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Alt 17.10.2012, 12:48   #1
Paolo_Pinkel
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Standard In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Zitat:
Berlin (dapd-bln). 640.900 Haushalte in Berlin haben einer Studie zufolge Anspruch auf eine Sozialwohnung. Allerdings stehe nur für jeden dritten Betroffenen ein solches Quartier zur Verfügung, erklärte das Pestel-Institut am Mittwoch in Hannover. In den vergangenen Jahren seien in Berlin viele Sozialwohnungen vom Markt genommen worden. "Hier klafft eine enorme Lücke. Dies trifft insbesondere Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner", sagte der Leiter des Instituts, Matthias Günther.
==> Wohnungsbau: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen - Nachrichten Newsticker - News3 (DAPD) - DIE WELT
__

"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
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Alt 17.10.2012, 12:59   #2
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Kein Wunder! Spekulanten dürfen ja mit Ihren erworbenen Flächen tun uns lassen was Sie wollen. Auf den erworbenen Freiflächen werden Neubauten hochgezogen und an die eigentlich nicht existierende Mittelschicht verkauft. Mir sind in einem Umkreis von 7km, mindestens 30 Freiflächen bekannt, auf welchen zum derzeitigen Zeitpunkt entweder gebaut wird oder die Bauarbeiten bereits abgeschlossen sind.
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Zitat:
2.3 Sozialgericht Berlin, Beschluss vom 18.09.2013 - S 147 AS 20810/13 ER

Das derzeit geltende Sanktionsrecht nach den §§ 31 ff. SGB II verstößt nicht gegen das aus Art. 1 GG i. V. m. dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) hergeleitete menschenwürdige Existenzminimum (vgl. dazu BVerfG v. 09.02.2010 - 1 BvL 1/09).
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Alt 17.10.2012, 13:24   #3
Hartzeola
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Zitat:
Regierungsbericht: Erhebliche Engpässe auf Wohnungsmarkt

17.10.2012, 10:26 Uhr

Berlin (dpa) - In Deutschland sind laut einem Bericht für die Bundesregierung erhebliche Engpässe im Wohnungsmarkt entstanden, die Mieten und Kaufpreise vielerorts in die Höhe treiben.
Wohnungsmarkt: Erhebliche Engpässe treiben Mieten und Kaufpreise
Hartzeola ist offline  
Alt 17.10.2012, 15:11   #4
Kleeblatt
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

In Berlin fehlt es an mit heute als normal betrachteten Gehältern und Löhnen zu bezahlenden Wohnungen massiv.
Das ist geschuldet u.a. auch der Tatsache, daß immer mehr Bundesbehörden mit ihren sehr gut bezahlten Mitarbeitern in die Hauptstadt umgezogen sind, sich viele Büros neu eröffnet haben mit ebenso gut bezahlten Angestellten.
Auch dem Fakt das in Berlin mehrere Hoch- und Fachhochschulen mit der entsprechend hohen Anzahl von Studenten ihren Standort haben. Alleine die FU hat z.Z. glaube ich um die 80 000 Studenten, von deren Mitarbeitern ect. mal ganz zu schweigen.

Industrien. also produzierendes Gewerbe, gibt es hier nur sehr wenige. Ein paar Kleinbetriebe im Service, massenhaft Hotels die mies bezahlen ...

Es ist in den letzten 20 Jahren zu einer Stadt mutiert in der die Einen gut bezahlte und zudem abgesicherte Arbeitsverhältnisse haben aus unterschiedlichen Gründen, dagegen immer mehr Menschen , welche zuvor noch in kleineren Industrien arbeiteten, entlassen wurden wegen entweder Insolvenz oder aber Verlagerung von Standorten. Schlichtweg weil die Grundstückspreise und damit auch die Pachten und Mieten entsprechend gestiegen sind.

Immer mehr zugezogene und zuziehende Menschen können sich dagegen hohe Mieten oder Mieteigentum leisten.
Um diese Preise entsprechend hoch halten zu können muß man Wohnungen und / oder Wohneigentum über die Grundstückspreise treiben indem man sie künstlich verknappt.

Würde hier der Senat also Wohnraum zu günstigen Preisen schaffen, so ärgern sich die Wohlhabenden und legen ihr Geld mangels "ausreichender" Rendite eben eher nicht an, man würde anderweitig suchen.
Allerdings zahlen schließlich die Wohlhabenden und die mit guten Gehältern eben die Preise in den Nobelgeschäften, den Hotels, Bars, Restaurants ect. pp.

Das Viele von denen hier nur für wenige Monate im Wortsinne wirklich wohnen, interessiert nicht.

Berlin wird daher einerseits eine Kunststadt mit immer mehr Ecken wo sich kaum etwas bewegt, andererseits zu einer Geisterstadt alá Las Vegas wo die Touristen mal "Großstadt gucken können".

Das was eine Stadt eigentlich am Leben hält, also die normalen Einwohner (ich ziehe einfach mal alle Künstler hier mit ab ) , werden immer weniger. Sie werden verdrängt von einem neuen Nobelbezirk zum nächsten bis der auch wieder "nobel" wird .... um irgendwann einfach aus Berlin wegziehen zu müssen.

Der Senat unterstützt diese Entwicklung gewollt, - einerseits spart er sich das Geld für Sozialwohnungen und zudem sind verdrängte Nicht-Reiche ohnedies nur ballast, - die können ja aus den umliegenden Dörfern für die Erbringung ihrer täglichen Dienstleistungen reinfahren.
Na und Arbeitslose wird man samt den ihnen anhängenden Kosten auf diese Weise auch schnell los. Wieder gespart an KDU und Wohngeld ect.

Es gibt für den Berliner Senat also keinen schlüssigen Grund hier entsprechend regulierend einzugreifen ohne sich dabei finanziell selbst zu schaden und zusätzlich auch noch die Reichen mit dem Ballast optisch zu belästigen.

In den 10 Jahren unter Hartz IV hat sich die Warmmiete bei der KDU für einen Single von 378,- € auf sagenhafte 398,- € bei Heizungsform Öl und dezentral erhöht, - ein Anstieg um 20,- €. TOLL !
Nee, nicht das wir hier vielleicht oft genug irre Erhöhungen bei wasser-/ Abwasser hatten, Versicherungsteigerungen für Gebäude ect., Erhöhung von Müllgebühren bis zum Hals ...

Da sind also die erhähten / gestiegenen Kaltmieten nicht einmal ansatzweise drin.

Der Senat WEISS das genau. SPD und jetzt SPD und CDU im trauten Verein ... man hat sich gesucht und gefunden weil man seit Jahrzehnten dieselben "Ideen" hat wie man in dieser Stadt regieren will.

Irgendwann sind die Bezirke mehr oder weniger "Armenfrei". Darum geht es doch in Wirklichkeit.
Kleeblatt ist offline  
Alt 17.10.2012, 17:04   #5
hartaber4
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Zitat von jimmy Beitrag anzeigen
und an die eigentlich nicht existierende Mittelschicht verkauft.
Auch gern von Anlegern aus dem Ausland.... Berlin ist aus deren Sicht (im Vergleich zu anderen Hauptstädten) "billig" und hat gute Zuwachsraten bei den Mieten in entsprechenden Lagen.

Zur Zeit sorgt das Euro-Gewackel für Rückenwind (Flucht ins Betongold)
__

ius vigilantibus scriptum est.....

"Nichts schärft den Verstand mehr als die Niederlage." - Eric Hobsbawm-

"Die sogenannten Finanzmärkte dienen der Mehrheit genauso wenig wie die organisierte Kriminalität. Das ist der Fehler, und deshalb haben harte Reformen bei ihnen anzusetzen, statt umgekehrt den Sozialstaat abzubauen." (Dr. J. Borchert in "Sozialstaatsdämmerung" S. 180)
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Alt 17.10.2012, 17:06   #6
hartaber4
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Zitat von Kleeblatt Beitrag anzeigen
Irgendwann sind die Bezirke mehr oder weniger "Armenfrei". Darum geht es doch in Wirklichkeit.
Das ist eine Nebenwirkung.... Ursache sind kaufkräftige Investoren.... die eben an der Rendite orientiert sind und nicht an einer Mieterklientel, die die Mieten der durchsanierten Luxus-Wohungen nicht wuppen können...
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ius vigilantibus scriptum est.....

"Nichts schärft den Verstand mehr als die Niederlage." - Eric Hobsbawm-

"Die sogenannten Finanzmärkte dienen der Mehrheit genauso wenig wie die organisierte Kriminalität. Das ist der Fehler, und deshalb haben harte Reformen bei ihnen anzusetzen, statt umgekehrt den Sozialstaat abzubauen." (Dr. J. Borchert in "Sozialstaatsdämmerung" S. 180)
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Alt 17.10.2012, 19:51   #7
xyz345
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Eigenartig. Vor Wochen wurde doch per WAV so vollmundig getrötet, dass es in Berlin viele tausende leerstehende Wohnungen gibt, in die die Hartzies umsiedeln können/müssen/sollen. ZB in Marzahn und Hellersdorf.
Ach nee. Und jetzt gibt es die wohl doch nicht?!
Wohin sollen denn die 44.000 Haushalte ziehen, denen man kräftig die KdU gekürzt hatte?
Auf den Alex in Zeltstädte - so wie die Flüchtlinge jetzt an der türkischen Grenze?
xyz345 ist offline  
Alt 17.10.2012, 22:49   #8
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Dabei handelt es sich um Wohnungen, welche die meisten nicht wollen. Kann ich gut nachvollziehen.
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Zitat:
2.3 Sozialgericht Berlin, Beschluss vom 18.09.2013 - S 147 AS 20810/13 ER

Das derzeit geltende Sanktionsrecht nach den §§ 31 ff. SGB II verstößt nicht gegen das aus Art. 1 GG i. V. m. dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) hergeleitete menschenwürdige Existenzminimum (vgl. dazu BVerfG v. 09.02.2010 - 1 BvL 1/09).
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Alt 18.10.2012, 06:31   #9
wolliohne
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Ist scheinbar ein bundesweites Problem.



Untersuchung des Pestel-Instituts

38.400 Haushalte im Rhein-Sieg-Kreis brauchen eine Sozialwohnung

RHEIN-SIEG-KREIS. . Der Rhein-Sieg-Kreis hat einen deutlichen Bedarf an Sozialwohnungen. Das geht aus einer Bestandsaufnahme des Pestel-Instituts hervor, das im Auftrag der Wohnungsbau-Initiative den Bedarf an Sozialwohnungen in Deutschland ermittelt hat. mehr...
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 18.10.2012, 06:43   #10
Heidschnucke
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Und nicht nur in Berlin, sondern Bundesweit!

Vermietungen sind doch reine Gelddruckmaschinen; keine Steuern keine Versicherungen (zahlen ja die Mieter) und die Kaltmieten steigen fröhlich weiter!
Heidschnucke ist offline  
Alt 18.10.2012, 09:00   #11
Kleeblatt
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Zitat:
jimmy;
Kein Wunder! Spekulanten dürfen ja mit Ihren erworbenen Flächen tun uns lassen was Sie wollen.
Früher mußte jeder Investor VOR dem Kauf von senatseigenen Grundstücken seine Liqidität und einen Bebauungsplan vorweisen. Das wurde seinerzeit sogar eingehend geprüft.
Heute braucht man nur noch zu kaufen, - dann kann man es leer stehen lassen oder aber irgendeinen Bebauungsplan mit einem Architekten entwerfen, irgendwann auch mal dem Senat hinlegen, - das war es meistens auch schon.
Dem Senat geht es nur darum die Flächen so teuer als möglich von der Backe zu bekommen, - der Rest ist eigentlich egal.
Selbst bebaute Grundstücke interessieren weder vor noch nach dem kauf wirklich. Ob der neue Eigentümer dann ganze Siedlungen völlig intakter Häuser abreißen läßt und was auch immer dort hinpackt, - interessiert im Senat ebenso wenig. Klar gehen dann intakte Wohnungen damit zu tausenden verloren, - but who cares.
Das läuft immer wieder hier genau so ab.
Damit wird nicht nur nicht neu gebaut, es wird sogar immer mehr abgerissen. Edel-Wohnanlage mit Golfplatz ect. ist schließlich wichtiger.

Zitat:
Auf den erworbenen Freiflächen werden Neubauten hochgezogen und an die eigentlich nicht existierende Mittelschicht verkauft.
Ich habe dort nur Nerubauten im Edelsegment bisher gesehen. Meistens allerdings wurde zuvor auf unterschiedliche Weise erst einmal "entmietet".
Zitat:
Mir sind in einem Umkreis von 7km, mindestens 30 Freiflächen bekannt, auf welchen zum derzeitigen Zeitpunkt entweder gebaut wird oder die Bauarbeiten bereits abgeschlossen sind.
Ich kenne einige Flächen die sich scheinbar noch in altem Privatbesitz befinden. Die Flächen, oft genug alte Industriebrachen, verwildern mitten in der Stadt vor sich hin. Schließlich kann der Preis nur weiter steigen und wer als Eigentümer nicht dringend Geld benötigt lehnt sich scheinbar zurück und wartet / pokert einfach.

Wenn der Senat irgendwelche Flächen, entweder von den ehemaligen Aliierten oder später sogar den Flughafen Tegel, zurückerhält, dann gibt es seitens des Senats stets nur zwei Möglichkeiten der Nutzung, - entweder Edelnutzung per Edelwohnraum mit Golfplätzen ect. oder aber neue Bürohäuser.
Eine andere Idee haben die von alleine bisher noch nie gehabt. Würden sich nicht die Bürger regelmäßig noch versuchen zu wehren, dann sähe diese Stadt bereits noch extremer aus.

Man will eine Mischung aus Las Vegas und Beverli Hills.
Es geht darum Touristen anzulocken und massiv wohlhabende anzusiedeln.
Das es hier keine wirklichen Arbeitsplätze mehr gibt ist dieser Strategie zu verdanken. Für kleine und viele mittlere Unternehmen sind die Pachten, Mieten und Grundstückspreise zur Ansiedlung viel zu hoch.
Eigentlich spielen sich mehr und mehr die Arbeiten hinter den Grenzen von Berlin ab. Wer sich die Pendelei entweder zeitlich (Kinder ect.) oder aber oft genug per Auto (mangels diesem) nicht leisten kann, - der ist und bleibt entweder arbeitslos oder aber packt seine Sachen, klemmt sich die Familie unter den Arm und zieht gleich weit weg. Nur nicht nach Potsdam, - da sind Wohnungen nicht mehr bezahlbar.
SO wird man Alt-Berliner los. Wir sind hier eh bereits nur noch knapp 30 %.

Die Eingewanderten müssen in Neukölln ect. aufeinander hocken bleiben, - die sind in Brandenburg nicht erwünscht, bekommen dort weder Wohnung noch Arbeit. Wer von denen noch einen netten gut bezahlten Job hatte, wanderte ab nach z.B. Reinickendorf, Wittenau, Tempelhof,... ist aber ebenfalls bereits vorbei.

Alle Anderen können sich nicht einmal DEN Umzug leisten. Entweder will sie der Vermieter nicht oder aber die "Wohnung" ist ein Loch ...

Wowereit weiß genau was er macht seit Jahr und Tag. Wem es hier zu teuer ist soll doch wegziehen, - Deutschland ist groß.
Kleeblatt ist offline  
Alt 18.10.2012, 14:49   #12
ethos07
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Zitat von jimmy Beitrag anzeigen
Dabei handelt es sich um Wohnungen, welche die meisten nicht wollen. Kann ich gut nachvollziehen.
Richtig. Kein Mensch sollte sich aus seinem Kiez , in dem er seit längerem zuhause ist, vertreiben lassen müssen , nur weil die Mieten blödsinnig steigen.

Dazu kommt: Die eigentümer-Gesellschaften der Großsiedlungen in Hellersdort und Spandau haben zwar vielleicht noch einzelne freie Wohungen, aber diese wollen sie möglichst nicht mit noch mehr ALGII-Berechtigten aus anderen Bezirken belegen. Auch das ist nachzuvollziehen und für die Gesamtstadt wichtig: die soziale Durchmischung ist kleinräumig zu wahren.

Also müsste politisch dafür Druck aufgebaut werden, dass statt Umzugsaufforderungen an die "da unten", alle Eigentümer quer durch die ganze Stadt verpflichtet sind, ein angemessenes Kontingent ihrer Wohnungen so günstig zu vermieten (nur sparsam zu modernisieren und nicht in Einzeleigentum umzuwandeln), dass diese Wohnungen IMMER auch mit den Transferleistungen bezahlbar bleiben.

Oder dieses Wohnungskontingent müßte mit öffentlichen Geldern dauerhaft subventioniert werden.

=> Keine Rendite mit der Miete.
Wohnungen gehören als ein Grundversorgungsgut wieder (re)kommunalisiert werden, mit starken Mitspracherechten durch die Bewohner.

Und weil das Problem so drängend ist, braucht's Sofortlösungen.
Welche weiteren seht ihr?
__

Viele Grüße aus Berlin
----------------------------------------------------------

  • 10 Euro Mindestlohn (brutto + lohnsteuerfrei)!
    500 Euro ALG II (Regelsatz) plus volle KdU!
  • Sanktionen zerbröseln!

--------------------------------------------------------
N.B. Meine Beiträge sind meine persönlichen Meinungen und keine Rechtsberatung.
ethos07 ist offline  
Alt 18.10.2012, 19:37   #13
Alter Sack
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Zitat von wolliohne Beitrag anzeigen
Ist scheinbar ein bundesweites Problem.
Ja ja, erst verkaufen die Kommunen/Städte ihre Wohnungen an Finanz-Haie, und dann wird mächtig rumgejammert.
__

Erst wenn man selber von einer Sache betroffen ist, merkt man, wie der Staat versagt hat.
Alter Sack ist offline  
Alt 12.11.2012, 11:26   #14
Hartzeola
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

Zitat:

In deutschen Großstädten sind tausende Menschen aus Protest gegen die hohen Wohnpreise auf die Straße gegangen. Der Mieterbund warnt vor "sozialem Sprengstoff" und richtet einen Appell an die Politik.

Die Explosion der Mieten in vielen Städten birgt zunehmend sozialen Sprengstoff, nun schlägt auch der Deutsche Mieterbund Alarm. Eindringlich warnte dessen Präsident Franz-Georg Rips am Wochenende vor sozialen Verwerfungen und "unruhigen Zeiten". Auch die SPD ist alarmiert. In Hamburg, Berlin und Freiburg demonstrierten am Samstag Tausende Menschen gegen hohe Mieten.

Schon heute hätten viele Menschen "massive Probleme, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Dieser Trend wird sich weiter verschärfen", sagte Rips dem Nachrichtenmagazin "Focus". Groß- und Universitätsstädte, in denen es bereits jetzt an preiswerten Wohnungen fehle, steuerten "auf eine mittlere Katastrophe zu".
Preisexplosion: Mieterbund warnt vor sozialen Verwerfungen - Nachrichten Geld - Immobilien - DIE WELT
Hartzeola ist offline  
Alt 12.11.2012, 12:43   #15
xyz345
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Standard AW: In Berlin fehlen Tausende Sozialwohnungen

In Ergänzung zu Thema "Verdrängung an den Rand":

Auch das funzt nicht, da einige Kommunen samt befreundeten Schergen-Spezies alles tun, um eine Übernahme der vollen KdU abzuwehren.
Es gibt dort ebenfalls keinen Mietspiegel oder kein Mietkonzept, ganz zu schweigen von einem schlüssigen Mietkonzept.
Die KdUs werden nach Lust und Laune, nach Wetterlage, nach den Lottozahlen, nach.... sonstwas übernommen. Die Differenz soll der Doofie sich sonstwo und sonstwie aus den Rippen leiern - egal, UNS gehts doch gut. Wer das nicht kann, bekommt prompt ne fristlose Kündigung von den ehemals kommunalen Wohnungsbaugesellschaften - jetzt Pipapo-GmbHs!
Recht? Mietrecht? SGB? "Kennen wir nicht!"
Ergebnis: Massen-Obdachlosigkeit.
Wohin mit dem Prekariat? UNS doch Wurscht!
Nur wer sich rührt, bekommt dann tief im Hinterland - fast in Sibirien am A*** der Welt - ein Loch gestellt, das sich im Amtsdeutsch als "Wohnung" schimpft.

So entledigen sich die Spezies dem gesamten menschlichen Müll:
arme Rentner, Sozialhilfeempfänger, Aufstocker, Hartzies, Behinderte, Kranke, Arbeitslose.

Ergebnis: Freiwerdende Wohnungen, noch mehr aufhübschen, Fahrstühle einbauen, Pipapo, Schnickschnack... und dann sehr teuer vermieten.

Bloß an wen?
Tja, das ist die Kardinalfrage.
xyz345 ist offline  
 

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