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Alt 21.03.2014, 14:56   #1
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Standard Heute ist Equal Pay Day

Zitat:
21. März – Tag der Lohngerechtigkeit

Am 21.März ist Equal Pay Day – der Aktionstag für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Denn Frauen verdienen nach wie vor im Schnitt rund ein Viertel weniger als Männer. Wie kann das sein, dass junge Frauen die Bildungsgewinnerinnen sind und trotz allem erst am 21. März soviel Geld für ihre Arbeit erhalten, wie Männer schon am 31. Dezember eingenommen haben?
- Equal Pay Day - Berliner Kampagne
kirschbluete ist offline  
Alt 21.03.2014, 15:39   #2
Existenzminimum
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Daumen runter AW: Heute ist Equal Pay Day

Schon im Ansatz defizitär.

Equal pay hat (schon längst ) nicht nur was mit Männer/Frauen-Unterschieden zu tun: auch mit den diskriminierenden Unterscheidungen ziwschen LeiharbeiterInnen und Nicht LeiharbeiterInnen, Festangestellten und Befristeten, Tarif- und Nichttarifgebundenen, zwischen Ost und West, zwischen Langzeitarbeitslosen und eben nicht Langzeitarbeitslosen.... .

Typisch dämlich verkürzte (pseudo-) feministische Sichtweise und Aktionsanlegung.

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Alt 21.03.2014, 16:00   #3
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Standard AW: Heute ist Equal Pay Day

um es "weniger defizitär und plakativ" zu verdeutlichen, worum es geht:

Zitat:
[...]Überraschendes rund um den Equal Pay Day

• Der größte Gehaltsunterschied findet sich laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes bei Steuerberatern. Weibliche Steuerberater bekommen im Schnitt nur 56 Prozent des Bruttogehaltes ihrer männlichen Kollegen (Männer 5454 Euro, Frauen 3065 Euro). Ihr kleiner Vorteil: Sie wissen zumindest, wie man daraus möglich viel netto macht.

• Aber auch in der Medizin gibt es große Unterschiede: Weibliche Zahnärzte bekommen nur 69 Prozent des Bruttogehaltes ihrer männlichen Kollegen (Männer: 5245 Euro, Frauen: 3609).

• Die große Ausnahme: Bei den Postboten liegen die Frauen in der Statistik mit rund 100 Euro vorn (Männer: 2564 Euro, Frauen: 2663 Euro).

• Je älter die Beschäftigten, desto größer wird der Abstand: Bei den 15- bis 30-Jährigen unterscheidet sich der Bruttomonatsverdienst um rund 13 Prozent, in der Altersgruppe der 36- bis 40-Jährigen sind es schon 19 Prozent. Bei den 61- bis 65-Jährigen erreicht der Rückstand der Frauen ganze 28 Prozent.

• Frauen bekommen auch seltener Weihnachtsgeld: Während 50 Prozent der Männer im vergangenen Jahr einen Zuschuss zum Fest der Liebe erhielten, waren es laut des "Frauenlohnspiegels" lediglich 38 Prozent der Frauen.

In keinem anderen großen Land Europas sind die Lohnunterschiede so ausgeprägt wie in Deutschland. Österreich, die Tschechische Republik und die Slowakei haben ebenfalls Unterschiede von mehr als 20 Prozent. In Italien sind es dagegen nur sieben Prozent. Unterschiede gibt es auch innerhalb Deutschlands: Die neuen Bundesländer haben ein Lohngefälle von lediglich acht Prozent.

• Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet die Unterschiede fleißig weg: Berücksichtige man Faktoren wie Bildung, Alter, Berufserfahrung, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Firmengröße und auch noch Babypausen, bleibe nur noch eine Entgelt-Differenz zu den männlichen Kollegen von knapp zwei Prozent. Auch das Statistische Bundesamt rechnete 2010 einmal die strukturellen Gründe heraus, kam dann aber noch immer auf einen Verdienstunterschied von etwa sieben Prozent.[...]
Equal Pay Day: Der gar nicht so kleine (Lohn-)Unterschied - Familie | STERN.DE

und:

Zitat:
[...]Frauen wollen genauso frei wie Männer über ihren Lebensweg befinden. Sie möchten nicht vor dem Dilemma stehen, zwischen Familie und Beruf entscheiden zu müssen. Das ist keine wirkliche Wahl. Für die meisten Frauen sieht die Realität aber exakt so aus. Ein selbstbestimmtes Leben ist so nicht möglich. In vielen Mitgliedstaaten haben berufstätige Frauen oft keine Kinder, da sie negative Konsequenzen für ihre Karriere befürchten müssen. Und in einigen Mitgliedstaaten bekommen nichterwerbstätige Frauen aufgrund sozialer Unsicherheit gar keine Kinder. Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die ausgebildet sind und akademische Abschlüsse erwerben, ohne davon je zu profitieren.
[...]
Es liegt auf der Hand, wozu sich europäische Länder verpflichten müssen: Geeignete Kinderbetreuung sollte kein Privileg für die Reichen sein, sondern eine Selbstverständlichkeit, die allen Eltern offen steht und für alle bezahlbar ist.
[...]
Lohnunterschiede zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten sind in ganz Europa noch immer an der Tagesordnung. Diese Unterschiede sind oft der Grund dafür, warum Frauen letztendlich zu Hause bleiben. Sie täten es sicher nicht, wenn sich Arbeit für sie eher lohnen würde.[...]
Equal Pay Day: Ein Rekord, auf den man nicht stolz sein sollte | Politik*- Frankfurter Rundschau
kirschbluete ist offline  
Alt 21.03.2014, 16:26   #4
jockel
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Standard AW: Heute ist Equal Pay Day

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Schon im Ansatz defizitär.

Equal pay hat (schon längst ) nicht nur was mit Männer/Frauen-Unterschieden zu tun: auch mit den diskriminierenden Unterscheidungen ziwschen LeiharbeiterInnen und Nicht LeiharbeiterInnen, Festangestellten und Befristeten, Tarif- und Nichttarifgebundenen, zwischen Ost und West, zwischen Langzeitarbeitslosen und eben nicht Langzeitarbeitslosen.... .

Typisch dämlich verkürzte (pseudo-) feministische Sichtweise und Aktionsanlegung.

Jede Art von Beschäftigten und Erwerbslosen wird vom Unternehmerlager und ihren gekauften Politikern wie Bürokraten gegeneinander ausgespielt und ausgeplündert. Da werden keine Unterschiede gemacht - grade nicht in dieser Wirtschafts- und Finanzkrise, wo munter weiter die Banken und Versicherungen als kriminelle Täter zusätzlich noch geschmiert werden und sich wieder Luxusboni endlos gönnen.

Es ist ein Tanz auf dem Vulkan und die Bundesregierung und EU schüren weiter das Feuer zum Sozial- und Lohndumping. Der unternehmerisch geförderte Sozialrassismus blüht und gedeiht. Da die Bundesregierung diese Entwicklung fördert, hängen folglich alle Einrichtungen des öffentlichen Dienstes mit drin und unterstützen Mutti Merkels Horden. Nur so kann man am Volk sparen, wenn es darum geht, den ausgeplünderten Teil mit kommunalen und staatlichen Mitteln halbwegs in Armut pressen zu können und gleichzeitig ruhig zu stellen.

Aus dem Newsletter der IG Bau vom 11/2014 vom 21.03.2014

Zitat:
IG BAU warnt vor drastischem Abbau von Arbeitnehmerrechten

Frankfurt am Main, 20.03.2014

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IGBAU) warnt vor einem drastischen Abbau von Arbeitnehmerrechten in der Europäischen Union. „Die EU rollt für Sozialdumping in Europa weiterhin den roten Teppich aus“, kommentierte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger das Ergebnis der sogenannten Trilog-Verhandlungen zur Durchsetzungsrichtlinie zur Entsenderichtlinie.

--------------------------------------------------

„Der Kompromiss zwischen dem Beschäftigungsausschuss des Europäischen Parlaments und dem Rat ist vergiftet. Die Verhandlungen wurden notwendig, weil immer mehr entsandte Arbeitnehmer ausgebeutet werden, ohne sich wirklich dagegen wehren zu können. Das Verhandlungsergebnis wird zwar offiziell als Stärkung ihres Schutzes beworben. Tatsächlich aber würde diese Richtlinie bewirken, dass die Arbeiter ihre Rechte teilweise noch schlechter durchsetzen können – dazu gehört zu allererst: das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort.“

Die IG BAU fordert die Abgeordneten des Europäischen Parlaments nachdrücklich auf, bei der letzten Abstimmung am 16. April 2014 im Plenum die Durchsetzungsrichtlinie zu stoppen. „Die Bundesregierung ist hier ebenfalls in der Verantwortung. Sie muss ihre Haltung überdenken und sich eindeutig dagegen positionieren. Die Regierung kann kein Interesse an einer Erosion von Arbeitnehmerrechten haben“, sagte Feiger. „Ohne wirksamen Schutz entsandter Arbeitnehmer, droht in Deutschland irgendwann der gesamte Arbeitsmarkt in Schieflage zu geraten. Es ist schwer vorstellbar, wie sich ordnungsgemäß arbeitende Betriebe auf Dauer gegen Dumpingkonkurrenten durchsetzen sollen, die entweder selbst entsandte Beschäftigte ausbeuten und betrügen oder solche kriminelle Firmen für die eigene Gewinnmaximierung im Rahmen von Werkverträgen nutzen.“

„Unterm Strich hätte die EU bei Annahme dieser Richtlinie schon wieder drei Jahre für die längst überfällige bessere Bekämpfung der ständig zunehmenden Betrügereien und Ausbeutung bei der grenzüberschreitenden Beschäftigung vertrödelt, und es würden weitere Jahre des Stillstands und sozialen Rückschritts vergehen, bis dieses schlechte Ergebnis überall umgesetzt ist. Und irgendwann ab 2020 stellen dann alle erschrocken fest, dass die Lage noch viel schlechter geworden ist. Da wäre selbst ein kompletter Neustart nach der Europawahl besser als die Annahme dieses miesen Kompromisses im Eilverfahren“, so Feiger.

Die IG BAU kritisiert an dem Ergebnis der Trilog-Verhandlung insbesondere folgende Punkte:
  • Die Kontrollen der Gastländer, ob Entsendefirmen korrekt vorgehen, geraten unter Druck. Für die Einführung von effektiven Maßnahmen werden zusätzliche Hürden aufgebaut. Die Richtlinien-Regelung lässt verschiedene Auslegungen zu. In der Praxis läuft es darauf hinaus, dass jede zusätzliche Kontrollmaßnahme oder Anforderung an Entsendefirmen durch die davon möglicherweise betroffenen Täter oder die Europäische Kommission erst einmal beim Europäischen Gerichtshof angefochten werden wird, was ihre wirksame Einführung erheblich verzögert. Dies droht auch bei den bisher schon üblichen Maßnahmen. Ein Unding ist, dass alles immer öffentlich auf Webseiten angekündigt werden muss. Das gibt schlaueren Tätern wertvolle Hinweise. So etwas gibt es bei der Bekämpfung anderer krimineller Taten aus gutem Grund nicht. Wüssten zum Beispiel Geldwäscher und Schmuggler vorher ganz genau, was alles geprüft wird, und dürften keine zusätzlichen Kontrollen durch den Staat durchgeführt werden, würden die meisten von ihnen nie erwischt. Der Eindruck entsteht, man wolle den Betrug an Arbeitern gar nicht wirksam bekämpfen, sondern nur symbolisch ein paar besonders dumme Täter erwischen, damit der Rest ungestört weitermachen kann.
  • Auch die neue Regelung zur Generalunternehmerhaftung bringt in dieser Form nicht viel. Sie gilt zunächst nur am Bau. Arbeitnehmer, die um ihren Lohn betrogen wurden, können nicht direkt den Generalunternehmer haftbar machen. Sie müssen vielmehr Subunternehmer nach Subunternehmer verklagen. Jeder von ihnen kann versuchen, sich mit gefälschten Listen und Bescheinigungen herauszureden. Das ist eine bei mehrgliedrigen Ketten – wie sie am Bau die Regel sind - völlig praxisuntaugliche Lösung, weil kaum ein Arbeiter so viel Erspartes hat, um langwierige Prozessketten zu überbrücken. Zudem werden die ohnehin schon überlasteten Gerichte so zusätzlich belastet. Das viel bessere bisherige deutsche Modell dagegen erlaubt es Beschäftigten am Ende langer Ketten aller Mindestlohnbranchen, direkt beim obersten Unternehmen ihre Forderungen geltend zu machen und die ganzen Strohmänner zwischendrin auszulassen. Es droht aber nun, zur Ausnahmeerscheinung zu werden und gerät damit immer mehr unter europäischen Druck.
  • Neue Unklarheiten werden auch hinsichtlich der Anmeldung von Entsendungen geschaffen. Sie soll nach dem Kompromiss „zu Beginn“ der Dienstleistung erfolgen. Die Erfahrung mit einer vergleichbaren Formulierung im deutschen Sozialversicherungsrechte war schlecht. Stießen Kontrolleure auf nicht angemeldete Beschäftigte, wurde behauptet, diese hätten ihren ersten Tag. Damit liefen Strafen oft ins Leere, wenn das Gegenteil nicht klar beweisbar war. Dieses Schlupfloch wurde erst geschlossen, nachdem die Anmeldung „vor“ Beginn der Arbeit eingeführt wurde. Dieses wichtige Wort wurde aber bei der Durchsetzungsrichtlinie im Kompromissfieber gestrichen.
  • Schließlich droht Arbeitnehmern, die nicht korrekt entsandt wurden, ein besonders drastischer Entzug ihrer Rechte. Die Durchsetzungsrichtlinie ist so formuliert, dass in bestimmten Fällen nur noch das Herkunftslandprinzip gilt. Den Betroffenen würden selbst die Ansprüche auf die Mindestbedingungen des Gastlandes genommen. Mindestlöhne wären hinfällig. Die Regelung läuft auf eine Belohnung besonders aggressiv vorgehender Entsendefirmen hinaus.
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Alt 21.03.2014, 17:50   #5
jockel
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Standard AW: Heute ist Equal Pay Day

Zum Thema "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" und befristete Arbeitsverträge durch Endlos-Verkettung als Dumpingmethode der Arbeitgeber:

IG Bau, Newsletter 11/2014

Zitat:
IG BAU fordert Abschaffung des Befristungsunwesens

Frankfurt am Main, 16.03.2014

Anlässlich der morgen stattfindenden (für die Red.: Montag, 17. März 2014) öffentlichen Anhörung zur sachgrundlosen Befristung vor dem Bundestagsausschuss Arbeit und Soziales fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Regierungsparteien auf, dieses Instrument schnellstens abzuschaffen.

-------------------------------------------------------------------------

Der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger sagte: „Das Unwesen von sachgrundlosen Befristungen hat immer stärker um sich gegriffen. Inzwischen ist fast jede zweite Neueinstellung befristet. Bei jungen Menschen liegt die Quote sogar deutlich höher. Dabei bringen die Befristungen den Unternehmen keinen Vorteil. Sie sind schon ohne dieses Instrument dank gelockertem Kündigungsschutz und langer Probezeit in Personalfragen flexibel.

In der Baubranche beschäftigt die Mehrzahl der Betriebe nur zehn oder weniger Mitarbeiter. Die Beschäftigten dort genießen gar keinen Kündigungsschutz. Dagegen wirken die ausufernden Befristungen für die betroffenen Arbeitnehmer extrem belastend. Sie haben keinen Planungsspielraum für ihre Zukunft. Entscheidungen, wie die Gründung einer Familie oder große Anschaffungen, werden so zwangläufig auf die lange Bank geschoben.

Zudem erleben viele die Befristung als Erpressungsversuch, sich im Betrieb unterzuordnen und selbst bei gröbsten Verstößen gegen Gesetze und Tarifbestimmungen nichts zu sagen. Die Angst, nach der Befristung auf der Straße zu stehen, wird zum Teil bewusst geschürt und ausgenutzt, damit Beschäftigte etwa unbezahlte Überstunden oder Urlaubkürzungen widerspruchlos hinnehmen.“
Dieser Befristungsmüll ist eine von zahllos vielen anderen Ursachen, wofür die Unternehmer zur Verantwortung gezogen werden müssen, warum es den angeblichen Fachkräftemangel aus Demographiegründen gibt.

Unternehmer, die auf Praktikas und befristete Arbeitsverhältnisse, Minijobs und ähnliche Mittel setzen, sind die Täter die den Fachkräftemangel und die Demographieprobleme auf lange Sicht auslösen und vergrößern.

Wer befristet arbeitet, gilt als un- oder angelernt und wird als bildungsfern von Unternehmern eingestuft - also ist diese Arbeitskraft schnell ersetzbar durch einen anderen Un- oder angelernten (Hilfsarbeiter) nach der Drehtüridelogie der Privatwirtschaft. damit erledigt sich die Frage nach hochwertiger Schul- und Berufsausbildung oder -weiterbildung, weil es sich für den Unternehmer und Arbeitnehmer sich wegen der Befristung nicht lohnt eine 2 oder 3jährige Lehrausbildung durchzuziehen, da die Befristungen immer unterhalb der 2 und 3 Jahre enden. Das spricht sich rum bei den Arbeitsagenturen und Jobcenter, die dann ihrerseits den miserablen Bildungs- und Maßnahmeträgern ihren Segen geben und nicht aiúf Bildungsqualität wert legen. Das schlägt auch aufs Schulwesen durch. Wenn so eine Bildungsarmut fürs Berufsleben von Unternehmerseite angestrebt wird über schlechte Arbeitsverträge, dann lohnt sich auch eine hochwertige Schulausbildung für die Untertanen nicht mehr. So greift eins ins andere - alles angestrebt von privatwirtschaftenden Unternehmergangstern.

Und da jammern genau diese Gangster von Fachkräftemangel und bildungsfern geprägten Arbeitnehmern und beschuldigen diese genau für diesen Zustand verantwortlich zu sein, daß sie nicht mal das ABC und die Grundrechenarten beherrschen. Angeblich deswegen kann man kein qualifiziertes Personal finden, weil das dämliche Volk nichts taugt.

Eben - wer zieht einen Profitnutzen aus einem dämlich gemachten und gehaltenes Volk????

Unternehmer!!!!

Nur ein dumm gehaltenes Volk lät sich bequem durch Unternehmer und Politiker beherrschen. Es braucht ja nur eins - minderwertige Ware bei Discountern zu kaufen.

Durch miserable Schul- und Berufskenntnisse ergibt sich was?

Niedrige Löhne und Gehalter und fürs Alter - Hungerrenten!!!

Wo derart schlechte Arbeitsbezahlung herrscht, da kommt es nicht zu Familiengründungen und der Nachwuchs bleibt aus oder wird wieder bildungsfern und lebt unter prekären Lebensbedingungen. Also entsteht immer wieder neuer Fachkräftemangel, weil die unternehmerische Profitgier keine sozialen Wohltaten fürs Volk zuläßt.

Essen, Trinken, Begleidung zählt zur einfachen Reproduktion der Arbeitskraft und zwar auf gleichem oder noch schlechterem Niveau.

Bildung, Familiengründung und Nachwuchs ist die langfristig erweiterte Reproduktion der Arbeitskraft - und diese Dinge will die Privatwirtschaft nicht für die Untertanen, sondern nur für "die Elite" a la Schavan, Guttemberg, Wulff und Co. oder der Uschi von der Leyen-Sippe monopolisieren.

Ach wie überlegen ist die BRD doch gegenüber der DDR. Ich bezweifle stark diese Überlegenheit und sehe im Kapitalismus nur eine grenzenlose Menschenverachtung.

------------------------------------

Ich fasse es nicht:

Selbst auf die Veröffentlichung des Liedtextes von Arbeiterliedern macht sich die Abmahnwirtschaft breit - Alles läßt sich in klingende Münze verwandeln - selbst das Liedgut des Klassenfeinds. Auch eine Unterdrückungsmethode des Volkes. So unterbindet man Solidarität mit pekunären Methoden.

Der Originaltext stammt von Bertold Brecht und die Urheberrechte hat sich zu Vermarktungszwecken die Breitkopf & Härtel KG unter den Nagel gerissen. So kann man Arbeiter mit der Keule Urheberrechtsschutz mundtot machen, ihre Interessen zu bekunden und schlägt als Breitkopf & Härtel noch zusätzlich Kapital daraus, obwohl diese Firma das Volk haßt.

Perverser geht's nimmer.

Warum schützt denn nicht die Linke urheberrechtlich die Nutzungsrecht zum Liedgut der Arbeiterbewegung?

Das Einheitsfrontlied - Deutsch - (Hannes Wader) - YouTube

Einheitsfrontlied

Das Lied entstand Ende 1934 auf Bitte von Erwin Piscator für die Erste Internationale Musikolympiade. Es thematisierte Brechts Überzeugung, dass nur eine Einheitsfront aus Kommunisten und Sozialdemokraten, ja aller Arbeiter eine Chance habe gegen den Nationalsozialismus noch etwas auszurichten. Auf der Musikolympiade 1935 in Straßburg wurde es uraufgeführt und dort von 3000 Arbeitersängern vorgetragen. Gedruckt erschien es erstmals 1937 während des Spanischen Bürgerkrieges in Madrid als Lied von der Einheitsfront, herausgegeben von Ernst Busch.

Das Einheitsfrontlied ist, gemessen an anderen Eislerschen Kompositionen, recht schlicht gehalten, sodass es ohne große Probleme auch von musikalisch nicht ausgebildeten Menschen gesungen werden kann. Die erste Version weist Merkmale typischer Tendenzlieder, wie den marschartigen Takt und den Massengesang auf. 1948 verfasste Eisler eine zweite, sinfonische Fassung, mit der er sich von dem durch den Faschismus negativ konnotierten Marsch abgrenzen wollte. Ernst Busch verwendete diese Version für die Aufnahme im Rahmen seines Aurora-Projekts. Dies kann als Bezugnahme zum in der Frühzeit der DDR entstehenden Klassikmythos gewertet werden. Eisler schrieb 1935 an Marcel Rubin: „Dieses Lied soll sehr einfach gesungen werden. Keine Brüller, kein falsches militantes Geschrei!!! Nicht zu rasch! Nicht zu langsam!“

Der Liedtext besteht aus vier Strophen und einem Refrain zu je vier Zeilen. Der Text ist nur unter Kenntnis der Zustände der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und den ersten Jahren nach 1933 verständlich. Ausgehend von der staatstragenden Position der SPD, die von der systemoppositionellen KPD als Verrat am Ziel des Sozialismus aufgefasst wurde, entwickelten sich unter Schlagwörtern wie "Sozialfaschismus" eine tiefe Spaltung und teilweise extreme Grabenkämpfe. Brecht erinnert im Text an die grundlegende Stellung der Proletarier unter kapitalistischen Produktionsbedingungen und hebt die einenden Interessen ("Und weil der Mensch ein Mensch ist") hervor. Kommunistisch als auch sozialdemokratisch orientierte Arbeiter sollten so von den jahrelangen Grabenkämpfen gegeneinander abgebracht werden und einen gemeinsamen Gegner, den Faschismus, erkennen, der nur gemeinsam, in der Einheitsfront, besiegt werden kann. Die Einheitsfront wurde bereits wenige Tage nach der Machtübertragung auf die Nationalsozialisten von der KPD eingefordert, stieß aber aufgrund der unüberwindbar erscheinenden Unterschiede lange auf wenig Resonanz von sozialdemokratischer Seite. Auch die Olympiade der Arbeitersänger in Strasbourg war von Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten geprägt, trotz des bekundeten Willens, der sich in dieser Komposition äußert.

Eine Coverversion dieses Liedes ist auf dem 1977 erschienenen Tonträger "Hannes Wader singt Arbeiterlieder" des gleichnamigen Künstlers enthalten. 1973 spielten Brötzmann/Van Hove/Bennink eine FrEin-Euro-Jobazz-Version ein. Aber auch die linksalternative Rockband Ton Steine Scherben spielten das Einheitsfrontlied in leicht veränderter Fassung im Anhang an das Stück Macht kaputt, was euch kaputt macht (welches später wiederum von der Deutschpunk-Band Slime gecovert wurde) auf dem Album Warum geht es mir so dreckig? (1971). Zudem existieren noch zahlreiche weitere Coverversionen aus dem Punk-Bereich, unter anderem von Tut das Not (Fremdwelt) und Commandantes (Lieder für die Arbeiterklasse).

Wer hat die Einheit der Arbeiter verraten - Sozialdemokraten - damals bis heute - SPD - Hinternkriecher des Kapitals

Das wird sich auch wieder am Thema Mindestlohn erweisen - heute gings im Bundestag in den Debatten um den Mindestlohn

Mindestlohn - Gabriel mit Regelung zufrieden - Wirtschaft - Süddeutsche.de

Mindestlohn: Ausnahmen nur für Langzeitarbeitslose - Wirtschaft - Süddeutsche.de

Langzeitarbeitslose, die mit einem Lohnkostenzuschuss der Bundesagentur für Arbeit (BA) einen Job finden, werden darin für ein halbes Jahr vom Mindestlohn ausgenommen.

Das heißt, wenn man einen Job gefunden hat, sich bloß nicht auf das Fettnäpchen Lohnzuschuß durch die BA einlassen. Nur so kann ein Verhartzer, der einen neuen Job hat, ab ersten Arbeitstag den Mindestlohn oder den Tarif verlangen. Also erst den prekären Job annehmen und hinterher den Mindest- oder Tariflohn einklagen. Man braucht erstmasl den Fuß in der arbeitsrechtlichen Tür.
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Alt 21.03.2014, 17:55   #6
USERIN
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Standard AW: Heute ist Equal Pay Day

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Schon im Ansatz defizitär.

Equal pay hat (schon längst ) nicht nur was mit Männer/Frauen-Unterschieden zu tun: auch mit den diskriminierenden Unterscheidungen ziwschen LeiharbeiterInnen und Nicht LeiharbeiterInnen, Festangestellten und Befristeten, Tarif- und Nichttarifgebundenen, zwischen Ost und West, zwischen Langzeitarbeitslosen und eben nicht Langzeitarbeitslosen.... .

Typisch dämlich verkürzte (pseudo-) feministische Sichtweise und Aktionsanlegung.


Was ist denn daran defizitär, dass man im Frau/Mann-Vergleich für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn fordert ?


P.S.

Deine Aufzählung zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt ist ja zum Glück nicht abschließend.
__

"HARTZ-IV" ist kurz erklärt: Politisch gewollte Armut im politisch gewollten Reichtum.
USERIN ist offline  
Alt 21.03.2014, 22:27   #7
Henrik55
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Standard AW: Heute ist Equal Pay Day

Lohndiskriminierung
Henrik55 ist offline  
Alt 21.03.2014, 22:39   #8
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Rheingold
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Standard AW: Heute ist Equal Pay Day

Ich finde es super, wenn die Frau für die gleiche Leistung den gleichen Lohn bekommt wie der Mann.

Bei so einem Unternehmen würde ich gerne arbeiten.

Man boykottiere Arbeitgeber, die im Entlohnen frauendiskriminierend auffallen.
Rheingold ist offline  
Alt 21.03.2014, 22:42   #9
Existenzminimum
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Standard AW: Heute ist Equal Pay Day

Zitat von USERIN Beitrag anzeigen
Was ist denn daran defizitär, dass man im Frau/Mann-Vergleich für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn fordert ?


..

Defizitär ist es, das auf ein Mann/Frau-Problem zu reduzieren.
Ist doch logisch, oder?
Existenzminimum ist offline  
Alt 21.03.2014, 23:16   #10
0zymandias
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Standard AW: Heute ist Equal Pay Day

Zitat von Rheingold Beitrag anzeigen
[...]Man boykottiere Arbeitgeber, die im Entlohnen frauendiskriminierend auffallen.
Nett gedacht, aber momentan boykottieren die Arbeitgeber uns.

Da müssen wir schon noch was warten, bis wir an der Reihe sind.
__

"Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher." - Mark Twain

"Things fall apart; the jobcenter cannot hold;
Mere anarchy is loosed upon the world"
"The best lack all conviction, while the worst
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