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Start > > -> Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

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Alt 07.12.2012, 05:40   #351
BurnsTorn
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von Steamhammer Beitrag anzeigen
Guten Morgen, @BT!

Ich hab eine Frage: Ich habe es geschafft, durch verschiesene "Massnahmen" ebenfalls als arbeitsmarktfern geführt zu werden. Ich finde, ich kann durchatmen, weil ich anfangs mit allem möglichen Mist bombadiert wurde(Zeitarbeit, besondere Ü 50-Massnahmen etc) und dazernd zur Arge musste.

Dann sagte der SB im letzten Gespräch: "Ich glaube nicht, dass Sie eine Stelle finden können", anche ich ihm 2 oder 3 Facharztatteste erläuterte. Nun kann ich in Ruhe meinem qualifizierten Minijob nachgehen und den langsam ausbauen. Vielleicht langfristig sogar sv-pflichtig. So wollte ich es haben.

Ist meine Strategie in Deinen Augen zielführend?
Kurz und knapp: Ja, das ist eine zielführende Strategie. Wie ich hier im Forum schon in weiteren Postings zu dieser Frage erläuterte, ist es für die Kunden meist hilfreich (im Sinne dessen, dass sie eher in Ruhe gelassen werden), wenn sie möglichst arbeitsmarktfern eingestuft/empfunden werden. Als pAp konzentriert man sich am ehesten auf Kunden in mittleren Qualifizierungs- bzw. Fähigkeitsspektrum.

Die sogenannten "sehr arbeitsmarktnahmen Kunden" (Marktprofil-Kunden) integrieren sich quasi selbst, um die muss man sich nicht kümmern. Genau genommen darf man sich als pAp auch gar nicht um die kümmern, man darf ihnen nämlich üblicherweise keine Fördermaßnahmen anbieten (Bildungsgutschein, Trainingsmaßnahme), denn bräuchten sie eine solche, wären sie keine Marktkunden mehr. Diese ganze Maßnahmenkarriere durchlaufen eher die Kunden im Aktivierungs-, Entwicklung-, und Förderprofil. Diese werden gescheucht und immer wieder mit VVs und Maßnahme-Zuweisungen "beglückt".

Manchmal passiert dieses Beglücken mit dem 30-ten VV für die gleiche ZAF und der 6-ten Zuweisung zum Akivierungscenter, weil man als pAp wirklich davon überzeugt ist, dass das den Kunden hilft (das ist aber selten so), weit häufig passiert dieses "Beglücken" allerdings schlicht, weil man es machen soll (Quoten-Vorgabe) oder auch, weil man explizit den Auftrag bekommt, die Kunden durch dieses Daueraktivieren "aus dem Bezug zu ekeln".

Wer sich nicht rausekeln lassen will oder kann (weil es sich von Luft und Liebe alleine eben schlecht leben lässt), der fährt zumeist in der Tat gut damit, sich dem pAp als möglichst unfähig und arbeitsmarktfern zu präsentieren. Freilich ist das ein Balance-Akt. Man darf nicht zu plum auftreten und sollte es nicht übertreiben. Auch muss man bei aller zur Schau gestellten Unfähigkeit immer einen hoch willigen Eindruck machen. Motto: "Vielen Dank für die vielen VVs, Herr pAp. Ich will unbedingt arbeiten, ich leide da richtig unter meiner Arbeitslosigkeit, aber sie wissen ja, ich habe XYZ und XYZ und auch noch XYZ..."

Mit steigender Anzahl der Vermittlungshemmnisse denkt man sich als pAp dann "armes Schwein, der kommt eh nie in Arbeit, kann man nix machen". Für den Kunden heißt das meist: Ruhe vor dem Unsinn. Eine gute Strategie der Gegenwehr gegen unsinige Maßnahmen/Forderungen ist folglich, dass man angibt, weder Auto noch Führerschein zu besitzen, dass man nachweislich oft krank ist, dass man unter einer Lese- und Rechtschreibschwäche leidet und dass die eigenen kulturellen/religiösen Vorgaben, die man aktiv auslebt, einem bestimmte Tätigkeiten verbieten. Nur als Beispiel: Manche ethnischen Gruppen geben an, nicht in Pflegeeinrichtungen und/oder in Küchen arbeiten zu können, wo bestimmte Fleischsorten verarbeitet werden etc.

Aber nochmal: Die eigenen Angaben müssen glaubhaft sein. Wenn eine Kombination aus überzeugend vorgetragener Willigkeit und Unfähigkeit beim Kunden erkennbar ist, ist das eine "gute Voraussetzung", um sehr lange in Ruhe gelassen zu werden. Wenn dann noch das Merkmal der Wehrhaftigkeit hinzu kommt, wenn also seitens des Kunden keine Scheu besteht, Widerspruch einzulegen oder vors SG zu ziehen, ist es sogar eine exzellente Kombination.
 
Alt 07.12.2012, 06:08   #352
BurnsTorn
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von kikos Beitrag anzeigen
Eine Frage an BurnsTorn hätte ich dann auch noch.

Mein JC mit den dortigen SB´s + Geschäftsführung fährt (ich denke wie fast alle) die totale "ihr könnt uns mal" Mentalität. Könntest Du beschreiben welche Art der Beschwerde an welche Stelle bei den SB´s und evtl. auch den Teamleitern am meisten "gefürchtet" ist am meisten Wirbel in der Mitarbeiter-Personalakte verursachen könnte und was damit am schnellsten evtl. Abhilfe versprechen könnte ?

1. Dienstaufsichtsbeschwerde, Fachaufsichtsbeschwerde...
2. An die Geschäftsleitung, zur BA nach Nürnberg, an örtliche politische Verantwortliche... ?
Ich habe das hier im Thread und in diesem Thread schon ausgeführt. Da ich mich nicht wiederholen will, hier nur noch mal kurz zusammengefasst:

Wirklich gefürchtet im Sinne dessen, dass sie sich negativ hinsichtlich Personalbewertung auswirken, sind Beschwerden meist nicht. Dies deshalb nicht, weil die allermeisten Beschwerden zu schlecht formuliert sind oder sie schlicht rechtlich keine Substanz haben. Es gibt keinen Wirbel in der Personalakte. Beschwerden wirken sich allenfalls dann negativ aus, wenn ein pAp/SB diese massenhaft ansammelt und die Beschwerden dann auch Bestanden haben, sie also nicht als haltlos zurückgewiesen werden. Nur Beschwerden, die auch Bestand haben, werden in der Akte vermerkt!

Und ob man die Dienst- oder Fachaufsichtsbeschwerde (oder auch ganz allgemeine Beschwerde) nur direkt an den Geschäftsführer oder an das KRM in Nürnberg oder an den Teamleiter adressiert, ist egal. Die Beschwerde wird ohnehin immer an das örtliche Kundenreaktionsmanagement weitergeleitet, von wo aus sie dann an den Teamleiter weitergeleitet wird mit Bitte um Stellungnahme/Bearbeitung. Der TL entscheidet dann, ob er die Beschwerde selbst bearbeitet oder diese zur Bearbeitung weiter delegiert.

Allgemein gilt dabei: Eine Dienstaufsichtsbeschwerde kann eingereicht werden, wenn man sich vom pAp unhöflich behandelt fühlt bzw. wenn es um den Umgang miteinander geht. Eine Fachaufsichtsbeschwerde ist dann angebracht, wenn man meint, der pAp hätte fachlich falsch beraten bzw. eine inkorrekte Rechtsauskunft gegeben, wodurch einem Schaden entstanden ist.

Abhilfe bei Problemen schafft meiner Überzeugung und Erfahrung nach der folgende Weg: 1) Das persönliche Gespräch mit pAp und dann ggfs. Teamleitung und/oder Bereichsleitung suchen. 2) Wenn das nichts bringt: Beschwerde formulieren und an den Geschäftsführer senden, dann auf Reaktion warten. 3) Wenn Reaktion negativ ausfällt und es sich um einen beschwerenden Verwaltungsakt handelt, gegen den man vorgehen wollte, dann Widerspruch einlegen und dessen Ergebnis abwarten. 4) Wenn Widerspruchsstelle den Widerspruch zurückweist, Beratungsschein beim Sozialgericht holen (damit die Kosten für Anwalt übernommen werden) und gegen die Ablehnung des Widerspruchs rechtlich mit anwaltschaftlicher Hilfe vorgehen.

Während dieses gesamten Vorgehens sollte man in persönlichen Gesprächen und in der schriftlichen Korrespondenz mit dem Amt immer freundlich und sachlich auftreten und immer auf den spezifischen Fall bezogen argumentieren (bzw. dies dem Anwalt oder sachkundigen Bekannten oder Unterstützern, etwa hier aus dem Forum, überlassen). Damit hat man weit bessere Erfolgsaussichten als mit einem anklagenden Beschwerdeschreiben, das meist eher Belustigung bei pAp, TL und KRM erzeugt, als dass es gefürchtet ist.
 
Alt 07.12.2012, 06:22   #353
BurnsTorn
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von BiancaBerlin Beitrag anzeigen
Bei mir wurde einmal so argumentiert, daß es im ALGII-Bezug ja nicht nur um finanzielle Leistungen des JC geht, sondern auch um alles, was die Eingliederung betrifft. Somit kann alles angefordert werden, was die Eingliederung bzw. Eingliederungsgemmnisse betrifft, was meines Erachtens quasi einen Freibrief für das JC bedeutet...
Die Tatsache, dass mehr angefordert wird, als angefordert werden müsste oder dürfte, liegt manchmal auch schlicht daran, dass in jeder Behörde die Tendenz vorherrscht, Informationen zu horten, weil man nie weiß, ob und wozu man die noch mal gebrauchen könnte. Mit steigender Größe der Behörde vergrößert sich dieser Sammelwahn, weil dann mehr und mehr Abteilungen ins Spiel kommen, die sich untereinander kaum austauschen und dann für sich genommen unterschiedliche Dinge anfordern (der Reha-Berater fordert was, der normale pAp auch, der Leistungs-SB ebenso wie auch der SB aus der Widerspruchsstelle, und manchmal wurde das schon drei- oder viermal eingereicht, nur eben bei einer anderen Stelle im Haus...) Als potentiell fatal erweist sich dies, wenn die Mitarbeiter dann auch noch schlecht geschult und/oder überfordert sind, was im JC oft der Fall ist.

Kurz gesagt wissen viele Mitarbeiter mangels Kenntnis der Rechtsgrundlage bzw. mangels Kenntnis der HEGA, die durchzulesen man bei der Arbeit gar keine Zeit hat, oft gar nicht, dass sie bestimmte Dinge, die sie anfordern, gar nicht anfordern dürfen bzw. müssen. Sie fordern dann das, wovon sie denken/meinen/fühlen, dass es relevant sein könnte bzw. auch das, was ihnen ein Vorgesetzter gesagt hat, dass sie es fordern sollen, auch wenn es dafür keine Rechtsgrundlage gibt. Und manchmal (das ist aber nicht die Regel!) ist auch so, dass ganz bewusst Dinge gefordert werden, von denen man weiß, dass der Kunde sie im angegebenen Zeitraum nur schwerlich beschaffen kann. Dies einfach deshalb, weil sich dadurch die Chance erhöht, dass ein Antrag aufgrund mangelnder Mitwirkung versagt werden kann. Ergebnis: Man spart Geld.
 
Alt 07.12.2012, 06:35   #354
BurnsTorn
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von Ein Hartzianer Beitrag anzeigen
@BurnsTorn, erstmal Danke für diese tiefen Einblicke !

Jetzt mal eine Frage von mir. War heute als Beistand für meine Frau mit zum Termin. Sie monierte die Laufzeit ihrer EGV. 8 statt 6 Monate. Darauf angesprochen äußerte SB, daß unser Amt von der BA zum Kreis gekommen wäre und seitdem freie Hand bei den Laufzeiten wäre. Habe noch mal die Regelungen dazu durchgesehen, aber nichts außer dem Bekannten gefunden. Liegen hierzu Informationen vor ? Natürlich ist die EGV nicht unterschrieben worden.
Es spielt hinsichtlich der EGV-Formalia eigentlich keine Rolle, ob das JC als gemeinsame Einrichtung oder in Trägerschaft durch den Kreis eingerichtet ist. Die Rechtsgrundlage ist ja dieselbe, nämlich der § 15 SGB II. Und eben darin heißt es: "Die Eingliederungsvereinbarung soll für sechs Monate geschlossen werden" Im Klartext: Sie soll, sie muss aber nicht für diese Dauer geschlossen werden. Dass soll impliziert, dass die EGV üblicherweise eine sechsmonatige Dauer hat. Man kann in begründeten Fällen aber durchaus davon abweichen. Ich habe damals - nach Rücksprache mit den Kunden - auch schon EGVs von nur dreimonatiger oder zwölfmonatiger Dauer geschlossen. Und wo wir schon beim Thema sind, anbei mal eine interessante Info über EGVs aus dem BA-Forschungsinstitut IAB, die Auskunft darüber gibt, dass auch die Vermittler der EGV nicht gänzlich überzeugt gegenüberstehen.
 
Alt 07.12.2012, 06:57   #355
BurnsTorn
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von KARLderWEHRER Beitrag anzeigen
Hallo BurnsTorn,

gestern war ja bei der Maischberger das Thema "Wer arbeitet, ist der Dumme?". Hier war u. a. auch Ralph Boes zu Gast.

Herr Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, hat sich ja dahingehend geäußert, dass RB, bzw. man niemals seine Unterkunft verlöre und auch immer was zu beißen hat. Jetzt kann man ja ganz schön rumspekulieren. Das Herr Alt das Instrument der EGV samt Rechtsfolgenbelehrung nicht kennt, glaube ich nicht. Das er lügt wie gedruckt, mag ich auch nicht glauben.

Ich würde mich sehr über eine Stellungnahme freuen.
Ich habe die Sendung noch nicht gesehen und werde das heute oder morgen nachholen. Ich werden mich dann hier gegebenenfalls am Wochenende dazu äußern. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht nötig, dass ich zu allem hier einen Kommentar abgebe. Wie ich erkenne, ist der Thread ja auch ohne mich noch gut im Gange, so sollte es ja auch sein! Ich will ja, dass auch andere pAps/SBs/FMs hier Erfahrungen schildern bzw. ihr könnten dann ja auch gerne die fragen

Btw: Bitte habt Verständnis, wenn ich auf Postings oder PNs nicht immer gleich antworte. Ich schaue hier bis Jahresende nur nur alle paar Tage morgens und abends ins Forum, da ich viel auf Dienstreise bin und einfach nicht die Lust habe, mich auch in der Freizeit zwischen Frühstück und Dienstbesprechung/Tagung dann noch mit Arbeitslosigkeit in all ihreren Facetten zu befassen.
 
Alt 07.12.2012, 07:21   #356
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Info über EGVs aus dem BA-Forschungsinstitut IAB,
Ich zitiere:
Zitat:
„Sie soll von einer/einem Mitarbeiter/‑in
des zuständigen JobCenters (JC) und von
der erwerbsfähigen leistungsberechtigten
Person gemeinsam erarbeitet werden.
Das widerspricht aber dem Vorgehen der SB, seit geraumer Zeit sofort mit einer EGV per Verwaltungsakt zu kommen, wenn man darauf besteht.

Zitat:
Die Verteilung der Rechte und
Pflichten sollte für beide Vertragsparteien ausgewogen
sein.“
Ich habe noch keine gesehen, wo das der Fall wäre...bis auf eine, die ich verhandeln konnte.
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Alt 07.12.2012, 07:45   #357
Hamburgeryn1
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat:
„Sie soll von einer/einem Mitarbeiter/‑in
des zuständigen JobCenters (JC) und von
der erwerbsfähigen leistungsberechtigten
Person gemeinsam erarbeitet werden.
http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb1811.pdf
Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Ich zitiere: Das widerspricht aber dem Vorgehen der SB, seit geraumer Zeit sofort mit einer EGV per Verwaltungsakt zu kommen, wenn man darauf besteht.
Stimmt!

Ich habe hier die EGV-VA zwei meiner Kinder liegen.
VA Nr. 1 wurde Ende Okt. erlassen und VA Nr.2 Ende Nov.
Von zwei unterschiedlichen SB, da meine Kinder unterschiedliche Familiennamen tragen.

In beiden EGV-VA steht exakt dasselbe drin! Wort für Wort!

Meine beiden Kinder könnten unterschiedlicher nicht sein was ihren Schulabschluss, Gesundheitsstatus, intellektuelle Fähigkeiten, Berufswünsche und Lebensziele angeht.

Für mich ist offensichtlich, dass willkürlich zu irgendwelchen Textbausteinen gegriffen wird, um die EGV-Quote zu erfüllen, die Jugendarbeitslosenstatistik zu schönen und gleichzeitig die eingekauften Sinnlosmaßnahmen vollzukriegen.
Hamburgeryn1 ist offline  
Alt 07.12.2012, 11:01   #358
KARLderWEHRER
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von Hamburgeryn1 Beitrag anzeigen
Stimmt!

Ich habe hier die EGV-VA zwei meiner Kinder liegen.
VA Nr. 1 wurde Ende Okt. erlassen und VA Nr.2 Ende Nov.
Von zwei unterschiedlichen SB, da meine Kinder unterschiedliche Familiennamen tragen.

In beiden EGV-VA steht exakt dasselbe drin! Wort für Wort!

Meine beiden Kinder könnten unterschiedlicher nicht sein was ihren Schulabschluss, Gesundheitsstatus, intellektuelle Fähigkeiten, Berufswünsche und Lebensziele angeht.

Für mich ist offensichtlich, dass willkürlich zu irgendwelchen Textbausteinen gegriffen wird, um die EGV-Quote zu erfüllen, die Jugendarbeitslosenstatistik zu schönen und gleichzeitig die eingekauften Sinnlosmaßnahmen vollzukriegen.
Sehr interessant. Ich denke aber, dass somit mögliche Sanktionen mit einer guten Argumentation vor dem SG gekippt werden könnten.
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Alt 07.12.2012, 11:32   #359
K. Lauer
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Ich zitiere:
Zitat:
„Sie soll von einer/einem Mitarbeiter/‑in
des zuständigen JobCenters (JC) und von
der erwerbsfähigen leistungsberechtigten
Person gemeinsam erarbeitet werden. Das widerspricht aber dem Vorgehen der SB, seit geraumer Zeit sofort mit einer EGV per Verwaltungsakt zu kommen, wenn man darauf besteht.
Ich habe noch keine gesehen, wo das der Fall wäre...bis auf eine, die ich verhandeln konnte.
"Soll" ist kein "Muss".
 
Alt 07.12.2012, 12:36   #360
BiancaBerlin
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Normal in dem im Sinne, dass das oben skizzierte Alltag wäre, ist das nicht! Wenn jeder pAp bei jedem Kunden so verfahren würde, würde das Jobcenter zusammenbrechen. Das geht nicht, denn eine solche Intensivbetreuung nimmt viel zu viel Zeit in Anspruch.
Ja, Gott sei Dank. Nachdem ich es mir mit meiner SB Anfang August gründlich verdorben hatte (keine Sinnlos-Maßnahme- und EGV-Unterschrifts-Bereitschaft, für sie unkalkulierbare selbstständige Tätigkeit etc.) hatte ich schon Schlimmmes befürchtet und bin jeden Tag ungern zum Briefkasten gegangen. Außer zwei Sanktionsanhörungen, für die bei der ersten jedoch schon die Frist zum Erlassen der Sanktion abgelaufen sein sollte, einer Maßnahmeeinladung ohne RFB und einigen sinnfreien VVs kam aber nicht viel. Und seit meine Klage vor dem SB läuft, ist wieder ein bißchen mehr Ruhe eingekehrt.
BiancaBerlin ist offline  
Alt 07.12.2012, 13:37   #361
BiancaBerlin
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Kurz gesagt wissen viele Mitarbeiter mangels Kenntnis der Rechtsgrundlage bzw. mangels Kenntnis der HEGA, die durchzulesen man bei der Arbeit gar keine Zeit hat, oft gar nicht, dass sie bestimmte Dinge, die sie anfordern, gar nicht anfordern dürfen bzw. müssen. Sie fordern dann das, wovon sie denken/meinen/fühlen, dass es relevant sein könnte bzw. auch das, was ihnen ein Vorgesetzter gesagt hat, dass sie es fordern sollen, auch wenn es dafür keine Rechtsgrundlage gibt.
Warum meine SB das hier http://www.elo-forum.org/existenzgru...tigkeiten.html angefordert hat, ist mir schon klar: Damit soll Kontrolle über mich ausgeübt und möglichst erreicht werden, mich trotz meiner selbstständigen Tätigkeit in eine Sinnlos-Maßnahme zu drängen: http://www.elo-forum.org/alg-ii/1022...ngstermin.html. Zur Zeit klage ich gegen die gesamte EGV-VA, also auch gegen diesen Passus vor dem SG. Wie schätzt Du meine Chancen ein, daß der Richter eine Rechtswidrigkeit bei der Anforderung erkennt?
BiancaBerlin ist offline  
Alt 07.12.2012, 14:03   #362
BiancaBerlin
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Das waren zu 80% nur völlig belanglose Quoten-Termine
Wann waren diese - zumindest bei Dir in Deinem JC - immer "fällig"? So lange es eine bestehende EGV gab, war es also nicht unbedingt gefordert, seine "kunden" einzuladen?
BiancaBerlin ist offline  
Alt 07.12.2012, 14:35   #363
BiancaBerlin
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Schon deshalb nicht, weil der Großteil meiner Kunden einer integrationsfernen Profillage zugeteilt war.
Kann man irgendwie herausbekommen, welcher Profillage man zugeteilt worden ist? Was für ein Kriterium stellt meine selbstständige Tätigkeit dar (außer daß es meiner SB wegen Problemen bei Maßnahme-Zuweisung etc. ein Dorn im Auge ist)?
BiancaBerlin ist offline  
Alt 07.12.2012, 19:31   #364
franzi
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Was mich hierzu noch interessiert: gibt es einen internen Plan, wie langfristig mit vermittlungsfernen Kandidaten umgegangen werden soll?
Oder anders rum gefragt: was haben Menschen zu erwarten, die als schwer eingliederungsfähig eingestuft wurden?
franzi ist offline  
Alt 07.12.2012, 19:46   #365
kikos->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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kikos
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
...Bitte habt Verständnis, wenn... ich viel auf Dienstreise bin und einfach nicht die Lust habe, mich auch in der Freizeit zwischen Frühstück und Dienstbesprechung/Tagung dann noch mit Arbeitslosigkeit in all ihreren Facetten zu befassen.
Das glaube ich gern, da geht´s dir eigentlich wie uns.

Wir müssen uns leider damit zwangsweise befassen, spätestens wenn mal wieder nette Post vom JC eingegangen ist
kikos ist offline  
Alt 07.12.2012, 21:00   #366
ethos07
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Zitat von BiancaBerlin Beitrag anzeigen
Kann man irgendwie herausbekommen, welcher Profillage man zugeteilt worden ist? Was für ein Kriterium stellt meine selbstständige Tätigkeit dar (außer daß es meiner SB wegen Problemen bei Maßnahme-Zuweisung etc. ein Dorn im Auge ist)?
Man kann schlicht sein/e SB fragen , was er/sie beim Profiling als Gesamtprofilstufe ("Profillage") eingetragen hat und sich das ausdrucken lassen. Das ist generell ganz interessant, weil häufig vieles gar nicht auf einem zutrifft... Sollte sich der/die SB weigern, dann einfach die Anfrage schriftlich stellen (allenfalls sogar extra vor Ort Akteneinsicht verlangen; in der Regel aber nicht extra erforderlich.).

Die pAPs haben bei diesem 08/15-Profiling eine Anzahl Kästchen zur Auswahl, die sie bei ihrem -meistens husch-husch-nebenher gemachten - Profiling - mal eben ankreuzen. Daraus ergibt sich dann eine Zuordnung zu einer der "fünf Sfufen der Integrationsfähigkeit in den ersten Arbeitsmarkt".

Die 'beste' Stufe sind die "marktnahen Kunden", die so gut wie sicher gleich wieder eine Stelle auf dem 1.Arbeitsmakrt ergattern und mit denen so gut wie nix angestellt wird. Dann gibt es die drei mittleren Stufen für alle, die aktiviert, geforder-gefördert usw. werden sollen - "Förder-Kunden" , also die Hauptmasse der Leistungsbeziehenden im SGB II. Und eine 'letzte' Stufe der integrationsfernen "schwer vermittelbaren Kunden", die in der Regel aus verschiedenen Gründen auf' dem Abstellgleis landen, sprich in Ruhe gelassen werden oder ins Fallmanagement kommen.

Als 'flexibler Kunde' kannst du die Einstufung durch den SB im Gespräch mit diesem meist selbst in die von dir gewünschte Richtung der Kästchen-Kreuzchen ein wenig mitsteuern... Was aber im mittleren Segment nur bedingt hilft in Ruhe gelassen zu werden, da ja jedes Jahr wieder neue Maßnahmen-Erfindungen etc. drohen.

http://www.harald-thome.de/media/fil...ufen_SGBII.pdf
__

Viele Grüße aus Berlin
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  • 10 Euro Mindestlohn (brutto + lohnsteuerfrei)!
    500 Euro ALG II (Regelsatz) plus volle KdU!
  • Sanktionen zerbröseln!

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N.B. Meine Beiträge sind meine persönlichen Meinungen und keine Rechtsberatung.
ethos07 ist offline  
Alt 08.12.2012, 04:21   #367
BurnsTorn
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Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Ich zitiere: Das widerspricht aber dem Vorgehen der SB, seit geraumer Zeit sofort mit einer EGV per Verwaltungsakt zu kommen, wenn man darauf besteht.

Ich habe noch keine gesehen, wo das der Fall wäre...bis auf eine, die ich verhandeln konnte.
Dass sich Vorgaben im Jobcenter hinsichtlich Soll und Sein (und bisweilen auch z.B. Soll X und Soll Y) oft widersprechen, ist nun ja aber wahrlich nichts neues. Das IST in der Tat so. Dies ist aber auch kein reines Jobcenter-Problem, das ist viel eher systemimmanent für alle großen Organisationen, die diverse Ziele verfolgen. An den drei Primärzielen im Jobcenter lässt sich schnell ablesen, dass diese potenziell miteinander in Konflikt geraten können. Die Jobcenter sollen 1) Steuergelder einsparen, 2) die Arbeitslosen in den Arbeismarkt integrieren und 3) dabei eine hohe Kundenzufriedenheit erreichen.

Es ist nun offenkundig, dass diese drei Ziele sich gelegentlich widersprechen und Strategien/Handlungen, die zwecks Erreichung von Ziel 1 vorgenommen werden, mit Ziel 2 und insbesondere Ziel 3 in Konflikt geraten können. Ein gewisses Maß an Heuchelei ist also geradezu geboten! Das nur als ein Beispiel unter sehr zahlreichen. Zwischen Reden und Handeln ist ein gewaltiger Unterschied. Wer sich näher für die theoretischen Grundlagen interessiert, der google nur mal nach Karl Weick. Der ist der führende Experte bezüglich dieser Thematik (viele der Publikationen sind allerdings nur auf englisch).
 
Alt 08.12.2012, 04:32   #368
BurnsTorn
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Für mich ist offensichtlich, dass willkürlich zu irgendwelchen Textbausteinen gegriffen wird, um die EGV-Quote zu erfüllen, die Jugendarbeitslosenstatistik zu schönen und gleichzeitig die eingekauften Sinnlosmaßnahmen vollzukriegen.
Das ist aber nun wirklich keine neue Erkenntnis. Das ist ohne Frage so, aber dies ist doch hier im Forum wie in Expertenkreisen seit Jahren bekannt. Man lese da nur mal die diversen Hartz4-kritischen Publikationen von A. Ames, H. Spindler, F. Segbers, V. Hielscher, I. Bücker, B. Vallenthin, B. Lange und zahlreichen anderen, wie auch auf der Seite von Harald Thomé.
 
Alt 08.12.2012, 04:40   #369
BurnsTorn
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Zitat von BiancaBerlin Beitrag anzeigen
Wie schätzt Du meine Chancen ein, daß der Richter eine Rechtswidrigkeit bei der Anforderung erkennt?
Da sage ich absolut ehrlich: Ich weiß es nicht. Und von reiner Spekulation halte ich nix. Statistisch betrachtet liegt deine Chance auf Erfolg der Klage bei etwa 45%. Das ist nämlich die Quote derjenigen Widersprüche, denen insgesamt entweder über die Widerspruchsstelle oder später durch das SG stattgegeben wurde. Auch wenn dies bezogen auf den Einzelfall wenig heißt, gilt im Gesamtbild: Deine Chancen stehen nicht schlecht. Als Nicht-Jurist und Nicht-Berliner will ich aber nicht darüber spekulieren, wie Richter in Berlin deinen Fall wohl sehen werden. Ich kann nur sagen, dass bei einem meiner Auffassung nach ähnlich gelagerten Fall (ich habe deinen Fall grob verfolgt) im Zuständigkeitsbereich "meines" alten Jobcenters durch das SG schon im Sinne des Kunden entschieden wurde. Ich wünsche dir jedenfall viel Erfolg!
 
Alt 08.12.2012, 04:47   #370
Hamburgeryn1
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Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Das ist aber nun wirklich keine neue Erkenntnis. Das ist ohne Frage so, aber dies ist doch hier im Forum wie in Expertenkreisen seit Jahren bekannt.
Ich weiß selbst, dass ich hier keine neuen Erkenntnisse verbreitete.
Doch darum ging es mir in meinem von dir zitierten Post auch nicht.
Hamburgeryn1 ist offline  
Alt 08.12.2012, 04:49   #371
BurnsTorn
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Zitat von BiancaBerlin Beitrag anzeigen
Wann waren diese - zumindest bei Dir in Deinem JC - immer "fällig"? So lange es eine bestehende EGV gab, war es also nicht unbedingt gefordert, seine "kunden" einzuladen?
Bei mir im JC gab es die Order, ALLE Kunden je nach Profillage in gewisser Regelmäßigkeit einzuladen, selbst nicht zu aktivierende und integrierte Kunden. Auch die Kundinnen in Elternzeit musste ich mindestens alle 12 Monate vor dem Schreibtisch haben, um zu gucken, ob die noch leben. Gleiches galt für Kunden, die bereits im Rahmen ihrer Möglichkeiten integriert und sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Auch die mussten/sollten mindestens einmal im Jahr antanzen. Das Gespräch lief dann wirklich nur 1 Minute nach dem Motto: "Schön, dass sie da sind. Ich weiß ja, hat sich nix geändert. Hier die Neue EGV, Sie können wieder gehen, bis nächstes Jahr dann." Alles Dinge, die man problemlos telefonsich klären konnte. Aber wir sollten die Leute eben persönlich einladen. Die kamen (oder auch nicht), dann wurde eine Statistik-EGV abgeschlossen und fertig.
 
Alt 08.12.2012, 07:15   #372
Purzelina
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat:
Die 'beste' Stufe sind die "marktnahen Kunden", die so gut wie sicher gleich wieder eine Stelle auf dem 1.Arbeitsmakrt ergattern und mit denen so gut wie nix angestellt wird.
Erreichen aber nicht gerade bei den sehr marktnahen Kunden die Sinnlosmaßnahmen die schnellsten Ergebnissse?

Wenn wirklich gute Chancen vorhanden sind und der örtliche Arbeitsmarkt es hergibt, dann reicht vielleicht schon die Androhung einer Maßnahme und der Kunde verabschiedet sich lieber in schlechte Arbeitsbedingungen, die er vielleicht ohne den Druck der Vollzeitbetreuung nicht akzeptieren würde.
Purzelina ist offline  
Alt 08.12.2012, 11:53   #373
franzi
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Standard AW: Der Inside-Jobcenter-Thread. Oder: Frage doch einen SB/pAp

Zitat von Purzelina Beitrag anzeigen
Erreichen aber nicht gerade bei den sehr marktnahen Kunden die Sinnlosmaßnahmen die schnellsten Ergebnissse?

Wenn wirklich gute Chancen vorhanden sind und der örtliche Arbeitsmarkt es hergibt, dann reicht vielleicht schon die Androhung einer Maßnahme und der Kunde verabschiedet sich lieber in schlechte Arbeitsbedingungen, die er vielleicht ohne den Druck der Vollzeitbetreuung nicht akzeptieren würde.
Die "schlechtesten" Maßnahme-Teilnehmer sind also letztlich die, die brav die Maßnahme von A bis Zett absitzen und brav mitmachen.
Weil die trotz Maßnahmen-Druck wieder nicht aus dem System raus gebracht werden.

Maßnahmen, die kein Druckmittel darstellen, sind letztlich wirkungslos.
Vor einiger Zeit sollte ich - wieder einmal - an einer neuen Maßnahme teilnehmen. Der Maßnahme-Träger schlug mir dann alternativ eine andere Maßnahme vor, die ich auch besser fand und die eher auf meine persönliche Situation zugeschnitten war.

An dieser "durfte" ich aber dann nicht teilnehmen, weil das wäre ja dann kein Druck mehr gewesen, weil ich das gerne gemacht hätte.
Und meinem Wunsch konnte man auch nicht entsprechen, das würde ja so aussehen, als ob man sich nach mir richten würde.

Der ideale Kunde ist also der, der widerwillig an einer Maßnahme teilnimmt und sich während der Maßnahme einen Job sucht und aus dem Bezug verschwindet.
franzi ist offline  
Alt 09.12.2012, 10:09   #374
Existenzminimum
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Zitat von silka Beitrag anzeigen

... hat nicht verstanden, was Herr Alt ausdrückte und hat daraus geschlossen, daß der doch nicht etwa lügt...
Was Alt definitv hat: seine Behauptung, die rund 1 Mio. Sanktionen seien letztlich nur auf ca. 150.000 Leute entfallen, ist ganz offensichtlich falsch. Die BA selbst spricht von über 500.000 Menschen.

Herr Alt hat sich in Sachen Sanktionen als "Bach-flach-Halter" und pseudo "Arbeitslosen- Lobhudler" generiert: das Verhalten seiner Angestellten, ob verbeamtet oder nicht, spricht da eine teils ganz andere Sprache.
Existenzminimum ist offline  
Alt 09.12.2012, 10:16   #375
Existenzminimum
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Zitat von franzi Beitrag anzeigen
...
Der ideale Kunde ist also der, der widerwillig an einer Maßnahme teilnimmt und sich während der Maßnahme einen Job sucht und aus dem Bezug verschwindet.
Fragwürdig ob das auf Dauer so funzt: das Gegenteil kann auch der Fall sein. Die noch motivierten "Kunden" kriegen ob der tollen Maßnahmen und der sonstigen schei... Behandlung einen richtig dicken Hals und werden demotiviert für die Arbeit und motiviert zur (Nachtrag:) VÖLLIG BERECHTIGTEN Renitenz gegen die Behörde... .

Absolutes Eigentor und genau so geht es an vielen Orten ab.
Existenzminimum ist offline  
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