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Alt 30.01.2011, 08:42   #1
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Priscilla
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Standard Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

In der Gesellschaft der Konsumenten sehen Menschen einander wie Produkte - sie werden auf ihren Nutzen hin geprüft und notfalls abgestoßen. Der Soziologe Zygmunt Bauman über Konsumenten und Konsumierte.

Die moderne Gesellschaft kennt nur ein Ziel: Glück. Glücklich ist, wer begehrt ist und der Konsum soll das Interesse an der eigenen Person steigern. Doch der Konsummarkt ist zugleich unerbittlich, er entscheidet über das Drinnen und Draußen in der Gesellschaft. Wer seinen Anforderungen nicht standhält, wird ausgestoßen. Mehr noch: Das Konsumdenken führe dazu, dass die Menschen sich untereinander als Produkte wahrnehmen und behandeln, sagt Zygmunt Bauman (85), Professor emeritus in Leeds und einer der weltweit bekanntesten Soziologen.
...

Der Konsum ist einerseits zum Königsweg geworden, um soziale Unterschiede zu manifestieren und Selbstsicherheit zu gewinnen. Gleichzeitig ist er ein Mittel gegen ein schlechtes Gewissen. Wenn Menschen die Zeit für die Familie fehlt, weil sie für den Lebensunterhalt aufkommen müssen, suchen sie nach Kompensation. Hier offeriert der Markt materiellen Ersatz für Sorge, Freundschaft und Liebe. Die Akte des Bezahlens ersetzen die Entsagung, die die Verantwortung für die anderen mit sich bringen würde. Die Unternehmen nutzen das aus, in dem sie suggerieren: Wer sich vor Weihnachten oder zu einem Geburtstag nicht an der Jagd auf die Geschenke beteiligt, lässt jene im Stich, die er liebt. Nur die Gleichgültigen und die Mutigen ergeben sich nicht dieser Erpressung.


Interview mit Zygmunt Bauman - "Konsum macht einsam" - Wirtschaft - sueddeutsche.de

Eure Meinung hierzu interessiert mich.
Priscilla ist offline  
Alt 30.01.2011, 09:40   #2
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Diktatur der Konsumenten? Wir brauchen wie erwähnt mehr Mutige.

Baumann hat allerdings eine Gruppe vergessen. Er zählt die Gleichgültigen und die Mutigen als jene auf, die sich der Erpressung nicht hingeben. Doch jene, die wollen, aber nicht können, fallen nicht darunter und fehlen also. Hätte gerade ihm eigentlich auffallen müssen.

Mario Nette
__

Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

Bescheiß das Elend!
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.
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Alt 30.01.2011, 09:51   #3
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Konsum ist doch völlig natürlich. Was ist den bitteschön eine Gesellschaft der Konsumenten? Der Mensch hat seit dem er den "Blauen Planeten" erobert hat, doch schon immer Konsumiert.

BTW. Ist mal wieder so ein Professor, der kurz bevor er den Löffel abgibt, versucht durch einen Artikel Geschichte zu schreiben...
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Alt 30.01.2011, 09:52   #4
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

@Mario Nette (toller Nick)

Er erwähnt ja die Gruppe der "Außgestoßenen", die Gruppe also, die keinen Nutzen haben, weil sie nicht so konsumieren können, wie sie wöllten.

Was mir dabei auffällt ist, dass der Mensch immer mehr nach wirtschaftlicher Verwertbarkeit und leichter Lenkbarkeit bewertet wird.

Zwei Beispiele fallen mir hierzu ein:

Nehmen wir mal die Unruhen in Tunesien und Ägypten. Die Leute tun dies ja nicht aus reiner politischen Zerstörungswut heraus, sondern weil sie die unsägliche Ungerechtigkeiten nicht länger ertragen WOLLEN. Weil sie schlicht keine Zukunft für sich und ihre Familien sehen, nichts zu essen haben. Denke, das Internet hat hierzu wertvolle Dienste geleistet, aus der Isolation herauszukommen.

Die große Überzahl der Ausgestoßenen übernimmt also derzeit das Ruder und verjagt die wenigen Reichen, die das Land ausgebeutet haben. Erinnert mich irgendwie ein wenig an die Französische Revolution. Die Machtverhältnisse sind aufgeweicht und ich wünsche mir, dass dies zu fairen Lösungen kommt.

ganz anderes Thema:
es wird ja gerade über den Organspenderausweis nachgedacht. Jeder soll sich verpflichtend festlegen, ob er nach dem Tod noch für andere verwertet werden kann. An sich keine schlechte Idee (ich habe auch einen).
Mir gefällt aber nicht dieser Zwang, der dahinter steht. Irgendwie bekommt man dann Angst, dass ... nein, ich will es lieber nicht schreiben.
Da kann ich nur hoffen, dass ich mir meine Private Krankenversicherung möglichst lange leisten kann.
Priscilla ist offline  
Alt 30.01.2011, 09:59   #5
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat:
es wird ja gerade über den Organspenderausweis nachgedacht. Jeder soll sich verpflichtend festlegen, ob er nach dem Tod noch für andere verwertet werden kann. An sich keine schlechte Idee (ich habe auch einen).
Den gibt s schon lange...Ist auf Freiwilliger Basis!

Tolle Wurst...Ich soll also noch verwertet werden . Ja, das kostet dann aber! Eine Niere von mir ist da nicht unter 100000 Euronen zu haben. Wer am Dialysegerät hängt, wird zahlen...
Voyager1 ist offline  
Alt 30.01.2011, 10:04   #6
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

@Voyager

klar ist das alter Wein in neuen Schläuchen.

Dennoch finde ich den Ansatz für mich gerade interessant, da ich selbst gerade auf der Expedition nach dem "stattdessen" also statt Konsum bin.

Organspendeausweis:

hab ich ein bisserl ungenau formuliert. ja, ich weiß, dass der freiwillig wird, aber es wird ein schuh draus, wenn man sich verpflichten muß. Also für oder gegen.

Das hat für mich ein Gschmäckle, aber vielleicht reagier ich da über.
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Alt 30.01.2011, 10:19   #7
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat:
Das hat für mich ein Gschmäckle, aber vielleicht reagier ich da über.
Ne, tust Du nicht. Meine Ex hat auch so einen Ausweis. Muß jeder für sich entscheiden. Ich persönlich halte nichts davon, wenn ich tot bin, dass man mich ausschlachtet. Ich möchte so beerdigt werden, wie ich geboren bin.

Mal abgesehen davon, dass das mittlerweile ein Geschäftszweig geworden ist, und wenn ich tot bin, nicht mehr daran mitverdiene. Das tun dann auf meine Kosten andere....
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Alt 30.01.2011, 10:32   #8
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat von Priscilla Beitrag anzeigen
.......................................

Organspendeausweis:

hab ich ein bisserl ungenau formuliert. ja, ich weiß, dass der freiwillig wird, aber es wird ein schuh draus, wenn man sich verpflichten muß. Also für oder gegen.

..............................................
Mußt Du doch garnicht, das Problem nimmt Dir der Staat doch ab.

Jeder wird zum Organspender erklärt, es sei denn, er widerspricht.
__

Gruß
speedport

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Reiche und Schweine werden nach ihrem Tod besonders geschätzt.


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Alt 30.01.2011, 10:36   #9
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat:
Mußt Du doch garnicht, das Problem nimmt Dir der Staat doch ab.

Jeder wird zum Organspender erklärt, es sei denn, er widerspricht.
Hast Du da auch einen § für? Ich meine, wo drinsteht, dass das Pflicht ist? Oder ist Dein Beitrag als Nonsens Lektüre zu werten?
Voyager1 ist offline  
Alt 30.01.2011, 11:22   #10
Rounddancer
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Info AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat von Voyager1 Beitrag anzeigen
Ich persönlich halte nichts davon, wenn ich tot bin, dass man mich ausschlachtet. Ich möchte so beerdigt werden, wie ich geboren bin.
noch viel schlimmer: Wer tot ist, ist wertlos für die Ausschlachter.
Drum wird nicht der tote, sondern der als "hirntot" erklärte Mensch ausgeschlachtet, in der Regel ohne jegliche, bzw. ohne ausreichende Betäubung, die so auf dem Tisch liegenden Menschen wehren sich, wohl ob der unermeßlichen Schmerzen gegen ihre Schlachtung.
Darum machen das auch spezielle "Entnahme-Teams", die extra anreisen, hinter verschlossenen Türen und -Vorhängen.
Da wird alles geheimgehalten, wie früher (und wo es noch die Todesstrafe gibt, auch noch heute) die Henker, Hauptsache, die Organe kommen noch körperwarm aus dem Menschen und in die Kühlbox und auf den Kuriertransport.
Das große Geld machen die Pharmakonzerne, die die Medikamente produzieren, die die Transplantierten ihr Leben lang nehmen müssen, und die, die die Medikamente produzieren gegen die Nebenwirkungen der Anti-Abstoßungsmedikamente.

Viel Geld machen auch die Kliniken, die auf Transplantationen spezialisiert, spezielle Etagen für Privatpatienten haben und für die darum weltweit, aber besonders unter den Reichen Arabiens geworben wird. Dort gelten solche Kliniken in Deutschland als guter Weg, schnell ein nötiges Organ günstig zu bekommen.

Bis jetzt gibt es die Widerspruchlösung noch nicht in Deutschland, aber z.B. in Österreich.
Rounddancer ist offline  
Alt 30.01.2011, 11:26   #11
mercator
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat von Voyager1 Beitrag anzeigen
Konsum ist doch völlig natürlich. Was ist den bitteschön eine Gesellschaft der Konsumenten? Der Mensch hat seit dem er den "Blauen Planeten" erobert hat, doch schon immer Konsumiert.

BTW. Ist mal wieder so ein Professor, der kurz bevor er den Löffel abgibt, versucht durch einen Artikel Geschichte zu schreiben...
Es geht doch nicht um den Konsum, den man benötigt, um Grundbedürfnisse zu befriedigen. Insofern liegt dieser Professor, der kurz vor dem Löffel abgeben steht, gar nicht so falsch.
__

Prof. Dr.rer.pol. Michael Wolf: "[...] Vor diesem Hintergrund ist es meines Erachtens durchaus statthaft, die für Hartz4 Verantwortlichen in Politik und Verwaltung zwar nicht unbedingt im verfassungsrechtlichen, aber doch im politischen Sinne als "Verfassungsfeinde" zu bezeichnen, gegen die das Leisten von "Widerstand" nicht nur legitim, sondern auch geboten ist."
mercator ist offline  
Alt 31.01.2011, 08:29   #12
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat von Voyager1 Beitrag anzeigen
Hast Du da auch einen § für? Ich meine, wo drinsteht, dass das Pflicht ist? Oder ist Dein Beitrag als Nonsens Lektüre zu werten?
Noch nicht, das Gesetz ist aber in Vorbereitung
__

Gruß
speedport

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Speedport ist offline  
Alt 31.01.2011, 22:14   #13
Speedport
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
noch viel schlimmer: Wer tot ist, ist wertlos für die Ausschlachter.
Drum wird nicht der tote, sondern der als "hirntot" erklärte Mensch ausgeschlachtet, in der Regel ohne jegliche, bzw. ohne ausreichende Betäubung, die so auf dem Tisch liegenden Menschen wehren sich, wohl ob der unermeßlichen Schmerzen gegen ihre Schlachtung.
Darum machen das auch spezielle "Entnahme-Teams", die extra anreisen, hinter verschlossenen Türen und -Vorhängen.
Da wird alles geheimgehalten, wie früher (und wo es noch die Todesstrafe gibt, auch noch heute) die Henker, Hauptsache, die Organe kommen noch körperwarm aus dem Menschen und in die Kühlbox und auf den Kuriertransport.
Das große Geld machen die Pharmakonzerne, die die Medikamente produzieren, die die Transplantierten ihr Leben lang nehmen müssen, und die, die die Medikamente produzieren gegen die Nebenwirkungen der Anti-Abstoßungsmedikamente.

Viel Geld machen auch die Kliniken, die auf Transplantationen spezialisiert, spezielle Etagen für Privatpatienten haben und für die darum weltweit, aber besonders unter den Reichen Arabiens geworben wird. Dort gelten solche Kliniken in Deutschland als guter Weg, schnell ein nötiges Organ günstig zu bekommen.

Bis jetzt gibt es die Widerspruchlösung noch nicht in Deutschland, aber z.B. in Österreich.
Gibt es dafür Belege oder ist das nur wieder eine der vielen Großstadtstories?
Bei derartig vielen Beteiligten ist eine Geheimhaltung illusorisch!

Wenn jemand hirntod ist, kann er keinen Schmerz empfinden.

Was Du hier in den Raum stellst, ist in meinen Augen absurd und ohne beweiskräftige Belege unglaubwürdig. Wenn solche Beweise nicht existieren, wäre es verantwortungslos, solche Behauptungen aufzustellen.

So habe ich Dich bisher nicht wahrgenommen, Heinz.
__

Gruß
speedport

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Speedport ist offline  
Alt 31.01.2011, 22:23   #14
Rounddancer
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Dafür gibt es Belege,- es gibt auch immer mal wieder einen Bericht darüber im seriösen Fernsehen und in der seriösen Presse.
Hin und wieder bricht eine OP-Schwester eines solchen Teams aus, und erzählt dann, was da wirklich hinter den geschlossenen Türen läuft.

Nein, hirntote Menschen können sehr wohl Schmerz empfinden.

Zudem gibt es immer wieder Menschen, die für Hirntot erklärt wurden, aber wieder erwachten. Wenn man sie noch nicht geschlachtet hatte.
Rounddancer ist offline  
Alt 31.01.2011, 22:51   #15
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat von Speedport Beitrag anzeigen
Was Du hier in den Raum stellst, ist in meinen Augen absurd und ohne beweiskräftige Belege unglaubwürdig.


So etwas fällt bei mir unter Horrorgeschichten...
Zitat:
Konsum macht einsam
was haben diese Postings eigentlich mit dem Thementitel zu tun?
gast_ ist offline  
Alt 31.01.2011, 22:56   #16
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Ich mache meine inneren Organe einfach Unbrauchbar

Und was dass eigentliche Thema angeht:

Wir bestehen alle nur aus buntscheckigen Fetzen, die so locker und lose aneinanderhängen, dass jeder von ihnen jeden Augenblick flattert, wie er will; daher gibt es ebenso viele Unterschiede zwischen uns und uns selbst wie zwischen uns und den anderen.

Michel de Montaigne, ESSAIS, Zweites Buch,1
Rafael40 ist offline  
Alt 01.02.2011, 02:17   #17
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat von Rafael40 Beitrag anzeigen
Ich mache meine inneren Organe einfach Unbrauchbar
Wohlmöglich rauchen, was?
Ach jetzt fällt mir was ein: Deswegen also die Hexenjagd auf die Raucher
Mensch, von der Seite hab ich es noch gar nicht betrachtet...
Als nächstes sind wohl Alkohol-, Zucker- und Kalorienfans dran! Wir brauchen gesunde Körper (zur Weiterverwertung auch nach dem Hirntod).

Ontopic: Manche veruschen auch mit übersteigertem Konsum (man denke an die Kaufsüchtigen) ihre Einsamkeit zu überdecken. Klappt nur nicht, dafür ist man schnell pleite. Leider ist unsere Gesellschaft bzw. die Wirtschaft darauf aufgebaut, dass möglichst viel und in kurzer Zeit konsumiert wird. Das Schlimmste sind "gesättigte" Märkte. Abhilfe davon kann u.U. nur erreicht werden, wenn man einen "künstlichen" Bedarf bzw. Mangel schafft. Angenommen jeder solvente Bundesbürger zwischen 18 und 70 verfügt über einen mehr oder weniger guten Neuwagen bzw. guten/noch fahrbaren Gerauchtwagen. Die kaufen sich ja jetzt wohl gleich wieder einen neuen. Was macht man? Man stellt von gesetzlicher Seite neue Nutzungsbedingungen bzw. Anforderungen an alte Fahrzeuge und/oder Belohnungen für Neukäufe am Besten noch mit Verweis auf den Umweltschutz. Bestes Beispiel: Die Rot-Gelb-Grüne Umweltplaketten und die Abwrackprämie.
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen stellen keinerlei Rechtsberatung dar sondern entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung.
Bambi_69 ist offline  
Alt 01.02.2011, 04:01   #18
Rafael40
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat:
Wohlmöglich rauchen, was?
Ich gestehe! Ist eines meiner Laster
Rafael40 ist offline  
Alt 01.02.2011, 05:52   #19
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Dafür gibt es Belege,- es gibt auch immer mal wieder einen Bericht darüber im seriösen Fernsehen und in der seriösen Presse.
Hin und wieder bricht eine OP-Schwester eines solchen Teams aus, und erzählt dann, was da wirklich hinter den geschlossenen Türen läuft.
Seltsam. Ich halte mich für einen recht gut informierten Menschen, aber so etwas ist mir noch nicht untergekommen.
Nenne doch mal nachprüfbare Fakten

Zitat:
Nein, hirntote Menschen können sehr wohl Schmerz empfinden.
Wie soll das für ein totes Hirn möglich sein? Schmerz ist die Interpretation von Nervensignalen im Hirn.

Zitat:
Zudem gibt es immer wieder Menschen, die für Hirntot erklärt wurden, aber wieder erwachten. Wenn man sie noch nicht geschlachtet hatte.
Das ist doch mal was. Wer? Wann? Wo?
__

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Alt 01.02.2011, 07:30   #20
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Übrigens: Es gibt keine Hexenjagd gegen Raucher.
Sondern die nichtrauchende Dreiviertelmehrheit der Menschen läßt sich nicht länger gefallen, vom restlichen Viertel um Gesundheit und Lebensqualität gebracht zu werden. Außerdem ist Rauchen die schlimmste Todesursache überhaupt.

Ansonsten: Wer quellen für die Kritik an dem Organspendeboom sucht, dem hilft u.a. Google unter den Stichworten Organspende und Kritik.

Natürlich wird immer nur kurz berichtet,- weil die Lobby der Pharmaindustrie dann genausoschnell mit Prozeßdrohungen und Chefeinschaltungen kommt, wie wenn z.B. mal wieder jemand wagt, zu schreiben, daß der Autor von "Wie man Freunde gewinnt" seinem Leben selbst ein Ende gesetzt habe.
Rounddancer ist offline  
Alt 01.02.2011, 07:48   #21
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Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
................................

Ansonsten: Wer quellen für die Kritik an dem Organspendeboom sucht, dem hilft u.a. Google unter den Stichworten Organspende und Kritik.
Ich suche keine Quellen, das ist nicht meine Aufgabe. Ich hätte nur gerne klare Nachweise für Behauptungen und zwar von demjenigen, der die Behauptungen aufgestellt hat.

Zitat:
Natürlich wird immer nur kurz berichtet,- weil die Lobby der Pharmaindustrie dann genausoschnell mit Prozeßdrohungen und Chefeinschaltungen kommt, wie wenn z.B. mal wieder jemand wagt, zu schreiben, daß der Autor von "Wie man Freunde gewinnt" seinem Leben selbst ein Ende gesetzt habe.
Ob kurz oder lang spielt keine Rolle. Wer? Wo? Wann?

Bitte keine wolkige Erklärungen im Verschwörungstheoriestil und mit schnellen Themenwechsel.
__

Gruß
speedport

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Speedport ist offline  
Alt 01.02.2011, 14:32   #22
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Der Konsument wird zum Konsumierten. Stand ja auch im Artikel, insofern paßt das grob gesagt zum Thema. Ich bin eindeutig für den (freiwilligen) Organspendeausweis. Er kann ja auch helfen, Leben zu retten.

Es ist aber eine gewisse Ethik vonnöten. Ich war jetzt im Krankenhaus und wurde operiert, kann nur sagen, dass ausnahmslos alle in meinem Interesse gehandelt haben und ich mich sehr gut versorgt wußte. Finde, die Krankenhausärzte (lag auch noch mit einer Krankenhausärztin auf dem Zimmer) müssen schon ganz schön viel leisten und leiden auch unter dem bürokratischen System.

Was mir noch so auffällt: ich lebe ja nicht mehr in einem beruflichen Umfeld, wo ich mich "beweisen" muß. Das ist auch ganz schön billig. Es entfallen Kosten für Kostüm, teure Blusen, Strümpfe, Schuhe, der ganze Business-Look halt. Dafür lauf ich jetzt manchmal ein bisserl zu bequem rum. Aber eben günstig.

Die Opportunitätskosten sind seitdem ich nicht mehr berufstätig bin enorm gesunken. Als ich noch im Krankenhaus lag und die jeden morgen erhaltene Süddeutsche gelesen habe, hat der Chefarzt bei der Visite ganz neidisch geschaut. Ich habe Zeit und verdiene kein Geld mehr und er verdient Geld, hat aber wenig Zeit.

Irgendwie habe ich mir auch abgewöhnt, zu konsumieren. Habe hier und da noch ein paar Hamsterkäufe was (haltbare) Lebensmittel betrifft, aber die brauch ich ja auch auf.

Ansonsten bin ich für die Werbewirtschaft vollkommen bedeutungslos geworden.

Leider aber auch für viele andere, die noch zur Mehrheit der Konsumgesellschaft gehören
Priscilla ist offline  
Alt 01.02.2011, 19:49   #23
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Standard AW: Konsum macht einsam - Interview Süddeutsche

Zitat:
Der Konsument wird zum Konsumierten.
Nein - denn wenn ich einen Organspendeausweis anfordere, passiert, was ich will.

Da macht niemand was mit mir, was nicht passieren soll.

Also werde ich nicht zum Konsumierten - bestenfalls könnte man sagen ich mache mich selbst dazu...
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