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Start > > > > -> Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO


 

 

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Alt 11.09.2008, 12:57   #1
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
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Standard Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Zitat:
SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO
Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium
Von Christoph Titz und Jochen Leffers
Die Unterschichtsbremse für die Oberschulen greift höchst zuverlässig: Viertklässler aus armen Familien bekommen viel seltener eine Empfehlung fürs Gymnasium als Kinder betuchter Eltern - bei gleichen Noten. Eine Wiesbadener Studie offenbart, wie ungerecht Lehrer entscheiden.
Quelle und Rest : Skandalöses Schüler-Lotto: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
Satire oder die übliche Volksmeinung ? Für mich Satire, für andere ???

Was sollen solche Kinder auch an höheren Schulen ? Die Klassenreisen können die sowieso nicht bezahlen und wenn die noch mehr wissen, haben die Beamtenkollegen in der ARGE/BA noch mehr Arbeit - also denken wir an die Zukunft und halten das ganze Pack für dumm.
__

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Alt 11.09.2008, 13:47   #2
Ludwigsburg
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Ist mir irgendwie nicht nachvollziehbar: wenn ich mit der Entscheidung der Lehrer nicht einverstanden bin kann ich doch dagegen angehen!

In NRW ists doch so, daß die Eltern die Empfehlung nicht annehmen müssen, in BW kann ich meine Kinder zu einer Prüfung schicken, da gehts rein um Noten.
 
Alt 11.09.2008, 13:57   #3
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

keine Satire, war schon immer so, ausserdem die Eltern der betroffenen Kinder lassen das meistens eh nicht überprüfen, da sie den Empfehlungen der Lehrer trauen, ich rate dazu mal bei Spiegel online das heutige Interview mit dem ehemaligen Salem-Direktor zu lesen, ich war sehr beeindruckt, ich dachte der würde sich nur mit Eliten beschäftigen, aber er hat sehr genau auf den Punkt gebracht woran es heute mangelt, an der Förderung jedes einzelnen Kindes
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Alt 11.09.2008, 14:00   #4
ashna
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Zitat von Ludwigsburg Beitrag anzeigen

In NRW ists doch so, daß die Eltern die Empfehlung nicht annehmen müssen,
Das beruhigt mich ja denn doch ein wenig.
Trotzdem ist die Selektion nicht wegzureden. Viele verlieren darüber die Lust am Lernen, und schon können sie mit dem Schulstoff nicht mehr mithalten.
 
Alt 11.09.2008, 14:41   #5
Indiana->Emailproblem
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Indiana
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Ich hab nun grade vor kurzem die Info von der Schule bekommen, dass die Empfehlung der Grundschule doch verpflichtend ist, in NRW.

Sollten Eltern mit der Entscheidung der Schule nicht einverstanden sein, kann auf Antrag Probeunterricht an der gewünschten Schulform stattfinden.
Welche Kriterien das Kind dabei erfüllen muss, weiß ich nicht, aber darum geht´s hier ja auch gar nicht.
Indiana ist offline  
Alt 11.09.2008, 15:41   #6
marty
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marty
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

also, hier ist wohl die Rede über das Übertrittszeugniss, den von Empfehlungen habe ich nichts mitbekommen.

Auf einem Infoabend der 4-Klässler haben sich alle weiterführenden Schulen vorgestellt und wir bekamen von den Real und Gymnasiums Vertreter die "Weichen" vorgestellt.

außer der Noten sind es

Lernbereitschaft,bzw. Lust überdurchsnittliches zu leisten
Motivation
Durchhaltevermögen
starke Persönlichkeit ( selbstsicher sein, Konflikte lösen usw.)
selbständiges Arbeiten

mindestens das habe ich mir gemerkt

Die Kinder kriegen eine Chance, denn Lehrer aus den nächsten Schulen wissen sehr wohl, dass es manchmal nicht stimmt. Das Probeunterricht wird stets angeboten.
Die Ursachen für "schlechte" Noten können unterschiedlich sein.
Manchmal mögen sich einfach die Kinder mit den Lehrern nicht, und wenn
auch den Elternsprecher nicht unternimmt, bleibt der Zustand nach wie vor
für die Katz und die Leistung der Kinder bleibt zum Wünschen übrig.
Das habe ich erfahren.
marty ist offline  
Alt 11.09.2008, 18:00   #7
angel6364
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Ich habe hier die Erfahrung gemacht, daß die Benachteiligung von Kindern nicht wohlhabender Eltern schon viel früher beginnt und mit dem Übertrittszeugnis einschließlich Empfehlung ihren Höhepunkt findet.
Die ersten beiden Schuljahre geht es noch halbwegs, aber in der dritten, massiv dann zu Beginn der vierten Klasse war ich platt: Kinder armer Eltern wurden im Unterricht bereits abgestempelt, anders als die gut situierten Kinder behandelt. Während der ganzen vierten Klasse fanden "Gespräche" mit den Kindern statt, einzeln und im Klassenverband - Thema Übertritt. Und den armen Kindern wurde die Hauptschule, bestenfalls die Realschule schmackhaft gemacht, sehr subtil und die elterliche Entscheidung untergrabend, meilenweit von den Noten entfernt.

Ein Albtraum für mich, und ich bin heilfroh, daß das Thema für meine Familie abgeschlossen ist. Ich habe mir böse Feinde unter den Lehrern einer bestimmten Grundschule gemacht, aber der Erfolg heiligt die Mittel. Das Kind mit der krassesten Fehlbeurteilung macht nächstes Jahr Abitur.

Ich kann jedem nur raten, sich selbst gut über die Anforderungen der weiterführenden Schulen zu informieren, sein Kind möglichst objektiv daraufhin einzuschätzen und sich notfalls mit allen Lehrern anzulegen, rücksichtslos.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 11.09.2008, 18:10   #8
ashna
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Wie sieht das bei HB- Kindern aus?
Die könnt doch nicht einfach selektiert werden, bloss weil die Eltern Hartzer sind.
 
Alt 11.09.2008, 19:25   #9
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Bruno1st
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Zitat von ashna Beitrag anzeigen
Wie sieht das bei HB- Kindern aus?
Die könnt doch nicht einfach selektiert werden, bloss weil die Eltern Hartzer sind.
die können nicht nur - die machen es auch und sie glauben sogar, daß sie den Kindern und Eltern mit der Hauptschule einen Gefallen tun.
Denn Nachhilfe kostet Geld (von der notwendigen Lektüre ganz abgesehen), Klassenfahrten ebenso, usw. Geht das Kind nur auf die Hauptschule, haben die Eltern keine Finanzierungssorgen und die Lehrer glauben sogar noch, daß sie etwas Gutes getan haben.
Spricht man sie darauf an, dann kommt irgendwann noch die Ausrede mit dem 2. Bildungsweg - die kann ja jeder wahrnehmen balblabla.
Doch wenn bereits die Basis zuzementiert wird und lernen nur zur Qual plus runtermachen wird, dann ist das nur noch dummes Geschwätz.

PS. die Lehrer können ihre Empfehlung auch einfach untermauern - sie lassen es einfach zu, daß einige Kinder auf die höhere Schule kommen, obwohl sie wissen, daß es nicht klappt. Und schon stehen sie als Experten da - deren Empfehlungen einmal richtig war und damit brauchen sie nie mehr Angst zu haben, daß ihr "Befund" angezweifelt wird und die Eltern haben wieder schlechtere Chancen.
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Alt 11.09.2008, 19:43   #10
ashna
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Da bleibt ja echt nur noch Kampf gegen... wen eigentlich?

Zweiter Bildungsweg, klar, wenn die Arge schneller ist krallt die sich doch die Kinder schon mit 15 Jahren.

Einfach krank unser Schulsystem.
 
Alt 11.09.2008, 21:47   #11
MrsNorris
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MrsNorris
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

War schon zu meiner Zeit so. Ich wollte aufs Gymnasium, weil meine beste Freundin hin ging (Vater war der einzige Frauenarzt in unserem Nest). Meine Klassenlehrerin hat meiner Mama gesagt, Realschule wäre besser. Das ist jetzt 20 Jahre her.
__

VIVA LA REVOLUTION!

Politik need force
politik need cries
politik need ignorance
politik need lies.

Manu Chao "Politik kills"
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Alt 12.09.2008, 08:25   #12
ashna
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Da bin ich heilfroh, dass ich den Unterricht der POS geniessen durfte.

... Realschule wäre besser..., das als einzige Begründung ist ja schwach.
Ich finde, wenn es von den Zensuren her reicht, sollte man aufs Gymnasium dürfen.

Solange die Kinder nicht kaputt gelehrt werden bleibt wirklich nur noch der Zweite Bildungsweg. Traurig, was da wieder für Zeit verloren geht.
 
Alt 12.09.2008, 10:37   #13
marty
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marty
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Wenn meine Tochter in der dritte Klasse war, hat sich die Lehrerin
etwas beschwert was das Verhalten im Unterricht angeht

nun wollte ich mich also selber überzeugen, wie geht es im Unterricht zu

die Lehrerin hat aber meine Anwesenheit in eine Unterrichtstunde nicht zugelassen..

dann war irgendwie Ruhe

ich denke, die Lehrer haben keine Zeit sich mit den Schülern richtig zu beschäftigen, als mit individuellen, einzigartigen Menschen und versuchen
sich von diese Aufgabe zu drücken

aber es ist und bleibt eine Art Beziehung, und wenn diese gestört ist, kann ich als Mutter helfen indem ich zwischen dem Kind und Lehrer vermittle.

Ich habe die Interresse an Grundschule völlig verloren, freue ich mich jedoch auf die Realschule.Schon bald.
marty ist offline  
Alt 12.09.2008, 10:53   #14
ashna
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Zitat von marty Beitrag anzeigen
Wenn meine Tochter in der dritte Klasse war, hat sich die Lehrerin
etwas beschwert was das Verhalten im Unterricht angeht

nun wollte ich mich also selber überzeugen,

wer will das nicht

wie geht es im Unterricht zu

die Lehrerin hat aber meine Anwesenheit in eine Unterrichtstunde nicht zugelassen..

ich durfte damals bei meiner Tochter hospitieren.
Für mich war nicht zu erkennen ob Unterricht oder Pause war. Das galt aber für alle Schüler. Ob die Lehrer sich zurück gehalten haben?

dann war irgendwie Ruhe

sehr merkwürdig, nicht?

ich denke, die Lehrer haben keine Zeit sich mit den Schülern richtig zu beschäftigen, als mit individuellen, einzigartigen Menschen und versuchen
sich von diese Aufgabe zu drücken

ist bei einigen mit Sicherheit so. Kann ich von der Lehrerin meiner Tochter nicht sagen, im Gegenteil.

aber es ist und bleibt eine Art Beziehung, und wenn diese gestört ist, kann ich als Mutter helfen indem ich zwischen dem Kind und Lehrer vermittle.

Kommt drauf an, weshalb die Beziehung gestört ist.
An einer anderen Schule meiner Tochter bemerkte ich Unregelmäßigkeiten. Jeglicher Versuch einer Zusammenarbeit endete damit, dass meine Tochter es zu spüren bekam.


Ich habe die Interresse an Grundschule völlig verloren,

ich fang grad wieder mit Grundschule an.

freue ich mich jedoch auf die Realschule.Schon bald.
Wichtig ist den Lernwillen und die natürliche Neugier der Kinder zu erhalten. Dann überstehen sie auch mal Ungerechtigkeiten. Sie müssen ein Ziel haben, wie jeder andere Mensch auch. Darüber kann man sie immer wieder motivieren.
 
Alt 12.09.2008, 19:54   #15
isabel
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isabel
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Hallo, liebe Mitstreiterinnen,

warum schreibt niemand über das überflüssigste Ding zwischen Grundschule und Weiterführenden Schulen : Orientierungsstufen.?
Zumindest hier, ich denke, auch noch jetzt, kommt ein Kind nach 4 Jahren Grundschule an eine 2-jährige Orientierungsstufen.
Da fängt die Selektion richtig an.
Vorher, in der Grundschule, waren vielleicht Lehrerinnen Bezugspersonen, die Kinder hatten noch vertrauen.
Das hat sich schlagartig geändert in Orientierungsst. - da waren die Lehrer eher Feinde, die mit jeder Macht Fehler suchten, um das Kind runterzustufen.
Haben die schon von "Oben" die Zahlen für bestimmte Schulen bekommen?

Die IGS Schulen hatten da viel mehr Möglichkeiten.
Aber, da sie zu "allgemeingemeinschaftlich" sind, wurden sie von dem ganz feinem Herr Wulff verboten. Zumindest dürfen keine neue entstehen.

So einfache Wissensquellen, wie eine Bibliothek, sind nicht Umsatzbringend - die müssen auch geschlossen werden.
Tausende Unterschriften haben nicht gereicht; morgen wird eine Aktion in Linden stattfinden.

MfG
Isabell
__

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Art.1 P.1GG

Damit das auch so bleibt:
Wacht auf, Verdammte dieser Erde,!


Aus Solidarität und als Ausdruck meines Protests gegen die Kriminalisierung der freien Meinungsäußerung:
"Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des Demokraten."
(Adorno)

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isabel ist offline  
Alt 12.09.2008, 20:01   #16
isabel
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isabel
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Nachtrag:

Samstag, 13. September 2008, 15:00 - 19:00 Solidaritätsfest für die Bücherei Limmerstraße


Freizeitheim Linden.

MfG
Isabell
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Damit das auch so bleibt:
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Alt 12.09.2008, 20:22   #17
Emily
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Es ist tatsächlich so, ich glaube ich habe dazu auch ausreichend hier im Forum geschrieben. Wahrscheinlich meinen viele in so einem Fall dann: Noch so eine durchgeknallte Mutter, die nicht einsehen kann dass ihr Kind halt nicht so toll ist wie sie meint. Fakt ist, dass meine Wahrnehmung ziemlich selten danebenliegt.

Zitat:
Heute hält die Hälfte der Deutschen das Bildungssystem für ungerecht. Und das Beispiel Wiesbaden liefert dafür starke Indizien. Man könne die Ergebnisse nicht ohne weiteres auf ganz Deutschland übertragen, schränkt Hradil wissenschaftlich korrekt ein. Doch er geht von einer ähnlichen Situation anderswo aus: "Warum sollte es in anderen Städten in Deutschland anders sein als bei dieser Vollerhebung?"
Die haben noch nicht Bayern untersucht - das würde die Quote nochmals stark in die Höhe treiben .

Zitat:
Intensiv widmeten sich die Wissenschaftler auch der Notengebung. Beispiel Mathematik: Kinder aus der bildungsfernen Unterschicht sind in diesem Schlüsselfach deutlich schlechter als Oberschichtkinder, und zwar um eine ganze Notenstufe. Unterschichtsmädchen fallen hinter den höheren Töchtern sogar um 1,4 Notenstufen zurück.
Sagen wir mal: Die Benotung fällt schlechter aus, oft sogar ganz primitiv nachzuweisen an den Proben, bei denen sogar auf simpelste Weise Richtiges als Fehler angestrichen ist. Um zu beweisen was der Lehrer schon immer denkt. Standesdünkel eben.

Zitat:
unbewusste Diskriminierung durch die Klassenlehrer
WIE unbewusst, ist da die Frage. SO unbewusst wie sich gerne rausreden möchten, glaube ich nämlich nicht, obwohl ich zu der Spezies gehöre, die extrem lange an Unschuldigkeit glaubt - bis hartnäckig das Gegenteil bewiesen wurde.


Angels Beitrag kann ich eins zu eins unterschreiben.



Emily
 
Alt 12.09.2008, 21:08   #18
marty
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marty
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Orientierungsstufen? Nie gehört

m.
marty ist offline  
Alt 12.09.2008, 21:52   #19
biddy
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

In einigen Bundesländern "trennen" sich die Klassengemeinschaften nicht nach 4, sondern nach 6 Schuljahren (2 Jahre Orientierungsstufe) auf. Einige haben dieses System - siehe Wikipedia - wieder abgeschafft.

In NRW nennt man die 5. und 6. Klasse an den weiterführenden Schulen Erprobungsstufe, in Hessen wohl Förderstufe - die Kids sollen intensiv beobachtet, gefördert werden (*hahaha*) und nach der 6. dann evtl. wechseln (können oder müssen ...). Es geht natürlich nur darum, mit dem nächstfeineren Sieb auszusortieren.

Mit Einführung der nur noch 12 Jahre bis zum Abi dürfte der Wechsel zumindest zum Gymnasium durch Einführung der 2. Fremdsprache bereits in der 6. Klasse jedoch nicht mehr möglich sein.
__


biddy ist offline  
Alt 12.09.2008, 22:02   #20
marty
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Danke für die Aufklärung Biddy

m.
marty ist offline  
Alt 12.09.2008, 23:12   #21
Donauwelle
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Oh, an das Übertrittsjahr in der vierten erinnere ich mich auch noch wirklich gut. Die Lehrerin der dritten, die wirklich gut war (das sage ich sonst eher selten zum Typ Lehrer), wurde im Laufe des 3. Schuljahres schwanger und mein Sohn bekam in der vierten einen alten Drachen. Von der ersten Minute an, konnten die beiden sich nicht ausstehen. Vermitteln konnte ich da nicht - ich hatte nach zwei Wochen den ersten Termin und wurde nur abgekanzelt. So hat sich mein Sohn auch das ganze Schuljahr über benommen. Am besten waren die Arbeiten, die er nach kurzer Zeit abgegeben hat, da er der Frau ja nicht gegönnt hat, dass er irgendwas auf irgendein Blatt schreibt...

Erkläre mal einem 9-jährigen, dass er sich damit selbst mehr ins Fleisch schneidet... - bis ich das so überhaupt herausgefunden habe, und ihm ins Gewissen reden konnte, war der Übertritt gelaufen. Probeunterricht mit einem Kind, dass Konzentrationsschwächen aufweist, wollte ich dann gar nicht erst durchziehen. Die ersten Arbeiten in der 5. Klasse Hauptschule waren dann alles nur Einsen und da das Niveau der Klasse danach einfach unterirdisch war, habe ich ihn dann die 5. Klasse nochmals auf dem Gymnasium machen lassen. Der Unterschied zwischen diesen 2 Klassen war wie Tag und Nacht. Auf der Hauptschule, für die er 5 Minuten Weg hatte, hatte er zumeist 5 Minuten Hausaufgaben - wenn überhaupt. Der Schultag war vor um halb 2 gelaufen. Fürs Gymnasium musste er jeden Morgen um sieben am Bus sein - und kam auch erst kurz nach 2 nach Hause. Der Schultag war dann irgendwann gegen 5 Uhr nach den Hausaufgaben gelaufen. Mein Sohn lernt schnell - das Pensum war einfach viel höher. Den Hauptschulstoff und Wortschatz eines Jahres hatten die bis Ende November - auf jeden Fall vor Weihnachten noch durch. Mathe war eine völlig andere Baustelle. Das Lernen für die Nebenfächer, was für mich am Anfang vom Gymnasium irgendwie noch als schwierigstes galt (wir sind da häufig mal bei Exen hineingefallen), war bei meinem Sohn nur nebensächlich - liegt aber ggf. an der Interessenlage, mein Sohn fand Bio. und Co. immer spannend.

Anfang der fünften Klasse Gymnasium war ich das erste Mal arbeitslos - bis in den März. In dieser Zeit lief das Gymnasium noch reibungslos - ich war hinterher, dass er auch wirklich was machte. Danach habe ich ein Jahr gearbeitet, war dann aber ein paar Monate krank. In diese
m Jahr und den Monaten ist er mir durchgerutscht. Mein Sohn ist sehr intelligent, interessiert sich für vieles, aber ohne eigenen Arbeitseifer. Er macht nur freiwillig etwas, wenn es ihm Spaß macht. Aber man kann bei solchen Kindern nicht darauf warten, bis irgendwann mal der Groschen gefallen ist...

Die Gymnasiumszeit bei meinem Sohn war im nachhinein nicht falsch. Er weiß genau, woran es gelegen hat, dass er mit ein bisschen Fleiß an den richtigen Stellen, problemlos durchgekommen wäre. Anders wäre es wohl, wenn er grundsätzlich nur überfordert gewesen wäre, dann wäre es wohl besser gewesen, wenn man diesen Weg nicht bestritten hätte.

Als Alleinerziehende etc. hat man bei Lehrerinnen grundsätzlich einen schlechten Stand - wenn irgendwie ein Kind auffällig ist, liegt es dann sicherlich nie am Unterricht der Lehrerin, sondern muss ja an irgendwelchen Mißständen in der Erziehung zu Hause sein. Ähnliches wird wohl auch bei Migrantenkindern etc. so sein...

-----------

Bei den ganzen Diskussionen und Statistiken bin ich etwas gespalten. Ich weiß, dass nach dem Kindergarten selbst die Eltern, die mit Ach und Krach ihren Hauptschulabschluß geschafft haben und die Intelligenz wahrlich nicht mit dem Löffel gegessen haben, ihr Kind später auf dem Gymnasium gesehen haben. In der Klasse, die mit meinem Sohn in der 5. war, haben dann auch die Kinder mit Entwicklungspotential alle die 5. Klasse auf Realschule oder Gymnasium wiederholt. Der Rest hätte die Zeit auf dem Gymnasium nie überstanden. Hier ist es so, dass von den Fünftklässern im Gymnasium auch nur 60 oder 70 % im selben Schuljahrgang noch die 9. oder 10. besuchen. Der Rest geht spätestens ein oder zwei Jahren nach Erhalt der 2. Fremdsprache auf die Realschule ab oder muss wiederholen.

Schwierig sehe ich es einerseits bei Migrantenkindern, weil die häufig eben in der Grundschule nicht richtig gefördert werden und die Defizite durch das spätere Sprachenlernen bis zur 4. Klasse noch lange nicht aufgeholt haben. Und eben auch bei jedweden anderen Kindern, deren Schwierigkeiten im Grundschulalter eher aufgrund mangelnder Konzentrationsfähigkeit oder anderen Entwicklungsverzögerungen oder psychischen Problemen verursacht wurden.

------------

Einfach mal mein Senf zu diesem Thema. Zeigt ggf. auch die Probleme auf, die man mit einem Kind hat, das die Intelligenz hat, aber dem ggf. andere Eigenschaften fehlen - und die man dann, ohne großes Geld bzw. in unserem Fall eben der Zeit mittags, weil ich gearbeitet habe, nicht lösen kann. Ich bin Ende der 5. und in der 6. Klasse meines Sohnes oftmals nicht vor 7 nach Hause gekommen, manchmal auch später - die Hausaufgaben haben wir danach noch gemacht. Manchmal bis 10 Uhr abends.

Intelligenz als einziges Kriterium reicht nicht für die Schuleinstufung. Das Arbeitsverhalten des Kindes muss notfalls auch ohne großes Bemühen der Eltern gegeben sein - bzw. man muss die Zeit und die Fähigkeit haben, um das zu kompensieren.Teilweise haben die Lehrer dann auch Recht mit ihren Einstufungen und der Rücksicht auf äußere Kriterien zusätzlich zu den Schulnoten - das liegt aber, zumindest in Bayern, auch an der Art, wie in Gymnasien gelehrt wird.
Donauwelle ist offline  
Alt 13.09.2008, 09:41   #22
Sam01->Emailproblem
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Standard AW: Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium - SKANDALÖSES SCHÜLER-LOTTO

Sind unsere Kinder zu dumm – oder was ??

Das Handwerk denkt wegen des Lehrlingsmangels darüber nach, in einigen Jahren junge Menschen aus anderen EU-Staaten für eine Ausbildung im Handwerk anzuwerben. "Wir sollten die Möglichkeit schaffen, Lehrlinge aus anderen Ländern aufzunehmen, wenn es gilt, die Zukunft von Betrieben zu sichern", sagte Schleyer.

Handwerk: Dramatischer Mangel an Lehrlingen | RP ONLINE

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