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Alt 21.10.2009, 16:00   #1
Martin Behrsing
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Standard Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Bonn - Nur einen Tag nach der mündlichen Verhandlung in Sachen Hartz IV vor dem Bundesverfassungsgericht warnt das Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vor höheren Hartz IV-Regelsätzen, insbesondere bei Kindern. „Höhere Hartz-IV-Sätze für Kinder könnten dazu führen, dass sich Arbeit für einige Familien vergleichsweise weniger lohnt", sagte der Arbeitsmarktexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Holger Schäfer, der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Der ein oder andere würde dann seinen Job aufgeben, "weil für ihn die Stütze ausreichend" sei. Damit würde das IW vor einem menschenwürdigen Existenzminimum warnen und gleichzeitig zugeben, dass die Wirtschaft existenzvernichtende Löhne bezahlen würde, so das Erwerbslosen Forum Deutschland. Erst gestern hatte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier angekündigt, dass der Maßstab für die Entscheidung bei den Hartz IV-Leistungen das „menschenwürdige Existenzminimum“ sein wird.

weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
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Alt 21.10.2009, 16:26   #2
Kleeblatt
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Damit steht die Frage nach einem übertariflichen gesetzlichen Mindestlohn erneut auf der Tagesordnung.
Natürlich kann das die Riege der Abzocker nicht wollen, aber wenn sich eben niemand mehr für die Hungerlöhne findet, dann werden die wohl irgendwann gezwungen sein nachzugeben.

Ohne festen Druck auf Wirtschaft und Politik geht im gesellschaftlich-moralisch inzwischen hochgradig verrottetem Deutschland nichts mehr.
Kleeblatt ist offline  
Alt 21.10.2009, 17:01   #3
Master of Desaster
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Immer das selbe Klagelied der Raffkes,
um nicht von ihren Dumpinglöhnen ablassen zu müssen.
Master of Desaster ist offline  
Alt 21.10.2009, 17:12   #4
Catsy
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Catsy
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
„Höhere Hartz-IV-Sätze für Kinder könnten dazu führen, dass sich Arbeit für einige Familien vergleichsweise weniger lohnt", sagte der Arbeitsmarktexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Holger Schäfer, der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Der ein oder andere würde dann seinen Job aufgeben, "weil für ihn die Stütze ausreichend" sei.

aha, und weil sich für "einige" Familien dann angeblich Arbeit weniger lohnt und "der eine oder andere" seinen Job aufgeben "würde" nimmt man dann lieber gleich alle in Sippenhaft und unterstellt damit Millionen Hartz IV-Empfänger Sozialschmarotzerei.

Klasse, wie machen wir das dann in Zukunft mit unseren "anspruchsberechtigten Ministern und -innen", wo sich der eine oder die andere ganz offensichtlich und mit Nachdruck auf ihre Ansprüche berufen und die Gesamtheit der deutschen Bevölkerung abzocken?

Auch alle gleich mal unter Generalverdacht stellen und "sanktionieren" - wie das geht, dafür können die ARGEN ja dann "Amtshilfe" leisten.

Echt, wenn ich so etwas lesen muss - wie menschenverachtend ist Deutschland eigentlich geworden?
Catsy ist offline  
Alt 21.10.2009, 17:20   #5
Martin Behrsing
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Wir sollten wirklich demnächst dazu aufrufen Stütze zu kassieren bis vernünftige Löhne gezahlt werden. Allerdings wollen wi auch keinen zumuten, von dieser Stütze leben zu müssen. Es reicht schon, dass wir es tun müssen.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 21.10.2009, 18:17   #6
Mario Nette
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Nebenbei: Auch der Steuerzahlerbund findet eine Erhöhung nicht gut, was ganz kurz hier erwähnt wird.

Mario Nette
__

Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

Bescheiß das Elend!
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.
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Alt 21.10.2009, 18:27   #7
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Hallo @all,

was sagt uns dies alles? die raffkes haben unheimlich Bammel, daß eine Regelsatzerhöhung die Gewinne schmälern könnte.

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Nebenbei: Auch der Steuerzahlerbund findet eine Erhöhung nicht gut, was ganz kurz hier erwähnt wird.
@ Martin
gute Idee

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Wir sollten wirklich demnächst dazu aufrufen Stütze zu kassieren bis vernünftige Löhne gezahlt werden. Allerdings wollen wi auch keinen zumuten, von dieser Stütze leben zu müssen. Es reicht schon, dass wir es tun müssen.
meint ladydi12
__

Erkenntnisse meiner Mum aus den 1980er Jahren Teil 1:
„Es muß bei den Politikern endlich der Groschen fallen, wenn ihr Leben lang vorbildlich gewesene Menschen und Staatsbürger auf die Straße gehen, um kundzutun, daß grundlegende oder lebenswichtige Dinge nicht in Ordnung sind und gegen den gesunden Menschenverstand stehen. "
ladydi12 ist offline  
Alt 21.10.2009, 21:26   #8
VerBisUser
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Cool AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Auch wenn ich mal wieder Prügel beziehen werde:
Erwerbslos ist keine Einkommensgrundlage.
Da stellt sich mir doch (wiederum ketzerisch) die Frage, ob ALG2 nicht die Verpflichtung zur Gemeinwohlarbeit beinhalten sollte? (Auf ihn mit Gebrüll )
__

"Freiheit ist immer auch Freiheit des anders Denkenden."
Rosa Luxemburg


Wachsamkeit ist Grundlage für die Kritik der reinen Vernunft.

Verschont mich bitte vor Pauschalverurteilungen.
Alle "ARGE-Mitarbeiter" sind inkompetent und unmenschlich ist genau so falsch wie die Behauptung: Alle Elo´s sind arbeitsscheue Schmarotzer.
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Alt 21.10.2009, 21:32   #9
Emma13
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Zitat von VerBisUser Beitrag anzeigen
Auch wenn ich mal wieder Prügel beziehen werde:
Erwerbslos ist keine Einkommensgrundlage.
Da stellt sich mir doch (wiederum ketzerisch) die Frage, ob ALG2 nicht die Verpflichtung zur Gemeinwohlarbeit beinhalten sollte? (Auf ihn mit Gebrüll )
Hier fehlt eindeutig der Smilie mit dem "Vögelchen"

Emma
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Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen. (Loriot)

(Wenn ich allein bin, bin ich am wenigsten allein (Cicero)
Emma13 ist offline  
Alt 21.10.2009, 21:33   #10
Martin Behrsing
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Zitat von VerBisUser Beitrag anzeigen
Auch wenn ich mal wieder Prügel beziehen werde:
Erwerbslos ist keine Einkommensgrundlage.
Da stellt sich mir doch (wiederum ketzerisch) die Frage, ob ALG2 nicht die Verpflichtung zur Gemeinwohlarbeit beinhalten sollte? (Auf ihn mit Gebrüll )
So jetzt mal kein Gebrüll, sondern ein Blick auf diese neoliberale Haltung.

Wenn Menschen auf Hartz Iv angewiesen sind, ist dies nicht deren Schuld, sondern Schuld des Kapitals und Wirtschaft. Und so lange diese immer wieder wirtschaftlich sich nicht rechnende Kräfte auslagern, sollen sie bitte auch für die Lagerungskosten aufkommen. Wirtschaftlich sich nicht rechnende Kräfte sind dabei die Menschen, die im Sinne dews Kapitals nicht mehr verwertbar sind. Auch das Kapital scheint in der Wirtschaftskrise nicht völlig verwertbar sein, weshalb es künstlich vernichtet werden muss.

Wir sollten eigentlich dazu aufrufen, dass bitte Stütze in anspruch genommen wird, bis vernünftige Mindestlöhne gezahlt werden.

Jetzt komme bitte nicht, Wirtschaft und Kapital könnten dies nicht bezahlen. Ich glaube, Du würdest jed Diskussion verlieren, welche Kapitalmittel eigentlich da sind, um genau das zu bezahlen. Es ist halt eine Frage der Verteilung bzw. der Nichtverteilung.
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Alt 21.10.2009, 21:40   #11
Bienchen
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Bienchen
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Höherer Hartz IV-Satz bedeutet eigentlich gleichzeitig eine Erhöhung der Löhne.
Aber das will man in Deutschland nicht!!!!!!!

Martin, ich bin auch dafür, dass lieber jeder zu Hause bleibt und "Stütze" kasseirt, bis endlich richtige Löhne gezahlt werden.
Nur wird das mit den Menschen in diesem Land nicht zu machen sein. Sie sind ja alle zu feige!!!

Aus guter Voraussicht hat man ja schon die Abschaffung von Hartz IV und die Einfüphrung eines Bürgergeldes geplant. Damit würde man eine Erhöhung erst einmal umgehen. Bis dann wieder geklagt und ein Urteil gefällt wird, kann man sich ja etwas anderes einfallen lassen, usw. .... .

Das aufstockende ALG II kann die regierung doch gleich an die Firmen als Gewinnerhöhung und Belohnung für Sklavenlöhne überweisen. Es ist ja auch nichts anderes!!
Bienchen ist offline  
Alt 21.10.2009, 21:59   #12
ShankyTMW
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Zitat von VerBisUser Beitrag anzeigen
Auch wenn ich mal wieder Prügel beziehen werde:
Erwerbslos ist keine Einkommensgrundlage.
Da stellt sich mir doch (wiederum ketzerisch) die Frage, ob ALG2 nicht die Verpflichtung zur Gemeinwohlarbeit beinhalten sollte? (Auf ihn mit Gebrüll )
Komisch, ich dachte das mit dem Gemeinwohl haben wir in Form von 1 EUR Job schon... aber ist wohl noch nciht effektiv genug

Und Du hast Recht, erwerbslosigkeit plus Hartz4 sollte keine Einkommensgrundlage in allen Lebenslagen in allen Bereichen sein. aber genau das ist es. Man wird zu Ein-Euro-Jobs gezwungen, Stellenabbau dank Hartz4 Gesetzen, Lohndrückereien dank Aufstockmöglichkeiten, Veropflichtungen alle Zumutbaren Arbeiten anzunehmen und nebenher die ZAFs zu fördern .. all das muß aufhören.

Aber welches Druckmittel haben Erwerbslose außer den Langfristigen Gerichtsverhandlungen? Gwerkschaften? Eine sonstige Lobby? Streiken das Hartz4 anzunehmn? - All das bewirkt nichts - da kann ich Martin schon verstehen. Es bleiben also nur Arbeitsverweigerung zu Dumpinglöhnen und gezieltes HArtz4 beantragen gegenüber brennenden Autos auf den Straßen.

Ideal ist das alles nicht, aber alles was bleibt.
ShankyTMW ist offline  
Alt 21.10.2009, 22:20   #13
WillyV
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Es ist schon bezeichnend, wenn wieder mal das Sozialstaatsgebot/prinzip, wenn auch angeblich nur "ketzerisch", infrage gestellt wird.
Es bekommt umso mehr Bedeutung, wenn es von einem Mitarbeiter eines Sozialleistungsträgers kommt.
Ich empfehle diesem Zeitgenossen, dieser Zeitgenossin, als Literatur:

Wolfgang Ayaß: Die „korrektionelle Nachhaft“. Zur Geschichte der strafrechtlichen Arbeitshausunterbringung in Deutschland und z.B. Matthias Willing, Das Bewahrungsgesetz (1918-1967). Eine rechtshistorische Studie zur Geschichte der deutschen Fürsorge, (Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts, Bd. 42)

Denn das BVerfG hatte die damaligen Arbeitseinrichtungen, die mit Einführung des BSHG eingeführt worden waren, für verfassungswidrig erklärt. Es ist nicht die Aufgabe des Staates seine Bürger zu erziehen bzw. zu bessern, so ein Tenor damals

1969 wurde das Gesetz dann entsprechend geändert.

Warum dann immer und immer wieder das alte sozialfaschistische Gedankengut aufwärmen.



Dann schon eher:

Die "Junge Welt" u.a. zu Verfassungsrichter prüfen »Hartz IV«

Zitat:
Ein solches Urteil wäre Anlaß genug, durch Argumente und Proteste der sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und Strömungen der Oppositionsparteien eine gesellschaftliche Auseinandersetzung zu provozieren. Nichts fürchtet die künftige Koalition mehr als einen veritablen sozialpolitischen Konflikt.
www.jungewelt.de
 
Alt 22.10.2009, 13:29   #14
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...656661,00.html - Keitel ist clever, wenn er fordert, dass es keinen Sozialabbau geben darf. Denn dann würden die Leute von der Wirtschaft das einfordern, was sie sonst vom Staat kriegen würden (was ja an sich auch schon zu wenig ist, wie wir wissen).

Mario Nette
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Alt 22.10.2009, 19:27   #15
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Zitat von ShankyTMW Beitrag anzeigen
Komisch, ich dachte das mit dem Gemeinwohl haben wir in Form von 1 EUR Job schon... aber ist wohl noch nciht effektiv genug

Und Du hast Recht, erwerbslosigkeit plus Hartz4 sollte keine Einkommensgrundlage in allen Lebenslagen in allen Bereichen sein. aber genau das ist es. Man wird zu Ein-Euro-Jobs gezwungen, Stellenabbau dank Hartz4 Gesetzen, Lohndrückereien dank Aufstockmöglichkeiten, Veropflichtungen alle Zumutbaren Arbeiten anzunehmen und nebenher die ZAFs zu fördern .. all das muß aufhören.

Aber welches Druckmittel haben Erwerbslose außer den Langfristigen Gerichtsverhandlungen? Gwerkschaften? Eine sonstige Lobby? Streiken das Hartz4 anzunehmn? - All das bewirkt nichts - da kann ich Martin schon verstehen. Es bleiben also nur Arbeitsverweigerung zu Dumpinglöhnen und gezieltes HArtz4 beantragen gegenüber brennenden Autos auf den Straßen.

Ideal ist das alles nicht, aber alles was bleibt.

Hallo Shanky,

wenn alle, denen H4 zusteht, einen Antrag stellen und Leistungen beziehen würden - das System würde implodieren.
Finanzielle Armut muß sichtbar werden!
Armut ist kein Makel des Einzelnen, sondern ein Makel des Systems.
Planspiel: Alle Elo´s und finanziell Arme gründen eine politische und wählbare Vereinigung, die FDP und die SED (äh, DIE LINKE) wären Splitterparteien :-)

In diesem Sinne - bleibt streitbereit:-)

VerBisUser
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Wachsamkeit ist Grundlage für die Kritik der reinen Vernunft.

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Alle "ARGE-Mitarbeiter" sind inkompetent und unmenschlich ist genau so falsch wie die Behauptung: Alle Elo´s sind arbeitsscheue Schmarotzer.
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Alt 22.10.2009, 19:30   #16
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Zitat von Emma13 Beitrag anzeigen
Hier fehlt eindeutig der Smilie mit dem "Vögelchen"

Emma
Hier ist es oder war es jetzt doch falsch
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"Freiheit ist immer auch Freiheit des anders Denkenden."
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Alt 23.10.2009, 10:00   #17
Emma13
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Zitat von VerBisUser Beitrag anzeigen
Hier ist es oder war es jetzt doch falsch
- so annähernd

Grüße - Emma
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Emma13 ist offline  
Alt 23.10.2009, 11:10   #18
ShankyTMW
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Zitat von VerBisUser Beitrag anzeigen
Hallo Shanky,

wenn alle, denen H4 zusteht, einen Antrag stellen und Leistungen beziehen würden - das System würde implodieren.
Ja, das hat ich erkannt. Aber mal im ernst, die meisten ELOs sind froh aus dem Hamsterrad und dem ganzen bei Hartz4 zu entkommen. Die anderen aus deren Umfeld schreckt das alles eher ab und es gibt noch eine großen Teil Menschen die - aus welchen Gründen auch immer (von Unwissenheit bis hin zur Scham) - diesen Schritt gar nicht wählen (und/oder würden).

Zitat:
Finanzielle Armut muß sichtbar werden!
Ist Sie das nicht schon längst? Man kaschiert Sie ja mit den Vergleichen zu den Sozialsystemen anderer Länder im Vergleich zu dem, was hier immer mehr abgebaut wird in der Öffentlichkeit. Und das wird weiter passieren.

Zitat:
Armut ist kein Makel des Einzelnen, sondern ein Makel des Systems.
Das unterschreib ich ohne wenn und aber.

Zitat:
Planspiel: Alle Elo´s und finanziell Arme gründen eine politische und wählbare Vereinigung, die FDP und die SED (äh, DIE LINKE) wären Splitterparteien :-)
Rein nach meinen Bauchgefühl und dem was ich in den letzten Jahrzehnten meines irdischen Daseins hier in D. miterleben durfte: dauert zu lange und ist immer noch zu ungewiss.

Seit Jahrzehnten teilt man sich die Politik auf unter den 5 größten/bekanntesten Parteien (nennen wir sie beim Namen: CDU/CSU - SPD - FDP - Grüne - FDP) und nichts ändert sich wirklich. Man könnte aus deisen Vereinen auch eien Partei machen und Peng: WAhl ist entschieden. Während die kleineren und neuen Parteien kaum Beachtung finden - oder wenn doch kaum das Zünglein an der Politischen Waage darstellen. Hoffnungen setzt man in die Linke udn sie sind gut gewachsen in den letzten 5 Jahren. Aber dennoch reicht es nicht.

Irgendwann wird es knallen in D. wenn die Menschen endgültig genug haben. Dann hilft aber keine Partei mehr, denn im Gegensatz zu den immer viel herangeziogenen Vergleichsfranzosen fressen wir in D. das lang genug in uns hinein bis die Hoffnungslosigkeit implodiert anstatt vorher im Nationalstolz und Volkseinigkeit immer mal wieder zusammen ein wenig Dampf abzulassen. Aber deren Geschichte ist auch anders uind hat die Menschen dort ganz anders geprägt als unsere Geschichte. Und deswegen kommt sowas wie in Frankreich nicht wirklich in Gang (meine Ansicht dazu).

Zitat:
In diesem Sinne - bleibt streitbereit:-)
Das auf alle Fälle
ShankyTMW ist offline  
Alt 23.10.2009, 11:18   #19
druide65
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druide65 druide65 druide65 druide65 druide65
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Zitat:
Man könnte aus deisen Vereinen auch eien Partei machen und Peng: WAhl ist entschieden.
Ist das nicht schon längst passiert?Die Lobbyisten?
Das sind doch die wahren Drahtzieher.....
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 23.10.2009, 12:12   #20
haef
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Zitat von VerBisUser Beitrag anzeigen
Auch wenn ich mal wieder Prügel beziehen werde:
Erwerbslos ist keine Einkommensgrundlage.
Da stellt sich mir doch (wiederum ketzerisch) die Frage, ob ALG2 nicht die Verpflichtung zur Gemeinwohlarbeit beinhalten sollte? (Auf ihn mit Gebrüll )
Alles eine Frage des Menschenbildes, und zwar des Eigen- vers. Fremdbildes.
Gefragt, ob sie wenn sie könnten, z.B. bei einem bedingungslosen Grundeinkommen, einen vernünftigen und angemessenen Beruf/die Arbeit aufgeben würden, sagen mit Sicherheit die meisten Befragten "Nein".
Die gleichen Befragten unterstellen aber anderen Menschen, wiederum bei einem bGE, eine massenhafte "Arbeitsflucht".
Dieses Paradoxon wird aber ebenso selbstverständlich als "logisch" akzeptiert, wie der Druck auf Erwerbslose, obgleich bei angenommenen 4 Mill. Erwerbslosen und 1 Mill. freier Arbeitsplätze, immer 3 Mill. erwerbslos bleiben. (freies Zahlenspiel)
Letzteres Beispiel verwende ich gerne und oft und ziehe mir regelmässig unverständige bis aggressive Blicke und Kommentare zu - man wird halt ungern mit einer rein sachlichen Widerlegung bei einer emotionalen Annahme ("...wer Arbeit will, findet auch welche..." u. ähnliches) "erwischt".

fG
Horst
haef ist offline  
Alt 23.10.2009, 12:39   #21
ShankyTMW
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
Ist das nicht schon längst passiert?Die Lobbyisten?
Das sind doch die wahren Drahtzieher.....
Jep, genau das denk ich auch. Daher kommt es wohl auch das die Wahlen eigentlich immer nur zwischen den 5 Parteien entschieden werden ohne das sich da merklich was fürs Volk tut. Ich sag es mal ganz Ketzerisch:

Die Wahlen halten nur noch eine Demokratische Illusion fürs Volk aufrecht damit man im hintergrund seine eigenen Ziele schön im Deckmäntelchen der Politisch öffentlich gesteuerten Marionetten spinnen kann.

Ist zwar nur reine Spekulation, aber genau deswegen denk ich das man mit einer neu gegründeten Partei rein gar ncihts bewirkt. Man beruhigt höchstens eine Weile die Betroffenen damit bis auch diese Seifenblase wegen langjähriger Erfolgslosigkeit platzt.

Was mich betrifft: Ich glaube nicht mehr an das Deutsche Politische System, egal wie ketzerisch das klingen mag.

Zitat von haef Beitrag anzeigen
...Letzteres Beispiel verwende ich gerne und oft und ziehe mir regelmässig unverständige bis aggressive Blicke und Kommentare zu - man wird halt ungern mit einer rein sachlichen Widerlegung bei einer emotionalen Annahme ("...wer Arbeit will, findet auch welche..." u. ähnliches) "erwischt".
Ohja, das kenn ich auch nur zu gut. Ist so als hätte man den Leuten nicht nur den argumentativen Wind aus den Segeln genommen, sie verteidigen es dann auch noch wie ein bockiges Kind dem man das Lieblingsspielzeug weg genommen hat.

Es passt nicht in das Weltbild das sich solche Leute über Jahre bewahrt haben und damit werden wir auch noch zu Ketzern im System, die an ihrer Misslichen Lage der Arbeitslosigkeit selbst schuld sind (das letzte Argument was dann unweigerlich immer folgt).
ShankyTMW ist offline  
Alt 23.10.2009, 12:51   #22
Syndrom
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Ausrufezeichen AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Bonn - Nur einen Tag nach der mündlichen Verhandlung in Sachen Hartz IV vor dem Bundesverfassungsgericht warnt das Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vor höheren Hartz IV-Regelsätzen, insbesondere bei Kindern. „Höhere Hartz-IV-Sätze für Kinder könnten dazu führen, dass sich Arbeit für einige Familien vergleichsweise weniger lohnt", sagte der Arbeitsmarktexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Holger Schäfer, der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Der ein oder andere würde dann seinen Job aufgeben, "weil für ihn die Stütze ausreichend" sei. ...
weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
Ich würde dem ganz einfach entgegnen:

Dann bezahlt halt die Leute anständig, die jetzt für einen Hungerlohn arbeiten müssen!


Syndrom ist offline  
Alt 23.10.2009, 20:42   #23
basou
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basou
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Was mich betrifft: Ich glaube nicht mehr an das Deutsche Politische System, egal wie ketzerisch das klingen mag.

unser System ist gut nur wir sind zu blöd um es zu nutzen.
basou ist offline  
Alt 23.10.2009, 21:39   #24
FrankyBoy
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Ich kann die meisten Beiträge hier im Thread wirklich unterstützen denn Deutschland ist mittlerweile wirklich zu einem Niedriglohnland mutiert - hier könnt ihr es nachlesen:
Zitat:
Dieser Artikel beschreibt das Maß für die Kaufkraft. Gelegentlich wird auch fälschlicherweise der Nettolohn, der den Betrag des Arbeitsentgeltes nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsabgaben angibt, als Reallohn bezeichnet.
Entwicklung der Reallöhne in Deutschland (rote Linie, 2006 = 100 %)



Der Reallohn ist in der Volkswirtschaftslehre der Lohn, der der tatsächlichen Kaufkraft entspricht, das heißt der Gütermenge, die bei gegebenen Lebenshaltungskosten mit dem Nominallohn tatsächlich eingekauft werden kann.[1] Der Reallohn hängt eng mit dem Lebensstandard zusammen.
Inhaltsverzeichnis

[Verbergen]
Begriff [Bearbeiten]

Der Reallohn wird im Verhältnis Lohnsatz W zu Preisniveau P wiedergegeben:
Der Faktor W stellt den aggregierten Nominallohn dar. Der aggregierte Nominallohn ist der in Geldeinheiten bemessene durchschnittliche Lohn, also der Betrag, der am Monatsende auf das Konto des durchschnittlichen Arbeitnehmers überwiesen wird. Dieser ist abhängig von 3 Faktoren, dem erwarteten Preisniveau Pe, der Arbeitslosenquote u sowie sonstigen Einflussfaktoren z.
Der Faktor P entspricht dem Preisniveau, also dem Preis der Güter.[2]
Abhängigkeit Reallohn vom Preisniveau [Bearbeiten]


Für Konsumenten bzw. Arbeitnehmer als auch für Unternehmen ist der Reallohn entscheidend, nicht der Nominallohn.
Das Interesse der Arbeitnehmer besteht darin, wie viele Güter und Dienstleistungen sie mit ihren Löhnen kaufen können, nicht wie viele Euro sie am Monatsende erhalten bzw. bekommen. Entscheidend ist also die Höhe des Lohns, in Form von Gütereinheiten, der so genannte Reallohn. Betrachtet man die Unternehmen, so ist nicht der an die Beschäftigten gezahlte Nominallohn entscheidend, sondern welchen Nominallohn die Unternehmen im Verhältnis zum Preis des produzierten Outputs zahlen. Auch hier ist der Reallohn die entscheidende Komponente.[3]
Reallohn und Arbeitslosenquote [Bearbeiten]

Lohn- und Preissetzung beeinflussen die Arbeitslosenquote, mit der Annahme, dass das tatsächliche Preisniveau P dem erwarteten Preisniveau Pe entspricht.
Lohnsetzungsgleichung':
Die Lohnsetzung schließt einen negativen Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote u und Reallohn W/P ein, das heißt, je höher die Arbeitslosenquote, desto niedriger der Reallohn, welcher bei der Lohnsetzung festgesetzt wird. Folglich zeigt sich, wenn die Arbeitslosenquote steigt, desto schlechter ist die Verhandlungsmacht der Beschäftigten und umso niedriger ist der Reallohn.
Preissetzungsgleichung:

Reallohn ? Wikipedia


Datei:Reallöhne.png ? Wikipedia
(Grafiken sind Dateien, die unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht wurden.
Diese Entwicklung von Armutslöhnen ist beispiellos in allen EU- und OECD-Staaten und hat innerhalb von etwa 15 Jahren dazu geführt, dass uns selbst die Spanier überholt haben und die hatten schließlich Anfang der 90iger-Jahre Auflagen bekommen (keine Arbeitnehmerfreizügigkeit, da deren Löhngefüge zu niedrig war) - und wir sind Exportweltmeister mit niedrigeren Löhnen - diese Entwicklung ist einfach lächerlich!

Aber so ist es eben, wenn die großen Medienkonzerne selber massive Interessen haben ihre Personalkosten einzusparen und daher Sendungen wie gnadenlos Gerecht etc. in die Welt setzen um das Volk zu verblenden.

Komisch - den Banken macht man Geschenke in Mrd.-Höhe - alleine die IKB 9,2 Mrd. € - der Commerzbank um die 20 Mrd. € und das Volk lässt man zu Hungerlöhnen knechten - abgesehen davon, dass alle Amtseide der Regierung so milliardenfach gebrochen werden - auch die kleinen und mittleren Unternehmer leiden unter dieser Politik denn woher soll den die Kaufkraft für deren Produkte und Dienstleistungen kommen - etwa von den Managern?

Denke viele investieren da lieber wie Klaus Zumwinkel etc. - also so richtig asozial - vielleicht sollten wir einmal einen Antrag vorm Verfassungsgericht stellen ob sich solche Zustände eigentlich noch "Soziale Marktwirtschaft" nennen darf oder nicht richtiger Weise in asoziale Marktwirtschaft umzutaufen ist - dass ist jedenfalls die Warheit.
FrankyBoy ist offline  
Alt 23.10.2009, 22:32   #25
druide65
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Standard AW: Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum

Zitat von FrankyBoy Beitrag anzeigen
Ich kann die meisten Beiträge hier im Thread wirklich unterstützen denn Deutschland ist mittlerweile wirklich zu einem Niedriglohnland mutiert - hier könnt ihr es nachlesen:

Diese Entwicklung von Armutslöhnen ist beispiellos in allen EU- und OECD-Staaten und hat innerhalb von etwa 15 Jahren dazu geführt, dass uns selbst die Spanier überholt haben und die hatten schließlich Anfang der 90iger-Jahre Auflagen bekommen (keine Arbeitnehmerfreizügigkeit, da deren Löhngefüge zu niedrig war) - und wir sind Exportweltmeister mit niedrigeren Löhnen - diese Entwicklung ist einfach lächerlich!

Aber so ist es eben, wenn die großen Medienkonzerne selber massive Interessen haben ihre Personalkosten einzusparen und daher Sendungen wie gnadenlos Gerecht etc. in die Welt setzen um das Volk zu verblenden.

Komisch - den Banken macht man Geschenke in Mrd.-Höhe - alleine die IKB 9,2 Mrd. € - der Commerzbank um die 20 Mrd. € und das Volk lässt man zu Hungerlöhnen knechten - abgesehen davon, dass alle Amtseide der Regierung so milliardenfach gebrochen werden - auch die kleinen und mittleren Unternehmer leiden unter dieser Politik denn woher soll den die Kaufkraft für deren Produkte und Dienstleistungen kommen - etwa von den Managern?

Denke viele investieren da lieber wie Klaus Zumwinkel etc. - also so richtig asozial - vielleicht sollten wir einmal einen Antrag vorm Verfassungsgericht stellen ob sich solche Zustände eigentlich noch "Soziale Marktwirtschaft" nennen darf oder nicht richtiger Weise in asoziale Marktwirtschaft umzutaufen ist - dass ist jedenfalls die Warheit.

Wozu nachlesen?Wir wissen es doch.....



Zitat:
und wir sind Exportweltmeister mit niedrigeren Löhnen - diese Entwicklung ist einfach lächerlich!
Export....da liegt der Hund begraben.Oder der Fetisch der Wirtschaft.

Das wir mit den Niedriglöhner aus aller Welt nicht konkurieren können liegt ja nun auf der Hand.

Aber unsere Bosse und Lobbyisten versuchen uns auf einen demütigen Niedriglohn zu drücken...weil wenn ich oben bin und du sehr weit unten....bedeutet das Macht.

Und darum gehts.....
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
 

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deutschen, existenzminimum, institut, menschenwürdigem, warnt, wirtschaft

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