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Alt 09.10.2009, 12:14   #1
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Standard SPD: Der allerletzte Warnschuss der Wähler

Zitat:
Der hessische SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat die Entscheidung für Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel als künftige Doppelspitze seiner Partei verteidigt. Es sei richtig, die Breite der Partei abzubilden. Die Partei habe verstanden, dass die Wähler der SPD den "allerallerletzten Warnschuss" gegeben hätten.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/1044793/
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Alt 09.10.2009, 13:32   #2
Kleeblatt
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Standard AW: SPD: Der allerletzte Warnschuss der Wähler

Das scheint mir aber ganz gegenteilig nicht so zu sein.
Wer diese "Doppelspitze" als die Krönung des Nachdenkens herausstellt und zudem Nahles und Co. dort weiterwurschteln läßt, der hat m.E.n. eben absolut GAR NICHTS begriffen.

Gestern habe ich in diversen Interviews einigen alten und jüngeren SPDler von der Basis eines Kleckerkreises der SPD aufmerksam zugehört.

KEINERLEI objektivem Erkenntnisgewinn, alle auf der Position der Unverständnisses ob der Wählerentscheidung (ja, wir haben da was falsch gemacht = aber WAS genau die SPD falsch gemacht hat und wie es zu ÄNDERN ist = achselzucken, verständnisloses dreinblicken ...) und unterm Strich kommt nur heraus, - sie wollen das (O-Ton) jemand an die Spitze kommt der ihnen sagt was sie nun machen sollen und der die Marschrichtung vorgibt.

Also es wird ein "neuer" alter "Herdenführer" gesucht der sagt was die Herde nun machen soll.
Eigener Erkenntnisgewinn an der Basis, - NULL !

Sorry, aber ganz überspitzt gesagt kam mir das nur vor wie der Ruf nach einem ideenreichen und taffen neuen "Führer", dann würde schon wieder alles "gut" werden für die SPD.

Der geistige Horizont dieser dort befragten Parteimitglieder, überwiegend oberhalb der 50, war allerdings auch nicht gerade geeignet von selbst mal eine selbstkritische Rückschau zu halten.

Abgestraft vom Wähler, - ja.
Nur weshalb und wofür, - achselzuck, Schweigen ...

Mit DIESER SPD wird das auf lange Sicht nichts mehr werden.
Die Partei braucht eine geistige und demokratische "Grundreinigung", angefangen bei den untersten Parteisoldaten bis hoch in die Spitze.

Ich gehe davon aus das die SPD in den kommenden Wahlen sehr hart an die 10 %-Hürde schrammen wird.

Im Übrigen sehen gerade die CDU und die CSU wie es einer Volkspartei ergehen kann wenn die Wähler es satt haben.
DAS hat Madame Merkel einen sichtlichen Schock verpaßt, auch und eben weil ihre Partei ebenfalls saftig Federn lassen mußte.
Merkel weiß spätestens jetzt sehr genau was mit ihrer Partei passieren wird wenn sie die nächsten 4 Jahre weiterhin gegen den Willen der Bürger Beschlüsse faßt, - den Forderungen FDP nachgibt.

Von daher wird sie sich hüten allzu große negative Veränderungen durchzuführen, sonst ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ihre CDU die nächste am Katzentisch neben der SPD.
Außerdem stehen in einigen Bundesländern noch Wahlen an und die CDU könnte da sehr schnell die "Flughoheit" verlieren und im Bundesrat damit die Mehrheit. Dann ist Ende Gelände für die beiden ehemaligen "Volksparteien".

Daher ist die Situation von Merkel im Moment wenig erheiternd für sie, denn eigentliche Entscheidungsfreiheit hat sie gar nicht mehr, eingekeilt zwischen Forderungen der FDP, der Angst vor dem Wählerstimmenverlust, vor sich eine starke Opposition aus Grünen, Linken und SPD.

Würde die CDU jetzt noch bei den Landtagswahlen einen Teil der Länder an andere Parteien abgeben müssen und damit die Mehrheit im Bundesrat verlieren, so hätten wir eine politische Mischung in D die Vieles WIEDER möglich machen würde für die AN und alle Bürger.
Kleeblatt ist offline  
Alt 09.10.2009, 13:42   #3
Sancho
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Standard AW: SPD: Der allerletzte Warnschuss der Wähler

Zitat von Kleeblatt Beitrag anzeigen
Das scheint mir aber ganz gegenteilig nicht so zu sein.
Wer diese "Doppelspitze" als die Krönung des Nachdenkens herausstellt und zudem Nahles und Co. dort weiterwurschteln läßt, der hat m.E.n. eben absolut GAR NICHTS begriffen.

Gestern habe ich in diversen Interviews einigen alten und jüngeren SPDler von der Basis eines Kleckerkreises der SPD aufmerksam zugehört.

KEINERLEI objektivem Erkenntnisgewinn, alle auf der Position der Unverständnisses ob der Wählerentscheidung (ja, wir haben da was falsch gemacht = aber WAS genau die SPD falsch gemacht hat und wie es zu ÄNDERN ist = achselzucken, verständnisloses dreinblicken ...) und unterm Strich kommt nur heraus, - sie wollen das (O-Ton) jemand an die Spitze kommt der ihnen sagt was sie nun machen sollen und der die Marschrichtung vorgibt.

Also es wird ein "neuer" alter "Herdenführer" gesucht der sagt was die Herde nun machen soll.
Eigener Erkenntnisgewinn an der Basis, - NULL !

Sorry, aber ganz überspitzt gesagt kam mir das nur vor wie der Ruf nach einem ideenreichen und taffen neuen "Führer", dann würde schon wieder alles "gut" werden für die SPD.

Der geistige Horizont dieser dort befragten Parteimitglieder, überwiegend oberhalb der 50, war allerdings auch nicht gerade geeignet von selbst mal eine selbstkritische Rückschau zu halten.

Abgestraft vom Wähler, - ja.
Nur weshalb und wofür, - achselzuck, Schweigen ...

Mit DIESER SPD wird das auf lange Sicht nichts mehr werden.
Die Partei braucht eine geistige und demokratische "Grundreinigung", angefangen bei den untersten Parteisoldaten bis hoch in die Spitze.

Ich gehe davon aus das die SPD in den kommenden Wahlen sehr hart an die 10 %-Hürde schrammen wird.

Im Übrigen sehen gerade die CDU und die CSU wie es einer Volkspartei ergehen kann wenn die Wähler es satt haben.
DAS hat Madame Merkel einen sichtlichen Schock verpaßt, auch und eben weil ihre Partei ebenfalls saftig Federn lassen mußte.
Merkel weiß spätestens jetzt sehr genau was mit ihrer Partei passieren wird wenn sie die nächsten 4 Jahre weiterhin gegen den Willen der Bürger Beschlüsse faßt, - den Forderungen FDP nachgibt.

Von daher wird sie sich hüten allzu große negative Veränderungen durchzuführen, sonst ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ihre CDU die nächste am Katzentisch neben der SPD.
Außerdem stehen in einigen Bundesländern noch Wahlen an und die CDU könnte da sehr schnell die "Flughoheit" verlieren und im Bundesrat damit die Mehrheit. Dann ist Ende Gelände für die beiden ehemaligen "Volksparteien".

Daher ist die Situation von Merkel im Moment wenig erheiternd für sie, denn eigentliche Entscheidungsfreiheit hat sie gar nicht mehr, eingekeilt zwischen Forderungen der FDP, der Angst vor dem Wählerstimmenverlust, vor sich eine starke Opposition aus Grünen, Linken und SPD.

Würde die CDU jetzt noch bei den Landtagswahlen einen Teil der Länder an andere Parteien abgeben müssen und damit die Mehrheit im Bundesrat verlieren, so hätten wir eine politische Mischung in D die Vieles WIEDER möglich machen würde für die AN und alle Bürger.

Vielleicht auch ein Grund, warum sie abgestraft wurden, sie denken nicht selbst und machen alles, was die Spitze sagt, wie bei Schröder.
 
Alt 09.10.2009, 14:27   #4
Woodruff
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Standard AW: SPD: Der allerletzte Warnschuss der Wähler

Zitat:
Steinmeier will Linksruck in der SPD verhindern

Steinmeier: Die SPD steht immer da, wo es um Solidarität und soziale Gerechtigkeit geht. Und um die Interessen der Arbeitnehmer. Wir wollen, dass die Starken den Schwachen helfen und wir wollen den Schwachen helfen, stark zu werden. Insofern sind und bleiben wir DIE linke Volkspartei.

[...]

BILD: Trotzdem: Sie sind im Führungs-Trio der einzige, der nach wie vor zu Entscheidungen wie Rente mit 67, Hartz IV und die Abgrenzung zur Linkspartei steht. Stehen Sie auf verlorenem Posten?

Steinmeier: Keineswegs! Und ich rate allen, jetzt nicht die Schlachten des Jahres 2003 noch einmal zu schlagen.

Übersetzt heißt das Klappe halten, Genossen!

Und weiter geht es so:

Zitat:
Die Bilanz unserer elf Jahre in der Regierung ist gut. Es gibt keinen Grund, sich dafür zu verstecken
Ach ja, die Quelle: Frank-Walter Steinmeier spricht im Interview über die Zeit nach der Bundestagswahl - Politik - Bild.de


So wird das aber nichts
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"Klar, wenn du schon auf der Titanic fährst, dann stellst du am besten Hein Blöd ans Steuer!" (Bernd Stromberg)
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Alt 09.10.2009, 14:37   #5
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Standard AW: SPD: Der allerletzte Warnschuss der Wähler

Ja klar, die Bilanz der letzten 11 Jahre ist so super das die SPD inzwischen zur Lächerlichkeit degradiert worden ist. Deshalb fand der Bürger das ebenfalls so super, daß die SPD langsam in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

Erkenntnis- und Bildungsresitenz in 10. Potenz, sage ich da mal locker.

Ist wie ein erblindeter Chirurg der sagt, - kann zwar nix mehr sehen, aber meine Hände sind noch ruhig und in Ordnung.

Dann mal weiter so auf den ausgetretenen Pfaden, die bereits in die Bedeutungslosigkeit führten.
Wie war das doch gleich im Osten ? "Die Partei, die Partei, die hat immer recht ..."
Klasse !
(vielleicht merken die das erst wenn sie nicht einmal mehr auf einem Wahlzettel auftauchen )
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Alt 09.10.2009, 14:42   #6
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Standard AW: SPD: Der allerletzte Warnschuss der Wähler

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