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Alt 18.11.2007, 06:16   #1
listche
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Benutzerbild von listche
 
Registriert seit: 16.09.2005
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listche
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Standard Fallbeispiel Niederlande

"Mindestlohn, ein deutsches Drama"

In den Niederlanden gibt es seit fast 40 Jahren einen gesetzlichen Mindestlohn, die Höhe der Sozialhilfe ist daran gekoppelt. Ein durchaus erfolgreiches Modell. Warum interessiert das nicht auch deutsche Politiker, Arbeitgeber und Gewerkschaftler?

Jannes Bax aus dem niederländischen Wageningen ist gerade 23 Jahre alt geworden, arbeitet bei einem Gemüsegroßhandel und verdient derzeit 1317 Euro monatlich, plus acht Prozent Urlaubsgeld. Im Januar 2008 gibt es eine turnusmäßige Erhöhung von diesmal 18 Euro. Nach dem Beschluß der Regierung in Den Haag bekommt Bax dann insgesamt 1335 Euro brutto, das sind 303,90 Euro pro Woche*. Das ist das derzeit gültige gesetzliche Mindestgehalt bei einem Vollzeitjob. Bax, verheiratet, ein Kind, kommt mit dieser Summe gerade so über die Runden. Aber nur, weil seine Frau ein paar Mal die Woche putzen geht, legal, um auch ein Anrecht auf einen Teil des Mindestlohns zu haben.

Und hier gehts weiter:

http://www.stern.de/politik/ausland/...ma/602749.html

Gruß Listche
__

"Wer die Menschen kennnenlernen will, der studiere ihre
Entschuldigungsgründe."

Christian Friedrich Hebbel
listche ist offline  
Alt 18.11.2007, 06:26   #2
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Registriert seit: 18.07.2006
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ofra
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Daumen hoch

"John van der Veen, Chef von Jannes Bax, versteht die deutsche Angsthasen-Haltung nicht. Als kleiner Unternehmer hat er es nicht leicht, seinem Personal das Pflichtminimum zu zahlen. "Ich finde aber, dass meine Leute ein Recht auf eine ordentliche Bezahlung haben. Wenn ich den großen fetten Brocken Deutschland sehe und lese, dass dort Millionen Menschen lausige drei bis vier Euro die Stunde bekommen, dann halte ich diese Schmarotzer, die ihre Mitarbeiter ausbeuten, für Straftäter". Beruhigend findet er, dass seine Konkurrenz mit den gleichen hohen Gehältern kalkulieren muss."

dieses straftäter-bewusstsein gibt´s halt leider bei uns nicht!!
es gibt kein unrechts-empfinden!!


das ganze mindestlohnproblem ist letztlich eine moralische frage. eine frage des anstands und der sittlichkeit!

der derzeitige zustand ist ein charakterliches armutszeugnis für deutsche unternehmer!
es wird viel zu kurzfristig gedacht. langfristig führt diese entwicklung in ein desaster. um das in den griff zu bekommen, schreit man nach blue-card und ähnlichen instrumenten...
__

Ich hätt gern Tee statt Kaffee
ofra ist offline  
Alt 18.11.2007, 09:01   #3
andine
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Zitat von listche Beitrag anzeigen
"Mindestlohn, ein deutsches Drama"

In den Niederlanden gibt es seit fast 40 Jahren einen gesetzlichen Mindestlohn, die Höhe der Sozialhilfe ist daran gekoppelt. Ein durchaus erfolgreiches Modell. Warum interessiert das nicht auch deutsche Politiker, Arbeitgeber und Gewerkschaftler?
Deshalb:

Zitat:
Es existieren sogar ganz öffentlich vertriebene konkrete Anleitungen und Ratgeber für Arbeitgeber, mit Gesetzesgrundlagen und Rechenbeispielen, wie und um wie viel unter Ausnutzung von ALG II der Lohn gedrückt werden kann, oder welche Voraussetzungen unter Beachtung geltender Vorschriften und Rechtsnormen man schaffen muss, um dauerhaft 1 Euro Jobber anstatt bezahlter Arbeitskräfte beschäftigen zu können und wie man gezielt Praktikanten als kostenlose Urlaubs- und Krankheitsvertretung beschäftigt - motiviert durch gezielte Vortäuschung der Übernahme als Angestellter nach dem Praktikum. Täuschung - Lüge - Betrug - staatlich subventioniert und damit rechtlich nicht angreifbar.
http://www.gegen-hartz.de/nachrichte...9eb0a7b501.php

Zitat:
Wozu also einen Mindestlohn? Das würde dieses so schön konstruierte Gewinnmaximierungssystem doch wieder zerstören! Und die damit so mühsam auf dem Rücken der Steuerzahler angeschobene Konjunktur wieder abwürgen.
PS: Süßes Ava ofra...
 
Alt 18.11.2007, 10:19   #4
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Registriert seit: 18.07.2006
Beiträge: 1.924
ofra
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Zitat von andine Beitrag anzeigen
danke. ich sammle die seit einigen jahren.
__

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ofra ist offline  
 

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