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Start > > -> Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

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Alt 18.11.2012, 17:40   #76
kscheirich->Emailproblem
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kscheirich
Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von überflüssig44 Beitrag anzeigen
Ich finde mal sollte mit dem Vergleich zum dritten Reich vorsichtig sein. Das ist nicht das gleiche!!
Das ist deine Meinung.
Aber ich finde man sollte durchaus Vergleiche ziehen, um auch den Anfängen zu wehren.
Sollte er auch noch so beschönigt darstehen, der Faschismus!
Und nur darum gehts, dem Faschismus(hier Kapitalfaschismus) von Anfang an Einhalt zu gebieten.
Getreu dem Motto: Wehret den Anfängen!
kscheirich ist offline  
Alt 18.11.2012, 17:41   #77
hartz5
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hartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagiert
Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von überflüssig44 Beitrag anzeigen
Ich finde mal sollte mit dem Vergleich zum dritten Reich vorsichtig sein. Das ist nicht das gleiche!!
Aber das selbe.......

ich kann dieses "Ach, ich bin doch nur ein kleines Rädchen im Getriebe"-Gelaber nicht mehr ertragen....genauso klingt es in filmischen Dokumenten, die aus der unmittelbaren Nachkriegszeit (besonders Filme, die bei Entnazifizierungen gemacht wurden) stammen.

Wer einen Job macht, in dem er ohne jede juristische Bildung STRAFEN (hier gerne Sanktionen genannt) verhängt, ist nicht nur ein kleines Rädchen.

Es ist eine Schande, dass es in einem RECHTSSTAAT möglich ist, dass ein paar schlecht ausgebildete juristische Laien die Möglichkeit haben, STRAFEN (Sanktionen) zu verhängen, die im Vergleich zu den meistens vorgeworfenen "Vergehen" völlig unverhältnismässig sind....nein, eigentlich, dass es überhaupt ein Gesetz in D gibt, dass es ermöglicht, Existenzen mit einem Mausklick zu vernichten.

(ja, ich weiß, jetzt kommt sicher wieder, dass ja jedem der Rechtsweg offensteht.......ich denke aber, dass ist dann mehr Hohn als Nötig ist)
__



Der menschliche Horizont ist der Abstand zwischen Kopf und Brett









hartz5 ist offline  
Alt 18.11.2012, 17:42   #78
gast_
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen

Aber mittlerweile weicht das hier mehr und mehr vom Thema ab.
Man muß manches leider immer wieder überlesen oder jemanden auf ignore setzen, will man so etwas verhindern.
gast_ ist offline  
Alt 18.11.2012, 17:46   #79
Kobold1966
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Kobold1966 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat:
Man ist immer parteiisch und dem Amt verpflichtet.
Ist eine Bankrotterklärung für eine vermeindlich soziale Einrichtung welche sich als Service für die Abgehängten versteht!

Würden die FM/SB ihre Arbeit ernst und gewissenhaft im Dienst des "Kunden" machen, dann müssten sie sich ans Gesetz halten und nicht irgendwelche Anweisungen ausführen. Es ist ihre Pflicht bei gesetzwidrigen Anweisungen zu remonstrieren. Dazu müsste man erstmal die Gesetze (GG) kennen.

Im übrigen sei noch erwähnt, dass keinem geholfen ist einen EX-SB anzufeinden, der mehr oder weniger Einsicht bekundet. Vorallem die, die heute dort sitzen, müssen resozialisiert werden.
Kobold1966 ist offline  
Alt 18.11.2012, 17:47   #80
überflüssig44
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Jobcenter Intern

Veröffentlicht am 6. Oktober 2012
Ich war jetzt zuletzt zweieinhalb Jahre in einem Jobcenter in Hamburg als Arbeitsvermittler tätig.

Jeder Vermittler hatte sich dort um circa 350 Personen zu kümmern, und dies sei noch wenig, wie man mir berichtete. Grundsätzlich geht es nur sekundär um diejenigen, denen dort geholfen werden soll. Das Führungspersonal steht unter großem Druck, gewünschte Zahlen zu produzieren; diesem Ziel wird dort radikal alles untergeordnet. Auf Dienstbesprechungen wurden immer wieder Vergleichszahlen und Rankings anderer Jobcenter präsentiert. Mit zum Teil aberwitzigen Aktionen seitens der Teamleitung wurde versucht, das Jobcenter im Ranking zu verbessern, wobei weder nach regionalen Besonderheiten noch sonst wie unterschieden wurde. Einmal hieß es: »Um das Budget für das nächste Jahr zu sichern, müssen in Hamburg in den kommenden zwei Wochen 3000 Personen einer Arbeitsgelegenheit zugewiesen werden: Eine mündliche Dienstanweisung an alle Vermittler.« Oder: »Bei den Sanktionen sind wir im vorderen Drittel, weiter so!« Eines der wichtigsten geschäftspolitischen Ziele eines Jobcenters jedes Jahr ist die Senkung der passiven Leistung, da sind Sanktionen das einfachste Mittel.

Gesetzlich relevante Vorgaben und Formulare ändern sich am Fließband. Dies kam schon einer Beschäftigungstherapie gleich. Des Öfteren wurde zum Beispiel mitgeteilt: Bis auf weiteres keine Umschulungen mehr zu finanzieren und das doch bitte im Kontakt nicht damit zu begründen, dass kein Geld aus Berlin freigegeben wird, sondern es sollten nach Möglichkeit Dinge im Lebenslauf des Kunden gefunden werden, die zur Ablehnung führen. Dies alles ist politisch gewollt und wird auch so gesteuert.

Das Jobcenterpersonal setzte sich zum großen Teil aus Mitarbeitern völlig unterschiedlicher beruflicher Herkunft zusammen. Viele aus ehemaliger Krankenhausverwaltung, Telekom, die nach Privatisierung in die Jobcenter geschickt wurden, und Akademiker, die nichts anderes bekommen haben.
Die wenigsten sind also irgendwie pädagogisch geschult und die wenigsten würden diese Tätigkeit tatsächlich ausüben, wenn sie die Wahl hätten.


Anmerkung: Auch hier wieder der Terminus" Keine Wahl". Scheinbar haben alle Jobcentermitarbeiter keine andere Möglichkeit woanders unterzukommen. DAS sollte einen zu denken geben. Meine Meinung geht in die Richtung, "man" möchte sich dafür entschuldigen, das man dort gearbeitet hat, weil einen doch das Gewissen plagt. Schöne Art der Verdrängung.



Der größte Skandal besteht darin, dass es so weit kommen konnte.


aus (Quelle) Jobcenter Intern | Jobcenterleaks
 
Alt 18.11.2012, 17:55   #81
DeppvomDienst->Emailproblem
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Ort: Arm-aber-sexy-Hausen
Beiträge: 958
DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst DeppvomDienst
Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Problem ist, dass Du alle Jobs annehmen musst...
Und ich kann es schon verstehen, dass man eher einen "gut" oder "normal" bezahlten Jobs annimmt, als arbeitslos mit ALG-II herumvegetiert und dann von einer dümmlichen Maßnahme in die nächste verheizt wird, wie eben der "übliche Pöbel".
Erst recht, wenn man ein abgeschlossenes Studium besitzt, nach 5 Jahren Arbeitslosigkeit ist damit nämlich Essig und am Ende landeste dann als Staplerfahrer oder Lagerhelfer, weil Du total zermürbt wurdest und andererseits dazu genötigt wirst. Deine oft über 10 Jahre lang erlernte Qualifikation ist dann nichts mehr wert.

Soviel mal dazu.

Ich sehe es übrigens wie RoterBock ... seitdem ich für mich selbst den SB im Jobcenter für mich als Feind deklariert habe, der mir alles will, nur nichts Gutes... und seitdem auch entsprechend im Jobcenter auftrete, hat sich die Situation für mich persönlich deutlich gebessert.
Ich suche den Konflikt, sobald sich mir die Gelegenheit bietet und bin grundsätzlich immer unbequem - so unbequem wie es geht, ohne dabei den SB persönlich anzugreifen.

Meine Haltung ist grundsätzlich erst einmal als "diplomatisch neutral" zu bezeichnen. "Freundliches Auftreten" habe ich jedenfalls ersatzlos gestrichen, das hat mich in der Vergangenheit mehrfach in Probleme gebracht, die ich dann mühsam habe wieder ausbügeln müssen, teilweise über Anwälte, aber in einem Fall auch über die Zeitung.

Mir tritt man auch nicht freundlich gegenüber und das, was mir bisher so "angeboten" wurde, definiere ich als grundsätzlich feindlichen Akt. Denn keines dieser "Angebote" hätte mich auch nur einen Millimeter vorwärts gebracht.

Sicher, der SB ist dabei nur Erfüllungsgehilfe des Unrechtsregimes von oben... aber auch der SB hat Macht, vor allem wenn er geschlossen auftritt. Denn wenn auch die SB ihre Arbeit geschlossen verweigern würden und z. B. für sich die Aussprache von Sanktionen grundsätzlich ablehnen und diese nicht mehr zur Ausführung bringen, dann dürfte der Gesetzgeber bzw. Arbeitgeber wohl kaum Tausende von Mitarbeitern auf die Straße setzen können.
Macht kommt in dem Fall von Geschlossenheit.

Du schreibst Dinge wie Terminüberschneidungen bzw. dass nicht berücksichtigt wird, dass jemand ggf. in Arbeit ist oder andere Gründe hat, nicht Erscheinen zu können.
Du schreibst von Ersatzterminen...
Alles gut und schön. Ich weiß, dass die SB oftmals komplett überfordert sind und keine Zeit zur Verfügung haben, Unterlagen zu lesen (da geht es jedem Ermittlungsrichter im Gericht genauso, die setzen ja auch nur noch Stempel in Massen unter die Akten und lesen gar nicht mehr, worum es eigentlich geht, weil die Ablehnung aufwendiger ist als die Zustimmung - und selbst eine falsche Zustimmung keinerlei negative Konsequenzen hat), aber dann kann man im Umkehrschluss nicht immer und immer wieder den sogenannten "Kunden" dafür verantwortlich machen, in dem man ihn mit Schreiben und Sanktionsandrohungen z. B. förmlich bombardiert.
Genau das geschieht aber: Es wird nicht der eigene Fehler gesucht, sondern grundsätzlich der "Kunde" dafür verantwortlich gemacht und dann ggf. auch gleich mal munter sanktioniert und um sein existenziell notwendigen Existenzminimum betrogen.

Was Sachbearbeiter gerne zu vergessen scheinen:
Sie haben jeden Monat pünktlich das Gehalt auf dem Konto und verdienen meist genug, um auch ggf. 1 oder 2 Monate Lohnausfall überbrücken zu können.

Der Empfänger von Sozialleistungen hat das aber nicht. Wenn der 2 Monate kein Geld kommt, dann sitzt er auf der Straße... und wenn er sich dann kein Essen erbettelt oder aus dem Müll sammelt, stirbt er!
Diese Verantwortung scheinen diese sanktionsgeilen Systemvergewaltiger einfach nicht in ihren hohlen Schädel zu bekommen. Stattdessen geifern sie nach weiteren und wesentlich härteren Sanktionsmöglichkeiten.

Bei so einer Haltung, ganz ehrlich... kann ich Ausreisser verstehen, wenn es dann mal zu Übergriffen kommt. Ich bin bis heute im allerhöchsten Maße erstaunt, wie gefasst diese Menschen ihre Sanktionen aufzunehmen scheinen, sich deren nicht entsprechend erwehren, sondern es einfach irgendwie ertragen. Für mich persönlich völlig unverständlich.

Ich heisse Gewalt grundsätzlich nicht gut, aber Gewalt bedingt auch beide Richtungen - und SB üben ihre Macht und Gewalt an ihrem Schreibtisch aus.
Der SB bekommt gar nicht mit, was er einem Menschen antut, dem er gerade eben mal 30% oder 60% seiner überlebenssichernden Leistungen stutzt - oder einen falschen Bescheid herausgibt, Unterlagen nicht berücksichtigt...

Ich verstehe gewissermaßen durchaus Deine Ausführungen, bin aber der Ansicht, wer an so einer Basis arbeitet, sich schlicht und ergreifend keine Fehlererlauben darf. Die dürfen nicht geschehen.

Problem ist auch, dass z. B. SB selten bzw. nie für Fehler haftbar gemacht werden können, für sie gibt es bestenfalls mal Kritik vom Teamleiter, das wars aber auch. Da der Vertrag eh befristet ist... was solls auch?

Von hoher Fluktuation kann ich persönlich jetzt auch nicht sprechen oder dies bestätigen. Ich hatte schon unzählige Sachbearbeiter, meist wechselnd zwischen 6 und 9 Monaten... es ist aber nicht so, dass diese Sachbearbeiter dann weg wären, denn wenn ich dann mal wieder im Jobcenter gehe und die Türen der Teams abgehe und auf die Namensschildchen schaue, dann sitzen diese Personen nach wie vor dort.
Es wird also sehr wohl "rotiert", im Fachjargon "umstrukturiert" genannt.

Dass es in den Ämtern nicht rund läuft und vieles improvisiert wirkt, die Mitarbeiter selbst total verunsichert sind und die Rechtslage nicht kennen, das fällt jedem auf, der dort zwangsläufig etwas länger "Kunde" ist und nicht jeden Bescheid und jeden Schriebs so akzeptiert, wie er im Briefkasten liegt...

Aber wenn dann auch noch die Rechtsabteilung Widersprüche unter fadenscheinigsten Begründungen ablehnt, obwohl sie es besser wissen müssten... dann läuft etwas verkehrt.
Also wenn man Menschen, die berechtigte Widersprüche haben, auf den Klageweg schickt, weil man weiß, dass es 2-4 Jahre dauern wird, bis der Kläger dann zu seinem Recht kommt, dann läuft etwas grundsätzlich falsch.

Oder dass man offenkundig nicht kritikfähig ist, was diese bescheuerten und völlig sinnlosen Maßnahmen angeht. Da werden Steuergelder regelrecht verbrannt, da werden Träger massiv überbezahlt, die dann absolut gar nichts leisten - und irgendwann kommt dann mal wieder ein RTL-Bericht von wegen: "Seht her, anstatt das Bildungsangebot wahrzunehmen, sitzen die faulen Hartzis in den Räumen und lesen BILD oder den Playboy."
Dass aber in der Tat gar kein wirkliches Angebot gemacht wird oder das Angebot auf die betreffende Person völlig überflüssig ist, das wird dabei nicht erwähnt.
Einerseits natürlich zur Beschönigung der Statistiken, die Doof-Ursel muss ja was zum grinsen haben, wenn sie ihre Lügen verbreitet, andererseits werden aber auch von den Arbeitsämtern diese Maßnahmen im großen Stil eingekauft und müssen dann eben auch verteilt werden.

Warum keine ECHTEN Bildungsangebote, die die Beteiligten wirklich weiterbringen? Dann sind die auch aus der Statistik raus, aber die Willigen darunter lernen eben etwas dabei.
Die wirklich Unwilligen (sagen wir mal 10%) bekommt man dadurch eh nicht animiert, die sollen ihre Leistungen kriegen und fertig. Alles andere ist vergebene Liebesmüh und kostet den Steuerzahler effektiv mehr, als wenn man ihnen einfach ihren Regelsatz + KdU gibt.
Wer meint, davon toll leben zu können... bitte... Dürften aber nicht viele sein, die das so sehen.

Aber dass man Kranke, Behinderte, Alte, Jugendliche, U25-Leute usw. fast schon terrorisiert, das ist schlicht und ergreifend unmenschlich, aber natürlich systembedingt. Früher waren viele in der Sozialhilfe als dauerhaft nichts arbeitsfähig und fertig. Die hatten dann auch ihre Probleme, aber mussten dann nicht fürchten, dass sie auch noch sanktioniert werden.

Klar, schuld daran trägt die Regierung, die den ganzen Mist eingeführt hat und sich nun die Hände reibt und freut, während sich das Volk, zumindest die Betroffenen, aufreiben... und die Medien schön Öl ins Feuer gießen und die Menschengruppen gegeneinander aufhetzen, wie es einst die Nazis schon taten.

Lustig dabei übrigens, dass nun die Grünen wieder den Rand aufmachen und herumposaunen, die Sanktionen aufheben zu wollen und den Regelsatz zu erhöhen... Nach der Wahl ist das eh wieder vergessen und auch die lieben Grünen waren damals an der Einführung der Hartz-Gesetze mitbeteiligt. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht... aber das nur am Rande.

Du siehst, viel Kritik... die vermutlich auch Du nicht erklären kannst. Ist auch nicht Deine Aufgabe hier... die Internas erklären einiges, aber sind eben auch keine Enschuldigung.

Wenn sich jeder hinstellt und sich sagt: "Ist halt so" - wird es keine Veränderung und keinen Fortschritt geben.
Und was ich bis heute nicht verstehe: Wieso man sich in der Bundesagentur nicht mit den Kritikern zusammen an einen Tisch setzt, die Kritikpunkte aufzählt und gezielt an der Beseitigung arbeitet... dann hätten wir schon längst ein wesentlich besseres Sozialsystem - bei dem am Ende beide Seiten gewinnen.
Aber das wird ja auch konsequent abgeblockt.
__

Meine Postings stellen keine Rechtsberatung dar, sondern spiegeln lediglich meine Meinung wieder.
Ich schäme mich dafür, ein Bürger Deutschlands, repräsentiert von diesen ReGIERenden, zu sein!
DeppvomDienst ist offline  
Alt 18.11.2012, 18:06   #82
DunningKruger1->Emailproblem
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DunningKruger1
Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Godwin’s law (englisch für „Godwins Gesetz“) ist ein Begriff aus der Internetkultur, der von dem Rechtsanwalt und Sachbuchautor Mike Godwin 1990 geprägt wurde. Es besagt, dass im Verlaufe längerer Diskussionen, beispielsweise in Usenet-Newsgroups, mit zunehmender Dauer die Wahrscheinlichkeit, dass jemand einen Nazi-Vergleich einbringt, gegen den Wert Eins tendiert. Ähnlich wie Murphys Gesetz enthält es eine sarkastische oder auch ironische Dimension.

Auf Englisch lautet die Regel:


“As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.”

„Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit Hitler oder den Nazis dem Wert Eins an.“

– Mike Godwin

Wie fast alle „Usenet-Gesetze“ ist auch Godwin’s law keine naturwissenschaftliche Regel oder Gesetz, sondern eine Vorhersage auf Grundlage der Erfahrung. Godwin’s law wird häufig nicht nur bei „Nazi“-Vergleichen, sondern auch anderen moralisch belegten Formeln herangezogen.

Als informelle Maßeinheit ist in Frankreich mindestens seit 2005 der Point Godwin (Godwinpunkt) nachzuweisen, ein Wortspiel, da „Point“ sowohl „Punkt“ als auch „Argument“ bezeichnen kann. Point Godwin werden typischerweise mit einer Perforation zum Ausschneiden vom Bildschirm angeboten oder überreicht.
DunningKruger1 ist offline  
Alt 18.11.2012, 18:13   #83
überflüssig44
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

NOCH sehe ich hier kein Grund sich mit Verfolgten des Naziregimes (Juden, Asoziale, Politische, Homosexuellen) auf einer Stufe zu stellen. Das wäre anmässend. Wir können die Qual dieser Verfolgten nicht im mindesten nachvollziehen.!! Das es innerhalb der BRD immer noch Gesetze gibt, die übernommen wurden aus der Zeit steht auf einem anderen Papier.

Ebenso das es immer Leute geben wird, die sich darauf berufen nur Gesetze und Vorschriften auszuführen.

Das rechtfertigt aber noch keinen Vergleich mit dem dritten Reich. Trotzdem sollten wir Widerstand leisten gegen die "ALG2 " Gesetzgebung, da sie immer wieder missbraucht wird ,um die Taschen anderer voll zu machen, nur nicht unsere.

Auch hatte ich schon mal vernünftige SB´s, die waren allerdings in der Minderzahl. (5%) Das nutzt aber nichts, wenn der nächste wieder ein absoluter Amtsschimmel ist, um es mal freundlich auszudrücken.

Mündige und aufgeklärte "Arbeitslose" sind die beste Gegenwehr. Also helft mit andere über ihre Rechte aufzuklären und zu begleiten!!
 
Alt 18.11.2012, 18:19   #84
überflüssig44
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

WoW und für eine so erhellende Btschaft hat man sich hier extra angemeldet. Wahnsinn!

Chameus’ Korollar
Im Falle eines Hitler- und/oder Nazivergleichs in elektronisch basierten Diskussionen findet auch immer eine Diskussion über Godwins Gesetz statt.

Quirks Ausnahme

Ein absichtliches Herbeirufen von Godwins Gesetz ist vergeblich bzw. ungültig

Godwin


Na, immerhin hatte ich gerade was zu lachen!!
 
Alt 18.11.2012, 18:25   #85
silka
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silka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiert
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hallo, überflüssig44
wenn du einem, der hier die Vorhänge ein Stück beiseite schiebt, um Betroffenen zu erklären, wie was funzt oder eben nicht, vorwirfst, er bejahe das System---
dann hast du dessen Intention wahrscheinlich nicht verstanden.

ein Hartz4-Bezieher ist ebenso wie jemand anders ein Stück des gesamten Räderwerks des Deutschen Bürokratismus.

Warum nutzen wir nicht ganz egoistisch solche Einblicke, um unsere Ziele schneller und besser zu erreichen?
z.b. schneller und besser das bearbeitet und bewilligt zu bekommen, wovon wir meinen, im Recht zu sein.

Manchmal muß man Umwege gehen und eben nicht wütend mit dem Grundgesetz auf den Tisch des pAp hauen.
Oft geht das anders leichter.
Die Sichtweise aus anderem Blick kann dabei sehr hilfreich sein.

Pragmatismus?
Schon probiert?
Neu im Angebot!!
silka ist offline  
Alt 18.11.2012, 18:35   #86
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Ich wüsste jetzt nicht welche erhellenden Kommentare Burns Tom oder welche "Geheimen" Informationen er uns hier gegeben hat. Ich habe mich selbst schon mit SB´s über das JC unterhalten. Also die Gardine beiseite geschoben, wie du so schön schreibst. Ich habe keine Scheuklappen vor den Augen, auch wenn du das anhand meiner Postings denkst. Ich sehe durchaus die andere Seite.

Meiner Meinung nach müssten die SB´s in den Jobcentern die Adressaten des Postings sein, nicht wir hier. Ich sehe meine Aufgabe in der Aufklärung.
 
Alt 18.11.2012, 18:59   #87
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Barrayar
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Wieder zurück zum Thema. Diese Frage hat einer schon gestellt, aber bekam keine Antwort. Ich bittet Dich darum.

@BurnsTorn
Wie läuft das ganze System mit Maßnahme und Maßnahmeträger ab?


Es wäre super, wenn Du uns mal erzählt, wie da abgeht und vielleicht können wir dies nutzen, das wir nicht in eine Sinnlos-Maßnahme reinkommen nur weil der FM es so will. Ich bin daran brennend interessiert, wie und was da abgeht.
Barrayar ist offline  
Alt 18.11.2012, 19:00   #88
silka
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silka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiertsilka Enagagiert
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Das sehe ich anders, überflüssig44
wenn du erlaubst:
Die direkte Konfrontation mit meinem pAp und nervige "Aufklärung" deren bösen Tuns----das prellt nur zurück und zwar auf mich selbst.
Schließlich will ich was, nämlich möglichst bald kein Alg2 mehr und einen auskömmlichen Job.
da ich schon längst weiß, das ich das vergebens von meinem pAp fordern würde, versuche ich es anders.
So kriege ich wenigstens meist das, was ich brauche und habe einen zumindest nicht wegen mir gefrusteten pAp gegenübersitzen.
Denn der weiß es ja im Grunde auch.

hat durchaus Vorteile.
geht auch ohne Schleimerei und Unterwürfigkeit.
geht bei anderen Ämtern oft genug auch nur so.
silka ist offline  
Alt 18.11.2012, 19:27   #89
BurnsTorn
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Zitat von Barrayar Beitrag anzeigen
Wieder zurück zum Thema. Diese Frage hat einer schon gestellt, aber bekam keine Antwort. Ich bittet Dich darum.

@BurnsTorn
Wie läuft das ganze System mit Maßnahme und Maßnahmeträger ab?


Es wäre super, wenn Du uns mal erzählt, wie da abgeht und vielleicht können wir dies nutzen, das wir nicht in eine Sinnlos-Maßnahme reinkommen nur weil der FM es so will. Ich bin daran brennend interessiert, wie und was da abgeht.
Was soll ich dazu denn genau sagen? Wie man sich gut gegen eine Maßnahme-Zuweisung wehren kann, habe ich in diesem Thread schonmal geschrieben. Grundsätzlich kann ich dazu festhalten:

Maßnahmen dienen fast immer nur der Statistik-Bereinigung. Des Weiteren sind sie, wenn überhaupt, eher Forder- als Fördermaßnahmen und sollen auch der Disziplinierung der Arbeitslosen dienen. Sie sollen die Arbeitslosen nerven, damit diese lieber einen schlecht bezahlten Job annehmen, als weitere Wochen in einer sinnfreien Maßnahme zu versauern. Das alles ist bekannt. Es wurde auch durch das IAB schon festgestellt, dass sich für einen Großteil der kurzen Bewerbungs- und Coachingmaßnahmen ein statistisch signifikanter Wirknachweis nicht erbringen lässt.

Im klartext: Es gibt keinen Beleg dafür, dass Kurzzeit-Maßnahmen irgendwie die Arbeitsmarktintegration befördern. Was sie sicher oft befördern, ist Frust auf Seiten der Kunden. Und genau das ist gewollt, auch wenn das offiziell freilich niemand zugeben würde. Darüber hinaus haben die zahllosen Maßnahmen den "schönen" Nebeneffekt, dass sie einen bedeutenden Wirtschaftszweig der sogenannten Armutsindustrie am Leben erhalten.

Den Bildungsträgern wird das Überleben gesichert und die Bürger, die an Maßnahmen teilnehmen müssen, werden dort mit dem neoliberalen, angebotsorientierten Mantra indoktriniert, dass jeder noch so schlecht bezahlte Job besser ist als gar kein Job, dass man sich glücklich schätzen darf, überhaupt Arbeit zu haben und dass es völlig normal sei, von einem Hungerlohn leben zu müssen und den durch das Jobcenter aufgestockt zu bekommen. Was also soll ich dazu noch schreiben?
 
Alt 18.11.2012, 19:32   #90
xj3Qr1nL7ys
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Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Der interessiert mich überhaupt nicht... zeigt wie gut du mich kennst.

Lässt sich hier jeden Tag gut aufs Neue nachverfolgen...

Ein letztes Mal: Schade... in Zukunft kann ich deine Beiträge nun nicht mehr lesen.
Welch unvorstellbare Tragödie, dann werde ich ja in Zukunft auf deine schwachsinnigen Antworten zu meinen Beiträgen verzichten müssen ; aber jetzt mal im Ernst: Find ich nicht & interessiert mich ebenfalls überhaupt nicht Oder hast du wirklich gedacht du kannst hier öffentlich andere User grundlos wegen Nichts beschuldigen ohne dass was zurück kommt ;-) Haltet den Dieb ruft der Mörder, er trägt mein Messer im Rücken...

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Man muß manches leider immer wieder überlesen oder jemanden auf ignore setzen, will man so etwas verhindern.
Ja deine Beiträge oder Dich zum Beispiel :-)
xj3Qr1nL7ys ist offline  
Alt 18.11.2012, 19:33   #91
BurnsTorn
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Zitat von überflüssig44 Beitrag anzeigen
Jobcenter Intern

Veröffentlicht am 6. Oktober 2012
Ich war jetzt zuletzt zweieinhalb Jahre in einem Jobcenter in Hamburg als Arbeitsvermittler tätig.

Jeder Vermittler hatte sich dort um circa 350 Personen zu kümmern, und dies sei noch wenig, wie man mir berichtete. Grundsätzlich geht es nur sekundär um diejenigen, denen dort geholfen werden soll. Das Führungspersonal steht unter großem Druck, gewünschte Zahlen zu produzieren; diesem Ziel wird dort radikal alles untergeordnet. Auf Dienstbesprechungen wurden immer wieder Vergleichszahlen und Rankings anderer Jobcenter präsentiert. Mit zum Teil aberwitzigen Aktionen seitens der Teamleitung wurde versucht, das Jobcenter im Ranking zu verbessern, wobei weder nach regionalen Besonderheiten noch sonst wie unterschieden wurde. Einmal hieß es: »Um das Budget für das nächste Jahr zu sichern, müssen in Hamburg in den kommenden zwei Wochen 3000 Personen einer Arbeitsgelegenheit zugewiesen werden: Eine mündliche Dienstanweisung an alle Vermittler.« Oder: »Bei den Sanktionen sind wir im vorderen Drittel, weiter so!« Eines der wichtigsten geschäftspolitischen Ziele eines Jobcenters jedes Jahr ist die Senkung der passiven Leistung, da sind Sanktionen das einfachste Mittel.

Gesetzlich relevante Vorgaben und Formulare ändern sich am Fließband. Dies kam schon einer Beschäftigungstherapie gleich. Des Öfteren wurde zum Beispiel mitgeteilt: Bis auf weiteres keine Umschulungen mehr zu finanzieren und das doch bitte im Kontakt nicht damit zu begründen, dass kein Geld aus Berlin freigegeben wird, sondern es sollten nach Möglichkeit Dinge im Lebenslauf des Kunden gefunden werden, die zur Ablehnung führen. Dies alles ist politisch gewollt und wird auch so gesteuert.

Das Jobcenterpersonal setzte sich zum großen Teil aus Mitarbeitern völlig unterschiedlicher beruflicher Herkunft zusammen. Viele aus ehemaliger Krankenhausverwaltung, Telekom, die nach Privatisierung in die Jobcenter geschickt wurden, und Akademiker, die nichts anderes bekommen haben.
Die wenigsten sind also irgendwie pädagogisch geschult und die wenigsten würden diese Tätigkeit tatsächlich ausüben, wenn sie die Wahl hätten.


Anmerkung: Auch hier wieder der Terminus" Keine Wahl". Scheinbar haben alle Jobcentermitarbeiter keine andere Möglichkeit woanders unterzukommen. DAS sollte einen zu denken geben. Meine Meinung geht in die Richtung, "man" möchte sich dafür entschuldigen, das man dort gearbeitet hat, weil einen doch das Gewissen plagt. Schöne Art der Verdrängung.



Der größte Skandal besteht darin, dass es so weit kommen konnte.


aus (Quelle) Jobcenter Intern | Jobcenterleaks
Ich habe in einem Jobcenter weit entfernt von Hamburg gearbeitet, kann mich mit vielen der Schilderungen aber voll und ganz identifizieren. Auch bei uns gab es diese Hau-Ruck-Aktionen. Und auch bei uns war es völlig normal, dass sich Vorgaben ständig geändert haben, dass mal Geld da war (für Umschulungen etc.) und mal keines da war, und dass man dann angehalten wurde, sich irgendwelche Argumente zu "überlegen", warum die Förderung, die vor Monaten noch routiniemäßig gewährt wurde, nun plötzlich nicht mehr gewährt werden konnte. Und da durfte man freilich nicht sagen: "Weil keine Kohle mehr da ist", sondern man musste genau so etwas den Kunden sagen: "Ihr Lebenslauf gibt das nicht her..."
 
Alt 18.11.2012, 19:40   #92
arbeitslos in holland
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Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Man muß manches leider immer wieder überlesen oder jemanden auf ignore setzen, will man so etwas verhindern.
exemplarisch sei an beitrag #58 verwiesen

von der unverschämtheit, meine(eigen)kritik aus dem zusammenhang zu reissen und damit sinnentstellt wiederzukäuen ganz zu schweigen !

ich bin raus hier, weil ich nicht auf kuschelkurs mit schreibtischtätern stehe.

das forum hat als gemeinsames ziel: die abschaffung von hartz4.

damit entzieht man sozialrassisten und ihren schreibtischtäter-marionetten gleichermaßen die existenzgrundlage.

unabhängig davon, auf welche art und weise sie sich aus dem hartz4-sumpf ernähren.
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Alt 18.11.2012, 19:52   #93
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Barrayar
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Den Bildungsträgern wird das Überleben gesichert und die Bürger, die an Maßnahmen teilnehmen müssen,
Das ist der Punkt, was da nicht genau bzw. exakt berichtet wird. Man munkelt unter der Hand. Daher frage ich ich Dich. Wieviel bekommen die Bildungsträgern von JC für PRO Person? Das ist es was ich gerne wissen will. Ist natürlich von JC zu JC verschieden. Wenigsten bekommen wir da einen kleinen Blick hinter der Kulissen.
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Alt 18.11.2012, 19:52   #94
BurnsTorn
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Zitat von arbeitslos in holland Beitrag anzeigen
ich bin raus hier, weil ich nicht auf kuschelkurs mit schreibtischtätern stehe.
Dann auf Wiedersehen. Wir werden deine brillianten Analysen, kompetenten Kommentare zum Zeitgeschehen und überaus sachlichen Zustandsbeschreibungen schmerzlich vermissen.
 
Alt 18.11.2012, 20:09   #95
BurnsTorn
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Zitat von Barrayar Beitrag anzeigen
Wieviel bekommen die Bildungsträgern von JC für PRO Person? Das ist es was ich gerne wissen will. Ist natürlich von JC zu JC verschieden. Wenigsten bekommen da einen kleinen Blick hinter der Kulissen.
Das ist pauschal schlicht und einfach nicht zu sagen. Das hängt u.a. von der Dauer der Maßnahme, vom Zweck & Inhalt sowie von der Art der Finanzierung ab (alleinige Fnanzierung durch das JC oder z.B. Mischfinanzierung von JC, Land und ESF). Und es hängt davon ab, wie viele Bildungsträger sich auf eine Ausschreibung bewerben. (mehr Konkurrenz = es wird billiger). Das ist aber übrigens eine öffentlich zugängliche Information! Der Bundesrechnungshof veröffentlich regelmäßig, wie viel für welche Maßnahmen ausgegeben wurden. Ich habe jetzt gerade keinen Link zu einem dieser Dokumente parat, aber sie existieren irgendwo im Netz.

Eine achtwöchige Maßnahme (z.B. Lager/Logistik mit Erweb des Stapler-Scheines) für 30 Personen kann gut und gerne 30.000 € kosten, es kann aber durchaus auch mehr sein. Meist sind es einige hunder Euro (grob 200 - 1000 € pro Teilnehmer), die ein Träger erhält, wovon dieser dann alle Kosten zu decken hat. Es konkurrieren immer mehrere Träger um den Zuschlag, was natürlich den Preis drückt. Dabei wird immer einem der billigsten der Zuschlag erteilt, selten jedoch dem allerbilligsten (aus Gründen der Qualitätssicherung).

Ich muss aber gestehen, dass ich zu dieser Thematik nicht wirklich fundiert antworten kann, da ich damit einfach wenig vertraut bin. Die Qualitätssicherung und die Ausgestaltung von Fördermaßnahmen war nie mein Fachgebiet. Ich habe als pAp hin und wieder die Verdingungsunterlagen der Maßnahmen durchgelesen, die ich im JC selbst betreuen musste (wo ich also dafür zuständig war, die voll zu bekommen), aber das war es auch. Alles weitere, was ich dazu weiß, ist eher spekulativ oder Hörensagen dessen, was mir von einem Arbeitskollegen berichtet wurde, der im JC als Qualitätsmanager im Bereich Fördermaßnahmen/Bildungscontrolling arbeitete.
 
Alt 18.11.2012, 20:09   #96
silka
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hallo,Barrayar
ich denke, es kommt auf die Art der Maßnahme an.
gibt teure und billige.
ich hörte von einer 6 monatigen " ganzheitlichen" , allerdings von der AfA.
Also vieles drin, von Recht über EDV bis zu Ernährungskunde.
ein "Dozent" schmiß mal den sowieso prekären Krempel hin, weil man ihm 5 Teilnehmer wegnahm.
Der Jobcoach verplapperte sich bei diesem Streit und sagte etwas von 550,- pro Person und Monat.
Also würden sich die Dozenten die Teilnehmer teilen, um irgendwie auf ihren Schnitt zu kommen.
Trauriges, schäbiges System.
silka ist offline  
Alt 18.11.2012, 20:24   #97
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Maßnahmen dienen fast immer nur der Statistik-Bereinigung. Des Weiteren sind sie, wenn überhaupt, eher Forder- als Fördermaßnahmen und sollen auch der Disziplinierung der Arbeitslosen dienen. Sie sollen die Arbeitslosen nerven, damit diese lieber einen schlecht bezahlten Job annehmen, als weitere Wochen in einer sinnfreien Maßnahme zu versauern. Das alles ist bekannt. Es wurde auch durch das IAB schon festgestellt, dass sich für einen Großteil der kurzen Bewerbungs- und Coachingmaßnahmen ein statistisch signifikanter Wirknachweis nicht erbringen lässt.

Im klartext: Es gibt keinen Beleg dafür, dass Kurzzeit-Maßnahmen irgendwie die Arbeitsmarktintegration befördern. Was sie sicher oft befördern, ist Frust auf Seiten der Kunden. Und genau das ist gewollt, auch wenn das offiziell freilich niemand zugeben würde. Darüber hinaus haben die zahllosen Maßnahmen den "schönen" Nebeneffekt, dass sie einen bedeutenden Wirtschaftszweig der sogenannten Armutsindustrie am Leben erhalten.

Den Bildungsträgern wird das Überleben gesichert und die Bürger, die an Maßnahmen teilnehmen müssen, werden dort mit dem neoliberalen, angebotsorientierten Mantra indoktriniert, dass jeder noch so schlecht bezahlte Job besser ist als gar kein Job, dass man sich glücklich schätzen darf, überhaupt Arbeit zu haben und dass es völlig normal sei, von einem Hungerlohn leben zu müssen und den durch das Jobcenter aufgestockt zu bekommen. Was also soll ich dazu noch schreiben?
du könntest dazu noch schreiben warum die aufstocker, die ja teils für ganz miesen lohn arbeiten, weiter mit egv's, ständigen vorladungen und dem weiteren gedöns verfolgtbetreut werden und warum diese nicht in ruhe gelassen werden.
was sollen die denn machen? in vielen bereichen wird nur noch teilzeit ect angeboten. und selbst wenn jemand vollzeit arbeitet wird der genauso genervt. eine bekannte, alleinerziehend mit kindern arbeitet 42 std die woche und soll laut egv ihre stundenzahl erhöhen!
warum quält man solche menschen?
warum quält man zb behinderte und kranke?
warum lässt man menschen nicht in ruhe wo bereits das eu-rentenverfahren eingeleitet wurde?

diese vorfälle kann man nicht mit dem satz 'die sollen schlechtbezahlte jobs annehmen' erklären.
das muss andere gründe haben.
__

ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von herrn ralph boes, seinem ansinnen, seinem auftreten und seinem verhalten in den öffentlichen medien und foren.


"das grass wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. "
(afrikanisches sprichwort)

Piccolo ist offline  
Alt 18.11.2012, 20:41   #98
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Das stimmt. Bei solchen "Kleinigkeiten" (nicht abwertend gemeint) ist in der Tat der pAp selbst Adressat etwaiger Kritik. Mir geht es eher um die grundsätzliche Kritik am System Hartz IV. Die muss an eine andere Stelle gerichtet werden. Mit grundsätzlicher Kritik meine ich, dass man ja auch nicht nur den spezifischen Inhalt der EGV beanstanden kann, sondern ganz grundsätzlich fragen kann: "Warum überhaupt eine EGV abschließen." Oder: "Warum gibt es überhaupt Sanktionen?" Diese Art der Kritik läuft, so sie anklagend an den pAp gerichtet ist, meist ins Leere (das weiß ich aus eigener Erfahrung), denn der pAp wird einfach sagen: "Weil das Gesetzt, konkret der § 15 SGB II und der § 31 SGB II, mir das so vorgibt und ich da keinen Spielraum habe."

Hier ist es Sache der Politik, dafür Sorge zu tragen, dass entweder mehr Spielraum gewährt wird oder - was ich mir wünschen würde -, der ganze Unsinn mit EGVs und Sanktionen komplett abgeschafft wird. Darauf hat der pAp aber keinen Einfluss. Der kann selbst nicht entscheiden: "Ich verhänge einfach keine Sanktionen mehr!" Denn auch der pAp wird kontrolliert. Der pAp ist das schwächste und unbedeutendste Glied in der Kette. An dem prallt Grundsatzkritik völlig ab, weil er sich von dieser nicht angesprochen fühlt. Fundamentalkritik ist an der Baisis fehl am Platz, die muss sich ans Zentrum der Macht richten. Denn der Fisch stinkt vom Kopfe her.
Kompliement, Herr Ex-Kollege.
Gut dargestellt, nachvollziehbar und fundiert geschrieben - ohne sich durch Dogmatismus in die Flucht schlagen zu lassen.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle auch noch auf eine kommende Verschlechterung der Personalsituation (bundesweit) hinweisen.
Die BA hat einen Personalüberhang und will insgesamt 17000 Stellen abbauen.
Der Abbau der Stellen betrifft vordergründig nur die Kollegen im SGB III.
Was heisst das konkret: Befristet beschäftigte Mitarbeiter in den Jobcentern müssen gehen, um den unbefristet beschäftigten Sachbearbeitern und Arbeitsvermittlern Platz zu machen. Eine Versetzung von der Agentur in ein Jobcenter bedeutet, dass SGB III - Kollegen in ein ihnen vollkommen unbekannten Rechtsbereich wechseln müssen.
Dieser erzwungene Wechsel, übrigens auch überregional, wird von den SGB III-Mitarbeitern als Verstoß gegen die Genfer Menschenrechtskonvention gewertet.
Na, dämmerts?
Die "Betreuungssituation" in den JCs wird sich dramatisch verschlechtern.
Gut eingearbeitete Mitarbeiter müssen ihren Hut nehmen und die "Arschlochquote" wird steigen.

Und bevor jetzt Mutmaßungen angestellt werden:
Ich arbeite nicht mehr in einem JC (habe ich viele Jahre), sondern bin nun im KRM.

@BurnTom: Danke für Deinen Mut.
@all: Habe weder fachliche noch sachliche Mängel in seinen Beiträgen erkennen können.
HolgerKanns ist offline  
Alt 18.11.2012, 20:46   #99
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Zitat von Piccolo Beitrag anzeigen
(...) warum die aufstocker, die ja teils für ganz miesen lohn arbeiten, weiter mit egv's, ständigen vorladungen und dem weiteren gedöns verfolgtbetreut werden
(...) eine bekannte, alleinerziehend mit kindern arbeitet 42 std die woche und soll laut egv ihre stundenzahl erhöhen!

warum quält man solche menschen?
warum quält man zb behinderte und kranke?
warum lässt man menschen nicht in ruhe wo bereits das eu-rentenverfahren eingeleitet wurde?
Weil man es kann und weil man es will.
Hamburgeryn1 ist offline  
Alt 18.11.2012, 20:46   #100
silka
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das kann dir doch jeder Kunde beantworten.
Jeder soll seine Hilfebedürftigkeit verringern, besser noch, ganz beseitigen.

Deswegen werden auch Aufstocker noch gedrängt und durchlaufen die Mühle. logo.

Was die machen sollen?
Die Frage beantwortet sich doch von selbst.

die Mutter soll sicher ihren Stundenlohn versuchen zu erhöhen.
Was meinst du mit Quälen? Die Mutter soll ihre Hilfebedürftigkeit verringern.
Aber was nicht geht, geht eben nicht.
Aus mit Quälerei.

Warum man die Leute nicht in Ruhe läßt?
du hast das pervertierte Prinzip von Fordern und Fördern nicht verstanden.
Sorry.
Möglichst wenig staatliche Unterstützung zahlen---wie soll denn das erreicht werden?
Durch " in Ruhe lassen" wird das nicht erreicht.
silka ist offline  
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