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Alt 19.10.2014, 15:01   #1
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
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Standard Regierung plant Sterbehilfe

Karl Lauterbach:

stern 43, 2014: Wege aus der Angst - stern Magazin | STERN.DE

Als kleine Hilfestellung wird im neuen "Stern"-Magazin gleich ein Weg aufgezeigt, wie man sich aus angeblich überflüssigen "Phobien" befreit. "Wege aus der Angst" auf dem Titelblatt.

Hierzu möchte ich zwei kleine Skandale berichten:

Am 2. Oktober 2014 waren zu Maybritt Illners Sendung Mediziner und Sterbehelfer geladen. 10 Minuten vor Schluss wurde ein Einspieler gezeigt, der unter anderem auch den Suizid von Robin Williams beschrieb. Dieser nahm sich, noch recht jung im Alter von knapp über 60 Jahren, das Leben. Offiziell wurde berichtet, dass 40 % aller Suizide ab dem 60. Lebensjahr stattfinden.

Dr. Montgomery wurde von selbsternannten Sterbehelfern in dieser Sendung immer wieder dafür kritisiert, dass er das Wort "umbringen" erwähnte. Nach genanntem Einspieler nun seine berechtigt schockierte Frage: "Sollen wir all diese Leute in dieser Phase etwa umbringen????". Er meinte damit auch Menschen wie Robin Williams, denen eventuell durch kurzen Klinikaufenthalt hätte geholfen werden können.

Nun der Skandal: In darauf folgendem Wortschwall von Seiten einiger Beteiligter antwortete Maybritt Illner: "Herr Montgomery, diese Leute würden sich doch sowieso umbringen!!!". Ein weiterer Beteiligter erwähnte: "Dann hätte er sich nicht erschießen müssen!". Er meinte Gunther Sachs, der aufgrund seines vagen Verdachts, er leide unter Alzheimer, Selbstmord begangen hatte.

Domian, welcher sowieso öffentlich die Meinung vertritt, Arbeitslose könnten sich öfter mal einen Tritt in den Hintern geben, plädierte in selber Woche dafür, dass man nun "mit Hochdruck an der aktiven Sterbehilfe!!" arbeiten müsse. "Aktiv" bedeutet, dass der Arzt die Spritze setzen darf.

Mir kommt nun der vage Verdacht auf, dass die Kombination des "Stern"-Magazins (Lauterbach-Interview plus gleichzeitig per Schlagzeile "Wege aus der Angst") doch ein keiner Hinweis dafür sein könnte, dass Kritiker der aktiven Sterbehilfe in naher oder ferner Zukunft als "Phobiker" bezeichnet werden könnten.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals daran erinnern, dass ich vor 17 Jahren für lebenslang geisteskrank erklärt wurde, obwohl ich mich bester Gesundheit erfreue. Erste Stimmen in der Bevölkerung finden sich bereits, dass man doch den "armen chronisch depressiven" Menschen beim Sterben helfen solle (was ja Maybritt Illner mit ihren Worten bestätigte, indem sie lapidar anmerkte, dass, hätte man Robin Williams nicht beim Sterben "geholfen", er sich sowieso umgebracht hätte).

In der Sendung "hart aber fair" stellte ein Sterbehelfer, der bereits 200 Menschen in den Tod begleitet hatte, ein selbst erfundenes System vor. Es leitet Gas in die Atemwege der Patienten, um sie beim Sterben zu betäuben. Er selbst, der ethisch dazu verpflichtet wäre, den Patienten zu verlassen, wenn er stirbt, oder aber ihm das Leben zu retten, sollte er bei ihm bleiben, hat nun offen zugegeben, dass er bei ihm bleibt, um zu beobachten, ob alles seinen richtigen Weg geht und sogar eine selbst erfundene kleine Maschine zur Gaseinleitung einsetzt. Als Dr. Marianne Koch vorsichtig erläuterte, sie sehe es nicht als ihre Aufgabe, Gas in Atemwege von Kranken zu leiten, wurde sie von dort anwesender Ethik-Professorin scharf angegangen, dass sie das aber (gefälligst) endlich so sehen solle.

In diesem Sinne wollte ich einen Warnschuss loslassen. ARD, ZDF und WDR haben sich mit Maybritt Illner und Domian einen kleinen Skandal geleistet, der nicht versteckt gehört, sondern an die Öffentlichkeit. Die Sendung "hart aber fair" war immerhin fair genug, auch den öffentlichen Druck auf Kranke darzustellen, der mittlerweile in Belgien und Holland entstanden ist.

Ich selbst bleibe dabei, mich nicht als "Phobiker" bezeichnen lassen zu müssen, wenn ich politische Dinge wie ärztliche Diagnosen oder weitere merkwürdige Dinge kritisch betrachte. Ich bin kein "Phobiker", wenn ich nachfrage, bevor mich ein Arzt in eine kleine Gaskammer stecken möchte und ich bin kein Phobiker, wenn ich mich daran stoße, dass ein nicht gerade arbeitslosenfreundlich gesinnter Domian (SPD-Mitglied übrigens) fröhlich in seiner Sendung für die aktive (!) Sterbehilfe plädiert.

An dieser Stelle möchte ich nochmals daran erinnern, dass auch die zur Vergasung vorgesehenen Opfer der Euthanasie keine Angst zeigen durften, als sie in Lastwagen geführt und abgefahren wurden. Streckenweise wurden sie dazu aufgefordert, fröhlich "Mussi denn zum Städele hinaus" zu singen, während sie in den LKW liefen. Als weitere Erläuterung nochmals einen Beitrag zur Geschichte der Euthanasie im Anhang.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Geschichte-Euthanasie.pdf (80,5 KB, 284x aufgerufen)
Ferdinand456 ist offline  
Alt 19.10.2014, 15:25   #2
DieFrettchen
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Danke für den Posting.

Ich kenne selbst aus eigener Anschauung diese Sprückeklopferei über Sterbehilfe. Meist auch mit einer kleinen Anspielung auf den Zustand meines Mannes.

Es bleibt dabei, mir geht jedesmal das Messer im Sack auf, denn es bleibt MORD MORD MORD....es gibt immer einen Weg, auch den der natürlichen Akzeptanz, des Schwerstkranken.

Wo die Diskussion fehlt, ist bei der Schmerzprävention, Palliativ Medizin, Hospizbegleitung. Aber dafür muß man ja Zeit investieren und ein Höchstmaß, um die Würde und Rechte Todkranker zu schützen. Ein rechzteitiges Eingreifen mit psychologischer Unterstützung. Schwersterkrankte müssen ein Anrecht auf ein langes und erfülltes Leben haben. Sonst schei**e ich auf diese ganze unsägliche Gleichmachergeschichte der Inklusion, die lediglich dazu dient Kranken und Behinderten oft notwendiges vorzuenthalten, was für Nichtbetroffene selbstverständlich ist.
 
Alt 19.10.2014, 15:26   #3
Ferdinand456
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Ferdinand456 Ferdinand456
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Danke, Frettchen. Hier noch Montgomerys Darstellung, die ich befürworte. Weiter werde ich mich aus der Diskussion ausklinken, denn sie belastet mich zutiefst:

Frank Ulrich Montgomery über Sterbehilfe: Ärztlich assistierter Suizid engt das Leben ein - Politik - Tagesspiegel

Tschüss zusammen.
Ferdinand456 ist offline  
Alt 19.10.2014, 15:30   #4
hartz5
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Ich hoffe ganz ehrlich, dass , wenn ich mich in einer aussichtslosen gesundheitlichen Situation befinde, ich jemanden habe, der mir hilft, mein Leben selbstbestimmt und in Würde zu beenden und mich auf diesem Weg begleitet, ohne dafür bestraft zu werden.

Ich weiß, eine sachliche Diskussion kann es bei dem Thema nicht geben, weil es keine Grauzone gibt.

Und wenn man nicht selber in einer aussichtlosen Situation ist, wird man nie mit 100%iger Sicherhaeit sagen können, wie man sich entscheiden würde.
Wenn mich jemand aus meinem Umfeld bitten würde, würde ich aber helfen. Solange derjenige noch selbst entscheiden kann, sollte er dies auch tun dürfen.
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Alt 19.10.2014, 15:53   #5
DieFrettchen
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

diese Sätze spiegeln ganz genau meine persönliche Einstellung, die auch aus sehr persönlichen und beruflichen Erfahrungen resultieren.


Er reduziert den Arzt zum Todescocktailverschreiber, der dem Patienten gerade in der schwersten Stunde seines Lebens, im Tode, nicht zur Seite stehen darf. Der ärztlich assistierte Suizid eröffnet nur scheinbar Freiräume, in Wirklichkeit jedoch engt er das Leben ein. Auf diejenigen, die unheilbar krank, dement oder vereinsamt sind, wüchse der gesellschaftliche Druck.
Mehr zum Thema.

Das aber wollen die Menschen nicht. Diejenigen, die als Gesunde, weit entfernt von der konkreten Entscheidung zwischen Leben und Tod, für die ärztliche Sterbehilfe plädieren, glauben, dass Ärzte den Suizid dann für sie übernähmen.

Die letzten Stunden eines finalen Patienten abzukürzen, wenn Erstickungsängste aufkommen, Krampfen und Panikattacken können ein Gnadenakt sein. Etliche Ärzte tun schon heute diesen letzten barmherzigen Akt und dosieren Schmerzmittel oder Beruhigungsmittel sehr hoch so das sich der Sterbende friedvoll hinüberschläft. Genau hier muß jedoch eine sehr scharfe Grenze gezogen sein, die kompromisslos das Leben schützt.
 
Alt 19.10.2014, 16:02   #6
hartz5
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Freier Wille für die, die entscheiden KÖNNEN und Respekt vor der Entscheidung des Betroffenen und Hilfe, die derjenige sich wünscht.
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hartz5 ist offline  
Alt 19.10.2014, 16:17   #7
Archibald
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat von hartz5 Beitrag anzeigen
Ich hoffe ganz ehrlich, dass , wenn ich mich in einer aussichtslosen gesundheitlichen Situation befinde, ich jemanden habe, der mir hilft, mein Leben selbstbestimmt und in Würde zu beenden und mich auf diesem Weg begleitet, ohne dafür bestraft zu werden.
Solange derjenige noch selbst entscheiden kann, sollte er dies auch tun dürfen.
Du kennst den "Menschen"? Ich möchte nicht dass jemand auch nur den Hauch einer Chance bekommt es für mich als Kassenpatienten so aussehen zu lassen als hätte ich meinem Leben selbst ein Ende gesetzt.

Wir leben in einer Zeit in der zugunsten des Kommerz alle Dämme brechen.
Organspenden werden manipuliert. Wer weiß wie viele Leben hätten nicht enden und für Hirntod erklärt werden "müssen", wäre da nicht ein potenter Empfänger in der Datei gewesen.

Wer den daraus Vorteile generierenden Kräften auch noch entgegen arbeitet muss bei der €SPD sein, oder doch zumindest ähnlich abgestumpft wie diese oder die CDUler, die z.B. Hüftgelenke für ältere Menschen einem wirtschaftlichen Damokles unterwerfen wollten.

Ich bin sicher dass wenn man nur etwas tiefer gräbt, wer denn letztlich hinter dieser Diskussion steckt, man sehr schnell bei jenen ankommt, die einen nicht zu verachtenden monetären Vorteil aus den "sich selbst" tötenden Menschen ziehen. Und ist dieser Damm erst gebrochen dauert es nicht lange bis Menschen regelrecht in Todessehnsucht manövriert werden.

LG, Archibald
__

"...Wesentliches Kriterium für die Aufnahme in die Terrorlisten der "Jobcenter" ist der 2005 eingeführte Straftatbestand eines fehlenden ausreichenden Einkommens..."
Politiker und Juristen meinen, es ist doch nicht schlimm, wenn man gezwungen wird zu bulgarischen Löhnen zu arbeiten, aber deutsche Preise und Gebühren bezahlen muss. Man kann ja noch immer völlig selbstbestimmt und sozial verträglich ableben. Man bekommt immerhin nicht gleich direkt die Kugel! Sie machen aus Opfern wieder Täter...
Litanei der "Ehre" für SPD und Grüne
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Alt 19.10.2014, 16:26   #8
hartz5
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Es gibt halt nur schwarz und weiß...

Ich bin für an strikte Regeln gebundene Sterbehilfe, weil ich es für absoluten Schwachsinn halte, wenn diese Panikmache ala "alle Ärzte scharren schon mit den Hufen um Kassenpatienten um die Ecke bringen zu dürfen" losgeht....

Ist doch verlogen...da endlagern in deutschen Altersheimen Tausende von alten Menschen, die vegetieren ohne ausreichende medizinische Hilfe vor sich und niemanden scherts, wenn die schneller übern Jordan gehen....Autopsien von in Heimen verstorbenen Menschen dürften gen Null gehen, weil Kostenfaktor.....und wenns um ein paar Einzelfälle von Menschen geht, die selber entscheiden wollen und um Hilfe bitten, dann wird gleich was von staatlich organisiertem Massenmord gefaselt....

Kein Arzt wird da mitmachen und hier gehts um Sterbehilfe durch Ärzte....die es aber eh in D nie geben wird, weil die Kirchen viel zu grossen Einfluss haben.
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Alt 19.10.2014, 16:26   #9
Archibald
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat von DieFrettchen Beitrag anzeigen
diese Sätze spiegeln ganz genau meine persönliche Einstellung, die auch aus sehr persönlichen und beruflichen Erfahrungen resultieren.


Er reduziert den Arzt zum Todescocktailverschreiber, der dem Patienten gerade in der schwersten Stunde seines Lebens, im Tode, nicht zur Seite stehen darf. Der ärztlich assistierte Suizid eröffnet nur scheinbar Freiräume, in Wirklichkeit jedoch engt er das Leben ein. Auf diejenigen, die unheilbar krank, dement oder vereinsamt sind, wüchse der gesellschaftliche Druck.
Mehr zum Thema.

Das aber wollen die Menschen nicht. Diejenigen, die als Gesunde, weit entfernt von der konkreten Entscheidung zwischen Leben und Tod, für die ärztliche Sterbehilfe plädieren, glauben, dass Ärzte den Suizid dann für sie übernähmen.

Die letzten Stunden eines finalen Patienten abzukürzen, wenn Erstickungsängste aufkommen, Krampfen und Panikattacken können ein Gnadenakt sein. Etliche Ärzte tun schon heute diesen letzten barmherzigen Akt und dosieren Schmerzmittel oder Beruhigungsmittel sehr hoch so das sich der Sterbende friedvoll hinüberschläft. Genau hier muß jedoch eine sehr scharfe Grenze gezogen sein, die kompromisslos das Leben schützt.
Ein :danke: aus tiefster Seele, und von jemandem, der das Fett markierte 2003 bei einem nahen Familienmitglied, das an einem malignen Pleuramesotheliom erkrankt war, selbst miterlebte.

LG, Archibald
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"...Wesentliches Kriterium für die Aufnahme in die Terrorlisten der "Jobcenter" ist der 2005 eingeführte Straftatbestand eines fehlenden ausreichenden Einkommens..."
Politiker und Juristen meinen, es ist doch nicht schlimm, wenn man gezwungen wird zu bulgarischen Löhnen zu arbeiten, aber deutsche Preise und Gebühren bezahlen muss. Man kann ja noch immer völlig selbstbestimmt und sozial verträglich ableben. Man bekommt immerhin nicht gleich direkt die Kugel! Sie machen aus Opfern wieder Täter...
Litanei der "Ehre" für SPD und Grüne
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Alt 19.10.2014, 16:32   #10
Charlot
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Zitat von hartz5 Beitrag anzeigen
Ich hoffe ganz ehrlich, dass , wenn ich mich in einer aussichtslosen gesundheitlichen Situation befinde, ich jemanden habe, der mir hilft, mein Leben selbstbestimmt und in Würde zu beenden und mich auf diesem Weg begleitet, ohne dafür bestraft zu werden.

Ich weiß, eine sachliche Diskussion kann es bei dem Thema nicht geben, weil es keine Grauzone gibt.

Und wenn man nicht selber in einer aussichtlosen Situation ist, wird man nie mit 100%iger Sicherhaeit sagen können, wie man sich entscheiden würde.
Wenn mich jemand aus meinem Umfeld bitten würde, würde ich aber helfen. Solange derjenige noch selbst entscheiden kann, sollte er dies auch tun dürfen.
Ganz meine Meinung.
Als ich mal meinen Hund, der mich 13 Jahre begleitete, einschläfern lies, war dies eine sehr schwere Entscheidung und ich habe 3 Tage nur geheult.
Trotzdem war es das beste für dieses Lebewesen, da ich die Qual nicht mehr vertreten konnte.
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Alle meine Beiträge stellen lediglich meine persönliche Meinung dar
Charlot ist offline  
Alt 19.10.2014, 16:37   #11
hartz5
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Ich finde es einfach nur schockierend, dass Sterbehilfe in engen Regeln von den Gegnern gleich zum staatlich organisierten und verordentem Massenmord gepuscht wird.
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Alt 19.10.2014, 16:41   #12
DieFrettchen
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Du wirst doch einen Hund nicht mit einem Menschen vergleichen wollen?

Zitat von Charlot Beitrag anzeigen
Ganz meine Meinung.
Als ich mal meinen Hund, der mich 13 Jahre begleitete, einschläfern lies, war dies eine sehr schwere Entscheidung und ich habe 3 Tage nur geheult.
Trotzdem war es das beste für dieses Lebewesen, da ich die Qual nicht mehr vertreten konnte.
Eine sehr verschrobene Ethik finde ich....und voll daneben in der Diskussion.
 
Alt 19.10.2014, 16:42   #13
Archibald
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat von hartz5 Beitrag anzeigen
Es gibt halt nur schwarz und weiß...
Ja, offensichtlich für dich. bar jeglicher Kenntnis wichtiger Faktoren.
Deine Einlassung hört sich für mich an wie wenn einer hier hereinschneit, und uns rät uns doch endlich um Arbeit zu bemühen anstatt unsere Zeit mit hier und mit herumjammern zu verschwenden.

Dein Argument mit den heute in Altersheimen herumliegenden regelrecht verreckenden Alten ist in Wirklichkeit Bestätigung für meine Ansicht, denn wie einfach wird es mit legaler Sterbehilfe jemand so verkommen zu lassen und ihm/ihr "beizeiten" einen Cocktail anzubieten oder einfach nur aufs Nachtkästchen zu stellen.

Sterbehilfe gibt es bereits heute, nur haben finanzielle Erwägungen dabei in der Regel (noch) keinerlei Relevanz. Das wird sich jedoch mit ihrer absoluten Legalisierung schnellstens ändern.

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Alt 19.10.2014, 16:49   #14
hartz5
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Wenn Panikmache zur Meinung und persönliche Anfeindungen anders meinender der einzige Weg sind, dann fühl ich mich bestärkt.....
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Alt 19.10.2014, 17:04   #15
Archibald
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat von hartz5 Beitrag anzeigen
Ich finde es einfach nur schockierend, dass Sterbehilfe in engen Regeln von den Gegnern gleich zum staatlich organisierten und verordentem Massenmord gepuscht wird.
Der Staat ist wie bei HatzIV nur Marionette verschiedener Interessen und Politiker Vorteilsgewährung erwartende Ausführende, auf ihn spiele ich daher nicht an wenn ich "kommerzielle Interessen" in den Raum stelle.

LG, Archibald
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Alt 19.10.2014, 17:08   #16
DieFrettchen
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Ja und genau hier fehlt es bei der "Endlagerung", statt legal kommerzialisierte Sterbehilfe zu diskutieren, sollte der Ansatz lauten, Leben lebenswert machen, auch im Alter, unheilbarer Krankheit und Behinderung. Wer noch nicht erlebt hat wieviel Spaß, Dankbarkeit und Freude es bringt aus einem alten Buch vor zu lesen, oder ein altes Plüschtier auszupacken um eine Freude zu bereiten, ein Lieblingsessen zu füttern, soll bitte die Klappe halten oder sich erst mal selbst diesen Aufgaben stellen. Dann denkt man anders.
 
Alt 19.10.2014, 17:09   #17
hartz5
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Ich hab Dich schon verstanden....Du stellst finazielle Interessengruppen in den Vordergrund, die durch die Regierung zum verordneten Massenmord ärmerer Bevölkerungsschichten kommen wollen.....

Kannst Du ja auch glauben...
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hartz5 ist offline  
Alt 19.10.2014, 17:14   #18
hartz5
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat von DieFrettchen Beitrag anzeigen
....soll bitte die Klappe halten oder sich erst mal selbst diesen Aufgaben stellen. Dann denkt man anders.
Soll ich Dir schriftliche Nachweise für Ehrenamt und Krankenpflege innerhalb der Familie zusenden ?
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hartz5 ist offline  
Alt 19.10.2014, 17:15   #19
Sansiveria
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat:
Wer noch nicht erlebt hat wieviel Spaß, Dankbarkeit und Freude es bringt aus einem alten Buch vor zu lesen, oder ein altes Plüschtier auszupacken um eine Freude zu bereiten ...
Sieht das der Pflegebedürftige auch so oder würde der es unter Umständen anders sehen, wenn er selber entscheiden dürfte?

Das muss natürlich nicht bei Jedem der Fall sein - ist sicher individuell.

Das, was du sagst, klingt mir etwas sehr nach ... Selbstbestätigung suchen ...

Sorry, wenn das jetzt ein falscher Begriff ist, aber ein anderer fällt mir grade nicht ein.
__

Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure als an die Gerechtigkeit der deutschen Justiz!


Meine Postings unterliegen der Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz
Sansiveria ist offline  
Alt 19.10.2014, 17:18   #20
DieFrettchen
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

saniveria,

ich habe meine Eltern gepflegt und meinen Mann, einige Jahre auf einer Onkologie und Neurologie verbracht. Da weiß man was Sache ist. Selbstbestätigung brauche ich bestimmt nicht....was dahinter wohl für verquere Gedanken stecken hinter solchen Meinungen? auf jeden Fall von meiner Warte aus Unwissen.
 
Alt 19.10.2014, 17:27   #21
Archibald
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat von hartz5 Beitrag anzeigen
Wenn Panikmache zur Meinung und persönliche Anfeindungen anders meinender der einzige Weg sind, dann fühl ich mich bestärkt.....
Ursache und Wirkung, der Vorwurf des Schwarz/Weißdenkens steht seinen Folgen in nichts nach.
Für Bestärkung also kein Anlass, eher für die Not den Horizont etwas zu erweitern.

Aber zrück zum /schwierigen) Thema.
Da scheinst du mich miss zu verstehen. Ich bin nicht dagegen, jemanden die Möglichkeit zu eröffnen seinen Qualen ein Ende zu bereiten, oder bereiten zu lassen.
Legalisierung, wie derzeit angestrebt allerdings wäre kontraproduktiv und mit allen bereits erwähnten Folgen. Sterbehilfe ist heute zwar nicht legal, wird aber angewandt, dort wo sie wirklich und absolut notwendig ist.
Die Schranke des Illegalität sollte erhalten bleiben weil sie eine absolut nötige Schranke darstellt.

@denjenigen der hier im Thread mit Einschläfern von Haustieren argumentiert.
Schäme DICH!
Ich habe mich auch von 3 sehr lieben Haustieren trennen müssen (jeweils 13, 20 und 15 Jahre bei mir) um sie zu erlösen.
Du kannst dir aber sicher sein dass es noch einmal eine ganz andere Hausnummer ist, wenn du die Entscheidung darüber treffen sollst, deinen Sohn, Bruder oder deine Mutter zu erlösen. Wenn dich danach Monate und Jahre lang Alpträume verfolgen, ob du die richtige Entscheidung getroffen, oder aus Selbstsucht und Schwäche implizierten Mord begangen hast. Ob da nicht doch noch der Hauch einer Chance bestanden hätte anders zu entscheiden.

LG, Archibald
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Alt 19.10.2014, 17:32   #22
hartz5
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat von Archibald Beitrag anzeigen
Aber zrück zum /schwierigen) Thema.
Da scheinst du mich miss zu verstehen. Ich bin nicht dagegen, jemanden die Möglichkeit zu eröffnen seinen Qualen ein Ende zu bereiten, oder bereiten zu lassen.
Legalisierung, wie derzeit angestrebt allerdings wäre kontraproduktiv und mit allen bereits erwähnten Folgen. Sterbehilfe ist heute zwar nicht legal, wird aber angewandt, dort wo sie wirklich und absolut notwendig ist.
Die Schranke des Illegalität sollte erhalten bleiben weil sie eine absolut nötige Schranke darstellt.
Nur, weil Du die Phantasie von kommerziellen Interessen hast, kannst Du nicht allen Befürwortern der eng gefassten begleiteten Sterbehilfe für die, die sich entscheiden KÖNNEN, einen engen Horizont unterstellen. Ich will auch nicht, dass das Ganze missbraucht wird. Ich will aber auch nicht, dass man deswegen ALLEN die Möglichkeit zur eigenen Entscheidung verweigert.

Es besteht ein Riesenunterschied zwischen dem, was Du Dir vorstellst und dem, was ich für erstrebenswert halte.

Es geht immer um die Grenzen, in denen sich das Ganze bewegen wird.
__



Der menschliche Horizont ist der Abstand zwischen Kopf und Brett









hartz5 ist offline  
Alt 19.10.2014, 17:33   #23
Domino
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Domino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Wie sieht es denn eigentlich im Falle einer Patientenverfügung aus, die man vorher erstellt hat?

Wenn man dort festgehalten hat, dass man im Falle einer unheilbaren Krankheit nicht von Maschinen und Geräten am Leben gehalten werden möchte.
Domino ist gerade online  
Alt 19.10.2014, 17:33   #24
Charlot
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat von DieFrettchen Beitrag anzeigen
Du wirst doch einen Hund nicht mit einem Menschen vergleichen wollen?
Ein Hund ist ein Säugetier, genau wie der Mensch.
Oder bist Du, rein aus Natur-Sicht, etwas besseres ?
__

Alle meine Beiträge stellen lediglich meine persönliche Meinung dar
Charlot ist offline  
Alt 19.10.2014, 17:40   #25
Archibald
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Standard AW: Regierung plant Sterbehilfe

Zitat von hartz5 Beitrag anzeigen
Es geht immer um die Grenzen, in denen sich das Ganze bewegen wird.
Nachdem ich meine Ansichten exakt dargestellt habe solltest auch du aus dem Nebel kommen.
Wo und wie willst du Grenzen so stecken, dass Missbrauch so gut unmöglich wird.

LG, Archibald.
__

"...Wesentliches Kriterium für die Aufnahme in die Terrorlisten der "Jobcenter" ist der 2005 eingeführte Straftatbestand eines fehlenden ausreichenden Einkommens..."
Politiker und Juristen meinen, es ist doch nicht schlimm, wenn man gezwungen wird zu bulgarischen Löhnen zu arbeiten, aber deutsche Preise und Gebühren bezahlen muss. Man kann ja noch immer völlig selbstbestimmt und sozial verträglich ableben. Man bekommt immerhin nicht gleich direkt die Kugel! Sie machen aus Opfern wieder Täter...
Litanei der "Ehre" für SPD und Grüne
Archibald ist offline  
 

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konzentrationslager, mengele, plant, psychologische untersuchung, regierung, sterbehilfe, zwangsarbeit

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