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Alt 21.10.2009, 09:44   #1
Martin Behrsing
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Standard Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Zitat:
Wirtschaftsexperten haben vor einer Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze für Kinder gewarnt. Eine Anhebung der Regelsätze könnte einen geringeren Anreiz für Erwerbstätigkeit bewirken, so die Befürchtung.
Hartz-IV: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze - Weitere Meldungen - FOCUS Online

Die haben gestern wohl nichts mitbekommen
__

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Martin

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Alt 21.10.2009, 09:54   #2
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Die haben gestern wohl nichts mitbekommen
Haben sie schon. Nur, wenn die Regelsätze angehoben werden, fürchten sie, dass sie zukünftig bessere, vielleicht sogar existenzsichernde Löhne und Gehälter zahlen müssen. Denn der Abstand zwischen ALGII und einem Aufstocklohn könnte ja deutlich geringer werden.
 
Alt 21.10.2009, 10:02   #3
Martin Behrsing
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Der Mindestlohn wurde ja gestern vom Richter Prof. Mansing angesprochen
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Alt 21.10.2009, 10:37   #4
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Nicht nur gestern.
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Alt 21.10.2009, 12:13   #5
alvis123
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Naja,
wie nicht anders zu erwarten war, mobilisieren jetzt die Zahler von Hungerlöhnen mal wieder "Ihre" Truppen. Mich wundert nur, dass ich von einem Herrn Hundt noch nichts gelesen habe.
Auch von einem Proffessor Dummschnack, der meint man käme mit 132 € Regelsatz über die Runden habe ich bei B....de wieder gelesen. Von wem wird der eigentlich bezahlt, oder labert der nur für Zeilenhonorar?
MfG
alvis123 ist offline  
Alt 21.10.2009, 12:15   #6
Mario Nette
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Ihr versteht das völlig falsch. Den Kindern muss ein Anreiz gegeben werden, endlich arbeiten zu gehen. Es kann doch nicht sein, dass sich eine Zwölfjährige allen Ernstes jeden Morgen freiwillig und mit knurrendem Magen in die Schule begibt. Stattdessen sollte sie im Steinbruch arbeiten oder bei Lidl an der Kasse.

Mario Nette
für die Bundesweite Erwerbsloseninitiative "Pro Einsparung"
__

Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

Bescheiß das Elend!
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.
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Alt 21.10.2009, 12:58   #7
Kleeblatt
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Es geht denen um das Lohnabstandsgebot.

Würden nach einem entsprechenden Urteil des BVerfG die Regelsätze erhöht werden, so erhalten (völlig zurecht) natürlich die ALG II _ Empfänger mehr Geld.
DAS wiederum dürfte höher liegen als viele Hungerlöhne, die inzwischen in D gezahlt werden.
DAS wiederum würde entweder zur Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes führen (dem sich Politik und Wirtschaft verzweifelt, aber bisher erfolgreich) entgegenstellen ODER aber die Arbeitgeber indirekt zwingen vernünftige Löhne für gute Arbeit zu zahlen.
DAS allerdings würde dazu führen das eine Aufstockung auf Kosten der Steuerzahler = indirekte Subvention einiger Arbeitgeber nicht mehr möglich ist.
DAS würde den "Wettbewerbsvorteil" (aus Steuergeldern aller Bürger subventioniert und geschaffen) infolge niedriger Löhne abschaffen und anstatt sich weiterhin vor allem dem Export zu widmen und dort die Riesengewinne zu machen, müßten die Wirtschaft und Politiker mehr den Binnenmarkt pflegen = eben durch vernünftige Löhne, weil ja bekanntlich nun einmal Autos keine Autos kaufen.
DAS wiederum würde den Anhängern von Milton Friedmann die Luft abschneiden und zu einer Stärkung von Gewerkschaften und allen Arbeitnehmerrechten führen.

So, jetzt kann sich jeder selbst die darin steckende Dimension ausrechnen. Die Wirtschaft weiß das längst und es bleibt abzuwarten mit welchen Mitteln und Sprüchen man versuchen wird das BVerfG in nächster Zeit unter Druck zu setzen.
Die Demagogiemaschine wird wahrscheinlich demnächst auf Hochtouren zu laufen beginnen und man wird den Bürgern den Untergang des Abendlandes propagieren.

Leider haben die meisten Bürger noch immer nicht begriffen das die Einhaltung des Lohnabstandsgebots eben NICHT ausschließlich bedeutet weniger an alle Bürger zu zahlen , - weniger Regelsatz = weniger Lohn, sondern das dies schlußendlich eine Demokratie kaputt macht und eine Gesellschaft sowie den Binnenmarkt nachhaltig zerstört.

Erhöht man die Löhne = zahlt angemessene Stundenlöhne für jede Arbeit, dann kann man auch Regelsätze zahlen die höher liegen, ein vernünftiges Mitleben garantieren und TROTZDEM natürlich niedriger liegen als jeder Lohn.
Es gewinnen dabei alle, abgesehen natürlich von den üblichen Verdächtigen.

Wie ich bereits vor Monaten sagte, - abwarten als es um die Erhöhung der Erwachsenen-Regelsätze ging.

Klagt man gegen die Höhe der Kinderregelsätze dann muß man sich zuerst einmal die Basis der Berechnung, - die Regelsätze der Erwachsenen ansehen.
Dazu muß man sich genau anschauen wie diese entstanden sind und inwieweit sie angemessen zustande kamen und so schlägt man automatisch die üblichen 2 Fliegen mit einer Klappe, - denn wenn die Regelsätze für Erwachsenen falsch berechnet wurden und nicht stimmen, dann können die der Kinder logischerweise auch nicht stimmen.

Damals habt ihr mich hier verbal niedergemacht und heute hoffe ich ihr habt verstanden das es im Ganzen um völlig andere Dimensionen geht, nicht nur und ausschließlich um ALG II oder die Kinderregelsätze. Aber man muß eben an einer scheinbar kleinen Ecke beginnen um das Ganze überhaupt mal aufrollen zu lassen. Manches Mal muß man auch Vertrauen in Aussagen haben, auch wenn man sie zuerst nicht nachvollziehen kann.

Die Wirtschaft hat es längst begriffen und jault entsprechend los.
Kleeblatt ist offline  
Alt 21.10.2009, 13:08   #8
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dr.byrd dr.byrd
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Zitat von Kleeblatt Beitrag anzeigen
Es geht denen um das Lohnabstandsgebot.

Würden nach einem entsprechenden Urteil des BVerfG die Regelsätze erhöht werden, so erhalten (völlig zurecht) natürlich die ALG II _ Empfänger mehr Geld.
DAS wiederum dürfte höher liegen als viele Hungerlöhne, die inzwischen in D gezahlt werden.
DAS wiederum würde entweder zur Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes führen (dem sich Politik und Wirtschaft verzweifelt, aber bisher erfolgreich) entgegenstellen ODER aber die Arbeitgeber indirekt zwingen vernünftige Löhne für gute Arbeit zu zahlen.
DAS allerdings würde dazu führen das eine Aufstockung auf Kosten der Steuerzahler = indirekte Subvention einiger Arbeitgeber nicht mehr möglich ist.
DAS würde den "Wettbewerbsvorteil" (aus Steuergeldern aller Bürger subventioniert und geschaffen) infolge niedriger Löhne abschaffen und anstatt sich weiterhin vor allem dem Export zu widmen und dort die Riesengewinne zu machen, müßten die Wirtschaft und Politiker mehr den Binnenmarkt pflegen = eben durch vernünftige Löhne, weil ja bekanntlich nun einmal Autos keine Autos kaufen.
DAS wiederum würde den Anhängern von Milton Friedmann die Luft abschneiden und zu einer Stärkung von Gewerkschaften und allen Arbeitnehmerrechten führen.

So, jetzt kann sich jeder selbst die darin steckende Dimension ausrechnen. Die Wirtschaft weiß das längst und es bleibt abzuwarten mit welchen Mitteln und Sprüchen man versuchen wird das BVerfG in nächster Zeit unter Druck zu setzen.
Die Demagogiemaschine wird wahrscheinlich demnächst auf Hochtouren zu laufen beginnen und man wird den Bürgern den Untergang des Abendlandes propagieren.

Leider haben die meisten Bürger noch immer nicht begriffen das die Einhaltung des Lohnabstandsgebots eben NICHT ausschließlich bedeutet weniger an alle Bürger zu zahlen , - weniger Regelsatz = weniger Lohn, sondern das dies schlußendlich eine Demokratie kaputt macht und eine Gesellschaft sowie den Binnenmarkt nachhaltig zerstört.

Erhöht man die Löhne = zahlt angemessene Stundenlöhne für jede Arbeit, dann kann man auch Regelsätze zahlen die höher liegen, ein vernünftiges Mitleben garantieren und TROTZDEM natürlich niedriger liegen als jeder Lohn.
Es gewinnen dabei alle, abgesehen natürlich von den üblichen Verdächtigen.

Wie ich bereits vor Monaten sagte, - abwarten als es um die Erhöhung der Erwachsenen-Regelsätze ging.

Klagt man gegen die Höhe der Kinderregelsätze dann muß man sich zuerst einmal die Basis der Berechnung, - die Regelsätze der Erwachsenen ansehen.
Dazu muß man sich genau anschauen wie diese entstanden sind und inwieweit sie angemessen zustande kamen und so schlägt man automatisch die üblichen 2 Fliegen mit einer Klappe, - denn wenn die Regelsätze für Erwachsenen falsch berechnet wurden und nicht stimmen, dann können die der Kinder logischerweise auch nicht stimmen.

Damals habt ihr mich hier verbal niedergemacht und heute hoffe ich ihr habt verstanden das es im Ganzen um völlig andere Dimensionen geht, nicht nur und ausschließlich um ALG II oder die Kinderregelsätze. Aber man muß eben an einer scheinbar kleinen Ecke beginnen um das Ganze überhaupt mal aufrollen zu lassen. Manches Mal muß man auch Vertrauen in Aussagen haben, auch wenn man sie zuerst nicht nachvollziehen kann.

Die Wirtschaft hat es längst begriffen und jault entsprechend los.
Genau
Denn ein menschenwürdiges Existenzminimum, wie vom Gericht gefordert, gilt für alle Bürger dieses Landes und nicht nur für Hartz IV-Bezieher. Alles hat mit allem zu tun. Es geht dann auch um steuerliche Freibeträge, um Kindergeld usw., usw. Den Mindestlohn hatte ja gestern bereits das Gericht angesprochen.

Und auch wichtig: Ein menschenwürdiges Existenzminimum ist nicht mehr sanktionierbar! - Das wäre das Ende des Hartz IV-Regimes.
Das Kapital wird alle Hebel in Bewegung setzen, um das zu verhindern. Das wird jetzt sehr interessant werden in den nächsten Monaten. Wahrscheinlich müssen wir von unserem Widerstandsrecht Gebrauch machen, um das GG zu schützen.
__


Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung.



dr.byrd ist offline  
Alt 21.10.2009, 15:31   #9
Sancho
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Würden nach einem entsprechenden Urteil des BVerfG die Regelsätze erhöht werden, so erhalten (völlig zurecht) natürlich die ALG II _ Empfänger mehr Geld.
DAS wiederum dürfte höher liegen als viele Hungerlöhne, die inzwischen in D gezahlt werden.
DAS wiederum würde entweder zur Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes führen (dem sich Politik und Wirtschaft verzweifelt, aber bisher erfolgreich) entgegenstellen ODER aber die Arbeitgeber indirekt zwingen vernünftige Löhne für gute Arbeit zu zahlen.
DAS allerdings würde dazu führen das eine Aufstockung auf Kosten der Steuerzahler = indirekte Subvention einiger Arbeitgeber nicht mehr möglich ist.
DAS würde den "Wettbewerbsvorteil" (aus Steuergeldern aller Bürger subventioniert und geschaffen) infolge niedriger Löhne abschaffen und anstatt sich weiterhin vor allem dem Export zu widmen und dort die Riesengewinne zu machen, müßten die Wirtschaft und Politiker mehr den Binnenmarkt pflegen = eben durch vernünftige Löhne, weil ja bekanntlich nun einmal Autos keine Autos kaufen.
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Die Wirtschaft hat es längst begriffen und jault entsprechend los.

Schreibe ich schon seit langem und langsam merken es auch einige, das Hartz IV und die untersten Löhne zusammenhängen. Das die anderen Löhne dann auch steigen würden und somit dieser dämliche Niedriglohnsektor durch eine deutliche Erhöhung der Sozialleistungen überflüssig gemacht wird, wäre endlich mal ein erster, guter Schritt.

Da viele Politiker öfters sagen, das "Hartz IV schon der unterste Mindestlohn ist", müssen es jetzt nur noch die Arbeitnehmer verstehen.

Geht es den "Hartzis" finanziell besser, wird es den "einfachen Arbeitnehmern" in den untersten Lohnsektoren zwangsläufig auch besser gehen, eben auch wegen dem Lohnabstandsgebot. Diese Verbesserung wird sich dann nach und nach auch auf die anderen Löhne auswirken.

Auch der Binnenmarkt profitiert von jedem Euro mehr.

 
Alt 21.10.2009, 15:44   #10
Merkur
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Man kann das auch nur in D. machen denn wären damals Arbeiter zusammen mit den Arbeitslosen auf die Barrikaden gegangen gegen H4 damit die Löhne stabil bleiben so gibt es für die einen H4 und für die Arbeiter niedrige Löhne oder H4 dazu ,was macht den Unterschied, am Ende stehen sich fast alle gleich.
Man fragt sich aber wie ein Staat damit wirtschaften kann die Steuern sind von geringen Löhnen doch auch viel weniger als wenn der Lohn besser ausfällt. Oder treiben sie alles bewusst in den Ruin ???
Merkur ist offline  
Alt 21.10.2009, 15:44   #11
Martin Behrsing
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor menschenwürdigem Existenzminimum


Bonn (ots) - Nur einen Tag nach der mündlichen Verhandlung in Sachen Hartz IV vor dem Bundesverfassungsgericht warnt das Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vor höheren Hartz IV-Regelsätzen, insbesondere bei Kindern.


http://www.finanznachrichten.de/nach...inimum-007.htm
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Martin

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Alt 21.10.2009, 15:57   #12
Sancho
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Zitat von Merkur Beitrag anzeigen
Man kann das auch nur in D. machen denn wären damals Arbeiter zusammen mit den Arbeitslosen auf die Barrikaden gegangen gegen H4 damit die Löhne stabil bleiben so gibt es für die einen H4 und für die Arbeiter niedrige Löhne oder H4 dazu ,was macht den Unterschied, am Ende stehen sich fast alle gleich.
Man fragt sich aber wie ein Staat damit wirtschaften kann die Steuern sind von geringen Löhnen doch auch viel weniger als wenn der Lohn besser ausfällt. Oder treiben sie alles bewusst in den Ruin ???
Wie Du bei den Berichten über die RS-Verhandlungen gelesen hast, hat die Politik nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Sozialrichter vorsätzlich belogen.

Zitat:
Nach der Mittagspause korrigierte Paulat ihre Meinung: nachdem sie nun aus den Aussagen der Regierungsvertreter erfahren habe, wie dieser Eckregelsatz zustande kam, bezweifelt sie ihre eigene Stellungnahme. Offenbar gäbe es kaum Grundlagen für die Festlegung.

Das war wohl die größte Niederlage für die Bundesregierung an diesem Tag: Paulat ist nicht irgendwer, sie steht als gewählte Vorsitzende für die Sozialgerichtsbarkeit in ganz Deutschland. Ausgerechnet die Regierungsvertreter selbst hatten sie dazu gebracht, ihren Glauben an die korrekte Gesetzgebung aufzugeben. Zunächst nur für sich persönlich, aber sie kündigte schon an dass auch ihr Verband seine Meinung nun wohl ändern werde.
Bundesverfassungsgericht zur Hartz IV

Ob das BSG seine Entscheidung jetzt nochmal überprüfen wird, weil es ja "festgestellt" hat, das die Regelsätze "regelkonform" sind, bleibt abzuwarten.

Zumindest können sich die ARGEn wahrscheinlich in Zukunft warm anziehen, sofern die wiedermal vor Gericht wollen.

Auszug aus diesem Interview, das Paulat jetzt bezweifelt.
Zitat:
SPIEGEL ONLINE: Das hessische Landessozialgericht hat darüber hinaus auch das Zustandekommen der Regelsätze für Erwachsene bemängelt. Da die Sätze jetzt weitgehend pauschal gelten, müsse man an deren Ermittlung höhere Anforderungen stellen als früher, wo der Bedarf individuell bestimmt wurde.
Paulat: Bei aller Kritik, die man auch daran vielleicht üben kann: So schnell werden die Verfassungsrichter das nicht kippen, auch ich selbst sehe da weniger ein Problem. Die Regelsätze für Kinder, das ist das, was wirklich brennt.
SPIEGEL ONLINE: Können Sie das näher erklären?
Paulat: Während sich der Gesetzgeber bei den Erwachsenen immerhin bemüht hat, deren Bedarf realitätsbezogen zu ermitteln, hat er darauf bei den Kindern gänzlich verzichtet. Stattdessen hat er pauschale Abschläge vorgenommen, bei Kindern von 14 bis 17 Jahren 20 Prozent vom Regelsatz für Erwachsene, bei Kindern unter 14 sogar 40 Prozent. Dass diese Sätze schlicht gegriffen sind, muss der Gesetzgeber sich vorhalten lassen. Das muss nachvollziehbar und plausibel sein, dazu braucht es vor allem auch praktische Erhebungen, und die fehlen hier völlig.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...655960,00.html
 
Alt 21.10.2009, 15:57   #13
Stinkstiefel
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Registriert seit: 01.09.2009
Ort: Michelshausen
Beiträge: 238
Stinkstiefel
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Standard AW: Wirtschaftsexperten warnen vor negativen Folgen von Anhebung der Regelsätze

Zitat:
Das Bedrohungsszenario für die Gesellschaft ist die Wirtschaft selbst, die die Menschen unterbezahlt und indirekt durch Hartz IV abkassiert.
Das sind die wirklichen Sozialschmarotzer (in Nadelstreifen).
Stinkstiefel ist offline  
 

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