Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> frist für abgabe des schriftlichen antrags rechtens?

Anträge Alle Fragen auf Anträge bezogen. (Hilfe zum Ausfüllen und Verstehen des Zwecks, auch von Teilen.)


Danke Danke:  0
Thema geschlossen

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 12.12.2005, 20:42   #1
lino
Elo-User/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard frist für abgabe des schriftlichen antrags rechtens?

hallo
ich hab den antrag auf ALGll gestellt und folgendes problem:
für den schriftlichen antrag war eine abgabefrist von 14 tagen gesetzt.leider hab ich den antrag später abgegeben.die SBin will aber nur vom abgabetermin an gelten lassen.
beim ALGl gibt es diese abgabefristen meines wissens nicht,zumindest war das vor einem jahr noch so.
hat sich da was geändert?und wenn,wo stehen die rechtsgrundlagen dafür?
für antworten herzlichen dank im voraus.
grüsse lino
lino ist offline  
Alt 12.12.2005, 21:03   #2
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Leistungen erhalten Sie erst ab Tag der Antragstellung.
 
Alt 12.12.2005, 21:03   #3
Martin Behrsing
Redaktion
 
Benutzerbild von Martin Behrsing
 
Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Bonn
Beiträge: 22.310
Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Der Antrag gilt, wo du den abgeholt hast und nicht wo du ihn wieder abgibst.
§ 37 SGB II
schreibt dabei nicht die Verwendung eines Formantrags vor, so dass auch im Rahmen
des SGB II eine wirksame Antragstellung formfrei möglich ist (vgl. ebs. Schoch, in: LPK-
SGB II, § 37, Rn. 10 m.Nw. aus der Rechtsprechung des BSG)
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland
Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06
IBAN: DE95 3705 0198 1900 0573 06
BIC: COLSDE33XXX

Bitte beachten: Telefonate, PNs, E-Mails mit dem Erwerbslosen Forum Deutschland
Martin Behrsing ist offline  
Alt 13.12.2005, 15:44   #4
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

danke für die antworten.
so richtig schlau werde ich daraus nicht.es ist ja denkbar,das diese praxis neuerdings erlaubt ist,nur finde ich keinen hinweise darauf.bei ALGl war es bisher nicht üblich.
wenn es nicht erlaubt ist,handelt es sich um einen neuen üblen trick,den leuten ihren anspruch vorzuenthalten.
aber eines habe ich schon herausgefunden:beamte sind persönlich dafür verantwortlich,das ihr handeln den gesetzen entspricht.darauf werde ich die dame das nächste mal hinweisen.
gruss lino
lino ist offline  
Alt 13.12.2005, 15:54   #5
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

in einem beitrag von janchen hab ich das hier gefunden:

Zitat:
Der Antrag, der nach § 41 Abs. 1 Nr. 1 nachgeholt werden kann, braucht im Sozialrecht nicht förmlich gestellt zu werden. Eine § 64 VwVfG vergleichbare Vorschrift, wonach der Antrag in einem förmlichen Verwaltungsverfahren schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behörde zu stellen ist, kennt das SGB nicht. Insoweit gilt der in § 9 aufgestellte Grundsatz auch für das Antragsverfahren. Mündliche Antragstellung ist möglich; doch empfiehlt sich, um Missverständnisse auszuschließen, regelmäßig die Schriftform (vgl. auch § 60 Abs. 2 SGB I) oder die mündliche Erklärung zur Niederschrift derBehörde. Die bloße Vorsprache bei einer Behörde stellt noch keinen Antrag dar, ebenso wenig die bloße Ausgabe eines Antragsformulars. Die Erklärungen des Antragstellers sind einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärungen i.S.d. BGB.

das bedeutet,wenn ich mir nur den antrag abhole,hab ich noch keinen gestellt.
wie siehts aber aus,wenn der antrag nur gegen vorlage des personalausweises herausgegeben wird?
lino ist offline  
Alt 13.12.2005, 16:19   #6
Martin Behrsing
Redaktion
 
Benutzerbild von Martin Behrsing
 
Registriert seit: 16.06.2005
Ort: Bonn
Beiträge: 22.310
Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

so ist es. Habe ich dir aber auch in meinem Beitrag geschrieben. Selbst die mündliche Antragstellung gilt als Antrag.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland
Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06
IBAN: DE95 3705 0198 1900 0573 06
BIC: COLSDE33XXX

Bitte beachten: Telefonate, PNs, E-Mails mit dem Erwerbslosen Forum Deutschland
Martin Behrsing ist offline  
Alt 13.12.2005, 16:21   #7
bschlimme
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
wenn der antrag nur gegen vorlage des personalausweises herausgegeben wird?
Seit wann muß man für einen Antrag den Perso vorlegen. Die Anträge findet man überall im Netz und zwar ohne Perso :twisted: :twisted:
 
Alt 13.12.2005, 18:14   #8
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

http://www.erwerbslosenforum.de/down.htm <<< - Fundstellen
 
Alt 13.12.2005, 18:19   #9
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

danke martin.von dem her bin ich mir auch sicher,das ich den antrag fristgerecht gestellt habe.
es geht darum,das die mir eine frist gestellt haben,in der der schriftliche antrag eingereicht werden muss.
wo finde ich die rechtsgrundlage dazu?

1)Ast stellt am 1.jan mündlich den antrag auf ALGll.
2)Ag gibt eine frist bis zum 15.jan zum nachreichen des schriftlichen antrag.
3)Ast stellt den antrag am 1.feb
4)Ag stellt unwirksamkeit des antrags vom 1.jan wg.ablauf der in 2)gestellten frist fest,dh:der antrag gilt ab 1.feb.

die frage ist also,ob diese praxis rechtswirksam ist.wenn es diese fristen woanders nicht gibt,kann ich mich zb. auf den gleichheitsgrundsatz berufen.
beim ALGl gibt es das,soweit ich das weiss,nicht.könnte der staat ja eine menge geld sparen,wenn er das dort auch so machen würde.


[quote="bschlimme"][quote]Seit wann muß man für einen Antrag den Perso vorlegen. quote]

das ist korrekt so.nach SGB müssen die anträge auf ALG "persönlich" gestellt werden.deswegen der ausweis.
lino ist offline  
Alt 13.12.2005, 18:34   #10
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Der Antrag auf Leistungen hat konstitutive Wirkung, so dass Leistungen erst ab Antragstellung zustehen. Die bloße Kenntnis der Agentur für Arbeit von der Hilfebedürftigkeit einer Person reicht in diesem Fall - anders als im Sozialhilferecht - nicht aus. Der Antrag ist eine Willenserklärung. Mangels spezialgesetzlicher Vorschriften sind die Vorschriften und Grundsätze des bürgerlichen Rechts anwendbar. Dabei ist "Antrag" jede Erklärung, durch die jemand Sozialleistungen der Arbeitslosenversicherung ganz allgemein oder eine bestimmte Sozialleistung dieses Zweigs der Sozialversicherung begehrt. Als Willenserklärung ist der Antrag nur bis zum Eintritt der Bestandskraft der Entscheidung über die Bewilligung der Leistung möglich.

Bei dem Antrag handelt es sich - ebenso wie bei § 323 SGB III - grundsätzlich nicht um eine materiell-rechtliche Anspruchsvoraussetzung. Der Antrag hat vielmehr verfahrensrechtliche Bedeutung. Ein verspäteter Antrag bewirkt damit einen zeitlich und auf die jeweiligen Einzelleistungen begrenzten Rechtsverlust.

Nicht ausdrücklich geregelt ist, wer Antragsteller sein kann. Dies ist in erster Linie der Hilfebedürftige selbst, der für sich bzw. die gesamte Bedarfsgemeinschaft nach § 38 den Antrag auf Leistungen nach dem SGB II stellt. Einen Antrag kann gemäß § 36 Abs. 1 Satz 1 SGB I i.V.m. § 7 Abs. 1 Nr. 1 SGB II nur derjenige stellen, der das 15. Lebensjahr vollendet hat. Arbeitgeber können für die in § 16 Abs. 1 Satz 1 SGB II genannten Leistungen an Arbeitgeber nach dem SGB III einen Antrag auf diesbezügliche Leistungen stellen. Unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 3 SGB II sind Träger der Leistungen nach dem SGB II berechtigt, für den Hilfebedürftige Leistungen eines anderen Trägers von Sozialleistungen zu stellen, wenn der Hilfebedürftigen trotz Aufforderung einen Antrag auf Leistungen anderer Träger (z.B. Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung) nicht stellt.

Anträge können grundsätzlich formlos gestellt werden. Der Antragsteller ist allerdings im Rahmen von §§ 60 ff. SGB I zur Mitwirkung verpflichtet. Diese Mitwirkungspflicht umfasst in der Regel auch die Benutzung eines Antragsvordrucks. § 60 Abs. 2 SGB I bestimmt, dass Antragsformulare benutzt werden sollen, soweit diese für leistungsrechtliche Angaben vorgesehen sind. Kommt der Antragsteller dieser Verpflichtung nicht nach, kann eine Leistung unter den Voraussetzungen nach § 66 SGB I versagt werden. Der Antrag auf Leistungen nach dem SGB II braucht nicht persönlich erfolgen. Möglich ist auch eine Vertretung des Antragstellers.

Der Antrag ist bei dem nach § 36 SGB II zuständigen Träger zu stellen. Er ist aber auch wirksam, wenn er bei einem unzuständigen Träger gestellt wird. Der Antrag gilt in diesem Fall zu dem Zeitpunkt beantragt, in dem er bei der nicht zuständigen Stelle eingegangen ist (§ 16 Abs. 1 Satz 2 SGB).

Mit einem Antrag sind regelmäßig alle sich aus einem Sachverhalt ergebenden und erkennbaren Ansprüche angemeldet. Der zuständige Leistungsträger ist also im Wege der Auslegung und Umdeutung des Leistungsantrages verpflichtet, alle diese Ansprüche zu prüfen. Mitunter wird es erforderlich sein, dass der Leistungsträger den Antragsteller auf eine Änderung oder Erweiterung des Antrages hinweist.

Der Zeitpunkt des Antrags ist nicht nur für die Gewährung des Arbeitslosengeldes II und der sonstigen in den §§ 19 ff. genannten Leistungen bedeutsam. Nach § 3 Abs. 2 sind erwerbsfähige Hilfebedürftige, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, unverzüglich nach Antragstellung auf Leistungen nach dem SGB II in eine Arbeit, eine Ausbildung oder eine Arbeitsgelegenheit zu vermitteln.

Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach Abs. 2 werden nicht für Zeiten vor der Antragstellung erbracht. Anders als § 324 SGB III ist nach dem SGB II eine Zulassung verspäteter Anträge nicht möglich. Ist der erwerbslose Hilfebedürftige mangels Dienstbereitschaft der Agentur für Arbeit nicht in der Lage, seinen Antrag zu stellen, wirkt der am nächsten Tag der Dienstbereitschaft gestellte Antrag auf den Tag zurück, an dem der Antrag eigentlich gestellt werden sollte. Die schlüssige Erklärung, an einem bestimmten Tag den Antrag gestellt haben zu wollen, ist in der Regel ausreichend.

;)
 
Alt 13.12.2005, 21:40   #11
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

danke janchen.dann wirds wohl bei ALGll eine andere regelung geben.
werde widerspruch einlegen und die antwort hier dann posten.
gruss lino

PS.:an dieser SBin hätte loriot seine helle freude gehabt.
lino ist offline  
Alt 13.12.2005, 22:39   #12
Janchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
dann wirds wohl bei ALGll eine andere regelung geben.
Das ist ALG II :!:
 
Alt 14.12.2005, 00:40   #13
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Zitat von Janchen

Das ist ALG II :!:
na ja,solange es solche abzocker wie clement,schröder und berger gibt,brauch ich jedenfall kein schlechtes gewissen wegen der leistungen zu haben.
und:erstmal abwarten,ob das auch rechtmässig ist.die gerichte sind ja nicht das erstemal anderer meinung.
gruss lino
lino ist offline  
Alt 15.12.2005, 12:53   #14
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

sie berufen sich tatsächlich hierauf:
Der Antragsteller ist allerdings im Rahmen von §§ 60 ff. SGB I zur Mitwirkung verpflichtet.
na ja,mal sehen,was sich machen lässt.
gruss lino
lino ist offline  
Alt 15.12.2005, 13:19   #15
narssner->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 01.11.2005
Beiträge: 150
narssner
Standard ab Antragstellung nicht ab Abgabe der Formulare

gilt ab Antrag, nicht ab Abgabefrist. Die Abgabefrist wird erst dann brenzlig, wenn ein Schreiben kommt, wenn Sie den Antrag nicht bis zum soundso abgeben, kommen Sie Ihrer Mitwirkungspflicht nach 60 und weiter nicht nach. Und dann kann Ihnen die Leistung versagt werden.
Aber so weit ist es gar nicht gekommen, falls ich die Anfrage richtig verstanden haben sollte.
einen freundlichen Gruß
narssner
narssner ist offline  
Alt 16.12.2005, 01:28   #16
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

hallo narssner,
ich würde sagen jein.
sie haben eine frist von 14 tagen gesetzt,in denen ich den schriftlichen antrag einreichen soll.
die rechtsfolgebelehrung nach §60 SGBl unter dem hinweis auf die mitwirkungspflicht haben sie weggelassen.
beim ALG l gabs diese frist nicht.ich bin davon ausgegangen,das sie das zum beweis machen,damit ihnen niemand verschleppung vorwerfen kann.

interessant wäre es,wie das woanders gehandhabt wird(hier AA detmold),da solche fristen ja festgelegt sein müssen.abgesehen davon hätte ich den antrag später stellen können,insofern bleibt die frage,ob die frist nicht erst ab dem tag des anspruchs gilt.

freundlich grüsse lino
lino ist offline  
Alt 16.12.2005, 03:57   #17
Curt The Cat
Redaktion
 
Benutzerbild von Curt The Cat
 
Registriert seit: 18.06.2005
Ort: in der Stadt mit x
Beiträge: 7.124
Curt The Cat EnagagiertCurt The Cat EnagagiertCurt The Cat EnagagiertCurt The Cat EnagagiertCurt The Cat EnagagiertCurt The Cat EnagagiertCurt The Cat EnagagiertCurt The Cat EnagagiertCurt The Cat EnagagiertCurt The Cat EnagagiertCurt The Cat Enagagiert
Standard

Zitat von Janchen
Der Antrag auf Leistungen hat konstitutive Wirkung, so dass Leistungen erst ab Antragstellung zustehen. Die bloße Kenntnis der Agentur für Arbeit von der Hilfebedürftigkeit einer Person reicht in diesem Fall - anders als im Sozialhilferecht - nicht aus. Der Antrag ist eine Willenserklärung. Mangels spezialgesetzlicher Vorschriften sind die Vorschriften und Grundsätze des bürgerlichen Rechts anwendbar. Dabei ist "Antrag" jede Erklärung, durch die jemand Sozialleistungen der Arbeitslosenversicherung ganz allgemein oder eine bestimmte Sozialleistung dieses Zweigs der Sozialversicherung begehrt. Als Willenserklärung ist der Antrag nur bis zum Eintritt der Bestandskraft der Entscheidung über die Bewilligung der Leistung möglich.

Bei dem Antrag handelt es sich - ebenso wie bei § 323 SGB III - grundsätzlich nicht um eine materiell-rechtliche Anspruchsvoraussetzung. Der Antrag hat vielmehr verfahrensrechtliche Bedeutung. Ein verspäteter Antrag bewirkt damit einen zeitlich und auf die jeweiligen Einzelleistungen begrenzten Rechtsverlust.

Nicht ausdrücklich geregelt ist, wer Antragsteller sein kann. Dies ist in erster Linie der Hilfebedürftige selbst, der für sich bzw. die gesamte Bedarfsgemeinschaft nach § 38 den Antrag auf Leistungen nach dem SGB II stellt. Einen Antrag kann gemäß § 36 Abs. 1 Satz 1 SGB I i.V.m. § 7 Abs. 1 Nr. 1 SGB II nur derjenige stellen, der das 15. Lebensjahr vollendet hat. Arbeitgeber können für die in § 16 Abs. 1 Satz 1 SGB II genannten Leistungen an Arbeitgeber nach dem SGB III einen Antrag auf diesbezügliche Leistungen stellen. Unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 3 SGB II sind Träger der Leistungen nach dem SGB II berechtigt, für den Hilfebedürftige Leistungen eines anderen Trägers von Sozialleistungen zu stellen, wenn der Hilfebedürftigen trotz Aufforderung einen Antrag auf Leistungen anderer Träger (z.B. Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung) nicht stellt.

Anträge können grundsätzlich formlos gestellt werden. Der Antragsteller ist allerdings im Rahmen von §§ 60 ff. SGB I zur Mitwirkung verpflichtet. Diese Mitwirkungspflicht umfasst in der Regel auch die Benutzung eines Antragsvordrucks. § 60 Abs. 2 SGB I bestimmt, dass Antragsformulare benutzt werden sollen, soweit diese für leistungsrechtliche Angaben vorgesehen sind. Kommt der Antragsteller dieser Verpflichtung nicht nach, kann eine Leistung unter den Voraussetzungen nach § 66 SGB I versagt werden. Der Antrag auf Leistungen nach dem SGB II braucht nicht persönlich erfolgen. Möglich ist auch eine Vertretung des Antragstellers.

Der Antrag ist bei dem nach § 36 SGB II zuständigen Träger zu stellen. Er ist aber auch wirksam, wenn er bei einem unzuständigen Träger gestellt wird. Der Antrag gilt in diesem Fall zu dem Zeitpunkt beantragt, in dem er bei der nicht zuständigen Stelle eingegangen ist (§ 16 Abs. 1 Satz 2 SGB).

Mit einem Antrag sind regelmäßig alle sich aus einem Sachverhalt ergebenden und erkennbaren Ansprüche angemeldet. Der zuständige Leistungsträger ist also im Wege der Auslegung und Umdeutung des Leistungsantrages verpflichtet, alle diese Ansprüche zu prüfen. Mitunter wird es erforderlich sein, dass der Leistungsträger den Antragsteller auf eine Änderung oder Erweiterung des Antrages hinweist.

Der Zeitpunkt des Antrags ist nicht nur für die Gewährung des Arbeitslosengeldes II und der sonstigen in den §§ 19 ff. genannten Leistungen bedeutsam. Nach § 3 Abs. 2 sind erwerbsfähige Hilfebedürftige, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, unverzüglich nach Antragstellung auf Leistungen nach dem SGB II in eine Arbeit, eine Ausbildung oder eine Arbeitsgelegenheit zu vermitteln.

Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach Abs. 2 werden nicht für Zeiten vor der Antragstellung erbracht. Anders als § 324 SGB III ist nach dem SGB II eine Zulassung verspäteter Anträge nicht möglich. Ist der erwerbslose Hilfebedürftige mangels Dienstbereitschaft der Agentur für Arbeit nicht in der Lage, seinen Antrag zu stellen, wirkt der am nächsten Tag der Dienstbereitschaft gestellte Antrag auf den Tag zurück, an dem der Antrag eigentlich gestellt werden sollte. Die schlüssige Erklärung, an einem bestimmten Tag den Antrag gestellt haben zu wollen, ist in der Regel ausreichend.

;)
Mann Janchen, wie ziehst Du immer so schnell solche Statements aus dem Ärmel. Ich brauch ja zum lesen ja schon länger als Du zum schreiben... :x
__

Beste Grüße aus der Stadt mit x
von
Curt The Cat


-------------------------------
Alle meine Beiträge und Antworten entspringen meiner pers. Meinung und Erfahrung, stellen daher keinerlei Rechtsberatung dar !
______________________________________________

An alle iOS- & Androidkrieger - Bitte formuliert aussagefähige Sätze!

"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht" - Bertold Brecht ... deshalb
WIDERSTAND!!!

Spendenkonto: Trägerverein Erwerbslosen Forum Deutschland, Sparkasse Bonn, IBAN: DE95 3705 0198 1900 0573 06, BIC: COLSDE33XXX
Curt The Cat ist offline  
Alt 16.12.2005, 21:09   #18
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

@Curt The Cat:was sollen denn solche nonsensbeiträge wie deiner bringen?also nur einen gesetzestext kopieren,den jemand anderes schon genauso veröffentlicht hat?
ich dachte,in diesem forum gehts darum,erfahrungen auszutauschen.
könnte ja sein,das zb. andere ARGEn anders verfahren,und vielleicht wäre das nicht gesetzeskonform.
lino ist offline  
Alt 26.01.2006, 02:17   #19
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

SGBI:
§ 66
Folgen fehlender Mitwirkung
(1)
(2)
(3) Sozialleistungen dürfen wegen fehlender Mitwirkung nur versagt oder entzogen werden, nachdem der Leistungsberechtigte auf diese Folge schriftlich hingewiesen worden ist und seiner Mitwirkungspflicht nicht innerhalb einer ihm gesetzten angemessenen Frist nachgekommen ist.

tja,wissen muss man es nur.....
lino ist offline  
Alt 04.04.2006, 22:18   #20
lino
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 12.12.2005
Beiträge: 57
lino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Hab mein Geld bekommen.
Gruss lino
lino ist offline  
Thema geschlossen

Stichwortsuche
frist, abgabe, schriftlichen, antrags, rechtens

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Frist zur Abgabe einer Wohnungskündigung Richardsch KDU - Miete / Untermiete 23 11.06.2008 10:53
Dauer eines antrags Acacia ALG II 6 24.05.2007 21:30
Datumsänderung des Antrags durch ARG Mitarbeiter MaPe ALG II 5 29.09.2006 03:22
Weigerung der ARGE zur schriftlichen Auskunft - [GELÖST] poldibaer ALG II 24 10.11.2005 08:25
Herausgabe des ALG 2 Antrags wird von der ARGE verweigert ! Peter Ritsche ALG II 7 13.07.2005 15:06


Es ist jetzt 19:00 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland