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Alt 25.06.2009, 08:38   #1
Michelle H
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Michelle H
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Standard CDU plant Einschränkungen bei Hartz-IV

Zitat:
Auch bei den Sozialleistungen könnte es nach der Bundestagswahl Einschnitte geben, heißt es in dem Bericht weiter. Die Union erwäge unter anderem die Einführung einer Mietkostenpauschale für "Hartz IV"-Empfänger. Insgesamt könnten dadurch zusätzlich "mehrere Milliarden Euro" jährlich im Bundeshaushalt eingespart werden.


Bericht über Unionspläne: Deutschen droht höhere Mehrwertsteuer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
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Alt 25.06.2009, 08:38   #2
Muci
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Standard Ermäßigter Steuersatzes von 7% auf 19%? (Dieser gilt auch für Lebensmittel)

Union prüft Anhebung der Niedrig-Mehrwertsteuer

Nach dem Vorschlag von DIW-Präsident Klaus Zimmermann, die Mehrwertsteuer von 19 auf bis zu 25 Prozent anzuheben, um der Staatsverschuldung beizukommen, denkt die Unionsfraktion jetzt angeblich über eine Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes von 7 auf 19 Prozent nach. Dieser gilt auch für Lebensmittel.

http://www.welt.de/politik/article3993846/Union-prueft-Anhebung-der-Niedrig-Mehrwertsteuer


Wenn das kommt ....





 
Alt 25.06.2009, 09:15   #3
DomiOh
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Standard AW: Ermäßigter Steuersatzes von 7% auf 19%? (Dieser gilt auch für Lebensmittel)

Nicht nur das... Die CDU plant ja bei H4 auch Mietkostenpauschalen.

Und das alles nur, damit die Banken gerettet werden können.
Ich kriege das k...

Es wird langsam Zeit, dass "schluss" ist in unserem Land.
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Alt 25.06.2009, 09:18   #4
zebulon
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Standard AW: Ermäßigter Steuersatzes von 7% auf 19%? (Dieser gilt auch für Lebensmittel)

Ohh...welch massive Steuererhöhungen. DAS frisst alle Anhebungen von Regelsätzen und Renten gleich wieder auf. Das nächste Jahr wird bitter.
__

"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 25.06.2009, 09:20   #5
destina
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destina
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Standard AW: Ermäßigter Steuersatzes von 7% auf 19%? (Dieser gilt auch für Lebensmittel)

Gestern in der FTD:

Zitat:
Haushaltsdefizit
Wie Berlin die Löcher stopfen will
von Timo Pache, Jens Tartler und Monika Dunkel

Vor der Bundestagswahl wird natürlich alles abgestritten - doch die Pläne für Steuererhöhungen liegen schon in den Schubladen. FTD.de zeigt, wo der Staat zulangen könnte.


Im Umgang mit Steuern gibt es für Politiker eine goldene Regel: Man redet nicht darüber, man erhöht sie einfach. Vorher aber streitet man lieber alles ab, zumal vor wichtigen Wahlen.

So dürften sich die zahlreichen Dementis in diesen Tagen erklären, mit denen Politiker auf die Spekulationen über Steuererhöhungen in der nächsten Legislaturperiode reagieren. Zu Wochenbeginn erklärte erst die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel, später auch SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, eine höhere Mehrwertsteuer komme für ihre Parteien nach der Bundestagswahl im September nicht infrage.

Wenn man sich aber in den zuständigen Ministerien und bei den Fachpolitikern von CDU, CSU und SPD umhört, klingen die Dementis auf einmal ganz anders: nämlich gar nicht mehr so strikt. Die Haushaltslage "ist eben, wie sie ist", heißt es dann. Einer fragt achselzuckend: "Was kann man denn jetzt schon ausschließen?"

Tatsächlich ist die Finanzlage des Bundes noch nie in der Geschichte des Landes so schwierig gewesen wie derzeit. Auf über 47 Mrd. Euro summieren sich die neuen Schulden allein in diesem Jahr - offiziell. Inoffiziell könnten es bis zu 90 Mrd. Euro werden, da die offiziellen Zahlen einen Großteil der milliardenschweren Hilfen für die Konjunktur und für marode Banken nicht berücksichtigen. 2010 rechnet der Bund sogar ganz offiziell mit 86,1 Mrd. Euro - zuzüglich der Sonderfonds für den Finanzmarkt und die Wirtschaft. Auf über 300 Mrd. Euro türmen sich allein die neuen Schulden bis zum Jahr 2013. Das entspricht etwa einem Fünftel der Schulden, die Bund, Länder und Gemeinden in den vergangenen 60 Jahren angehäuft haben. Ende der nächsten Legislaturperiode dürfte Deutschland nach den jetzigen Planungen beinahe 2000 Mrd. Euro an Schulden vor sich herschieben.

Fragt man nach, wie der Bund wenigstens von jenen Schulden herunterkommen könnte, die er in diesem und in den nächsten Jahren aufnimmt, trifft man meist auf Schweigen. Mehr noch, praktisch alle Parteien wollen mit dem Versprechen in den Bundestagswahlkampf ziehen, nach der Wahl die Steuern zu senken: die SPD vor allem für Geringverdiener, CDU und CSU denken an die Mittelschicht, und die FDP denkt an alle und verspricht Entlastungen von mehr als 30 Mrd. Euro. Dafür würde die FDP sogar noch mehr Schulden in Kauf nehmen - in der Hoffnung, dass es die Konjunktur beflügelt und damit auch mehr Geld in die Kassen des Staates spült.

Tatsächlich ist die Hoffnung auf ein Anziehen der Konjunktur auch die wichtigste Stütze der Haushälter. "Wenn die Wirtschaft anzieht, kann sich die Lage auch wieder drehen", hofft ein Haushälter. Dennoch dürfte, egal wer nach dem 27. September regiert, niemand am gigantischen Schuldenberg des Bundes vorbeikommen. Der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard sagt bereits voraus, er halte eine Steuererhöhung für wahrscheinlicher als eine Steuersenkung.

Mehrwertsteuer

Diese Steuer ist sehr ergiebig. Nach einer Erfahrungsregel bringt eine Anhebung um einen Prozentpunkt 8 Mrd. Euro. Der heutige Normalsatz von 19 Prozent liegt zwar nur im EU-Mittelfeld, doch gibt es weniger Produkte mit einem ermäßigten Steuersatz als zum Beispiel in Großbritannien. So liegen die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer in Deutschland im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung schon recht hoch. Eine Anhebung würde den Konsum schwächen und die Schwarzarbeit fördern.

Einkommensteuer


Schon heute tragen nur die oberen 50 Prozent der Steuerzahler nennenswert zum Aufkommen der Lohn- und Einkommensteuer bei. Die obersten zehn Prozent bringen gar 50 Prozent der Einnahmen. Die heutige Reichensteuer ist nicht so ergiebig. Eine Erhöhung der Einkommensteuer müsste also größere Teile der Bevölkerung treffen. Das würde Leistungsanreize schwächen und im Extremfall qualifizierte Menschen ins Ausland vertreiben. Allerdings dürften die Steuern in der EU in Zukunft eher steigen: Bisherige Niedrigsteuerländer wie Irland und die osteuropäischen Staaten haben enorme Haushaltsprobleme und brauchen Geld.

Vermögen

Die Vermögensteuer in der damaligen Form wurde von Karlsruhe 1995 für verfassungswidrig erklärt. Deshalb wird sie seit 1997 nicht mehr erhoben, auch wenn sie formal nicht abgeschafft wurde. Statt dieser Steuer könnte der Staat eine Vermögensabgabe erheben - nach dem Vorbild des Lastenausgleichs nach dem Zweiten Weltkrieg. Bürger, denen erhebliches Vermögen geblieben war (insbesondere betraf das Immobilien), mussten die Hälfte dieses Vermögens nach dem Stand vom 21. Juni 1948 verteilt auf 30 Jahre in einen Ausgleichsfonds einzahlen.

Mineralölsteuer


Zurzeit versuchen alle Parteien, sich einen grünen Anstrich zu geben. Insofern ließe sich eine Erhöhung der Mineralölsteuer und der Ökosteuer gut rechtfertigen. Allerdings werden die Ölpreise wohl nie mehr so niedrig werden wie 1999, als die rot-grüne Bundesregierung die Ökosteuer einführte - was dennoch heftige Proteste auslöste. Erhöhungspotenzial gibt es noch bei Brennstoffen für die Heizung von Wohnungen, meint Stefan Bach, Steuerexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. Hier könnte man Anreize für sparsameres Verhalten geben. Allerdings würden dann Politiker davor warnen, dass "kleine Leute" von der Erhöhung hart getroffen würden.

Gesundheit

Wegen steigender Ausgaben und sinkender Einnahmen sind auch die gesetzlichen Krankenkassen ein Risiko für den Haushalt. Dieses Jahr gewährt der Bund den Kassen eine Kreditlinie von 4 Mrd. Euro, die sie bis 2011 zurückzahlen sollen. Nächstes Jahr soll es noch einmal ein Darlehen über 1 Mrd. Euro geben. Eigentlich müsste der Kassenbeitrag steigen. Den hat die Regierung aber gerade erst auf 14,9 Prozent gesenkt - sie dürfte diesen Schritt nicht gleich wieder zurücknehmen.

Arbeitsmarkt


Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll bis Ende 2010 stabil bei 2,8 Prozent liegen, verspricht die Bundesregierung. Das hat sie eigens per Sonderverfügung im Rahmen eines Konjunkturpakets verabschiedet. Das heißt aber auch, dass der Bundesagentur für Arbeit (BA) nächstes Jahr bis zu 20 Mrd. Euro in der Kasse fehlen. Dieses Loch soll nach Ansicht des SPD-Arbeitsministers Olaf Scholz ein Darlehen aus der Bundeskasse stopfen. Fraglich ist nur, ob, wie und wann die BA diesen Kredit zurückzahlen kann. In der Diskussion ist deshalb auch ein einmaliger Zuschuss oder gar die Wiedereinführung des Bundeszuschusses. Also wieder Geld aus dem Bundeshaushalt, wieder höhere Schulden und höhere Lasten für künftige Steuerzahler.

Rente

Der Bundestag hat soeben Rentenkürzungen per Gesetz verboten. Die Regierung stellt für 2010 stabile Beiträge von 19,9 Prozent in Aussicht. Sie sieht zunächst keine Kosten, da ihrer Prognose nach die Löhne in diesem und damit die Renten im nächsten Jahr steigen. Sinken die Löhne, wie von den Wirtschaftsinstituten erwartet, um 2,3 Prozent, greift die Garantie, und der Beitragssatz müsste rechnerisch auf 20,2 Prozent steigen - trotz gut gefüllter Rentenkasse. Der Gesetzgeber garantiert aber, dass der Beitrag die Marke von 20 Prozent nicht überschreitet.

Sparpotenzial

Für die kommenden Jahre plant der Bund Ausgaben von jeweils über 300 Mrd. Euro. Ein Großteil der Ausgaben ist aber gesetzt, zum Beispiel als Zuschuss für die Rente oder für Zinszahlungen. Daher sind nur einige wenige Prozent des Haushalts disponibel. Wie zäh der Kampf um Einsparungen ist, zeigt jedes Jahr das "liberale Sparbuch" der FDP: Mit 400 Kürzungsvorschlägen kratzen die Liberalen gerade mal gut 11 Mrd. Euro an Einsparmöglichkeiten zusammen - was angesichts der um ein Vielfaches höheren Neuverschuldung jedes Jahr nicht gerade viel ist.
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Alt 25.06.2009, 09:23   #6
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Standard AW: Ermäßigter Steuersatzes von 7% auf 19%? (Dieser gilt auch für Lebensmittel)

Zitat:
Kassen fehlen Milliarden
Höhere Beiträge drohen

Die Wirtschaftskrise schlägt sich erst langsam auf dem Arbeitsmarkt nieder und für 2010 sind die Prognosen noch düsterer als für 2009. Vielen Kassen wird Geld fehlen - ihr Spitzenverband geht davon aus, das dies nur über Extra-Beiträge wieder ausgeglichen werden kann
n-tv
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Alt 25.06.2009, 10:13   #7
DomiOh
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Standard AW: CDU plant Einschränkungen bei Hartz-IV

Wann werden die Menschen nun endlich wach und wählen nicht mehr die "Bürgerlichen"?

Naja Hoffnung besteht, denn wenn es an die Niedrig-MwSt geht, dann geht es auch an das Geld der Besserverdienenden...
Und bekanntlich möchten die ja auch sparen... und viele sind auch ziemlich geizig.
DomiOh ist offline  
Alt 25.06.2009, 10:39   #8
dr.byrd
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Standard AW: CDU plant Einschränkungen bei Hartz-IV

CDU fordert Arbeitsdienst für Hartz IV Empfänger.


Zitat:
Zahlreiche CDU Politiker forderten schon in der Vergangenheit einen sogenannten Arbeitsdienst für Arbeitslosengeld II (ALG II) Bezieher einzuführen. Etwas "blumig" heißt es in dem der Redaktion vorliegendem "Regierungsprogramm 2009 – 2013 der CDU und CSU":

"In dem neuen Schwerpunkt der Grundsicherung für Arbeitsuchende muss das Bemühen um Qualifizierung und Vermittlung sein. Wir wollen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende die Anreize zur Arbeit durch die Neuordnung der Hinzuverdienstregelungen sowie eine konsequente Missbrauchsbekämpfung verstärken. Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll grundsätzlich mit einer Gegenleistung verbunden sein."
Weiterlesen auf: gegen hartz
dr.byrd ist offline  
Alt 25.06.2009, 10:47   #9
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Standard AW: CDU plant Einschränkungen bei Hartz-IV

Arbeitsdienst?
Den hatten wir doch schon mal unter Adolf....
Will die CDU jetzt der NSDAP Konkurenz machen, oder sie wieder auferstehen lassen?
Lieber Gott oder wer auch immer, steh uns bei!!!
Linchen0307 ist offline  
Alt 25.06.2009, 10:54   #10
Sancho
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Standard AW: CDU plant Einschränkungen bei Hartz-IV

Es wird die (noch) Erwerbstätigen nicht interessieren, weil (komischerweise) jeder irgendeinen kennt, der "absolut stinkfaul" ist bzw. jemanden kennt, der jemanden kennt, der so einen in der Nachbarschaft hat.
 
Alt 25.06.2009, 10:55   #11
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Standard AW: CDU plant Einschränkungen bei Hartz-IV

Immerhin kam auch prompt eine Stellungnahme der Linken:

Zitat:
Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

25.06.2009, Oskar Lafontaine

CDU/CSU wollen die Ärmsten die Zeche zahlen lassen

Zu den von der CDU/CSU geplanten Mehrwertsteuererhöhungen und Hartz IV-Kürzungen erklärt der Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine:

"CDU/CSU lassen die Katze aus dem Sack: Die Ärmsten sollen die Zeche der Krise zahlen. Für den hunderte Milliarden schweren Bankenrettungsschirm sollen jetzt die Bürgerinnen und Bürger aufkommen, die am wenigsten in der Tasche haben. Hartz IV-Empfängern droht eine Mietkostenpauschale und der niedrige Mehrwertsteuersatz soll von derzeit 7 auf 19 Prozent erhöht werden. Das macht vor allem Lebensmittel teurer. Menschen mit niedrigen Einkommen müssen einen besonders hohen Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben.

Diese Steuerungerechtigkeit ist gleichzeitig ein Schlag gegen die ohnehin am Boden liegende Binnenkonjunktur, denn die Kaufkraft der Bevölkerung wird weiter eingeschränkt. Anstatt die Vermögenden und sehr hohen Einkommen zu besteuern, die die Spekulation auf den Finanzmärkten und die jetzige Finanz- und Wirtschaftskrise erst möglich gemacht haben, wollen CDU/CSU weiter von unten nach oben umverteilen."
Quelle: Pressemitteilungen der Linksfraktion

----------------------

Zitat:
"In dem neuen Schwerpunkt der Grundsicherung für Arbeitsuchende muss das Bemühen um Qualifizierung und Vermittlung sein. Wir wollen in der Grundsicherung für Arbeitsuchende die Anreize zur Arbeit durch die Neuordnung der Hinzuverdienstregelungen sowie eine konsequente Missbrauchsbekämpfung verstärken. Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll grundsätzlich mit einer Gegenleistung verbunden sein."
Gegenleistung bekommen sie doch... ich muss im Umfeld meiner Wohnung bleiben, zu Terminen erscheinen, Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen teilnehmen... Außerdem muss ich jeden Monat Finanzmanager spielen um mit meinem Geld auszukommen. Also gibt es doch eine Gegenleistung... Ist also etwas schwammig diese Aussage... Dort steht nicht was für eine Gegenleistung in welcher Form...
DomiOh ist offline  
Alt 25.06.2009, 10:58   #12
Muci
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Standard AW: Ermäßigter Steuersatzes von 7% auf 19%? (Dieser gilt auch für Lebensmittel)

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Ohh...welch massive Steuererhöhungen. DAS frisst alle Anhebungen von Regelsätzen und Renten gleich wieder auf. Das nächste Jahr wird bitter.
Es macht mir wirklich Angst!

Rechnet doch mal ... Es betrifft "unsere" Lebensmittel !!!
 
Alt 25.06.2009, 10:59   #13
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Standard AW: CDU plant Einschränkungen bei Hartz-IV

Die schaffen in Bezug auf den "Arbeitsdienst" für Hilfeempfänger damit nur neues Chaos; was wollen die dann mit den ganzen unendlichen vielen Aufstockern machen?

Die Mehrwertsteuererhöhung an sich wird kommen; ob's allerdings auch für Lebensmittel so hoch sein muß, ist mehr als fraglich; das wäre dann wieder ein Fall für BSG oder gar BVerfG.
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
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Alt 25.06.2009, 11:01   #14
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Standard AW: CDU plant Einschränkungen bei Hartz-IV

Zitat von pinguin Beitrag anzeigen
das wäre dann wieder ein Fall für BSG oder gar BVerfG.
Gibt es denn irgendwas seit Rot-Grün/Rot-Schwarz was nicht irgendwie ein Fall für das BSG oder BVerfG ist ?
DomiOh ist offline  
Alt 25.06.2009, 11:03   #15
Muci
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Zitat:
Union dementiert Pläne für höhere Mehrwertsteuer

25. Juni 2009, 09:55 Uhr
Die Union hat einen Bericht über eine Erhöhung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von 7 auf 19 Prozent nach der Bundestagswahl zurückgewiesen. „Diese Meldung ist absoluter Unsinn. CDU und CSU werden die Menschen entlasten und nicht belasten", versprach CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla.

Staatsschulden: Union dementiert Pläne für höhere Mehrwertsteuer - Nachrichten Politik - WELT ONLINE
Logisch! Vor der Wahl will man die Bürger nicht verunsichern. So ein Sauhaufen!!
 
Alt 25.06.2009, 11:04   #16
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Zitat von pinguin Beitrag anzeigen
was wollen die dann mit den ganzen unendlichen vielen Aufstockern machen?
... ist denen doch schlicht und ergreifend wurscht!
 
Alt 25.06.2009, 11:07   #17
Sancho
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öhm, denkt eigentlich auch jemand nach oder wird hier nur reagiert?
 
Alt 25.06.2009, 11:15   #18
druide65
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Standard AW: CDU plant Einschränkungen bei Hartz-IV

Abwarten.Eine MWST Erhöhung die Lebensmittel massiv verteuern wird betrifft alle.
Ob sich das eine Regierung leisten kann?

Wahrscheinlicher ist das bei den unteren Einkommensgruppen und bei denjenigen die auf Sozialleistungen angewiesen sind gekürzt wird.

Dazu müßte man (gerade bei einer Mietpauschale)aber erst mal das SGB II ändern.

Denn bei § 22"Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind." dürfte es schwierig sein so etwas durchzusetzen.
So etwas läßt keine Pauschalen zu.

Wahrscheinlicher wäre das die Bemessungsgrundlage anders definiert wird.
So etwas kann man auch ohne Änderung des SGB .
In wie weit man so etwas machen kann ohne BSG,LSG oder SG Urteile auszuhebeln...schwierig.

Nun weiss man nicht welche Weitsicht die Volksverdummer da haben.
Denn eine Pauschale oder eine weiter unten angesetzte Bemessungsgrundlage würde zwangsläufig zu massiver Obdachlosigkeit führen.

So viele Brücken haben wir in Deutschland gar nicht.

Letztendlich kann man da im Moment nur spekulieren.
Keiner wird sich da bis zum 27.9 in die Karten schauen lassen....
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 25.06.2009, 11:19   #19
dr.byrd
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
A

Dazu müßte man (gerade bei einer Mietpauschale)aber erst mal das SGB II ändern.
Was soll daran schwierig sein. Sie haben das SGB II schon mehrfach geändert.
dr.byrd ist offline  
Alt 25.06.2009, 11:23   #20
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Zitat von dr.byrd Beitrag anzeigen
Was soll daran schwierig sein. Sie haben das SGB II schon mehrfach geändert.
So eine Änderung wäre zu offensichtlich.
Denn dann hätten die Volksverdummer den schwarzen Peter für die Folgen in der Tasche.
Und sie sind ja nun mal alle Mediengeil.

Eine Änderung der Bemessungsgrundlage kann man still und heimlich machen.
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 25.06.2009, 11:24   #21
Muci
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Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
öhm, denkt eigentlich auch jemand nach oder wird hier nur reagiert?
Ich denke, reagiere und hab Angst!

Die machen das! Natürlich nicht vor der Wahl
 
Alt 25.06.2009, 11:25   #22
Sancho
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Zitat von Muci Beitrag anzeigen
Ich denke, reagiere und hab Angst!

Die machen das! Natürlich nicht vor der Wahl

und auch nicht gleich nach der Wahl. Das wäre politischer und wirtschaftlicher Selbstmord.
 
Alt 25.06.2009, 11:28   #23
dr.byrd
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Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
und auch nicht gleich nach der Wahl. Das wäre politischer und wirtschaftlicher Selbstmord.
Ich schätze Weihnachten 2009. Als Geschenk sozusagen.
dr.byrd ist offline  
Alt 25.06.2009, 11:29   #24
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Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
und auch nicht gleich nach der Wahl. Das wäre politischer und wirtschaftlicher Selbstmord.
"WIR" (Deutschland !!) machen grade Selbstmord!
 
Alt 25.06.2009, 11:32   #25
Sancho
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Zitat von dr.byrd Beitrag anzeigen
Ich schätze Weihnachten 2009. Als Geschenk sozusagen.
Wie kommst Du auf solche "Ideen"?

Dazu braucht man auch keinen Professor oder sonst jemanden, der erkennen kann, das eine MwSt-Erhöhung wirtschaftlicher Selbstmord ist, da reicht auch logisches denken.
 
 

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