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Start > > -> Zwangstherapie bei Alkoholismus?

Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


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Alt 01.03.2007, 18:22   #26
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
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Zitat von Ludwigsburg Beitrag anzeigen
Deine Website werd ich mir mal anschauen...
aber wie soll das gehen: Sanktion, wenn nicht thrapiebereit. Dann Therapieversuch, Abbruch... und wann steht der Süchtige ohne jede Hilfe da?

Wer trägt die Schuld, wenn der Alkoholiker im Winter erfriert, weil man ihm seine Wohnung wegsanktioniert hat?

Wenn der Druck aus der Familie nichts bewirkt hat, warum sollte die ARGE mehr erreichen können?

Wenn die ARGE mit Druck was erreichen will, dann hilft wohl nur Zwangseinweisung für längere Zeit in eine Geschlossene nur für Alkoholiker, (wo man wirklich nicht an Alkohol dran kommt - aber das wär ja Freiheitsberaubung) aber die Wohnung müßte erhalten bleiben!
Darf ich dir einen anderen Ansatz empfehlen ? Ziel der ARGE ist es nicht, Arbeit zu vermitteln, oder einen Kranken gesund zu bekommen - die einzige Zielsetzung die ich bisher feststellen konnte, ist die Arbeitslosenzahlen zu senken, auf Teufel komm raus.

Ist ein ALGIIer auf Therapie, dann ist er "krank" und nicht mehr "arbeitslos" und schon sinkt die Arbeitslosenzahl wieder. Bricht er die Therapie ab oder bekommt 100% Kürzung (hört sich sogar noch nach Spende an), dann gilt er nicht mehr als arbeitslos - auch wenn er arbeitslos ist.
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
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Alt 01.03.2007, 23:38   #27
Ludwigsburg
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Zitat von Bruno1st Beitrag anzeigen
Darf ich dir einen anderen Ansatz empfehlen ? Ziel der ARGE ist es nicht, Arbeit zu vermitteln, oder einen Kranken gesund zu bekommen - die einzige Zielsetzung die ich bisher feststellen konnte, ist die Arbeitslosenzahlen zu senken, auf Teufel komm raus.

Ist ein ALGIIer auf Therapie, dann ist er "krank" und nicht mehr "arbeitslos" und schon sinkt die Arbeitslosenzahl wieder. Bricht er die Therapie ab oder bekommt 100% Kürzung (hört sich sogar noch nach Spende an), dann gilt er nicht mehr als arbeitslos - auch wenn er arbeitslos ist.
Das ist mir absolut klar...aber Martin hatte geschrieben daß man mit Druck durchaus etwas erreichen kann, und deshalb die Diskussion ob das so ist oder nicht.
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Alt 01.03.2007, 23:44   #28
Kaleika
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Ich finde es ganz furchtbar, wenn bei Krankheit - ja Alkoholismus ist auch eine Krankheit - mit Druck und Zwang reagiert wird!
Was erdreisten sich mache, dass sie DEN RICHTIGEN WEG wüssten!
Ich muss daran denken, wie ich vor 12 Jahren mit einem schweren Bandscheibenvorfall über Wochen im Krankenhaus lag und alle Ärzte versuchten, mich von einer Operation zu überzeugen. Ich habe aus Angst vor einer OP und Kenntnis von ärztlichen Arbeitsbedingungen, schwierigen Heilungsverläufen NICHT nachgegeben und bin heute noch froh darüber. Denn ich bin mit Alexandertechnik sehr viel weiter gekommen, sensibler bis beschwerdelos geworden. Ich kenne so einige Menschen, denen es nach einer solchen OP hinterher schlechter ging als vorher.
O.K. Klar ist das ein anderes Thema, aber ich spreche es an wegen dem Zwang, dass andere einen zwingen könnte, dürfte, zu wissen was ich zu tun hätte...
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Alt 01.03.2007, 23:55   #29
Ludwigsburg
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Ich finde es ganz furchtbar, wenn bei Krankheit - ja Alkoholismus ist auch eine Krankheit - mit Druck und Zwang reagiert wird!
Was erdreisten sich mache, dass sie DEN RICHTIGEN WEG wüssten!
Ich muss daran denken, wie ich vor 12 Jahren mit einem schweren Bandscheibenvorfall über Wochen im Krankenhaus lag und alle Ärzte versuchten, mich von einer Operation zu überzeugen. Ich habe aus Angst vor einer OP und Kenntnis von ärztlichen Arbeitsbedingungen, schwierigen Heilungsverläufen NICHT nachgegeben und bin heute noch froh darüber. Denn ich bin mit Alexandertechnik sehr viel weiter gekommen, sensibler bis beschwerdelos geworden. Ich kenne so einige Menschen, denen es nach einer solchen OP hinterher schlechter ging als vorher.
O.K. Klar ist das ein anderes Thema, aber ich spreche es an wegen dem Zwang, dass andere einen zwingen könnte, dürfte, zu wissen was ich zu tun hätte...
Kaleika, das it kein anderes Thema, denn ob Drogensucht oder Bandscheibenvorfall, es wird erwartet, daß man alles tut, um seine Arbeitsfähigkeit wieder her zu stellen. Dazu kann durchaus auch eine Bandscheiben OP gehören...
vor so ein Problem kann jeder Arbeitslose gestellt werden, der erkrankt ist und zum med. Dienst muß...
die werden wohl ihre Vorstellungen haben, was für eine Behandlung angebracht ist - und das kann schnell etwas anderes sein als man selbst vorhat.

Und schon kommt die Sanktionsandrohung...
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Alt 02.03.2007, 00:12   #30
Kaleika
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Also ich finde, dass ich meine Arbeitsfähigkeit selber duch meine OP-Verweigerung und die Alexandertechnik ganz wunderbar wieder hergestellt habe!!!!
Vielleicht wäre es mir nach einer erzwungenen OP schlechter als zuvor gegangen. (Eine meiner Schwestern ist Chirurgin...)
Was mich aber immer noch so stört ist die Tatsache, einfach gezwungen werden zu können.. -obwohl ich es doch am besten weiß, was ich brauche!
Aber, wenn bei "Verweigerung" der Behandlung Kürzungen erfolgen, dann wid es schwer, den eigenen Weg durchzuhalten!
Furchtbar ist dabei die Entmündigung, dass andere mir als Erwachsene allen Ernstes vorschreiben dürfen, wie ich mich zu behandeln lassen hätte.
Tsssss - neeee, nix da. Ich bin keine Juristin, weiß aber, dass es ein Gesetz gibt, das besagt, dass ich nicht zu einer Behandlung gezwungen werden kann, wenn sie mir schaden kann oder so , also, dass nicht nachgewiesen ist, dass meine körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt werden könnte.
Kaleika
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Alt 02.03.2007, 01:04   #31
Arania->Emailproblem
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Zu einer OP kann niemand gezwungen werden, dabei geht es immer um einen Eingriff der ein tödliches Risiko hat, da würde jeder Zwang vor Gericht abgeschmettert werden
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Alt 02.03.2007, 07:46   #32
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Bruno1st
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Zitat von Ludwigsburg Beitrag anzeigen
Kaleika, das it kein anderes Thema, denn ob Drogensucht oder Bandscheibenvorfall, es wird erwartet, daß man alles tut, um seine Arbeitsfähigkeit wieder her zu stellen. Dazu kann durchaus auch eine Bandscheiben OP gehören...
vor so ein Problem kann jeder Arbeitslose gestellt werden, der erkrankt ist und zum med. Dienst muß...
die werden wohl ihre Vorstellungen haben, was für eine Behandlung angebracht ist - und das kann schnell etwas anderes sein als man selbst vorhat.

Und schon kommt die Sanktionsandrohung...
aber nicht immer - manchmal wollen die von erkennbaren Krankheiten gar nichts wissen - bei mir gab es nun zwar eine Eingliederungsvereinbarung (arbeitslos seit 01.04. 2005), aber ich habe dann daraufhin so geantwortet :

Zitat:
Vermisst habe ich neben der umfassenden Information auch die Klärung der Einsetzbarkeit. Denn die bestehenden Gesundheitsprobleme sind bis heute nicht untersucht worden, obwohl zwei sofort erkennbar sind. Oder möchte sich die Arge ein Türchen für den angebotenen, sofortigen Einsatz bei der Bachreinigung offen halten ?
http://www.bruno-schillinger.de/hartz4/egv01.htm (ganz unten)


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Alt 02.03.2007, 09:18   #33
Xaninchen->Emailproblem
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Xaninchen
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Sorry, aber ihr verkennt da etwas, meiner Meinung nach.
Natürlich kann niemand gezwungen werden.
Wenn ich ein Alkoholproblem habe, und mein AG mich deswegen kündigt, dann kann ich weiter trinken, so lange und so viel ich will. Ich muß halt "nur" mit der Konsequenz leben, dass ich nun keinen Job mehr habe.
Ich kann jedes Gesprächs- und Therapieangebot, egal woher es kommt, ablehnen. Ich "MUß" halt nur mit der Konsequenz leben. Und ja, ich seh es so, der Klient entscheidet, was für ihn das beste ist. Er kennt die Konsequenzen und kann diese abwegen. ER /SIE gibt das Ziel vor, nicht ich. Aber, er/ sie muß auch die Konsequenzen aus dem Handeln tragen.
Er / sie weiß, dass wenn er/ sie nicht dazu beiträgt, dass die Arbeitskraft wieder hergestellt wird (und so würde es hier definitiv zu Bewerten sein), dieses mit Sanktionen belegt wird. in dem Fall warscheinlich Kürzung der Leistungen.
Und ja, ich seh schon die bösen Blicke, die ich nun ernte, aber...
ich KENN Alkoholismus seit meiner frühesten Kindheit und ja, ich habe mich auch professionell mit dem Thema auseinander gesetzt. Ja, ich weiß, dass es eine KRANKHEIT ist, und dennoch bleib ich dabei, dass der/ die Erkrankte sich fast immer der Konsequenzen bewust ist. Wenn auch nicht immer in genau dem Moment, aber dannach auf jeden Fall! (nächsten Morgen, usw!)
Xaninchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.03.2007, 15:36   #34
münchnerkindl->Emailproblem
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Zitat von Kaleika Beitrag anzeigen
Also ich finde, dass ich meine Arbeitsfähigkeit selber duch meine OP-Verweigerung und die Alexandertechnik ganz wunderbar wieder hergestellt habe!!!!
Vielleicht wäre es mir nach einer erzwungenen OP schlechter als zuvor gegangen. (Eine meiner Schwestern ist Chirurgin...)
Was mich aber immer noch so stört ist die Tatsache, einfach gezwungen werden zu können.. -obwohl ich es doch am besten weiß, was ich brauche!
Aber, wenn bei "Verweigerung" der Behandlung Kürzungen erfolgen, dann wid es schwer, den eigenen Weg durchzuhalten!
Furchtbar ist dabei die Entmündigung, dass andere mir als Erwachsene allen Ernstes vorschreiben dürfen, wie ich mich zu behandeln lassen hätte.
Tsssss - neeee, nix da. Ich bin keine Juristin, weiß aber, dass es ein Gesetz gibt, das besagt, dass ich nicht zu einer Behandlung gezwungen werden kann, wenn sie mir schaden kann oder so , also, dass nicht nachgewiesen ist, dass meine körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt werden könnte.
Kaleika
Ich kenne eine Frau die durch Morbus Bechterev schwer Behindert ist, das eigentlich schon seit langem operiert gehört. Sie bekommt keine Rente wegen ihrer schweren Behinderung, weil davon ausgegangen wird daß sich ihr Zustand bessern würde wenn sie operiert wird.
Sie erhält weiter Sozialhilfe und ihr wurde keine Kürzung angedroht wenn sie diese Operation nicht durchführen lässt.
münchnerkindl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.03.2007, 15:43   #35
münchnerkindl->Emailproblem
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Aber wenn es so einfach wäre jemanden zwangsweise zu therapieren, was würde das bedeuten?

Daß jeder durch psychische Krankheit (wie ich) eingeschränkte ist zur Einnahmen von Psychopharmaka oder Klinikaufenthalten zwangsverpflichtet werden kann?

Daß jeder Bandscheiben, Hüftgelenks etc orthopädische Patient zu Operationen gezwungen werden kann?

Und so weiter? Und wenn ich die Behandlung, aus welchen Gründen auch immer, gegen die Empfehlung der Ärzte abbreche?

Kürzung der Leistungen?
münchnerkindl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.03.2007, 16:44   #36
Rounddancer
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Nun, ich kenn das mit der Zwangstherapie ja vom Fall meiner damaligen amerikanischen Verlobten. Sie mußte, um vom Staat Essenmarken und Wohnung zu bekommen, einen Sucht-Test machen. Der Test ergab: Sie muß in Alkoholtherapie, das war zweimal/Woche Therapie, und dazu die aktive Teilnahme an einer Alkoholiker-Selbsthilfegruppe. Und die nur, weil sie im Test auf Fragen geantwortet hatte, daß ihr Vater Alkoholiker war (sie selbst war kein Alkoholiker).

Heinz
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Alt 02.03.2007, 16:54   #37
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Zitat von münchnerkindl Beitrag anzeigen
Ich kenne eine Frau die durch Morbus Bechterev schwer Behindert ist, das eigentlich schon seit langem operiert gehört. Sie bekommt keine Rente wegen ihrer schweren Behinderung, weil davon ausgegangen wird daß sich ihr Zustand bessern würde wenn sie operiert wird.
Sie erhält weiter Sozialhilfe und ihr wurde keine Kürzung angedroht wenn sie diese Operation nicht durchführen lässt.

das markierte, ist das wirklich deine Meinung?

Ich denke, ob man "operert gehört" kann man nur selbst entscheiden, 2 Ärzte, 3 Meinungen...(ist nicht auf meinem Mist gewachsen, hat mir vor kurzem erst ein Kiefernchirurg gesagt, dem ich gesagt hab, daß ich bei 2 Ärzten mit unterschiedlicher Meinung war...und unsicher)
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Alt 02.03.2007, 17:00   #38
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Zitat von münchnerkindl Beitrag anzeigen
Aber wenn es so einfach wäre jemanden zwangsweise zu therapieren, was würde das bedeuten?

Daß jeder durch psychische Krankheit (wie ich) eingeschränkte ist zur Einnahmen von Psychopharmaka oder Klinikaufenthalten zwangsverpflichtet werden kann?

Daß jeder Bandscheiben, Hüftgelenks etc orthopädische Patient zu Operationen gezwungen werden kann?

Und so weiter? Und wenn ich die Behandlung, aus welchen Gründen auch immer, gegen die Empfehlung der Ärzte abbreche?

Kürzung der Leistungen?
Du wirst immer die Antwort bekommen: zwingen kann dich niemand...

aber was sind Sanktionen sonst?

Ohne Geld - was bleibt einem groß übrig, als den Aufforderungen nach zu kommen?
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Alt 02.03.2007, 19:35   #39
gelibeh
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Xaninchen. Das was Du geschrieben hast trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt.

Ich glaube, Suchtkranke und körperlich Kranke zu vergleichen geht nicht. Einem körperlich Kranken würde ich immer unterstützen, damit es ihm besser geht.

Ein Suchtkranker bekäme von mir einen Tritt in den Hintern. Bin gerade in der Situation, dass ein guter Freund einen Rückfall hat und natürlich mit seinem Geld nicht klar kommt. Habe einen Minijob und bin deshalb über den 345. Nun versucht er micht anzupumpen. Was meint Ihr, wie hart das ist nein zu sagen. Aber nur so kann ich ihm helfen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 04.03.2007, 03:18   #40
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Revolver
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Ich denke das geht. Es gibt doch so ein gesetz, wenn mann eine gefahr für sich selbst ist ODER andere, kann mann zwangs therapiert werden.

Da er ja einen Sozial arbeiter oder ähnliches hat, kann der so etwas glaube ich, beim gesundheitsamt beantragen, ohne den süchtigen zu fragen.

Aber mal im ernst, wenn er ein freund ist, freu dich wenn er trocken wieder kommt , und hilf ihm lieber, trocken zu bleiben, anstatt von der selbstbestimmung des lebens und des todes zu reden.

erlich, der mann hat es scheinbar sehr schwierig gehabt, mit 2x krebs und einer kaputten leber plus einer sucht.

Ich würde bei meinen freunden versuchen zu stärken und zu motivieren weiter trocken zu bleiben und mehr auf die gesundheit zu achten.

Ich weiß wie schwioerig so etwas sein kann, weil den süchtigen ja immer wieder ein guter grund einfällt, alkohol oder hero zu nehmen.

Vielen fehlt einfach ein gesundes umfeld. wenn so ein alki oder junkie nach seinen entzug wieder in die alten trink oder drogen kreise kommt.

Ich habe und hatte mehrer süchtige in meiner family, alkohol, und polytoxi komane.

einige sind gestorben an ihrem alkohol, und glaube mir es das es kein schöner anblick ist, einen menschen sterben zu sehen, desen leber nicht mehr geht.

Vor kurzen ist er jemand aus meiner family an herz und atem stillstand wegen OPIUM gestorben. 2 wochen vorher war sie beim onkel dok und hat nen komplett check durch führen lassen. Der Artz sagte sie sei gesund.
Trozdem tot.

Ich wäre mal nicht so feige und eifersüchtig und würde deinen kumpel mal viel glück und erfolg wünschen und dich freuen, wenn er trocken daraus kommt.

gruß

Revolver
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Alt 04.03.2007, 05:08   #41
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Es ging mir eigentlich um "wehret den Anfängen", Ich habe auch ein "Alkoholproblem" aber wenn ich einen Job habe oder funktionieren muß
d.h. meine Frau ist im Krankenhaus und Heinrich muß zur Schule, Mittagessen usw. bin ich schlagartig nüchtern und bleibe es auch. Ich habe einige Qualifikationen die sämmtliche 10 Finger erfordern, nun leide ich aber an einem
Sulkus Ulnaris Syndrom d.h. der kleine und Ringfinger sind vertäubt. Kann man ganz einfach durch ne OP beheben und dann könnte ich wieder perfekt Querflöte spielen, Zehnfinger Tastatur betätigen usw. die OP kann aber auch
daneben gehn und was dann? 4 Steife Finger? Und irgend son SB hat das Recht mir zu sagen was ich zu tun hab? Der Job diese A....lochs ist mir eine Arbeit zu besorgen, von der ich leben kann. Mit 51 ? na dann viel Spaß und das weiß der selber. Also gibt er sein Möglichstes mich aus der Statistik raus zu bringen oder wenigstens an mir zu sparen, bringt wieder mal ein paar Bonuspunkte auf der Karriereleiter. Zum Thema Arbeitsfähigkeit: durch einen aus einem Gelegeheitsjob, leider nicht dokumentiert, entstandenen Arbeitsunfall habe ich durch Narbenzug auf dem linken Auge einen Astigmatismus der nur noch 4% ohne und 9% mit Brille zu lässt. Eine OP könnte die beheben.
Kosten 2400 wird von der Barmer nicht getragen. Als Einäugiger darf man nicht LKW fahren! Ich habe Klasse II! Mein Exchef würd mich glatt wieder nehmen wenn ich den Auflieger nicht einmal die Woche wegen nicht vorhandenen 3D-Sehens gegen die Wand drücken würde. Antwort des SB
man muß sich seinen Lebensunterhalt nicht mit LKW-Fahren verdienen.
Mich stört an dieser ganzen Exkrement nur die zynische Abzocke die da gefahren wird.

Gruß

Clint
__

Stellt endlich das Dummschwätzen von "Hinterbänklern" unter Strafe.
Eigentlich sollte hier was über die FDP und ihre Wichtigkeit für die BRD stehen.
Lieber was von Armin Rohde: Die Jobs, um die Die sich drücken, gibts garnicht!
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Alt 04.03.2007, 06:51   #42
Rounddancer
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Ausrufezeichen

Clint,
nun, wenn die Reparatur Deines Sehvermögens so reel machbar ist, wie wäre es, und Deine Kasse die Deckung wirklich ablehnt (und nicht nur der einzig befragte Augenarzt das so gesagt hat, weil er erhofft, das Dir als I.G.E.L teurer andrehen zu können), wie wäre es, wenn Du dann -und gerade im Hinblick darauf, daß Dich Dein Chef nach der OP wieder nähme, gezielt die Öffentlichkeit suchtest?
Mittelfristig, um in der Weihnachtszeit, wenn die Redaktionen der Zeitungen Schicksale vorstellen, um für sie Spenden zu sammeln.

Kurzfristig, um vielleicht davor schon Hilfe zu bekommen, damit Du möglichst bald wieder sinnvolle Arbeit bekommen kannst.
Kurzfristig wäre z.B., wenn Du Dich mit Deiner Situation an die "Fliege-Stiftung" wendetest, http://www.stiftung-fliege.de/, die hilft Menschen in Notlagen.
Falls die nicht anspringen sollte, dann bleibt immer noch z.B. "BILD kämpft für Sie!", bei der BILD-Redaktion,- auch die konnte schon vielen Menschen helfen.

Und natürlich, weil es ja eigentlich eine Sauerei ist, daß Dir die OP durch die Kasse verweigert wird, die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, die im Gesundheitsministerium sitzt. Denn gerade dieses Ministerium behauptet ja immer, jedermann bekäme trotz "Gesundheitsreform" die notwendige Therapie.

Aber: Parallel dazu würde ich an Deiner Stelle Dein Alkoholproblem angehen,- freiwillig. Das bringt Dir persönlichen Auftrieb beim Selbstwertgefühl,- entlastet die Menschen in Deinem Umfeld (die da stets Gefahr laufen, in co-depency zu fallen, also ko-abhängig zu werden, es möglicherweise schon sind) ,- und stärkt Deine Position als Hilfe- und Arbeitsuchender.

Kämpfe, schreib Dich nicht ab,- egal, was Dein FM oder SB sagt und wie er es sagt,- auch nicht mit 51.

Der Herr sei mit Dir!

Heinz
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Alt 04.03.2007, 13:10   #43
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Zitat von Clint Beitrag anzeigen
Eine OP könnte die beheben.
Kosten 2400 wird von der Barmer nicht getragen. Als Einäugiger darf man nicht LKW fahren! Ich habe Klasse II! Mein Exchef würd mich glatt wieder nehmen wenn ich den Auflieger nicht einmal die Woche wegen nicht vorhandenen 3D-Sehens gegen die Wand drücken würde. Antwort des SB
man muß sich seinen Lebensunterhalt nicht mit LKW-Fahren verdienen.
Mich stört an dieser ganzen Exkrement nur die zynische Abzocke die da gefahren wird.

Gruß

Clint
Du, ich war letzte Woche auf der AOK, hab 2 Anträge gestellt, einen auf Kostenübernahme einer Op, die laut Chirurg und AOK nicht mehr übernommen wird, selbst wenn sie medizinisch notwendig ist... und das bei einem Kind!

Und ich hab die Kostenübernahme für eine Impfung meiner Tochter beantragt, die man mit 500 € vorfinanzieren soll... nicht machbar für einen ALG II Empfänger... und direkte Abrechnung mit der Kasse nicht möglich, heß es auch bei der Kasse!

Inzwishen habe ich hier eine Kostenübernahmeerklärung für die OP liegen, und die Impfung kann zwar nicht direkt abgerechnet werden, aber ich muß nur für wenige Tage das Geld für jeweils eine Spritze auslegen... wird am selben Tag wieder an mich zurüpcküberwiesen, wo ich den beleg bringe.

Geht doch!!!

Man darf sich nichts gefallen lassen, wenn die merken, daß man kämpft, gibts oft doch Möglichkeiten...

und in deinem Fall würd ich um die Augen OP kämpfen... allerdings brauchst dafür sicher eine chriftliche Bestätigung des Arbeitgebers, daß er dich einstellt, wenn du die in einer bestimmten Zeit machen läßt
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Alt 04.03.2007, 15:12   #44
RobertKS->Emailproblem
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RobertKS
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Hallo zusammen,

also ich kann hier der Meinung von Martin nur zustimmen, da ich die Problematik bei Suchterkrankungen ebenso kenne wie er, denn ich hab in den 80er Jahren - in einem s.g. freiwilligen sozialen Jahr - als Streetworker gearbeitet, mit Schwerpunkt Obdachlosigkeit und Sucht, und weiß, das man manchmal Druck erzeugen muss, um die Betroffenen dazu zu bewegen etwas gegen ihr Sucht, gegen Ihr Problem zu tun.In Fällen wo eine akute Gesundheitsgefährdung besteht, muss es manchmal auch eine Zwangseinweisung sein.Ob es was nutzt weiß man voher nie, aber es gibt immer wieder Fälle, wos den Druck braucht, ehe die Leute begreifen was Sache ist, leider.
Der eigene Wille der Betroffenen spielt bei der Therapierung natürlich eine große Rolle, aber es bedarf häufig sehr viel Überzeugungsarbeit, und manchmal muss man auch soweit gehen, den Leuten vor Augen zu führen, wo sie enden werden, wenn sie nicht bereit sind was zu ändern, und unbeeindruckt ihren Trott weiterleben.

Gruß Robert ;)
__

"Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum"

Alle von mir gemachten Aussagen sind ausschließlich meine persönliche Meinung
und stellen keine Rechtsberatung dar.
RobertKS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2007, 05:19   #45
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Clint
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Der eigene Wille der Betroffenen spielt bei der Therapierung natürlich eine große Rolle, aber es bedarf häufig sehr viel Überzeugungsarbeit, und manchmal muss man auch soweit gehen, den Leuten vor Augen zu führen, wo sie enden werden, wenn sie nicht bereit sind was zu ändern, und unbeeindruckt ihren Trott weiterleben.

Is ja alles schön und gut. Saufe auf Grund von Depressionen. Was hilft mir ne
Therapie wenn ich nachher immer noch keinen Job habe, mein Motorrad in der Garage meines Schwiegervaters steht und man sie in 2 Tagen zusammen schrauben könnte aber das Geld für den Unterhalt fehlt?
Naja meine Frau ist mittlerweile meine Schwester und davon hab ich schon 2 echte. Aber wie sagte Dame Edna: I´ve some needs. Aber mit Liese hat man wenigstens wen zum reden also bleibt man da...... jaja alles was für nen Psycho, hab ich auch schon probiert, anbei auch nen paar Semester stukadiert, obwohl ich eigentlich Quacksalber bin, will meinen cand. med 2 Scheine vor Fertig und wie meine Leber aussieht weiß ich selber. Hab mir mein Studium in der Pathologie finanziert und wie man im Koma Hepatikum verreckt weiß ich auch. Aber ich bin zu feige aus dem Fenster zu springen und nach 6 Pullen Bier ist mir meine Armut und der Barmherzigkeits Fick 1 mal im Jahr Exkrementgal und ich bin froh eine Frau zu haben mit der man über Kant oder Hegel diskutieren kann ohne erklären zu müssen, daß Kannt nicht die Form einer Ecke ist. Und morgen Früh hat man Kopfschmerzen und Kant und Libido ist scheiß egal, und man hatte mal wieder einen Tag Auszeit aus der persöhnlichen Hölle.
Und was hat die Nüchternheit zu bieten? Ich kenn da son Lied von Torfrock
Rollos Taufe: "Man is dat toll zu leiden" Aber irgendwie bin ich kein Masochist.
Und da ich nicht die Möglichkeiten habe das Leben so zu ändern, daß es mir gefällt bleibt nur die Auszeit.
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Stellt endlich das Dummschwätzen von "Hinterbänklern" unter Strafe.
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Alt 06.03.2007, 08:54   #46
hartzhasser
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hartzhasser
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mein Bruder hatte auch ein Alkoholproblem und wurde darauf hin von der Arge aufgefordert eine Entziehungskur zu machen da ansonsten die leistungen eingestellt würden.


lg hartzhasser
__

ich bin Rentner
und das ist gut so
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Alkoholismus Beerman Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 30 05.05.2008 11:54


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