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Alt 25.03.2009, 11:02   #1
wolliohne
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Standard Frontal21,Berufsvorbereitung für Jugendliche Planlos und teuer

Planlos und teuer

von Birte Meier und Rita Stingl
Wer nach der Schule keine Lehrstelle findet, landet meist im so genannten Übergangssystem. Dort kreisen viele Jugendliche zum Teil jahrelang von einer berufsvorbereitenden Maßnahme zur anderen. Ihre Chancen auf eine Ausbildung verbessert das kaum, sagen Kritiker. Dabei kostet das Übergangssystem Milliarden. [mehr]

mehr:
ZDF.de - Frontal21
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 25.03.2009, 11:41   #2
Atlantis
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Atlantis Atlantis Atlantis
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Standard AW: Frontal21,Berufsvorbereitung für Jugendliche Planlos und teuer

Dan sollte mal wieder darüber Nachgedacht werden eine Ausbildungsplatzabgabe als Mittel zur Steuerung des Ausbildungsplatzangebots
Einzuführen.
Franz Müntefering (SPD), Vizekanzler der schwarz-roten Bundesregierung, erklärte im Frühjahr 2006: "Eine Abgabe wird es nicht geben. Diese Diskussion ist abgeschlossen"

Eine angedrohte Einführung der Ausbildungsplatzabgabe durch die rot-grüne Bundesregierung wurde 2003 nicht verwirklicht, da genügend Ausbildungsplätze bereitstanden. Als Ursachen vermutet werden der Ausbildungspakt, aber auch die Bemühungen von Bundesminister Wolfgang Clement, der meinte: "Das Gesetz ist unnötig, wenn die Wirtschaft mitzieht".
Derzeit befindet sich das Defizit zwischen Lehrstellenbewerbern/innen und offenen Lehrstellen schon ohne Berücksichtigung der Zahlen des DGB offiziell auf einem Rekordhoch.
Mit Einführung des neuen Statistik-Systems VerBIS zu Beginn des Ausbildungsvermittlungsjahres 06/07 sollte die Situation am Ausbildungsmarkt transparenter dargestellt werden jedoch wurde mit Mitteilung von 31. Oktober 2006 die Veröffentlichung der Monatsdaten bis März 2007 eingestellt da die Bundesagentur für Arbeit die Daten in Bezug zum letzten Berichtsjahresende (jährlich im Oktober) für wenig aussagekräftig hält. Nach Ansicht des DGB will die Bundesagentur für Arbeit damit "für eine Atempause vor schlechten Nachrichten sorgen und macht sich damit zum Erfüllungsgehilfen eines gescheiterten Ausbildungspaktes."
Wie immer soll die Öffentlichkeit den Lehrstellenmangel mit ihren Steuergeldern Finazieren und sind die Angebote von einer Maßnahme in die nächste Geparkt zu werden auch noch so Bescheuert.
Atlantis ist offline  
Alt 25.03.2009, 11:49   #3
Hamburgeryn
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Standard AW: Frontal21,Berufsvorbereitung für Jugendliche Planlos und teuer

Interessanter Beitrag. Und gibt genau meine Erfahrungen wieder.
Zwei meiner Kids kamen ohne Schulabschluss aus der Schule.
  • Bei meinem Sohn war das vor Hartz IV, er bewarb sich bei der AJW (Autonome Jugendwerkstätten) (Klick), um einen Ausbildungsplatz als Gärtner. Er wurde genommen, und man bildete ihn aus. Das war nicht irgendeine Maßnahme, dass war ´ne richtige Lehre; er war in der Lehrlingsrolle eingeschrieben, er legte sein Gesellenstück ab - also ´ne runde Sache, wenn er auch fast 50% weniger Lehrgeld erhielt, als in der freien Wirtschaft.
  • Aber die AJW kämpft seit Jahren damit, dass der HH-Senat immer mehr Gelder zusammenstreicht - war schon zu Zeiten meines Sohnes so, so dass Werkstätten geschlossen werden mussten. Denn bei diesen Werkstätten handelt es sich nicht um simple Maßnahmen ohne Ziel und Zweck, sondern um eine echte berufliche Perspektive......und die sind wohl zu teuer
  • Bei meiner Tochter lief die Nummer exakt so ab, wie im Beitrag beschrieben. Sie drehte sich im Maßnahme-Qualifizierungs-Karussel, ohne dass da mal was bei rauskam. Gut, sie machte noch ihren Hauptschulabschluss übers BVJ nach - war eine reguläre Schule, aber danach war sie rund drei Jahre in den Fängen der Arge. Vom Ein-Euro-Job, in eine andere Qualimaßnahme, reinschnuppern hier, langweilen da, neuer Ein-Euro-Job, Bewerbungstrainig, Vorbereitung für den externen Realschulabschluss über einen Ein-Euro-Job (was ganz perfides), und am Ende wollte ihr FM sie nur noch als ungelernte Hilfskraft in einer ZAF versenken. Wäre ihm auch gelungen, hätte meine Tochter nicht mit unendlichem Glück einen Schulplatz in einer beruflichen Schule ergattert. Dort lernt sie nun Hotel -und Restaurantfachfrau. Fast drei Jahre hat sie verschenkt!
LG
 
Alt 25.03.2009, 13:46   #4
münchnerkindl
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münchnerkindl münchnerkindl münchnerkindl
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Standard AW: Frontal21,Berufsvorbereitung für Jugendliche Planlos und teuer

Warum übernimmt der Staat nicht von dem Geld das dieser Mist kostet das Lehrgeld für solche Jugendliche sodaß Betriebe ohne Zusatzkosten einen Lehrling mehr ausbilden können?
Es gibt ja auch Zuschüsse zur Eingliederung von Langzeitarbeitslosen. Sowas kann man doch auch für Lehrlinge machen.


Natürlich unter der Voraussetzung daß kontrolliert wird daß die nicht als billige Arbeitskraft ausgebeutet werden sondern eine vollwertige Ausbildung bekommen....
münchnerkindl ist offline  
Alt 25.03.2009, 14:41   #5
Xanari
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Xanari
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Standard AW: Frontal21,Berufsvorbereitung für Jugendliche Planlos und teuer

Meine Zeit der Lehrstellensuche ist nun rund 10 Jahre her, von daher kann ich es nur von damals wiedergeben:

Unter bestimmten Voraussetzungen war es - seinerzeit zumindest - möglich, dass der Staat neben einigen Boni tatsächlich 25-100 Prozent der eigentlichen Ausbildungskosten übernahm. Was aber zu so einem goldenen Schein notwendig war, weiss ich bis heute nicht...
Geholfen hat das Teil (hatte 100%-Übernahme plus div. Zuschläge) aber auch nicht, da an mir von keiner Seite aus Interesse bestand, und auch ich entsprechendes Karusell erleben durfte.

Wirklich neu ist der Dreck also nicht, und kommt auch alljährlich neu auf den Tisch ohne dass sich auch nur ein Gramm zum Positiven verändert.
Xanari ist offline  
Alt 25.03.2009, 15:01   #6
Debra
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Debra
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Standard AW: Frontal21,Berufsvorbereitung für Jugendliche Planlos und teuer

Zitat von münchnerkindl Beitrag anzeigen
Warum übernimmt der Staat nicht von dem Geld das dieser Mist kostet das Lehrgeld für solche Jugendliche sodaß Betriebe ohne Zusatzkosten einen Lehrling mehr ausbilden können?
Es gibt ja auch Zuschüsse zur Eingliederung von Langzeitarbeitslosen. Sowas kann man doch auch für Lehrlinge machen.
Bitte nicht.
Dann gibt es allenfalls 2-Klassen-Lehrlinge. Außerdem ist das überhaupt nicht einsehbar, wenn die Wirtschaft immer unter Fachkräftemangel klagt, sich aber weigert, diese auszubilden. Die haben genug Geld auszubilden. Warum sollten Firmen Steuergelder erhalten für einen Lehrling?

Vielmehr liegt das Problem bei der BA. Warum, weshalb werden Jugendliche überhaupt in ein BVJ geschickt? - Geht es da um Jugendliche, die nicht wissen, welchen Beruf sie erlernen wollen? Dann würde es ja noch Sinn machen.
Ansonsten könnten sie doch in Schulen ausgebildet werden m. zeitlich begrenzten Praktikas.
Ansonsten zeigt auch dieses Beispiel nur, dass, wenn man "Maßnahmen", "Fortbildungen" jeglicher Art von der BA im Lebenslauf hat - und je mehr man davon hat - dann durch die Wirtschaft diskriminiert wird.
Dieses Problem sollte man lösen. Notfalls per Anti-Diskriminierungs-Gesetz.
Debra ist offline  
Alt 25.03.2009, 15:23   #7
Hamburgeryn
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Standard AW: Frontal21,Berufsvorbereitung für Jugendliche Planlos und teuer

[quote]
Zitat von Debra Beitrag anzeigen
Bitte nicht.
Dann gibt es allenfalls 2-Klassen-Lehrlinge. Außerdem ist das überhaupt nicht einsehbar, wenn die Wirtschaft immer unter Fachkräftemangel klagt, sich aber weigert, diese auszubilden. Die haben genug Geld auszubilden. Warum sollten Firmen Steuergelder erhalten für einen Lehrling?
So sehe ich das auch. Wer Fachkräfte will, soll sie ausbilden.

Zitat:
Vielmehr liegt das Problem bei der BA. Warum, weshalb werden Jugendliche überhaupt in ein BVJ geschickt? - Geht es da um Jugendliche, die nicht wissen, welchen Beruf sie erlernen wollen? Dann würde es ja noch Sinn machen.
Das BVJ ist u.a. für Jugendliche ohne Schulabschluss. Dort haben sie die Möglichkeit in einen Beruf "reinzuschnuppern" und gleichzeitig einen Hauptschulabschluss zu machen. Dass ist allemal hochwertiger als das was die BA anzubieten hat. Da gibt es immerhin echte Lehrer, echte Klassenzimmer und echte Zeugnisse, die den Schülern auch ein Weiterkommen an berufsbildende Schulen ermöglichen.
(Voraussetzung: Notendurchschnitt 3,0 -3,3 ; in den Hauptfächern Mathe, Englisch, Deutsch, je nach Schule).
Zitat:
Ansonsten könnten sie doch in Schulen ausgebildet werden m. zeitlich begrenzten Praktikas.
Typisch für berufsbildende Schulen, und mitunter entwickelt sich daraus auch ein echter Ausbildungsplatz ohne Dauerkarte im Maßnahmekarussel.
Zitat:
Ansonsten zeigt auch dieses Beispiel nur, dass, wenn man "Maßnahmen", "Fortbildungen" jeglicher Art von der BA im Lebenslauf hat - und je mehr man davon hat - dann durch die Wirtschaft diskriminiert wird.
Dieses Problem sollte man lösen. Notfalls per Anti-Diskriminierungs-Gesetz.
Für meine Tochter war diese `Maßnahmen` ein echtes Hindernis. Immer wieder musste sie sich bei Vorstellungen in den berufsbildenden Schulen erklären, warum sie von einer Quali zum nächsten Ein-Euro-Job durchgereicht wurde. Es war offensichtlich, was man von Jugendlichen hielt, die eine "Maßnahmekarriere" nachzuweisen hatte.
Weglassen kann man sie im Lebenslauf auch nicht - wie soll man monatelange Lücken erklären?

LG
 
Alt 25.03.2009, 15:48   #8
Debra
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Debra
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Standard AW: Frontal21,Berufsvorbereitung für Jugendliche Planlos und teuer

Auslandsaufenthalt? ;-)

Nee, im Ernst, ich erlebe doch dasselbe. Ein Lebenslauf kann nach Gutdünken gedeutet werden von Arbeitgebern. Daher bringt es auch überhaupt gar nix, wenn da drin steht, man hätte 1000 Maßnahmen vom AA mitgemacht. Im Gegenteil.
Ich werde bei Vorstellungsgesprächen gefragt, warum ich denn ein "Praktikum" trotz jahrelanger Berufserfahrung in dem Beruf machen musste... (ööhmm... HartzIV, gelle Genosse Schröder?! Und da glauben Sie, wenn mittelständische Unternehmer "Praktikanten" mit Berufserfahrung umsonst kriegen können, was Sie ja durch den Wegfall des Berufsschutzes ermöglicht haben, stellen die noch jemanden ein, den sie bezahlen müssten?!)
Andere, z.B. alteingesessene ZAF erzählen mir, den Zusatz "Praktikum" in meinem Lebenslauf einfach wegzulassen. So dass es aussieht, dass ich da angestellt gearbeitet habe... denn bei unserer Wirtschaft ist es leider noch nicht angekommen, was für einen Bockmist diese HartzIV-Behörden verzapfen... und die haben nun mal auch überhaupt kein Verständnis für so was. Leider haben Schröder/Fischer vergessen, dass ins HartzIV reinzuschreiben, dass die Wirtschaft nicht diskriminieren darf...


Was in D fehlt sind strikte Gesetze wie:

1. Aus der Sozialhilfe kommende Bewerber dürfen nicht niedriger entlohnt werden als andere Bewerber (gibt es in USA z.B.)

2. Langzeitsarbeitslose sind bevorzugt einzustellen (so wie Schwerbehinderte Vorrang haben im öD.)
Debra ist offline  
 

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