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Alt 30.06.2011, 17:17   #1
wolliohne
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Beitrag Infos der VZ NRW zu Inkassoforderungen

Sie fallen durch besonders drastische Wortwahl auf. Sie bauen eine Drohkulisse von Mahnbescheid über Zwangsvollstreckung bis hin zum Gerichtsvollzieher auf, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Dabei teilen sie den betroffenen Verbraucherinnen und Verbrauchern oftmals gar nicht mit, für welchen "Service" noch offenen Rechnungen bestehen.

Die versuchte Geldeintreiberei ist ein krasses Beispiel dafür, wie mit schriftlichen Zahlungsaufforderungen für dubiose Dienstleistungen Kasse gemacht werden sollte. Das Kalkül der Firmen war, dass durch vermeintlich drohende Gerichtsverfahren verängstigte Adressaten der erhobenen Geldforderung zustimmen und auf dem beigefügten Überweisungsformular ihre Kontoverbindung preisgaben.
Czech Media Factoring


In Mahnschreiben behauptet Czech Media Factoring, der Verbraucher habe eine kostenpflichtige Serviceleistung in Anspruch genommen. Als Beleg dafür dient die im Mahnschreiben die angegebene Rufnummer des Verbrauchers. Die Kosten des Anrufes betrügen satte 90 Euro. Welche Art Service man denn in Anspruch genommen haben soll, wurde nicht weiter erklärt. Viele Betroffene berichteten, dass sie keinen Kontakt zu den hier genannten Firmen hatten und oft auch die angegebene Telefonnummer nicht stimmte.

Czech Media Factoring hatte einen Vorgänger, die TRC Telemedia, und machte sich mit den Mahnschreiben wenig Mühe, die Spuren der Vergangenheit zu vertuschen. Zwar wurde in der Fußzeile eine Adresse in Tschechien angegeben, jedoch verwendete man das nahezu identische Schreiben der Vorgängerin. Die der Verbraucherzentrale vorliegenden Mahnungen wiesen das altbekannte Postfach der TRC Telemedia in Petersberg aus. Gleiche Briefe wurden auch unter den Namensnennungen MB Direct Phone, dann Roxborough Management und Pepper United versandt.
Germania Inkasso, Dezernat AG


Ebenfalls auf schriftlichem Wege mahnte die Germania Inkasso Dezernat AG eine Forderung von 108,40 Euro für die angebliche telefonische Anmeldung für "200 Gewinnspiele/EuroWin, ETM Marketing" an. Die Firma behauptete, die Adressaten hätten einer kostenpflichtigen Dienstleistung mit ihren persönliche

Um ans Geld zu kommen, drohte die Germania Inkasso allen, die den Betrag verweigern würden, mit Mahnbescheid und Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher.
Media Inkassomanagement


Angeblich säumigen Kunden flatterte eine Zahlungsaufforderung über 107,90 Euro der Media Inkassomanagement AG mit Sitz in Berlin ins Haus.

Das Inkassounternehmen erinnerte mit drastischen Formulierungen daran, dass bei einem Mandaten, der Firma DEM Marketing, angeblich ein kostenpflichtiger Dienstleistungsvertrag über "200 Gewinnspiele und Millionenrente" bestünde, dessen fälliger Betrag "bis heute nicht beglichen" sei. Der Gewinnspielfirma lägen persönliche Kontaktdaten sowie das Einverständnis der Angeschriebenen vor, die zur Eintreibung der Forderung berechtigten. Die aufgelaufene "Schuldsumme" von 107,90 Euro, die sich aus dem fälligen Betrag für die Gewinnspielfirma, Mahn- und Inkassokosten zusammensetzte, sollte "innerhalb der nächsten 7 Tage" mittels beigefügter Einzugsermächtigung überwiesen werden. Nur so ließen sich weitere Unannehmlichkeiten - vom Mahnbescheid über Zwangsvollstreckung bis hin zum Gerichtsvollzieher - und die damit verbundenen Kosten vermeiden. Der bestehende Vertrag würde dann "automatisch gekündigt".

Eine krasse Methode, mit der das zweifelhafte Inkassounternehmen versuchte, vermeintliche Abonnenten eines Gewinnspielpakets Angst einzujagen, damit diese der erhobenen Geldforderung zustimmten und gleichzeitig ihre Kontoverbindungen auf dem beigefügten Einzugsermächtigungsformular preisgaben.
Premium Firmenservice GmbH


Auch im Fall von Kleeblatt4U fielen Verbraucher auf Gewinnversprechen herein, denn die hörten sich vielversprechend an: Verbraucher zahlen einen bestimmten Betrag und können so an zahlreichen Gewinnspielen teilnehmen. Am Ende gab es allerdings Mahnungen statt Geld. Bei dem Ableger der Firma Premium Firmenservice GmbH stimmten zahlreiche Verbraucher während des Gesprächs einem Vertragsabschluss zu. Viele forderten aber auch nur Informationsmaterial an. Verbraucher, die keine Zahlungen geleistet hatten, erhielten Mahnungen durch eine Berliner Anwaltskanzlei. Später verkaufte die Premium Firmenservice GmbH die Forderungen offenbar an die in der Schweiz ansässige Ceptum AG. Diese Firma wiederum beauftragte die CL Inkasso AG beziehungsweise den Rechtsanwalt Matthias Brandes mit der so genannten Beitreibung der Forderungen.
ProInkasso GmbH


ProInkasso aus Neu-Isenburg behauptete mal, im Auftrage des Gewinnspieleintragungsdienstes Tipp House, mal für CSS Kontor GmbH Hamburg bevollmächtigt zu sein, für eine Anmeldung zu diesem Gewinnspieldienst eine offene Forderung in Höhe von rund 139 Euro bzw. 200 Euro einzuziehen. Die Gesamtforderung sei innerhalb der nächsten sieben Tage zu überweisen. Finanziell klammen Verbrauchern bot das Inkassobüro eine Ratenzahlungsvereinbarung an.

Für den Fall der Nichtzahlung nannte es das volle Programm - mit Maßnahmen wie beispielsweise Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung, Pfändung der Bezüge, auch Arbeitslosengeld und Rente sowie Bankguthaben und Eintragung in entsprechende Schuldnerverzeichnisse.
Sauer & Söhne-Inkasso


Für saure Mienen sorgten Zahlungsaufforderungen des Inkassounternehmens Sauer & Söhne. Weil angeblich Gericht und Pfändung bevorstünden, wurden Verbraucher zuhauf aufgefordert, sofort 162,98 Euro zu zahlen. Für welche Leistungen im Namen von ISIS Multimedia Net GmbH Geld beigetrieben werden sollte, blieb Sauers Familiengeheimnis.
Falsche Mahnschreiben vom "Anwalt"


Dass Anwaltschreiben und angedrohte Mahnverfahren Angst vor möglichen gerichtlichen Auseinandersetzungen auslösen können, scheint sich bei Abzockern aller Couleur herumgesprochen zu haben. Auf diese Weise versuchten zwei angebliche Rechtsanwaltskanzleien (Hammerschmidt, Dupont & Pyrmov sowie Martines, Julich & Kollegen) Geld zu machen. In den Schreiben wurde Verbrauchern unterstellt, den "Gewinnspielservice WinPro" genutzt und Restforderungen noch nicht beglichen zu haben. Für den Fall, dass der geforderte Betrag nicht überweisen würde, drohten die angeblichen Rechtsanwaltskanzleien gerichtliche Mahnverfahren an.

Eine Rechtsanwaltskanzlei aus Karlsruhe verschickte per Mail falsche Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen. Sie wolle, so die Behauptung, in staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten dokumentierte Downloads von pornografischem Material und Musikstücken gefunden haben. Angeblich um einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen, sollten die Adressaten 100 Euro per Paysafecard an eine angegebene E-Mail-Adresse senden.

Mehr Informationen zum Umgang mit Mahnungen von Rechtsanwälten oder Inkassobüros finden Sie hier.




Stand: 28.12.2010



Inkassoforderungen: Artikel der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zu Markt, Recht, Verträge
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"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
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