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Alt 31.08.2014, 18:32   #1
wolliohne
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Standard Von der Universität ins Jobcenter

Da ist niemand, dem man die Schuld geben kann
Wie man von heute auf morgen Hartz IV-Empfänger wird. Ein persönlicher Erfahrungsbericht
Fünf Jahre Bulimie-Lernen, nächtliche Lernmarathons und das Schreiben von Hausarbeiten im Wochentakt waren vorbei. Endlich hatte ich ihn in der Tasche: den Universitätsabschluss. Und nun: Bewerben natürlich! Karriere machen, Geld verdienen, Familie gründen. Ich war bereit die Welt zu erobern, aber merkte schnell, dass die Welt von mir nicht erobert werden wollte.
Natürlich wusste ich, dass es als Politikwissenschaftler schwierig wird, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Ich wurde gewarnt: Vor dem Studium von Eltern, Freunden und Studienratgebern, im Studium von Professoren, Dozenten und Kommilitonen. Auch eine Reihe von Arbeitslosenstatistiken und Umfragen unter Hochschulabsolventen zeigten, dass man Zeit einplanen sollte, um einen ordentlichen, gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden.
Trotzdem ist man am Anfang noch guter Dinge. Es werden einige Bewerbungen für dies und jenes geschrieben. Man denkt sich, irgendetwas wird sich schon ergeben. Warum auch nicht? Warum sollte ich Zweifel haben? Nichts spricht gegen mich: jung, gut ausgebildet und örtlich flexibel. Und dann kommt das große Warten. Eine Woche. Zwei Wochen. In der dritten Woche fliegen die ersten Absagen ins Haus, in den nächsten Wochen die Restlichen. Ich muss mir eingestehen, dass es doch nicht so einfach wird.
Plötzlich geht es nicht mehr vorwärts. Ich stehe im Jobcenter und gebe meinen ALG 2-Antrag ab. Ich bin jetzt Hartzer. Für meinen zugewiesenen Fallmanager bin ich zum Produkt degradiert, welches optimiert werden muss, um es gewinnbringend auf dem Arbeitsmarkt zu verkaufen. So sitze ich nun gemeinsam mit Langzeitarbeitslosen in einem EDV-Lehrgang und lerne die Bedienung von Word. Das Leben dreht sich fortan um Bewilligungsbescheide und Eingliederungsvereinbarungen. Ich schäme mich versagt zu haben, bevor es eigentlich richtig losgegangen ist.
Quelle: der Freitag
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 31.08.2014, 18:41   #2
Yukonia->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia Yukonia
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Zitat von wolliohne Beitrag anzeigen
Für meinen zugewiesenen Fallmanager bin ich zum Produkt degradiert, welches optimiert werden muss, um es gewinnbringend auf dem Arbeitsmarkt zu verkaufen.
Wie ich finde sehr gut erkannt und auf den Punkt gebracht.
__

Von null auf hundert in fünfzehn Minuten
Meine Beiträge stellen möglicherweise meine Meinung dar
Yukonia ist offline  
Alt 31.08.2014, 19:34   #3
DieFrettchen
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Ein Studium verkommt heute immer mehr zu einer Art Privatvergnügen. Dasselbe gilt für Bildung aller Art.

NEIN! Wer dadurch desillusioniert ist, braucht sich nicht zu schämen, das sollten sich unsere Politfuzzis und ihre Flüstertüten aus der Wirtschaft, die wir uns derzeit "noch" leisten.
 
Alt 31.08.2014, 20:41   #4
XxMikexX
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Zitat von wolliohne Beitrag anzeigen
Natürlich wusste ich, dass es als Politikwissenschaftler schwierig wird, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Ich wurde gewarnt: Vor dem Studium von Eltern, Freunden und Studienratgebern, im Studium von Professoren, Dozenten und Kommilitonen.
Es ist also genau das eingetreten wovor gewarnt wurde.

Ich wüßte jetzt auch keine denkbaren Arbeitsmöglichkeiten für Politikwissenschaftler. Vielleicht an der Uni selbst oder bei diversen Instituten. Auf jeden Fall ist das stark begrenzt.

Ein schlechtes Beispiel für dieses Thema.
XxMikexX ist gerade online  
Alt 31.08.2014, 21:45   #5
JulieOcean
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Zitat von wolliohne Beitrag anzeigen
Das Leben dreht sich fortan um Bewilligungsbescheide und Eingliederungsvereinbarungen. Ich schäme mich versagt zu haben, bevor es eigentlich richtig losgegangen ist.
[/URL]
Nein, ich schäme mich nicht.

Ich bin seit neun Jahren gezwungen, aufzustocken, mal mehr, mal weniger. Aber versagt habe ich sicher nicht. Ich kann nichts dafür, wenn immer mehr (existenzdeckende) Arbeit abgebaut wird und der Rest unter aller Kanone bezahlt wird. Dafür muss ich mich nicht schämen.

Im Gegenteil, ich weiß durchaus was ich mitsamt meinen Fachkenntnissen wert bin.
Aber ich fürchte, genau dieses Wissen ist mein Problem am Arbeitsmarkt....
JulieOcean ist offline  
Alt 31.08.2014, 22:33   #6
ZynHH
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Zitat von JulieOcean Beitrag anzeigen
Aber ich fürchte, genau dieses Wissen ist mein Problem am Arbeitsmarkt....
Nein, Dein Problem ist, du glaubst.

Du glaubst es immer noch schaffen zu dürfen.
Du glaubst, es gibt ihn noch für dich, den Vollzeitarbeitsplatz der auskömmlich bezahlt wird.
Du glaubst es gibt noch Arbeit für dich ohne aufzustocken.
__

Mahalo
ZynHH ist offline  
Alt 31.08.2014, 22:40   #7
JulieOcean
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Zitat von ZynHH Beitrag anzeigen
Nein, Dein Problem ist, du glaubst.

Du glaubst es immer noch schaffen zu dürfen.
Du glaubst, es gibt ihn noch für dich, den Vollzeitarbeitsplatz der auskömmlich bezahlt wird.
Du glaubst es gibt noch Arbeit für dich ohne aufzustocken.
Nö. Ich glaube nicht mehr, dass sich was ändert.
Es könnte sich vielleicht, unter Umständen, gegebenenfalls was ändern - aber nur, wenn ich mich unter Wert verkaufte. Da steht mir aber nicht der Sinn nach.
JulieOcean ist offline  
Alt 31.08.2014, 22:54   #8
ZynHH
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Zitat von JulieOcean Beitrag anzeigen
Da steht mir aber nicht der Sinn nach.
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Mahalo
ZynHH ist offline  
Alt 01.09.2014, 06:36   #9
Maik75
 
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Maik75
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Zitat von DieFrettchen Beitrag anzeigen
Ein Studium verkommt heute immer mehr zu einer Art Privatvergnügen. Dasselbe gilt für Bildung aller Art.
Wie meinst du das? Meinst du etwa, dass sich Bildung nicht mehr lohnt, nicht mehr anerkannt wird und deshalb nur noch ein Privatvergnügen ist? Ich finde, auch heute noch lohnt es sich, sich weiterzubilden. Aber man sollte natürlich schon darauf achten, dass es etwas ist, bei dem man hinterher auch eine Stelle findet. Der Student in dem Beispiel wurde von allen Seiten gewarnt, wie schwer es werden würde für ihn eine Stelle zu finden, aber er wollte es nicht wahrhaben.
Maik75 ist offline  
Alt 01.09.2014, 08:00   #10
Heiliger Geistl
 
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Zitat von Yukonia Beitrag anzeigen
Wie ich finde sehr gut erkannt und auf den Punkt gebracht.
Dem schliesse ich mich an.Dabei scheuen diese "Fall""manager" in Kollaboration mit Unternehmern nicht dabei zurück, diese "Produkte" willentlich zu zerstören, um auch noch das letzte aus ihnen rauszupressen und dann "auszutauschen".
Heiliger Geistl ist offline  
Alt 01.09.2014, 08:02   #11
Heiliger Geistl
 
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcente

Zitat von Maik75 Beitrag anzeigen
Wie meinst du das? Meinst du etwa, dass sich Bildung nicht mehr lohnt, nicht mehr anerkannt wird und deshalb nur noch ein Privatvergnügen ist? Ich finde, auch heute noch lohnt es sich, sich weiterzubilden. Aber man sollte natürlich schon darauf achten, dass es etwas ist, bei dem man hinterher auch eine Stelle findet. Der Student in dem Beispiel wurde von allen Seiten gewarnt, wie schwer es werden würde für ihn eine Stelle zu finden, aber er wollte es nicht wahrhaben.
Mehr Bildung, wirkliche Bildung, hätte verhindert, dass sich immer mehr Menschen dem Niedriglohnsektor, ganz ohne Not, andienen, und nicht fähig sind, zu begreifen, dass sie sich damit ihr eigenes Grab graben.

Insofern ist es in diesem Zusammenhang wirklich die Bildung, die vielen Menschen fehlt.

Ich gehe davon aus, dass Menschen, die das Studium der Politikwissenschaften abgeschlossen haben, in jedem Fall nicht auf die deutsche Wirtschaft hereinfallen wie so viele andere.Und das kann letztlich nur gut sein für das Land.
Heiliger Geistl ist offline  
Alt 01.09.2014, 09:48   #12
Der aufmüpfige
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcenter

Moin allerseits. Ja, so etwas ähnliches habe ich ja auch vor kurzem erst hier geschrieben, war der gleiche Tenor.

Kurz gesagt, mach ne richtig fundierte Ausbildung, am Besten ein Studium, dann bekommst du eien sicheren Arbeitsplatz und verdienst gutes Geld für deine Kinder und deine Familie…

Ja, so weit so gut, mag sein das es „damals“ so war, aber heute sieht die Realität leider völlig anders aus.
Es beginnt damit das man während des Studiums schon mal damit beginnt mit dem Darlehn den ersten Schuldenberg an zu häufen, aber halb so schlimm, nach dem Studium bekommste ja einen guten Job und zahlst das rucki zucki zurück, dachte ich mir zumindest.

Und nu? Ja, Also es schein als Politikwissenschaftler auch nicht besser zu laufen als bei den Studiengängen BWL /VWL. Aber auch die Leute die auf Lehramt studieren sind nicht besser dran, Jurist übrigens wie ich definitiv weiß auch nicht, hätte ich auch nicht gedacht.

So, aber Studium abgeschlossen, Abschluss in der Tasche, dann kann es ja losgehen, dachte ich mir wieder…

Und Bewerbungen, Bewerbungen, Bewerbungen, aber mit einer guten Ausbildung und frischem Wissen und meiner Motivation sollte das ja kein Problem sein, oder?

Nö, kein Problem, vorausgesetzt Du bist bereit ein Praktikum nach dem anderen zu machen, selbstverständlich zum Nulltarif damit „Du Erfahrung sammelst“, aber sicher doch!

Ein Praktikum nach dem anderen, Erfahrung und Betriebe auch zur Genüge von innen kennengelernt, immer als motivierte und ausgebeutete Arbeitskraft zum Nulltarif, aber Übernahme oder Festanstellung nach dem Praktikum, zu früh gefreut.

Erst vollmundige Bekundungen a la:“Ach, erst mal ein Praktikum, damit Du den Betrieb kennenlernst und dich „einarbeitest“, danach wenn´s gut läuft können wir gerne über ne Festanstellung reden, komisch, hört man oft, aber irgend wie ist nach dem Praktikum und von den positiven Lippenbekenntnissen irgend wie nichts mehr da.
Und schon wartet, wie schon vermutet, auch schon der nächte „Praktikant“ dem das Selbe erwartet, ein Schelm wer böses dabei denkt.
Wir könnten jetzt vermuten, dass dahinter eine perfide Absicht steckt und man so billige und frisch ausgebildete und hoch motivierte Arbeitskräfte ausbeuten will.

Aber sicher ist es nur so das wir „dem Anforderungsprofil“ nicht entsprechen,. Könnte lt Erfahrungswerten folgendermaßen aussehen: Jung, nicht über 25, talentiert, hoch motiviert, auch gerne mal zu „Überstunden“ bis tief in die Abendstunden oder nachts bereit. Am liebsten mit natürlich mit langjähriger Praxiserfahrung in BWL, Controlling und Humankapitalwirtschaft und ähnlichem.
Natürlich sollte der Bewerber oder die Bewerberin trotz der gesammelten langjährigen Erfahrung, welche man ja bei den diversen nahtlos aneinandergereihten Praktika erworben hat, bereit sein beim „Einstieggehalt“ gewisse „Zugeständnisse“ zu machen und hier erhebliche Abstriche in Kauf zu nehmen, dem Unternehmen geht es schließlich so arg schlecht, und dann die ganze schlechte Wirtschaftslage, ach man, da bekommt man doch richtig Mitleid mit den verarmten bemitleidenswerten Unternehmern. Man möchte seine Hartz 4 Geldbörse öffnen und ihnen vor lauter Empathie und Mitgefühl das letzte verbliebene kleine Scheinchen spenden. Das kleine niedliche aber soooo traurig guckende rosa Ferkelchen was auf dem riesigem Schreibtisch steht, sieht auch schon ganz abgemagert und verhungert aus, da muss man doch einfach Mitleid bekommen oder?

Na ja, gut, der Chef trägt einen Maßanzug, sicher noch aus besseren Zeiten, genau wie die teuren Lederschuhe und die protzige goldene Uhr, sicher alles von früher oder vom „second Hand“ Lädchen gesponsert.
Genau wir der Porsche seiner Frau und seine S-Klasse Karosse, beide neuerem Baujahrs, und Tennisstunden und Golfclub sind wie man hört auch noch „gerade so“ im Budget, auch eine Villa in Spanien und eine in Griechenland, bestimmt auch gespendet oder „vom Munde abgesparrt“?

So wie die Unternehmer mit ihrer ganzen Rhetorik und ihrer Einlullerei und ihrem „der Firma geht´s sooo schlecht, und die Wirtschaftskrise“ und so weiter versuchen bei uns auf die Tränendrüse zu drücken und an unsere soziales Gewissen und an unsere Empathie und an unser Mitgefühl appellieren möchten wir doch die teure abgespart Tüte Erdnüsse vom seltenem Zoobesuch lieber doch dem notleidenden Unternehmer spenden als sie den Tieren im Zoo zu gönnen oder?

Und unsere Damen und Herren „Volksvertreter“ sind keinen Deut besser, ein Großprojekt nach dem anderen geht trotz der „Fachleute“ in die Hose. Große Projektewerden „privatisiert“ da winken dann schnell mal Beraterhonorare oder für später ein gut bezahlter „Altersruhesitz“ als Berater oder Lobbyist oder ähnliches.
Und bei TTIP sieht es noch finstere aus, alles natürlich „transparent“ so „transparent“ das keiner was erfahren darf! Nicht wo das ausgemauschelt wird, nicht von wem und die Inhalte sind so wie so tabu, das ist einfach alternativlose Politik(verarsche).
Und das man einfach einen TTIP Sklavenvertrag oder auch Knebelvertrag (schon daher von vornherein als unwirksam und nichtig anzusehen) mit den USA mal blind und wider besseren Wissens blanko unterzeichnet, Prinzip reinste Wundertüte, keiner weiß was genau drin ist, ist auch völlig legitim nach dem Geisteszustand und dem „Gewissen“ unserer „Volksvertreter“ .

Wir appellieren noch mal dringend und eindringlich an das Gewissen und an das was die VON UNS bevollmächtigten „Volksvertreter“ bei ihrem Amtsantritt und allem GESCHWOREN haben:
Hier noch mal zur Erinnerung, da das Kurzzeitgedächtnis ja irgend wie nicht so ausgeprägt ist, auch die Wahlversprechen sind ja leider oft wieder schon schnell vergessen, wenn es denn überhaupt nennenswerte Inhalte gab.
Hier der Amtseid: Nur mal so als Beispiel und als Gedankenstütze was unsere „Volksvertreter“ uns allen vollmundig geschworen haben.
Nach Artikel 48 leisten die Mitglieder der Regierung beim Amtsantritt den Amtseid vor dem Landtag. Er lautet[17]:
„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, Verfassung und Recht wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Ja, nach dem wie sie handeln, und Schaden zufügen und die Verfassung wohl auch eher als „Angebot“ wahrnehmen, was war da bei der Wasserprivatisierung? Und jetzt ganz akut und aktuell bei der ach so „transparenten“ Volksverdummung?
Wenn ich etwas mache und nichts zu Verheimlichen habe, dann brauche ich KEINE geheimen Tagungsorte.
Wenn wie immer vollmundig versprochen doch alles so positiv für Deutschland ist, warum dann diese Geheimnistuerei ?
Wenn alles so toll und so positiv für uns alle ist, warum dürfen wir dann nicht JETZT und VORHER diese Verträge einsehen? Weil wir sonst sehen was wir da, vertreten durch unsere Volksverräter, eigentlich real unterzeichnen? Wir dürfen auf „zu erwartende Gewinne“ (völlig irrsinnig, also voöllig aus der Luft gegriffene Summen“ verklagt werden, Gentechnik hurra, wir kommen! Uns so weiter und so weiter…

Nach dem Märchen vom „Fachkräftemangel“ jetzt die Märchen der Flughäfen und Bahnhöfe, der flügellahmen Drohnen, der unbrauchbaren Hubschrauber die wir aber gerne zu exotischen Preisen kaufen, vielen Danke Herr T. de Maizere (im Volksmund auch oft und gerne :“Thomas die Dauermiesere“ genannt. Wer hat das zu verantworten? Kein Hahn kräht noch nach seiner „Strafversetzung“ danach, Konsequenzen oder die Politiker für ihre Fehler haftbar machen, leider auch nicht möglich, Pech gehabt.
Für solche und ähnlich gelagerte Fehler, und immer die gleichen oder sehr ähnliche Fehler wiederholt, was geht da vor sich fragt man sich das da immer die selben Fehler wiederholt werden und wir zwar alles bezahlen dürfen aber auf der anderen Seite die Politiker für ihre Fehler nicht einstehen und endlich haftbar gemacht werden können?
Daran sollte sich dringend etwas ändern, Politiker müssen endlich ihre Immunität verlieren und nicht mehr gewissenlos alles machen dürfen was sie wollen ohne dafür belangt und strafbar gemacht zu werden! Das ist ein Freibrief zu machen was man will ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, so was kann nicht gut gehen wie die Erfahrung und die vielen Beispiele immer und immer wieder neu belegen!

Winkt da vielleicht auch ein Altersruhesitz vermeintlich in einem Rüstungsunternehmen, natürlich rein zufällig, wundern würde uns das nicht oder?

Und eben jener frischgebacken Innenminister Herr de Maizere plädiert nun für offene Diskussion und tabulose Aufklärung, natürlich nicht bei sich selbst sondern nur bei anderen. Und er beschimpft andere, im sozial arbeitenden Bereich arbeitende, als „maßlos“ weil sie 100 Euro bei ihrem eh schon kargen Gehalt fordern.
Gleichwohl genehmigen sich unsere Volksvertreter aber gerne und oft mal eben noch während der Fußball WM eine fette Diätenerhöhung, die nächste ist auch schon fest abgesegnet und kommt Anfang nächsten Jahres, immer höher als das Budget was ein Hartz 4 Empfänger im Monat zur Verfügung hat. Und Herr de Maizere ist leider kein Einzelfall, genau so nehmen wir unsere Volksvertreter wahr, genau so handelt die Mehrheit, soziales Gewissen und Redlichkeit, Ehrlichkeit und Loyalität gegenüber uns scheint da nicht besonders gefragt zu sein, allenfalls „Zugeständnisse“ und Subventionen für die Wirtschaft, auch hier ein Schelm wer böses dabei denkt.

Leiden unsere Volksvertreter unter Realitätsverlust, der ist es eher eine Art Größenwahn oder Cäsarenwahn(sinn)?

Es wird höchste, nein allerhöchste Zeit, das sich an diesem perfiden und unsozialem System dringen etwas ändert. Es wird allerhöchste Zeit das ein radikales und soziales Umdenken in der gesamten Gesellschaft , gerade aber an der „oberen Gesellschaft“ stattfindet.
Der aufmüpfige ist offline  
Alt 02.09.2014, 18:28   #13
Gaestin
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Registriert seit: 10.01.2007
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Standard AW: Von der Universität ins Jobcenter

ich kenne nur Politikwissenschaftler, die dann Lehramt
gemacht haben und alle eine Stelle nach dem Referendariat
bekamen.
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