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Start > > > > -> Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV


 

 

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Alt 14.06.2011, 05:39   #1
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Standard Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Berlin. Immer mehr Menschen in Deutschland, die selbständig arbeiten, sind auf Hartz IV angewiesen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die Zahl der Selbständigen, die ihre Einkünfte mit Hartz IV aufstocken, von 2007 bis 2010 um mehr als 50.000 auf im Jahresdurchschnitt etwa 125.000 Hilfebedürftige gestiegen. Im Februar 2011 zählte die BA knapp 118.000 selbständige Aufstocker. Dies geht aus Statistiken der Bundesagentur hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegen.

Wie die BA auf Anfrage der SZ weiter mitteilte, verfügten etwa 85.000 dieser sogenannten Aufstocker nur über ein Einkommen von weniger als 400 Euro. 25.000 verdienten bis zu 800 Euro, der Rest etwas mehr. Arbeitsvermittler in den Jobcentern beobachten nach den Recherchen der Zeitung dieses Phänomen mit Sorge, nicht nur weil ihnen die Selbständigen besonders viel Zeit kosten: Sie fürchten einen Missbrauch des Sozialstaates, weil Selbständige ihr Einkommen so herunterrechnen können, dass sie auf dem Papier Anspruch auf die Hilfe zum Lebensunterhalt haben, obwohl sie auf das Geld gar nicht angewiesen sind. Immer wieder tauchen in den Jobcentern sogar Firmeninhaber mit mehreren Mitarbeitern auf, beantragen Hartz IV und bekommen es auch............ ......................................
fuldainfo - News / Wirtschaft / Immer mehr Selbstndige brauchen Hartz IV
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Alt 14.06.2011, 07:08   #2
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Kann mal jemand aufschlüsseln, wie das erwähnte Herunterrechnen funktioniert?

Mario Nette
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Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

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Alt 14.06.2011, 07:14   #3
galadriel
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galadriel
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Wird zwischenzeitlich auch im Radio gemeldet.

Da wird die nächste Sau durch`s Dorf getrieben.

Sag ich doch, das ist sogar der FTD eine Meldung wert.

Arbeitsmarkt: Selbstständige bauen vermehrt auf Hartz IV | FTD.de
__

Scheitert der Euro, endet die Knechtschaft.
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Alt 14.06.2011, 07:29   #4
olivera
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Alt erklärte weiter: "Die Beurteilung darüber, ob ein Selbständiger tatsächlich hilfebedürftig ist... ist eher etwas für steuerfachliche Feinschmecker als für Sachbearbeiter im Jobcenter."

Naja, von wegen "steuerliche Feinschmecker"-so diffizil ist das alles auch nicht unbedingt. Aber wohl wahr ist: KleinGewerbetreibende werden von buchhaltungsblöden
SB an den Rand des Wahnsinns getrieben, während ausgebuffte 'Unternehmer' (Gerne mbH) sich per AlGII den SubstanzAufbau finanzieren lassen - das Ganze gehört in die Hände der Finanzverwaltung
Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Kann mal jemand aufschlüsseln, wie das erwähnte Herunterrechnen funktioniert?

Mario Nette
Selbst wenn nicht bilanziert wird (wobei es recht flexibel zugehen kann hinsichtlich ausgewiesener Gewinne), kann ein Selbständiger ne Menge im Grunde privater Kosten übers Gewerbe finanzieren - und mit 'investitionen' statt Gewinnentnahme lässt sich das 'Unternehmen' bequem aufbauen - bis es rentabel genug ist, um fern des JC ne Weile gut davon zu leben, abzuwickeln ('kalter Konkurs'), Sachkapital beiseite schaffen, neue Runde: Gewerbe gründen, k(l)eine Gewinne ausweisen, LU vom JC, ...
Evtl. sollten die Finanzämter per 'negativer EKSteuer' -am Besten für alle- eine BasisGrundsicherung (kleines BGE iHv 'sächl./phys. Existenzminimum') gewährleisten, darüber hinausgehende Leistungsansprüche weiterhin der Bedürftigkeitsprüfung unterliegen (und der mist mit der privaten KV gehört abgesch. - na gut: zurechtgestutzt)
olivera ist offline  
Alt 14.06.2011, 07:31   #5
Speedport
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Kann mal jemand aufschlüsseln, wie das erwähnte Herunterrechnen funktioniert?

Mario Nette
Da das bei jedem anders ist, geht es nur allgemein.

Ein Selbständiger kann, ganz grob gesagt, von seinen Einnahmen seine Kosten abziehen. Was übrig bleibt ist die Ausgangsbasis für Steuerberechnung oder Aufstockung in HartzIV.

Wenn nun die angeblich besorgten Mitarbeit in verschiedenen Jobcentern die oben angeführten Beobachtungen machen, kann man daraus, je nach Sachlage, nur zweierlei schließen:

1. Entweder sind diese Mitarbeiter zu dumm, entsprechende Mauscheleien nachzuweisen. Das macht man im allgemeinen durch die Prüfung der Kostenbelege.

2. Oder da saugen sich die Damen/Herren SB nur blaues Wasser aus dem Daumen, an der ganzen Sache ist nichts dran.
Man will nur einen Stein ins Wasser werfen, um Wellen zu machen.

Verdächtigen kann jeder Idiot, bewiesen muß es werden.

Bei Privatpersonen ist falsche Verdächtigung ein Charakterfehler, bei einer (Pseudo-)Behörde schlicht eine Sauerei.
__

Gruß
speedport

Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich da mit seiner Erfahrung.

Reiche und Schweine werden nach ihrem Tod besonders geschätzt.


Speedport ist offline  
Alt 14.06.2011, 07:58   #6
Archibald
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Der Bericht ist wieder einmal typische Hetze zum Zweck von Einsparungen!

Ich als selbstständiger bekommen Tag Täglich mit, wie es die HartzIV-Gesetze erst ermöglichen, Selbstständige - hierbei Subunternehmer - auszunehmen und sie auf einem, dem jeweils meist einzigen Auftraggeber genehmen, Umsatzlevel zu halten.

Diese Aufträge vermittelnden Unternehmen setzen dabei voraus dass der jeweilige Sub exklusiv für sie tätig ist, wer dies "missachtet" bekommt einfach keine Aufträge mehr.

Einige Unternehmen, die Aufträge an Subunternehmer vergeben rechnen geradezu damit, dass ihre Subunternehmer HartzIV beantragen um über die Runden zu kommen. Sie schieben eher unrentable Aufträge an diese Subunternehmer ab - die diese nicht ablehnen können siehe weiter oben... - während diese Auftraggeber rentable und gewinnträchtige Aufträge mit eigenen Leuten ausführen. So behalten sie auch überwiegend unrentable Kunden, führen aber - so denn ein solcher Auftrag eingeht - deren rentable Aufträge selbst aus.

Zwar könnten Subunternehmer hier wegen "Geschäftsschädigung" klagen, die Gerichte legen die Beweislast für klagende Subunternehmer dabei jedoch so hoch, dass eine dahingehende Klage für den jeweiligen Subunternehmer fast völlig unmöglich wird.

Warum sollte sich ein Selbstständiger "armrechnen" wenn ihn dann wissentlich für schlappe ~300 Euro ein Schicksal ereilt, wie es hier von Selbstständigen die wirklich in Not sind, in diesem Forum täglich aufs Neue geschildert wird? Am Ende* wartet dann - und das ist heute ja bereits möglich, muss also nicht erst eingeführt werden - der Spießrutenlauf durch die "Bildungsindustrie" mit anschließender Beugehaft im 1Eurojob, wobei die Selbstständigkeit dann zumindest zu ruhen hat, wenn sie nicht sogar bereits abgemeldet werden musste.

Selbstständige können sich - hier lügt der Bericht scheinbar absichtlich - heute eben nicht mehr einfach "armrechnen" und wenn ein Selbstständiger anstatt Mitarbeiter zu entlassen zuerst lieber selbst die Tortur des Sozialleistungsbezuges auf sich nimmt, anstatt andere zu entlassen und diese damit über kurz oder lang der entwürdigenden Sozialleistungshatz auszusetzen, dann ist das nicht nur in meinen Augen ein edler Zug den man unterstützen und anerkennen muss.

Stattdessen - das scheint immer mehr in Mode zu kommen - werden die eigentlichen Opfer zur Stimmungsmache missbraucht um von der Unfähigkeit der zuständigen Behörden, die eigentlichen Probleme anzugehen, abzulenken und dabei beim populistischen Mob dieser Gesellschaft Anerkennung zu erheischen.


Just my2Cents!

LG, Archibald.


Am Ende* steht hier für die Zeit nachdem per Anordnung eines "Jobcenter"-Mitarbeiters, die jeweilige Selbstständigkeit wirklich keinen Sinn mehr hat, weil sich die hochgradige "Kompetenz" dieser Mitarbeiter auf ein außerordentliches umfangreiches Wissen in Sachen wirtschaftlichem Handeln, Investitionen und reinvestieren von Gewinnen stützen, die selbst einen Rockefeller in wenigen Monaten 1Eurojobreif machen könnten.

Ich selbst konnte vor einigen Jahren - als meine "Eheähnliche" arbeitslos wurde - erfahren was es heist mit ~ 5000 Euro Umsatz zwar für sich selbst und das fortkommen der Selnbstständigkeit sorgen zu können, aber dann - aufgrund des heute, in seiner Folgewirkung quasi strafbaren Zusammenlebens mit einer Erwerbslosen - diese ~5000 Euro Umsatz offensichtlich neidischen Leistungsgewährern vorrechnen zu müssen, die diesen Umsatz mit Gewinn gleichsetzten.

Zwar konnte man ihnen den begriff abzuziehende Umsatzsteuer gerade noch so begreiflich machen, aber schon Laufende Kosten, Rücklagenbildung und Investitionen um auch zukünftig weiter Aufträge zu erhalten war scheinbar zu breites Wissen für jeden Dienstweg...

Übrigens habe ich an den Entscheidungen und deren Auswirkungen von damals - in Verbindung mit einigen Gesetzesänderungen im Gesundheitswesen noch heute schwer zu kauen und dies obwohl meine "Eheähnliche" eigeninitiativ seit Jahren wieder abhängig beschäftigt ist.

Ich finde einfach kein Gesetz, das es mir ermöglicht, sie wegen ihrer damaligen Arbeitslosigkeit und den daraus entstandenen Folgen für meine Selbstständigkeit auf Regress zu verklagen. ;)
__

"...Wesentliches Kriterium für die Aufnahme in die Terrorlisten der "Jobcenter" ist der 2005 eingeführte Straftatbestand eines fehlenden ausreichenden Einkommens..."
Politiker und Juristen meinen, es ist doch nicht schlimm, wenn man gezwungen wird zu bulgarischen Löhnen zu arbeiten, aber deutsche Preise und Gebühren bezahlen muss. Man kann ja noch immer völlig selbstbestimmt und sozial verträglich ableben. Man bekommt immerhin nicht gleich direkt die Kugel!
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Alt 14.06.2011, 08:14   #7
Archibald
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Speedport Beitrag anzeigen
Da das bei jedem anders ist, geht es nur allgemein.

Ein Selbständiger kann, ganz grob gesagt, von seinen Einnahmen seine Kosten abziehen. Was übrig bleibt ist die Ausgangsbasis für Steuerberechnung
Wobei hier das steuerrechtliche Existenzminimum - nach Abzug von Kosten die bei HartzIV niemals anerkannt würden - zu beachten ist...

Zitat von Speedport Beitrag anzeigen
oder Aufstockung in HartzIV.
und hierbei nur das "soziokulturelle Existenzminimum" - ein teils gravierender Unterschied.

Zitat von Speedport Beitrag anzeigen
Wenn nun die angeblich besorgten Mitarbeit in verschiedenen Jobcentern die oben angeführten Beobachtungen machen, kann man daraus, je nach Sachlage, nur zweierlei schließen:

1. Entweder sind diese Mitarbeiter zu dumm, entsprechende Mauscheleien nachzuweisen. Das macht man im allgemeinen durch die Prüfung der Kostenbelege.

2. Oder da saugen sich die Damen/Herren SB nur blaues Wasser aus dem Daumen, an der ganzen Sache ist nichts dran.
Man will nur einen Stein ins Wasser werfen, um Wellen zu machen.
beides ein Volltreffer, in keinem der beiden Fälle jedoch trifft den Hilfesucheden eine Schuld.

Zitat von Speedport Beitrag anzeigen
Verdächtigen kann jeder Idiot, bewiesen muß es werden.

Bei Privatpersonen ist falsche Verdächtigung ein Charakterfehler, bei einer (Pseudo-)Behörde schlicht eine Sauerei.

Der Stammtisch braucht keine Beweise, nur darum geht es. Stimmung machen um Leistungen einzuschränken.
__

"...Wesentliches Kriterium für die Aufnahme in die Terrorlisten der "Jobcenter" ist der 2005 eingeführte Straftatbestand eines fehlenden ausreichenden Einkommens..."
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Alt 14.06.2011, 09:08   #8
2010
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von olivera Beitrag anzeigen
Alt erklärte weiter: "Die Beurteilung darüber, ob ein Selbständiger tatsächlich hilfebedürftig ist... ist eher etwas für steuerfachliche Feinschmecker als für Sachbearbeiter im Jobcenter."

Naja, von wegen "steuerliche Feinschmecker"-so diffizil ist das alles auch nicht unbedingt. Aber wohl wahr ist: KleinGewerbetreibende werden von buchhaltungsblöden SB an den Rand des Wahnsinns getrieben, während ausgebuffte 'Unternehmer' (Gerne mbH) sich per AlGII den SubstanzAufbau finanzieren lassen - das Ganze gehört in die Hände der Finanzverwaltung Selbst wenn nicht bilanziert wird (wobei es recht flexibel zugehen kann hinsichtlich ausgewiesener Gewinne), kann ein Selbständiger ne Menge im Grunde privater Kosten übers Gewerbe finanzieren - und mit 'investitionen' statt Gewinnentnahme lässt sich das 'Unternehmen' bequem aufbauen - bis es rentabel genug ist, um fern des JC ne Weile gut davon zu leben, abzuwickeln ('kalter Konkurs'), Sachkapital beiseite schaffen, neue Runde: Gewerbe gründen, k(l)eine Gewinne ausweisen, LU vom JC, ...
Evtl. sollten die Finanzämter per 'negativer EKSteuer' -am Besten für alle- eine BasisGrundsicherung (kleines BGE iHv 'sächl./phys. Existenzminimum') gewährleisten, darüber hinausgehende Leistungsansprüche weiterhin der Bedürftigkeitsprüfung unterliegen (und der mist mit der privaten KV gehört abgesch. - na gut: zurechtgestutzt)
Eine GmbH über Hartz IV finanzieren ?
Wie geht das ?
Eine GmbH benötigt Stammkapital u. als Geschäftsführer steht man immer mit einem Bein im Knast.

Früher, ja, da konnte man als Selbständiger eine Menge privater Kosten auf seinen Beitrieb umlegen, da hat man auch noch handgeschriebene Quittungen beim Einkauf bekommen können.
So wurde eben dann aus einem Staubsauger ein Baustrahler.
Heute wo alles elektronisch abgerechnet wird, dürfte so etwas doch sehr schwer fallen, wenn nicht sogar unmöglich sein.
(kleines Beispiel)

Eine Gewinn u. Verlustrechnung ist eine einfache Sache, bei fortlaufend geführten Büchern. Problem denke ich, dürften die SB sein, welche etwa z,B. anzweifeln, oder sogar vorgeben, wie viel Briefpapier verwendet werden darf.

Archibald, ich stimme deinem Bericht absolut zu.

Zu Subunternehmen möchte ich folgendes anmerken:

Zitat:
Die Rechtssprechung wird in diesem Bereich in letzter Zeit immer restriktiver. Maßgeblich bei der Beurteilung der Frage, ob tatsächlich ein Subunternehmerverhältnis vorliegt oder eine Scheinselbstständigkeit, sind die tatsächlichen Umstände des Vertragsverhältnisses. Daher können auch korrekt erstellte Subunternehmerverträge nicht aus der Gefahr einer Scheinselbstständigkeit führen, wenn der Subunternehmer im Rahmen der gelebten Kooperation in die betriebliche Organisation des Unternehmers eingegliedert wird.

Es ist mit arbeitsrechtlichen, sozialversicherungsrechtlichen, steuerrechtlichen und eventuell sogar strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

Sofern tatsächlich Scheinselbstständigkeit vorliegt, ist in arbeitsrechtlicher Hinsicht mit dem Scheinselbstständigen ein normales Arbeitsverhältnis gegeben. Darauf sind dann wiederum die gesamten, arbeitsrechtlichen Vorschriften, sowohl die Gesetzlichen als auch etwaige, tarifvertragliche Regelungen, anzuwenden.

Wirtschaftsrecht: Scheinselbstständigkeit
Dabei denke ich spontan an die vielen kleinen Paketauslieferer , 1 Mann Betriebe, mit eigenem Fahrzeug, eingesetzt von einem Generalunternehmer.
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Alt 14.06.2011, 09:53   #9
Mario Nette->Emailproblem
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat:
"Die Beurteilung darüber, ob ein Selbständiger tatsächlich hilfebedürftig ist, obwohl er zum Beispiel Angestellte hat, ob seine Betriebsausgaben vermeidbar oder angemessen sind oder das Kassenbuch stimmt, ist eher etwas für steuerfachliche Feinschmecker als für Sachbearbeiter im Jobcenter", kritisiert BA-Vorstandsmitglied Alt. Er hält es für nötig, darüber nachzudenken, ob sich die Bezugsdauer von Grundsicherungsleistungen für Selbständige zeitlich begrenzen lasse, besonders dann, wenn sie Angestellte haben, sagt er. "Irgendwann muss man schwarze Zahlen schreiben oder - so weh es tut - die Selbständigkeit aufgeben. Der Steuerzahler kann nicht auf Dauer eine nicht tragfähige Geschäftsidee mit finanzieren."
Hartz IV für Selbständige - Arm gerechnet - Wirtschaft - sueddeutsche.de

Ich finde auch: Irgendwann müssen die Energieversorger mal ihre AKW dichtmachen, denn der Steuerzahler kann nicht auf Dauer eine nicht tragfähige Geschäftsidee mit finanzieren.

Mario Nette
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Alt 14.06.2011, 12:41   #10
NoPogo
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zu Subunternehmen möchte ich folgendes anmerken:



Dabei denke ich spontan an die vielen kleinen Paketauslieferer , 1 Mann Betriebe, mit eigenem Fahrzeug, eingesetzt von einem Generalunternehmer.[/QUOTE]

---------------

Die Unternehmen waren in den letzten Jahren sehr kreativ beim senken Ihrer Lohnkosten und
sitzen jetzt auf einer tickenden Zeitbombe.

Oft hat einer den Auftrag und alle seine "Gehilfen" sind auch "selbständig", kann lange funktionieren bis es zu Streitigkeiten kommt und die Bombe platzt.

Bin gerade selber mitten in einer Statusprüfung...
NoPogo ist offline  
Alt 14.06.2011, 13:42   #11
Archibald
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von NoPogo Beitrag anzeigen
Zu Subunternehmen möchte ich folgendes anmerken:


Dabei denke ich spontan an die vielen kleinen Paketauslieferer , 1 Mann Betriebe, mit eigenem Fahrzeug, eingesetzt von einem Generalunternehmer.
Nein, die meinte z.B. ich jetzt nicht. Obwohl ich solche auch kenne.
Wer allerdings 100 Pakete in einen Golf quetscht und dann noch glaubt er könne diese mit 50 ECent je Paket (War vor 4 Jahren noch 1.50 Euro je Paket) auch noch so ausliefern, dass er davon einen Gewinn erwirtschaften kann, dem ist so oder so nicht mehr zu helfen. Spätestens wenn die Karre streikt merken die warum man Rücklagen zu bilden hat und gehen mit oder ohne HartzIV Pleite.

Zitat von NoPogo Beitrag anzeigen

Die Unternehmen waren in den letzten Jahren sehr kreativ beim senken Ihrer Lohnkosten und
sitzen jetzt auf einer tickenden Zeitbombe.

Oft hat einer den Auftrag und alle seine "Gehilfen" sind auch "selbständig", kann lange funktionieren bis es zu Streitigkeiten kommt und die Bombe platzt.

Bin gerade selber mitten in einer Statusprüfung...
Ja, auch das kenne ich... Da baut sich ein Tsunami an Altersarmut (wer hat da noch Geld für Vorsorge oder gar "unnötige" Versicherungen...) auf der unseren Politikern noch Bauchschmerzen bereiten wird. Hauptsache nicht regulieren, das hält die Arbeitslosenquote niedrig - sich aber dann über erfinderische Selbstständige beklagen. ;)

LG, Archibald
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Alt 14.06.2011, 14:07   #12
KAHMANN
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Cool AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Speedport Beitrag anzeigen
Da das bei jedem anders ist, geht es nur allgemein.

Ein Selbständiger kann, ganz grob gesagt, von seinen Einnahmen seine Kosten abziehen. Was übrig bleibt ist die Ausgangsbasis für Steuerberechnung oder Aufstockung in HartzIV.

Wenn nun die angeblich besorgten Mitarbeit in verschiedenen Jobcentern die oben angeführten Beobachtungen machen, kann man daraus, je nach Sachlage, nur zweierlei schließen:

1. Entweder sind diese Mitarbeiter zu dumm, entsprechende Mauscheleien nachzuweisen. Das macht man im allgemeinen durch die Prüfung der Kostenbelege.

2. Oder da saugen sich die Damen/Herren SB nur blaues Wasser aus dem Daumen, an der ganzen Sache ist nichts dran.
Man will nur einen Stein ins Wasser werfen, um Wellen zu machen.

Verdächtigen kann jeder Idiot, bewiesen muß es werden.

Bei Privatpersonen ist falsche Verdächtigung ein Charakterfehler, bei einer (Pseudo-)Behörde schlicht eine Sauerei.
Ich bin seit 2009 dabei meiner sog. Vermittlung klar zu machen das man zum selbständig machen Start Kapital ( hab ich) auch zusätzlich vom job center braucht. (ist doch logisch - wenn Ihr mich nicht vermitteln könnt mach ich mich halt selbständig)

Da hat die mir 6 Seiten Info Material für Berechnungsgrundlagen für Selbständige Leistungsberechtigte vorgelegt, die ich unterschreiben sollte.

Da steht zb drin.

- Renabilitätsvorschau für 6 Monate machen (Bilanz)
- Dann bekommt man einen Vorübergehenden Bescheid welche die
angenommenen Einnahme monatlich gegen den Bedarf anrechnet.
- Dann soll monatlich bei weniger Einnahmen nachgezahlt werden
(bei deren Zahlungsmoral kannst Du da als Selbständiger deinen
Laden gleich wieder zu machen)
- Als ich nach Investitionen gefragt habe wie und in welcher Höhe
ich die in Abzug bringen kann bzw. wie lange ich minus machen
kann, haben mich die beiden SB verwundert angesehen und
gemeinsam betont, " Sie müssen mit allen Mitteln Ihre
Hilfebedürftigkeit beenden und eine Minus Bilanzierung geht schon
mal gar nicht".

- Der Witz:
Irgendwo auf dem Merkblatt für Selbständige stand dann:
"Die Behörde hat das Recht Ihre Angaben anzuzweifeln und
die Berechnung der Bescheide nachträglich anzupassen!"


Die BA Jobmafia will einzig entscheiden welche Firma oder Konzern von Ihrer Existenz profitieren darf und welche nicht!


Genau dieses Recht versucht die Bundesagentur für Arbeit
nunmehr durch ständige Wiederholung in allen Medien als
rechtmäßig zu etablieren.

Dann macht auch gleich alle Zeitarbeitsbuden dicht, die bauen Ihre Geschäftsmodelle eben gerade nur auf zuschussfinanzierte Arbeitsplätze auf und unterstützen damit massiv den von der Bundesagentur f. A. forcierten prikären Arbeitsmarkt .


Bitte Danke
KAHMANN ist offline  
Alt 14.06.2011, 14:23   #13
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
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Standard Umgekehrt: "Immer mehr ALG-II-Empfänger wurden selbständig"!

Die Meldung zäumt den Gaul von hinten auf: Es müsste heißen "seit 2007 wurden immer mehr ALG-II-Empfänger in die Selbständigkeit gelockt und gedrängt, deswegen stocken die heute noch alle auf".

Freiberufler gelten auch als "Selbständige". Das wären z. B. jede Menge Künstler, Musiklehrer, anderweitige Lehrer, Journalisten, etc. Ich selbst habe in der letzten "Maßnahme" erlebt, wie wir in die Selbständigkeit gedrängt werden sollten.

Freiberufliche Dozenten schwärmten mehr oder weniger von ihrer Tätigkeit vor ("Gucken Sie mich an, ich war arbeitslos, jetzt bin ich selbständig"), später stellte sich heraus: Die Hälfte von ihnen war mit fest angestellten hoch bezahlten Ehefrauen verheiratet.

Konzepte, weder durchdacht noch wirtschaftlich zukunftsträchtig, wurden den Arbeitslosen aufgedrückt, damit sie im Zuge einer Selbständigkeit gemeinsam ein Projekt gründen, ohne Business-Plan, ohne alles, zur Not: "Dann gründen Sie eben einen Verein!". Wer das bezahlt, erklärten sie nicht. Auf Spendenbasis?

Wer widersprach (z. B. ich), weil er mehrere Konzepte bereits mit diversen Unternehmens- und / oder Steuerberatern wie zukünftigen potenziellen Geschäftspartner durchdacht und -geplant hatte, galt als "Querulant" und wurde später sanktioniert.

Nun bestätigt sich meine Ansicht, dass seit einigen Jahren Tausende Arbeitslose in teilweise unsinnige, übereilte und nicht durchdachte "Selbständigkeiten" gedrängt wurden, bei denen sie Zeit ihres Lebens als Aufstocker vom Amt abhängig bleiben (obwohl das ja gar nicht mal das Schlechteste ist, besser als tatenlos herumsitzen).

Nun werden sie auf einmal zur Last? Sehr merkwürdig. Das Beste ist: Wenn sie nach einer gewissen Zeit ihr Unternehmen aufgeben, wie Heinrich Alt es vorschlägt, werden sie beim Amt den vollen ALG-II Satz beantragen, um dann WIEDER zur Auflage zu bekommen, dass sie nebenher, auch im Zuge einer Selbständigkeit, Geld verdienen sollten.
Ferdinand456 ist offline  
Alt 14.06.2011, 14:33   #14
emil1959
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat:
Nun bestätigt sich meine Ansicht, dass seit einigen Jahren Tausende Arbeitslose in teilweise unsinnige, übereilte und nicht durchdachte "Selbständigkeiten" gedrängt wurden, bei denen sie Zeit ihres Lebens als Aufstocker vom Amt abhängig bleiben (obwohl das ja gar nicht mal das Schlechteste ist, besser als tatenlos herumsitzen).
Ehrlich ?
Dann würde ich lieber tatenlos herumsitzen, weil ich nach einer 60-Std.-Woche als Selbständiger ( Paketbote ) keinen Nerv hätte mich auch noch mit hirnrissigen SB herumzuplagen.
emil1959 ist offline  
Alt 14.06.2011, 14:45   #15
hartz5
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Standard AW: Umgekehrt: "Immer mehr ALG-II-Empfänger wurden selbständig"!

Zitat von Ferdinand456 Beitrag anzeigen
(obwohl das ja gar nicht mal das Schlechteste ist, besser als tatenlos herumsitzen).
Wieso kommt immer wieder dieses Totschlagargument, dass jeder Elo nur tatenlos rumsitzt ????????
__



Der menschliche Horizont ist der Abstand zwischen Kopf und Brett









hartz5 ist offline  
Alt 14.06.2011, 14:47   #16
Heidschnucke
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Standard AW: Umgekehrt: "Immer mehr ALG-II-Empfänger wurden selbständig"!

Zitat von Ferdinand456 Beitrag anzeigen
Die Meldung zäumt den Gaul von hinten auf: Es müsste heißen "seit 2007 wurden immer mehr ALG-II-Empfänger in die Selbständigkeit gelockt und gedrängt, deswegen stocken die heute noch alle auf".

Freiberufler gelten auch als "Selbständige". Das wären z. B. jede Menge Künstler, Musiklehrer, anderweitige Lehrer, Journalisten, etc. Ich selbst habe in der letzten "Maßnahme" erlebt, wie wir in die Selbständigkeit gedrängt werden sollten.

Freiberufliche Dozenten schwärmten mehr oder weniger von ihrer Tätigkeit vor ("Gucken Sie mich an, ich war arbeitslos, jetzt bin ich selbständig"), später stellte sich heraus: Die Hälfte von ihnen war mit fest angestellten hoch bezahlten Ehefrauen verheiratet.

Konzepte, weder durchdacht noch wirtschaftlich zukunftsträchtig, wurden den Arbeitslosen aufgedrückt, damit sie im Zuge einer Selbständigkeit gemeinsam ein Projekt gründen, ohne Business-Plan, ohne alles, zur Not: "Dann gründen Sie eben einen Verein!". Wer das bezahlt, erklärten sie nicht. Auf Spendenbasis?

Wer widersprach (z. B. ich), weil er mehrere Konzepte bereits mit diversen Unternehmens- und / oder Steuerberatern wie zukünftigen potenziellen Geschäftspartner durchdacht und -geplant hatte, galt als "Querulant" und wurde später sanktioniert.

Nun bestätigt sich meine Ansicht, dass seit einigen Jahren Tausende Arbeitslose in teilweise unsinnige, übereilte und nicht durchdachte "Selbständigkeiten" gedrängt wurden, bei denen sie Zeit ihres Lebens als Aufstocker vom Amt abhängig bleiben (obwohl das ja gar nicht mal das Schlechteste ist, besser als tatenlos herumsitzen).

Nun werden sie auf einmal zur Last? Sehr merkwürdig. Das Beste ist: Wenn sie nach einer gewissen Zeit ihr Unternehmen aufgeben, wie Heinrich Alt es vorschlägt, werden sie beim Amt den vollen ALG-II Satz beantragen, um dann WIEDER zur Auflage zu bekommen, dass sie nebenher, auch im Zuge einer Selbständigkeit, Geld verdienen sollten.
Ich stimme Dir voll zu, und auch ich habe solche Schulterklopfveranstaltungen schon erleben müssen.

Vor ein paar Jahren wurde bald jeder zweite in so eine Ich-AG gezwungen, ich kenne heute noch einige dieser Bügelservice; Änderungsschneider; Friseure in Garagen; Tierbetreuer (Hundesitter die auch das Aquarium sauber machen); Bürodienste, Webdeseiner, Freiberufliche Versicherungsvertreter; und und und die Liste ist wohl endlos, und wenn die alle eine richtige Kostenrechnung machen würden, würde wohl keiner von den noch am Leben sein, denn ich habe in BWL mal gelernt, der Sinn und Zweck eines Unternehmens ist es Gewinne zu erwirtschaften!
Von den Gewinnen werden dann unter anderen die Steuerern gezahlt, wenn man aber mehrmals keinen Gewinn ausweißt muss man den Sinn und Zweck des Gewerbes in Frage stellen, wenn das das Finanzamt machen würde, würde das Gewerbe eingezogen. Das wiederum würde man Marktwirtschaft nennen.
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Alt 14.06.2011, 15:25   #17
NoPogo
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat von Archibald Beitrag anzeigen
Nein, die meinte z.B. ich jetzt nicht. Obwohl ich solche auch kenne.
Wer allerdings 100 Pakete in einen Golf quetscht und dann noch glaubt er könne diese mit 50 ECent je Paket (War vor 4 Jahren noch 1.50 Euro je Paket) auch noch so ausliefern, dass er davon einen Gewinn erwirtschaften kann, dem ist so oder so nicht mehr zu helfen. Spätestens wenn die Karre streikt merken die warum man Rücklagen zu bilden hat und gehen mit oder ohne HartzIV Pleite.



Ja, auch das kenne ich... Da baut sich ein Tsunami an Altersarmut (wer hat da noch Geld für Vorsorge oder gar "unnötige" Versicherungen...) auf der unseren Politikern noch Bauchschmerzen bereiten wird. Hauptsache nicht regulieren, das hält die Arbeitslosenquote niedrig - sich aber dann über erfinderische Selbstständige beklagen. ;)

LG, Archibald



Regaleinräumer, Prospektverteiler, Landschaftsgärtner,
zieht sich durch alle Bereiche...

In größeren Autohäuser sin ganze Trupps an "selbständigen" Wagenpfleger unterwegs,
einer hat den Auftrag vom Auftraggeber und zahlt die anderen per Rechnungsstellung aus,
wird hier Scheinselbständigkeit festgestellt kommt noch illegale Arbeitnehmerüberlassung dazu...könnte bitter werden für den Auftraggeber.

LG NoPogo
NoPogo ist offline  
Alt 14.06.2011, 20:32   #18
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Peter300
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Hallo
Dieses Problem ist Hausgemacht es werden doch auch durch die ARGE u.die Regierung immer mehr Leute in Mini Jobs gedrengt,u.wenn die Menschen durch ihrer Hände Arbeit nicht mehr würdevoll leben können,wird doch der ausbeutung Tür u. Tor geöffnet,dann wehrt man sich halt,u.es wird betrogen so gut es geht,es wird doch von der Merkelschen Betügertuppe vor gemacht ein Rettungsschirm für Bedürfige haben sie ja noch nicht vorgeschlagen,die Millionen für Grichenland u. die Banken würden im eigenen Land dafür sorgen das keiner aufstocken muß,aber das lieg ja nicht im Intresse dieser Münchhausenpolitik lügen lügen bis sie es selber glauben
Peter300 ist offline  
Alt 14.06.2011, 22:37   #19
Patenbrigade
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Die "Idee" von Herrn Alt, die Bezugszeit füer ergänzende Selbsständige zu begrenzen, ist sowas von pervers.

Unter die 125000 Aufstocker (Selbstständige) fallen auch SGB II Berechtigte / Arbeitslose, die nur wegen ihrem SGB II Bezug sich selbstständig ein Zubrot verdienen und trotzdem einen regulären Arbeitnehmerjob suchen. Soll man ihnen den Bezug auf Null setzen, weil sie trotz Arbeitslosigkeit ein wenig am Arbeitsleben teilnehmen wollen???

Noch perverser wird es, wenn man bedenkt, dass von den etwa 1 Million SGB II Berechtigten, die pro Jahr in einem sozialversicherungspflichtigen Job unterkommen, fast die Hälfte, also fast 500000 weiter aufstocken müssen. Das ist doch schon zahlenmäßig das weitaus größere Problem.
Schon vom Gleichheitsgrundsatz her müsste man dann ihnen, bzw. sämtlichen 1,4 Millionen Aufstockern, auch die Bezugszeit von ALG II begrenzen.

Wenn eine Tätigkeit nicht tragbar ist, dann spielt es keine Rolle, ob es eine Selbstständige oder eine schlecht bezahlte Arbeitnehmertätigkeit ist.

Dabei gibt es nur einen Grund für das bla bla.
Bei schlecht bezahlten Arbeitnehmern reicht eine Verdienstbescheinigung. Selbstständige mit ihrer Buchführung aber sind nicht zu fassen.
 
Alt 15.06.2011, 12:08   #20
Paolo_Pinkel
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Standard AW: Immer mehr Selbständige brauchen Hartz IV

Zitat:
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) bestätigte am Dienstag, 14.06.11, einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", wonach die Zahl der Selbständigen, die ihre Einkünfte mit Hartz IV aufstocken, deutlich gestiegen ist. Demnach erhielten im Jahr 2010 durchschnittlich 125.000 Selbständige zusätzliche Leistungen. 2007 waren es rund 50.000 weniger. Im Februar 2011 zählte die BA rund knapp 118.000 selbständige Aufstocker. Etwa 85.000 von ihnen verfügten nur über ein monatliches Einkommen von weniger als 400 Euro. 25.000 verdienten bis zu 800 Euro, der Rest etwas mehr. Zugleich tauchten in den Jobcentern sogar Firmeninhaber mit mehreren Mitarbeitern auf und beantragten Hartz IV
WDR 5

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Alt 15.06.2011, 14:56   #21
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Standard Nun werden die Selbständigen kriminalisiert

Nachdem das Prekariat erfolgreich gegeneinander aufgehetzt wurde geht es nun an die 2. Stufe der Diskriminierung

Zitat:
Experten in den Jobcentern warnen mittlerweile schon vor einem Missbrauch des Sozialstaats. Selbständige könnten ihr Einkommen so herunterrechnen, dass sie auf dem Papier Anspruch auf Hartz IV hätten, obwohl sie auf das Geld in Wahrheit gar nicht angewiesen seien, monieren Arbeitsvermittler gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
Sorge um Sozialstaat: Mehr als 100.000 Selbständige beziehen Hartz IV - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
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Grüße aus Bärlin
500 - 30 - 10 netto....... Hartz IV muß weg !

Die Reichen sind so unersättlich, die wollen alles besitzen, sogar die Armut!
Don`t dream it - be it !
Der beste Weg, einen schlechten Vorschlag vom Tisch zu fegen, besteht darin, einen Besseren zu machen !
Hier gibt`s nur Erfahrungsaustausch, keine Rechtsberatung !
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Alt 15.06.2011, 15:05   #22
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Standard AW: Nun werden die Selbständigen kriminalisiert

Die v. d. Leine hat in einem Interview gemeint, es handele sich zum großen Teil um 1-Mann-Betriebe. Das sind dann wohl die, die man vorher in die sog. "Ich-AGs" "befördert" hat?

Im Übrigen, ob ihm (dem Herrn Alt) wohl bewusst ist, was er hier von sich gegeben hat?

Zitat:
"Irgendwann muss man schwarze Zahlen schreiben oder - so weh es tut - die Selbständigkeit aufgeben", sagte er der "SZ". "Der Steuerzahler kann nicht auf Dauer eine nichttragfähige Geschäftsidee mitfinanzieren."
 
Alt 15.06.2011, 15:06   #23
Paolo_Pinkel
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Standard AW: Nun werden die Selbständigen kriminalisiert

Warum soll der kleine Mann nicht das dürfen, was sich die deutsche Wirtschaft schon seid Jahren zu Eigen macht, indem sie sich ihre Hungerlöhne durch die Allgemeinheit subventionieren lässt?

Das hat die Regierung von ihrer Hauptsache-Arbeit-Politik.

==> http://www.elo-forum.org/news-diskus...-hartz-iv.html
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Alt 15.06.2011, 15:42   #24
spin
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Standard AW: Nun werden die Selbständigen kriminalisiert

Das Ganze ist doch ein übles Ding. Ach wie gern wandeln sie die Erwerbslosen in Selbstständige um, damit sie noch besser die Arbeitslosenstatistik fälschen können.

Die Hinweise auf "Herunterechnen" von Einkommen betreffen doch eher die Großbetrüger. Im SGB-II wird alles penibelst geprüft. Ist mal wieder ein weiter Versuch der Volksspalterei und Verunglimpfung. Solche Taktiken werden auch zum Teil angewandt, um ihre Versäumnisse aus dem Fokus zu bekommen. Da gibt's aktuell viele.
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Sanktionen sind verfassungswidrig, Widerspruchs- und Klagebegründung
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„Der Klassenkampf ist ein historischer Fakt, er wird von meiner Klasse, der Klasse der Reichen geführt und wir sind dabei, ihn zu gewinnen“ (Warren Buffet)
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Alt 15.06.2011, 15:43   #25
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Standard AW: Nun werden die Selbständigen kriminalisiert

In Anbetracht dessen, dass alle Kontoauszüge nach dem Bewilligungszeitraum im Rahmen der folgebewilligung auf den Tisch gelegt werden müssen, kann von "arm rechnen" nicht mehr die Rede sein.

Da muss Herr Alt wohl etwas falsch verstanden haben! Aber im Kern geht es doch darum einen neuen Sündenbock zu schaffen, um von den geplanten Kürzungen beim Gründungszuschuss abzulenken.

Hierzu auch folgender Artikel aus Gründer und Selbständige News2Use, 21/2011:

1. Arbeitsagentur unterstellt Selbständigen Sozialbetrug – Medien springen darauf an

Missbrauchen Selbständige den Sozialstaat? Erschleichen Sie sich Hartz IV zur Aufstockung ihres Lebensunterhaltes, weil sie sich arm rechnen, ohne arm zu sein? In der Süddeutschen Zeitung vom 14. Juni spekuliert Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, darüber dass Selbständige ihr Einkommen so gestalten können, dass sie in der Hilfebedürftigkeit verbleiben – und das, obwohl er einräumt, dass „wir keine Empirie darüber haben, ob und wie oft das vorkommt“. Die Gewerkschaft Verdi vermutet Stimmungsmache gegen Selbständige hinter diesen Unterstellungen, zumal demnächst ein Gesetzesentwurf verabschiedet wird, wonach der für Selbständige oft unentbehrliche Gründungszuschuss beschnitten wird – „da kann ein bisschen Stimmungsmache gegen diese ‘Schmarotzer‘ nicht schaden“, mutmaßt die Gewerkschaft in einem Papier.

Fakt ist gemäß Arbeitsagentur-Statistik: Jeder zehnte Hartz-IV-Aufstocker ist selbständig, 90 Prozent sind angestellt. Die Zahl der Selbständigen dieser Gruppe hat zwischen 2007 und 2010 um mehr als 50.000 Personen auf im Jahresdurchschnitt 125.000 erhöht – im Februar 2011 hat die BA knapp 118.000 selbständige Aufstocker gezählt. Rund 85.000 von ihnen haben über ein Einkommen von weniger als 400 Euro verfügt, 25.000 haben bis zu 800 Euro verdient, der Rest etwas mehr. Gemessen an der Gesamtzahl der Selbständigen handelt es sich um eine sehr kleine Zahl.

Arbeitsvermittler seien aufgrund dieser Zahlen alarmiert: Sie befürchten einen Missbrauch, denn Selbständige könnten ihr Einkommen herunterrechnen, so dass sie nur mehr ein Gehalt unter dem Existenzminimum beziehen – ohne tatsächlich bedürftig zu sein. Es tauchten in den Agenturen sogar Firmeninhaber mit mehreren Mitarbeitern auf, die Hartz IV beantragen, und es auch bekommen.

Ob es sich dabei tatsächlich um Selbständige handelt, die mit einem Porsche als Dienstwagen vorfahren, oder ob es sich um Selbständige in einer Krise handelt, denen kein eigenes Gehalt bleibt, weil sie zwei Arbeitsplätze für Mitarbeiter geschaffen haben – diese Antwort bleiben die Vermittler schuldig. Ferner gibt es keine Hinweise darauf, ob es sich bei der gestiegenen Zahl der Antragsteller um Personen handelt, die seit längerem selbstständig sind und deren Geschäft neuerdings aus dem Ruder gelaufen ist – oder ob wiederum immer mehr Hartz-IV-Bezieher den Ausweg aus der Arbeitslosigkeit in der Selbständigkeit suchen. Ebenfalls offen ist, welche Berufe besonders betroffen sind. Das Bundesarbeitsministerium lehnte eine Stellungnahme hierzu bisher ab, so die Nachrichtenagentur dapd.

Fakt ist jedoch, dass es klare Regeln gibt, unter welchen Bedingungen der Lebensunterhalt durch staatliche Förderung aufgestockt werden kann – und wer diese erfüllt, hat Anspruch, wer nicht, der nicht. Heinrich Alt hält es dennoch für nötig, darüber nachzudenken, ob sich die Grundsicherungsleistung für Selbständige zeitlich begrenzen lasse. Irgendwann müsse man schwarze Zahlen schreiben oder - so weh es tut - die Selbständigkeit aufgeben. „Der Steuerzahler kann nicht auf Dauer eine nicht tragfähige Geschäftsidee mitfinanzieren", sagte er.

Tatsächlich können die Agenturen und Argen schon jetzt von jedem Aufstocker verlangen, dass er sich auf Stellenangebote bewirbt und die unrentable Selbständigkeit aufgibt oder im Nebenerwerb fortsetzt, wenn er eine solche Stelle findet. Findet er keine Stelle, so ist es allemal besser, er verdient einen Teil seines Einkommens durch die Selbständigkeit als ganz von Hartz IV abhängig zu werden.

Ministerin von der Leyen forderte trotzdem heute postwendend öffentlich von der Bundesagentur für Arbeit, sie möge solchen Mißbrauch verhindern. Die FDP lehnte die Überlegungen dagegen ab. Jeder, der seinen Lebensunterhalt "auch nur teilweise aus eigener Kraft bestreitet, hat die Anerkennung der Gesellschaft verdient", sagte der Obmann der FDP-Fraktion im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales, Pascal Kober, nach Angaben der Nachrichtenagentur dapd. "Aufstocken ist nichts Ehrenrühriges." Es müsse vielmehr sichergestellt werden, dass Bedürftige "eine kompetente und zielführende Beratung durch die Jobcenter" erhielten. Deren Mitarbeiter müssten in die Lage versetzt werden, Gründungsideen und Geschäftsmodelle genauer zu bewerten. "Persönliche Betreuung hilft deutlich mehr als starre Fristen, nach denen der Regelsatz gekürzt wird", betonte Kober.

Uns und viele unserer Gesprächspartner bei den Arbeitsagenturen erstaunt, welches Medienecho die Angriffe auf die Selbständigen gestern hervorgerufen haben, während die geplanten Kürzungen des nachweislich erfolgreichen Arbeitsmarktsinstruments Gründungszuschuss kaum von den Journalisten aufgegriffen wurden. Die Presse reagiert reflexhaft. Ein TV-Sender zeigt Bilder von Selbständigen mit Porsche und Pool, die Hartz IV beantragen und stellt dies als Regelfall dar, weil sich damit Quoten erzielen lassen. Selbst seriöse Medien berichten den ganzen Tag über dieses Thema, während sie die massiven Kürzungen beim Gründungszuschuss weitgehend ignorieren. Traurig.
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