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Zu wenig zum Leben, und zum Sterben auch

Archiv - News Diskussionen Tagespresse

 
 
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Alt 21.03.2009, 13:29   #1
Sancho
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Standard Zu wenig zum Leben, und zum Sterben auch

Zitat:
Ersatzvornahme: Hinter diesem kalten Wort verbirgt sich eine erschütternde Tatsache. Ersatzvornahme bedeutet, dass ein Mensch, für dessen Beerdigung kein Geld da ist, von der Stadt bestattet wird, im Reihengrab oder einer Urne. 1500 Euro kostet das, 160 Tote finden so in Augsburg jedes Jahr ihre letzte Ruhestätte - vorher fristeten viele ein trauriges Dasein.

Gestern stellten Wohlfahrtsverbände den fünften Augsburger Armutsbericht vor. Armut breitet sich aus. 1996 galt in Bayern jeder Zehnte als arm, das waren in Augsburg 26 000 Menschen, jetzt ist es jeder Achte, das sind 30 000 Menschen. Aufgrund der prekären Situation in unserer Stadt ist die Dunkelziffer allerdings viel höher.

Zwei Faktoren verschlimmern die Lage: Hartz IV und die Wirtschaftskrise. Regina Hinterleuthner von der Caritas: „Durch Hartz IV hat sich die Situation der Armen deutlich verschlechtert.“ Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Das sind bei einem Alleinstehenden 781 Euro. Laut Sozialgesetzbuch bekommt er in Augsburg 736 Euro Hartz-Leistungen, lebt somit selbst mit dem Höchstsatz unter dem Existenzminimum. Christine Sturm-Rudat (VdK) berichtet: „Viele Menschen brechen in Tränen aus, wenn sie sehen, wie wenig Geld sie bekommen.“ Die Regelsätze seien zu niedrig, vor allem für Kinder.
Zu wenig zum Leben, und zum Sterben auch - Lokalnews - Augsburger Allgemeine
 
Alt 21.03.2009, 13:32   #2
Muci
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Standard AW: Zu wenig zum Leben, und zum Sterben auch

Zitat:
Zurzeit schnellt die Zahl der Hilfsbedürftigen wegen der Krise nach oben. „In vier Wochen haben wir mehr Anträge an die Kartei der Not gestellt als in fünf Jahren zuvor“, so Hinterleuthner. Überdurchschnittlich betroffen sind Kinder, Jugendliche, Alleinerziehendende, Frührentner, Migranten und Rentner. Es geht um Lebensmittel, Schulbedarf und Energie. Die Stadtwerke sperrten 2007 rund 2000 Haushalten den Strom, weil diese nicht zahlten.

Es werden immer mehr!
 
Alt 21.03.2009, 13:39   #3
sogehtsnich
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sogehtsnich
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Standard AW: Zu wenig zum Leben, und zum Sterben auch

Zitat:
Zurzeit schnellt die Zahl der Hilfsbedürftigen wegen der Krise nach oben.
Das möchte ich mal in Frage stellen, dass nur wegen der "Krise" die Zahl nach oben schnellt!
Wer zweidrittel an Arbeitslosen einfach unter den Teppich kehrt, benutzt die Krise doch nur als Ausrede!
__

Wenn das Böse die Dreistigkeit hat, muß das Gute den Mut haben!
sogehtsnich ist offline  
Alt 21.03.2009, 13:48   #4
Kaleika
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Standard AW: Zu wenig zum Leben, und zum Sterben auch

Zitat von sogehtsnich Beitrag anzeigen
Das möchte ich mal in Frage stellen, dass nur wegen der "Krise" die Zahl nach oben schnellt!
Wer zweidrittel an Arbeitslosen einfach unter den Teppich kehrt, benutzt die Krise doch nur als Ausrede!
Du sagst es!
Keiner will wahrhaben, dass es nie wieder Vollbeschäftigung geben wird, weil ja die Erwerbslosen an ihrem Elend selbst Schuld sein sollen. Dazu passt es natürlich, die ALG-II-Sätze in diesem eigentlich reichen Land uneigentlich viel zu niedrig zu halten, sodass - wie im Text beschrieben - viele weinen, wenn sie lesen wie "viel" Geld sie nur bekommen, was kaum zum Leben ausreicht, nur irgendwie, ihr Dasein zu fristen!
Ganz schön beschämend!!!!

Kaleika
__


Alle meine Beiträge und Antworten entspringen meiner persönlichen Meinung und meinen Erfahrungen, stellen daher keinerlei Rechtsberatung dar!




Lieber Gruß von Kaleika
Kaleika ist offline  
 

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