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Start > > -> Umstellung AlgII auf AlgI - Wovon die Rechnungen bezahlen?


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Alt 31.01.2006, 15:09   #1
Biene
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Beiträge: 19
Biene
Standard Umstellung AlgII auf AlgI - Wovon die Rechnungen bezahlen?

Hallo an alle,

ich werde versuchen, mich kurz zu fassen, aber es ist schwer, denn...
1. bin ich total sauer und
2. ist das alles nicht so schnell erklärt:

Was ist passiert?

Wir beziehen AlgII. Seit 28.10.2005 sollten wir AlgI beziehen, da mein Mann gekündigt worden ist. Der Antrag wird jedoch nur mit den vollständigen Unterlagen angenommen. Also mussten wir auf die Arbeitsbescheinigung und andere Unterlagen des Arbeitgebers warten. Am 29.11.2005 waren alle da. Also Anruf bei der Agentur für Arbeit (Call-Center - kein Kommentar!): nächster verfügbarer Termin am 20.12.2005! http://fc1.parsimony.net/user707/smiley2/muede.gif

Am 20.12.2005 Termin bei der Agentur für Arbeit. Alle erforderlichen Unterlagen vorgelegt, Antrag vollständig ausgefüllt: keine Beanstandungen. Die Dame meinte allerdings, dass wir darauf achten sollten, möglichst bald die Aufenthaltserlaubnis meines Mannes (Amerikaner) verlängern zu lassen (läuft zum 06.02.2006 aus), da die Agentur für Arbeit nur Leistungen für die Dauer der Aufenthaltserlaubnis bewilligen könne. Gut.

Die Aufenthaltserlaubnis ist inzwischen verlängert; ich berichtete:
Zitat von Biene
...Mein Mann ist Amerikaner und arbeitslos. Wir sind seit Febr. 2003 verheiratet. Seine Aufenthaltserlaubnis läuft am 06.02.2006 ab.

Nun hat er zwei Stellen (Festverträge) bei den US-Streitkräften angeboten bekommen. Da dort jedoch ein Installationpass (Berechtigungsausweis für das Betreten der US-Militärkasernen) beantragt werden muss, bekommt er nun die Stellen nicht. Warum?

Weil die Installation Passes nur für die Dauer der Gültigkeit der Aufenthaltserlaubnis ausgestellt werden, was in unserem Fall noch 3 Wochen wären. Dann würden die ganzen Sicherheitschecks und der Verwaltungsaufwand noch einmal anfallen. Mein Mann wird also nur eingestellt, wenn er in den nächsten Tag die verlängerte Aufenthaltserlaubnis vorlegen kann. Kann er nicht, denn...

die Ausländerbehörde hat keine Termine mehr frei. Wir haben seit 21.12.2005 einen Termin für den 01.02.2006 bei der Ausländerbehörde, obwohl wir schon damals die Dringlichkeit klargemacht haben. Es wird sich dort sturgestellt... es gäbe keine Termine... wir müssten eben warten. Auf meinen Hinweis hin, dass mein Mann dann doch weiter auf Behördenhilfe angewiesen wäre, meinte die Sachbearbeiterin, dass sie uns nicht helfen könne.
...

:arrow: Wir haben jetzt doch den Vorgesetzten der netten Dame der Ausländerbehörde behelligt und ihm die Sachlage dargestellt (keine Arbeit ohne Arbeitserlaubnis). Er hat uns für Montag einen Termin gegeben. Wenn der Vorgesetzte gerannt kommt, dann geht´s! ... Gott-sei-Dank haben wir nicht lockergelassen!

VG
Muggel
Am 23.01.2005 haben wir die Aufenthaltserlaubnis bis 2009 verlängert bekommen. Die gescannte Version haben wir am selben Tag noch an die Agentur für Arbeit geschickt.

Bis gestern immernoch kein AloGeldI-Bescheid, obwohl uns AlgI schon seit 28.10.2005 zusteht. Nachrichten, die beim Call-Center der Agentur für Arbeit (so zwecklos wie ein Kropf) hinterlassen wurden, werden ignoriert - kein Rückruf seit über einer Woche. Im Computer war der Call-Center-Angestellten jedoch ersichtlich, dass in unserer Sache noch immer nichts passiert ist! Deshalb sind wir gestern persönlich bei ARGE erschienen. Unser Sachbearbeiter ist krank und seine Kollegin wird aus den Computereinträgen nicht schlau.

Also sind wir zur Agentur für Arbeit gegangen. Dort meinte die Sachbearbeiterin, die am 20.12.2005 unseren Antrag entgegengenommen hatte, dass sie noch auf die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis warte - obwohl sie mit der laufenden Aufenthaltserlaubnis schon Leistungen vom 28.10.2005 - 05.02.2006 hätte bewilligen können!

Heute dann der Knaller: AlgII-Überweisung ist angekommen... in verminderter Form, da entgegen der email-Beteuerungen unseres ARGE-Sachbearbeiters davon ausgegangen wurde, dass wir AlgI beziehen. Jetzt haben wir 400 EUR, wobei die Miete (angemessen!) allein schon 428 EUR ausmacht! Wir können weder Miete noch Strom noch sonst irgendeine Rechnung überweisen, da man von 400 EUR ja schon kaum leben kann.

Uns stehen von der Agentur für Arbeit inzwischen Leistungen in Höhe von 2.100 EUR zu und es erfolgt einfach keine Bearbeitung.
Was können wir tun?

Weshalb geht ARGE von einer Zahlung des AlgI aus, wenn der Antrag noch nicht einmal bearbeitet ist? Was können wir dagegen tun?
Wir haben 400 EUR überwiesen bekommen und können keine einzige Rechnung bezahlen.

Was können wir in Sachen "Nachzahlung von der Agentur für Arbeit für den Zeitraum 28.10.2005 - 31.01.2006" tun?
Können wir einen Vorschuss beantragen?

(Früher gab es ja die Regelung, dass man nur im laufenden Bezug Vorschuss beantragen könne, oder?

Hilfe! http://fc1.parsimony.net/user707/crying.gif

Ich bin kurz davor, an die Dienststellenleitungen von beiden Behörden (ARGE und Agentur für Arbeit) ein Einschreiben zu verfassen - an ARGE den Antrag auf Überprüfung der fehlerhaften Bescheide seit Sept. 2005 und an die Agentur für Arbeit ein Schreiben mit Androhung einer Unterlassungsklage), aber ich möchte erst Eure Antworten abwarten...

VG
Biene
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Alt 31.01.2006, 16:10   #2
Lusjena
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Mensch Biene,daß ist ja ne schlimme Sache.

Wenn ihr kein Geld habt,um eure Miete zu bezahlen und eure Lebenserhaltungskosten zu finanzieren,rate ich dir ,einen Antrag auf Vorschuss zu stellen,dies solltest du schon gestern getan haben.

Frage doch mal deinen SB,wovon du deine Miete bezahlen sollst,denn hier könnten Mietschulden auflaufen und Obdachlosigkeit wäre vielleicht die Folge.

Ne so nicht liebe Arge,nimm deine Unterlagen,weise den Antrag auf ALG I nach und bitte das Amt,dir gemäß § 42 SGBI einen kräftigen Vorschuss zu gewähren.

Sollten sie sich quer stellen,verlange den Dienststellenleiter zu sprechen,du gehst dort nicht eher weg,bevor man dir den Zuschuss gewährt hat.

§ 42
Vorschüsse
(1) Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßem Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.

(2) Die Vorschüsse sind auf die zustehende Leistung anzurechnen. Soweit sie diese übersteigen, sind sie vom Empfänger zu erstatten. § 50 Abs. 4 des Zehnten Buches gilt entsprechend.


Viel Glück ;)



Du hast geschrieben



Bis gestern immernoch kein AloGeldI-Bescheid, obwohl uns AlgI schon seit 28.10.2005 zusteht. Nachrichten, die beim Call-Center der Agentur für Arbeit (so zwecklos wie ein Kropf) hinterlassen wurden, werden ignoriert - kein Rückruf seit über einer Woche. Im Computer war der Call-Center-Angestellten jedoch ersichtlich, dass in unserer Sache noch immer nichts passiert ist! Deshalb sind wir gestern persönlich bei ARGE erschienen. Unser Sachbearbeiter ist krank und seine Kollegin wird aus den Computereinträgen nicht schlau.


Was interessiert dich,ob der SB krank ist und der andere SB aus dem Computer nicht schlau wird,das Amt interessiert sich auch einen Dreck dafür,wie du deine Miete zahlen sollst.


Das dürfen sie aber nicht,sie sind verpflichtet,dir Hilfe zu gewähren,wenn du hilfebedürftig bist.

Trete denen mal gewaltig auf die Füsse und reibe ihnen das unter die Nase.


1 BvR 569/05


Bestehen Zweifel an der Bedürftigkeit, muss die Behörde diese Zweifel so konkret darlegen, daß der Antragsteller sie auch ausräumen kann. Bei der Bedürftigkeitsprüfung ist immer nur auf die Gewährtige Lage abzustellen. Nur aufgrund behördlicher Mutmaßungen darf eine Leistung, die der Existenzsicherung dient, nicht verweigert werden. Die Gerichte haben sich schützend vor die Grundrechte des Einzelnen stellen.


Also auf gehts und kräftigen Vorschuss verlangen,eher gehst du da nicht weg :!: :!: :!:
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Alt 31.01.2006, 16:28   #3
Biene
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Biene
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Hallo Lusjena,

der Paragraph zum Vorschuss hört sich doch schon einmal gut an. Vielen Dank.

Habe gerade noch einmal das Call-Center der Agentur für Arbeit angerufen. Im Computer ist noch immer nichts eingegeben, dass an unserem Antrag auch nur gearbeitet wurde, obwohl die Sachbearbeiterin gestern versprochen hat, alles "fertigzumachen".

Auf Rückruf warten wir seit 25.01. Ich finde, es gehört verboten, dass sich Sachbearbeiter hinter einem Call-Center verstecken können!!! Wo sind wir denn???

Morgen früh gehen wir gleich wieder hin und diesmal wird es ein Aufstand. Notfalls reiche ich gleich Unterlassungsklage ein. Unser Sozialgericht ist allerdings 74 km entfernt und womit sollen wir da hinfahren? Mit den 400 EUR, die ohnehin schon für das Bezahlen der Rechnungen zuwenig sind? http://fc1.parsimony.net/user707/smiley2/muede.gif

VG
Biene
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Alt 31.01.2006, 16:37   #4
Lusjena
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Ich habe meinem Beitrag gerade noch was zugefügt,du gehst morgen zum Amt mit allen Unterlagen und bittest um Vorschuss,laß dich nicht abspeißen,verlange notfalls den Dienststellenleiter zu sprechen,bringe zum Ausdruck,dass du ohne Geld das Gebäude nicht verlässt.

Vielleicht berichtest du morgen abend hier mal kurz,wie es abgelaufen ist.
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Alt 31.01.2006, 17:28   #5
Biene
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Biene
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Ich bin hier kurz vor´m Nervenzusammenbruch!

Nach einer Woche von Nachrichten, die wir beim Call-Center hinterlassen haben, hat mich die Sachbearbeiterin der Agentur für Arbeit gerade zurückgerufen. Wow!!! :uebel:

Sie sagte, dass AlgI mit ARGE verrechnet wurde, d.h. die von ARGE vorgeleisteten Zahlungen in den letzten Monaten sind vom (für inzwischen vier Monate!) auszuzahlenden AlgI abgezogen worden, wodurch wir diese Woche nur noch einen Rest von ca. 110 EUR überwiesen bekommen werden! Wie kann denn das Geld einfach einbehalten werden??? Weshalb bekommt man keinen Rückforderungsbescheid mehr??? Dann hätten wir wenigstens Ratenzahlung vereinbaren können! :dampf:

An laufenden Leistungen werden wir für Februar erst Ende des Monats das AlgI ganz regulär bekommen. Ein Vorschuss wäre schon deshalb nicht möglich, da der Monat Februar noch nicht einmal begonnen hätte. :dampf:

Wer hat denn diese irrsinnigen Gesetze erlassen, dass AlgII im Vorab und AlgI im Nachhinein bezahlt wird?! Wie sollen wir denn jetzt die Rechnungen bezahlen??? Es kann doch nicht sein, dass wir dazu gezwungen werden, es uns mit unserem Vermieter zu verscherzen und Strom etc. abgestellt bekommen, nur weil in Deutschland dieses realitätsfremde Gesetz gültig ist!!!

Können wir ARGE dazu bringen, dass die Rückforderung gegenüber der Agentur für Arbeit auf Ratenzahlungsbasis von uns verlangt wird und nicht einfach ohne unsere Zustimmung das Geld hinterrücks behalten wird?

Hilfe!!!

VG
Biene
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Alt 01.02.2006, 17:37   #6
Lusjena
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Zitat:
Können wir ARGE dazu bringen, dass die Rückforderung gegenüber der Agentur für Arbeit auf Ratenzahlungsbasis von uns verlangt wird und nicht einfach ohne unsere Zustimmung das Geld hinterrücks behalten wird?

Möglichkeit Nr.1

Dir muß ein schriftlicher Bescheid über die genannte Rückforderung zugestellt werden.

Diesem Bescheid kann man binnen einer Frist von 4 Wochen widersprechen,der Hilfesuchende kann sich zu diesem Bescheid persönlich äußern( Anhörung),seine Probleme vortragen.

Liegen wirtschaftliche Gründe vor,die eine Einbehaltung oder Aufrechnung wie in deinem Fall widersprechen,kannst du um eine Ratenzahlung bitten.


Bitte das Amt um eine schriftliche Eingangsbestätigung und um einen rechtsmittelfähigen Bescheid gemäß § 33/35 SGBX.



Möglichkeit Nr. 2


Stelle einen schriftlichen Antrag auf volle Übernahme eurer KdU,diesen wird man wahrscheinlich ablehnen,da das ALG 1 aufgerechnet wurde,dem kannst du denn widersprechen und somit bist du wieder im Widerspruchsverfahren.
Auch hier ist ein Antrag auf Ratenzahlung auf Grund schwieriger wirtschaftl. Verhältnisse zu stellen.

Die Auskunft des CaLL-Centers ist soviel Wert,wie mein altes Fahrrad.

Ein schriftlicher Bescheid,genau gesagt,Verwaltungsakt ist von deiner Arge zu erlassen und dem kannst du widersprechen. ;)


Nach § 33 SGB X muss ein Bescheid inhaltlich hinreichend bestimmt sein. Der Verwaltungsakt muss gem. § 35 I SGB X begründet sein.


Möglichkeit Nr. 2 könnte so aussehen


Absender:
Name ........................................................
Straße .......................................................
PLZ/Ort .....................................................
Kunden-Nummer und/oder Nummer der Bedarfsgemeinschaft: ................................................................. ..

An
..........................................................
..........................................................
..........................................................
..........................................................

.............................[Ort], den ...........................[Datum]


Widerspruch gegen Ihren Bescheid vom .........................................................

Sehr geehrte Damen und Herren!

Gegen Ihren Bescheid über Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) vom ...................................., mir zugegangen am ....................................,

lege ich hiermit WIDERSPRUCH ein.

Begründung:

Mit obigem Bescheid haben Sie die mir/uns zustehenden Leistungen nicht / nicht in voller Höhe bewilligt.
Aus dem Bescheid lässt sich nicht nachprüfen, wie sich die einzelnen Anrechnungs- und Kürzungsbeträge errechnen und es fehlen ausreichende Begründungen. Hierauf habe ich aber einen Anspruch.
Nach § 33 SGB X muss ein Bescheid inhaltlich hinreichend bestimmt sein. Der Verwaltungsakt muss gem. § 35 I SGB X begründet sein. Die Begründungspflicht bei belastenden Verwaltungsakten entspricht dem rechtsstaatlichen Grundsatz, wonach der Bürger Anspruch auf Kenntnis der Gründe hat, weil er nur dann seine Rechte sachgemäß verteidigen kann (BVerfGE 6, 44; 40, 286; 49, 66; BSG, Urteil vom 10.06.1980 - 4 RJ 103/79). Dem Bescheid mangelt es an der notwendigen Verwaltungstransparenz. Er ist rechtswidrig.
bitte wenden
Ich kann/wir können insbesondere nicht nachprüfen, ob
Einkommen richtig angerechnet,
Vermögen richtig berücksichtigt,
die Kosten für Unterkunft/Heizung zutreffend sind,
der befristete Zuschlag nach § 24 SGB II richtig berechnet,
wurde.
[ggf. Punkte ergänzen oder streichen]

Ich beantrage / wir beantragen daher uns die Leistungen in voller Höhe zu bewilligen und einen nachvollziehbaren und begründeten Bescheid zuzusenden.

Mit freundlichen Grüßen

.......................................[Datum] .......................................[Unterschrift]
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Alt 19.02.2006, 19:13   #7
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@Biene


Hallo, Biene!

Sicher kann ich dir das auch nicht sagen, aber ich würde eine Antwort verlangen, WARUM man intern verrechnet, ohne deine Einwilligung zu haben.

Du hast ein Recht auf Auskunft, und das mußt du dir erkämpfen!

Notfalls hin und nicht eher gehen, als bis man dir das nachgewiesen hat, daß man dazu berechtigt war.

Telefonisch und schriftlich wirst nix erreichen: hingehen und aussitzen ist oft die einzige Möglichkeit!

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 19.02.2006, 19:28   #8
Ludwigsburg
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@Lusjena

Hallo, Lusjena!

Diese beiden Möglichkeiten dauern beide zu lang, wenn man keine Reserven hat.

Ich weiß aber auch keine Lösung, die ich irgendwie mit dem SGB II begründen könnte.

Wer mittellos ist, hat da ein echtes Problem...

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 01.03.2006, 00:33   #9
Biene
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Biene
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Update am 01.03.2006:

Ich komme mir vor wie im Wilden Westen!!!

Bei der Überweisung Anfang Februar 2006 von ARGE (490 EUR AlgII für drei Personen) blieb es, da bei uns ja das AlgI im selben Monat (aber doch erst am Ende des Monats, Ihr Idioten von ARGE!!! :dampf:) zustünde.

Ich habe also mit der Begründung, dass unser Bedarf für den Monat Februar nicht gedeckt ist, Antrag auf Leistungen nach § 23 SGB II gestellt und zwar per Fax. Zwei Stunden später kam per email einschließlich Tippfehlern die Antwort, dass der Antrag abgelehnt wäre.

Diese email habe ich mir ausgedruckt und habe per Fax Antrag auf einstweilige Anordnung beim örtlichen Sozialgericht gestellt. Der Eingang des Antrages mit den gesamten Unterlagen wurde auch umgehend bestätigt. Das war am 06.02.2006.

Bei einem Anruf am 10.02. fand ich heraus, dass ARGE bis 20.02. Zeit hätte, eine Stellungnahme abzugeben.

Am 18.02. habe ich ein Fax an das Sozialgericht geschickt, in welchem ich auf den Ablauf dieser Frist aufmerksam gemacht habe und um umgehende Mitteilung einer Entscheidung geben habe, da wir noch immer unsere Miete, Strom, Heizung etc. nicht bezahlen könnten.

Am 21.02. kam in der Post vom Sozialgericht die Stellungnahme von ARGE (völlige Tatsachenverdrehung, obwohl die Beweise für mich sprechen!) und es wurde um Erwiderung gebeten.

Gerade, als ich die Erwiderung tippte (ich kochte innerlich, da fast alle Fakten verdreht worden waren), kam per Fax der Beschluss: Antrag auf eA abgewiesen, da ein Anspruch laut § 23 SGB II nicht bestünde!!!

Also rief ich beim Sozialgericht an und fragte, ob es nun Gang und Gäbe sei, einfach einen Beschluss zu fassen, ohne auch nur die Erwiderung abzuwarten. Dort wurde mir gesagt, dass bereits eine Erwiderung vorläge: ein Fax vom 18.02. von mir - das war die Terminerinnerung!!!

Jetzt habe ich genug und mache einen Termin beim Anwalt. Mir sind die Nerven für solche Spielchen zu schade. Man wird beim Amt nur noch angelogen, die "Obrigkeiten" halten alle zusammen und überhaupt fühlt man sich in Deutschland nur noch wie Sch...

Ich habe schon die Presse informiert. Pro7 will einen Bericht über uns machen; allerdings bin ich da noch am Überlegen, weil ich aufgrund von monatelanger TV-Abstinenz (muss ja ständig Hartz-IV-Gesetze im Internet studieren!) nicht weiß, welcher Sender überhaupt noch bürgerfreundlich berichtet!!! :?

VG
Biene
Biene ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2006, 01:28   #10
Ludwigsburg
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@Biene

Hallo, Biene!

Warst schon beim Anwalt - und was sagt der?

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 05.03.2006, 01:41   #11
Biene
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Biene
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Nein, ich war noch nicht beim Anwalt. Der war letzte Woche nicht erreichbar. :( Ich ruf aber am Montag nochmal an und lass mir einen Termin geben.
Ich melde mich dann hier wieder, wenn ich den Termin hatte. :pfeiff:

VG
Biene
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