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Start > > -> Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


Umfrageergebnis anzeigen: Wurde dir mindestens einmal eine attraktive Arbeitsstelle vermittelt?

Ja, durch die Arbeitsagentur 2 1,72%
Ja, durch das Jobcenter 4 3,45%
Nein, keine 110 94,83%
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Antwort

 

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Alt 08.09.2012, 17:06   #76
xyz345
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xyz345 xyz345 xyz345 xyz345
Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Godwin lässt grüßen. Mal ehrlich: Wie geistig verroht oder historisch ignorant muss man eigentlich sein, hier ernsthaft zu implizieren, es gäbe Ähnlichkeiten zwischen der systematischen Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung von Menschen im dritten Reich mit der heutzutage praktizierten sozialstaatlichen Grundsicherung? Das ist eine widerliche Verhöhnung der Opfer wirklichen Staatsterrorismus, wenn hier suggeriert wird, das heutige Grundsicherungssystem habe da irgendwelche Ähnlichkeiten mit der Schoah. Das ist absurd. Hartz IV Empfängern wird durch den Staat die Existenz gesichert. Den Juden und anderen damals Verfolgten hingegen wurde sie durch einen Verbrecherstaat genommen. Da ist nichts, aber auch gar nichts ähnliches dabei.
@BurnsTorn:
Und wie vielen wird hier die Grundsicherung verweigert?
Wie viele werden ausgegrenzt?
Wie viele verrecken, da ihnen die Grundsicherung verweigert wird?
Jetzt frag bloß nicht nach Einzelheiten, du kennst sie.

Ich konnte mir früher nie vorstellen, warum Menschen ihre Mitmenschen so dermaßen verachten, dass sie deren Vernichtung wollten...
Heute kann ich es eher nachvollziehen.

Wie können Jobcenter-MAs ihre Mitmenschen dreist ins Gesicht lügen, ihnen ihr Recht auf Existenzsicherung nehmen, ihnen unmögliche Dinge aufbürden, zu denen sie selbst nicht im Stande sind, jeden Tag menschenverachtend, zynisch, verlogen, hinterlistig gegenübertreten und rechtswidrig Leistungen verweigern...?
Wie können die mit dieser Schande leben und morgens in den Spiegel schauen, ohne dass es ihnen wird?
Was soll denn geschehen mit denen, denen rechtswidrig Leistungen verweigert werden? Ich kann mir die Antwort schon denken, typisch Mobcenter: "Lass den liegen! Dreck tritt sich fest."

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Alt 08.09.2012, 17:21   #77
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HimbeerTony HimbeerTony HimbeerTony HimbeerTony HimbeerTony HimbeerTony
Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von xyz345 Beitrag anzeigen
Okay, "attraktive" Arbeitsstelle.

Aber die Mehrheit hier schreibt doch, dass sie keine Arbeitsstellen vermittelt bekamen.
Nö, nicht ganz, an sogenannten "Vermittlungsvorschlägen" mangelt es nicht, aber eben nur Schrott, Zafs etc.

Unter erfogreicher Vermittlung verstehe ich eine halbwegs attraktive Stelle, die man dann auch antreten konnte.


Gruß !
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Alt 08.09.2012, 17:23   #78
BurnsTorn
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von xyz345 Beitrag anzeigen
Aber die Mehrheit hier schreibt doch, dass sie keine Arbeitsstellen vermittelt bekamen.
Naja, so stimmt das nicht. Denn viele Kunden erfahren es gar nicht, wenn ihnen ein Job vermittelt wird. Wie das sein kann? Ganz einfach! Üblicherweise passiert folgendes: Sobald ein Kunde im JC bekannt gibt, er habe einen Job, ein Vorstellungsgespräch oder eine Probearbeit bei Firma XYZ in Aussicht, wird seitens des Arbeitgeberservice des JC sofort ein Jobbörse-Suchlauf gestartet, um zu schauen, ob der Arbeitgeber die Stelle in der Jobbörse inseriert hat bzw. sie wird, wenn möglich, seites des AGS inseriert. Der Kunde erhält dann für die Stelle, die er sich eigentlich ja selbst gesucht hat, einen Vermittlungsvorschlag. Manchmal ist der auch nur im PC vermerkt und geht dem Kunden gar nicht per Post zu, denn wozu sollte er? Der Kunde würde sich dann ja nur über die Unfähigkeit des JC aufregen. Außerdem hat sich ja schon beworben, man kann ihn also nichtmal sanktionieren.

Doch das hat nix mit Unfähigkeit zu tun, es ist clever, weil man so die Vermittlungszahlen aufbessert. Denn der Arbeitsvermittler des AGS kann dann, sofern es zur Einstellung des Kunden kommt, anklicken, dass dieser durch Beteiligung des JC integriert wurde. Das ist eine bedeutende Controlling-Zahl, die nachgehalten wird. Diese "Vermittlungen" sind sozusagen die Sahnestück für die Vermittler, weil sie sich die auf die Fahne schreiben können, ohne irgendwas für den Kunden getan zu haben und ohne dass der Kunde je davon erfährt. Der Kunde weiß also gar nicht, dass er durchs Jobcenter "vermittelt" wurde und der Vermittler freut sich über die Verbesserung seiner Vermittlungsquote durch die eigene harte Arbeit. Ich habe damals viel solch harter Arbeit erledigt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
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Alt 08.09.2012, 17:24   #79
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Das nächste Problem wäre, wenn es auch eine anständige Stelle ist, dann ist heutzutage die Wahrscheinlichkeit höher eine Nadel im Heuhaufen zu finden größer als dann dort einen Arbeitsvertrag zu bekommen. Da sich dann auf die Stelle hunderte andere auch bewerben. Und leider sind solche Stellen ziemlich rar -.-
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Alt 08.09.2012, 17:26   #80
schlaraffenland
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Unter "attraktive Arbeitsstelle" verstehe ich auch, dass die vorgeschlagene Arbeitsstelle mit den eigenen Qualifikationen, Fertigkeiten und Wünschen übereinstimmt. Das war bisher in meinem Fall nicht wirklich der Fall.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 08.09.2012, 17:32   #81
schlaraffenland
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Denn der Arbeitsvermittler des AGS kann dann, sofern es zur Einstellung des Kunden kommt, anklicken, dass dieser durch Beteiligung des JC integriert wurde. Das ist eine bedeutende Controlling-Zahl, die nachgehalten wird.
Danke für Dein Whistleblowing, Burns Torn.

Die Bundesanstalt für Arbeit (oder wie hieß die früher?) ist vor Einführung von Hartz IV gerade deswegen reformiert worden, weil ihr damals Manipulationen bei der Generierung von Vermittlungszahlen nachgewiesen worden sind.

Was Du da beschrieben hast, sollte mal an die "große Glocke" gehangen werden.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 08.09.2012, 17:40   #82
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
Unter "attraktive Arbeitsstelle" verstehe ich auch, dass die vorgeschlagene Arbeitsstelle mit den eigenen Qualifikationen, Fertigkeiten und Wünschen übereinstimmt. Das war bisher in meinem Fall nicht wirklich der Fall.

Aber genau das wäre die Aufgabe eines Jobcenters bzw. einer guten Arbeitsvermittlung !
Und die Stellenaquise gehört auch unbedingt noch dazu. Aber die schauen ja nur in der Jobbörse, ob überhaupt was da ist, das kann man nun wirklich auch selber

Und wie man an der Umfrage sieht, ist das absolute Fehlanzeige.
Ich meine, auf gut Glück 10 VV rauschicken kann jeder, dazu brauch ich kein Jobcenter ! Das hat mit Vermittlung nichts zu tun.


Grüße !
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Alt 08.09.2012, 17:52   #83
xyz345
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Hallo,

mich interessieren konkrete Zahlen dazu, ob die Arbeitsvermittlung durch Arbeitsagentur oder Jobcenter heute überhaupt noch imstande ist, gute Stellen zu vermitteln - also sozialversicherungspflichtige, fair bezahlte und auf Dauer angelegte Arbeitsverhältnisse direkt bei der beschäftigenden Firma (kein Arbeitnehmerverleih), so wie dies früher allgemein üblich war.

Wer hat eine entsprechende Stelle schon einmal durch Arbeitsagentur oder Jobcenter nachgewiesen oder vermittelt bekommen?

Nicht gemeint ist dabei die allgemeine Unterstützung bei der Arbeitssuche durch finanzielle Zuwendungen (also Eingliederungszuschüsse, Beihilfen für Bewerbungskosten, Reisen zu Vorstellungsgesprächen oder sonstige Leistungen aus dem Vermittlungsbudget), sondern die wirkliche Vermittlungstätigkeit, sprich der Nachweis von entsprechenden Stellen.

Dazu habe ich eine kleine Umfrage erstellt.

Ich hoffe, daß das Thema hier richtig ist - falls nicht, dann bitte verschieben.

Vielen Dank fürs Mitmachen!
Ich lese hier raus, dass er nur direkte Stellenangebote meint - nicht den Quatsch mit ZAV, Leiharbeiterschaft, Zeitverträge, PAV...
Und eben dazu dann die Umfrage. Tja, und da sieht es sehr sehr düster aus.
Was sagt denn Uns-Lügen-Uschi dazu?
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Alt 08.09.2012, 18:03   #84
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Zitat von xyz345 Beitrag anzeigen
Was sagt denn Uns-Lügen-Uschi dazu?

Song: Von der Leyen | EXTRA 3 | NDR - YouTube

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Alt 08.09.2012, 18:05   #85
gurkenaugust
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
Unter "attraktive Arbeitsstelle" verstehe ich auch, dass die vorgeschlagene Arbeitsstelle mit den eigenen Qualifikationen, Fertigkeiten und Wünschen übereinstimmt.
Ja, genau das meinte ich auch. Mit irgendwelchen "Pro-Forma-Vermittlungsvorschlägen" ist letztendlich niemandem geholfen. Wobei natürlich niemand eine 100prozentige Übereinstimmung mit seinen Wünschen erwarten kann, wie auch sonst nicht im Leben.

Die angesprochene Manipulation in Vermittlungsstatistiken des Arbeitsamtes - damals offiziell eine "Anstalt" (des öffentlichen Rechts) - ist übrigens Anfang 2002 in einem Bericht des Bundesrechnungshofes aufgedeckt worden. Alles im Internet nachzulesen.
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Alt 08.09.2012, 18:07   #86
teddybear
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Godwin lässt grüßen. Mal ehrlich: Wie geistig verroht oder historisch ignorant muss man eigentlich sein, hier ernsthaft zu implizieren, es gäbe Ähnlichkeiten zwischen der systematischen Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung von Menschen im dritten Reich mit der heutzutage praktizierten sozialstaatlichen Grundsicherung?
Du solltest dazu sagen, dass es die armgerechnete Grundsicherung nur dann gibt, wenn ich mich der Meinung des Systems auch bedingungslos füge. Mithin meine Grundrechte selbst einschränke.

Was ist, wenn ich der Meinung bin, dass es mein Grundrecht ist, meinen Arbeitsplatz frei zu wählen und dem SB sage, dass er sich seinen "Vermittlungsvorschlag" zur ZAF an die Kniescheibe nageln kann, weil ich eben der freien logischen Meinung bin, dass es nicht angehen kann, hier einerseits für gleich 2 Unternehmen Profite zu erschuften und andererseits selbst weiterhin um eines ergänzenden H.IV betteln darf? Werde ich dann nicht irgendwann auf 0,- € sanktioniert? Ist es dann nicht auch Mordversuch nach System, obwohl ich nur logisch denke und handle und doch schlussendlich nur mein Grundrecht einfordere?

Denk mal drüber nach und auch du wirst aufwachen und Zusammenhänge erkennen müssen!

Zudem ist der Vergleich auch nur ein Wachrütteln und nicht etwa eine Verhöhnung der Juden!

Auch ein Hitler fing nicht gleich mit der Vergasung von Menschen an. Alles kam pö a pö. Alle jubelten einst freiwillig mit ihm. Erst kam auch hier erst die Hetze vor dem Mord! Auch kam hier zuvor erst der ortsnahe Bereich und dann das KZ!

Sorry, wenn ich parallelen und vor allem auch die Gefahr sehe, dass sich die Geschichte viel schneller wiederholen kann, als man denkt. Was sozial und demokratisch ist, bestimmen Politiker ja nicht etwa durch Blubberblasen in Medien und Bundestag, sondern einzig und allein nur durch ihr handeln.

Auch wurde einst das Grundgesetz geschaffen, dass sich die Geschichte nicht wiederholen sollte aber, wie jeder mittlerweile von den Betroffen hier bemerkt haben durfte, zählt der Wisch des Grundgesetzes nichts mehr, wenn man doch sieht, wie wiederholend es doch sogar vom Gesetzgeber selbst wissendlich gebrochen wird.

Leider ist das Problem, dass jeder Politiker und Gesetzgeber zirka 20 Lobbyisten an seiner Seite hat die, wie Cosa Nostra und Camorra auf die Politiker zwecks Gesetzgebung zu Ihren Gunsten einwirken. Arbeitslose und Dumpinglöhner gehören übrigens nicht zu dieser Einfluss-Mafia!
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Alt 08.09.2012, 19:02   #87
BurnsTorn
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
Was Du da beschrieben hast, sollte mal an die "große Glocke" gehangen werden.
Das wird wenig nützten, weil viele Laien sich für sowas kaum interessieren, es den Experten hingegen ohnehin längst bekannt ist und man seitens der BA in Folge des bereits von dir angesprochenen Skandals um geschönte Zahlen dazu übergegangen ist, die Weisung zu erteilen, dass eine Integration unter Beteiligung des JC nur noch dann angeklickt werden darf, wenn ein VV vorliegt. Und da kann man sich immer rausreden mit: Er liegt ja tatsächlich einer vor. Nur wird er eben zu spät erstellt. Klar kann man versuchen, das an die große Glocke zu hängen, aber ich denke, das wird nix bringen. Denn eines habe ich im Amt gelernt: Wenn es um schöne Zahlen geht, gibt es immer irgendwelche kreativen Verfahren, die Zahlen schön zu halten. Wird ein Weg trocken gelegt, findet sich sofort wieder ein neuer. Da ist nix zu machen. Das ist wie mit der Hydra. Schlägt man da nen Kopf ab, wachsen gleich neue nach...
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Alt 08.09.2012, 19:12   #88
xyz345
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zur letzten Einstellung: Jaaa! Ohne Worte.
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Alt 08.09.2012, 23:09   #89
emma04
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Ich bin froh, wenn keine VV des Amtes kommen.Ich suche mir die Arbeit lieber selbst. Auf Leihbuden, die an Callcenter oder ähnliches vermitteln kann ich gut verzichten. Was anderes kommt da auch nicht vom Amt.


@BurnsTorn

Was mich mal interessieren würde:

Wie läuft das eigentlich intern ab, wenn der SB einen rechtswidrigen Bescheid, Sanktion o.ä. verschickt und das dann von der Rechtsabteilung des AA oder dem Sozialgericht wieder gekippt wird?
Muss sich der SB dann vor irgendwem rechtfertigen und Auskunft geben? Wird das in der Personalakte des SB vermerkt?
Oder kommt der Teamleiter und sagt "...hat leider nicht geklappt, bitte weiter beim Nächsten versuchen..."
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Alt 08.09.2012, 23:13   #90
Hamburgeryn1
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Godwin lässt grüßen. Mal ehrlich: Wie geistig verroht oder historisch ignorant muss man eigentlich sein, hier ernsthaft zu implizieren, es gäbe Ähnlichkeiten zwischen der systematischen Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung von Menschen im dritten Reich mit der heutzutage praktizierten sozialstaatlichen Grundsicherung?
Der industriellen Vernichtung von Menschen ging jahrelang die systematische Ausgrenzung und Verfolgung voraus.

Ich könnte dich jetzt umgekehrt fragen, wie ignorant und verroht muss man sein, für einen gefüllten Kühlschrank, ein Auto und 2800,- Euro im Monat arbeitslose Menschen bewusst dem Sozialterror auszusetzen. Sie durch Exklusion, gezielter Medienpropanganda, Entrechtung, Angst und Hunger für den Niedriglohnsektor zuzurichten?
Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Das ist eine widerliche Verhöhnung der Opfer wirklichen Staatsterrorismus, wenn hier suggeriert wird, das heutige Grundsicherungssystem habe da irgendwelche Ähnlichkeiten mit der Schoah.
Ich verhöhne die Opfer mit Sicherheit nicht. Aber verschließe auch nicht die Augen vor den Parallelen zwischen Anno Dunkelbraun und heute.
Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Das ist absurd. Hartz IV Empfängern wird durch den Staat die Existenz gesichert.
Falsch. Es wird ihnen gerade soviel zugestanden, dass es keine Hungeraufstände und Revolten gibt.
Den größten Anteil zu ihrer eigenen Existenzsicherung erhalten die MA der BA, JC oder versickert in einer monströsen Verwaltung.
Der Rest wird für Sinnlosmaßnahmen und Bildungsunfug verschleudert.
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Alt 09.09.2012, 01:39   #91
BurnsTorn
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Zitat von emma04 Beitrag anzeigen
Wie läuft das eigentlich intern ab, wenn der SB einen rechtswidrigen Bescheid, Sanktion o.ä. verschickt und das dann von der Rechtsabteilung des AA oder dem Sozialgericht wieder gekippt wird?
Muss sich der SB dann vor irgendwem rechtfertigen und Auskunft geben? Wird das in der Personalakte des SB vermerkt?
Oder kommt der Teamleiter und sagt "...hat leider nicht geklappt, bitte weiter beim Nächsten versuchen..."
Was die Personalakte angeht: Nein, das wird nicht vermerkt, dass man so und so viele Widersprüche erhielt oder so und so viele erlassene Sanktionen aufgehoben wurden. Was den Rest angeht, das kann man pauschal nicht sagen. Es ist alles möglich, sowohl das "Gut gemacht. Hat leider nicht geklappt, auf zum Nächsten!" als auch das "Was haben Sie da denn für einen Mist gemacht?" Es kommt immer auf die Umstände des Falls an. Grundsätzlich ist es aber schon so, dass, wenn ein Kunde gegen etwas Widerspruch einlegt, das für den SB mehr Arbeit bedeutet. Der Widerspruch landet auf seinem Schreibtisch, er verfasst eine Stellungnahme, druckt ggfs. die für den Fall relevanten Verbis-Vermerke aus und gibt das alles zusammen weiter an die hausinterne Widerspruchsstelle, die den Widerspruch dann entweder abweist oder ihm stattgibt.

Für zu viele Sanktionen oder vom SG gekippte Entscheidungen muss sich der SB aber nicht verantworten, wenn überhaupt, dann eher für zu wenige, da er ja angehalten ist, vom Sanktionsinstrumentarium hinreichend Gebrauch zu machen, wenn das SGB II das vorsieht. In den allermeisten Fällen heißt es also: "Na gut, haben wir probiert, hat nicht geklappt. Was solls. Wir machen weiter", oder eben "Naja, lernen Sie daraus. Beim nächsten Mal müssen Sie das anders formulieren." Wie ich schon sagte: Angst vor den Kundenreaktionen und der Aufhebung der eigenen Entscheidung ist nicht wirklich da. Da überwiegt eher die Angst davor, den internen Vorgaben nicht zu entsprechen und sich dafür verantworten zu müssen.

Ich muss aber dazu sagen, dass ich da auch wieder nur für mich sprechen kann. Ich kann nur aus PAP-Perspektive berichten. Wie es mit Leistungs-SB aussieht, weiß ich nicht. Mit denen hatte ich selten Kontakt. Das wäre für viele hier vermutlich aber interessanter, denn viele Widersprüche beziehen sich nicht auf das Vermittlerhandeln, sondern auf das der Leistungs-SB (Fehlberechnungen, Kostenübernahmeverweigerung etc.). Sofern ich das überblicken kann, hatte ich selbst nie irgendeinen erfolgreichen Widerspruch oder gar eine Entscheidungsaufhebung durch ein SG zu verantworten. Zumindest ist mir nichts dergleichen bekannt. Aber das soll nichts heißen, denn man erfährt den weiteren Verlauf des Verfahrens, sobald der Fall an die Widerspruchsstelle ging, als PAP meist auch nicht, wenn man nicht explizit nachfragt.
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Alt 09.09.2012, 02:35   #92
BurnsTorn
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Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Der industriellen Vernichtung von Menschen ging jahrelang die systematische Ausgrenzung und Verfolgung voraus.
Nur kann man wohl kaum von systematischer Verfolgung sprechen, wenn den Menschen gerade nicht nach dem Leben getrachtet wird, sondern im Gegenteil jeden Monat Geldleistungen zur Sicherung des Lebens durch das Amt fließen.

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Ich könnte dich jetzt umgekehrt fragen, wie ignorant und verroht muss man sein, für einen gefüllten Kühlschrank, ein Auto und 2800,- Euro im Monat arbeitslose Menschen bewusst dem Sozialterror auszusetzen.
Ich habe niemanden Sozialterror ausgesetzt, sondern ganz im Gegenteil mit dafür Sorge getragen, dass die Kunden die Ihnen zustehenden Leistungen zum Zweck der Grundsicherung ihrer Existenz erhielten. Klar war ich dabei nicht mit allem einverstanden, was ich tat. Denn natürlich war da auch Repression und Zwang und Unsinnigkeit mit bei, weil das eben für HARTZ IV systemimmanent ist. Aber bei allem, was ich tat, tat ich nichts, was mir so sehr gegen den moralisch Strich gegangen wäre, dass ich gesagt hätte: "Nein, das mache ich jetzt nicht." Mein Handeln war für mich vor meinem eigenen moralischen Kompass stets im Rahmen des Akzeptablen. Habe ich das, was ich tat, gerne getan? Sicher nicht! Fand ich das, was ich tat, sinnvoll? Sicher nicht! Habe ich mich aber schlecht gefühlt? Sicher nicht! Warum auch? Ich habe niemandes Existenz bedroht, denn das physische Überleben ist auch bei Leistungskürzung noch gewährleistet. Ist das dann aber noch ein Sozialstaat, der nur die physische Existenz sichert? Auch hier sage ich: Sicher nicht! Und das kritisiere ich ja auch. Aber aus dieser Kritik den Schluss zu ziehen, deshalb meinen Job aufzugeben, wäre mir nie in den Sinn gekommen.

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Sie durch Exklusion, gezielter Medienpropanganda, Entrechtung, Angst und Hunger für den Niedriglohnsektor zuzurichten?
Habe ich alles nicht zu verantworten. Wenn du beispielsweise gegen die Zustände der Fleischindustrie protestierst, wer ist denn da Subjekt deiner Kritik? Der Bandarbeiter, der die Tiere mit Bolzenschuss tötet, oder der Tierfabrik-Betreiber? Oder vielleicht die Politik, die einen solchen Umgang mit Tieren zulässt? Und wie ist es bei Waffenproduzenten? Wer ist da derjenige, an dessen Handeln du dich stößt? Der Besitzer des Werkes, die Politik, oder der Arbeiter, der die Gewehre zusamenbaut? Oder bei Pharma-Konzernen, Öbbohrfirmen oder oder oder... Will heißen: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Und den Schuh ziehe ich mir nicht an.

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Ich verhöhne die Opfer mit Sicherheit nicht. Aber verschließe auch nicht die Augen vor den Parallelen zwischen Anno Dunkelbraun und heute.
Da gibt es aber keine Parallelen! Früher wurden Menschen systematisch vom Staat verfolgt, heute wird ihr Überleben systematisch durch den Staat gesichert. Früher war die Konsequenz, wenn man ein Arbeitslager verweigerte, dass man erschossen wurde. Heute ist die Konsequenz, wenn man eine Arbeitslager (Maßnahme) verweigert, dass einem steuerfinanzierte Gelder gekürzt werden. Wie kann man das Parallelen ziehen? Ich bestreite gar nicht, dass Hartz IV zu einer unglaublichen sozialen Kälte geführt hat und dass damit auch eine gefährliche soziale Abwertung und Ausgrenzung von Menschen einhergeht. Das lässt sich in zahlreichen Studien nachlesen. Aufschlussreich insbesondere die von W. Heitmeyer herausgegebenen "Deutschen Zuständen", in denen man über die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Deutschland lesen kann.

Dennoch sagen ich voll echter Überzeugung: Das ist in keiner Weise vergleichbar mit dem Zustand nach der "Machtergreifung". Denn heutzutage kann man, so man sich der Schikane und Gängelung durch das JC nicht länger aussetzen will, immer sagen: "Ja leckt mich doch. Ich haue hier ab. Ich will nichts von euch und gebe euch daher auch nichts." Genau das konnte man den Nazis aber nicht sagen. Die haben trotzdem versucht, einen zu vernichten. Da gab es kein: "Ich melde mich aus dem Bezug ab." Heute gibt es das aber. Heute muss man sich nur dann dem Amt fügen, wenn man was vom Amt will. Klar ist dieser Reziprozitäts-Charakter des SGB II, der in der Idee des Förderns und Forderns sein neoliberales Angesicht zeigt, nichts, was ich toll finde. Ich verurteile das sogar. Denn das ist eines echten Sozialstaates unwürdig, der das Leben, nicht nur das physische, sondern das soziokulturell, seiner Bürger zu gewährleisten hat. Aber solange das physische Existenzminimum durch den Staat systematisch gesichert wird - und es nicht etwa systematisch zu zerstören gesucht wird - halte ich Vergleiche mit der Nazi-Zeit für unsäglich. Wie verhöhnt müssen sich die Opfer und deren Angehörigen da vorkommen, wenn hier jemand impliziert, eine Leistungskürzung wäre irgendwie vergleichbar mit dem, was damals passiert ist. Sie ist es nicht mal im Ansatz.

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Falsch. Es wird ihnen gerade soviel zugestanden, dass es keine Hungeraufstände und Revolten gibt.
Also immerhin: Das physische Existenzminimum ist gesichert. Das war früher nicht so.

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Den größten Anteil zu ihrer eigenen Existenzsicherung erhalten die MA der BA, JC oder versickert in einer monströsen Verwaltung. Der Rest wird für Sinnlosmaßnahmen und Bildungsunfug verschleudert.
Das sehe ich auch als problematisch. Deshalb ja auch mein Einsatz für ein bedingungsloses Grundeinkommen nach dem Modell von Götz Werner und Benediktus Hardorp, das den ganzen Verwaltungsapparat obsolet machen würde.
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Alt 09.09.2012, 05:35   #93
hass4
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Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Hallo,

mich interessieren konkrete Zahlen dazu, ob die Arbeitsvermittlung durch Arbeitsagentur oder Jobcenter heute überhaupt noch imstande ist, gute Stellen zu vermitteln - also sozialversicherungspflichtige, fair bezahlte und auf Dauer angelegte Arbeitsverhältnisse direkt bei der beschäftigenden Firma (kein Arbeitnehmerverleih), so wie dies früher allgemein üblich war.

Wer hat eine entsprechende Stelle schon einmal durch Arbeitsagentur oder Jobcenter nachgewiesen oder vermittelt bekommen?

Nicht gemeint ist dabei die allgemeine Unterstützung bei der Arbeitssuche durch finanzielle Zuwendungen (also Eingliederungszuschüsse, Beihilfen für Bewerbungskosten, Reisen zu Vorstellungsgesprächen oder sonstige Leistungen aus dem Vermittlungsbudget), sondern die wirkliche Vermittlungstätigkeit, sprich der Nachweis von entsprechenden Stellen.

Dazu habe ich eine kleine Umfrage erstellt.

Ich hoffe, daß das Thema hier richtig ist - falls nicht, dann bitte verschieben.

Vielen Dank fürs Mitmachen!
Die zeiten sind lange vorbei. bis anfang 1980 gab es noch eine vermittlung. der arbeitsvermittler war zum beispiel für den bereich metallverarbeitendebetriebe zuständig und hatte somit auch nur arbeitslose metaller zuvermitteln. oft war es so das der arbeitsberater im ersten gespräch einen arbeitgeber angerufen hatte um anzufragen ob jemand gesucht wird. das konnte auch nur so funktionieren weil der arbeitsberater und vermittler die betriebe in seiner region kannte und auch wusste was da stattfindet und was der arbeitssuchende für qualifikationen hat.

das waren hoch qualifizierte mitarbeiter in den arbeitsämtern!!!!!

heute werden die arbeitssuchenden nach dem alphabet unter die mitarbeiter in den jobcentern aufgeteilt, fachspezifische gespräche kann es nicht geben, weil die meissten überhaupt keine vorstellung haben was ein wurzelschweisser ist oder kreditoren buchhalter!!

es wird irgent ein dummes zeug in eine egv geschmiert um druck auf den arbeitslosen auszuüben, am liebsten noch mit dem ziel zu sanktionieren um das selbstwert gefühl unter den mitarbeitern aufzupeppen.

alles ist auf der strecke geblieben, unterqualifizierte mitarbeiter treffen auf unterqualifizierte arbeitslose. es wird auf beiden seiten kaum noch in bildung und weiterbildung investiert. wer mit seinen qualifikationen nicht mehr auf dem neusten stand ist wird in die zeitarbeit als hilfsarbeiter vermittelt, obwohl fachkräfte wie nie gesucht werden!

politisch verordnetes verblöden für menschen die sich selbst nicht finanzieren können um auf den neusten stand zubleiben.

wer sich selbst nicht vermitteln kann ist ein ganz armer hund denn wenn er vermittelt wird hat er nur noch die wahl zwischen schlechtbezahlte arbeit beim verleiher oder einer sanktion.

bis heute konnte ich mich zum glück immer selbst vermitteln!
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Alt 09.09.2012, 06:24   #94
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Zitat:
Die zeiten sind lange vorbei.
Damals konnten sich die Arbeitsvermittler auch noch unter den Berufen etwas vorstellen - du bist hingekommen und hast gesagt: "Ich bin gelernter Schlosser / egal was ..." - die konnten sich was drunter vorstellen!

Geh heute mal hin mit den ganzen neuen, modernen Berufsbezeichnungen - teilweise Weiterbildungen - die wissen doch gar nicht, als was die dich überhaupt vermitteln sollen
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Alt 09.09.2012, 08:54   #95
Hamburgeryn1
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[Text #93]
Du hast mit deinen Ausführungen meine Erwartungen zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.
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Alt 09.09.2012, 09:16   #96
Berlin50
 
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Berlin50 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Stimmt @Hamburgeryn1. Sehe das auch so.

Zumal wir früher in der DDR auch solche Rechtfertiger hatten, die sich nicht eingestehen konnten, für Geld alles zu tun, ja sogar ihre Ehepartner zu verraten. Genau dazu sind die MA von JC fähig.

In meinen Augen sind das Parasiten im Dienste der Hörigkeit. Das sind Feiglinge aller höchster Güte. In der Geschichte wurden sie zur Masse, so daß sich ein System zum Negativen verändern konnte. Pfui Deibel. LG
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Kenn die Gesetze nicht, aber viele Tricks.
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Alt 09.09.2012, 09:17   #97
BurnsTorn
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

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Du hast mit deinen Ausführungen meine Erwartungen zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Muss ich das jetzt als Ironie auffassen? Früher hätte ich die Frage ja nicht gestellt, da wäre ich noch alleine drauf gekommen. Aber im Folge meiners amtsinduzierten Abstumpfung im Kampf gegen die Armen und Entrechteten sind meine Sensoren für Ironie leider allesamt verkümmert. Hätte in der Pre-Jobcenter-Zeit jemand zu mir gesagt: "Schauen Sie. Ich bin Geisteswissenschaftler. Da ist doch offenkundig, dass ich praktisch nix kann...", hätte ich vermutlich laut gelacht. In meiner Jobcenter-Zeit dagegen hätte ich wohl gesagt: " Jaja, unfähig und faul. Da gibts gleich mal ne Maßnahme..." Dadurch habe ich die Erwartungen meines Teamleiters dann auch zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Dachte ich zumindest, bis ich gegangen wurde. Meine Conclusio erfolgt mit den Worten Arno Dübels: "Ich bin doch lieb!" - Warum merkt das nur keiner?
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Alt 09.09.2012, 09:20   #98
Hamburgeryn1
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Hamburgeryn1 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Ich habe in den letzten sieben Jahren max. 10! Vermittlungsvorschläge erhalten.

Meine letzten drei liegen mehr als ein Jahr zurück - damals wurden mir per VA 6 Monate lang je 5 Bewerbungen aufgedrückt, wofür sich mein damaliger AV mit einer einmaligen Sammlung von drei hastig zusammengefegten VV revanchierte.

Ein anderes Mal freute sich einer meiner vielen AV wie ein Schneekönig mir einen VV machen zu können, wo zwingend Russischkenntnisse und ein Führerschein erforderlich waren. Habe ich beides nicht. Trotzdem produzierte ich zu Lasten des gebeutelten Steuerzahlers eine Bewerbung die bis heute unbeantwortet blieb.

Und dann waren da noch einige ZAF-VV. Ich habe für diese Flöten spezielle Bewerbungen geschrieben, und hörte nie wieder von ihnen.

Und sonst? Sonst bin ich einfach nur froh, wenn das JC die Füße still hält, und mich nicht weiter mit ihrem Vermittlungsmist behelligt.
Denn das was ich kann, braucht der Arbeitsmarkt nicht, und was er braucht, kann ich nicht. Sinnvolle Weiterbildungen gibt es nicht. Folglich finden wir nicht zusammen. Für eine ZAF arbeite ich nicht, sowenig wie ich für 3,50 Euro aufstehe.

Wenn ich arbeite, möchte ich unabhängig von Transferleitstungen leben - das bedeutet für mich nicht ein Einkommen knapp über dem Existenzminimum, damit ich weiter gezwungen bin am Rande herumzukrebsen, sondern soviel, dass auch für Urlaub, Spaß, Rücklagen und Anschaffungen etwas übrig bleibt.

Gibt es nicht? Ok - dann bleibt alles beim alten.
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Alt 09.09.2012, 09:36   #99
BurnsTorn
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Zitat von Berlin50 Beitrag anzeigen
Zumal wir früher in der DDR auch solche Rechtfertiger hatten, die sich nicht eingestehen konnten, für Geld alles zu tun, ja sogar ihre Ehepartner zu verraten. Genau dazu sind die MA von JC fähig. In meinen Augen sind das Parasiten im Dienste der Hörigkeit.
Ich weiß ja. Ich gebe meine abgrundtiefe Schlechtigkeit, die Verachtungswürdigkeit meines Seins, die Blasphemie meiner Existenz, ja offen zu. Ich will Zeugnis ablegen: Ich habe meine Mutter zwangsweise zum dreimonatigen Bungstraining zugewiesen, habe meiner schwangeren Schwester einen 1-€-Job verordnet und meinen Bruder beim Amt angeschwärzt, weil er es unterließ, die Einnahmen aus seiner Flaschensammler-Tätigkeit ordnungsgemäß beim Amt anzuzeigen. Vorhab habe ich, das sei nicht vergessen, meinem Vater auch noch eine 30% Leistungskürzung reingehauen, weil der faule alte Sack nur 9 statt der von mir geforderten 10 Bewerbungen pro Monat vorlegen konnte.

Und in der Tat: Mir wird übel bei meinem Anblick. Vor lauter Schlechtigkeit wage ich es kaum noch, morgens in den Spiegel zu schauen. Aus Angst natürlich, dass der zerspringt, wenn ein Monster wie ich vor ihm steht. Ich sehe mich dereinst in vielen Jahren schon vorm Schöpfer stehen, der mir mit sonorer Stimme aufgibt: "So sprich! Was tatest du mit deinem Leben?" Sagen müsste ich dann wohl: "Naja, also ich habe letzte Woche die Diele vertäfelt und...ach ja, vor 50 Jahren habe ich mal im Jobcenter gearbeitet und besaß da die Frechheit, Arbeitslose zu verwalten." Was Gott darauf sagen würde, ist wohl offenkundig: "Ab in die Hölle mit dir, du parasitärer, systemhöriger Wicht". Na gut. Ich geh ja schon...
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Alt 09.09.2012, 09:54   #100
BurnsTorn
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Standard AW: Umfrage: Qualität der Arbeitsvermittlung

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum sich manche hier über schlechte VVs so aufregen. Als ich arbeitslos war, habe ich genau so hirnverbrannte VVs bekommen, die vorne und hinten nicht zu meinem Fähigkeitsprofil passten, wie ich selbst hinrverbrannte VVs rausgeschickt habe, als ich selbst PAP war. Damals bewarb ich mich natürlich trotz der Unpasslichkeit und bekam dann immer schnell eine Absage. Aber immerhin hatte ich durch die Bewerbungen mein monatliches Zwangs-Soll (ich musste immer 5 Bewerbungen pro Monat vorlegen) erfüllt und konnte mich dann für den Rest des monats auf ernsthafte Stellensuche begeben.

Ich würde es daher einfach pragmatisch sehen und mich nicht aufregen. Denn wo also ist das Problem? Es ist doch eh jedem hier - und auch jedem MA im JC - klar, dass man zu einem Job am ehesten durch eigene Suche kommt, durch Kontakte etc. Verlässt man sich da aufs Jobcenter, so ist man verlassen. Das ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Das Jobcenter schickt VVs hauptsächlich deshalb raus, weil es im Controlling nachgehalten wird. Nur darum geht es. Wenn man das einmal durchschaut hat, kann man eigentlich ganz entspannt auf VVs reagieren. Man muss nur eine gute (hier verstanden als schlechte) Bewerbung schreiben, in der man ehrlich darlegt, was einen für die Stelle qualifiziert. In den meisten Fällen ist das: Nichts.

Und wenn man das ehrlich schreibt, ohne dabei zu erkennen zu geben, das man an der Stelle auch gar kein Interesse hat, wird das auch niemand als Negativbewerbung auslegen können. Ich habe hunderte von richtig "guten" schlechten Bewerbungen gelesen. Da war mir als PAP sofort klar, dass die Bewerber die Stelle nicht wollten, aber ich wusste auch, dass ich da keine rechtliche Handhabe hatte. Es lag eine ordnungsgemäße Bewerbung vor. Ist das hinrverbrannt, da so ein Papier-, Zeit- und Steuergelder verschwendendes Nullsummenspiel zu betreiben? Keine Frage, natürlich ist es das. Aber es funtioniert und alle können "zufrieden sein". Die oberste Führung im Amt ist zufrieden, weil viele VVs rausgehen, der PAP ist zufrieden, weil er seine Quote erreicht und den Kunden kann es im Grunde genommen egal sein. So erhält sich die Arbeitsverwaltung am Leben und man wird in Ruhe gelassen, solange man sich ordnungsgemäß bewirbt - und wie das geht kann man hier im Forum ja nachlesen.
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