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Start > > > > -> Über die Hälfte der Kinder in den USA lebt unterhalb der Armutsgrenze


 

 

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Alt 29.10.2007, 21:42   #1
Cementwut
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Standard Über die Hälfte der Kinder in den USA lebt unterhalb der Armutsgrenze

das haut mich um - ich meine ich wusste ja, dass in den USA sehr viele Menschen in Armut leben, aber das, das schockt mich jetzt.
Und dann noch so´ne Kampagne
Zitat:
Tatsachenprediger des Tages: Weißes Haus

Die Kriege von US-Präsident George W. Bush haben die Steuerzahler seines Landes bereits 600 Milliarden Dollar gekostet. Aber für die Krankenversicherung von Kindern bedürftiger Familien hat der Staatschef kein Geld. »Zu teuer«, so sein Verdikt, als er den ersten entsprechenden Gesetzesentwurf der Demokraten mit einem Veto belegte. Aber ermutigt durch Umfragen, wonach drei Viertel der US-Bürger lieber mehr Geld für die Gesundheit der Kinder als für die Kriege im Irak und in Afghanistan ausgeben, haben die Demokraten im Repräsentantenhaus nun angekündigt, daß sie einen neuen Gesetzesentwurf für die staatliche Krankenversicherung von Kindern, kurz SCHIP genannt, einbringen werden. Dabei ist diese Versicherung nicht einmal für die Ärmsten der Armen gedacht, sondern nur für die etwa zehn Millionen Kinder, deren Familien offiziell noch nicht als arm gelten, die sich aber trotzdem keine Krankenversicherung mehr leisten können.
...
http://www.jungewelt.de/2007/10-30/index.php
zur Erinnerung: mit 1 Monat Kriegskosten Irak - könnten 10Millionen Kinder in den USA für 1 JAHR krankenversichert werden, aber das ist dem Bush zu teuer
 
Alt 29.10.2007, 21:59   #2
Koelschejong
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Ganz ehrlich - da bin ich Nationalist - mich stören die 17% Kinder http://www.welt.de/politik/article11...chststand.html bei uns in Deutschland weit mehr, was natürlich nicht heißt, dass ich Kinderarmut irgendwo auf dieser Welt gut heiße. Ohne Militärausgaben wäre für die Kinder sicher überall ausreichend Geld vorhanden.
Koelschejong ist offline  
Alt 29.10.2007, 22:11   #3
Jenie
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Jenie
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so ist es... alle die darin mitwurschteln haben diese probleme ob usa oder Germany oder andere Europaische länder wir hängen Global dran an dem system - somit dem problem und somit in der Armut....

Von mir aus können sie Deutschland von der EU abkoppeln und ne dicke mauer drumherum machen -- dann hier alles wieder in ruhe aufbauen das es für alle reicht und ruh is im schuppen.
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
Jenie ist offline  
Alt 29.10.2007, 22:29   #4
Kaleika
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Zitat:
Aber – so hält das Weiße Haus bereits in der fettgedruckten Überschrift nach »Just the Facts« fest: »Over Half the Families in America Are Not Poor – Mehr als die Hälfte der Familien in Amerika sind nicht arm.« Nur der große Rest.
Nur der große Rest - wen kümmerts also?
Bei uns sind erst durchschnittlich 20 Prozent der Kinder arm, nur in wenigen Regionen wird die 40-Prozentmarke überschritten.
Na, da wissen wir ja, wo es hingehen "soll".
Kaleika
Kaleika ist offline  
Alt 29.10.2007, 22:44   #5
Cementwut
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Nur der große Rest - wen kümmerts also?
Bei uns sind erst durchschnittlich 20 Prozent der Kinder arm, nur in wenigen Regionen wird die 40-Prozentmarke überschritten.
Na, da wissen wir ja, wo es hingehen "soll".
Kaleika
genauso sehe ich das auch
Die US-Regierung , Freund und Helfer unserer ReGIERung, Vorbild und der Werteexporteur der EU und deren hochgelobten Reformvertrag
 
Alt 29.10.2007, 22:47   #6
angel6364
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Ich bin 1964 geboren. Seit ich denken kann, herrschte in Deutschland eine sich immer aufs Neue bestätigende Binsenweisheit vor: Alles aus Amerika kommt zu uns.
Die Obermacker in Deutschland, immer angewiesen auf ein höriges Untermenschenvolk, brauchen doch ihrerseits selbst einen Oberguru, der ihnen sagt, wos langgeht. Und das ist Amerika, schei*segal, was da vor sich geht. Das Ziel ist hier wie da immer nur: mehr Geld für wenige. Die Mittel: über Leichen gehen, die Trottel wehren sich ja nicht.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 30.10.2007, 01:32   #7
Cementwut
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Standard US-Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelps

das so jemand den Wirtschaftsnobelpreis erhält lässt tief blicken

Zitat:
...
"Eine absolute Horrorvorstellung ist für mich die Tatsache, dass man in Deutschland seinen Job kündigen und sich anschließend hinstellen und Arbeitslosengeld verlangen kann. Und man bekommt es auch noch!", erklärt er. Das sei ein geradezu unfassbarer Zustand. "Verstehen Sie mich nicht falsch, aber man kann in Deutschland überleben, ohne etwas zu tun - das ist doch nicht normal."

Die Folgen seien in Deutschland an jeder Ecke zu besichtigen, sagt der Gelehrte. Fehlende Motivation und Anspruchsdenken würden jede Eigeninitiative ersticken. Nicht nur Deutschland, ganz Europa fehle es an Dynamik, an Mut, an Veränderungswillen, an der Freude am Problemlösen, überhaupt an Ehrgeiz. Deutschland? Er zieht die Brauen nach oben. "Mal sehen, wie es mit dem sozialen Ausgleich in 20 Jahren aussieht." Phelps sieht das Land aufgrund der demografischen Entwicklung vor einem "riesigen Problemberg". "Umso mehr wäre es Zeit, jetzt mal richtig durchzustarten und die Dinge anzugehen", findet er.

Seine Rezepte sind bekannt: Weg mit dem öffentlichen Bankensektor, weg mit den Gewerkschaften, die notwendige gesellschaftliche Änderungen blockieren, weg mit Kündigungsschutz und Arbeitslosenversicherung, hin zu einem freien Arbeitsmarkt, der den Preis für Arbeit selbst bestimmt. "Die Extreme kann der Staat dann durch ein Kombilohnmodell ausgleichen. Das ist sozial, weil es Arbeit schafft."
...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,513290,00.html
und ich vermute mal, dass der noch zu den Wirtschaftsofties zählt
 
Alt 02.11.2007, 22:59   #8
Cementwut
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Standard Privatwirtschaft spendet für USA Image Aufbesserung

Zitat:
Privatwirtschaft spendet 800 Millionen Dollar für Image-Verbesserung der USA im Ausland

20:49 | 02/ 11/ 2007

WASHINGTON, 02. November (RIA Novosti). Die US-Administration beteiligt immer mehr heimische Privatunternehmen an der Image-Verbesserung der USA im Ausland.

Das teilte Colleen Graffy, Beauftragte der US-Außenministerin Condoleezza Rice für die öffentliche Diplomatie, am Donnerstag mit.

"Wir arbeiten so eng wie noch nie zuvor mit dem Privatsektor zusammen und erhielten von ihm bereits rund 800 Millionen Dollar in Form von Partnerschaftsabkommen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Katastrophenvorsorge und so weiter", sagte Graffy. Am Donnerstag hielt sie in London einen Vortrag zum Thema "Was die USA zur Verbesserung ihres Images im Ausland machen" ab.
...
http://de.rian.ru/world/20071102/86507760.html
 
Alt 02.11.2007, 23:03   #9
Jenie
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tssssssss haben die das aber nötig... da fällt einem doch nichts mehr ein.
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
Jenie ist offline  
Alt 02.11.2007, 23:15   #10
Rinzwind->Emailproblem
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Rinzwind
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Böse

Zitat:
Privatwirtschaft spendet 800 Millionen Dollar für Image-Verbesserung der USA im Ausland
Das schlimme ist, dass solche blödsinnigen Kampagnen bei den meisten Leuten auch noch Erfolg bringen werden!

Es wäre sinnvoll das Geld zu sparen und gemeinsam mit dem Budget für Angriffskriege im sozialen- und im Bildungsbereich anzulegen, das würde allen US-AmerikanerInnen zu Gute kommen und vermutlich sogar die Problematischen Zustände im Inland verringern.
Aber daraus wird wohl nichts.
__

"Wer nicht bereit ist, aus der Geschichte zu lernen, der ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen."
(Übersetzungsvariante eines Zitats von George Santayana)

Das Ziel der Hartz-Gesetze: Niemand soll hungern, ohne zu frieren!


Alle meine Äußerungen sind durch das Grundgesetz, Artikel 20, Absatz 4 abgedeckt und somit strafrechtlich nicht verfolgbar! ;-)
Rinzwind ist offline  
Alt 02.11.2007, 23:27   #11
Cementwut
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mich würde jetzt mal interessieren, wie die die Tatsache , dass ÜBER die Hälfte der amerikanischen Kinder (57%) unterhalb der Armutsgrenze lebt, und die Regierung es ablehnt wenigstens einen Teil der nicht krankenversicherten Kindern zu versichern, dafür aber lieber monatlich 10 Milliarden Dollar für einen völkerrechtswidrigen Krieg, mit ungezählten Kriegsverbrechen führt
- wie die das "neutralisieren" sprich Schönreden wollen
 
Alt 03.11.2007, 00:37   #12
Kaleika
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Zitat von Cementwut Beitrag anzeigen
mich würde jetzt mal interessieren, wie die die Tatsache , dass ÜBER die Hälfte der amerikanischen Kinder (57%) unterhalb der Armutsgrenze lebt, und die Regierung es ablehnt wenigstens einen Teil der nicht krankenversicherten Kindern zu versichern, dafür aber lieber monatlich 10 Milliarden Dollar für einen völkerrechtswidrigen Krieg, mit ungezählten Kriegsverbrechen führt
- wie die das "neutralisieren" sprich Schönreden wollen
Ich glaube, die brauchen das nicht schön reden, weil dieser Umstand im Inland versteckt wird - man redet halt nicht drüber, schreibt größtenteils nix dazu und dann isses so, als ob es das gar nicht gäbe.
Das ist auch mit ein Ergebnis dieser amerikanischen Durchschnittsbildung, die uns ebenfalls erwartet.
Kaleika
Kaleika ist offline  
Alt 03.11.2007, 00:42   #13
Cementwut
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Ich glaube, die brauchen das nicht schön reden, weil dieser Umstand im Inland versteckt wird - man redet halt nicht drüber, schreibt größtenteils nix dazu und dann isses so, als ob es das gar nicht gäbe.
Das ist auch mit ein Ergebnis dieser amerikanischen Durchschnittsbildung, die uns ebenfalls erwartet.
Kaleika
Hallo Kaleika
die Spenden sind für Imageaufbesserung/Kampagnen im Ausland bestimmt
Zitat:
Um US-kritische Medienberichte und Aussagen im Ausland zu neutralisieren, habe das State Department in Washington eine Gruppe gebildet, die weltweit Gegenargumente auf die Kritik verbreitet, sagte Graffy. Außerdem seien in London, Brüssel und Dubai Media-Zentren eingerichtet worden, die mit der Image-Verbesserung beauftragt seien.
 
Alt 03.11.2007, 09:22   #14
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
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Zitat von Cementwut Beitrag anzeigen
zur Erinnerung: mit 1 Monat Kriegskosten Irak - könnten 10Millionen Kinder in den USA für 1 JAHR krankenversichert werden, aber das ist dem Bush zu teuer
zu teuer nicht, aber beim den Kriegskosten sitzt er an der Quelle und kann seine Provisionen abkassieren. Würde er das Geld in Krankenversicherungen stecken, müßte er viel zu viel rennen, um seine Anteile abzuzocken.

Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Nur der große Rest - wen kümmerts also?
Bei uns sind erst durchschnittlich 20 Prozent der Kinder arm, nur in wenigen Regionen wird die 40-Prozentmarke überschritten.
Na, da wissen wir ja, wo es hingehen "soll".
Kaleika
das habe ich diese Woche versehentlich in einer Nachrichtenleiste gelesen "Merkel ruft Indien zum Kampf gegen Armut auf". Nach dieser perversen Aussage wären "früher" zumindest unbvequeme Fragen der Presse gestellt worden, wie eine Kanzlerine ein anderes Land zum Kampf gegen Armut auffordert, während sie im eigenen Land die Armut unterstützt.
So gesehen haben wir in der pRese bereits US-Verhältnisse - in der Politik sowieso.
Satire ? Eine kleine Abwandlung des alten Scherzes : "Amerikaner entwickeln sich bis 12 und dann wachsen sie nur noch" - inzwischen kann man schreiben "Politiker entwickeln sich bis 12, wachsen dann nur noch und entwickeln sich menschlich ins Negative, während die eigene Geldgier grenzenlos wird".
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline  
Alt 03.11.2007, 09:38   #15
wolliohne
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wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard Und Deutschland

ist auf dem Besten Weg mit den Amis Schritt zu halten.

Siehe steigende Kinder-und Altersarmut
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 03.11.2007, 11:00   #16
Debra
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Debra
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"Eine absolute Horrorvorstellung ist für mich die Tatsache, dass man in Deutschland seinen Job kündigen und sich anschließend hinstellen und Arbeitslosengeld verlangen kann. Und man bekommt es auch noch!", erklärt er. Das sei ein geradezu unfassbarer Zustand. "Verstehen Sie mich nicht falsch, aber man kann in Deutschland überleben, ohne etwas zu tun - das ist doch nicht normal."

Im Ernst, das findet nicht nur er, sondern auch besonders amerikanische Arbeiter! Ich hab mal einen Bekannten gefragt, was denn die alleinerziehenden Mütter machen, wenn sie keine Unterstützung kriegen (seine Schwester gehört zu diesem Kreis). Er meinte, das wisse er nicht und auf meine Frage, ob diese denn nicht Unterstützung kriegten meinte er nur: "Warum sollten sie?" Dabei gibt es auch noch ein Gesetz, dass die Mutter unter 14-jährige Kinder nicht ohne Betreuung lassen darf. D.h., geht sie arbeiten und das Kind ist unbeaufsichtigt, kann man es ihr sogar wegnehmen. Warum trotzdem so viele gerade mal über 20-Jährige meistens schon drei Kinder haben in den USA ist mir schleierhaft. Ich meine, es ist mir schleierhaft wie sie alles zahlen können: Haus, Auto etc. Ich denke, ohne die Hilfe von der Familie geht es nicht.
Jedenfalls war dieser Bekannte hier zu Besuch und meinte, Deutschland käme ihm vor, als würden fast alle Menschen von Sozialhilfe leben. Offensichtlich ginge niemand arbeiten.
Debra ist offline  
Alt 03.11.2007, 22:49   #17
Jenie
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Jenie
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Das ist so auch nicht ganz richtig. Die USA haben erst vor 10 Jahren oder wie lange es her ist teile aus dem deutschen sozialsystem übernommen.

1. Wurden Säumig zahlende Väter in den USA regelrecht gejagt... notfalls mit Führerschein entzug und knast.

Das war hier nie so... und das fand ich nicht richtig den es gibt eine menge die sagten, püh soll se doch sozialhilfe beziehen.....

2. Arbeitslosengeld bekommt man soweit mein momentaner stand nur drei oder 6 monate lang in den USA... Danach gibt es eine kleine sozialhilfe und Essensgelegenheiten.
Es ist nicht viel aber verhungern musste man dort auch nicht. kann man bisschen mit unserem heutigen Hartz vergleichen.

Da die USA ein land sind die schon sehr lange so leben, ist dort sie solidarität viel grösser als hier.
Es gibt jede menge gelegenheitsarbeiten wie rasenmähen usw....
Die die mehr haben geben gerne was ab oder lassen die ärmeren mitessen gegen kleine gefälligkeiten.

Das nächste ist das es dort nicht so eine Bürokratie gibt wie hier.
Dort kann jeder alles arbeiten sofern er in der lage ist.

In deutschland braucht man selbst als Putzfrau einen Meister Properschein...

Schwarzarbeit gibt es dort ebenfalls im Bausektor bis zum umfallen.

Nichts desto trotz ist die schere dort sehr gross und deutlich.

oft hatte ich damals als ich da drüben lebte das gefühl die armen leben von den reicheren.

Die superreichen leben eingesperrt an die kommt kein armer ran. Die wollen sie nicht haben in ihren vierteln die mit Schranken und Privatsecurity abgesperrt sind.

Wir hatten regeln in Los Angeles an die wir uns zu halten hatten. Wer nicht hatte pech gehabt und brauchte sich hinterher auch nicht zu beschweren.

Nur zu gewissen Uhrzeiten sollte man als Frau (besonders auch mit kindern) zum einkaufen gehen. Und stets in Begleitung von einer Security oder einem Mann. Ich habe das szenario zwei jahre mitgemacht und bin nach Deutschland gezogen weil ich solch ein eingesperrtes leben nicht haben wollte.

In Arizona ist es besser weil sich dort arm und reich nicht so eng treffen wie in Los Angeles. Dort gibt es riesige Flächen in denen Geld in ruhe wohnen kann. Dort sind auch nicht so strenge regeln aber dafür im Sommer unendliche Hitze.....

Michigan fand ich am schlimmsten. Dort lebten wir in einem viertel das direkt hinter einer riesigen Mauer der slums grenzte.
Jeden früh mussten wir dadurch fahren. die Fahrer hatten immer ein paar dollarscheine in der Brusttasche für den fall es nicht durch die strasse zu schaffen, und jeden früh ab Vollgas und durch.

Erinnert alles ein wenig an zonen und regeln wie manch einer Deutschlands zukunft schon beschrieben hat und ich finde das garnicht mal so abwegig da ich es von dort her kenne.
Ich bin da seit 10 Jahren weggezogen. und es ist über die jahre dort immer schlimmer geworden statt mal besser.

Wie es im moment aussieht --- schlimmer als unser hartz... für viele ist diese Wirtschaft der absolute untergang, da sie sich gerade bei den besser betuchten gut ernähren konnten.

Ist das auch unsere zukunft hier? solch ein leben?
__

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Jenie ist offline  
Alt 03.11.2007, 22:58   #18
angel6364
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http://www.elo-forum.org/ist-das-die...5.html?t=18065

Jenie, Dein guter Beitrag hat mich sofort an diesen Thread erinnert.

Wie würde wohl die Zukunft hier aussehen, wenn alles so wehrlos hingenommen würde wie bisher?

Viele Grüße,
angel
 
Alt 03.11.2007, 23:27   #19
Cementwut
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Standard neue Studie der Los Angeles Homeless Service Authority

hallo@jenie
schau mal hier, kommt dir das bekannt vor
Zitat:
Eine neue Studie der Los Angeles Homeless Service Authority (Amt für Obdachlose) zeigt, dass in der 10 Millionen Stadt 73'000 Menschen obdachlos sind. Davon sind 10'000 Minderjährige, 24'505 sind Geisteskranke, 8'453 sind Kriegsveteranen und 7'200 sind Opfer von häuslicher Gewalt. Los Angeles hat die meisten Menschen, die auf der Strasse leben, im Vergleich mit allen anderen amerikanischen Städten.

Diese schlimme Situation ist aber nicht nur in Los Angeles so.

In San Francisco nennen 7’000 Menschen die Strasse oder einen Park ihr Heim, davon sind 2'700 Kinder.

Ein Bericht der Organisation Housing First for Families (Behausung für Familien zuerst) sagt “Kinder, die obdachlos sind, sind den Risiken von vielen Problemen ausgesetzt, wie Entwicklungsstörungen, Geistesstörungen, Angstzustände, Depressionen, Gewalt, Hunger und Mangelernährung.“
...
http://alles-schallundrauch.blogspot...obdachlos.html
zur Frage ob wir uns amerikanischen Verhältnissen annähern?
Aber ja, ganz gewiss!
Wie z.B. etwa an diesem Thema zu sehen
im Vergleich zur Zahl der Stadtbevölkerung zu Anzahl von Obdachlosen, da steht Berlin LA in nichts nach
 
Alt 03.11.2007, 23:57   #20
angel6364
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Vor Kurzem habe ich im Forum erst gelesen, daß seit der Einführung von Hartz IV die Obdachlosenzahlen nicht mehr erfasst werden.
Leider weiss ich nicht mehr, wo das war.

Aber es raucht schon aus den Ohren vor lauter "Aha!".

Viele Grüße,
angel
 
Alt 04.11.2007, 00:32   #21
Jenie
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angel danke an der Beitrag von Gestern hat mich sehr an drüben erinnert,,, wusste aber nicht mehr wo er war..

Cementwut: Ja das kommt mir schon bekannt vor.

Natürlich ist Los Angels eine Riesenstadt wogegen unser Deutschland wie ein Daumennagel wirkt.

Aber wunderlich ist es doch nicht. Ich war damals mit meinen Cusin oft in und um Hollywood auf den Sets unterwegs bei denen er als Bühnenmanager und Soundrecortist Arbeitete. Wir hatten sehr viel Spass auf den Sets.

aber mir ist nicht entgangen, das gerade deswegen sehr viele Menschen nach LA kommen weil sie träume und hoffnungen haben, die genau dort enden.
Auch ist es nicht so das man auf den Sets reich wird....

Nur die bestbezahlten Schauspieler. Aber es gab tausende von kleineren SChauspielern mit riesiger konkurrenz, Die Recortisten - Bühnenmanager - Regissure - Boomer - Lightartisten usw.....

Sie arbeiten 15 stunden und mehr an einem stück. geschlafen wurde entweder in Wägen am set während der dreharbeiten - da gabs dann auch oft einen Nannywagen für die kinder der arbeitenden...
oder in schlafsäcken auf decken am fussboden.

Der konkurrenzkampf ist sehr hoch.. Und wer nicht laufend mit dem neuen Equipment auftrumpfen kann hat schlechtere karten. Das bedeutet, Geld verdient man nicht schlecht, aber man muss laufend investieren...

Ich habe oft so den einen oder anderen gefragt wieso sie so ein Job machen wenn am ende nicht mehr hängen bleibt als einem normalen Securityarbeiter.

Its Fun! so lautete die meiste antwort. überwiegend waren es auch singles -- wenige paare und noch weniger mit kindern die auf den sets arbeiteten.
Es gab eine Deutsche infrastruktur und auch ein Deutsches Viertel mit eigener Deutscher Schule.
Überall lungerten die Ghettokids ( so nannten sie sie) herum und wurden von der Security verjagt. Oft hat man auch Tiere am set gehabt die einem Zuliefen, aller arten. Damit hatten sie immer spass und haben sie oft über den dreh dort behalten.
Ist das nicht absurd??? Die zugelaufenen Tiere fanden sie prima, aber die armen und kids haben sie nur verjagt.

Ich war für sowas alles zu empfindlich ich hatte immer viel mitleid und das brachte mir laufend ärger ein da ich den kids oft was zukommen lies.

Wir hatten immer riesige Menütische dort aufgebaut die den ganzen Tag befüllt wurden. Abends wurde bergeweise weggeschmissen.
Auch die Wrappartys nach einem fertigen Dreh waren sehr reichlich und verschwenderisch gehalten.

Die Sets waren Meterweit abgeriegelt und abgesperrt so das keiner dran konnte. Da ich aber viel da herumlief sah ich die Bettler und Kids an den Zäunen herumhängen und schmuggelte ihnen oft was durch.

Was hab ich schelte bekommen von den Regissuren ;-) aber das war mir egal... es ging und sie gaben auch irgendwann ruhe.

Extrem waren auch die Mexikaner, sie hocken überall wo man sie nicht haben will. und wenn du als Frau das passierte mir auch manchmal, eben nur mal auf den Begleiter vor der Post oder sontiges wartetest weil der da rein musste, hattest du sofort einen am Hals kleben.
Die fassen dich einfach mitten auf dem platz an und versuchen dir alles zu nehmen was du bei dir hast.
tja, leider ist das so und Los Angeles ist zwar in vielen teilen eine schöne stadt aber auch die der träume und Hoffnungen die letztlich dort platzen für tausende von Menschen die dort hinkommen.
__

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Jenie ist offline  
Alt 04.11.2007, 01:07   #22
Cementwut
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Zitat:
Ich war für sowas alles zu empfindlich ich hatte immer viel mitleid und das brachte mir laufend ärger ein da ich den kids oft was zukommen lies.

Wir hatten immer riesige Menütische dort aufgebaut die den ganzen Tag befüllt wurden. Abends wurde bergeweise weggeschmissen.
Auch die Wrappartys nach einem fertigen Dreh waren sehr reichlich und verschwenderisch gehalten.

Die Sets waren Meterweit abgeriegelt und abgesperrt so das keiner dran konnte. Da ich aber viel da herumlief sah ich die Bettler und Kids an den Zäunen herumhängen und schmuggelte ihnen oft was durch.

Was hab ich schelte bekommen von den Regissuren ;-) aber das war mir egal... es ging und sie gaben auch irgendwann ruhe.
oh ich glaube, dass würde mir ähnlich gehen

Landschaftlich finde ich dieses riesige Land ja einfach grossartig

aaaaaaaaaber ...

*schüttel* das ist einfach nicht meine Welt *schuckerfröstel*
 
Alt 04.11.2007, 01:43   #23
Tom_
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Zitat von angel6364 Beitrag anzeigen
Vor Kurzem habe ich im Forum erst gelesen, daß seit der Einführung von Hartz IV die Obdachlosenzahlen nicht mehr erfasst werden.
Die Selbstmorde auch nicht mehr.
 
Alt 04.11.2007, 02:04   #24
Cementwut
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Zitat von Tom_ Beitrag anzeigen
Die Selbstmorde auch nicht mehr.
wie?
 
Alt 05.11.2007, 23:54   #25
Debra
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Zitat von Jenie Beitrag anzeigen
Das ist so auch nicht ganz richtig. Die USA haben erst vor 10 Jahren oder wie lange es her ist teile aus dem deutschen sozialsystem übernommen.

1. Wurden Säumig zahlende Väter in den USA regelrecht gejagt... notfalls mit Führerschein entzug und knast.

Das war hier nie so... und das fand ich nicht richtig den es gibt eine menge die sagten, püh soll se doch sozialhilfe beziehen.....

2. Arbeitslosengeld bekommt man soweit mein momentaner stand nur drei oder 6 monate lang in den USA... Danach gibt es eine kleine sozialhilfe und Essensgelegenheiten.
Es ist nicht viel aber verhungern musste man dort auch nicht. kann man bisschen mit unserem heutigen Hartz vergleichen.
Da hat der mich ja schon wieder angelogen, dieser Bastard! Das kann ich mir vorstellen, dass die säumige Väter jagen. Arbeitslosengeld bekommt man allenfalls ein paar Monate, je nachdem, was eingezahlt wurde. Den Sozialhilfeempfängern geben sie aber glaub ich lieber Lebensmittelgutscheine, also möglicherweise ist die Sozialhilfe so hoch wie HartzIV hier ohne den Essensanteil. Kann ja sein, dass seine Schwester nie Dole money beansprucht hat und er über so was eben gar nicht Bescheid weiß.

Jedenfalls nach L.A. würd ich im Leben nicht gehen! Schon gar nicht davon träumen, dort zu wohnen. Gehst Du ins falsche Viertel, bist Du tot. Meine Bekannte und andere haben mir erzählt, wie schlimm es dort ist. Besonders die Vietnam Veteranen waren da ja auf der Straße. Sie hat 40 Jahre in Las Vegas gewohnt. Und das ist ja nun auch nicht gerade ein Zuckerschlecken. Mein Bekannter will auch nicht, dass ich nach New York fliege und dort umsteige in einen Greyhound. Zu gefährlich, meint er. Weil man durch die halbe Stadt zum Busbahnhof muss. Wo er wohnt ist es ziemlich friedlich, nur haben die da auch sehr schlechte Gegenden und viele Mexikaner. Ich würde nur in eine kleinere Stadt in USA ziehen, niemals in eine Großstadt. Miami soll auch ein "shithole" sein, obwohl es ja bei Deutschen als Urlaubsziel sehr beliebt ist. Die Amis, die ich kenne, würden da nie freiwillig hingehen, noch nichtmals für ne Gratis-Wohnung. Sagt ja schon alles. Es gibt Statistiken im Netz, da kann man die Kriminalitätsrate einsehen, % von den Bevölkerungsgruppen und Durchschnittseinkommen sowie Wachstum. Daran kann man sich ganz gut orientieren.
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