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Start > > > > -> Arbeitsmarktfabriken im Freistaat Bayern (Teil III)


 

 

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Alt 07.11.2007, 11:50   #1
Martin Behrsing
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Registriert seit: 16.06.2005
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Standard Arbeitsmarktfabriken im Freistaat Bayern (Teil III)

Gekürzte Auszüge eines Beitrags vom Mai 2007 :
<<Derzeit schießen Arbeitsfabriken bundesweit aus dem Boden wie Pilze. Die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft BFZ gGmbH als Erfinder der Arbeitsfabrik sind eine Tochter des BBW e.V. - Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V.Dieses gibt als Vereinszweck an: Der BBW e.V. fördert die staatsbürgerliche, soziale, wirtschaftliche und berufliche Bildung junger und erwachsener Staatsbürger im Sinne einer freiheitlichen, sozialverpflichteten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.
Lesen Sie auch Teil I ... und II...

Die stillschweigende - gleichwohl aber epidemische Ausmaße annehmende - Ausbreitung des Konstrukts "Arbeitsfabrik" steht in krassem Widerspruch zu ihrem einzigen und dazu höchst schlichten Produkt: dieses nämlich sind Bewerbungen! Bewerbungen - erzeugt in einer Art arbeitsteiliger "Selbstorganisation"

Weiterlesen...
Martin Behrsing ist offline  
Alt 07.11.2007, 20:18   #2
Jenie
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Jenie
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Ich sags ja wie damals nur moderner verpackt....
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
Jenie ist offline  
Alt 07.11.2007, 21:31   #3
Faustus->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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Faustus
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Die Rückkehr des III.Reiches ist beschlossene Sache der Großkapitalisten.
Zunächst schleichend in Rot-Grün-Schwarz langsam braun annehmend....
....Deutscher Michel..schläfst Du noch...schäfst Du noch?
__

Wer in einer Demokratie schläft, der wacht in einer Diktatur auf!
Faustus ist offline  
Alt 12.11.2007, 14:01   #4
Sancho
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beim bfz hatte ich auch schon mal eine "Maßnahme" bekommen, war als "Weiterbildung" gedacht.

Bis auf 2 Dozenten konnte man aber den ganzen Kurs vergessen.

Der Leiter dort hatte die "Neuen" (es war so 1999) mit den Worten begrüsst "Es standen nach Beendigung der Maßnahmen schon die Chefs auf dem Flur um ihre neuen Mitarbeiten abzuholen".

Als ich dann fragte, warum nicht schon während der Maßnahme die Leute eingestellt wurden, war Funkstille.

Zumindest konnte man dort auch besser mitbekommen, wie diese "Bildsträger" arbeiten.

Jeder der nicht mehr kam (evtl. danach auch Sanktionen erhielten), jeder der selbst eine Stelle gefunden hatte (ohne zutun des "Bildungsträgers") und jeder andere der am Ende der Maßnahme nicht mehr in diesem Kurs war, wurde als "Erfolg" für den Maßnahmeträger bewertet.

Gebracht hat es gar nichts, man war nur aus der Statistik. Allerdings gibt es auch noch schlimmere.

Hat noch jemand Erfahrungen mit bay. "Bildungsträgern"?
 
Alt 12.11.2007, 17:21   #5
Emily
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Zitat von Faustus Beitrag anzeigen
Die Rückkehr des III.Reiches ...
Jetzt versteh ich endlich, warum es Hartz IV heisst.


Mann, hab ich lang gebraucht!

Emily
 
Alt 12.11.2007, 21:21   #6
mcbarnie
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mcbarnie
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Zitat von Sancho Beitrag anzeigen
beim bfz hatte ich auch schon mal eine "Maßnahme" bekommen, war als "Weiterbildung" gedacht.Der Leiter dort hatte die "Neuen" (es war so 1999) mit den Worten begrüsst "Es standen nach Beendigung der Maßnahmen schon die Chefs auf dem Flur um ihre neuen Mitarbeiten abzuholen". Hat noch jemand Erfahrungen mit bay. "Bildungsträgern"?
Mit bay. Bildungsträgern nicht, ich habe es in NRW erlebt. Bei mir ist es ca. 15 Jahre her, da habe ich auch in einem Bfz an einer Maßnahme teilgenommen und meinen Kaufmannsgehilfenbrief erwoben.

Die Prüfung wurde glücklicherweise vor der IHK abgenommen. Da haben sie uns genau das Gleiche erzählt und uns so falsche Hoffnungen gemacht. Das einzigste vernüftige war die Prüfung vor der IHK und das man einen ganz "normalen" Kaufmannsgehilfenbrief bekam. Den Rest konnte man vergessen. Die praktische Ausbildung erfolgte in sogenannten Übungsfirmen, es gab kein Praktikum bei einer "echten" Unternehmung. Wenn ich an diese praktische Ausbildung zurück denke......

Solange Umschulungsmassnahmen nur von externen Bildungsträgern und ohne Zusammenarbeit mit Firmen, bei denen mindestens 6 Monate Praktikas möglich sind, durchgeführt werden hat der Arbeitslose danach wenig Chancen einen Arbeitsplatz zu finden.
__

Gruss

Hans Dieter

--
Alles was ich hier schreibe, entspricht nur meiner persönlichen Meinung und ist keine Rechtsberatung.

***Die Hoffnung stirbt zuletzt***
mcbarnie ist offline  
Alt 12.11.2007, 22:08   #7
angel6364
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Zitat von Sancho Beitrag anzeigen

Hat noch jemand Erfahrungen mit bay. "Bildungsträgern"?
bfz, "PRISMA, Psychosoziales Regionalbüro zur Integration von SGB-II leistungsbeziehenden Menschen in Arbeit", Bildungswerk der Bayrischen Wirtschaft:

Angesagt vom AA war eine Weiterbildung auf dem Bereich Computerkenntnisse für Sekretärinnen.

1. Termin: Sie wollten mich in ein Call-Center vermitteln, über Zeitarbeitsfirmen, Bewerbung unter Aufsicht.
Ich bin schwerhörig! Nun war die junge Dame hilflos. Es sind keine Flyer für die Weiterbildung da. Auf Wiedersehen.

2. Termin: Ja, was mach ich denn mit Ihnen? Es sind immer noch keine Flyer da. Wir perfektionieren Ihren Lebenslauf!
Ich muss zugeben, er sieht nun erheblich besser aus als vorher. Das bin zwar nicht mehr ich, aber seis drum, interessiert eh keinen. Ausdrucken wollte sie ihn aber nicht: Es reicht doch, wenn er in unserem Computer ist, drucken geht grad nicht, auf Wiedersehen!

3. Termin: Ich nahm einen USB-Stick mit und überrumpelte sie damit, nun ist wenigstens der Lebenslauf in meinem Besitz. Sie hatte nun einen Stapel Blätter (handschriftlich vollgekritzelt) in der Hand, angeblich Weiterbildungsinfos. Das kann ich Ihnen aber nicht geben, für Sie zahlt niemand.
Was mache ich denn mit Ihnen bloss? Ich stelle Sie jetzt mal frei und schreib das dann in den Bericht ans AA so rein. Wäre ja Unsinn, wenn Sie Ihren Minijob für befristete Teilzeit aufgeben würden. Kommen Sie halt in einem halben Jahr mal wieder.

Der 4. Termin war eine Vorladung vom AA: Die Frau xxx hat in ihrem Bericht geschrieben, sie würden sich vehement weigern, sich zu bewerben und wären gänzlich uneinsichtig. Das kann sanktioniert werden!
Ich stellte das richtig, das war überraschend leicht. Mag daran liegen, daß ja wirklich keinerlei Angebote an mich gemacht wurden von Frau xxx, mit Ausnahme der Call-Center. Von Weiterbildung keine Spur.
Vielleicht lag es auch daran, daß ich hier darüber schrieb, Ratschläge bekam und der FM wohl gelegentlich mitliest.

Das sind meine tollen Erfahrungen mit bayerischen Bildungsträgern.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 12.11.2007, 22:16   #8
Sancho
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Meine Ausbildung hatte ich bei einem anderen Bildungsträger gemacht, inkl. Praktika in realen Firmen (Übernahmechancen: Null), die Prüfungen wurden auch bei der IHK abgelegt.

Allerdings fand ich die Umschulung bei "meinem" Bildungsträger gut, die Dozenten waren gut und wussten wovon sie redeten und hatten auch von der Materie her reichlich praktische Erfahrungen.

War oder ist anscheinend eine der berühmten Ausnahmen.



Bei einer "Weiterbildung" die ich dieses Jahr "genießen" durfte, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln, soviel Unsinn und Blabla, den ich dort gehört und gemacht habe, war jeder froh, diese teilweise 12 Wochen hinter sich gebracht zu haben.

Das dieser (Ein-) Bildungsträger überhaupt noch existiert ist allerdings kein Wunder, denn der gehört zu dieser Optionskommune in der der Träger ansässig ist (anscheinend erweitert er sogar noch sein "Einzugsfeld").

Soviel Inkompetenz, Nichtwissen und Machtgehabe wie dort habe ich noch nie erfahren. Für das was sie angeblich den Teilnehmern "beibringen", bekommen die auch noch ne Masse Geld, obwohl man gerade dort nichts oder nur unsinniges beigebracht bekommt. (Learning by doing kann ich auch zuhause und wie Bewerbungen auszusehen haben, finde ich auf jeder Stellenbörse im Internet)


@Angel6364

was meinen die mit Psychosozial?
 
Alt 13.11.2007, 19:51   #9
bonica
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bonica
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bfz -- ist der Gedanken Tod

Ich habe seit September selbst eine Maßnahme beim bfz in Nürnberg. Ist die Hölle. Ständig wechselnde Dozenten, Räume, Orte. Null Vermittlung von Wissen...

Angepriesen wurde die Maßnahme von der ARGE. Wie sich in den letzten Tagen herausstellte sind ca. 400 HartzIV-ler aus Fürth hier in Nürnberg. Die Dauer der Maßnahme lieg bei 9 Monaten, kann aber verlängert werden auf 12 Monate.
Ich habe schon versucht zu bloggen.
Aber lest selbst, was da alles so passiert. (oder auch nicht)
__

Harz war schon immer etwas Anhaftendes, aber mit dem Hartz von heute wird man geleimt wie nie zuvor!
© Willy Meurer, (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, M.H.R. (Member of the Human Race), Toronto
bonica ist offline  
Alt 13.11.2007, 22:41   #10
Sancho
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Zitat von bonica Beitrag anzeigen
bfz -- ist der Gedanken Tod

Ich habe seit September selbst eine Maßnahme beim bfz in Nürnberg. Ist die Hölle. Ständig wechselnde Dozenten, Räume, Orte. Null Vermittlung von Wissen...

Angepriesen wurde die Maßnahme von der ARGE. Wie sich in den letzten Tagen herausstellte sind ca. 400 HartzIV-ler aus Fürth hier in Nürnberg. Die Dauer der Maßnahme lieg bei 9 Monaten, kann aber verlängert werden auf 12 Monate.
Ich habe schon versucht zu bloggen.
Aber lest selbst, was da alles so passiert. (oder auch nicht)

Ja, kommt mir bekannt vor.

Allerdings, was ist schlimmer, langeweile und warten oder stundenlanges Gelaber, das keinen Interessiert. Falsche Infos erhalten "meine Bewerbungsschreiben sind die Besten" (komisch, sagt auch jeder Dozent)und anderer Unsinn?

Selbst mit den besten Bewerbungsschreiben (mit oder ohne Firlefanz, also Grafiken, Schnörkel und "aktueler Bewerbungsmappenfarbe") wurden von 26 Leuten 2 zeitweise übernommen, der Rest wurde nach einiger Zeit wieder in so eine Maßnahme vermittelt.

Ein Praktikum, das nach Abschluss einen Fragebogen für die Chefs brachte, ob man "für den Beruf geeignet ist" oder nicht usw.

Solche Maßnahmen bringen nichts und sind zum größten Teil überflüssig, denn eine wirkliche Weiterbildung bringt auch Neues und evtl. auch anerkannte Abschlüsse, oder wie hoch sind die Chancen als Kaufmannsgehilfe, wenn im Lebenslauf 4 Mal steht "Einführung in die EDV mit Word, Excel, Powerpoint"?

Da könnte sich die BA viel Geld sparen, wenn sie da mal ansetzen würde mit dem sparen und eine genauere Kontrolle der Träger durchführt, denn so werden sie mit Kaffee und Kuchen, vielleicht sogar einem Buffet "abgespeist und die, die wirklich etwas zu sagen hätten, werden nicht gefragt. Die Leidtragenden (Teilnehmer) dieser "Weiterbildungsmaßnahmen".
 
Alt 14.11.2007, 13:01   #11
mcbarnie
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Also hat sich auch nach Jahren nichts geändert, es ist eher noch schlimmer geworden. Hinzu kommt noch das man auch noch verschiedenen Restriktionen unterworfen ist, was damals so nicht war.

Und dem AA und den Argen scheint es egal zu sein was da teilweise bei den Bildungsträgern abgeht. Hauptsache der Arbeitslose ist aus der Statistik raus und sie können sagen, wir tun was für die Arbeitslosen.
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Gruss

Hans Dieter

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