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Alt 22.05.2006, 06:48   #51
pixelfool->Emailproblem
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Registriert seit: 07.04.2006
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Beiträge: 368
pixelfool
Standard

Moin Eisbär,

gute Besserung für Deine alten Herrschaften!
__

In zeitgemäßer Abwandlung:
Ich wünscht´, ich könnt´mir so viele Lebensmittel leisten, um so viel fressen zu können, wie ich kotzen möchte!

Meine Beiträge in diesem Forum stellen meine persönliche Meinung dar - keine Rechtsberatung!
pixelfool ist offline  
Alt 22.05.2006, 12:12   #52
Arania->Emailproblem
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Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.182
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard

Oh klingt übel, alles Gute
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 22.05.2006, 12:32   #53
Barney
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ja, das geht erst mal vor. Gute Besserung den beiden!

Hoffentlich dauert es nicht so lange, bis du die Pflegebeantragung durch hast . Da hört man ja auch immer wieder was über erschreckende Bearbeitungszeiten und das da erstmal alles vorgestreckt werden muß. :dampf:
 
Alt 23.05.2006, 23:08   #54
sofiamaya->Emailproblem
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Registriert seit: 09.12.2005
Ort: Aachen
Beiträge: 13
sofiamaya
Standard Mao Ze Dung

Hallo!

Ich las alle Anträge hier und habe mich entschieden, mich auch einzumischen, obwohl ich in so eine „männliche“ Runde wahrscheinlich die einzige Frau bin.
Aber wie sie sich hier die „wessis“ hereinbringen, tut mir sehr weh, denn ich persönlich habe 21 Lebensjahren im Bulgarien verbracht, aber auch richtig gelebt. Denn ich weiß, wie wir alle, meine Großeltern, meine Eltern und wir, die Kinder, unseren Leben genossen haben. Und ich kann wirklich sagen, dass 99% der Menschen, die im Ostblock geboren wurden und gross gewachsen sind, hatten damit wirklich Glück gehabt, weil sie doch etwas vom Leben hatten. Ob im DDR, Ungarn oder Bulgarien, die Art und Wiese wie wir lebten war gleich.
Jeder Familienmitglied hatte eine gut bezahlte Arbeitsstelle, jeder hatte eine Eigentumswohnung , (egal ob Plattenbau oder nicht, Haupt Sache „Klein, aber mein!“), jede Familie fuhr jedes Jahr mit dem eigenen Auto ans Meer in Urlaub, auf Kosten der Firma, wo einer von der Familie eingestallt war. Man ging im Winter in den Feiertagen zum Skilaufen in den Bergen und die Jungs und Mädchen könnten genauso wie die „Wessis“ unter des Dieter Bohlen Rhythmus „Modern Talking“ in die Discos abtanzen. Alsooo, und „Rocky I“ und „Mad Max“ habe ich schon im Jahre 1983 zu Hause auf dem Video gucken können! Aber der Hammer war, das Schulsystem. Ich bin unter der glücklichsten Menschen, die im Osten gelebt haben, denn wir haben wirklich viel von der Schule ins Hirn sammeln dürfen, sodass wir heute mit offenen Augen, ohne „Pferde-Augen-Klappen“ leben können.
Ich spreche 5 Sprachen: bulgarisch(Schule), englisch(Schule), russisch(Schule), deutsch (BDR) und arabisch (Irak). Dank des Kommunismus. Und Heute wenn ich in der Frauenarztpraxis sitze und 1 Stunde, trotzt Termin warten muss, kann super gut belauschen, was die Heike oder Leila in der Ecke reden, oder Jane und Irina.
Ich bin reich!
Und damals hätte ich keine Angst gehabt, wenn unserer Wohnung in die Flammen gehen würde, dass ich und meine Kinder vom Balkon runterspringen müssen, weil die sonst „coole“ Nachbarn, sich verstecken. Ich hätte keine Angst gehabt, denn unsere Nachbarn hätten mit Eimern und Töpfe voller Wasser in die Wohnung gerannt und uns retten können. Gleichgültigkeit unter uns gab es nicht! Feuerwehr gab es aber, nicht dass die „ wessis“ nur denken, es gab sie nicht.
Noch ein Beispeil: Eine junge zukünftige allein erziehende Mutter dürfte damals, eine eigene Wohnung ab sofort auf Darlehen kaufen. Die Stadt kaufte ihr die Wohnug und sie bezahlte sie später in Raten ab. Außerdem bakam eine Mutter 3 Jahren lang Erziehungsgeld, (volle Arbeitslohn), damit sie ihr Kind liebevoll betreuen kann. Sie dürfte aber auch arbeiten gehen. Wenn sie es möchte. Dazu gabt es Kinderkrippen für Kinder ab 8 Monat (von Mo-Fr) belegt.

Ich habe keine negativen Beispiele leider für euch. Auch das einzige, das mir einfällt, entpuppte sich im vergleich mit BDR als positiv. Schuluniform. Wir alle mussten sie tragen. Aber heute weiß ich es, dass sie für uns, die Schüler, gut war, weil nicht jeder eine „Wrangler“ oder „Riffle“, „Cash-Cash“ Jeans hatte . Mansche schon. Aber da war das Wettbewerb ums Schulnoten und nicht um das coolste Nokia-Handy.

Usw. usw. usw.…….Nun sind die Chinesen dran. Schauen wir mal dahin..die Bauerrevolution…….Viel Spaß mit Mao Ze Dung!
Was würde nun uns heute eine Chinese erzählen….
__

Wenn zwei Menschen immer die gleiche Ansicht haben, ist einer davon überflüssig.

;-)
sofiamaya ist offline  
Alt 23.05.2006, 23:16   #55
kalle
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Registriert seit: 05.07.2005
Ort: Selmsdorf
Beiträge: 1.496
kalle
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Hast ja nicht so ganz unrecht. Auch ich als Wossi weiß, das der Zusammenhalt der Menschen wohl größer war als beim "Klassenfeind".

Aber das dieses eine reine Herrenrunde is, das wird Dir Barney wohl nicht so verzeihen. Oder ? :lol: :mrgreen: ;)
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
Mit Dank an Pixelfool
kalle ist offline  
Alt 23.05.2006, 23:23   #56
sofiamaya->Emailproblem
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sofiamaya
Standard sorry...

Es tut mir leid, ich :? habe den Text hier falsch reingebracut...vermutte mal...Sorry, noch mal..
__

Wenn zwei Menschen immer die gleiche Ansicht haben, ist einer davon überflüssig.

;-)
sofiamaya ist offline  
Alt 23.05.2006, 23:23   #57
Arania->Emailproblem
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Beiträge: 17.182
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Hm, aber NUR positiv gibt es einfach nicht oder Du bist die 100% Ausnahme, ich denke es gibt immer positives und negatives, nur eins von beiden ist für mich unvorstellbar
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 23.05.2006, 23:23   #58
Barney
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Beiträge: n/a
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Kalle, dass dies hier eine Männerrunde ist, ist genauso wahr, wie der Rest des Beitrages. :P
 
Alt 23.05.2006, 23:30   #59
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Tja ich hab da ja auch so meine Zweifel :pfeiff:
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 23.05.2006, 23:33   #60
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Quirie
Standard Re: Mao Ze Dung

Zitat von sofiamaya
.......

Jeder Familienmitglied hatte eine gut bezahlte Arbeitsstelle, jeder hatte eine Eigentumswohnung , (egal ob Plattenbau oder nicht, Haupt Sache „Klein, aber mein!“), jede Familie fuhr jedes Jahr mit dem eigenen Auto ans Meer in Urlaub, auf Kosten der Firma, wo einer von der Familie eingestallt war. Man ging im Winter in den Feiertagen zum Skilaufen in den Bergen und die Jungs und Mädchen könnten genauso wie die „Wessis“ unter des Dieter Bohlen Rhythmus „Modern Talking“ in die Discos abtanzen. Alsooo, und „Rocky I“ und „Mad Max“ habe ich schon im Jahre 1983 zu Hause auf dem Video gucken können! Aber der Hammer war, das Schulsystem. Ich bin unter der glücklichsten Menschen, die im Osten gelebt haben, denn wir haben wirklich viel von der Schule ins Hirn sammeln dürfen, sodass wir heute mit offenen Augen, ohne „Pferde-Augen-Klappen“ leben können.
….
Und ich???? :cry: :cry: :cry:

Eine Frage hätte ich allerdings: Warum wurde diese wunderbare Welt von ihren Bewohnern abgeschafft?
__

Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.
(Verf.unbekannt, Realitätsgehalt 100 %)

- Keine Rechtsberatung, die ist Sache der Rechtsanwälte-
Quirie ist offline  
Alt 23.05.2006, 23:34   #61
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard

Das frage ich mich auch :pfeiff:
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
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Alt 27.05.2006, 08:02   #62
eisbaer
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eisbaer Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Re: Mao Ze Dung

(zwei Tage Ruhe und nächste Woche geht es weiter, Pflegeheimplatz, Betreuungsvollmachten, alles das kostet in Deutschland viel Zeit, viel Papier und auch Honorar für Advokaten, man wird sehen, wie weit es gehen muss, ob die Wohnung aufgelöst wird etc. )



Zitat von Quirie
Eine Frage hätte ich allerdings: Warum wurde diese wunderbare Welt von ihren Bewohnern abgeschafft?
weil die politisch Verantwortlichen aus diesen Gesellschaften eine dicke Mauer um all ihre sozialistischen Systeme gezogen hatten und es ihren Bürgern verwehrten, realistisch und ohne Strafandrohung für sich selbst ohne Druck einen Vergleich zu ziehen und eine eigene Entscheidung zu treffen, wo sie leben wollen. Weil die Kirschen in Nachbars Garten, wenn sie einem hartnäckig verwehrt werden, am Ende als die besseren Kirschen erscheinen, obwohl man selbst welche im Garten hat
Nur deshalb
Ohne die Mauer wäre die DDR nicht "abgeschafft" worden, sie hätte es wirtschaftlich nur etwas schwerer gehabt, sich seit 1961 durchzusetzen, aber ich bin der Überzeugung, sie hätte weiter Bestand gehabt. Die Schizophrenie des Stalinismus, das sich Einkapseln und die Bürger in den Gedanken auf Linie bringen zu wollen, das ängstliche politische Ziel, die Bürger nicht über Zaun schauen zu lassen - all das erweckte den Eindruck, dass das Schlaraffeland westlich der Mauer zu finden sein, dass dort die D-Mark aus dem Wasserhahn fließen würde - man brauche ihn nur aufzudrehen - all das hat den Eindruck des gelobten Landes entstehen lassen.

Was wäre gewesen, wenn die DDR die Mauer 1961 nicht gebaut hätte, wenn die Sowjetunion dem Mauerbau nicht zug
estimmt hätte?


1. Die Menschen wären rüber und nüber gegangen, in beide Richtungen. Manche wäre geblieben, viele wären wieder zurück gekommen, andere wären auch gekommen - aber in Freiheit und ohne Zwang und ohne Angst um Konsequenzen. Und das wären die besseren Agitatoren gewesen als die Schwarz-weiß-Maler, die man uns in den allmontaglichen politischen Schulungen in den Betrieben im Parteilehrjahr oder in den gewerkschaftlichen Schulungen der sozialistischen Arbeit vor die Nase setzte, den die redeten auswendig gelernt über Dinge, die sie selbst nicht kannten und deshalb nicht erfasst hatten.

2. Die Wirtschaft hätte sich strecken müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben, unsere Betriebe wären nicht materiell so vergammelt, sondern hätten immer auf den neuesten technischen Stand gebracht werden müssen. Es wäre zu Schließungen unrentabler Betriebe gekommen, die der Gesellschaft nur noch Geld kosteten und es hätte sicher auch einen gewissen Prozentsatz Arbeitslose gegeben, aber so konnte es sich die DDR leisten auch jeden Arbeitsunwilligen durchzufüttern.

3. die Politik hätte sich mehr anstrengen müssen, denn mit dem Alleinanspruch auf die tägliche Meinung hätte die SED brechen müssen und hätte das Volk und die anderen Gruppierungen und Parteien echt einbeziehen müssen

4. und noch vieles mehr

Der Tod der DDR war der Alleinvertretungsanspruch einer einzigen Partei und ihre Mauer, nicht das System selbst und seine Menschen, die es viel besser verstanden, miteinander umzugehen. Es war nicht der Sozialismus, der schlecht war, sondern die die ihn zu machen glaubten, setzten ihn falsch am. Der Sozialismus ist, wenn er richtig organisiert wird, das bessere System. aber man hatte ja manchmal den Eindruck, dass selbst die Großkopfigen in der DDR den Marx gar nicht gelesen oder verstanden hatten. Nirgendwo schreibt Marx etwas von Staatseigentum, sondern die bessere Gesellschaft, die er beschrieb, beruhte auf dem Gemeineigentum an Produktionsmitteln, quasi an der Beteiligung der Arbeiter am Ergebnis, durch Aktien, Dividenten, menschenwürdige Löhne, soziale gesellschaftliche Umfeldbedingungen etc. Das in der DDR so bezeichnete Volkseigentum war in Wirklichkeit Staatseigentum und der Staat als Institution war Marx ein Greuel und für ihn arbeiterfeindlich. Im Prinzip beschrieb Marx im Kapital eine Art genossenschaftliches System - Volkseigentum gab es bei ihm nicht, das haben Lenin und Stalin aufgebracht - Lenin hat es widerrufen als er merkte, dass der Staat in dieser Rolle selbst zum Ausbeuter wird. Aber Lenin war da schon von Stalin kaltgestellt worden und Stalin ließ Lenins Schrift "gegen" den Staat in eine Schrift "über " den Staat umschreiben und abschwächen.
Stalin ist der eigentliche Zerstörer der sozialistischen Idee an sich
http://www.memorial.de/bilanz_des_terrors.pdf
Chruschtschow war aber auch mit von der Partie, so war die Rede zumindest von seiner Person moraslisch auch fraglich, weil Chruschtschow die Repressionen in der Ukraine geleitet hatte.
Hier scheint der gesamte Text der Rede zu sein:
http://scifi.pages.at/stasihalle/Geh...chtschows%20au f%20dem%20XX.Parteitag%201956.pdf

Der sozialismus darf keine Sache einer Partei sein, sondern muss von allen gestaltbar sein. Das zu tun und den Sozialismus auf breite Füsse ohne eine allein gepachtete Wahrheit wäre 1990 der dritte Weg gewesen, den wir nach 1989 gehen wollten, den wir aber nicht mehr gehen durften, weil uns die neue Männerfreundschaft Kohl und Gorbatschow diesen Weg nicht gehen ließ und schon 1990 die Angliederung der DDR beschlossene Sache unter beiden war. Damit war der Ausflug in den Sozialismus beendet.

Nicht einfach alles wegwerfen, sondern Vernünftiges davon zu übernehmen und zu reformieren und besser machen und ich gehe soweit, dass dieses System, was wir jetzt erleben sich auch mit reformiert hätte - zum Besseren für die Menschen in Ost und West.
Nun aber hat es dieses System auch nicht mehr nötig, sich zu reformieren, zumindest nicht in dieser Beziehung, denn es existiert kein Vergleichssystem mehr, auf das die Bürger zeigen könnten, wenn sie sozialere und gerechtere Gesetze einfordern. so gesehen war der Untergang der DDR auch für den einfachen Bürger in der BRD kein Vorteil, denn das Argument der Unfähigkeit des sozialistischen Systems ist jetzt immer wieder die pauschale Begründung, warum man unsozialer, ungerechter und für die Massen nachteiliger entscheiden müsse. Mit dem Vergleichsbeispiel DDR im Rücken konnten die Herrschaften in der Alt-BRD nicht so ohne Weiteres alles mit den Arbeitern machen - Jetzt können sie es und es wird sicher länger als eine Generation dauern, ehe auf friedlichem Wege wieder ein anderer Weg ausprobiert werden wird.
eisbaer ist offline  
Alt 27.05.2006, 10:29   #63
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Zitat:
Quirie hat Folgendes geschrieben:

Eine Frage hätte ich allerdings: Warum wurde diese wunderbare Welt von ihren Bewohnern abgeschafft?

Deswegen. Die DDR und andere waren dabei nur im Wege, oder?

http://www.flegel-g.de/zusammenhaenge.html
PUT ist offline  
Alt 27.05.2006, 10:37   #64
eisbaer
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klar doch.
Das sozialistische Beispiel. Wenn es funktioniert hätte, wäre das für die anderen kapitalistischen Staaten, d.h. für die Interessenverteter der Konzerne verheerend gewesen, für die Menschen dort wäre es eine Entlastung geworden, weil es den Regierungen Zugeständnisse abgerungen hätte.
eisbaer ist offline  
Alt 27.05.2006, 14:25   #65
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Quirie
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Zitat von eisbaer
klar doch.
Das sozialistische Beispiel. Wenn es funktioniert hätte, wäre das für
die anderen kapitalistischen Staaten, d.h. für die Interessenverteter
der Konzerne verheerend gewesen, für die Menschen dort wäre es eine
Entlastung geworden, weil es den Regierungen Zugeständnisse abgerungen
hätte.
Ja wenn es denn funktioniert hätte. Auch das Christentum fing mal mit
sozialistischen Idealen an, und was ist daraus geworden?

Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Mißbrauch, sagt Albert Einstein.

Ich glaube nicht, dass die Menschen im Osten moralisch "besser " gewesen sind als die im Westen, genau so wenig wie umgekehrt.

Aber einer Sache bin ich mir ziemlich sicher:

Wenn die Zustände im Osten so fantastisch "geworden wären", muss man
wohl sagen, hätten viele meiner "Mit-Wessies" keineswegs geduldig auf
die Verbesserung des kapitalistischen Systems hier gewartet. Nach guter
alter Aldi-Manier zu Zeiten, als es dort die ersten günstigen PCs zu
kaufen gab, wären sie in friedlichster Absicht wie die Heuschrecken über die arme kleine DDR hergefallen und hätten dort auf Dauer ihre Zelte aufgeschlagen, um an den Segnungen dieser Welt teilzuhaben.

Dass auch da nur der Traum vom Sozialismus geträumt wurde, sagt ihr ja selbst inzwischen. Und außer der Famlie von Frau Merkel sind mir nicht so wahnsinnig viele bekannt, die von hier nach dort gegangen sind.
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Alt 27.05.2006, 15:48   #66
eisbaer
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ja, wenn es denn funktioniert hätte. Die Parameter menschlicher Eigennnutz, Egoismus, Neid und Raffgier aber, können so etwas ad absurdum führen.
Ich bin aber noch immer überzeugt, wenn man es richtig machen würde und die Menschen mitnehmen würde, statt sie zu schieben oder zu ziehen, dann wäre der Sozialismus als die bessere menschliche Gesellschaft machbar.
Bei den Tschechen hatte man 1967 mal begonnen, einzelne Betriebe in Gemeineigentum (d.h. die Beschäftigten nach 10 Jahren als Anteilseigner) zu überführen, Werkleiter wurden gewählt, Dividenten an die Beschäftigten ausgeschüttet, die Gehälter legte ein Rat fest etc (in etwa die wirklichen alten Ideale der Carl-Zeiss-Stiftung) - aber dem wurde im August 1968 ja ein jähes Ende bereitet, weil die tschechische Regierung plötzlich erklärte, aus dem Warschauer Pakt ausscheren zu wollen. Und da passierte, was passieren musste, denn damals hatte mit Breshnew wieder eine Neubelebung des Stalinismus eingesetzt. Dubscek und Goldstücker handelten damals ziemlich unklug, denn die wirtschaftlichen Reformen hatte Breshnew ja noch hingenommen, aber dann militärischen Bündnis rütteln zu wollen, das war echt ein hirnverbrannter Kamikaze-Gedanke, das war genauso, als sich aus dem Fenster zu stürzen. Wer weiß, wenn die es langsamer und schlauer gemacht hätten, vielleicht hätten wir ihn dann wirklich erlebt, diesen anderen Sozialismus. Wirtschaftlich hatte sie diesen Weg durchaus schon betreten.
eisbaer ist offline  
Alt 27.05.2006, 19:06   #67
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Zitat:
Die Parameter menschlicher Eigennnutz, Egoismus, Neid und Raffgier aber, können so etwas ad absurdum führen.
Und die wird es leider immer wieder geben, denn den meisten Menschen ist es am wichtigsten wie es ihnen geht und nicht wie es der Allgemeinheit geht
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 28.05.2006, 00:49   #68
Barney
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Zitat:
Ich bin aber noch immer überzeugt, wenn man es richtig machen würde und die Menschen mitnehmen würde, statt sie zu schieben oder zu ziehen, dann wäre der Sozialismus als die bessere menschliche Gesellschaft machbar.
Das wird genauso ein unerfüllbarer Wunsch sein wie der Bau des Perpetuum Mobile.

Wir werden weiter um den Anteil am Ergebnis unserer Arbeit kämpfen müssen und von der bequemeren Art träumen können.
 
Alt 28.05.2006, 00:53   #69
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Quirie
Standard Re: Mao Ze Dung

Zitat von eisbaer
.......
Der Sozialismus ist, wenn er richtig organisiert wird, das bessere System.
........
Und wo, bitte, kann ich mir das mal angucken?
__

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Quirie ist offline  
Alt 28.05.2006, 07:44   #70
eisbaer
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Standard Re: Mao Ze Dung

Zitat von Quirie
Zitat von eisbaer
.......
Der Sozialismus ist, wenn er richtig organisiert wird, das bessere System.
........
Und wo, bitte, kann ich mir das mal angucken?
Gute Frage. Wahrscheinlich bis dato nirgendwo, denn selbst die Chinesen machen ja einen kommunistischen Kapitalismus.
Kuba ? Ist vorbei, die sind wirtschaftlich durch die USA ruiniert worden, das ist nur eine Frage der Zeit, wann die kapitulieren müssen
die anderen lateinamerikanischen Staaten, die Wahlsiege der Linken oder der Popularbündnisse hatten ? Weniger, wagen die zuviel, werden sie das Schicksal Chiles erleiden, dafür sorgt der CIA.

Nein mir fällt keiner ein. Das müssen schon wir selbst oder unsere Nachkommen wagen.
eisbaer ist offline  
Alt 28.05.2006, 07:49   #71
eisbaer
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Zitat von Barney

Wir werden weiter um den Anteil am Ergebnis unserer Arbeit kämpfen müssen und von der bequemeren Art träumen können.
Das siehst du falsch - Der Sozialismus ist nicht bequem. Das Grundprinzip heißt nämlich, jeder nach seiner Leistung und wer objektiv nichts leisten kann, der sach seinen menschlich-würdigen Bedürfnissen.
Lenin schrieb mal - Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.

Also von "bequem" kann hier keine Rede sein. Was man aus einem topf rausnehmen will, das muss vorher in diesen hinein gewirtschaftet worden sein - auch im Sozialismus.

Wie man das, was man aus dem Topf herausnimmt, am ende gerecht verteilt, das unterscheidet den Sozialismus vom Kapitalismus. Die Eigentums- und Verteilungsverhältnisse sind der Knackpunkt.
eisbaer ist offline  
Alt 29.05.2006, 01:33   #72
Barney
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Ein Verteilungskampf findet im Sozialismus - auch in den Ländern, die es versucht hatten - nicht wie in den kapitalistisch geführten Ländern statt. Das meine ich mit bequemerer Art.
 
Alt 29.05.2006, 12:54   #73
hummellinge->Emailproblem
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Beiträge: 93
hummellinge
Standard meine Gedanken dazu

Hallo,

zur Wende war ich 17 Jahre, gerade angefangen mit lernen - früher Wirtschaftskaufmann heute Industriekauffrau.

Ich habe in Laufe der Zeit mir folgende Meinung zugelegt. Jedes der beiden Systeme hatte seine Vor- und Nachteile.

VORTEILE MEINER MEINUNG

DDR
- Kinderbetreuung, Schule, - Umgangsformen der Menschen, - Arbeitsplätze
BRD
- Reisefreiheit, - Kaufmöglichkeiten

NEGATIVES MEINER MEINUNG

DDR
- staatlich verordnete Misswirtschaft, - die Mauer, - der Versuch, Menschen durch dumme Idiologien zu beeinflußen

zur alten BRD kann ich dazu wenig sagen, denk mal das kann jeder sich selber überlegen - hab ja in dem System nicht gelebt

In meinen Augen sind mit der Wende einige Fehler gemacht worden. Vorteile für die Unternehmer, der Mensch ist auf der Strecke geblieben. Sage es mal rein ökonomisch, das System war bereits Ende der 80iger schon fast vor dem Aus - mit der Wende wurden neue Märkte eröffnet, es begann der allg. gültige Wirtschaftskreislauf fast wieder von vorne. Firmen / Unternehmen der DDR, egal ob mit ausgeglichener Bilanz oder nicht wurden überrannt wie die Heuschrecken. Ich habe es selber erlebt in meinem Ausbildungsbetrieb. Die Arroganz der Buchprüfer, die an den Tag gelegt wurde, hat denk ich mal damals viele Menschen verschreckt und eine Barriere in den Köpfen wurde gebaut. Nicht gerade förderlich waren dazu dann noch die Berichte über Buschzulagen für den der in den Osten ging. Ich glaube es fanden viele Menschen erniedrigend. Weil auch wir gearbeitet haben - zwar nich immer sinnvolle Aufgaben, gebe ich zu, aber immer gearbeitet. Jeder hatte sein Auskommen, die Kinder waren versorgt wenn man gearbeitet hat und man musste sich wenig Sorgen machen. Nach meiner Lehre bin ich den in eine andere Firma und habe neben der Arbeit noch eine Ausbildung gemacht. Aber in dieser Firma bin ich zum ersten mal mit einem "Westchef" in Berührung gekommen. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, wie und auf welcher Basis so was erfolgen kann. Diese Art kann man sich schlecht vorstellen. Bei uns gab es zu der damaligen Zeit einen Spruch: es ist nur derjenige in den Osten gekommen, der auf der anderen Seite nix geworden wäre.

Gehen wir mal tiefer in die Sache - z.b. Schulbildung. Gern wird gesagt, na ja Pioniere nur Ideologie und Systemerziehung. Aber das ist falsch! Ich hatte das Glück im ersten Lehrjahr kurz nach meiner schriftlichen Abschlussprüfung eine Prüfung (Mathematik) im Vergleich aus dem Bundesland Bayern (Realschule) nachgeschrieben. Bayern liegt ja heute auf Rang 1 im Pisa-Ranking von Deutschland. Aber die gestellten Aufgaben und das Ergebnis in unserer Klasse - Fragen über Fragen und da wundern die sich, warum Deutschland im Europaweiten Vergleich so schlecht sind? 23 Mädels + 1 Junge alle mit 1 absolviert - bei welcher Prüfung gibt´s des . Aber na ja die Einheitsschule war ja verpönnt.

Ein weiteres Bsp. Was ich lustig finde - zu meiner Kinderzeit gab es im Kindergarten die sogenannte Vorschule - nach der Wende ganz schnell abgeschafft, weil es ja nicht gut wäre und denk mal eine Grundlage der DDR-Schulvorbereitung. Kurioserweise wurde es in Sachsen 2001 wieder eingeführt. Mein Sohn hat die Zeit genossen und ich glaube nach wie vor das es sehr gut ist. Man sieht wie weit Kinder sind, was können sie und wo sind noch Defizite.

Wie bereits oft gesagt, bin ich von Sachsen nach Berlin verzogen - wenn man sich die Lehrpläne ansieht, kommt das große Erschrecken - mein Sohn hat die Hälfte des ersten Schulhalbjahres im wahrsten Sinne nur rumgesessen, weil man hier noch nich ansatzweise so weit war - aber wohlgemerkt nur Deutsche Kinder in der Klasse, keine wo man sagen könnte - Sprachprobleme oder Migrantenkinder. Und als letztes Thema damit es hier nicht zu lang wird - der Umgang der Menschen untereinander war völlig anders. Wenn ich es heute sehe, erschrecke ich. Als Bsp. Das Tote Mädel in Annaberg- Buchholz, der AMOK-Lauf hier von Berlin. Warum sind die Kinder so - ich denke es passiert, weil eine Art Perspektivitätslosigkeit entstanden ist. Wenn dem nicht bald Einhalt geboten wird, wird es noch viel schlimmer werden.

So könnte ich noch weiter schreiben, meine Gedanken, aber ich denke es würde zu lang werden und ein Roman .....

Tschüß hummellinge
hummellinge ist offline  
Alt 29.05.2006, 12:58   #74
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Zitat:
Lenin schrieb mal - Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.
Ach daher hat Müntefering den Spruch :pfeiff:
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