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Start > > -> TZ-Studentin, keine KV -von gesetzlich V-Pflicht befreit: ALG2 Antrag?


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Alt 20.09.2012, 16:47   #1
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Eulenwald
Standard TZ-Studentin, keine KV -von gesetzlich V-Pflicht befreit: ALG2 Antrag?

Hallo ihr Lieben, habe euer tolles Forum entdeckt und in ich-sag-mal böser Vorahnung, gleich mal angemeldet. beim Suchen kontne ich nix direkt brauchbares finden, aber schonmal gute generelle Hinweise für den umgang mit'm Amt. TAUSEND DANK DAFÜR SCHONMAL IM voraus! IHR SEID SUPER!

Mein Fall ist etwas seltsam, ich war schon bei der ÖRA, dem Asta und dieser hat mich jetzt erstmal zu einem studenten-Anwalt geschickt, damit der das ganze mal prüfen kann. Das kurze Telefonat mit jenem Anwalt hat aber schonmal ergeben, dss ich UNBEDINGT versuchen sollte einen erstmal formlosen ALG2 Antrag zu stellen, als Teilzeit-Studentin habe ich Anspruch auf Leistungen. Soweit so gut...

Mein Fall:
-27 Jahre alt, weibliche Studentin

-Seit 2006 studiere ich in Hamburg, über die Familie (Stiefvater) bei der KVB (Krankenversorgung der Budnesbahnbeamten, handelt wie eine Private, ist aber irgendwie ein bürokratischer Sonderfall) mitversichert.

-2009 hab ich mich wg der Bewerbung auf einen HiWi-Job an der Uni vond er gestzlichen Versicherungspflicht befreien lassen ..inwiefern das rechtens ist, wird sich noch zeigen, da man normalerweise von der Uni bei der Einschreibung GLEICH aufgefordert wird, das zu tun und nicht erst nach 3 jahren... ahahaha

-2010/2011 musste ich aufgrund eines Burn-Out erstmal ein jahr Pause machen. War 8 Monate im Ausland (dort nachwievor über familie versichert, ansonsten gibt es in Großbritannien ja das NHS was einen erstmal ohne Weiteres behandelt), daher verlängert sich dsa Studium jetzt. Ich musste einfach mal "raus"

-Studium läuft jetzt weiter seit April 2012, allerdings auf Teilzeit aus psychologischen Gesundheitsgründen (Attest). Den Kampf mit dem Amt wollte ich mir -vA aus Belastbarkeitsgründen!- sparen, da ich mit 400 Euro-Job und Leben bei meinen Eltern ganz gut zurechtkomme... Kein Bafög mehr natürlich.

-im Juli zu meinem Geburtstag lief die Familienversicherung über die KVB aus, die hatten mich noch 2 Jahre länger versichert als sie egl. hätten tun müssen, mein Stiefvater weiß ganz gut bescheid im Umgang mit Behörden als Ex-Beamter und kennt da einige Schlüsselformulierungen...

-Ich bewarb mich auf gut Glück bei der TK, wo ich vorher gewesen bin, wurde einfach durchgewinkt und hatte die KV-Karte nach einigen Wochen zugeschickt bekommen...ABER!!!
- Natürlich hat ein Vorgesetzter den Antrag nochmal genauer gelesen und stolperte vermutlich über das Häkchen bei "befreit von gesetzl. V-Pflicht", weshalb mir die Mitgliedschaft 1 Tag vor Inkrafttreten wieder annuliert wurde (tolles Geburtstagsgeschenk dieser Brief)

-JETZT bin ich gerade NICHT krankenversichert, die Chancen in einen privaten Studententarif zu kommen stehen aufgrund meiner Risiko-Beurteilung sehr schlecht, und wird sowieso schonmal garkeine Chance haben, da meine Psychotherapie noch läuft. Basistarif könnte ich mir nicht leisten bei dem Einkommen und der Versicherungsvermittler meinte auch schon, er bekäme garkeine Infos von seinen Partner-Gesellschaften dazu (ich vermute er hat einfach keinen Bock auf den Aufwand, vA weil ich schon klar gemacht hab, dass ich bei solchen mutwilligen Betrugsversuchen -die Therapie nicht erwähnen- nicht bereit bin mitzumachen, schon um seines eigenen Wohlergehens Willen)

-Seit dem 20. Juli also eiere ich in der Hoffnung, dass mir nix passiert oder ich nicht krank werde herum, war sogar 1x für 10 Tage verreist (konnt mich also nicht drum kümmern, war auch schone wig gebucht der Trip) und habe jetzt gerade 2 Wochen Uni im Block, was soziale/amtliche Interaktion zu normalen Bürozeiten unmöglich macht. Yippie!

Meine Frage ist jetzt: Als TZ-Studentin kann ich einen Antrag stellen, soviel weiß ich schonmal. Da ich aber in einer Bedarfsgemeinschaft lebe (Eltern entweder Frührentner (Stiefvater), oder Leistungsbezieher mit Minijob... oder sogar 2, das weiß ich gerade garnicht. Aber ich glaube meine Mama bekommt nix vom Amt. Leiblicher Papa ist tot seit Juli), ist fraglich, ob ich tatsächlich Bezüge erhalten würde. Die interessieren mich auch garnicht um ehrlich zu sein! Aber ich möchte zurück in die gesetzliche KV... Sozialversicherungpflichtig beschäftigen würde mich mein Ag nicht, das habe ich schon gefragt. Nichtmal für einen Monat. Und im Bekanntenkreis findet sich da bisher auch keine Möglichkeit- Studenten sozi-pflichtig zu beschäftigen scheint furchtbar "out" und unbeliebt zu sein...

Ich will nur diese Scheißsituation ändern, nicht mehr kv't zu sein, was ja laut den Gesetzen an sich garnicht mehr möglich sein dürfte... Und das so schnell wie möglich.
Einen formlosen Antrag persönlich vor Oktober einzureichen wird wg. der Uni schwierig, also müsste ich wohl einen Elternteil (meinetwegen mit entsprechender Vollmacht) zur ARGE schicken um eine Empfangbestätigung zu kriegen. Ist das richtig so?

Und liege ich richtig damit, dass das Amt mich versichern muss, wenn ich keinen Versicherungsschutz habe, auch wenn ich vielleicht nicht die Bedingungen für den Erhalt von eigentlichen Bezügen erfülle? (Bedarfsgemeinschaft und so... Nix kann man ja nicht kürzen oder sanktionieren)

Gelassenheit trainiere ich schon seit einiger Zeit, aber mir gruselt es schon ein wenig davor, wieviel ich wahrscheinlich rumrennen muss, bis das geklärt ist. Ein gesundheitlicher Teufelskreis, wenn man bedenkt, wie ich überhaupt in diese Situation gekommen bin...
Auf der anderen Seite bin ich großer Sympathisant der "natürliche-Person" oder "souveräner-Bürger" Bewegung, in englisch oft auch "freeman on the land" und habe schon einen ersten Gehversuch im Geschäftleben (Paketdienst, Auftrag weitergereicht an DHL ... Beantwortungsfristen setzen und Kostenabwälzung bei Nicht-Abholung oder unangekündigten, nicht in den AGB's aufgeführten Tarifänderungen androhen klappte ganz gut) mit diesen Taktiken erfolgreich absolviert.
Falls nötig, habe ich kein Problem damit mit einem Zettel voller Paragraphen zum Amt zu gehen und die entsprechenden Passagen raussuchen zu lassen vom SB, auch wenn man damit sehr wahrscheinlich auf der internen, inoffiziellen Querulanten-Liste landet

sorry für diese epische Text-Mauer, aber der Fall ist so verworren, dass es einfach etwas braucht um es zu erklären. Vielen Dank schonmal für jegliche Ratschläge oder Hilfe!
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Alt 20.09.2012, 17:07   #2
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Standard AW: TZ-Studentin, keine KV -von gesetzlich V-Pflicht befreit: ALG2 Antrag?

Zitat von Eulenwald Beitrag anzeigen
Da ich aber in einer Bedarfsgemeinschaft lebe (Eltern entweder Frührentner (Stiefvater), oder Leistungsbezieher mit Minijob... oder sogar 2, das weiß ich gerade garnicht.
Zitat von Eulenwald Beitrag anzeigen
Mein Fall:
-27 Jahre alt...
Zitat:
Hartz IV: Älter als 25 bedeutet eigene Bedarfsgemeinschaft

http://www.sozialticker.com/wp-conte...Paragraph5.jpgArbeitslose, die über 25 Jahre alt sind, bilden grundsätzlich keine Bedarfsgemeinschaft mehr mit den Eltern.
Wie das Bundessozialgericht in Kassel entschieden hatte, gilt das auch, wenn sie noch immer in der elterlichen Wohnung leben.
Aktenzeichen zum Urteil
Az.: B 7b AS 6/06 R
In dem konkreten Fall hat ein über 25 Jahre alter Hilfsbedürftiger immer noch zusammen mit seiner Mutter gelebt. Das Gericht traf die Entscheidung, dass der junge Erwachsene eine eigene Bedarfsgemeinschaft für sich allein bildet. Nach eindeutiger und bewusster gesetzgeberischer Entscheidung gilt er im Sinne des Gesetzes als “allein stehend”. Demzufolge hat er Anspruch auf den vollen HARTZ-IV-Regelsatz, der 345 Euro beträgt.
Das Einkommen sowie auch das Vermögen der Mutter findet nur im Rahmen einer Haushaltsgemeinschaft Berücksichtigung..
Hartz IV: Älter als 25 bedeutet eigene Bedarfsgemeinschaft - Der Sozialticker
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Alt 20.09.2012, 17:41   #3
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Standard AW: TZ-Studentin, keine KV -von gesetzlich V-Pflicht befreit: ALG2 Antrag?

Puhhhh was ein Roman :)

Aber wie Hartzeola schon schrieb.. Alles richtig.

> Meine Frage ist jetzt: Als TZ-Studentin kann ich einen Antrag stellen, soviel weiß ich schonmal.

Fakten:

1) Du bist älter als 25 und bildest daher eine eigene Bedarfsgemeinschaft. Bekommst also demnach volle Kohle. Informationen deiner Eltern usw. geht dem Amt nix an. Also wenn sie fragen einfach abwimmeln.
2) Du wirst durch das Sozialamt bzw. Optionskommune bei einer Krankenkasse krankenversichert. Es herrscht Versicherungspflicht in der BRD. Das was deine Krankenkasse da gemacht hat ist ggf. überprüfungswürdig.
3) Du bist Teilzeitstudent, demnach stehst du voll dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das heisst, dass du nebenbei weiterstudieren kannst, ohne dass das Sozialamt bzw. Optionskommune ankommen kann und dir keine Kohle zahlen will. Teilzeitstudium + Hartz4 geht.
4) Du kannst dir eine eigene Wohnung nehmen (vorher mit dem Sozialamt bzw. Optionskommune klären) und bekommst die Miete gezahlt. Weiterhin eine Erstausstattung usw.
5) Natürlich kann das Sozialamt bzw. Optionskommune ankommen und dich in irgendwelche Maßnahmen bzw. Job stecken. Das ist aber ein kalkulierbares Risiko.

Sollte also alles ohne Probleme klappen. Ich bin selbst Ü25, lebe kurzfristig wieder bei den Eltern, zahle keine Miete und bin an der FernUNI Hagen Teilzeitstudent. Bekomme vollen Satz, bin Krankenversichert, bekomme meine Möbel eingelagert (KdU), Gas, Wasser usw. anteilig gezahlt.
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Alt 01.10.2012, 18:38   #4
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Eulenwald
Standard AW: TZ-Studentin, keine KV -von gesetzlich V-Pflicht befreit: ALG2 Antrag?

schonmal danke für den Zuspruch. Die Unterlagen sind jetzt da und ich fülle aus... Bin mal gespannt. Stiefvater kommt mit zum Termin am 8.10 für Rückendeckung. Drückt mir die Daumen, dass es klappt... zumindest wegen der KV!!! -das ist mir momentan echt das Wichtigste :)
Je nachdem, was sich da ergibt -Stift und Clipboard im Anschlag- melde ich hier nochmal. Das wird sicher nicht soooo einfach vonstatten gehen...

PS: Ein problem besteht schonmal beim Ausfüllen. Da ich weder gestzlich noch privat krankenversichert bin, soll ich laut dem Hauptantrag die Anlage SV Abschnitt 3 ausfüllen. Anlage SV geht aber nur bis Abschnitt 2c, danach kommt nix mehr und ich finde auch kein Dokument auf der Seite des JC zum download, welches den entsprechenden Abschnitt anführt... Wie zum Geier soll ich das also ausfüllen bzw. die entsprechende Anlage finden?
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Alt 01.10.2012, 19:38   #5
hartaber4
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hartaber4 hartaber4 hartaber4 hartaber4 hartaber4 hartaber4 hartaber4 hartaber4 hartaber4 hartaber4 hartaber4
Standard AW: TZ-Studentin, keine KV -von gesetzlich V-Pflicht befreit: ALG2 Antrag?

Da mal gucken ?

Dienstleistungskatalog : Zentrum für Studienberatung und Psychologische Beratung : Hilfen und Orientierung für psychisch erkrankte Studierende (HOPES)

und da....


Grundsätzlich gilt laut SGB XII, § 22, dass Auszubildende und Studenten, "deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (dazu gehört jeder Student oder Azubi) oder der §§ 60 bis 62 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch dem Grunde nach förderungsfähig sind", keinen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt haben. In besonderen Härtefällen kann jedoch Hilfe zum Lebensunterhalt als Beihilfe oder als Darlehen geleistet werden". Solche Härtefälle sind z.B. behinderte Studierende.

Ausnahmen und Härtefälle

Die Übernahme behinderungsbedingter Mehrkosten, die bislang unter bestimmten Voraussetzungen durch Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG) finanziert wurden, wird ab Januar 2005 gemäß den Bestimmungen der Sozialgesetzbücher II und XII geregelt. Die damit zusammenhängenden Veränderungen betreffen u.a. Studierende mit Behinderung, die auf Kostenübernahme des behinderungsbedingten Mehrbedarfs angewiesen sind.

Dies gilt auch für Studierende, deren Studium sich aufgrund von Krankheiten verlängert hat und dadurch die Förderungshöchstdauer nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) überschritten wurde. Allerdings wird dies genau geprüft und muß auch als Härtefall anerkannt werden.


Um als solcher anerkannt zu werden, muß die Krankheit oder Behinderung so schwerwiegend sein,
  • dass der Studierende überhaupt nicht in der Lage ist, irgendeiner Erwerbstätigkeit nachzugehen oder
  • dass bei Ausübung einer Erwerbstätigkeit die Gesundheit gefährdet wäre.
Häufig wird eine Exmatrikulation erwartet, damit Sozialhilfe gewährt werden kann. Dann ist allerdings der Studienplatz weg. In den oben genannten Fällen sollte man auf jeden Fall versuchen, als Härtefall anerkannt zu werden, da dies nicht umsonst im Gesetz festgehalten ist. Auf dem Sozialamt sollte man sich im Zweifelsfall nie mit den mündlichen Auskünften der Sachbearbeiter zufriedengeben, sondern immer bei der Rechtsstelle im Hauptsozialamt nachfragen. Wenn der Sozialhilfeantrag trotz Attest abgelehnt wird, sollte man auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Ämter versuchen oft, sich erstmal aus der Affäre zu ziehen, willigen dann aber doch ein, wenn man sich wehrt.

Examensphase als Härtefall

Auch die Examensphase (bis maximal sechs Monate vor Abschluß des Studiums) kann als besondere Härte anerkannt werden, wenn z.B. das Studium abgebrochen werden muß, um den Lebensunterhalt zu finanzieren. Eine Exmatrikulationsbescheinigung reicht in der Regel dann aus, um Sozialhilfe zu beantragen.

Diese Leistung setzt sich zusammen aus einer Regelleistung (West-Länder sowie Berlin: 345,00 €; Ost-Länder: 331,00 €) sowie angemessenen Kosten der Unterkunft. Wie in der Sozialhilfe auch ist die Leistung abhängig von Einkommen und Vermögen. Es gelten jedoch weitaus höhere Freibeträge als in der Sozialhilfe.

Für Paare wird je 90 % der Regelleistung gewährt, Kinder ab Vollendung des 15. Lebensjahres erhalten 80 %, Kinder darunter 60 % der Regelleistung. Für Alleinerziehende sowie unter bestimmten Voraussetzungen werden Mehrbedarfe gewährt.

Link:

Hochschulreif.de - Informationen rund ums Studium - Sozialhilfe, Wohngeld oder ALG II fr Studenten
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"Nichts schärft den Verstand mehr als die Niederlage." - Eric Hobsbawm-

"Die sogenannten Finanzmärkte dienen der Mehrheit genauso wenig wie die organisierte Kriminalität. Das ist der Fehler, und deshalb haben harte Reformen bei ihnen anzusetzen, statt umgekehrt den Sozialstaat abzubauen." (Dr. J. Borchert in "Sozialstaatsdämmerung" S. 180)
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Alt 01.10.2012, 20:02   #6
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§ 7 SGB II

Zitat:
5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 51, 57 und 58 des Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben über die Leistungen nach § 27 hinaus keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts.
§ 2 BAföG

Zitat:
(5) Ausbildungsförderung wird nur geleistet, wenn der Ausbildungsabschnitt mindestens ein Schul- oder Studienhalbjahr dauert und die Ausbildung die Arbeitskraft des Auszubildenden im Allgemeinen voll in Anspruch nimmt.


Zitat von Eulenwald Beitrag anzeigen
Als TZ-Studentin kann ich einen Antrag stellen, soviel weiß ich schonmal.
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Alt 01.10.2012, 20:19   #7
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Zitat von Hartzeola Beitrag anzeigen
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"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."
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Alt 01.10.2012, 20:37   #8
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Zitat von HartzVerdient Beitrag anzeigen
Du hast meinen Beitrag einfach nicht verstanden.

§ 7 SGB II greift hier nicht, weil,

ihr laut § 2 BAföG kein Bafög zusteht

Deshalb können TZ Studenten Hartz 4 beantragen.
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Alt 01.10.2012, 20:44   #9
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Zitat von Hartzeola Beitrag anzeigen
Du hast meinen Beitrag einfach nicht verstanden.

§ 7 SGB II greift hier nicht, weil,

ihr laut § 2 BAföG kein Bafög zusteht

Deshalb können TZ Studenten Hartz 4 beantragen.
Mea Culpa
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"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."
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Alt 04.10.2012, 16:25   #10
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Eulenwald
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Si´, kein bafög mehr, Förderhöchstdauer ist im Sept. 2011 gewesen. Im April ging ich ins urlaubssemester, bekam also nischt mehr. Blieb länger weg als bis September, also keine Kohle.
Ähm... Härtefall ist schön und gut... Ich bin allerdings nicht so schwer eingeschränkt, dass ein Behindertenausweis gerechtfertigt wäre. War ja "nur" ne Depression/Burn-Out, gegen die Anfang 2012 ja schon therapeutische Maßnahmen eingeleitet wurden (warum mich freiwillig ja jetzt auch keine PKV mehr zum Studententarif nimmt...)
...Wenn das aber so weitergeht mit dem ganzen bürokratischen Rumgezerre -und es hat ja noch nichtmal richtig angefangen!, hab ich bestimmt bald ein Magengeschwür und ganz furchtbar Rücken... Na das wär doch mal was, Arbeitsunfähigkeit durch Schikane beim Jobcenter! :o)
Oder gibt es eine Diagnose, wo der Betroffene akutes Belastungssyndrom/Stresszustände attestiert bekommt, wenn er mit zuviel Papierkram und Paragraphen-Geschwurbel konfrontiert wird?
Ich krieg manchmal echt Zustände, wenn ein Brief mit viel Kleingedrucktem reinflattert und ich ein halbes Telefonbuch Formulare ausfüllen muss...

Dass ich die EGV nicht einfach unterschreiben sollte, raff ich jetzt. Auch wenn mir unwohl ist, das alles hinauszuzögern...
Danke auch für die Info bezüglich TZ-Student und ALG2, das werd ich mir mal ansehen vor dem Termin am Montag Morgen!
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Alt 05.10.2012, 11:55   #11
hartaber4
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Da du ja in Hamburg studierst..... gehe mal in die entsprechenden Bibliotheken und lese dich mal rein in der Abteilung Sozialrecht!

Ich denke, dass du dort ausreichend Literatur finden wirst!
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Alt 05.10.2012, 15:10   #12
Erolena
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Du studierst nur in deiner Freizeit, dafür gibt es kein Bafög.

Aber ALG2 steht dir zu. In deiner Freizeit kannst du machen, was du willst, Sport oder (Teilzeit-)studieren, ganz egal.

Über die Studienverlängerung solltest du im JC nicht viel sprechen. Das würde die Jobcenter-Mitarbeiter nur noch mehr durcheinander bringen. Also verkneif dir das, auch wenn es schwer fällt.
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2012, 14:43   #13
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Eulenwald
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soo, also...ähm... ichw ar jetzt da, es lief relativ gut. Kontoauszüge hatte ich geschwärzt (bis auf Sachen, die sie von mir aus eh sehen können sollen, zb den Zahlungsverkehr mit der Uni) und mich auf die Kopie eingelassen.
Ebenso eine sehr lasche EGV, da die Jobvermittlerin eh voll verwirrt war von meinem Fall und schon eingesehen hatte, dass bei dem Studium und Minijob nicht viel Zeit für TZ-Arbeit bleibt. Und sowieso schnell gerafft hat, dass ich den Antrag hauptsächlich wg dem KV-Problem stelle, was offenbar häufiger in meiner Altersgruppe vorkommt.
Allerdings kriege ich mit den Kontosachen jetzt ein Problem, hauptsächlich, dass mein SB nicht richtig lesen kann bzw. einfache Transferleistungen wie zB Kontoauszüge von Giro- und Tagesgeldkonto GLEICHZEITIG anschauen um bestimmte Geldbewegungen zwischen beiden Konten nachzuvollziehen... (Wie zum Geier soll ich einen Eingang auf einem Sparkonto auf das ich nur online Zugriff habe nachweisen? Der Ausgang von meinem Girokonto steht auf dem Auszug!). Aber ok, da gehe ich dann nochmal mit Geduld und Textmarker bewaffnet hin.
Mein Stiefvater hat mir seit jeher wenn es knapp wurde, zum Semesterende hin etwas Geld überwiesen, damit ich Studiengebühren etc. zahlen kann. Seinen Namen hatte ich geschwärzt, weil das sicher unangenehme Fragen zwecks BG usw nach sich ziehen würde. Aber selbst das würde ich nochmal ungeschwärzt vorlegen und das mit den Unigebühren erklären.
Wo ich mich allerdings weigere, ist eine Zahlung, die ich im Juni erhalten hatte um eine Reise mit Kursus zu machen, ein Geburtstagsgeschenk. Ich wüsste nicht, was es sie angeht wer das war. Und sonst kann es gern im entsprechenden Formular ausgefüllt werden als Schenkung von 400 Tacken von diversen Freunden und Verwandten, die anonym bleiben wollen. Das werde ich also trotzdem geschwärzt vorlegen, oder kann mir daraus ein Strick gedreht werden?

Ich bin nach wievor nicht KV't, da die TK mir immernoch erzählt, sie wäre absolut nicht zuständig. Dazu wird mir der SV-spezialisierte Anwalt morgen nochmal was sagen können, hoffe ich. Auf die Art kann ich nix ausfüllen, um es dem Amt vorzulegen, damit es mich bei der entsprechenden KV anmelden kann. Es ist alles auf "HALT" gerade und dazu kommt, dass ich jetzt wahrscheinlich meinen Minijob verliere bzw kündigen will, weil mein Chef nicht kommunizieren kann. Es hat ewig gedauert, bis ich die Melde-Bescheinigung von der Knappschaft fürs JC bekommen hab, natürlich kein richtiger AV, keine Verdienstbescheinigung, nischt (ich werd in bar gegen Unterschrift ausgezahlt, Gastro-Job. Das heißt also, als Verdienstbescheinigung kann ich höchstens die Nachweise über die Bareinzahlungen auf meinem Konto vorlegen... Mehr hab ich nicht*grins*)
So, jetzt ist der Laden laut einem (Inzwischen Ex-)Mitarbeiter für noch mehr als 2 Wochen zu und es wurde mir NICHT MITGETEILT obwohl ich am Samstag und diese Woche zur Arbeit eingeteilt war. Ich werde diesen Monat aller Voraussicht nach keinen Cent verdient haben! Beim Anrufen geht nur die Mailbox ran und ich bin ernsthaft am überlegen, eine Mail zu schreiben, in der ich bis Monatsende kündige, wenn ich nicht bis Freitag eine klärende Antwort erhalten habe.

Ich hab die Schnauze voll. Es wird alles immer komplizierter und ich verliere noch mehr den Überblick, auch gerade weil meine Geduld mit Kleingedrucktem und Behördenkram nicht die größte ist!
Ich will doch nur endlich wieder eine KV, damit ich nicht in den finanziellen Ruin stürze in dem Moment, wo mein Nervenkostüm nachgibt? Nervenzusammenbruch im Amt ist sicher keine gute Lösung, aber ich fürchte, dass ich dem immer näher rücke. Nur, wer zahlt, wenn ich verzweifelt blubbernd auf dem Flur/im Büro meines SBs sitze und mir nur noch eine Beruhigungsspritze helfen kann?
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Alt 23.10.2012, 20:04   #14
Caye
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Die TK ist auch weiterhin nicht zuständig.

Da du vor Eintreten der Arbeitslosigkeit nicht V-pflichtig warst (hast dich ja befreien lassen), bist du es auch in der Arbeitslosigkeit nicht.

Allerdings muss das JC den Basistarif der PKV deiner Wahl bezahlen.
Ist natürlich finanziell immer noch ne Katastrophe, viele PKVs bauen da nen fies hohen Selbstbehalt ein den dir keiner zahlt und Psychotherapie wirst du wahrscheinlich vergessen können.

Alternativen:

Sozialversicherungspflichtige Arbeit: Man muss mindestens ein Jahr V-pflichtig sein, um in der GKV bleiben zu dürfen. In einer Arbeitslosigkeit wärst du aber V-pflichtig, solang du es vorher auch nur für kurze Zeit warst. Würde also theoretisch reichen, ne Stelle zu finden, die du nach ein paar Wochen in der Probezeit wieder verlierst.
Habe ich bisher nicht ausprobiert, kann sein dass da irgendwer versucht Stress zu machen, aber es gibt erstmal keinen rechtlichen Grund warum das nicht gehen sollte.

Sonderwechselrecht beim Eintritt einer Behinderung: Nach Erhalt eines Behindertenausweises hat man ein dreimonatiges Sonderwechselrecht in die GKV, sofern mindestens ein direkter Angehöriger innerhalb der letzten fünf Jahre GKV-versichert war.

Echt miese Situation in der ich derzeit auch stecke.... Diese dämliche Befreiung war echt ein Fehler.
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