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Alt 23.07.2015, 13:13   #1
franzi
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Standard Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Nicht einfach wegfahren - Hartz-IV-Bezieher müssen Urlaub anmelden - Freising - Süddeutsche.de

"Da für die Betroffenen die Arbeitssuche immer Vorrang haben muss, sollen sie allerdings auch während des Urlaubs jederzeit für das Jobcenter erreichbar sein."

Ist das eine neue Vorschrift?
Habe ich bisher so noch nie gehört....
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Alt 23.07.2015, 13:23   #2
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Nö - da haben die Freisinger wieder ein eigenes Süppchen gekocht.
Genehmigte Ortsabwesenheit ist genehmigte Ortsabwesenheit.

Man könnte ja spaßeshalber gleichzeitig einen Antrag stellen, da man nach der Meldung in der Presse vernommen hat, man müsse auch im Urlaub erreichbar sein, dass man a) die KONKRETE Rechtsgrundlage hierfür benannt haben möchte und b) schon VORAB eine Kostenzusage für eine etwaige vorzeitige Rückreise zu Bewerbungszwecken

Oder: die SZ hat schlampig recherchiert und wiedergegeben.
Dann sollte man das richtig stellen.

Weiters: Arbeitslose, die Leistungen des Arbeitsamtes beziehen, müssen täglich erreichbar sein. Drei Wochen im Jahr dürfen sie sich aber von ihrem Wohnort entfernen.
Dass Arbeitnehmer nach dem Bundesurlaubsgesetz einen Mindesturlaubsanspruch von vier Wochen im Jahr haben, bedeutet keine Benachteiligung der Arbeitslosen.
Denn der Urlaub von Arbeitslosen ist nicht mit dem Urlaub von Arbeitnehmer vergleichbar: Während sie einen Rechtsanspruch gegenüber ihrem Arbeitgeber haben, verzichten die Arbeitsämter nur für drei Wochen im Jahr auf die Verfügbarkeit des Arbeitslosen zur Arbeitsvermittlung (Bundessozialgericht, Urteil vom 10. August 2000 – B 11 AL 101/99).

gila ist offline  
Alt 23.07.2015, 13:24   #3
Cerberus
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Ich kenn' die Vorschrift nicht. Das wäre ja kein Urlaub mehr.
 
Alt 23.07.2015, 13:31   #4
ZynHH
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Elo bekommen keinen Urlaub und es gibt auch keinen einklagbaren Rechtsanspruch auf OAW. Das immer wieder von Urlaub gesprochen wird, macht es nicht besser.
__

Mahalo
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Alt 23.07.2015, 13:39   #5
Travolta
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

@ Einäuiger: Les dat mal

Urlaub 2015 für Hartz IV 4 – ALG II Empfänger

Nehmen Sie sich 2015 eine "Auszeit"

von lästiger Post und Kontrollen!

Unser Reisetipp "Wohnungstausch"

Auch Ihnen steht 2015 ein Urlaub zu, ob Sie ihn nun benötigen und finanzieren können oder nicht, raten wir Ihnen diesen doch zu beantragen.

In unserem Anzeigenmarkt geben wir Ihnen die Gelegenheit kostenlos ein Inserat aufzugeben und Ihre Wohnung zwecks Urlaub zum Tausch anzubieten. Hier inserieren!
Sie haben insgesamt Anspruch auf 21 Urlaubstage (Kalendertage innerhalb eines Jahres), wenn es Ihnen möglich ist genießen Sie diese, wer weiß was noch kommt.
Jedoch bleibt zu beachten, dass Sie sich frühzeitig eine Genehmigung bei der ARGE einholen, gesonderte Anträge dazu erhalten Sie von Ihrem Sachbearbeiter. Wir empfehlen allen Hartz 4- ALG II Betroffenen die zu einem Termin bei der ARGE vorstellig werden müssen, eine Person Ihres Vertrauens mitzunehmen und sich immer den Empfang eines Antrages oder Schriftstückes quittieren zu lassen.

Ortsabwesenheit: Grundsätzlich können Sie 6 Wochen im Jahr verreisen, Sie haben allerdings nur Anspruch auf 3 Wochen vergüteten Urlaub, wer über die 3 Wochen hinaus abwesend von seinem Wohnort gemeldet ist bekommt ab der 4. Woche keine Unterstützung mehr.

Durch Wohnungstausch preiswert Ferien machen und nette Leute kennen lernen.

Wer kein Problem damit hat, seine Wohnung mit fremden Menschen auf der Welt für ein paar Urlaubswochen zu tauschen, kann einen preiswerten Urlaub verbringen und womöglich neue Freunde finden. In den USA, wo der Wohnungstausch erfunden wurde, ist diese art Urlaub zumachen weit verbreitet. Die Erfahrungen scheinen meist positiv zu sein, wie Berichte in Internetforen zeigen. Natürlich sollte man im Vorfeld alle Eckdaten und Haftungsbestimmungen genau absprechen- ene Privathaftpflichtversicherung ist Pflicht.
__

Aktivität ist das beste Mittel gegen den Zufall.

Schließlich war er der einzige mit gesundem Verstand unter all den Wahnsinnigen und wurde daher von allen anderen als verrückt angesehen, bis er schließlich selbst den Verstand verlor.

"Seit" wird mit t geschrieben, wenn es sich um zeitliche Angaben handelt.
Travolta ist offline  
Alt 23.07.2015, 13:45   #6
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Mal sehen, ob man mir hierauf antwortet:

Email an die Pressestelle LRA Freising:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Unter dem folgenden Link: Nicht einfach wegfahren - Hartz-IV-Bezieher müssen Urlaub anmelden - Freising - Süddeutsche.de lese ich folgenden fragwürdigen Inhalt:

Hartz-IV-Bezieher müssen Urlaub anmelden

Das Landratsamt weist alle Bürger, die Hartz-IV-Leistungen beziehen und in den Ferien in Urlaub fahren möchten, darauf hin, dafür vor Antritt der Reise die Zustimmung des Freisinger Jobcenters einzuholen.
Denn wer ohne Genehmigung eine Urlaubsreise unternimmt, hat für diese Zeit keinen Anspruch auf die Geldleistungen.
Bei einer genehmigten Abwesenheit werden jedoch das Arbeitslosengeld und die Kosten für die Unterkunft ungekürzt weiter gezahlt.
Da für die Betroffenen die Arbeitssuche immer Vorrang haben muss, sollen sie allerdings auch während des Urlaubs jederzeit für das Jobcenter erreichbar sein.


Da mir persönlich – u.a. durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in der Beratung von erwerbslosen Menschen – aus der „Erreichbarkeitsanordnung“ keine derartige Pflicht bekannt ist, möchte ich Sie um Beantwortung folgender Fragen bitten:

- Ist diese Pressemeldung so im Wortlaut abgegeben worden?

- WO findet sich die KONKRETE Rechtsgrundlage für das Verlangen des Landkreises Freising (und ggf. anderer Jobcenter), dass erwerbslose Menschen in einer genehmigten Ortsabwesenheit/Urlaub WÄHREND dieser Zeit erreichbar sein müssen?

- Gibt es über diese angebliche „Pflicht der Erreichbarkeit innerhalb einer genehmigten Ortsabwesenheit“ hinaus bei vorliegenden konkreten Arbeitsangeboten auch eine „Rückkehrpflicht“ des Erwerbslosen – denn ansonsten würde sich die Erreichbarkeit während einer genehmigten OA kaum rechtfertigen …

- SOLLTE es diese – zu belegenden – Pflichten geben: ist dann das Jobcenter Freising auch bereit, die etwaigen Rückreisekosten und u.U. anfallende Stornierungsgebühren sowie weitere Kosten (Familienmitglieder! Entgangene Erholung …) zu übernehmen, sollte der Erwerbslose zu Bewerbungszwecken etc. frühzeitig aus seinem Urlaub zurück „beordert“ werden?

- wie befindet sich diese Äußerung des Landratsamtes Freising im Einklang mit folgender Aussage und Urteil des Bundessozialgerichtes:

Arbeitslose, die Leistungen des Arbeitsamtes beziehen, müssen täglich erreichbar sein.
Drei Wochen im Jahr dürfen sie sich aber von ihrem Wohnort entfernen. Dass Arbeitnehmer nach dem Bundesurlaubsgesetz einen Mindesturlaubsanspruch von vier Wochen im Jahr haben, bedeutet keine Benachteiligung der Arbeitslosen. Denn der Urlaub von Arbeitslosen ist nicht mit dem Urlaub von Arbeitnehmer vergleichbar: Während sie einen Rechtsanspruch gegenüber ihrem Arbeitgeber haben, verzichten die Arbeitsämter nur für drei Wochen im Jahr auf die Verfügbarkeit des Arbeitslosen zur Arbeitsvermittlung (Bundessozialgericht, Urteil vom 10. August 2000 – B 11 AL 101/99).

- Letztlich: sollte diese Aussage fälschlich in der Presse verbreitet worden sein:
- WER ist hierfür verantwortlich und
- WIRD es eine RICHTIGSTELLUNG geben?


Mit Interesse erwarte ich Ihre baldige Stellungnahme, die auch für die weitere Beratung im INTERNET von Bedeutung sein wird!
gila ist offline  
Alt 23.07.2015, 13:57   #7
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Und mal sehen, was die SZ denn sagt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute verwunderte mich Ihre Pressemitteilung bzgl. einer angeblichen „Erreichbarkeitspflicht“ von erwerbslosen Menschen im SGB II-Bezug WÄHREND einer genehmigten Ortsabwesenheit/Urlaub, welche das Landratsamt Freising tätigte.

Zu dieser Angelegenheit habe ich die Pressestelle in Freising angemailt – und hätte auch gern von Ihnen gewusst, wie diese meiner Meinung und Kenntnis nach rechtlich in KEINER Weise belegte Aussage zustande gekommen ist und wer konkret für diese Meldung vonseiten des LRA Freising verantwortlich zeichnet.

Die willkürliche „Selbstherrlichkeit“ von Behörden wie gerade Jobcentern gegenüber den erwerbslosen Bürgern erreicht ein Maß, welches einfach nicht mehr tolerierbar ist!

Daher bin ich sehr gespannt, ob und was das LRA Freising zu dieser Aussage antwortet – und wo die Rechtsgrundlage für eine derart unsinnige wie auch unverfrorene Aussage zu finden ist!

Mit freundlichem Gruß
gila ist offline  
Alt 23.07.2015, 14:30   #8
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

WOW - Freising ist ja schnell ....


Sehr geehrte Frau xxxxxx,

anhängende Pressemitteilung wurde von der Pressestelle des Landratsamts Freising am 21. Juli herausgegeben. Hieraus ersehen Sie, dass die Süddeutsche Zeitung inhaltlich richtig wiedergegeben hat.
Wegen Ihrer inhaltlichen Fragen wird sich der Geschäftsführer des Jobcenters, Bernhard Reiml, mit Ihnen in Verbindung setzen.

Freundliche Grüße

Eva Dörpinghaus
Pressesprecherin
Landratsamt Freising

----------------------------------------------------------------------------------------

nun noch meine Rückantwort (man lese die Original-Pressemeldung im Anhang!)


Sehr geehrte Frau Dörpinghaus,

vielen Dank für Ihre sehr schnelle Reaktion!

Nun: ich persönlich sehe hier in der durchaus erst einmal richtigen Aussage von Herrn Bernhard Reiml jedoch KEINEN Zusammenhang mit dem von der SZ formulierten Ergebnis …
denn die Aussage von Herrn Reiml : „Bei unseren Kunden hat die Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz absoluten Vorrang. Aus diesem Grund müssen sie für uns jederzeit erreichbar sein.“
ist ja für sich gesehen nicht falsch – allerhöchstens „ungenau“ ;-)

Nur der von der SZ wiedergegebene Tonus lautet ja, es gäbe eine PFLICHT, dass der Erwerbslose in seinem genehmigten URLAUB erreichbar sein müsse!
Das ist inhaltlich ein himmelweiter Unterschied und keinesfalls richtig – jedenfalls wäre mir hier eine Rechtsgrundlage
nicht bekannt!

Ich warte auf die Reaktion der SZ und Herrn Reiml.

Mit freundlichem Gruß

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf pmh166.pdf (124,7 KB, 53x aufgerufen)
gila ist offline  
Alt 23.07.2015, 14:56   #9
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Es macht schon aweng a bissal Spass

nochmal an die SZ:

Bezugnehmend auf meine vorhin eingesandte Email hier eine Antwort der Pressestelle Freising, die mir die PM im Original zugesandt hat.

Demnach scheint es mir so, dass hier die SZ einen „Bock“ geschossen hat, und den Wortlaut in den falschen Zusammenhang gebracht hat.
Eine grundsätzliche Erreichbarkeit (nach der Erreichbarkeitsanordnung), wie von Herrn Reiml zwar etwas „ungenau“ – aber dennoch nicht falsch, geäußert, ist inhaltlich und rechtlich etwas völlig anderes, als das, was die SZ hier formuliert hat:
Da für die Betroffenen die Arbeitssuche immer Vorrang haben muss, sollen sie allerdings auch während des Urlaubs jederzeit für das Jobcenter erreichbar sein.

DIES wäre eine klassische „N.T.“ = Zeitungsente, und unbedingt zu berichtigen!

MfG,
gila ist offline  
Alt 23.07.2015, 17:12   #10
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

@Travolta
Zitat:
die schlechte Nachricht: für oaw gibt es keine rechtsgrundlage, deshalb kein Bescheid und kein Widerspruch.
OAW-Recht auf Urlaub-kann verboten werden?



Hatte das einen tieferen Sinn, das du nicht zu Manfred B. aus Aachen verlinkt hast?
__

Mahalo
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Alt 23.07.2015, 18:35   #11
Anja
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Vor zwei Jahren habe ich Urlaub beantragt und auch bewilligt bekommen.

Es gab dies und das zu erledigen, deshalb wollte ich auf Nummer sicher gehen und mich hier abmelden.
Ihr glaubt es nicht: Noch nie zuvor und auch nie wieder danach erhielt ich so viele VV.

Ob nun zulässig oder nicht - wäre ich verreist und wieder nach Hause gekommen, hätte ich mich vermutlich zu Tode erschreckt und vielleicht wäre auch die ein oder andere Sanktion erfolgt!
Anja ist offline  
Alt 24.07.2015, 12:42   #12
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Es gibt noch nix Neues - sobald ich Antworten erhalte, werde ich die hier einstellen.
Irgendwie GEHT DAS JA GAR NICHT, dass die SZ hier den Wortlaut der Pressemeldung des LRA "eigenwillig" verdreht und rein rechtlich was ganz anderes heraus kommt!

Der Clou mal wieder: die Pressestelle des LRA behauptet ja, anhand ihrer Original-Mitteilung könne ich ersehen, dass die Zeitung das RICHTIG wiedergegeben habe.

Da sieht man es mal wieder: NIEMAND macht sich mal die Mühe, etwas RICHTIG zu lesen - und zu interpretieren.
Dabei habe ich immer gedacht, ich spreche DEUTSCH.
gila ist offline  
Alt 24.07.2015, 13:34   #13
DuliebesBißchen
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DuliebesBißchen DuliebesBißchen
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Zitat von gila Beitrag anzeigen
Da sieht man es mal wieder: NIEMAND macht sich mal die Mühe, etwas RICHTIG zu lesen - und zu interpretieren.
Dabei habe ich immer gedacht, ich spreche DEUTSCH.
Nix spreche Deutsch!, Du verstehen?

Auf jeden Fall mal meinen untertänigsten Dank.
Bist du eine der wenigen, die auch mal "Draussen" die Trommel rührt...
Schade nur, dass es so wenige gibt. Sonst hätte man schon viel mehr anstoßen können...
alleine wenn ich schon so oft die Stammtischfuzzies mit fett, faul und gefräßig lese..
DuliebesBißchen ist offline  
Alt 24.07.2015, 17:28   #14
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Ich kann schon ganz schön laut trommeln
und wenn ich die Tage keine weitere Aufklärung erhalte, werde ich bei den
Herrschaften - besonders der SZ, die das wohl offensichtlich verhunzt haben - noch ein wenig "nachtrommeln".
gila ist offline  
Alt 24.07.2015, 18:44   #15
Dagegen72
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

super, Gila :) danke für das Einstellen der mails und Antworten! Echt lasch, was von denen kommt, ein Armutszeugnis für eine große Zeitung eigentlich die i(richtig) nformieren wollen sollte. Vielleicht kommt ja mal eine Richtigstellung dann demnächst.

ich finde auch, dass diese Falschmeldung etwas ist, dass nicht geht - das ist ja Irreführung der Bevölkerung

- es soll wohl eine Abschreck-Meldung sein: Leute, macht alles um euren Arbeitsplatz nicht zu verlieren, denn als Erwerbslose,r wird es euch so gehen, als hättet ihr eine Fußfessel die jeden eurer Schritte überwacht - selbst im Urlaub bzw. in der lediglichen OAW.
__


Wer gegen Erwerbslose hetzt, ist einer, der Bonzen nützt und stützt! (Dagegen72)
Zitat:

Die Bundeskanzlerin bezieht derzeit rund 18.023 Euro monatliches Amtsgehalt.
Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von rund 12.271 Euro im
Jahr. Die Bundesminister verdienen etwas weniger, erhalten aber mit rund 14.638
Euro pro Monat
( Quelle: Bund der Steuerzahler)
Dagegen72 ist offline  
Alt 24.07.2015, 19:19   #16
hierheute
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Ja da bin ich aber auch mal auf die Antwort gespannt...

Überhaupt der ganze "Artikel" - Hetzpropaganda auf übelstem BLÖD-Niveau. Als ob "" Hartz 4 - Bezieher" (allein schon der Ausdruck) in den "Ferien in Urlaub fahren möchten" und "selbstverständlich" werden "Bei einer genehmigten Abwesenheit werden jedoch das Arbeitslosengeld und die Kosten für die Unterkunft ungekürzt weiter gezahlt."

Jaja, da ist es von den Hartzern dann ja nicht zu viel verlangt, telefonisch erreichbar zu sein...

Damit jeder fleissige Lohnsklave in seinem "wohlverdienten Urlaub" auch nochmal so RICHTIG schön "die RICHTIGEN" hassen kann, anstatt seinen SCHxxx-Jop und seinen Sklaventreiber... schöne Vor-Urlaubsimpfung sozusagen...

Pfui Deibel, ich hab dieses scheinheilige Schmierblatt SZ eh schon lange abgeschrieben. Schlimmer als das "Original"!

Andererseits, vielleicht stimmt es ja auch und das Freisinger JC weiss einfach schon mehr als alle Anderen und hat sich verplappert? So permanenter telefonischer Erreichbarkeitszwang (Chipimplantat/Handy-Fussfessel) für "Hartzer"?? Wundern würds mich nicht. Nahles ist ja gerade sehr aktiv...
hierheute ist offline  
Alt 25.07.2015, 08:24   #17
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Das einzige, was ich persönlich (als bekennender Erbsenzähler ) dem Freisinger Amt vorwerfen kann, ist, dass die Pressestelle ein "auf Artikelsprache" vorgetrimmtes Statement abgegeben hat, welches zwar "schön zeitungsgemäß" formuliert wurde - aber inhaltlich missverständlich präsentiert.

Das Zitat des Geschäftsführers steht hier in einem falschen bzw. GAR KEINEM Zusammenhang mit dem Zweck des Artikels: Die "Betroffenen" des Landkreises darauf hinzuweisen, dass sie bei "Urlaub" eine Ortsabwesenheit beantragen müssen - und sich mit dem Vermittler hier abstimmen.

Der Stil der vorformulierten Mitteilung sollte wohl "professionell" wirken und "sprachlich ansprechend auflockern" - VOLL daneben!
Die Zeitungen formulieren sowieso selbst - so eine Mitteilung muss eigentlich nur informativ sein und vor allem SACHLICH RICHTIG.

Selbst die Aussage: Das Jobcenter Freising weist deshalb alle Betroffenen darauf hin, dass unbedingt rechtzeitig vor Reiseantritt die Zustimmung des Jobcenters eingeholt werden muss. Wer ohne Genehmigung in den Urlaub fährt, hat für diese Zeit keinen Anspruch auf die Geldleistungen

ist so FALSCH.

Man gibt auch kein "grünes Licht für einen URLAUB" ... sondern es wird auf Grundlage der "Erreichbarkeitsanordnung" lediglich ZUGESTIMMT, dass für die Zeit (von max. 3 Wochen) DIESE genehmigte Ortsabwesenheit den sonstigen allgemeinen Pflichten und Voraussetzungen zur allgemeinen VERFÜGBARKEIT nicht entgegen steht - so dass man seine Leistungen für diese Zeit weiter erhält.

Dieses "Genehmigen von Urlaub" bei Erwerbslosen ist ein sprachliches und inhaltliches UNDING!

Aufgrund dieser (für Laien) missverständlichen "grandiosen" Vor-Formulierung ist wohl die Zeitung her gegangen (für die so ein langatmiger wohlgefeilter Artikel nicht sonderlich interessant ist) und hat diesen auf 5 Sätze gekürzt.

Hierbei wurden nach nicht nur meiner Überzeugung (und sonst wäre die Diskussion hier nicht von Franzi angeleiert worden) ... entscheidende inhaltliche FEHLER gemacht.

Die Frage stellt sich noch: Wurde denn VOR der Veröffentlichung diese Mitteilung dem "Amt" erneut vorgelegt und die Richtigkeit überprüft?
Denn offensichtlich hat ja auch die Pressestelle meine Ausführungen und Kritik nicht RICHTIG verstanden, wenn sie die Diskrepanz zwischen den Aussagen nicht erkennt, sondern antwortet: Hieraus ersehen Sie, dass die Süddeutsche Zeitung inhaltlich richtig wiedergegeben hat.

Eine Möglichkeit eines Kommentars zu dem Artikel gibt es nicht - die Möglichkeit zur Diskussion zwar schon - aber lediglich auf Twitter oder Facebook - und mal ehrlich: Welcher "Elo" möchte sich über seinen FB-Account hier "outen"?

Was sagt mir das?
Nicht, dass hier Kommentare "nicht erwünscht" sein könnten, - nein - es sagt mir, dass KEINER MERKT, welcher "Zündstoff" eigentlich in dieser schwachsinnigen Meldung - offensichtlich ein "Schnellschuß" - steckt...

Die Info, die erscheint, lautet - immer noch:

SIE KOMMEN LEIDER ZU FRÜH. ZU DIESEM ARTIKEL HAT UNSER ROBOTER NOCH KEINE ÖFFENTLICHE DEBATTE AUF TWITTER, FACEBOOK UND ANDEREN SEITEN AUSGEMACHT — ER SUCHT NOCH.

Nun - dann soll der "Roboter" mal fleißig suchen (wenn es ihn gibt), dann wird er wohl auch mal HIERHER finden müssen ... denn genügend Suchworte gibt es ja nun ...

Ich pers. empfinde es eigentlich ehrlich gesagt mehr und mehr ÄRGERLICH, wenn sich Ungenauigkeiten, sachliche und rechtliche Fehler und "flapsiger Jargon" auch auf Ämtern (siehe Pressemitteilung Überschrift: Mit Hartz IV in den Urlaub?) und in großen, eigentlich immer als "seriös" erscheinen wollende Zeitungen, verbreiten und dadurch Menschen UNNÖTIG noch mehr diskriminieren und so dazu beitragen, "Stimmung" zu machen!

Es gibt kein "Hartz IV"!

Eine Sozialleistung, zu der ein "Sozial- und Rechtsstaat" sich verpflichtet hat, und auf welche der in Not geratene Bürger ein RECHT hat (so wie die Beamten und Angestellten von unser ALLER Steuergeldern bezahlt werden!) - nach einem zweifelhaften "Reformer" zu benennen, dessen Name mit Spesenmissbrauch, Prostituierten und Lustreisen in Verbindung steht, und diesen "Einzug in den deutschen Sprachgebrauch" auch noch nach Jahren zu "pflegen", ist eine BELEIDIGUNG für jeden ehrlichen Elo, der seine Arbeit verloren hat, für jeden jungen Menschen, der nach den "Reformen" keine Arbeit findet und für jeden Kranken, der nicht eine "volle Erwerbsleistung" erbringen KANN.

Eine sachliche Diskussion (für den "Roboter" ) hier wäre wünschenswert, um sich nicht auf das Niveau von Ämtern und Zeitungen zu begeben!
gila ist offline  
Alt 25.07.2015, 09:14   #18
Berenike1810
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Bernahrd Reiml schreibt:

..." „Bei unseren Kunden hat die Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz absoluten Vorrang. Aus diesem Grund müssen sie für uns jederzeit erreichbar sein.“ Die Rechtslage ist hier eindeutig.

**Um Probleme und finanzielle Nachteile zu vermeiden, sollten Reisepläne dem zuständigen Vermittler spätestens zwei Wochen vor Reiseantritt mitgeteilt werden.

** Daraus ergibt sich: hat man eine Erlaubnis zur OA, entstehen keinerlei Nachteile.

Die Zeitung hat hier nicht richtig wiedergegeben. Das passiert z.B. wenn man solche scheinbar unwichtigen PM'n ( hier eine vom JC), der Praktikantin, dem Praktikanten, zur Verarbeitung anvertraut und dann nicht konzentriert prüft.

Zu prüfen und zu verantworten hat dies der nächste Vorgesetzte.

Stellen wir uns vor:

Der betagte Großonkel lebt schon lange in Brasilien und möchte auf seine Alten Tage die Nichte noch einmal sehen, da sie kein Geld hat, aber eine genehmigte OA, der Onkel ein **Hin-u. Rückflugticket zuschickt, kann sie fliegen.
** Terminiert.

So: jetzt hat Herr Reiml ein grandioses Stellenangebot..... was tut er dann ?

Denn: die Nichte muß mitnichten ihre Urlaubsadresse dem JC mitteilen.

Gut gila !
Toll gemacht.







Berenike1810 ist offline  
Alt 26.07.2015, 17:36   #19
0zymandias
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Die Rechtslage ist eindeutig anders als im Artikel dargestellt.

Eine kleine, aber feine Gegendarstellung wäre da schon wünschenswert.
__

"Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher." - Mark Twain

"Things fall apart; the jobcenter cannot hold;
Mere anarchy is loosed upon the world"
"The best lack all conviction, while the worst
Are full of passionate intensity." - William Butler Yeats
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Alt 26.07.2015, 18:13   #20
ZynHH
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Gute Arbeit Gila. :dank:
__

Mahalo
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Alt 27.07.2015, 16:30   #21
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Der "Roboter" ist ar.sch... langsam und findet nix ...
oder niemand interessiert es im Landkreisle, ob er im Urlaub plötzlich erreichbar sein muss?
Da muss man doch nochmal nachhaken - eine falsche Meldung ist eine falsche Meldung und gehört berichtigt!
gila ist offline  
Alt 28.07.2015, 06:19   #22
Berenike1810
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Hallo gila,

....die sind wohl alle gerade in Urlaub ...???

Möchtest Du mir mal 'ne Addy von der Zeitung geben ?


Berenike
.
Berenike1810 ist offline  
Alt 28.07.2015, 09:42   #23
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

Gerne - können sich auch weitere mal mit einer Anfrage beteiligen - das muss wohl mehr "Gewicht" bekommen, damit diese FALSCH-Meldung - die es ja nun mal IST - berichtigt wird.

Pressesprecherin Freising LRA: Eva.Doerpinghaus@kreis-fs.de

SZ: redaktion@sueddeutsche.de
gila ist offline  
Alt 30.07.2015, 16:34   #24
gila
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Standard AW: Erreichbarkeit auch im Urlaub?

SPRECHE ICH EIGENTLICH CHINESISCH?

Es war ganz prima, dass das JC so ausführlich geantwortet hat auf meine gestellten Fragen - aber der KERN der Sache,
dass die SZ hier eine FALSCHE Meldung formuliert hat, den versteht wohl niemand?

Antwort des JC/Geschäftsführung heute:

Ihre mit Email vom 23.07.15 gestellten Fragen möchte ich zusammenfassend wie folgt beantworten:

Frau Dörpinghaus hat Ihnen die von uns veröffentlichte Pressemeldung „Mit Hartz IV in den Urlaub“ zukommen lassen.

Daraus können Sie entnehmen, dass unsere Kunden grundsätzlich jeder Zeit (täglich) für uns erreichbar sein müssen. Hiervon stellt eine genehmigte Ortsabwesenheit die Ausnahme dar. In diesem Zeitraum besteht im Regelfall kein Kontakt zwischen Jobcenter und Kunde, was nicht bedeutet, dass in dieser Zeit auch die Vermittlungsaktivitäten ruhen müssen. Eine Rückkehrpflicht gibt es nicht, dies würde einer genehmigten Ortsabwesenheit zuwider laufen. Insoweit fallen auch keine durch das Jobcenter zu vertretenden Rückreisekosten, bzw. Stornierungsgebühren an.

Das von Ihnen zitierte BSG-Urteil aus 1999 ist einschlägig für Leistungen der Agentur für Arbeit (vormals Arbeitsamt) und wurde vor Einführung der Hartz-IV-Gesetze erlassen.

Wenn keine unmittelbare Aufnahme einer Ausbildung / Beschäftigung zu erwarten ist, bzw. sich der Kunde nicht in einer geförderten Maßnahme befindet und die Reisepläne rechtzeitig mit dem zuständigen Vermittler abgestimmt sind, wird einer Ortsabwesenheit von bis zu drei Wochen im Jahr zugestimmt.

MfG...


Meine nun erneute Reaktion:

herzlichen Dank für Ihre ausführliche Rückantwort.

Nun ist es so, dass ICH die Erreichbarkeitsanordnung kenne und MIR persönlich das alles auch klar ist …
und hier SOLLTE der Bürger in aller Kürze – aber doch bitte RICHTIG informiert werden.

Jedoch wurde der KERN der Angelegenheit bisher nicht verstanden – und bisher hat die SZ sich auch noch nicht
geäußert.

IHRE Aussage in Ihrer Vorlage für die SZ war sachlich richtig – wenn eben ein wenig „ungenau“ – was dem komplizierten
Sachverhalt geschuldet sein mag, den man in einer kleinen Mitteilung letztlich nicht ausführlich erklären KANN.

Jedoch auch Ihre Pressesprecherin hat den KERN meiner Anfrage nicht verstanden und schrieb mir ja:
„anhängende Pressemitteilung wurde von der Pressestelle des Landratsamts Freising am 21. Juli herausgegeben.
Hieraus ersehen Sie, dass die Süddeutsche Zeitung inhaltlich richtig wiedergegeben hat.“

Und genau DAS hat – wie sich nach dem Lesen Ihrer Original-Meldung herausgestellt hat – die SZ eben NICHT.
Sie hat NICHT inhaltlich richtig wiedergegeben, sondern sie hat FALSCH und missverständlich gekürzt und formuliert:

Da für die Betroffenen die Arbeitssuche immer Vorrang haben muss, sollen sie allerdings auch während des Urlaubs jederzeit für das Jobcenter erreichbar sein.

DAS ist jedoch eindeutig FALSCH – eine „klassische Zeitungs-Ente“ - und MÜSSTE so auch von der SZ berichtigt werden!

Denn: DAS hat das Landratsamt Freising resp. Sie - genau NICHT so ausgesagt!

Die SZ wurde auch von anderen Seiten nochmal angeschrieben – es wäre vielleicht gut, wenn Sie als Verfasser der ursprünglichen
Pressemeldung hier auch selbst Kontakt aufnehmen, damit diese FALSCHMELDUNG berichtigt wird!

MfG
gila ist offline  
 

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