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Start > > -> Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


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Alt 30.05.2013, 23:40   #626
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Phanthom Phanthom
Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Noch eine Frage zu den Kontoauszügen: Wenn ich mich wegen einer längerern Ortsabwesenheit abmelde, werden dann noch mal die Kontoauszüge für die letzten sechs Monate verlangt?

Das wäre bei mir nicht weiter schlimm, weil ich nichts zu verbergen habe. Ich würde das denn aber lieber sofort machen und dem engegenkommen, dass das JC nach Monaten damit ankommt und mich dieser ganze Müll noch mal einholt.
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Alt 30.05.2013, 23:48   #627
Curt The Cat
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Zitat von Phanthom Beitrag anzeigen
[...] , weil ich nichts zu verbergen habe. [...]
Sorry ... mit Verlaub - aber diese Redewendung fördert den Würgereiz bei mir ...

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Alt 31.05.2013, 00:13   #628
Phanthom->Emailproblem
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Phanthom Phanthom
Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von Curt The Cat Beitrag anzeigen
Sorry ... mit Verlaub - aber diese Redewendung fördert den Würgereiz bei mir ...

Wie tief willst Du Deine Hosen noch runterlassen?

Es gibt definitiv Dinge, die niemanden, außer Dir, etwas angehen ... Stichwort "Privatsphäre"



Das ich nichts zu verbergen habe, war zum Verständniss der helfenden Mitglieder hier. Ich wollte damit nur herausstellen, dass ich auf der sicheren Seite bin. Wenn Du viele meiner Beiträge hier gelesen hättest, dann hättest Du mitbekommen, dass ich mich wehre wo es nur geht.
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Alt 31.05.2013, 00:16   #629
Curt The Cat
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Zitat von Phanthom Beitrag anzeigen
[...] Ich wollte damit nur herausstellen, dass ich auf der sicheren Seite bin. [...]
Wie auch immer ...



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Alt 31.05.2013, 11:53   #630
BurnsTorn
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von The Frightener Beitrag anzeigen
Wie sieht es denn möglicherweise mit einer Zusammenarbeit mit Dir (Burnstom) und Inge Hannemann aus? Habt Ihr vielleicht schon einmal miteinander Kontakt gehabt?
Ich hatte noch keinen direkten Kontakt mit Inge Hannemann und werde das aller Voraussicht nach auch in Zukunft nicht haben, zumal ich wie gesagt kein Interesse daran habe, mich öffentlich unter meinem Realnamen gegen Hartz IV zu positionieren. Als Privatperson halte ich Hartz IV für fatal, aber ich bin mir auch der herrschenden Realität bewusst, oder wie einige hier sagen mögen: so systemkonform, dass ich weiß, dass man mit beruflichen Nachteilen zu rechnen hat, wenn man als Angestellter im ÖD öffentlichkeitswirksam Stellung gegen Hartz IV bezieht. Das zu tun kann man sich als Richter oder Politiker vielleicht leisten. Beides bin ich aber nicht. Ergo bin ich da eher zurückhaltend.

Zudem habe ich derzeit einen Job, in dem ich zu einer gewissen politischen Neutralität verpflichtet bin. Und trotz dessen, dass ich zumeist eher linke Positionen vertrete und auch mal Mitglied in der Partei DIE LINKE war, bin ich anders als die von mir geschätzte Ex-Kollegin aus Hamburg nicht bereit, mir mein berufliches Fortkommen durch namentliches und öffentliches Eintreten gegen eine nicht mehrheitsfähige Politik zu versauen. Ich habe keine Lust, Märtyrer für eine Sache zu sein, die bei den derzeitigen politischen Mehrheitsverhältnissen ohnehin nicht durchsetzbar ist, wie etwa die Abschaffung von Hartz IV und die Einführung eines BGE.

So schlimm Hartz IV auch sein mag, die Mehrheit der Wähler juckt das nicht. Nicht von ungefähr ist die Abwertung von Arbeitslosen milieuübergreifend weit verbreitet. Mit einer Sozialpolitik, die sich gegen das neoliberale Dogma wendet, die für Menschen in prekären Lagen eintritt und mehr Verteilungsgerechtigkeit von Oben nach Unten schaffen will, lässt sich in unserem postdemokratischen System, das eher dem reichtumssichernden Matthäus-Prinzip als echter Leistungsgerechtigkeit huldigt, kaum was reißen.

Dies allein deshalb schon nicht, weil 1) arme und benachteiligte Menschen keine mediale Lobby haben, weil 2) nicht arme Menschen sich von einer Politik für Arme und Erwerbslose kaum angesprochen fühlen, da es aufgrund des Abgrenzungsbedürfnisses nach Unten keine Solidarität gibt, sondern nur mehr Konkurrenzdenken und Abwertung, und weil 3) arme Menschen statistisch gesehen schlicht und einfach schwerer zu mobilisieren sind, zumal sie seltener wählen gehen, da sie im Leben immer wieder und wieder erfahren haben, dass es auf ihre Stimme doch nicht ankommt.

Wir könnten durchaus andere politische Verhältnisse schaffen. Eine eher "linke Mehrheit" (= links von der neoliberalen CDU/FDP-Koalition) in diesem Land wäre durchaus möglich. Aber diese zu mobilisieren und sie auf einen gemeinsamen Nenner zu verständigen, so dass eine Koalition von Linken, Grünen und SPD möglich wäre, ist derzeit faktisch ausgeschlossen. Da kommt das heroische Eintreten gegen Hartz IV einem verlorenen Kampf gegen Windmühlen gleich: An den Verhältnissen ändert sich gar nichts, schlimmstenfalls wird man darüber dann nur frustriert und verliert aufgrund des Eintretens für die eigenen Überzeugungen gar den Job (siehe Inge Hannemann).

Es ist bitter, aber Realität: Mit öffentlichkeitswirksamem Wettern gegen Hartz IV ist politisch wie auch karrieretechnisch kein Blumentopf zu gewinnen. Also wird das Thema gemieden. Man hat beruflich zumeist eher Nachteile, wenn man sich darauf einlässt. Ich kann auf diese Nachteile gerne verzichten und halte mich daher lieber zurück. D.h. ich denke mir meinen Teil, poste anonym und halte sonst lieber den Mund bzw. setze das um, was mir aufgetragen wird. Das mag systemkonform klingen (und ist es ein Stück weit sicher auch), aber so läuft die Welt eben. Es gibt halt kein richtiges Leben im Falschen. Man muss sich mit dem Falschen arrangieren und für sich das Beste rausholen. Ich habe keine Visionen einer besseren Gesellschaft. Sicher würde ich mir mehr Visionäre wünschen, aber ich bin viel zu pragmatisch und opportunistisch, um selbst je einer davon sein zu können.
 
Alt 31.05.2013, 12:25   #631
silka
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Zitat von Phanthom Beitrag anzeigen
Ich denke, dass das JC höchstens Kontoauszüge verlangen kann die aus dem Zeitraum des Leistungsbezugs stammen. Nach welchem gültigen Gesetz, sollten sie Kontoauszüge verlangen, die ausserhalb des Leistungsbezugs stammen?
Kurz gesgat:
Wenn du dich aus dem Leistungsbezug abmeldest, muß die Behörde prüfen, ob sie dir evtl. doch noch Leistungen gezahlt hat, dir dir nicht zustanden.
So herum kann eine Rückfrage durchaus denkbar sein, bevor deine Akte *in den Keller* geschafft wird.
Dabei ist es mE gleichgültig, ob du einen Grund angibst oder nicht.
Wie weit rückwärts?
Das kommt drauf an.
Da gab es doch schon den Vorwurf der Entreicherung /Bedürftigmachung, wo dann 10 Jahre zurück Nachweise verlangt werden dürfen. In welchem Zusammenhang und welches Gesetz weiß ich nicht, aber 10 Jahre ist mir bekannt.
silka ist offline  
Alt 31.05.2013, 13:35   #632
BurnsTorn
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von götzb Beitrag anzeigen
Wird eigentlich auch auf die Kosteneffektivität pro Kunde geachtet.
Nicht wirklich. Die Kosteneffektivität und Kosteneffizienz werden nicht auf den einzelnen Kunden runtergebrochen. Ein Controlling der Kosten gibt es lediglich für das Team (10-12 pAps/SBs), das ist die kleinste Einheit. Ob innerhalb dieses Teams, welches vielleicht 4000 Kunden betreut, nun ein Kunde Kosten von 30.000 €, 5.000 € und gar keine im Jahr verursacht, ist ziemlich egal. Das Gesamtergebnis muss stimmen. Einige Ausreißer-Kunden, die teure Umschulungen finanziert bekommen, hohe Gerichtskosten verursachen oder einfach mehr Verwaltungsaufwand mit sich bringen, sind da nicht wirklich bedeutsam, zumal diese "Spezialfälle" immer ausgeglichen werden können durch die Vielzahl an Karteileiche-Kunden, denen gar nichts gefördert wird, die keinerlei Kosten verursachen und die kaum Arbeit machen.

Es gibt das Team-Budget (für ÄD-Einschaltungen, Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine sowie Bildungsgutscheine) und es gibt Soll-Erfüllungsquoten für Maßnahmezuweisungen etc. pro Team. Ob einem Kunden dabei ganz viel Förderung zuteil wird und einem anderen ganz wenig, spielt überhaupt keine Rolle. Am Ende muss nur irgendwie das Soll erfüllt sein. Plakativ formuliert: Ein Kunde, der im Jahr viermal exakt das gleiche Bewerbungscoaching mitgemacht hat, ist im JC-Controlling genauso gut wie vier Kunden, die jeweils nur eines mitgemacht haben. Und ein Kunde, der dreimal im Jahr für wenige Wochen bei einer ZAF untergekommen ist, gilt im JC als dreimal in Arbeit integriert, d.h. das JC darf sich für ihn dreimal eine Vermittlung auf die Fahne schreiben, auch wenn man nix für den Kunden getan hat und er immer noch im Bezug ist.

Noch besser ist freilich, wenn die kurzfristigen Arbeitsaufnahmen des Kunden mittels ESG, EGZ und VB gefördert wurden, denn auch das sind Kennzahlen, für welche Soll-Quoten exisiteren. Ergo: Ganz viel zu tun, ohne dass dabei am Ende irgendwas Nachhaltiges bei rauskommt, ist zwar nicht kosteneffizient, aber - aus Sicht des JC - dennoch sehr nützlich, weil die Regionaldirektionen, die diese Soll-Quoten vorgeben, es für nützlich halten und kontrollieren. Nur deshalb wird so verfahren! Ein Hauch von Kostenbewusstsein wird dabei allerdings dadurch suggeriert, dass es einen sogenannten Fördercheck gibt, den man immer durchführen muss, wenn man eine Maßnahme bucht oder dem Kunden sonst eine "Förderung" zuteil werden lässt.

Dieser Fördercheck ist aber reine Augenwischerei, denn faktisch müssen im Rahmen des Förderchecks nur vier Felder in CoSach angekreuzt werden, in denen man Bestätigt, dass die Maßnahme total zielführend, passend und günstig ist. Dann hat man seiner Pflicht als pAp Genüge getan. Will heißen: Wie und wofür das Geld verbraten wird, ist weitgehend egal, wichtig ist nur, dass es im Rahmen der Vorgabe irgendwie ausgegeben wird. Man hat ein Jahresbudget, das unbedingt aufgebraucht werden muss.

Zitat von götzb Beitrag anzeigen
Du schreibst das sich um Spezialkunden das JC besonders intensiv kümmert, durch vermehrte Vorladungen, Zwangsmaßnahmen etc. Was ist aber wenn sich das erhöhte "Kümmern" nur negativ in der Kostenstatistik des JC einschlägt, denn alle diese Maßnahmen kosten ja Geld, und wenn der Kunde unwillig ist, bringt es ihn auch nicht in Arbeit, bzw. das Jobcenter kann trotz Bemühungen keine Sanktionen verhängen- die dann eventuell die Kosten pro Kunde reduzieren.
Zunächst mal: Die Maßnahmen müssen den Kunden nicht in Arbeit bringen. Das ist nicht das Ziel. Das Ziel ist primär erstmal die Erfüllung der Sollvorgaben der Regionaldirektion (RD). Dann ist das zweite Ziel die Kostenersparnis durch Abmeldung des Kunden aus dem Leistungsbezug. Ob der Kunde sich allerdings abmeldet, weil er Arbeit findet, oder deshalb, weil er vom JC genervt ist und anderweitig an Geld zu kommen gedenkt, ist völlig egal. Man lernt im JC sehr schnell, dass die primäre Aufgabe schlicht und einfach ist, die Zahlen zu liefern, die aus der jeweiligen RD kommen. Die Integration in Arbeit ist nur eine Kennzahl unter vielen. Ebenso wichtig ist die Erfüllung anderer Kennzahlen wie eben Maßnahmeeintritte, AVGS- und BGS-Ausgaben, AGH- und EGZ-Buchungen usw.

Und all das darf gerne Geld kosten, denn das Geld ist wie gesagt da und muss ausgegeben werden. Das Geld muss weg, auch aus politischem Kalkül heraus. Denn es ist eine schlechte Schlagzeile, wenn am Jahresende in der Zeitung steht, dass im JC-Budget noch zwei Mio. Euro übrig sind. Denn die sind ja dann den armen Arbeitslosen nicht zugute gekommen. Im Gegensatz dazu kommt es immer gut, wenn ein JC-Geschäftsführer sich hinstellen und die frohe Botschaft verkünden kann, dass die Mittel für die "Förderung" sogar noch um eine Millionen aufgestockt wurden und man die Kunden damit noch besser gefördert hat.

Überdies ist das Ziel der vielen Maßnahmen die Verschönerung der Arbeitslosenstatistik. Wer eine Maßnahme absolviert, ist nicht mehr arbeitslos. Und es spielt auch keine Rolle, ob man sich krankschreiben lässt. Auch ein Kranker (mit AUB) ist nicht mehr arbeitslos. Zudem werden die Maßnahmen (MATs genannt= Maßnahmen bei einem Träger) zum großen Teil für ein bestimmtes Kontingent von Kunden eingekauft. Die müssen dann befüllt werden. Egal wie passend oder unpassend die Kunden dafür auch sein müssen. D.h. es fallen hier gar keine Extra-Kosten an. Der Maßnahmeträger erhält z.B. einmal seine 60.000 €, dann werden ihm 30 ELOs zugewiesen, die da gecoacht oder sonstwie sinnfrei bespaßt werden. Von den 30 treten vielleicht 20 an, die anderen 10 werden sanktioniert. Und die, die dann noch abbrechen, werden schnellstmöglich nachbesetzt mit anderen "passenden" Kunden. Das alles kostes das JC nichts weiter, denn es wird nur einmal gezahlt.

Zitat von götzb Beitrag anzeigen
Hat der Fallbearbeiter es irgendwann mal satt, weil der Spezi Kunde immer korrekt ist, und somit alles wahr nimmt was ihn aufgetragen wird, sprich wenn das Jobcenter ihn in Ruhe ließe, das viel Günstiger wäre, für die Kosten die zusätzlich zum ALG2 aufgewendet werden müssen ?
Nicht wirklich, denn als pAp/SB verschwendet man ja nicht das eigene Geld, sondern das fremder Leute (Steuermittel). Das ist abstrakt und tut nicht weh. Hinzu kommt, dass man über sowas im Alltag kaum nachdenkt und auch nicht nachdenken soll! Man wird im JC nicht fürs Denken bezahlt, sondern bisweilen sogar fürs Gegenteil, also dafür, dass man das Denken gerade unterlässt und stattdessen genau nach Vorgabe das tut, was einem gesagt wird.
Aufgabe des pAp/SB ist es schlicht und einfach, das umzusetzen, was ihm von Vorgesetzten aufgetragen wird. Sonst nichts. Der pAp/SB ist ausführendes Organ und Befehlsempfänger. Über Fragen hinsichtlich Sparsamkeit, Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit hat man sich als pAp/SB keine Gedanken zu machen.

Fürs Denken sind die Führungskräfte da, welche selbst aber auch nur weiterreichen, was Ihnen von noch weiter oben aufgetragen wird. Ferner muss man bedenken, dass ein kostenbewusstes Handeln sich auf unteren Hierarchiebenen schon deshalb kaum realisieren lässt, weil man dort in die Kosten gar keinen Einblick hat. Aber nochmal: Warum sollte man das auch haben? Es ist eben nicht gewollt, darüber nachzudenken! Man ist Sachbearbeiter. Als solcher hat man Sachen zu bearbeiten. Selbstdenken und in Frage stellen ist höheren Positionen vorbehalten. Von den pAps/SBs wird erwartet, dass sie das Budget möglichst passgenau ausschöpfen. Es soll nicht überzogen werden, es darf aber auch nichts übrig bleiben. Das wird gesteuert, indem einem z.B. vom Teamleiter aufgetragen wird, noch soundso viele BGS auszugeben oder eben gerade das nicht zu tun, weil kein Geld mehr da ist. Weiter reichen die Einblicke der meisten pAps nicht.

Zitat von götzb Beitrag anzeigen
Und was wäre wenn ein festangestellter Mitarbeiter so agieren würde, wie diese Frau Hanneman, würde er sich da ein Risiko der Kündigung aussetzen ,wenn sich dieser generell Sanktionen verweigern würde, aber nicht in die Öffentlichkeit damit gehen würde, wie es diese JC MA aus Hamburg getan hat, und wohl deshalb auch freigesetzt wurde.
Kurz und knapp: Wer so agiert wie die Ex-Kollegin aus Hamburg, muss mit folgenschwereren beruflichen Konsequenzen rechnen. Nicht nur mit der Entlassung, sondern auch damit, später massive Probleme bei der Jobsuche zu haben, zumal man ein schlechtes Arbeitzeugnis erhalten wird und sich viele Arbeitgeber sicher nicht darauf einlassen werden, eine Person einzustellen, die ihrem frühren Arbeitgeber gegenüber nicht loyal war. Auch das ist einer der Gründe dafür, warum so viele Mitarbeiter und Ex-Mitarbeiter aus Jobcentern trotz teils massiver Kritik an den herrschenden Verhältnissen sich nicht öffentlich äußern und warum aich ich mich nicht öffentlich äußere: Aus Angst vor Konsequenzen. Wer einen Einblick haben will, wie manche (Ex-)Vermittler wirklich denken, dem sei ans Herz gelegt, z.B. mal in diesem Thread zu lesen.
 
Alt 31.05.2013, 14:54   #633
olivera
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olivera Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
... Es gibt halt kein richtiges Leben im Falschen. ...
Doch schon. Nur geschenkt bekommt man das Richtige ('bonam vitam'?) nicht. Man muss es 'der Welt', wie sie 'nunmal ist', wohl abtrotzen - Glück fällt nicht in den Schoß, sondern will er-rungen sein: 'Wer nicht kämpft, hat schon verloren'.

Aber bist ja auf bestem Wege - über 'Kollaboration' hier mit den 'loosern' ihre Gegenwehr zu stärken, nicht wahr?

grüßt ein Verlierer
olivera ist offline  
Alt 31.05.2013, 15:26   #634
0zymandias
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Video meliora proboque deteriora sequor - Ovid, ca. um Christi Geburt.
Soll heißen: "Ich sehe das Bessere und heiße es gut, dem Schlechteren folge ich."

Das soll keine Generalkritik an BurnsTorn sein, denn dazu begegne ich meiner eigenen Neugierde mit zuviel Pragmatismus. Ich kann bloß nicht glauben, dass wir auch nach 2000 Jahren keine besseren Verhaltensgrundsätze entwickelt haben.
Gerade die Mitarbeiter in dem von BurnsTorn verlinkten Thread sollten eigentlich schon begreifen, dass die zähe, stinkende, braune Masse auf beide Seiten des Schreibtisches einprasselt und dass eine gewisse Kooperation... ach, warten wir eben nochmal zweitausend Jahre
__

"Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher." - Mark Twain

"Things fall apart; the jobcenter cannot hold;
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Alt 31.05.2013, 18:22   #635
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Phanthom Phanthom
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Was meinst du denn genau mit abmelden? Aus dem Leistungsbezug abmelden, also auf ALG II verzichten? Oder sowas wie ortsabwesend sein? Und wer ist die anderen Stelle? Eine andere Behörde?
Mit anderer Stelle meinte ich z.B. die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, oder bei der Leistungsabteilung. Vielleicht kannst Du mir noch die Frage beantworten, ob man auch vollständig aus dem Bezug abgemeldet ist, wenn man einfach keinen Weiterbewilligungsantrag stellt. Ist man den für immer abgemeldet, oder kommen nach einiger Zeit noch Fragen?
Phanthom ist offline  
Alt 31.05.2013, 20:58   #636
BurnsTorn
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Zitat von Phanthom Beitrag anzeigen
Vielleicht kannst Du mir noch die Frage beantworten, ob man auch vollständig aus dem Bezug abgemeldet ist, wenn man einfach keinen Weiterbewilligungsantrag stellt. Ist man den für immer abgemeldet, oder kommen nach einiger Zeit noch Fragen?
Wenn man keinen Weiterbewilligungsantrag stellt, läuft der ALG II Anspruch mit Ende des Bewilligungszeitraumes einfach aus. Man ist dann aus der Vermittlung raus und wird vom JC abgemeldet. Die dort erfassten Sozialdaten bleiben aber für 5 Jahre im System gespeichert. Es kann manchmal sein, dass nach Wochen bis Monaten ohne Leistungsbezug nochmal ein Schreiben kommen, in dem man aufgefordert wird, anzugeben, ob man in Arbeit ist oder sonstwie Geld verdient. Aber eine Verpflichtung, sich dazu zu äußern, besteht nicht.

§ 60 SGB I regelt, dass eine Mitwirkungspflicht nur für denjenigen existiert, der Leistungen beantragt, erhält oder zu erstatten hat. Wer keine Leistungen (mehr) erhält und keine Erstattungen ans JC zu leisten hat, der muss auch an nichts mitwirken und zu nichts Rechenschaft ablegen. Eine Mitwirkungspflicht kann es sehr wohl aber dann (wieder) geben, wenn man später nochmal ALG II beantragt. Dann kann es sein, dass das JC um Aufklärung ersucht, wie man den Lebensunterhalt bisher bestritten hat. Dazu Stellung zu nehmen fällt dann (wieder) unter die Mitwirkungspflicht.
 
Alt 31.05.2013, 21:35   #637
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Es kann manchmal sein, dass nach Wochen bis Monaten ohne Leistungsbezug nochmal ein Schreiben kommen, in dem man aufgefordert wird, anzugeben, ob man in Arbeit ist oder sonstwie Geld verdient. Aber eine Verpflichtung, sich dazu zu äußern, besteht nicht.
Wenn ich hier manchmal lese, wieviel generve die Leute haben, die einen neuen Arbeitgeber beim Jobcenter angeben,, dann könnte ich spucken. Keinen Weiterbewilligungbescheid abzugeben, scheint wirklich die einfachste Variante zu sein, um keine Rechenschaft abzulegen und stressfrei vom Jobcenter wegzukommen. Warscheinlich muss man dann nicht mal mehr die Kontoauszüge vorzeigen? Aus welchem Grund das Jobcenter aber später nochmal nachfragen könnte, erschliesst sich mir nicht wirklich.
Phanthom ist offline  
Alt 31.05.2013, 23:16   #638
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Man ist dann aus der Vermittlung raus und wird vom JC abgemeldet. Die dort erfassten Sozialdaten bleiben aber für 5 Jahre im System gespeichert.
Bei welcher Abteilung bleibt man gespeichert und bleibt man auch als Karteileiche beim Sachbearbeiter im PC? Falls man nicht mehr beim SB im PC gespeichert ist, wie erfährt dann der SB, dass man nicht mehr sein "Kunde" ist?
Phanthom ist offline  
Alt 01.06.2013, 08:11   #639
BibiBlocksberg2009
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Guten Morgen,

und noch weitere Fragen:

  • Wie viele verschiedene Textbausteine für eine EGV gibt es zum Punkt "Ziele"?
  • Gibt es eine interne Vorgabe, wie oft das Ziel bei einem Kunden geändert werden muss (also z.B. alle 6 Monate)? Oder kann da theoretisch fünf Jahre lang "Integration in den 1. Arbeitsmarkt" stehen?
  • Kann man die Software für die Erstellung einer EGV irgendwo auch als Nicht-Jobcenter-Mitarbeiter herunterladen? Wie heißt dieses Programm genau?
  • Und welche Textbausteine (die für den "Kunden" förderlich wären im Sinne von "Fördern") tauchen überhaupt nicht/niemals in einer EGV auf?
__


BibiBlocksberg2009 ist offline  
Alt 01.06.2013, 14:39   #640
BurnsTorn
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Aus welchem Grund das Jobcenter aber später nochmal nachfragen könnte, erschliesst sich mir nicht wirklich.
Dass später nochmal nachgefragt wird, rührt daher, dass so sichergestellt werden soll, dass 1) keine Überzahlungen seitens des JC erfolgt sind, wie silka schon geschildert hat. Es rührt 2) daher, dass so etwaiger Schwarzarbeit oder sonstigem Leistungsmissbrauch auf die Schliche gekommen werden soll. Denn es könnte ja sein, dass der Kunde schon Monate vor Ende des Auslaufens des WBA in Arbeit ist, das dem JC aber nicht mitgeteilt hat. Daher wird meist um eine Kopie des Arbeitsvertrages gebeten. Zudem soll so geschaut werden, ob der Kd. vielleicht noch einen aufstockenden ALG II Anspruch hat. Manche Kunden geben auch einfach nur an: "Ich bin jetzt selbstständig tätig". Wenn dann aber keine Gewerbeanmeldung bei der Stadt vorliegt, wird Schwarzarbeit vermutet, was zwecks Prüfung ggfs. die Einschaltung des Zolls zur Folge hat.

Ferner dient das Nachhalten dessen, was auch den Kunden wird, der Statistikerstellung. Die JC liefern dem BMAS, dem IAB und Destatis Daten für Arbeitsmarktstatistiken darüber, wie viele Personen in welchen Branchen unterkommen. Wenn ein Kunde durch Integration in Arbeit abgemeldet wird, soll der pAp daher auch angeben, um welche Branche (Zeitarbeit, verarbeitendes Gewerbe, Gastronomie Sozialwesen etc.) es sich handelt, in die der Ex-Kunde nun integriert ist.

So sehr ich den Datensammelwahn mancher JCs selbst kritisiere, muss ich an diesem Punkt aber auch sagen, dass ich es durchaus nachvollziehen kann, dass das JC wissen will, was die Ex-Kunden nach dem Ende des Leistungsbezuges tun. Und solange die Angabe darüber freiwillig ist, ist das imho okay. Wenn man z.B. jahrelang ALG II bezogen hat und sich dann grundlos aus dem Bezug abmeldet oder nichts mehr von sich hören lässt, der WBA also ausläuft, wird das JC manchmal schon deshalb nachhaken, weil man dort sichergehen will, dass der Kunde nicht nun "hauptberuflich" einer Schwarzarbeit nachgeht. Aber nochmal: Kontoauszüge oder sonstige Belege darüber, dass man das nicht tut, muss man nicht vorlegen, wenn man vom JC gar keine Leistungen erhält.
 
Alt 01.06.2013, 14:55   #641
BurnsTorn
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Bei welcher Abteilung bleibt man gespeichert und bleibt man auch als Karteileiche beim Sachbearbeiter im PC?
Die Daten bleiben im System VerBIS gespeichert, auf welches - mit unterschiedlichen Berechtigungen - jeder pAp/SB Zugriff erlangen kann. So hat man dann die Sozialdaten (Profiling, EGVs, Lebenslauf, Beratungsvermerke, Maßnahme-Historie etc.) jederzeit wieder parat, wenn der Kunde sich binnen 5 Jahren wieder arbeitslos meldet bzw. wenn eine Leistungsberechtigung eintritt. Dabei ist es auch egal, ob der Kunde zwischenzeitlich z.B. von Hamburg nach München zieht. Wenn sich in München ein neuer pAp als Hauptbetreuer zuordnet, kann der dann auf alle relevanten Unterlagen/Daten zugreifen, der ehemalige Hauptbetreuer aus Hamburg kann dann auf diese Daten aber nicht mehr zugreifen, auch nicht auf die Vermerk, die er selbst geschrieben hat! Ein Datenzugriff ist immer nur lokal beschränkt möglich.

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Falls man nicht mehr beim SB im PC gespeichert ist, wie erfährt dann der SB, dass man nicht mehr sein "Kunde" ist?
Der pAp/SB erfährt davon, dass einer seiner Kunden kein Kunde mehr ist, indem er von einem Kollegen darauf aufmerksam gemacht wird! Meist erfolgt diese Benachrichtigung durch einen Leistungs-SB, der dem pAp eine Wiedervorlage im System VerBIS setzt, dass die Leistungsbewilligung aufgehoben wurde und dass der Kunde abgemeldet werden kann. Das tut der pAp dann. Oder, wenn der Kunde umzieht, setzt die Eingangszone des neuen JC einem neuen pAp eine Wiedervorlage (je nach Name, BG-Endnummer oder Kundennummer). Der neue pAp ordnet sich dann als Hauptbetreuer zu und/oder setzt dem ehemaligen pAp eine Wiedervorlage, dass der sich als Hauptbetreuer löschen soll. Manchmal werden solche Wiedervorlagen auch vergessen oder versehentlich gelöscht. Dann passiert es durchau, dass der Kunde mal ein paar Monate "unbetreut" ist.
 
Alt 01.06.2013, 15:45   #642
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So sehr ich den Datensammelwahn mancher JCs selbst kritisiere, muss ich an diesem Punkt aber auch sagen, dass ich es durchaus nachvollziehen kann, dass das JC wissen will, was die Ex-Kunden nach dem Ende des Leistungsbezuges tun.
Ich habe jetzt schon einige Male mitbekommen, dass wenn Leute sich nach der Abmeldung vom JC selbständig gemacht haben oder geheiratet haben, dass JC veruscht sich Geld aus dem Zeitraum des Leistungsbezugs wiederzuholen, in dem es Sozialbetrug unterstellt. Es wird im nachhinein versucht, Schwarzarbeit oder eine eheähnliche Gemeinschaft zu konstruieren. Wie sind deine Erfahrungen damit?
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Alt 01.06.2013, 16:33   #643
BurnsTorn
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Zitat von BibiBlocksberg2009 Beitrag anzeigen
Wie viele verschiedene Textbausteine für eine EGV gibt es zum Punkt "Ziele"?
Zu meiner Zeit im JC gab es glaube ich 6 oder 7 davon. Das waren, wenn ich es noch richtig zusammen kriege:

- Integration in sv-pflichtige Beschäftigung (1. Arbeitsmarkt)
- Integration in Beschäftigung außerhalb des 1. Arbeitsmarktes
- Aufnahme eines Mini- oder Midi-Jobs
- Integration in Ausbildung/Umschulung
- Heranführung an den Arbeitsmarkt
- Stabilisierung bestehender Beschäftigung
- Stabilisierung der gesundheitlichen Situation (hat eigentlich nix in der EGV zu suchen, wird aber gerne genommen)

Wie es mittlerweile aussieht, weiß ich nicht. Aber ich glaube nicht, dass sich inhaltlich groß was geändert hat. Was sich bei den vielen VerBIS-Updates ändert, sind oftmals nur Kleinigkeiten, Formulierungen und Erleichterungen an der Benutzeroberfläche.

Zitat von BibiBlocksberg2009 Beitrag anzeigen
Gibt es eine interne Vorgabe, wie oft das Ziel bei einem Kunden geändert werden muss (also z.B. alle 6 Monate)?
Ja, die gibt es. Die EGV soll spätestens nach 6 Monaten gemäß dem dann eingetretenen Entwicklungsfortschritt angepasst werden. Das wird aber kaum getan, weil es gerade bei arbeitsmarkfernen Kunden völlig illusorisch ist, ständig irgendwelche neuen Integrationsstrategien aus dem Hut zu zaubern und immer neue Ziele zu formulieren. Dass das oftmals nichts bringt, weiß eigentlich jeder Vermittler. Zur Erklärung sei auch angefügt, dass der pAp sich in der Regel schon deshalb hüten wird, zu oft die Ziele zu wechseln, da er ein Interesse daran hat, seine Kunden möglichst schlecht zu bewerten, d.h. sie alsbald als arbeitsmarktfern zu kategorisieren. Dies deshalb, weil er sie dann seltener einladen muss und die Verweigerung von kostenintensiven Förderungen damit begründen kann, dass bei den Kunden eh nichts mehr zu machen sei. Einfache Faustregel im JC daher: Je mehr Probleme der Kunde laut Profiling hat, desto weniger Arbeit für den pAp. Wer nichts kann oder angedichtet bekommt, vermeintlich nichts zu können, ist somit ein TOP-Kunde.

Diesen TOP-Kundenstatus würde der vermeintliche Nichtskönner aber verlieren, wenn sich die Ziele alle 6 Monate änderten. Denn irgendwann müsste man einen bereits als schlecht eingestuften Kunden ja wieder aufwerten, da schlechter als Unterstützungsprofil nicht geht. Den Kunden im Rahmen der neuen Zielausrichtung aber wieder aufzuwerten, macht Arbeit, weil damit einherginge, dass der Kunde häufiger eingeladen werden müsste und ihm ggfs. auch FbWs zu genehmigen wären. In der grauen Theorie des 4PM müssen arbeitsmarktferne Kunden mittels 1-€-Jobs stabilisiert, dann über Maßnahmen an den 1. Arbeitsmarkt herangeführt und schließlich über ein Praktikum darin integriert werden. Damit einher geht, dass bei jedem neuen 1-€-Job, bei jedem neuen Coaching, bei jeder Lager & Logistik- oder Wir-spielen-Einkaufsladen-Maßnahme die EGV angepasst bzw. fortgeschrieben werden soll.

Das Kontraktmanagement des New-Public-Management wird so auf die Verwaltung von Arbeitslosen übertragen. Nur ist dies insofern völlig unnütz, als noch so viele Ziel-Kontrakte eben nichts an der Tatsache ändern, dass es ganz viele Kunden gibt, die - sei es aus in der Person liegenden Gründen oder aus Gründen des nicht existenten Arbeitsmarktes - nicht (mehr) in Arbeit zu vermitteln sind. Es ist unsinnig, durch ständig neue Zielsetzungen so zu tun, als könne man das dennoch erreichen. Aber es ist eben die Ideologie der BA, genau dies dennoch zu suggerieren! Das Credo ist klar: Es darf keine Kunden geben, die nicht in Arbeit zu integrieren sind. Das ist verboten. Wer Gegenteiliges behauptet, ist entweder ketzerischer Querulant oder einfach unfähig, kreative Wege zu finden, dies dennoch zu erreichen.

Was das angeht, finden sich pAp und ELO hier wirklich auf einer Stufe. Das Unvermögen, den Kunden in Arbeit zu bringen, wird seitens der BA personalisiert. Der nicht existente Arbeitsmarkt wird völlig ausgeblendet, Schuld an der Arbeitslosigkeit ist der Kunde (der ist sowieso immer Schuld) und auch der pAp, weil der unfähig ist, die richtige Integrationsstrategie zu fahren. Arbeitslosigkeit ist der BA-Logik gemäß nie auch nur anteilig den Verhältnissen geschuldet, sondern immer auf das Unvermögen oder die Faulheit des Individuums zurückzuführen. Daher auch der Aktivierungsfetisch der BA! Die Absurdität dieser Dogmatik offenbart sich nun aber gerade daran, dass man sich als pAp sogar noch dafür loben lassen kann, wenn es doch mal einem Kunden, den man, um sich Arbeit vom Hals zu schaffen, schlecht kategorisiert hat, gelingt, in Arbeit zu kommen. Diesen Erfolg kann sich der pAp, der vielleicht gar nicht getan hat, dann auf die Fahne schreiben. Denn der BA-Logik folgend ist die Integration des Kunden gemäß 4PM kausal auf das Handeln des pAp zurückzuführen.

Die Crux ist im Umkehrschluss: Kategorisiert man einen Kunden zu gut, und kommt dieser dann lange nicht in Arbeit, muss man sich als pAp ggfs. dafür rechtfertigen, dass man schlecht arbeitet, weil man den Kunden ja noch nicht integriert hat, wo er doch so gut und arbeitsmarkt ist. Um dies zu vermeiden, werden Kunden in der Regel von vornherein schlechter gemacht, als sie sind. Kunden als gut zu bewerten bringt einem nur Nachteile. Da man in der Realität oft kaum Einfluss darauf hat, ob ein Kunde in Arbeit kommt, man aber immer so tun muss, als hätte man das, läuft es darauf hinaus, dass ständig irgendwelcher Humbug vermerkt wird und bisweilen sinnfrei im Profiling herrumgeklickt wird, damit dort hin und wieder man die Daten aktualisiert werden und die Beratungsvermerke zur Standortbestimmung sich immer ein wenig anders lesen.

Kurzum: Da sich an der persönliche Lage des Kunden oft ebenso wenig ändert wie an der Arbeitsmarktlage, man als pAp aber immer so tun muss, als hinge die baldige Integration des Kunden von der Wahl der richtigen Integrationsstrategie ab, wird im JC immer sehr viel Lärm um Nichts gemacht. Dies geschieht in Form von EGVs, MAT- und MAG-Zuweisungen, AVGS-Ausgaben, Profiling-Anpassungen und Absolventenmanagements. Man tut so, als unterstützte man die Kunden viel und passgenau, obgleich in Wirklichkeit oftmals nicht viel mehr als bürokratischer Nonsense produziert wird, der sich in keiner Weise auf die Integrationswahrscheinlichkeit auswirkt. Man tut dies nicht zuletzt aber auch deshalb, weil sich die BA ja nicht eingestehen darf, dass die eigene Truppe im Grunde eine völlig nutzlose Arbeit leistet. Denn wer - außer Sozialarbeiter - will sich schon selbst überflüssig machen?

Zitat von BibiBlocksberg2009 Beitrag anzeigen
Oder kann da theoretisch fünf Jahre lang "Integration in den 1. Arbeitsmarkt" stehen?
Nicht nur theoretisch. Das ist faktisch so. Jahrelang steht in Millionen von EGVs, dass das Ziel die Integration in den 1. Arbeitsmarkt sei, völlig egal, wie krank oder arbeitsmarktfern der Kunde auch sein mag. Ich hatte z.B. Kunden, bei denen habe ich nicht einmal auch nur irgendwas in der EGV verändert, die wurde einfach alle 6 Monate wortgleich wieder erneuert. Das taten teilweise auch meine Vorgänger und Vor-Vorgänger schon so, so dass es sich manchmal ergab, dass eine EGV aus dem Jahr 2006 vier Jahre später noch exakt den gleichen Wortlaut hatte wie im Jahr 2010.

Zitat von BibiBlocksberg2009 Beitrag anzeigen
Kann man die Software für die Erstellung einer EGV irgendwo auch als Nicht-Jobcenter-Mitarbeiter herunterladen? Wie heißt dieses Programm genau?
Da bin ich überfragt. Es ist aber ziemlich leicht, sich ein entsprechendes Formular mittels Nutzung von Drop-down-Feldern in MS-Word selbst zu erstellen. So verfahren z.B. auch Kommunen, die die Software der BA gar nicht nutzen.

Zitat von BibiBlocksberg2009 Beitrag anzeigen
Und welche Textbausteine (die für den "Kunden" förderlich wären im Sinne von "Fördern") tauchen überhaupt nicht/niemals in einer EGV auf?
Da kann ich auch nichts Fundiertes zu sagen, zumal das von JC zu JC unterschiedlich sein dürfte. Bei mir war es zumindest im zweiten JC so, dass wir niemals pauschal den Passus "Das JC gewährt Ihnen ein Einstiegsgeld" in die EGV mit aufnehmen sollten. Dass dies aber nicht flächendeckend so gehandhabt wird, weiß ich aus eigener Erfahrung schon deshalb, weil dieser Passus in meiner eigenen EGV drinstand, als ich selbst ALG II bezogen habe. Grundsätzlich ist es aber sicher so, dass alle Textbausteine, mittels derer auf Seiten des JC Verbindlichkeiten entstehen, eher vorsichtig gewählt werden. Darüber hinaus möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass die meisten Vermittler sich ihre eigenen Textbausteine basteln und diese dann in den EGVs verwenden. Das ist ohne Probleme möglich. Die Textbausteine der BA sind Vorlagen, die man zwecks Arbeitserleichterung verwenden kann, aber nicht muss. Ich habe mir damals für fast alles eigenen Vorlagen erstellt, weil mir einige der BA-Formulierung zu unspezifisch erschienen und sie teilweise auch in einem sehr seltsamen Deutsch verfasst waren.
 
Alt 01.06.2013, 16:37   #644
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Zitat von Phanthom Beitrag anzeigen
Ich habe jetzt schon einige Male mitbekommen, dass wenn Leute sich nach der Abmeldung vom JC selbständig gemacht haben oder geheiratet haben, dass JC veruscht sich Geld aus dem Zeitraum des Leistungsbezugs wiederzuholen, in dem es Sozialbetrug unterstellt. Es wird im nachhinein versucht, Schwarzarbeit oder eine eheähnliche Gemeinschaft zu konstruieren. Wie sind deine Erfahrungen damit?
Damit habe ich keine Erfahrungen. Das sind leistungsrechtliche Dinge, mit denen ich als pAp nur wenig vertraut war und heute noch viel weniger vertraut bin. Aber vielleicht findet sich hier im Forum ja ein Leistungs-SB oder sonst ein diesbezüglich kundiger user, der dazu Auskunft geben kann/mag.
 
Alt 01.06.2013, 20:05   #645
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Eine Frage zur Abmeldung habe ich noch: Wie sieht es mit der Nebenkostenabrechnung aus, wenn man abgemeldet ist? Mal angenommen, ich fülle den Weiterbewilligungsbescheid nicht aus und bin ab 31.11 aus dem Leistungsbezug raus. Am 26.11. kommt die Nebenkostenabrechnung vom Vermieter. Muss ich die denn noch beim JC einreichen, weil es ja eine Abrechnung aus dem Zeitraum des Leistungsbezugs ist? Oder kann ich, wenn bei den Nebenkosten ein Plus vorhanden ist, die Summe behalten und muss die Nebenkostenabrechnung nicht einreichen?
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Alt 01.06.2013, 20:23   #646
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Zitat von Phanthom Beitrag anzeigen
Muss ich die denn noch beim JC einreichen, weil es ja eine Abrechnung aus dem Zeitraum des Leistungsbezugs ist? Oder kann ich, wenn bei den Nebenkosten ein Plus vorhanden ist, die Summe behalten und muss die Nebenkostenabrechnung nicht einreichen?
Das kommt darauf an, wann das Geld auf dein Konto kommt. Wenn noch im Bezug, dann bekommen die das. Wenn aus dem Bezug raus, dann ist es deins. Genauso verhält es sich bei einer eventuellen Nachzahlung.
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Alt 01.06.2013, 20:38   #647
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Zitat von JesseJames49 Beitrag anzeigen
Das kommt darauf an, wann das Geld auf dein Konto kommt. Wenn noch im Bezug, dann bekommen die das. Wenn aus dem Bezug raus, dann ist es deins. Genauso verhält es sich bei einer eventuellen Nachzahlung.

Danke! Jetzt stellt sich für mich aber immer noch die Frage, ob ich die Nebenkostenabrechnung dann noch einreichen muss, wenn sie bei mir am 26.11. ankommt und das Geld aber erst am 1.12. auf meinem Konto ist?
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Alt 01.06.2013, 21:38   #648
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Für den Fall würde ICH abwarten, wann die Kohle kommt. Machen können sie nichts, ich meine Sanktion wegen verspätetem Einreichen, oder so.
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Alt 01.06.2013, 21:53   #649
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Zitat von JesseJames49 Beitrag anzeigen
Für den Fall würde ICH abwarten, wann die Kohle kommt. Machen können sie nichts, ich meine Sanktion wegen verspätetem Einreichen, oder so.
Das sehe ich auch so. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es eine rechtliche Möglichkeit gibt, die Rechnung einzufordern, weil sie ja aus den Bezugszeitraum stammt. Vielleicht meldet sich Burnstorn ja nochmal da zu.
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Alt 02.06.2013, 08:38   #650
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Vielen Dank für deine Ausführungen!

Dann weiß ich jetzt endlich, wer Schuld an der Misere ist (bisher dachte ich immer, dass es der faule Kunde wäre)

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Der nicht existente Arbeitsmarkt wird völlig ausgeblendet, Schuld an der Arbeitslosigkeit ist der Kunde (der ist sowieso immer Schuld) und auch der pAp, weil der unfähig ist, die richtige Integrationsstrategie zu fahren. Arbeitslosigkeit ist der BA-Logik gemäß nie auch nur anteilig den Verhältnissen geschuldet, sondern immer auf das Unvermögen oder die Faulheit des Individuums zurückzuführen.
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