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Krank durch Kränkung

Archiv - News Diskussionen Tagespresse

 

 

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Alt 04.11.2009, 07:27   #1
wolliohne
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Standard Krank durch Kränkung

Niederlagen können psychisch krank machen: Geld verloren oder Job gekündigt – Menschen mit Verbitterungsstörung schaffen es nicht, Misserfolge zu bewältigen.

Von FOCUS-Online-Autor Tobias Kurfer
der Molotow-Cocktail verfehlte sein Ziel. Die Frau, der er galt, kam mit dem Schrecken davon. Der Arbeitslose Hans M.* hatte den lodernden Brandsatz in das Besprechungszimmer eines Jobcenters geworfen. Der Grund: Er konnte die Schande seiner Kündigung nicht mehr ertragen. „Mein Job“, sagt der Mann, „war mein Leben.“

Verbitterungsstörung: Krank durch Kränkung - Krankheiten & Störungen - FOCUS Online
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 04.11.2009, 15:54   #2
musiker01
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Standard AW: Krank durch Kränkung

Muss erkennen, das das GENAU auf mich zutrifft
musiker01 ist offline  
Alt 04.11.2009, 17:30   #3
ashna
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Standard AW: Krank durch Kränkung

Toll, jetzt hat das Baby seine "Diagnose".
Statt die Ursachen zu bekämpfen bleibt jetzt alles wieder an den "Kranken" hängen. Und der Dok verdient wieder dran.

Nein, nicht diese Leute mit dem PTED sind krank, sie werden auch nicht krank, weil sie es nicht mehr ertragen, es ist dieses System, was krank ist. Dieses sollte zum Dok, am besten auch seine Rechnung dafür selber bezahlen.
 
Alt 04.11.2009, 17:47   #4
Seattle
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Standard AW: Krank durch Kränkung

manche sind so verbittert über ihre eigene Niederlage, dass sie sich z.B. den Faschos um den Hals schmeißen. Das wäre dann das Treffen (im Sinne von Zerstörung) der eigenen Familie.... Also ein Familienmensch mit Verbitterungsstörung. Vielleicht findet sich der Grund für die Verbitterung ja auch dort. Das sucht sich dann leider all zu oft ein unschuldiges Ventil, wenn es zu Selbstreflexion nicht in der Lage ist. Alles in allem ist es gut dass es nun erkannt wurde, dass häufig noch mehr dahinter steckt.
 
Alt 04.11.2009, 17:47   #5
yola
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yola
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Standard AW: Krank durch Kränkung

Zitat:
. . . Außerdem lernen die Patienten, unlösbare Probleme zu akzeptieren – statt darüber zu verbittern . . .
Wie schön! Also noch mehr Menschen, die sich mit den angeblich unveränderbaren Gegebenheiten abfinden zumindest bei "Kränkungen", die einem durch ein menschenunwürdiges System beigebracht werden, sollten die Ursachen angeschaut werden.

Grüße
yola
yola ist offline  
Alt 04.11.2009, 20:20   #6
musiker01
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Standard AW: Krank durch Kränkung

+++++++++Also noch mehr Menschen, die sich mit den angeblich unveränderbaren Gegebenheiten abfinden++++++++++++++++

GENAU!!!

Ich muß mir jedenfalls aus meinem Umfeld, auch gerade eben wieder, anhören, das ich doch selbst Schuld an meinem Zustand sei.

Und wenn mein Lebensstandard drastisch absinkt, mein Geschäft seit Jahren wackelt und nach kurzem zwischenhoch dank Krise wieder voll abgestürzt ist, es darüberhinaus -fast- nur noch Niedriglöhne gibt, bzw. fast unzumutbare Arbeitsbedingungen, ich seit Jahren keinen Urlaub mehr hatte, mir das Jugendamt wegen o.g. im Nacken hängt, die ARGE gerne Geld zurück hätte wegen Kosten-nicht-Anerkennung, meine 2. Ehe auch mal wieder kurz vorm aus steht etc.................................

................ dann wäre das eben in der heutigen Zeit so und müsse das so akzeptieren. Man könne sich ja nicht nur die Rosinen aus dem Leben picken. Und wenn man eben 12-14 Std./6 Tage die Woche für 5 EUR Arbeiten müsse, um rein zu Überleben, dann wäre das eben so und so zu akzeptieren. Punkt, Schluß, Aus! Und Urlaub und mal abschalten und Seele baumeln lassen? Ne, hat keiner n Grundrecht drauf. Und wenn man wegen emotionaler- und Arbeitsüberlastung zusammenbricht und mit 45 in der Kiste liegt - dann ist das eben so. Dann könnten sich halt nur die älteren Generationen freuen, das es bei ihnen früher nicht so war. Aber Heute? Ist das eben so.............................

.......... und alles zu Akzeptieren!

Und wenn die ARGE nichts mehr zahlt oder Kosten nicht anerkennt oder ähnliches.............. dann ist das eben so! Schließlich soll die ARGE nur ein reines Überleben ermöglichen und nicht dem Selbständigen ermöglichen, auf Kosten der Allgemeinheit sein Geschäft zu betreiben....................... (ne, aber eigentlich ermöglichen aus dem Leistungsbezug raus zu kommen, anstatt Steine in den Weg zu legen).

Auch, das man vielleicht in den nächsten 20 Jahren noch 30x den Job wechseln müsste, wenn es eben keine unbefristeten Verträge mehr gäbe etc. etc.

Und wenn ich meine, statt für 5 EUR oder weniger Arbeiten zu gehen, lieber unter der Brücke schlafen zu wollen, da ich mir keine Wohnung mehr leisten kann, dann ist das eben heute so. Auf mehr als n Dach + Essen/Trinken hätte man ja grundsätzlich kein Anrecht, der Mensch bräuchte ja auch keine Sozialkontakte, Freizeit u.ä. Darauf gäbe es kein Recht.

Ich hör besser auf. Sonst schreib ich mich noch in Rage, was man heutzutage angeblich alles für "unveränderliche Gegebenheiten" nach Meinung von Aussenstehenden (und meist NICHT selbst Betroffenen) zu akzeptieren hat.

Achso, hab mich heute! auf ein Stellenangebot vom Sonntags!blättchen beworben, wobei ich das erst am Montag gelesen habe (das sind also bis heute mittag gerade mal 1 1/2 Tage), mit dem Ergebnis, das ich schon kurz darauf ne e-mail zurück bekam, das die Stelle schon gaaaaanz kurzfristig besetzt sei.

Wer war wieder Schuld, das die Stelle schon besetzt war? Genau. Ich! Da ich ja in der heutigen Zeit wohl die Pflicht hätte, mich SOFORT auf die Anzeigen zu bewerben und dafür alles andere (auch mein Geschäft) eben zurückzustehen habe in der heutigen Zeit (achso, das kam nicht von der ARGE, sondern von meinen Eltern )

Und da ICH alles Schuld bin, leide ich mittlerweile extrem an dem im Artikel beschriebenen Krankheitsbild

Viele Grüße
musiker01 ist offline  
Alt 06.11.2009, 20:23   #7
BibiBlocksberg2009
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BibiBlocksberg2009 BibiBlocksberg2009 BibiBlocksberg2009 BibiBlocksberg2009
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Standard AW: Krank durch Kränkung

Schön, dass dieser Aspekt im ganzen zermürbenden Kampf mit der ArGe, den viele schon seit Jahren mitmachen, auch nicht vergessen wird.

Wenn ich nicht so ein humorvoller und noch immer positiv denkender Mensch wäre, der versucht, selbst in dieser Situation noch was Konstruktives zu sehen ("wir lernen was fürs Leben, über SGBII., Sozialgerichte, Behördenstrukturen, preiswertes Kochen" etcpp.), dann säße ich wahrscheinlich auch schon längst beim Doc.

Aber wie jemand es schon schrieb: Wir sind nicht "krank", das System ist es - mit uns persönlich hat das gar nichts zu tun!

Wünsche uns allen ein schönes Wochenende !
__


BibiBlocksberg2009 ist offline  
Alt 06.11.2009, 20:53   #8
Rapid Eye Movement
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Standard AW: Krank durch Kränkung

Zitat:
...– Menschen mit Verbitterungsstörung schaffen es nicht, Misserfolge zu bewältigen
Zitat:
Betroffene nehmen Kränkungen, die zum Leben gehören, besonders schwer
Womit der Schuldige schon wieder benannt ist. Ganz einfach, wer´s nicht packt muss selbst Schuld haben. Krank sein, schlechte Gene haben ... Ausschuss.


Was will man von FOCUS auch erwarten. Diesen Sch... von Autor würde ich gerne mal für ein paar Monate den Arge-Schikanen aúsgesetzt sehen. Ob er dann immer noch der Meunung wäre, dass diese Kränkungen zum Leben gehören?
 
Alt 07.11.2009, 13:38   #9
klaus1233
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klaus1233
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Standard AW: Krank durch Kränkung

Wir wäre es mal mit sozialpathologischen Habgierwahn, SPHW, oder einem krankhaften Ehrgeiz- und Leistungswahn, KELW, oder eine Arbeitsplatzangstneurose oder analerotisch fixierte Geldsucht, AEFG.

Sicher, wer nach 20-30-40 Jahren Betriebszugehörigkeit wegen Bagatelldelikte aus der Firma gekegelt wird, für die er sich immer eingesetzt hat, der hat daran zu knabbern. Ein Brötchen schief anschauen und schon Kündigung, wegen Bilddiebstahl und Vertrauensverlust. Aber typisch ist mal wieder, die soziale Ungerechtigkeitslücke zu psychologisieren und in die Krankheitsschublade zu stecken. So könnte man die Arbeitslosenstatistik weiter bereinigen, 2 % weniger.

Bei längerer Arbeitslosigkeit hat man eigentlich nicht ein Ereignis zu verarbeiten sondern ist Serien von Attacken der Diskriminierung, Benachteiligung, bürokratischer Schikanen, falscher Betrugsbescheiden, Beschimpfungen, Ausgrenzung, Beleidigung, medialer Volksverhetzung, Stänkerei … ausgesetzt.
Jeder Brief von deinem lieben Staat ist mit einer Todesandrohung begleitet: Wenn du nicht am sinnlosen Bewerbungsseminar teilnimmst, wenn du nicht unterschreibst, wenn du nicht … dann kürzen wir dein Existenzminimum bis zum Tode.

Diese ständigen Todesbedrohungen eines angeblich mündigen und verantwortungsvollen Bürgers, der angeblich in einem friedlichen, demokratischen und gesitteten Staat lebt, verändert den Menschen. Das motiviert den Arbeitslosen Arbeit zu suchen, damit er die Täter mit seinen Steuern und Abgaben bei ihrem Tun subventionieren kann.
klaus1233 ist offline  
Alt 09.11.2009, 02:29   #10
Aragon
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Aragon
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Standard AW: Krank durch Kränkung

Hallo allerseits,

...bin sowas von "bei Euch"...


@Klaus1233

. ..besser hätte ichs nicht ausdrücken können...





„Abeiten, um nicht denken zu müssen, ist auch Faulheit.“
Erhard Blanck


"Wer freudig mit der breiten Masse marschiert hat sich schon meine Verachtung verdient. Er wurde aus Versehen mit einem großen Gehirn ausgestattet, denn für ihn wäre Rückenmark bereits ausreichend gewesen."

Albert Einstein



"Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns herum immer wieder gepredigt wird. Und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse."
Johann Wolfgang von Goethe



"Es ist kein Maßstab für Gesundheit, gut an eine grundlegend kranke Gesellschaft angepaßt zu sein. "
Jiddu Krishnamurti


"Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird."
Erich Kästner




In diesem Sinne...

Aragon
__

Die Dummheit der Einen ist die Macht der Anderen.
Und: Je dümmer die Einen, desto mächtiger die Anderen.

Aragon

"Es ist kein Maßstab für Gesundheit, gut an eine grundlegend kranke Gesellschaft angepaßt zu sein. "
Jiddu Krishnamurti


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