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Alt 22.03.2014, 06:41   #1
wolliohne
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Registriert seit: 19.08.2005
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Standard Zwischen Wohlstand und Verarmung: Deutschland vor der Zerreißprobe


  1. Die Armut ist gestoppt, die Einkommensschere schließt sich sogar wieder“ – mit dieser Darstellung der Lebensverhältnisse in Deutschland zog die schwarz-gelbe Bundesregierung ins Wahljahr 2013. Der Vierte Armuts- und Reichtumsbericht, herausgebracht im März 2013, sollte dieser Argumentation die Grundlage liefern. Tatsächlich wissen wir heute, dass das Gegenteil der Fall ist: Mit 15,2 Prozent ist die Armutsquote im Jahr 2012 auf ein neuerliches, trauriges Rekordhoch gestiegen.
    Quelle: Blätter für deutsche und internationale Politik
  2. Gegen alle Lehre
    Während so manche Ökonomen, Medien und Politiker gegen den mühsam errungenen Mindestlohn von 8,50 Euro/Stunde wettern, hat die Bundesagentur für Arbeit festgestellt, dass dieser Mindestlohn Vollzeitbeschäftigte (Singlehaushalt) nicht vor Hartz IV schützt. Wer bis zum Ruhestand für den Mindestlohn oder knapp darüber arbeitet, fällt mit Sicherheit in Altersarmut. Jämmerliche Aussicht für diese Arbeitnehmer, eventuell Grundsicherung beantragen zu müssen. Einen völlig anderen Weg geht eine Kleinstadt in den USA. SeaTec hat knapp 25.000 Einwohner, von denen die meisten Berufstätigen für den Flughafen Seattle/Tacoma arbeiten. Seit 01. Januar 2014 schauen nicht nur amerikanische Ökonomen und Soziologen auf diese Stadt. Es gibt zwar in den USA einen gesetzlichen Mindestlohn (demnächst wohl 10,10 Dollar), doch Bundesstaaten und Kommunen können von diesem nach oben abweichen.
    Quelle: aristoblog.de
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 22.03.2014, 08:46   #2
pinguin
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von pinguin
 
Registriert seit: 22.09.2008
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Standard AW: Zwischen Wohlstand und Verarmung: Deutschland vor der Zerreißprobe

Zitat von wolliohne Beitrag anzeigen
Es gibt zwar in den USA einen gesetzlichen Mindestlohn (demnächst wohl 10,10 Dollar), doch Bundesstaaten und Kommunen können von diesem nach oben abweichen.
Sorry; ich bin immer wieder auf's Neue überrascht, was einem manche als Weisheit verkaufen wollen.

Warum, bitteschön, heißt ein Mindestlohn Mindestlohn? Nee, da kommt Ihr nie drauf. Und, übrigens, so als Tip am Rande, "mindest" steht nicht für "maximal möglich".
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
pinguin ist offline  
Alt 22.03.2014, 10:07   #3
BurnsTorn
Gast
 
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Standard AW: Zwischen Wohlstand und Verarmung: Deutschland vor der Zerreißprobe

Dabei leben wir laut FAZ doch im Land der Glückselingen, wo selbst Bauarbeiter sich einen ordentlichen Wohlstand erarbeiten.

Wie sagte Mutti schon: Deutschland geht es gut! Die Frage ist halt, wen man dazuzählt und wie man dies Zahlen interpretiert. Kurzum: Je nachdem, welche Indikatoren man anlegt, kann man alles und nix "beweisen".

Platt gesagt: Manchen Deutschen geht es wirklich immer besser, anderen dagegen geht es wirklich immer schlechter. Und jede Interessengruppen sucht sich die ihr genehmen Zahlen, die den jeweils eigenen Standpunkt zu bestätigen scheinen, so dass es dann wahlweise heißt "Alles supi!" (Regierung & Wirtschaftslobby) oder halt "Alles Mist " (Opposition & Sozialkaritative Inis).

Ich denke, es ist keineswegs alles supi, aber eben auch nicht alles Mist. Von daher halte ich den Titel des Artikel "Zwischen Wohlstand und Verarmung" durchaus für treffend, denn in der Tat haben wir diese Disparität, d.h. eine starke Spaltung zwischen oben und unten. Und die muss angegangen werden, ohne Frage!

Die Implikation im Untertitel, dass Deutschland deshalb vor "einer Zerreißprobe" sei, wage ich aber stark zu bezweifeln, den die Historie zeigt, dass Gesellschaften über viele Jahrzehnte noch viel krassere Gegensätze von Armut und Reichtum aushalten, bevor sie zerbrechen. Das soll nichts beschwichtigen, ich will nur sagen: Ich glaube nicht, dass dieses Land vor der Zerreißprobe steht.

Dieses Land ist - wie fast alle anderen Länder - in Teilen schon jetzt zerrissen (diese Entwicklunung hat sich mit Ende des Kalten Krieges beschleunigt), denn Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus haben außerhalb von Arbeit/Öffentlichkeit (Arztbesuche, bei der Arbeit, im Amt, Supermarkt, Bus etc.) immer seltener etwas miteinander zu tun. Sprich: Die Lebensrealitäten des jeweils anderen werden immer seltener zur Kenntnis genommen. Man spricht und sieht sich buchstäblich nicht mehr.

Und das ist eine echte Gefahr für die Demokratie: Unten bleibt unter sich und oben auch. Und die aus der Mitte versuchen nicht selten, sich massiv gegen "die da unten" abzugrenzen und sie abzuwerten, stürzen statistisch gesehen aber viel häufiger ab, als dass sie aufsteigen. Von daher haben wir jetzt schon ein soziokulturell geteiltes Land, das dennoch nicht zerreißt. Das muss man nicht toll finden, aber es ist - meiner Meinung nach - so.

Eine gleichere (aber keineswegs "homogenisierte"!) Gesellschaft halte ich für lebenswert und erstrebenswert, aber, auch wenn man das hier ungerne hört, auch eine sehr ungleiche Gesellschaft geht an dieser Ungleichheit nicht per se zugrunde bzw. es kann mitunter Jahrzehnte dauern, bis sie an ihrer "spätrömischen Dekadenz" zerbricht, die nicht von den Armen, sondern von den Reichen ausgeht! Sehr lesenswert zur weiteren Info ist dies hier.
 
Alt 22.03.2014, 10:13   #4
elo237
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Benutzerbild von elo237
 
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Standard AW: Zwischen Wohlstand und Verarmung: Deutschland vor der Zerreißprobe

Deutschland ist schon lange zerfetzt
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Ich bin eine fleißige Arbeitermaus und warte auf die Mäuse!
elo237 ist offline  
Alt 22.03.2014, 11:12   #5
HeliosMagnuss
 
Registriert seit: 05.06.2013
Beiträge: 127
HeliosMagnuss
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Standard AW: Zwischen Wohlstand und Verarmung: Deutschland vor der Zerreißprobe

Man will es so @Elo.. ansonsten würde man nicht zwischen OST und West Differenzieren, und das macht man ohne sich dessen zu schämen.
HeliosMagnuss ist offline  
 

Stichwortsuche
deutschland, verarmung, wohlstand, zerreißprobe, zwischen

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