auskömmlich leben kann.
Und wir brauchen einen gesetzlich flächendeckenden Mindestlohn, von mindestens 10 Euro, damit nicht immer mehr Menschen als Leiharbeiter, in Minijobs und im Niedriglohnbereich ausgebeutet werden können.
http://www.ngo-online.de/2011/07/14/...rtz-iv/http://
 
Alt 14.07.2011, 20:41   #5
Martin Behrsing
Redaktion
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Benutzerbild von Martin Behrsing
 
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Standard AW: Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

Eine linke sympathische Frau, die auch noch unsere Forderung nach einem Mindestlohn 10 Euro vertritt. Der Artikel ist so gut beschrieben, dass ihn auch Menschen mit Spannung lesen, die sonst das System Hartz nicht kennen. Also nicht "Die da" sondern Heidelinde Penndorf

Zitat von Kelton Beitrag anzeigen
"Heidelinde Penndorf"?

Die da?

Heidelinde Penndorf: Aktuell
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Alt 14.07.2011, 21:36   #6
Scarred Surface
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Standard AW: Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Eine linke sympathische Frau ...
Na dann ist ja alles in bester Ordnung. Bei linken sympathischen Frauen muss man natürlich nicht mehr genau hinschauen, was sie schreiben.


Zitat:
Der Artikel ist so gut beschrieben, dass ihn auch Menschen mit Spannung lesen, die sonst das System Hartz nicht kennen.
Wenn Du das sagst ... muss es ja so sein.


Wie ich schon angemerkt hatte, meint es die Dame vermutlich gut. Das ändert aber nichts daran, dass sie in manchen "unglücklichen Formulierungen" das Lied der neoliberalen Propaganda nachpfeift. Bei aller Sympathie.
Scarred Surface ist offline  
Alt 14.07.2011, 23:08   #7
Anna B.
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Standard AW: Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

Hallo,

ich bin auch chronisch krank...und ich wage zu behaupten, dass mich niemand an einen geregelten Tagesablauf mit Aufgaben heranführen muss...
ich habe mehr als 40 Jahre im vollen Berufsleben gestanden (40Std.-Woche) habe verdammt gut verdient...
und bin jetzt ausgesteuert, Rentenantrag befindet sich im Widerspruch und beziehe ALG I...
und ich denke, dass ich trotz meiner chron. Erkrankung einen geregelten Tagesablauf habe....und mich auch um mich selber kümmern kann..
vor allen Dingen muss ich mich täglich gegen die Agentur für Arbeit wehren, wegen so unsäglicher Dinge: wie Anforderung des Rentengutachtens, durch den SB,
Erstellung einer EGV, die ich unterschreiben "muss"...natürlich nicht getan...(mit der Drohung..wenn sie die nciht unterschreiben, gibt es einen VA mit Sanktionen)....
also, wie ihr seht, passe ich nicht in das Bild, welches die Dame von Süchtigen, chron. Kranken und sonstigen Mitbürgern hat...

unglaublich...Frechheit...
welcher Tagesablauf ist denn der richtige? meiner oder der ihrige?
sowas ärgert mich ungemein...

Gruß
Anna..
Anna B. ist offline  
Alt 15.07.2011, 13:43   #8
roterhusar
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Standard AW: Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

"eine Grundsicherung von der man auskömmlich leben kann"

Mal sehen sie lange sie sich in dem Apparat hält.
__

Es gibt einfach zuwenig Fachkräftemangel
roterhusar ist offline  
Alt 15.07.2011, 14:31   #9
Henrik55
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Standard AW: Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

Zitat von Scarred Surface
Wie ich schon angemerkt hatte, meint es die Dame vermutlich gut.
Ganz bestimmt. Aber sicher nicht mit Leuten wie uns beiden. Aber hier ist nicht der Ort um das detaillierter auszubreiten.
Henrik55 ist offline  
Alt 15.07.2011, 14:50   #10
WillyV
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Standard AW: Der Weg in die Armut - Der soziale Abstieg - Arbeitslos

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