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Alt 02.12.2017, 21:32   #26
vidar
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vidar vidar vidar vidar
Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Zitat von Phoebe Beitrag anzeigen
Dadurch das ich selber Probleme mit Arbeit finden habe(zur Zeit nur minijob) werden wir auch wenn er da gut verdient wohl nicht aus dem Bezug fallen...
Irgendwie kann ich das mit eurem, dann künftigen Einkommen nicht so ganz nachvollziehen. Dein Mann arbeitet doch dann Vollzeit in der Nacht und sollte hier auch Nachtzuschläge (25%) erhalten. Dazu kommt noch dein Verdienst aus dem Minijob. An Leistungen vom JC erhält ihr (hier nur Personen bezogen, nach Abzug des Kindergelds) ca. 993,00 Euro. Zusätzlich erhält ihr noch die Kosten für die Unterkunft. Da ich nicht weiß wie hoch diese in der entsprechende Stadt/Gemeinde sind, kann ich den Wert nicht genau mit berechnen, sondern verwende einen fiktiven Betrag von 800 Euro als Wohnungsmiete. Demnach hättet ihr einen Finanzbedarf von ca. 1800 €, den ihr momentan auch wahrscheinlich vom JC bekommt.

Meinst du nicht, dass ihr diese 1800 € mit Hilfe eurer Beschäftigungen erzielen könntet. Diesen Betrag würde allein schon dein Mann verdienen wenn sein monatliches Bruttogehalt nur ca. 2500 € entsprechen würde (LST-Klasse III, Kirchensteuer, 3 Kinder). Hierzu kämen dann noch dein Verdienst aus dem Minijob sowie das Kindergeld. Es könnte also durchaus möglich sein, dass ihr euch vom JC komplett abmelden könntet.
__

(Dies ist meine persönliche Meinung und stellt keine Rechtsberatung dar)
vidar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.12.2017, 22:01   #27
Shorty78
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Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Danke für deine Aufrechnung, aber der Mindestlohn in der Branche meines Mannes(Sicherheitsgewerbe) ist nich so toll Aktuelle Tarif Vertrag sagt 9,18 bei uns hier.
sollten dann bei den Stunden um die 1500 Brutto sein. bedeutet um die 1100 in Steuerklasse 1 und rund 1170 in Steuerklasse 3 wenn ich bei den Rechnern alles richtig gemacht habe.
Mein Minijob ist auch nur begrenzt bis Ende Dezember Wheinachtsaushilfe :(
Ich bemüh mich zwar ständig wenigstens nen Minijob parat zu haben aber das klappt auch eher selten, 2016 hatt ich einen für 3 Monate und den jetzt.

Und selbst wenn Wir aus dem Bezug fallen würden hätten wir immer noch das Problem mit den Schulden. Nur mal als Beispiel: Wir wohnen zur Zeit zur Miete in einer Genossenschaft, wir bekommen nicht einmal in der Genossenschaft eine größere Wohnung durch unsere Schulden.

edit: achja Nachtzuschlag in Sachsen bei 5%

Liebe Grüße
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Alt 02.12.2017, 22:31   #28
vidar
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vidar vidar vidar vidar
Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Zitat von Phoebe Beitrag anzeigen
... hätten wir immer noch das Problem mit den Schulden.
Schon bei einer kostenlosen Schuldnerberatung gewesen? Privatinsolvenz ggf. schon beantragt? Schreibe mal im hier im Forum "SCHULDEN" über euer Finanzproblem. Dort findest du Teilnehmer, die dir vielleicht helfend zur Seite stehen könnten.
__

(Dies ist meine persönliche Meinung und stellt keine Rechtsberatung dar)
vidar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.12.2017, 22:40   #29
Shorty78
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Shorty78 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Bei der Schuldnerberatung waren wir schon ja, das kommt aber erst alles in Gang. Ist nicht ganz so einfach. Und lässt sich leider nicht von heut auf morgen, nächste Woche oder nächstes Jahr lösen.
Aber gerne schau ich auch noch mal in dem Bereich nach und lese oder schreibe gegebenfalls.

Ich danke dir auf jeden Fall für deine Bemühungen, und ehrlich, auch wenns nicht viel hilft aber ich schätze jeden Post hier auf mein Problem, zeigt mir das sich Leute die uns nicht kennen Gedanken machen. Das ist gar nicht so selbstverständlich wie einige vieleicht denken.

Liebe Grüße
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Alt 03.12.2017, 06:36   #30
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Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Zitat von Phoebe Beitrag anzeigen
edit: achja Nachtzuschlag in Sachsen bei 5%
Das ist eigentlich nicht zulässig, aber so wie du es darstellst, müßte er klagen.

Insgesamt verstehe ich dann allerdings nicht mehr, daß er partout diesen Nachtarbeiterjob haben will. Ich denke, alles zusammengenommen, hat er ausreichend Gründe, auf eine Arbeit zu bestehen, bei der er sich im normalen Tagesablauf mit dem Rest seiner Familie befindet.
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Alt 03.12.2017, 07:04   #31
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Zitat von Watch Beitrag anzeigen
Das ist eigentlich nicht zulässig, aber so wie du es darstellst, müßte er klagen.

Insgesamt verstehe ich dann allerdings nicht mehr, daß er partout diesen Nachtarbeiterjob haben will. Ich denke, alles zusammengenommen, hat er ausreichend Gründe, auf eine Arbeit zu bestehen, bei der er sich im normalen Tagesablauf mit dem Rest seiner Familie befindet.
Ich habe keine Ahnung woher Du Deine rechtlichen Einschätzungen nimmst, aber erkläre mir mal ganz einfach warum ein tariflicher Nachtzuschlag von 5% nicht zulässig ist?

Zu wenig finde ich das übrigens auch. ;-)

Tariflohne im Wachgewerbe - dark.bird

Die Frage wäre höchstens, ob der jeweilige Tarifvertrag in dem Unternehmen gilt und der Arbeitsvertrag darauf verweist.

Deine anderen Ausführungen sind leider Anspruchsdenken ohne jeglichen rechtlichen Anspruch.

Menschlich verständlich, faktisch persönliche Befindlichkeiten, die im Alg2-Bezug keine Relevanz haben.

Die vielen Mitarbeiter mit Familie im Wachgewerbe würden Dich auslachen mit der Argumentation.

Und nochmal mein Hinweis: Ich persönlich finde Nachtarbeit, gerade auch Dauernachtschicht nicht schön und habe selber Probleme mit dem Schlaf gehabt.

Es ist auch wissenschaftlich erwiesen, dass Nachtarbeit schädlich ist. Das gilt auch für Wechselschicht.

Im Alg2 ist das aber kein Argument Arbeit abzulehnen, wenn keine attestierten gesundheitlichen Gründe dem entgegenstehen.

Geändert von RobbiRob (03.12.2017 um 07:17 Uhr)
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Alt 03.12.2017, 08:52   #32
Dark Vampire
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Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Also für das Geld würde ich mir keine Nächte um die Ohren schlagen, die wo ich kenne die auch nur teilweise nachts arbeiten gehen nicht unter 2500 netto nach hause.Einer geht nur nachts arbeiten, unter 3300 netto (Stkl1) geht der auch nicht heim.
Dark Vampire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2017, 09:35   #33
doppelhexe
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Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Zitat von Dark Vampire Beitrag anzeigen
Also für das Geld würde ich mir keine Nächte um die Ohren schlagen, die wo ich kenne die auch nur teilweise nachts arbeiten gehen nicht unter 2500 netto nach hause.Einer geht nur nachts arbeiten, unter 3300 netto (Stkl1) geht der auch nicht heim.
solche sprüche konnte ich mir auch oft genug anhören... immer in der reha, die ich übrigends immer in bayern mache

komisch nur, das ich mir vorher von den selben leuten anhören durfte, das wir "assis (ALG2ler) alle zu faul zum arbeiten wären...
wenn man denen dann aber mal erklärt hat, das im osten fast nur 7-8€ (vor dem mindestlohn) gezahlt werden und jetzt nur knapp über mindestlohn, ohne weihnachts-/urlaubsgeld ... und zuschläge eigentlich ihren namen nicht verdienen,... da haben die meist mit runtergeklappter kinnlade dagesessen...
hatte sogar mal nen lohnzettel (aufm handy, hat mein männe mir geschickt) mit... um es zu beweisen.

in manchen ecken kann man sich garnicht vorstellen, für wie wenig geld die leute gezwungen sind, auch die schwerste arbeit zu machen...

hier im osten wirst du auch und grade im wachschutz, trotz nachtarbeit und "erschwernisse" keinen finden, der mehr als 2000€ BRUTTO verdient ... ausser natürlich den leitenden chefs...

mein mann sollte vor 3 jahren ne "umschulung" im wachschutz machen, mit waffenschein weil geldtransporte und so... hat man ihm ganz stolz erzählt, das die um 10€ die stunde kriegen....

so siehts aus...
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Alt 03.12.2017, 09:44   #34
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Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Zitat von RobbiRob Beitrag anzeigen
Ich habe keine Ahnung woher Du Deine rechtlichen Einschätzungen nimmst, aber erkläre mir mal ganz einfach warum ein tariflicher Nachtzuschlag von 5% nicht zulässig ist?
Weil der Zuschlag für Dauernachtarbeiter höher ist. Lies doch mal die Links und die Urteile durch, die ich genannt habe. Vor allem die neuere Rechtssprechung.

Ansonsten kann von niemand erwartet werden, daß er entweder die schulische Ausbildung seiner Kinder aufs Spiel setzt oder seine Familie als Ganzes gefährdet, oder selbst garnicht mehr richtig zum schlafen kommt. Da hast du schlicht unrecht wenn du meinst, das sei unerheblich. Sowas geht ganz einfach nicht.

Sämtliche "nachtarbeitsfreundlichen" Regelungen gehen nämlich davon aus, daß der Nachtarbeiter dann wenigstens seine 8 Stunden in Ruhe zu anderer Zeit schlafen kann. Dies ist hier nicht gegeben, und das ist definitiv mehr als nur hinnehmbar gesundheitsschädlich. Es ist auch nicht akzeptabel, daß ein Nachtarbeiter die Ausbildung seiner Kinder aufs Spiel setzen muß, nur damit er in Arbeit ist. Was für ein Kadavergehorsam ist das denn?

Wenn du so ein harter Hund bist, der sich gerne restlos mit ungesunder, erheblich lebensverkürzender Arbeit verheizen läßt, dann fein für dich. Das macht es aber noch lange nicht generell rechtmäßig und auf alle übertragbar. Auch nicht, wenn du solche Sklavenarbeit als noch so toll und für so viel besser ansiehst, als vom Staat entweder eine ordentliche, auf den Einzelfall zugeschnittene Arbeit oder die im Grundgesetz stehenden Transferleistungen einzufordern.

Mann, wo sind wir eigentlich?! Im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert? Oder halt doch in Deutschland, wo man erst um Erlaubnis fragt, bevor man sich wehrt und auch glatt noch die Hacken vor jedem Arbeitgeber zusammenschlägt, der einen ausbeutet?

Und lies dir dies hier mal durch:

Arbeitslose mussen nur zumutbare Arbeit annehmen - DGB Rechtsschutz GmbH

Zitat:
Nacht- und Schichtarbeit

Auch auf eine Arbeitsstelle, bei der Nacht- und/oder Schichtarbeit zu verrichten ist, muss sich Maria einlassen, wenn sie den Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes oder arbeitsmedizinischer Grundsätze entspricht. Aber auch dann ist im Einzelfall zu prüfen, ob Nacht- und Schichtarbeit mit dem grundgesetzlich garantierten Schutz der Familie vereinbar ist.
Wenn man sich das insgesamt ansieht, dann hats da doch jede Menge Einschränkungen, die du meinst hier einfach so beiseitewischen zu müssen.

Zitat:
in manchen ecken kann man sich garnicht vorstellen, für wie wenig geld die leute gezwungen sind, auch die schwerste arbeit zu machen...

hier im osten wirst du auch und grade im wachschutz, trotz nachtarbeit und "erschwernisse" keinen finden, der mehr als 2000€ BRUTTO verdient ... ausser natürlich den leitenden chefs.
Ich habe bis vor kurzem "im Osten" gelebt. Das alles ist immer noch kein Grund, bei dieser Ausbeutung - und das ist sie ohne Wenn und Aber - auch noch freiwillig mitzumachen, wenn es nicht wirklich sein muß.

Das ist doch genau das, was HartzIV festbetonieren soll.
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Alt 03.12.2017, 09:50   #35
Shorty78
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Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Guten Morgen, wieder vielen Dank für die Antworten.

@Watch
Gerne dort arbeiten möchte er deswegen weil es nicht so einfach ist in der Branche direkt im Ort hier was zu finden. Der Einsatzort zukunftssicher ist und er erstmal natürlich kein Problem mit der Nachtschicht an sich hat.
2016 als er arbeiten war gab es im Sicherheitsgewerbe weder Nacht- Sonn- oder Feiertagszuschläge. Zum Glück haben sie dies überhaupt geändert.

Deshalb ist auch noch nicht klar ob er den Job überhaupt ablehnen wird. Sein Gemütszustand geht eigentlich in Richtung probieren. Noch sind 2 - 3 Tage Zeit zum nachdenken bis sich die Firma melden wollte.

Mir gehts drum wenn er sich nicht antritt auf was für Gesetze wir uns im Falle eines Streits in unserer Argumentation stützen können.

Mir sind da nur 2 Sachen beim stöbern im Netz aufgefallen die mir hier vieleicht noch jemand genauer erläutern kann.

Generell hab ich auf einer Seite zur Zumutbarkeit von Nacht- und Schichtarbeit gelesen: "Aber auch dann ist im Einzelfall zu prüfen, ob Nacht- und Schichtarbeit mit dem grundgesetzlich garantierten Schutz der Familie vereinbar ist."
Was wird damit gemeint? Könnte man in diese Richtung argumentieren? Ist ja nicht nur so das meinem Mann nur betroffen ist sonder wir hier als seine Familie auch? Hab ich hier ganz unten gefunden: Arbeitslose mussen nur zumutbare Arbeit annehmen - DGB Rechtsschutz GmbH

im § 10 SGB II hab ich zur Zumutbarkeit den Punkt 5 gefunden der besagt: "der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht." Das ist ja nun nicht näher definiert, und es kommt ja sicher darauf an ob unsere Situation einen sonstigen wichtigen Grund darstellt. Vorm Jobcenter eher nicht, vorm SG eventl.?

Liebe Grüsse
Shorty78 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2017, 10:00   #36
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Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Vielleicht ruft ihr morgen erst mal die Gewerkschaft an und fragt genau nach?

Wie ist denn euer Arbeitsvermittler drauf? Läßt sich mit ihm sprechen, oder ist er nur kontra? Ich würde eventuell einfach mal mit ihm sprechen (persönlich und am besten vielleicht einen Beistand mitnehmen?), die Lage schildern, und nachfragen, ob es möglich ist, daß das JC deinen Mann und die Familie unterstützt, bis eine neue Wohnung gefunden ist.

Also beispielsweise die Zahlung eines Zimmers in einer einfachen Pension oder ein billiges möbliertes Zimmer für die Dauer bis eine Wohnung da ist, die für jeden ein Zimmer hat. Da könnte er dann zum schlafen hin, und danach wieder nach Hause. Eine Doppelmiete wird ja oft auch gezahlt, wäre also so außergewöhnlich nicht.

Wenn er es ausprobieren will, dann würde ich von vorneherein mit dem Arzt des Vertrauens auch darüber reden, so daß im Fall der Fälle ein Arzt bescheinigen kann, daß es auf seine Gesundheit geht.

Und wenn ihr echt Bedenken wegen dem Jugendamt habt, dann würde ich wirklich versuchen, das abzubiegen. Die Familie und Kinder zu verlieren ist keine Arbeit wert.
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Alt 03.12.2017, 10:28   #37
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

@watch: Gehe Du mit Deiner Rechtsprechung auf Arbeitsuche, falls Du suchen solltest.

Ich muss das nicht, da ich genügend Einkommensquellen aufgrund meiner ausbeuterischen Tätigkeiten der Vergangenheit habe.

Es macht keinen Sinn, Dir das vorzukauen und differenzieren ist anscheinend nicht Deine Stärke.
Dein Anspruchsdenken ist halt nicht mit rechtlichem Background ausgestattet.

Aus meinen Beiträgen Kadavergehorsam und Zustimmung zu „Sklavenarbeit“ rauszulesen ist schon dreist.

Es geht hier nicht um Bedingungsloses Grundeinkommen, sondern um steuerfinanzierte Leistungen.
Die ich übrigens auch gerne und reichlich mitfinanziere, aber eben nicht für solches Anspruchsdenken wie Deines.

Fakten:
ausgebildeter Wachmann soll und will einen tariflich bezahlten Arbeitsplatz mit Nachtschicht im Wachgewerbe annehmen.

Und nochmal zum differenzieren Üben:
Wäre mir zu wenig und finde ich schlecht bezahlt.
Würde ich nicht für arbeiten > anderweitig suchen

Wach auf, raus aus der Komfortzone.
Deine Ausführungen sind lächerlich und eine Ohrfeige für alle Familienväter, die dort arbeiten.

Bin dann hier raus.
RobbiRob ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2017, 12:36   #38
Shorty78
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Shorty78 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zumutbarkeit der Nachtschicht in unserem speziellem Fall

Schade das ihr 2 euch so beharkt, aber ich sehe schon das unsere Situation hier nicht alltäglich ist sonst gebe es sicher schon Beispiele wo ähnliche Fälle beschrieben wurden.

Ich würde denoch gern meine oben genannten Fragen besprochen haben. Was hat es mit dem Schutz der Familie auf sich?

Könnte man sich auf § 10 SGB II Punkt 5 berufen? Könnte sowas bei SG eventl. Erfolgreich sein.

Ich weiss das da auch nur Mutmaßungen bei rum kommen können. Aber auch die helfen mir sicher weiter beim weiteren vorgehen.

Würdet ihr denn dazu raten beim SB vorzusprechen und das persönlich anzusprechen mit Hoffnung das er dafür Verständnis hat? Laut Forum hier sollte man sowas eigentlich tunlichst vermeiden.

Liebe Grüße
Shorty78 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2017, 15:50   #39
atasteofbunny
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Zitat von Phoebe Beitrag anzeigen

Würdet ihr denn dazu raten beim SB vorzusprechen und das persönlich anzusprechen mit Hoffnung das er dafür Verständnis hat?
Wenn ich in einer ähnlichen Situation war, habe ich das nicht getan - eben weil riskant: Wer will schon ich die "Nicht-arbeiten-wollen-Schublade" gesteckt werden? Habe gehofft, das Ganze regelt sich von selbst, und hatte dabei auch Glück. Das heißt, die potenziellen Arbeitgeber sagten mir ab und gut

Die Bezahlung wäre ja wirklich nicht so toll. Wenn ihr mit Hilfe dieser Stelle ein "neues Leben" in einer größeren Wohnung anfangen könntet ... aber das wäre ja leider nicht so. Trotzdem wäre es vielleicht ein Anfang, wieder ins Arbeitsleben herein zu kommen. Es wird ja nicht einfacher, je länger man draußen ist ... aber das ist natürlich seine bzw. eure Entscheidung.

Ich persönlich bin mit einer alleinerziehenden, schichtarbeitenden Mutter aufgewachsen. Wir hatten nur 39 qm zu zweit. Es war nicht ideal, aber okay für mich. Bin dadurch früh selbstständig geworden. Muss aber dazu sagen, dass sie damals so viel verdient hat, dass wir keine staatliche Unterstützung brauchten. Und, dass ich ein relativ "vernünftiges" Mädchen war, das keine wilden Parties nachts gefeiert hat ... eventuell könntet ihr so argumentieren, falls er die Arbeit ablehnen möchte. Dass eure Kinder noch nicht so weit sind, dass ihr sie abends/nachts alleine lassen könnt.
atasteofbunny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.12.2017, 16:13   #40
Onkel Tom
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Zitat von Phoebe Beitrag anzeigen
...
Ich würde denoch gern meine oben genannten Fragen besprochen haben. Was hat es mit dem Schutz der Familie auf sich?
...
So, wie ich es verstehe ist der "wichtige Grund" ein juristisch undefinierter Begriff.

Nun schaust Du auf den Absatz 5. Wäre ein Blick auf Absatz 4 nicht eher was für Euch, um daraus ein "wichtiger Grund"
zu definieren ?

3 Kinder wollen doch im Schutze der "Elterlichen Fürsorgepflicht" aufwachsen und da könnte man
kreativ werden eine eventuell anrauschender Sanktion Abwehr zu schaffen.

Dieses hin und her (lammentiere) halte ich für wenig zielführend und ich finde, das ein verantwortungsvoller
Job auch so gut bezahlt werden sollte, das solche Probleme, die Ihr daraus habt, weniger im Vordergrund stehen müssten.
__

Lass Dich nicht verhartzen !
Onkel Tom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2017, 17:59   #41
Shorty78
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Hallo, nun ist Mittwhc Abend und er AG hat sich leider nicht gemeldet. Mein Mann hoffte noch das er wenigstens den Minijob bekommt. Naja damit ist denk ich dieses Problem mit dieser Arbeitsstelle ertsmal geklährt.
Das allgemeine Problem an der häufigen Nachtschicht im Sicherheitsgewerbe bleibt natürlich bestehen.

Ich möcht mich aber denoch bei allen bedanken die hier mit geschrieben haben und Ihre Meinungen und Verständnis geteilt haben. Hat zumindestens mich mehr beruhigt als meinen Mann der die letzten Tage viel mit Zweifeln und nachdenken zu tun hatte was er denn machen soll. Aber durch sein Problem mit der Maßnahme worüber ich im maßnahmen Bereich berichte hat er seit heute neuen Kampfeswillen und es geht ihm schon viel besser.

Danke nochmal allen hier.

Liebe Grüße
Shorty78 ist offline   Mit Zitat antworten
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