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Start > > -> Lebenspartner plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

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Alt 23.01.2017, 02:10   #1
little
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Unglücklich Lebenspartner plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Hallo!

Etwas kompliziert und daher bitte ich um sachdienliche Antworten. Aus Anonymitätsgründen gehe ich auf den Verwandtschaft-/Bekanntengrad hier nicht ein, bitte um Verständnis!

Er ist in der Nacht zu Samstag aus heiterem Himmel verstorben.
Abends gemeinsam zu Bett gegangen, sie liess ihn morgens "ausschlafen" und als sie ihren Lebenspartner wecken wollte, war er schon kalt :-(

Notarzt verständigt, der wiederum Kripo dazu geholt und zuguterletzt nochmal der Notarzt, der sich dann um die völlig fertige Frau kümmern musste.

Stand aktuell:

Er liegt in der Pathologie, da (weil plötzlich und ohne Erkrankung) eine Authopsie durchgeführt wird, so dass eine Beerdigung noch nicht absehbar ist.

Sie ist heute, von ihren Geschwistern, in die 200km entfernte Heimat der Familie geholt worden, da die "Witwe" (ich nenn sie mal so) es daheim, verständlicherweise, nicht aushält.

Die beiden waren NICHT verheiratet, lebten aber schon Jahrzehnte zusammen!
Jetzt der (merkwürdige) Punkt, zu dem ich noch keine genaueren Infos habe:

Er war verbeamteter Feuerwehrmann, keine AHnung wie hoch sein Einkommen war.
SIe ist ALG II-Bezieherin und beide lebten gemeinsam in einer Wohnung!

Ob sie jetzt (fürs Amt und somit illegal) offiziell als WG registriert waren oder ob er sowenig verdiente, dass sie dennoch Hilfe bekam, weiss ich nicht und ist grad akut nur schwer heraus zu finden.
Momentan siehts auch danach aus, dass sie (auch wegen des dortigen Jobcenters) ihre Zelte vor Ort abbrechen möchte und in die Nähe ihrer Familie ziehen möchte.

Der Verstorbene hatte noch einen Bruder (mehr weiss und kenn ich auch nicht), der ebenfalls nun völlig fertig ist.

Ob es ein Erbe/Testament gibt, weiss ich momentan nicht. Dazu ist alles noch viel zu frisch.

Ich habe meine Hilfe zugesagt, was es das Jobcenter und andere Formalitäten anbetrifft.

Da sie heute, ohne OAHs-Meldung zur Familie geholt wurde, habe ich geraten, dies am Montag schriftlich (auch per Fax mit Sendebericht!) nachzuholen.

Meine Fragen nun:

1) Ortsabwesenheit KANN bis zu max. 3 Wochen pro Jahr genehmigt werden, soviel weiss ich.
Wie verhält sich das in diesem Fall? Nehmen wir an, sie bleibt bis zur Beerdigung bei der Familie und es dauert länger mit den Ermittlungen?

2) Kann sie für ihren Lebensgefährten Beerdigungszuschuss beantragen? (Jobcenter oder eher Sozialamt?)
Wie sähe das aus mit der Bestattungspflicht? FALLS sie was erben sollte, würden ja logischerweise davon zunächst die Beerdigungskosten bezahlt werden, was aber wenn da nix ist? (Ob der Bruder vom Verstorbenen arbeitet bzw. genug Reserven dafür hat, weiss ich grad nicht)

3) Die gemeinsame Wohnung wird nun zu gross sein und zwangsläufig wird sie zur Senkung der Kosten aufgefordert werden.
Gibt es eine Dienstanweisung/rechtliche Grundlage wie man in solchen Fällen mit den bedürftigen Hinterbliebenen zu verfahren hat? (z.B. frühestens nach 6 Monaten Senkungsaufforderung etc.)

4) Für den Fall, das sie sich entschliesst, tatsächlich zur Familie 200km entfernt zu ziehen, würde sie, mit preislich passender Unterkunft, Umzugsbeihilfe genehmigt bekommen?

5) Gibt es aktuell vom Amt etwas zu erwarten, was ich in meiner Aufzählung nicht berücksichtigt habe?

Der dortige SB ist ein ganz krasser, wie ich heute erfahren habe.
Sie musste in der Vergangenheit verschiedene Massnahmen besuchen (z.B. Besuch auf dem Bauernhof, damit die Arbeitslosen mal sehen, wo die Milch herkommt [kein Witz] oder wochenlang Mandalas ausmalen, um die Konzentration zu fördern!).
Dazu muss ich auch kurz anmerken, dass die Witwe selber krank ist. Sie hat mehrere Schlaganfälle hinter sich (halbe Gesichtshälfte hängt), sie trägt eine Vollperücke, da sie (aus med. unerklärbaren Gründen) bis zur Kahlheit, Haarausfall bekam. Desweiteren hat sie ständig "offene" Hände, was ihren SB aber nicht davon abhielt, sie mit Blut verkrusteten Händen, zum Vorstellungsgespräch in eine Bäckerei zu schicken!
Spontan riet ich dazu, Montag zu einem Arzt zu gehen, um sie erstmal krank schreiben zu lassen. Desweiteren habe ich einen EM-Antrag befürwortet, aber soweit ist iMo in der Familie niemand.

Ich rechne, angesichts der vergangenen Vorfälle, mit Schlimmen :-(

Sry für den langen Text und vielen Dank schonmal!

little

P.S.: Falls es wem (negativ?) aufstossen sollte, ich habe den Beitrag auch bei tacheles gepostet. Ich bitte, angesichts der Situation um Verständnis dafür. Vielen Dank!
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Alt 23.01.2017, 03:27   #2
Flodder
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Flodder Flodder Flodder Flodder Flodder Flodder Flodder
Standard AW: Plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Die Lebenspartnerin hat rechtlich weder Pflichten noch Rechte. Ihr steht kein Erbe nach Gesetz zu, es sei denn, der Verstorbene hätte sie im Testament bedacht. Da sie keine nahe Familienangehörige ist, unterliegt sie auch nicht der Bestattungspflicht.
__

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Alt 23.01.2017, 08:26   #3
ZynHH
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Standard AW: Plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Zitat:
Ob sie jetzt (fürs Amt und somit illegal) offiziell als WG registriert waren oder ob er sowenig verdiente, dass sie dennoch Hilfe bekam, weiss ich nicht und ist grad akut nur schwer heraus zu finden.
Das ist aber gerade sehr wichtig...Das sollte auch eindeutig aus ihren bescheiden hervorgehen...lass dir am besten den ganzen Ordner geben.
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Alt 23.01.2017, 09:13   #4
webeleinstek
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Standard AW: Plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Ich kann Dir zu den anderen Dingen nichts sagen, daher nur zu den beiden unteren
Zitat von little Beitrag anzeigen
3) Die gemeinsame Wohnung wird nun zu gross sein
Die erste Frage ist doch, ob das Amt bisher die Wohnung gezahlt hat? Wenn er verbeamteter Feuerwehrmann war, könnte ich mir auch gut vorstellen, dass die Wohnung auf ihn alleine lief. In dem Fall hätte sie ein ernstes Problem.
Wenn ich jetzt mal unterstelle, dass das Amt die Miete gezahlt hat, dann müssen die die Miete weiter zahlen. Sie dürfen nicht zulassen, dass sie obdachlos wird. Sie muss lediglich ihre Bemühungen nach Senkung der KDU nachweisen. Diese müssen aber nicht erfolgreich sein. Jede Woche 3 - 4 Anzeigen aus dem kostenlosen Wochenblättchen raussuchen. So habe ich das 2 Jahre lang durchgezogen. Dazu gibt es auch mehrere Threads.
Aber um Dir genau zu raten, was zu tun ist, musst Du erstmal klären, wie die Miete gezahlt wurde. Vorher kann man hier zu nichts vernünftigem raten.

Zitat von little Beitrag anzeigen
4) Für den Fall, das sie sich entschliesst,
Wenn das JC will, dass sie umzieht und in der näheren Umgebung nichts zu finden ist, werden die diese Kosten übernehmen. Aber dafür wird sie erst einmal ihre Bemühungen in nächster Umgebung nachweisen müssen. Zumindest vermute ich das jetzt mal. Aber auch hier muss erst einmal geklärt werden, wie die Miete gezahlt wurde bzw. von wem.
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Alt 23.01.2017, 13:18   #5
Vidya
 
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Standard AW: Plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Zitat von Flodder Beitrag anzeigen
da sie keine nahe Familienangehörige ist, unterliegt sie auch nicht der Bestattungspflicht.
Wieso ? Das ist überhaupt noch nicht klar, denn in einigen Bundesländern hat die Lebenspartnerin Bestattungspflicht. Dauerhaft nichteheliche Lebensgemeinschaften werden in zwölf Bundesländern für die Kosten einer Beisetzung herangezogen. Darüber hinaus unterscheiden die Bundesländer im Bestattungsrecht stark, wie groß der Personenkreis der Angehörigen definiert wird. Hamburg und Bayern zählen hier sogar Verschwägerte ersten Grades zu den Bestattungspflichtigen.

Siehe:
https://www.monuta.de/ratgeber/besta...attungsgesetz/

Da kann die Betroffene in der entsprechenden Verlinkung Ihres Bundeslandes einsehen, ob Sie bestattungspflichtig ist bzw. wer das ansonsten ist. Mit denjenigen würde ich mich dann am besten in Verbindung setzen.

Ansonsten; Wenn die Lebenspartnerin bestattungspflichtig sein sollte, dann muss sie bei Mittellosigkeit einen Antrag nach § 74 SGB XII beim Sozialamt am Wohnort stellen. Und dies sollte umgehend erfolgen. Anträge kann man sich aus dem Internet downloaden. Hierbei sollte man aber dazu auch dieses Urteil kennen:

Sozialamt muss Beerdigung bezahlen - Politik Nachrichten - Deutschland - Hamburger Abendblatt

Zum Prozedere der Beantragung beim Sozialamt:
https://www.bestattungen.de/ratgeber...estattung.html


Des Weiteren gibt es einige Urteile, was die Reisekosten zu einer Beerdigung bei ALG II betrifft:
sozialrechtsexperte: Hartz IV - Empfänger müssen wahrhaftige Zauberkünstler sein, denn Reisekosten aus Anlass der Teilnahme an der Beisetzung eines Angehörigen müssen aus dem Regelsatz bezahlt werden
Hartz IV: Keine Reisekosten für Bestattungen

TIPP: Unbedingt auch folgendes berücksichtigen bzw. bedenken und ggf ermitteln, weil der Verstorbene verbeamtet war:
Hinterbliebenenversorgung*-»* dbb beamtenbund und tarifunion

In Sachen Testament: Es kann beim Nachlassgericht am Wohnort des Verstorbenen erfragt werden, ob
der Verstorbene dort zu Lebzeiten ein Testament hinterlegt hat, das erspart ggf, Nerven und Zeit und im besten Fall Streitereien zwischen den Hinterbliebenen.
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Alt 23.01.2017, 14:20   #6
Tica
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Standard AW: Plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Da ein Bruder vorhanden ist, muss er sich um die Beerdigung kümmern und auch bezahlen. Sie als Lebenspartnerin ist damit raus.
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Alt 23.01.2017, 15:28   #7
Flodder
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Flodder Flodder Flodder Flodder Flodder Flodder Flodder
Standard AW: Plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Zitat:
Wieso ? Das ist überhaupt noch nicht klar, denn in einigen Bundesländern hat die Lebenspartnerin Bestattungspflicht. Dauerhaft nichteheliche Lebensgemeinschaften werden in zwölf Bundesländern für die Kosten einer Beisetzung herangezogen.
@Vidya
Hier ist aber in der Regel von eingetragenen Lebenspartnerschaften die Rede.

Nicht eingetragene Lebenspartnerschaften gelten rechtlich als Wohngemeinschaften. Nur im SGB II u. SGB XII gibt es diese "Zwangsverheiratung" von Lebenspartnern.
__

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aber macht es richtig
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Alt 23.01.2017, 18:32   #8
TazD
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Standard AW: Plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Die Informationen des Beamtenbundes helfen in diesem Fall auch nicht weiter, da diese nur relevant sind, wenn es einen Ehegatten oder Kinder gibt.
Da lediglich vom Bruder als nächstem Verwandten die Rede ist, gehe ich davon aus, dass der Verstorbene kinderlos war.
Daher bleibt es bei der Aussage von @Flodder aus Beitrag #2 ---> keine Rechte, keine Pflichten (sofern nicht testamentarisch bedacht)

Des Weiteren ist es auch so, dass das Nachlassgericht von sich aus ein hinterlegtes Testament eröffnet, sobald es Kenntnis vom Tode des Testators hat.
__

audiatur et altera pars [lat.: Man höre auch die andere Seite. ]
fiat iustitia [lat.: Es möge Gerechtigkeit geschehen. ]
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Alt 23.01.2017, 18:59   #9
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Hallo little,

vielen Fragen der User hier kann ich mich nur anschließen, gerade der Fakt und die Konsequenzen einer "freiwilligen" Partnerschaft ist in so einem Fall nicht zu unterschätzen.

Auch wenn die sozialen Ämter gerne "künstliche Einstehens-Gemeinschaften" herstellen um Gelder zu sparen, ändert der Tod eines der (unverheirateten) Partner ALLES und rückt es wieder in die regulären gesetzlichen Grenzen gemäß BGB.

Lt. bestehendem Mietrecht kann auch ein Lebensgefährte die Wohnung behalten (wollen), es ist ja zumindest anzunehmen, dass der Vermieter Kenntnis davon hatte, wer dort zusammen wohnt und wie lange schon.

Das hat nichts mit "Genehmigung" zu tun, denn die braucht man für einen Lebenspartner (beim Vermieter) eigentlich nicht einzuholen, allerdings steht dann sofort die Frage dahinter wer nun weiter die Miete zahlen wird (und wovon).

Um die sonstigen Angelegenheiten wird sich der Bruder (als nächster Blutsverwandter) erst mal kümmern müssen.
Kann die Miete vom verbleibenden Partner nicht mehr gesichert werden dürfte auch der Bruder das Recht haben diese Wohnung zu kündigen (sofern der Verstorbene der alleinige Hauptmieter war), um diese Belastung selber "vom Hals zu bekommen" ...

Es wird weitere Verträge des Verstorbenen geben (von Strom-Anbieter bis Zeitungs-Abo) die geklärt /beendet werden müssen /sollten oder umzuschreiben sind.

Wenn der Verstorbene eine Pension / Rente bezogen hat (was anzunehmen ist), dann muss die zahlende Behörde / Dienststelle umgehend informiert werden ... dass der Empfänger verstorben ist, dafür wird auch ein Nachweis erforderlich sein (Totenschein ?), den (vermutlich) nur nächste Angehörige überhaupt bekommen werden.

Da die Klärung der Todes-Ursache noch nicht abgeschlossen ist kann es bis zur möglichen Bestattung noch längere Zeit (einige Wochen) dauern ...

Zitat:
Ich habe meine Hilfe zugesagt, was es das Jobcenter und andere Formalitäten anbetrifft.
Die Frage ist aktuell schon wer diese Wohnung jetzt betreten darf, um Unterlagen zu sichten und sich dazu einen Überblick zu verschaffen, was konkret tatsächlich alles zu regeln sein wird und ob es vielleicht Hinweise auf testamentarische Regelungen gibt.

Für aktive Hilfe (z.B. bei Behörden) dürfte mindestens eine schriftliche Handlungs-Vollmacht erforderlich sein, wahrscheinlich ausgestellt vom Bruder, denn die Lebenspartnerin hat gesetzlich überhaupt keine Rechte und Ansprüche, kann also auch keine Regelungen treffen wollen oder Vollmachten dafür erteilen über ihre ganz persönlichen Angelegenheiten hinaus.

Sie darf nicht mal eigene Möbel/ sonstige Sachen aus der (bisher) gemeinsamen Wohnung mitnehmen (wohin auch immer), wenn es dazu keine testamentarischen Festlegungen gibt, es sei denn sie kann den Erwerb aus persönlichen Geld-Mitteln nachweisen.

Viele machen sich eben leider nicht rechtzeitig klar warauf sie sich einlassen, wenn sie (bei langem Zusammenleben) auf den Trauschein verzichten ...

Zitat:
Da sie heute, ohne OAHs-Meldung zur Familie geholt wurde, habe ich geraten, dies am Montag schriftlich (auch per Fax mit Sendebericht!) nachzuholen.
Das muss vom JC aber so nicht akzeptiert werden, wir haben hier gerade einen ähnlichen Fall wo eine Sanktion im Raum steht, weil Melde-Termine wegen plötzlichem Trauerfall in der Familie nicht eingehalten wurden ...
Man muss das also über längere Zeit keineswegs akzeptieren, auch wenn das für dich jetzt (von mir) sehr herzlos klingt ... es geht NICHT darum wie ich das menschlich einschätze, sondern wie das JC reagieren könnte ...

Die Betroffene scheint weiterhin auf das Geld vom JC angewiesen zu sein, vielleicht noch dringender als bisher und das JC wird entscheiden, wie weit da die Trauer gehen darf ... bis die Leistungen eingestellt werden ...

Das JC wird auch nur dann Kosten für einen Umzug übernehmen (wollen/müssen), wenn es vom JC veranlasst wird weil die aktuelle Wohnung nicht mehr bezahlt wird (oder der Bruder andere Entscheidungen dafür trifft), jedenfalls nicht auf längere Sicht.

Von eventuellen Problemen der bisherigen Lebens-Konstellation will ich da noch gar nicht anfangen, es fehlen zu viele Informationen dazu, ob das JC darüber (bisher) überhaupt informiert war usw.

Finde es aber ganz toll, dass du helfen willst und ich denke mal du wirst noch weitere Antworten dazu bekommen...

MfG Doppeloma
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 23.01.2017, 19:03   #10
little
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Standard AW: Plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Danke soweit für die bisherigen Infos! Ich bin, infotechnisch, noch nicht viel weiter, mag die hinterbliebene Lebensgefährtin auch noch nicht weiter fragen. Alles peux a peux.

Sie ist aktuell krankgeschrieben (vom Hausarzt der Schwester in 200km Entfernung vom Jobcenter).

Die AU muss ja nun zum Amt geschickt werden. Welche Abteilung? Vermittung oder Leistung? Ich hab da grad ein Brett vorm Kopf :-/
Muss sie ZUSÄTZLICH eine OAW beantragen? Oder lediglich mitteilen, dass sie, aufgrung der Umstände, aktuell nicht vor Ort ist?

OAW, wenn ja, welche Abteilung? Vermittlung oder Leistung?

Ich fand in einem Merkblatt, für die Sitation passend, folgenden Hinweis:

Die Beantragung einer OAW OHNE vorherige Terminvereinbarung ist nur aus unvorhergesehenem Anlass (Tod/Krankheit naher Angehöriger - Nachweis erforderlich) mit Beginntermin innerhalb der nächsten 14 Tage möglich.

Kann dieser Nachweis auch nachgereicht werden? Ob sie bereits einen Totenschein hat, ist eben aufgrund der Umstände (unbekannte Todesursache), unklar.
Welche Nachweise könnten sonst noch infrage kommen?

Es ist so tragisch, die beiden wollten dieses Jahr ihre "wilde Ehe" beenden und heiraten, auch damit sie, für den Fall der Fälle, abgesichert ist .... :-(

little
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Alt 23.01.2017, 20:15   #11
ZynHH
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Zitat:
Die Beantragung einer OAW OHNE vorherige Terminvereinbarung ist nur aus unvorhergesehenem Anlass (Tod/Krankheit naher Angehöriger - Nachweis erforderlich) mit Beginntermin innerhalb der nächsten 14 Tage möglich.
Was willst du denn mitteilen, wer gestorben Ist?

Ohne die offiziell gemeldete Sachlage ( bg oder nicht) zu kennen, würde ich da garnichts machen.
Hat sie einen aktuellen Termin im Jc? Wird sie da überhaupt jemand Vermissen? Warum dann die Pferde scheu machen.
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Alt 23.01.2017, 21:32   #12
Vidya
 
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Zitat von little Beitrag anzeigen
Sie ist aktuell krankgeschrieben (vom Hausarzt der Schwester in 200km Entfernung vom Jobcenter).Die AU muss ja nun zum Amt geschickt werden. Welche Abteilung? Vermittung oder Leistung? Ich hab da grad ein Brett vorm Kopf :-/
Ich glaub auch -sorry -aber Du könntest Dich hier in die Nesseln setzen, falls Du - ohne Vollmacht - die AU einfach so zum JC sendest, denn das könnte Ärger geben, wenn das JC sieht, dass der Arzt 200 km vom Wohnort entfernt besucht wurde -und keine vorherige Ortsabwesenheit beantragt wurde. Denn durch die aufgedruckte Arztaddresse kann das JC der Betroffenen daraus ganz schnell eine unerlaubte Ortsabwesenheit basteln mit entsprechender Sanktion. Ganz brisant -wenn Du mich fragst. In diese Gefahr würde ich mich nicht begeben, nachher noch für die Folgen herhalten zu müssen -Du kannst dir da nicht sicher sein, bevor Du Dich dagegen nicht abgesichert hast. Die Frau hätte am Wohnort zum Arzt gehen sollen oder sich -vor der Abreise zur Schwester -beim JC abmelden müssen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Betroffene dies in dem von Dir genannten Zeitraum nachholt oder das JC diese Regelung überhaupt so einfach akzeptiert. Dies ist leider mithin zu befürchten.

Doe Todesursache muss in den Totenschein eingetragen werden. Insofern wird dies erst zum Ende der Obduktion erfolgen. Der Tptenschein wird meistens dann zum Bestatter gesendet, falls der schon bekannt ist. Wenn nicht, dann schickt der Arzt eine Rechnung, die meistens auch überhöht ist . Ob das auch bei einer Obduktion erfolgt ? Da bin ich überfragt. Jedenfalls -erst wenn die Arztrechnung bezahlt ist, dann wird der Totenschein ausgehändigt bzw. zugesendet. So kenne ich das jedenfalls. Zum Thema Totenschein kannst du Dich auch hier informieren:

https://www.trauer.de/trauer-und-tro...er-Totenschein
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Alt 24.01.2017, 03:09   #13
Doppeloma
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Hallo little,

Zitat:
Danke soweit für die bisherigen Infos! Ich bin, infotechnisch, noch nicht viel weiter, mag die hinterbliebene Lebensgefährtin auch noch nicht weiter fragen. Alles peux a peux.
Es ist aber keine Zeit zu verlieren, ohne konkrete Infos können wir hier auch nur "im Nebel stochern" ...

Zitat:
Sie ist aktuell krankgeschrieben (vom Hausarzt der Schwester in 200km Entfernung vom Jobcenter).
Da kann ich mich nur anschließen, schon aus dieser Bescheinigung ist für das JC klar ersichtlich, dass sie (unerlaubt) OAW ist ...
Hat sie eine EGV / EGV-VA in dem sie zur Meldung von AU verpflichtet wurde, das Gesetz ist (zum 01.01.2017) dahingehend geändert worden, dass es NICHT mehr zwingend gefordert wird aber in einer EGV verbindlich festgelegt werden soll ?

Warum ist sie nicht längst (dauerhaft) AU geschrieben, wenn es ihr gesundheitlich so schlecht geht wie du oben schreibst ???

Zitat:
Die AU muss ja nun zum Amt geschickt werden. Welche Abteilung? Vermittung oder Leistung? Ich hab da grad ein Brett vorm Kopf :-/
Damit könntest du ihr aktuell also sogar schaden, wenn du das einfach selber zum JC schickst, an wen dort ist eigentlich völlig egal, die müssen ihre Post schon noch selber sortieren danach wer dafür zuständig wäre.

Zitat:
Muss sie ZUSÄTZLICH eine OAW beantragen? Oder lediglich mitteilen, dass sie, aufgrung der Umstände, aktuell nicht vor Ort ist?
OAW, wenn ja, welche Abteilung? Vermittlung oder Leistung?
Sie kann nicht einfach mitteilen, dass sie wegen der Umstände aktuell nicht vor Ort ist, sie MUSS (umgehend) schriftlich und nachweislich OAW beantragen und danach (spätestens) an ihren aktuellen Wohnsitz zurück kehren, sofern sie die Genehmigung bekommt.

Es sei denn sie darf davon ausgehen, dass ihre Abwesenheit aktuell beim JC "nicht bemerkt wird", dann muss sie aber auch so schnell wie möglich zurück, schon um das mit der Wohnung regeln zu können.

Kennst du auch den Bruder, weißt du wer den Mietvertrag abgeschlossen hat und unter welchen konkreten Abmachungen sie dort gelebt haben als Paar, ich weiß das ist schlimm aber sie hat im Moment (noch) keine Zeit für Trauer, es geht um ihre "nackte Existenz" ... und um ihr "Dach über dem Kopf" ... und um die Sicherung ihres (nachweislich) privaten Eigentums ...

Zitat:
Ich fand in einem Merkblatt, für die Sitation passend, folgenden Hinweis:
Die Beantragung einer OAW OHNE vorherige Terminvereinbarung ist nur aus unvorhergesehenem Anlass (Tod/Krankheit naher Angehöriger - Nachweis erforderlich) mit Beginntermin innerhalb der nächsten 14 Tage möglich.
Ich weiß nicht aus welchem Merkblatt du das hast, da steht zudem was von "nahen Angehörigen", darunterversteht man in der Regel Eltern / Kinder / Ehepartner, was das zuständige JC darunter verstehen möchte bleibt abzuwarten ...
Was du oben zum SB deiner Bekannten schreibst lässt nicht besonders viel Verständnis für die aktuelle Situation erwarten, schon gar nicht falls sie den Lebenspartner dort nie erwähnt haben sollte ...
Zitat:
Kann dieser Nachweis auch nachgereicht werden? Ob sie bereits einen Totenschein hat, ist eben aufgrund der Umstände (unbekannte Todesursache), unklar.
Welche Nachweise könnten sonst noch infrage kommen?
Sie wird auch keinen Totenschein bekommen, wenn die Angehörigen ihr keine Kopie davon (freiwillig) geben wollen, du hast es noch nicht verstanden ... sie gehört NICHT (offiziell / rechtlich) zur Familie ... die beiden waren NICHT verheiratet ...

Zitat:
Es ist so tragisch, die beiden wollten dieses Jahr ihre "wilde Ehe" beenden und heiraten, auch damit sie, für den Fall der Fälle, abgesichert ist .... :-(
Das ist ganz sicher sehr tragisch, leider wird es jetzt Niemanden mehr interessieren (müssen) was sie mal wollten, sie haben es nicht rechtzeitig getan und damit hat sie keinerlei Ansprüche wenn er kein Testament gemacht hat erbt NUR die Familie ...

Sie hatte hoffendlich ein eigenes /persönliches Konto für ihre Leistungs-Ansprüche vom JC, denn sie kommt auch an kein Konto (auf seinen Namen) mehr ran für das sie mal mit Zugangsberechtigt war ... das wird zumindest alles erst mal gesperrt, bis geklärt ist wem da nun was zustehen wird.

Es ist sehr gut, dass du dich an "Außenstehende" gewendet hast mit deinen Fragen aber die Einzelheiten wirst du umgehend mit ihr klären müssen, auch wenn es noch so WEH TUT, deine verständnisvolle Zurückhaltung kann ihr da nicht wirklich weiter helfen.

Wenn das JC ihre OAW noch gar nicht mitbekommen hat sollte sie schnellstens zurück kehren, es wird viel zu erledigen geben und die Angelegenheit mit der Wohnung muss dringend geklärt werden ... es sind doch sicher auch noch Sachen von ihr dort ...

Kennst du den Bruder des Verstorbenen, habt ihr Kontakt, er sollte ja (vermutlich) Zugang zur Wohnung haben ... was hat er vor damit ???

Wenn es kein gemeinsamer Mietvertrag war wird der Vermieter einer Übernahme durch die Lebenspartnerin auch nur zustimmen (müssen) wenn sie auch zukünftig die Miete bezahlen kann.
Man weiß echt gar nicht wo man anfangen soll aber mit dieser "Flucht" zu ihrer Familie kann sie das auch nicht ändern, das kann alles noch schlimmer machen.

Ich wünsche euch beiden sehr viel Kraft, die werdet ihr brauchen.

MfG Doppeloma
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Alt 24.01.2017, 03:24   #14
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Hallo!

kurz um das zu erläutern:

Ich selbst sitze nochmal 400km von der "Witwe" entfernt und bin lediglich telefonisch und per Mail in diesem Fall involviert.
Weder melde ich selbst (habe auch garkeine Vollmacht und wollte soetwas auch nicht!) diesem Jobcenter etwas, noch sonst etwas.
Meine Hilfe sieht so aus, dass ich die rechtlichen Grundlagen recherchiere und dann mit Quellenangaben, schriftlich per Mail weiterreiche und die Anträge "vor-schreibe", weder kenne ich eine BG-Nummer, noch sonst irgendwelche, wichtigen Details!

Ich erwarte nun die, auch von euch erwartete Antwort auf die genauen Umstände mit der Wohnung. (Versiegelt ja/nein, WG oder Untermiete, eben all das)

Er starb mit 60, war also nicht berentet. Kinder gibts auch keine, es gibt nur den Bruder und eben die Lebensgefährtin.

Danke @Doppeloma, ich habe dein "Wachrütteln" verstanden und werde nachher unangenehme Fragen stellen :-/

Viele Grüsse,
little
little ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2017, 04:30   #15
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Lebenspartner plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Hallo little,

Zitat:
Ich selbst sitze nochmal 400km von der "Witwe" entfernt und bin lediglich telefonisch und per Mail in diesem Fall involviert.
OH-JE, da kann ich nur erneut den Hut vor dir ziehen, sie wird in jedem Falle umgehend zum bisherigen Wohnort zurück müssen, um erst mal feststellen zu können ob sie überhaupt in die Wohnung kommt ...

Das Problem ist, dass sie rechtlich auch keine Auskunft verlangen kann von den Behörden dazu, es sei denn es gibt einen offiziellen "Untermietvertrag" oder sie steht mit im Hauptmietvertrag, denn sie muss sich ja zumindest mal dort polizeilich angemeldet haben.

Zitat:
Weder melde ich selbst (habe auch garkeine Vollmacht und wollte soetwas auch nicht!) diesem Jobcenter etwas, noch sonst etwas.
Das wird wohl auch besser sein weil du sehr viele Details ja auch nicht kennst, da würde ich da auch keine große Verantwortung übernehmen wollen wenn ich selbst auch nicht vor Ort bin bringt das ja auch nichts.

Das wussten wir ja zunächst hier aber auch nicht und für die Abgabe / Zusendung einer AU-Bescheinigung braucht man nicht unbedingt eine Vollmacht ...
Versuche sie bitte zu überzeugen, dass sie zurück muss, um selbst vor Ort (besonders auch beim JC) was klären zu können.

Wenn der Partner beim JC bekannt war und finanziell mit berücksichtigt wurde, ist sie dazu auch gesetzlich verpflichtet, diese "wesentliche Änderung in den persönlichen Verhältnissen" mitzuteilen, sie hat ja dann auch (ab sofort) Anspruch auf eine Neuberechnung ihres ALG II.

Sie kommt nicht herum das vor Ort zu regeln, sonst wird sie vielleicht bald überhaupt kein Geld mehr bekommen ... es gibt auch andere Menschen (Nachbarn z.B.) die dem JC berichten könnten, dass sie OAW ist und was geschehen ist ...

War das soweit alles offiziell und der Lebenspartner war mit berücksichtigt für ihren SGB II-Leistungs-Anspruch und die KdU (Gesamtmiete), dann muss sie persönlich hin und die neue Situation erklären, egal ob sie dafür aktuell Nachweise erbringen kann oder nicht ...

Sie hat ja dann JETZT den gesetzlichen Anspruch auf die volle Regel-Leistung UND auch vorerst auf die volle Übernahme der Wohnkosten (nach dem SGB II), zunächst mal unabhängig davon, was zukünftig mit der Wohnung geschehen soll.

Zitat:
Meine Hilfe sieht so aus, dass ich die rechtlichen Grundlagen recherchiere und dann mit Quellenangaben, schriftlich per Mail weiterreiche und die Anträge "vor-schreibe", weder kenne ich eine BG-Nummer, noch sonst irgendwelche, wichtigen Details!
Sie dürfte ja einen ALGII-Leistungsbescheid vorliegen haben, der muss dann geändert werden, dafür brauchst du keine Anträge schreiben, SIE MUSS zum JC und dort zur veränderten Situation vorsprechen.
Wenn das Paar bisher auch beim JC ein Paar gewesen ist, dürfte es keine besonderen Probleme geben ...

Die kurze Abwesenheit sollte sie dann für sich behalten und sich eine neue AU-Bescheinigung vom heimischen Arzt besorgen, die andere muss sie ja nicht abgeben (bitte dann auch nicht bei der KK einreichen), dann erfährt das JC (vermutlich) gar nichts davon.

Man wird ihr dann schon mitteilen in welcher Weise sie eventuell das Ableben nachweisen soll /kann, allerdings sollte auch dem JC bekannt sein, dass sie auf entsprechende amtliche Unterlagen keinen Rechtsanspruch hat nach dem BGB ...

Die "Eigenkonstruktionen" der SGB - "Einstehensgemeinschaft" enden mit dem Tod eines Partners sofort und ohne gesetzliche "Übergangslösungen" oder "Sonderregelungen" ... ich denke mal da wird man notfalls einfach ihren WORTEN / Erklärungen dazu Glauben schenken müssen.

Denn die Familie des Partners kann auch nicht dazu gezwungen werden ihr Unterlagen zur Verfügung zu stellen.
Es hängt also sehr viel davon ab ob und was genau das JC von dieser Partnerschaft wusste oder nicht wusste ???

Zitat:
Ich erwarte nun die, auch von euch erwartete Antwort auf die genauen Umstände mit der Wohnung. (Versiegelt ja/nein, WG oder Untermiete, eben all das)
Genau, das sind aktuell die wichtigsten Fragen, zudem auch ob und wie lange sie dort noch weiter wohnen kann.

Zitat:
Er starb mit 60, war also nicht berentet. Kinder gibts auch keine, es gibt nur den Bruder und eben die Lebensgefährtin.
Trotzdem wird er ja irgendein Einkommen gehabt haben oder waren beide voll vom JC abhängig, das kann ich mir kaum vorstellen wenn er im Beamtenstatus gewesen ist ...

Letztlich ist es egal ob seine Familie groß oder klein ist, ein Lebenspartner (ohne Trauschein) hat gesetzlich absolut keine Erb-Ansprüche wenn es kein Testament gibt, wo das anders geregelt wäre.

Es gibt keine konkreten Anträge die du stellen kannst, es sei denn es gäbe eine Lebensversicherung wo sie als "Begünstigte" namentlich drin steht, darauf hätte sie einen Anspruch und nicht die Erben, ob ihr dazu was bekannt ist kannst du sie auch nur selber fragen.

Dann braucht sie die Police im Original und kann die Auszahlung einfordern, man wird aber auch (bei der Versicherung) abwarten bis die Todes-Ursache geklärt ist.
Darauf hätten auch sonstige Erben keinen Anspruch ...

Ansonsten kann sie NICHTS beanspruchen, nicht mal gemeinsam angeschaffte Möbel oder Haushaltsgegenstände (sofern es keine Auflistung gibt wer /was davon mal bezahlt hat mit seinem eigenen Geld) ... es sei denn der Bruder wäre so human ihr daran freiwillig einen Anteil zu geben ... er muss es aber nicht.

Nur ihre ganz persönlichen Sachen (Bekleidung, persönliche Unterlagen) darf sie gesetzlich gesehen behalten, bei Wertgegenständen (Schmuck z.B.) müsste sie schon beweisen (können), dass es ihr persönliches Eigentum ist oder Geschenke von ihm ...

Ein Erbe ist eben nicht nur Geld auf einem Konto oder Sparbuch, auch die Wohnungseinrichtung gehört dazu und wird nicht "aufgeteilt", wie es sogar bei einer Scheidung der Fall wäre ...

MfG Doppeloma
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 25.01.2017, 11:33   #16
little
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Standard AW: Lebenspartner plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Der "Jackpot" ist da :-/

Die beiden waren offiziell als WG gemeldet.

Damit werde ich ihr eine UMGEHENDE Rückkehr nach Hause empfehle, eine dortige Krankschreibung und alles weitere (wegen Wohnung, ob mit im Mietvertrag etc.) abwarten.

little
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Alt 25.01.2017, 14:03   #17
Fabiola
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Standard AW: Lebenspartner plötzlich verstorben - was nun? Hilfe dringend erbeten

Zitat von little Beitrag anzeigen
Die beiden waren offiziell als WG gemeldet.
Falls Untermietverhältnis müsste sich die Betroffene erst beim JC melden, wenn sie die Kündigung des Untermietverhältnisses (durch z.B. den Bruder) bekommt.
Falls sie mit im Mietvertrag steht, sieht die Sache anders aus. Dazu müssten sich ggflls. andere Foristen melden, da ich da kein gesichertes Wissen habe.
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Gruß Fabiola
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