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Allgemeine Fragen

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Hartz 4 allgemein

Allgemeine Fragen

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Alt 24.05.2006, 08:51   #26
Wernersen
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Wernersen
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Hallo Barney,

also, dann schick ich die Fragen heute los, denn dann sind's genau sieben Tage, die ich Zeit zum Überlegen hatte. Natürlich per Einschreiben mit Rückschein. Also erklärt hat der Heinz vom Amt nicht, dass man die EGV selber verbessern kann, das weis ich nur von Euch und noch'n paar andere informative Seiten. Ein Profiling wurde auch nicht durchgeführt, viel mehr habe ich den Profiling Bogen mit im sog. "Arbeitspaket" zugeschickt bekommen und das mußte ich zu Hause ohne Hilfe ausfüllen.
So, bin jetzt mal kurz beim Einkaufen, dann wieder hier.
Vielen Dank für Deine Hilfe

Liebe Grüße Wernersen :)
__

Alle denken nur an sich, nur ich, ich denk an mich.
Alles was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung, Rechtsberatung machen Anwälte, aber nicht ich.
Wernersen ist offline  
Alt 26.05.2006, 21:56   #27
gun-skorpion
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Zitat von Wernersen
Hallo zusammen,

gestern hatte ich auch wieder mal ein Dejavué Erlebnis mit einem Bekannten(dazu gehört er jetzt für mich allerdings nicht mehr). Dem hatte ich gestern, weil er wieder mal so schlau über uns ALG I- und ALG II- Bezieher herzog, meine EGV unter die Nase gehalten. Er hat Sie kurz durchgelesen und mir mit den Worten zurückgegeben: "Und, kannst DU doch locker unterschreiben?" Ich glaub, der tickt nicht mehr ganz richtig?
Rechtsbrüche ohne Ende stehen da drin, nur Pflichten für mich, aber keine für die ARGEn.
Es ergab sich dann ein immer heftiger werdendes Wortgefecht zwischen uns, in dessen Verlauf ich immer wütender wurde. Am Schluß ließ mich der AmO nicht mal mehr ausreden. Ein Glück, dass das Streitgespräch im Geschäft eines sehr guten Freundes stattfand. Ich glaube, ich hätte mich fast vergessen und den Kerl am liebsten ordentlich vermöbelt, obwohl das auch kein Argument ist und erst recht keine Lösung. Was waren noch seine letzten Worte, bevor ich mich wegdrehte und den Affen stehen ließ: "Wer arbeiten will, findet immer eine Arbeit, ich war noch nie arbeitslos!":laber:
Der Arschkriecher, habe ich den schon über seine diversen Arbeitgeber jammern und schimpfen hören, selbstständig war er auch schon zweimal und zweimal hat er seine eigene Firma in den Sand gesetzt und der will mir erzählen, wie großartig er ist? Das ist doch zum :kotz:
Ich stelle fest, daß einer meiner Grundsätze aktueller denn je ist:
Mit jedem Tag meines Lebens erhöht sich zwangläufig die Zahl derer, die mich am Arsche lecken können!
Aber, ich hab schon was für Ihn, bzw. gegen Ihn. Wir, das heißt, alle, die ich in dem Laden kenne und nochn paar aus dem engeren Freundeskreis feiern dieses Jahr wie immer ein großes Gartenfescht. Da ist der jetzt jedenfalls ausgeladen und in Zukunft ist der Luft für mich. :P :lol:
Ich trete auch in Zukunft für jeden Arbeitslosen ein, lasse mir von der ARGE nichts gefallen, unterschreibe keine EGV und such mir meine Jobs
auch weiterhin selber, sofern ich einen bekomme.
Es hilft nur eins, gemeinsam sind wir stark und können uns hoffentlich auch Gehör verschaffen, bei denen die meinen, dass Sie was besseres sind als wir.

Liebe Grüße Wernersen :daumen:
Das geht uns ja mitunter allen so. Und eines zeigt sich doch auch täglich wieder: In der Not lernst Du Deine wahren Freunde kennen!
__

Lesen bildet ... aber auch nicht immer!

Alle meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Wer anderes behauptet: [img]http://www.long-tom.de/simpsons/homer_bart.gif[/img]
gun-skorpion ist offline  
Alt 26.05.2006, 22:49   #28
Barney
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Nun, die Mitarbeiter der Argen arbeiten schon sehr zukunftsorientiert. Sarkasmus aus.

Wenn das Verschlechterungsgesetz, das sie Optimierung nennen, verabschiedet wird, gibt es kein Profiling mehr und die MAE (sog. Ein-Euro-Job) sind den ABM und anderen Arbeitsfördermaßnahmen gleichgestellt. Der Gesetzgeber macht es sich damit sehr einfach. Von einer Vermittlung und gar von Förderung, um Defizite von gehandicapten Menschen im arbeitsfähigen Alter abzubauen, ist man also völlig abgerückt.

Ein weiteres Armutszeugnis der Politik. :dampf:

Dabei fällt mir ein: Was ist eigentlich aus den Schwarzgeldern im Ausland geworden? Nachdem einige der Steuerflüchtlinge ihr Geld straffrei nach Deutschland zurückgeholt haben, dürfen alle anderen ihre Knete im Ausland lassen - straffrei? Weiß jemand mehr? :motz:
 
Alt 28.05.2006, 15:38   #29
Andi_
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Andi_ Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Warum nicht?

Ich bin etwas verwundert wenn ich hier lese, daß man keine Spargel stechen will und am besten noch den Verkauf unterlässt, weil Menschen bei der Ernte ausgebeutet werden. Bei uns ernten sie Spargel, 90% Polen würde ich sagen, Deutsche habe ich noch nicht gesehen. Was spricht eigentlich dagegen, wenn deutsche ungelernte junge Menschen Spargel ernten, statt dafür jedes Jahr tausende Polen zu holen?

Es mag ein harter unterbezahlter Job sein, aber andererseits wollen wir doch auch nicht 10 EUR für 1 Kilo Spargel bezahlen, damit der Bauer seine Leute korrekt bezahlen kann? Und so manchem "Jugendlichen" würde so eine Spargel-Saison sicherlich guttun, statt Autos kaputtzufahren, der Mutter auf der Tasche zu liegen und rumzuheulen, daß ihm der böse Arbeitsvermittler eine Schulungsmaßnahme gönnt!

Um hier nicht falsch verstanden zu werden, daß man einen ausgebildeten Bürokaufmann oder eine Arzthelferin nicht zur Spargelernte schicken kann, sollte jedem klar sein. Aber weshalb zum Beispiel ein ausgebildeter Gärtner oder ein nicht ausgebildeter Bauhelfer nicht eine Saison Spargel ernten können soll, erscheint mir suspekt. Und weshalb ich grischiche Spargel deutschen Spargeln vorziehen soll, verstehen wohl nur die Verfasser. Sollen die Bauern aufgeben und auch noch arbeitslos werden?

Um eine leistungsgerechte Bezahlung für deutsche Produktivität zu erreichen, müssen wir im Gegenteil primär deutsche Produkte die noch in Deutschland produziert werden vorziehen und notfalls bereit sein, dafür deutlich mehr Geld wie für vergleichbare ausländische Produkte zu zahlen. Arbeitslose haben da kaum eine Wahl, die müssen das Billigste nehmen und kaufen ihre Spargel im Glas aus China. Aber alle anderen, die die Wahl haben, sollten ihr Wahlrecht nutzen und deutsche Produkte kaufen.

Gerade die Ostdeutschen haben dabei in der Vergangenheit den grössten Fehler gemacht und ihre eigenen Produkte solange abgelegt, bis praktisch alle ostdeutschen Firmen Konkurs gingen. Nach und nach entdeckt man heute, daß die Cola aus Ostdeutschland nicht soviel schlechter war, wie die aus USA, die einheimische Limo durchaus besser schmeckt, wie das ausländische Konkurrenzprodukt und man nicht unbedingt den teuersten französsischen Joghurt benötigt, sondern es der deutsche auch tut.

Jeder der es sich leisten kann, sollte einen deutschen Neuwagen kaufen, deutsche Wäsche, deutsche Lebensmittel und vielleicht, wenn das ganz viele Menschen tun, schaffen wir so auch wieder deutsche Arbeitsplätze in Deutschland. Die Globalisierung bringt nur den Ländern Vorteile, welche billig produzieren können, solange man sich an die Marktregeln hält und Geiz geil ist. Durchbricht man aber die Marktregeln und kauft bewusster auch dann Deutsch wenn es mal etwas teurer ist, geht es auch anders.

Persönlich kann sogar ich als ALG2 Empfänger manches tun, kaufe gezielt möglichst deutsche Produkte, welche von deutschen Firmen in Deutschland produziert werden. Mir reicht der "Metzgerschinken" vom Aldi, ich brauch keinen teuer importierten italienischen Schinken für mein deutsches Brot. Und statt des teureren französischen Mineralwassers reicht mir durchaus der Sprudel von der Quelle in der Nachbarschaft. Selbst meine Wäsche kaufe ich lieber bewusst von Trigema.

Es gibt vieles, was wir bewusst tun können, ganz im Kleinen. Sicher sollte man auch nicht vergessen, für eine bessere Verteilung des Volksvermögens zu sorgen und die berechtigte Kritik an unseren Millionären die lieber im Ausland Steuern zahlen ist nötig. Solange wir Leute wie Beckenbauer und Schumacher hochstilisieren und nicht einsehen, daß die unser Geld verprassen, tut sich nicht viel. Es müsste ein fundamentales Umdenken in der Bevölkerung stattfinden.

Lebt man bewusst, kann aber auch so schon jeder für sich im Kleinen viel tun, um unsere besch.... Situation zu entspannen. Sicherlich gehört aber nicht dazu, deutsche Arbeit herabzuwürdigen, lieber tausende polnische Erntehelfer ins Land zu holen, damit der deutsche Spargel schön billig bleibt und sich nur kein deutscher Arbeitnehmer an ihm die Finger schmutzig machen muß :uebel:
Andi_ ist offline  
Alt 28.05.2006, 15:59   #30
pixelfool
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pixelfool
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@ andi

Mal abgesehen von Deinen fragwürdigen Klischees bezüglich der "Jugendlichen, die Autos kaputt fahren, ihrer Mutter auf der Tasche liegen und völlig grundlos über ihren Arbeitsvermittler heulen" :icon_kinn:

Wieso sollte für einen Bauhelfer die Spargelernte zu Horrorlohnbedingungen legitimer sein als für den Bürokaufmann???
Ich finde es weder für den einen noch den anderen okay, wenn harte Arbeit von 10 Stunden und mehr - 6 - 7 Tage die Woche nicht mal genug einbringt, um davon ohne weiteren Bezug von Transfer-Leistungen leben zu können.

Wenn Leistung "sich wieder lohnen muss" - wie unsere Politiker tagtäglich tönen, warum gilt diese Phrase aus deren Sicht immer nur für Manager und Politiker, aber nicht für den einfachen Arbeiter?

Davon abgesehen war die Erntearbeit seit jeher eine Domäne der Wanderarbeiter - schau mal nach, wer in Polen die Erntearbeit macht, während die Polen auf deutschen Feldern ackern!

Weiter sagst Du, viele ehemalige DDR-Firmen seien nur deshalb pleite gegangen, weil die Produkte nicht mehr gekauft wurden. Auch das ist nur bedingt richtig. Viele dieser Betriebe wurden schlichtweg von branchengleichen Marktführern aufgekauft und bewusst "plattgemacht" um die eigene Marke zu stärken, nicht weil etwa keinerlei Nachfrage mehr bestanden hätte.

Und was die "deutschen Autos" anbelangt, kann man heute leider ebensowenig pauschalisieren, denn wo "made in Germany" draufsteht (die Marke existiert ja nicht mehr, sondern heute heißt es Made in EU), ist noch lange nicht "made in Germany" drin.
__

In zeitgemäßer Abwandlung:
Ich wünscht´, ich könnt´mir so viele Lebensmittel leisten, um so viel fressen zu können, wie ich kotzen möchte!

Meine Beiträge in diesem Forum stellen meine persönliche Meinung dar - keine Rechtsberatung!
pixelfool ist offline  
Alt 28.05.2006, 16:18   #31
Andi_
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@pixelfool

Ich stimme dir weitgehend zu. Allerdings verdienen die Erntehelfer hier bei uns ~10 EUR, was so mancher Bauhelfer nicht verdient, obwohl es für diese einen höheren Mindestlohn gibt. Weshalb der keine Spargel stechen können soll, aber durchaus Bauschutt schleppen kann, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Mär vom Wanderarbeiter ist zwar nett, aber einfach falsch. In der Vorkriegszeit gab es dafür genug deutsche Saison- und Wanderarbeiter die das gerne gemacht haben um sich ihr Brot zu verdienen. In der Kriegszeit wurden solche Arbeiten von Kriegsgefangenen und Zwangsverpflichteten ausgeführt.

Erst das Nachkriegsdeutschland brauchte dazu im Westen Gastarbeiter. Wie es im Osten war, weiß ich leider nicht so genau, nehme aber an, daß man bis 1989 die Ernte nicht duch Polen einholen lies? Das die als nun kapitalistisches Land genauso verfahren und um billiger zu produzieren macht es nicht richtiger.

Es spricht auch absolut nichts dagegen, wenn der deutsche Arbeiter für die Spargelernte 15 EUR Stundenlohn bekommt, sofern du die Konsequenz daraus, Spargel zum Kilopreis von 10 EUR tragen kannst. Andernfalls musst du den Lohn anderweitig subventionieren, eben durch Lohnzusatzleistungen.

Würde man den Arbeitslosen z.B. anbieten, in der Erntezeit 500 EUR anrechnungsfrei zuverdienen zu dürfen, ich bin mir sicher, so mancher Bauhelfer der erst wieder im Sommer eine Baustelle findet würde die Saison mit Handkuss mitnehmen. Das Geld würde in Deutschland bleiben, statt nach Polen abzufliessen.

Polnische Spargelhelfer geben hier fast nichts aus, zahlen hier selten Steuern oder Sozialabgaben, wenn überhaupt im Heimatland, während deutsche Helfer ihr Geld hier gut gebrauchen könnten und direkt ausgeben. Ein weiteres Argument, diese Arbeiten für Deutsche ansprechender zu gestalten.

Hinsichtlich der deutschen Marken gibt es durchaus solche, wie Trigema, die klar sagen das sie Deutschland bewusst stärken wollen - siehe

http://www.trigema.de/customer_publi...rnehmen/philos ophie.asp

Solche meinte ich damit. Und bei Autos würde es mir schon reichen, wenn sie in D montiert sind.

Letztere kann man wohl gar nicht mehr rein in D produzieren. Statt Kugellager aus deutschen Stahlschmieden benötigt man ja schon für die Kleinteile China ;)
Andi_ ist offline  
Alt 28.05.2006, 16:46   #32
pixelfool
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pixelfool
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Zitat:
Die Mär vom Wanderarbeiter ist zwar nett, aber einfach falsch. In der Vorkriegszeit gab es dafür genug deutsche Saison- und Wanderarbeiter die das gerne gemacht haben um sich ihr Brot zu verdienen. In der Kriegszeit wurden solche Arbeiten von Kriegsgefangenen und Zwangsverpflichteten ausgeführt.

Erst das Nachkriegsdeutschland brauchte dazu im Westen Gastarbeiter. Wie es im Osten war, weiß ich leider nicht so genau, nehme aber an, daß man bis 1989 die Ernte nicht duch Polen einholen lies? Das die als nun kapitalistisches Land genauso verfahren und um billiger zu produzieren macht es nicht richtiger.
Finde ich ein wenig kurz gedacht! Auch in der Vorkriegszeit war die Ernte eine Sache von Wanderarbeitern, wie Du selber feststellt (nur damals eben deutsche Wanderarbeiter). Es hat sich lediglich der Aktionsradius der Wanderarbeiter erhöht, da es heute auch ausländischen Wanderarbeitern problemlos möglich ist, kostengünstig und schnell an alle Einsatzorte zu kommen. Und ohnehin lässt sich die Vorkriegszeit wohl nicht so ohne weiteres mit der heutigen vergleichen, da die Rahmenbedingungen völlig andere waren. Die Wanderarbeiter der Vorkriegszeit haben damals oft unter haarsträubenden Arbeits- und Lebensbedingungen schuften müssen und waren trotz harter Arbeit "arme Schweine". Das kann ja wohl kaum Maß der Dinge in unserer heutigen Zeit sein ;-)

Ansonsten hast Du natürlich recht - wer fair produzierten deutsche Spargel genießen will, muss zwangsläufig bereit sein, mehr zu zahlen als für ausländischen Spargel.
__

In zeitgemäßer Abwandlung:
Ich wünscht´, ich könnt´mir so viele Lebensmittel leisten, um so viel fressen zu können, wie ich kotzen möchte!

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pixelfool ist offline  
Alt 28.05.2006, 19:53   #33
barbara
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barbara
Standard Re: Warum nicht?

Zitat von Andi_
....Was spricht eigentlich dagegen, wenn deutsche ungelernte junge Menschen Spargel ernten, statt dafür jedes Jahr tausende Polen zu holen?

Es mag ein harter unterbezahlter Job sein, aber andererseits wollen wir doch auch nicht 10 EUR für 1 Kilo Spargel bezahlen, damit der Bauer seine Leute korrekt bezahlen kann? ....
@Andi,
von welchem "wir" redest Du?
Zumindest siehst Du Dich als Teil dieses Plural.
Die "deutschen ungelernten Menschen" sind darin sicher nicht enthalten.
Heißt das, daß Deinetwegen diese "deutschen Menschen" "unterbezahlt/ nicht korrekt" bezahlt werden sollen?
barbara ist offline  
Alt 29.05.2006, 00:25   #34
Andi_
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@barbara

Nochmal ...

Zitat:
Es spricht auch absolut nichts dagegen, wenn der deutsche Arbeiter für die Spargelernte 15 EUR Stundenlohn bekommt, sofern du die Konsequenz daraus, Spargel zum Kilopreis von 10 EUR tragen kannst. Andernfalls musst du den Lohn anderweitig subventionieren, eben durch Lohnzusatzleistungen.

Würde man den Arbeitslosen z.B. anbieten, in der Erntezeit 500 EUR anrechnungsfrei zuverdienen zu dürfen, ich bin mir sicher, so mancher Bauhelfer der erst wieder im Sommer eine Baustelle findet würde die Saison mit Handkuss mitnehmen. Das Geld würde in Deutschland bleiben, statt nach Polen abzufliessen.
Andi_ ist offline  
Alt 12.06.2006, 01:17   #35
Ichweißnix
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Standard Re: Warum nicht?

Zitat von Andi_
...Mir reicht der "Metzgerschinken" vom Aldi, ich brauch keinen teuer importierten italienischen Schinken für mein deutsches Brot...
Ja, und damit unterstützt Du die grausame Massentierhaltung. Das ist dann für Dich okay? Ich finde, um mit Deinen Worten zu sprechen, da "müsste ein fundamentales Umdenken in der Bevölkerung stattfinden", also bei Dir auch.

Zitat von Andi_
...Es müsste ein fundamentales Umdenken in der Bevölkerung stattfinden...
Genau, Deutsche, kauft deutsche Bananen.

Es fällt auf, dass Du die Träumersprache sprichst: "...müsste, müsste, müsste...". Ich finde auch, jeder müsste so intelligent sein, dass er nie mehr so dumm sein könnte, um Probleme zu machen.

:stern:
__

Das Verhalten der Menschen in der Gegenwart erklärt mir immer mehr die Geschichte und zeigt die Zukunft.

Vom vielen Gürtel enger schnallen habe ich schon eine Wespentaille gekriegt.
Ichweißnix ist offline  
Alt 12.06.2006, 20:13   #36
Andi_
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@Ichweißnix

Du hast den richtigen Namen gewählt. Tatsächlich weiß auch ich nichts wirklich, vieles Denkbare durften wir nie erproben. Zuletzt gesehen bei der Wiedervereinigung. Ich hätte mir einen gemeinsamen deutschen Staat gewünscht, der in gemeinsamen Volksabstimmungen seine Politik wählt, wo wir alle Arbeit haben, in Freiheit leben dürfen und der Hang zum Nationalstolz nicht zur Aussonderung führt. Artikel 146 GG hätte dies zugelassen und hat dies bei der Entstehung dieses GG, an dem sich alle folgenden Gesetze und Verordnungen zu richten haben, vorgesehen.

Wie an anderer Stelle gesagt sollten wir hier aber nicht auf die Politik ausweichen, uns als Hartz IV Opfer gegenseitig irgendwelche Feindbilder vorwerfen, sondern als wirklich Betroffene dieser unsäglichen Politik den betroffenen Menschen helfen. Ich bin in keiner Partei und vertrete hier nur meine Meinung, die ich am liebsten allen Betroffenen schenke, ihnen aus direkten Notlagen zu helfen. Darum geht es auch im "Erwerbslosen Forum Deutschland". Hier helfen Menschen Menschen, gleich welcher sonstiger politischer Einstellung.

Und dies wollen wir doch bitte einfach respektieren :idee:
__

[b]Dies ist meine private Meinung konform Artikel 5 GG.[/b]
Andi_ ist offline  
Alt 12.06.2006, 21:26   #37
Quirie
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Zitat von Andi_
....... Tatsächlich weiß auch ich nichts wirklich, vieles Denkbare durften wir nie erproben. Zuletzt gesehen bei der Wiedervereinigung. Ich hätte mir einen gemeinsamen deutschen Staat gewünscht, der in gemeinsamen Volksabstimmungen seine Politik wählt, wo wir alle Arbeit haben, in Freiheit leben dürfen und der Hang zum Nationalstolz nicht zur Aussonderung führt. Artikel 146 GG hätte dies zugelassen und hat dies bei der Entstehung dieses GG, an dem sich alle folgenden Gesetze und Verordnungen zu richten haben, vorgesehen.
.........
Nun Andi, was Du da schreibst, das kann die Juristin im mir natürlich nicht so stehen lassen.

Du verkennst die Bedeutung des Artikels 146 GG. Ich stelle ihn zum besseren Verständnis für alle einfach mal hier ein:

Zitat:
Artikel 146 GG

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.
Art.146 GG hat nicht die Funktion, den Weg für eine neue Verfassung freizumachen, sondern die Aufhebung dieser Verfassung "Grundgesetz" zu erschweren und an eine Bedingung knüpft, nämlich die der freien Entscheidung über eine neue Verfassung.

Die Verfassungsgeber nach dem Krieg hatten nur allzu gut die bitteren Erfahrungen des Dritten Reiches im Gedächtnis. Das so etwas nie wieder passieren dürfte auf deutschem Boden, das war ihr "neuer Nationalstolz", und da wollten sie Vorsorge treffen.

Denn sie hatten gesehen, am Beispiel der Weimarer Republik, wie schnell Gesetz und Recht Krimminellen der schrecklichsten Art zum Opfer fallen konnten, die ihre Verbrechen vor dem Völkerrecht dann noch mit dem Mäntelchen der Rechtstaatlichkeit behängen konnten.

Denn der Begriff "Rechtsstaat" sagt, entgegen dem Irrglauben vieler, nichts darüber aus, wie der Inhalt von Gesetzen ist. Er bezeichnet nur die Tatsache , dass es in einem Staat Gesetze gibt, die Grundlage staatlichen Handelns sind.

Und so bildet Art. 146 GG bis heute eine Grenze für alle, die versuchen, an den Grundwerten der verfassungsmäßigen Ordnung dieses Landes vorbeizuhandeln und eine andere Art von Staat wollen.
__

Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.
(Verf.unbekannt, Realitätsgehalt 100 %)

- Keine Rechtsberatung, die ist Sache der Rechtsanwälte-
Quirie ist offline  
Alt 12.06.2006, 21:48   #38
Andi_
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@Quirie

Die Frage ist schwierig. Was wissen wir heute mehr über die beschliessenden Organe, als das sie unter jedem Verzicht auf irgendwelche "Deutschen Interessen" Deutschland aufteilten, weite Teile Deutschlands bis hin zu Königsberg preisgaben, preisgeben mussten, um überhaupt irgendetwas tun zu dürfen?

Wir unterstehen noch heute, 60 Jahre nach Ende jeder Kampfhandlung, in Teilen dem Kriegsrecht. Selbst die UN sinkt dir ein Liedlein davon. Unsere Gesetze, die wie du richtig sagst "die Grundlage staatlichen Handelns sind", werden noch heute durch die Feindstaatsklauseln in der UN Charta unterwandert oder sind schlichtweg gegenstandslos.

Begründe mir doch bitte die Existens von http://de.wikipedia.org/wiki/Echelon in Deutschland? Ein Spionagenetzwerk, einsetzbar auch zur Wirtschaftsspionage, frei jeglicher deutschen Rechtssprechung, Kontrolle, in Deutschland, für Deutsche? Es gibt leider zuviele Ausnahmen für unser geliebtes GG, welches wir uns im Zweifel an die :pfeiff: schmieren dürfen.

Aber wie schon anderweitig gesagt ist dies eine Diskussion die ich nicht im "Arbeitslosen Forum Deutschland" betreiben mag. Hier möchte ich unabhängig meiner politischen Meinung Betroffenen helfen und erwarte Hilfe von Betroffenen. Uns kann es (fast) egal sein, wie die da oben gerade drauf sind. Wir baden es bestenfalls aus ... :motz:
__

[b]Dies ist meine private Meinung konform Artikel 5 GG.[/b]
Andi_ ist offline  
Alt 12.06.2006, 21:50   #39
Barney
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Andi schreibt:
Zitat:
Ich stimme dir weitgehend zu. Allerdings verdienen die Erntehelfer hier bei uns ~10 EUR, was so mancher Bauhelfer nicht verdient, obwohl es für diese einen höheren Mindestlohn gibt. Weshalb der keine Spargel stechen können soll, aber durchaus Bauschutt schleppen kann, entzieht sich meiner Kenntnis...

...Es mag ein harter unterbezahlter Job sein, aber andererseits wollen wir doch auch nicht 10 EUR für 1 Kilo Spargel bezahlen, damit der Bauer seine Leute korrekt bezahlen kann? Und so manchem "Jugendlichen" würde so eine Spargel-Saison sicherlich guttun, statt Autos kaputtzufahren, der Mutter auf der Tasche zu liegen und rumzuheulen, daß ihm der böse Arbeitsvermittler eine Schulungsmaßnahme gönnt!...

Hast du eigentlich von dem Spargelbauern gehört, der 2000 € pro Tag Verlust gemacht hat, weil 2 Spargelstecher fehlten? Und meinst du nicht, dass er da, ohne dass der Spargel wesentlich teuerer werden muß, die Saisonarbeiter ordentlich entlohnen kann? Ich meine ja, er könnte es.

Zitat:
Gerade die Ostdeutschen haben dabei in der Vergangenheit den grössten Fehler gemacht und ihre eigenen Produkte solange abgelegt, bis praktisch alle ostdeutschen Firmen Konkurs gingen. Nach und nach entdeckt man heute, daß die Cola aus Ostdeutschland nicht soviel schlechter war, wie die aus USA, die einheimische Limo durchaus besser schmeckt, wie das ausländische Konkurrenzprodukt und man nicht unbedingt den teuersten französsischen Joghurt benötigt, sondern es der deutsche auch tut.
Wo hast du denn diese Märchen wieder her? Schon mal was von der Treuhand gehört? Schon mal was von Rückübertragung vor Investition gehört? Ich glaube nicht. Denn dann wüßtest du, dass viele Investitionen auf der Strecke blieben, weil die Rückübertragung nicht geregelt werden konnte. Dann wüßtest du auch, dass ostdeutsche Unternehmen von westdeutschen Unternehmen übernommen wurden, damit die Konkurrenz ausgeschaltet werden konnte. Man nahm die Fördergelder mit und machte den Laden im Osten dann platt. Der Betrieb im Westen wurde saniert. Einige der größten Betrügereien kamen an die Öffentlichkeit. Aber nicht alle.

Zitat:
Mir reicht der "Metzgerschinken" vom Aldi, ich brauch keinen teuer importierten italienischen Schinken für mein deutsches Brot.

Und du meinst, weil Aldi-Schinken in Deutschland verpackt wurde, ist er von deutschen Rindern?

Ich hör mal an dieser Stelle auf, ich könnte deine ganzen Beiträge so kommentieren. Aber dann bleiben Fragen von Usern, die wirklich Hilfe brauchen unbeantwortet. Und das möchte ich nicht.
 
Alt 12.06.2006, 22:08   #40
Andi_
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@Barney

Im ersten Block hast du Recht. Das Hauptproblem damals war wirklich der "Ausverkauf" ostdeutscher Betriebe, feilgeboten allen Konkurrenten und Newbies, welche einfach mal für eine DM einen ganzen Betrieb leiten wollten.

Ich habe an anderer Stelle schonmal gesagt, daß ich 1990 "live" vor Ort war und ich habe alle die es wissen wollten gewarnt, ihr Land zu verkaufen. Nur wollten diese stehts alles aus dem Westen, primär war ein 1980er Benz wichtiger, welchen man freilich sofort bekam, wie etwa ein Ost-Wägelchen, mit dem man erst heute wieder "Inn" ist und auf welches man wohl noch 2 Jahre hätte warten müssen.

Reisefreiheit und "wir sind ein Volk" war das Ziel praktisch jeder wahrzunehmenden Bewegung.

Zum zweiten Zitat, Recht hast du, wir können hier viel Streiten. Aber wozu darüber diskutieren, was des Übels Wurzel war? Wir haben genug am Ar :psst: die Auswirkungen auszubaden und den Geschädigten zu helfen.
__

[b]Dies ist meine private Meinung konform Artikel 5 GG.[/b]
Andi_ ist offline  
Alt 12.06.2006, 22:54   #41
Quirie
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Zitat von Andi_
@Quirie
Die Frage ist schwierig. Was wissen wir heute mehr über die beschliessenden Organe, als das sie unter jedem Verzicht auf irgendwelche "Deutschen Interessen" Deutschland aufteilten, weite Teile Deutschlands bis hin zu Königsberg preisgaben, preisgeben mussten, um überhaupt irgendetwas tun zu dürfen?
Ich habe durchaus noch Erinnerungen an die Zeit , bin ich doch genau so alt wie das Grundgesetz. Deine Vorstellung über die Ereignisse 1945 finde ich etwas ungewöhnlich.

Deutschland hatte die Welt immerhin mit einem Krieg überzogen, diesen verloren und erlitt zunächst das übliche Schicksal eines Kriegsgegners. Was ist daran so besonders? Zumindest hier im Westen sind wir recht glimpflich davongekommen. Für die östlichen Bundesländer kann man das nicht sagen.

Wenn Du gern wissen willst, welche Gedanken einem Gesetz zugrunde liegen, kannst Du das in den amtlichen Begründungen nachlesen. Die sind nicht geheim.

Andi_
Zitat:
Wir unterstehen noch heute, 60 Jahre nach Ende jeder Kampfhandlung, in Teilen dem Kriegsrecht. Selbst die UN sinkt dir ein Liedlein davon. Unsere Gesetze, die wie du richtig sagst "die Grundlage staatlichen Handelns sind", werden noch heute durch die Feindstaatsklauseln in der UN Charta unterwandert oder sind schlichtweg gegenstandslos.
Zitat:
Die 50. Generalversammlung verabschiedete 1995 eine Resolution zu Charta-Fragen (Res. 50/52), in der die Feindstaatenklausel aus den Artikeln 53, 77 und 107 als obsolet bezeichnet wurde. Die Streichung soll jedoch aufgrund des Aufwandes erst im Zuge einer umfangreicheren Überarbeitung der Charta erfolgen.
http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Feindstaatenklausel
Also inhaltlich längst vorbei.

Andi_
Zitat:
Begründe mir doch bitte die Existens von http://de.wikipedia.org/wiki/Echelon in Deutschland? Ein Spionagenetzwerk, einsetzbar auch zur Wirtschaftsspionage, frei jeglicher deutschen Rechtssprechung, Kontrolle, in Deutschland, für Deutsche? Es gibt leider zuviele Ausnahmen für unser geliebtes GG, welches wir uns im Zweifel an die :pfeiff: schmieren dürfen.
Warum sollte ich da etwas begründen, das ich gar nicht in die Diskussion gebracht habe? Es hat zu jeder Zeit Geheimdienste gegeben, die braucht man nicht zu begründen. Außerdem diskutieren wir zu dieser Sache schon an anderer Stelle.

Andi_
Zitat:
Aber wie schon anderweitig gesagt ist dies eine Diskussion die ich nicht im "Arbeitslosen Forum Deutschland" betreiben mag. Hier möchte ich unabhängig meiner politischen Meinung Betroffenen helfen und erwarte Hilfe von Betroffenen. Uns kann es (fast) egal sein, wie die da oben gerade drauf sind. Wir baden es bestenfalls aus ... :motz:
Super, dann konzentriere Dich doch ganz einfach auf den "sozialen Aspekt"ohne diese politischen Ausflüge.
__

Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.
(Verf.unbekannt, Realitätsgehalt 100 %)

- Keine Rechtsberatung, die ist Sache der Rechtsanwälte-
Quirie ist offline  
Alt 12.06.2006, 23:31   #42
Andi_
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Zitat von Quirie
Die Streichung soll jedoch aufgrund des Aufwandes erst im Zuge einer umfangreicheren Überarbeitung der Charta erfolgen.
Cool, du böser Verbrecher, bist kein Verbrecher, wir wissen es, sei aber bitte noch solange Verbrecher wie wir dich als Verbrecher benötigen?

Seit 1995 sind 11 Jahre vergangen, mir sind die Überarbeitungen der UN Charta seither nicht fremd, aber die Streichung der exklusiven Sätze wäre mir neu. Zum politischen Konsens verzichte ich jetzt auf die Darstellung der Inhalte, welche uns nach wie vor zum Ziel willkürlicher Übergriffe, konform der UN Charta, machen könnten. In China bekommt man dafür schon seinen Knickschuss.

Echelon kann kaum einer irgendwie begründen. Wir hoffen wie immer bis zuletzt, daß sie uns schützen wollen, uns einen Frieden schenken, aktuell vor dem Terrorismus islamistischer Bürger, früher auch schonmal gegen Koreaner und Vietnam-Bürger schützen, zeitweise auch gegen uns selbst. Gottlob, sie haben uns bisher vor allem Bösen bewahrt :hug:

Zitat:
Super, dann konzentriere Dich doch ganz einfach auf den "sozialen Aspekt"ohne diese politischen Ausflüge.
Eben :daumen:
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Andi_ ist offline  
Alt 12.06.2006, 23:50   #43
alpha
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Beitrag von mir gelöscht, da OT.
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Alt 13.06.2006, 00:11   #44
Curt The Cat
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Zitat von alpha

Sorry, dass ich hier mal einen (auch OT) Einwand machen muß.

Naja, wir im Westen sind glimpflich davongekommen, ja, über die Hälfte unserer Städte lag in Trümmern, Millionen obdachlos, Tod, verstümmelt - im Bombenkrieg. Zivilisten. Nicht zu vergessen, die hunderttausende von Kriegsgefangenen die zb. in den Rheinwiesenlagern von den westl. Alliierten dem Hunger und den Elementen preisgegeben wurden... nur mal so als Anmerkung. Klar, D war der schuldige und in D war das böse System. Aber trotzdem kann man nicht von glimpflich sprechen. Auch nicht im Westen (IMHO). Und ob diese Rache der Sieger an Besiegten (ich rede hier nicht v. den Nazis, sondern vom normalen Volk o. den kleinen Soldaten) so i.O. war, wage ich doch stark zu bezweifeln.
Ich denke, dieses Gegeinanderaufrechnen hier bringt gar nichts. Tatsache ist, das Nazi-Deutschland diesen Krieg weltweit begonnen hat und ebenso verloren hat - Feierabend!

Kriege sind NIE gerecht.
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Beste Grüße aus der Stadt mit x
von
Curt The Cat


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Curt The Cat ist offline  
Alt 13.06.2006, 00:40   #45
Andi_
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Standard Verunglimpfung

alpha@

Hüte dich. Du kommst hier schnell in juristische Grenzregionen, die du nicht überschauen kannst. Ausserdem wollen wir hier nicht politisch diskutieren. Mein Kommentar war daher eher zum Abschluss einer "internen" Diskussion bestimmt, als denn dazu, eine Neue zu eröffnen.

Schauen wir zu, daß wir denen helfen, die unsere Hilfe dringend benötigen. Die Ursachen der völlig verfehlten Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sollten wir woanders diskutieren, sie interessieren - sage ich mal pauschal - 99% der Opfer einfach nicht :laber:
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[b]Dies ist meine private Meinung konform Artikel 5 GG.[/b]
Andi_ ist offline  
Alt 13.06.2006, 00:45   #46
Arania
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Zitat:
juristische Grenzregionen, die du nicht überschauen kannst.
:?: :?:

Aha
__

[FONT=Verdana]Man trifft sich im Leben immer zweimal
[/FONT]
Arania ist offline  
Alt 13.06.2006, 00:52   #47
Andi_
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Zitat von Arania
Zitat:
juristische Grenzregionen, die du nicht überschauen kannst.
:?: :?:

Aha
In die kannst du sagen wir pauschal 50% der Beiträge hier einordnen. So mancher Betroffener schimpft ganz böse über "sein" Hartz IV ohne sich wirklich bewusst zu werden, daß er sich damit allerlei Ansprüchen aussetzt.

Böswillig fände ich jetzt ganz sicher bei Dir Arania auch so zwei drei Beiträge, die man irgendwie jurstisch "auswerten" könnte. Und ein gutgemeinter Tipp, hier politisch nicht zu diskutieren sondern den eben allseits gewollten Beistand unter den Hartz IV Opfern zu fördern hat noch niemand geschadet.

Oder? :mued:
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Andi_ ist offline  
Alt 13.06.2006, 01:09   #48
Frank2
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Frank2
Standard Re: Hartz 4 allgemein

Zitat von Sina
Ich denke, der Regelbedarf ist ZUM LEBEN da und nicht zum Bezahlen von Rechnungen für E-Geräte oder zum Kaufen neuer E-Geräte (ich rede nicht von kleinen Artikeln, sondern von Geräten im Sinne von bspw. Kühlschränken).
Falsch gedacht! Viele kennen immer noch nicht die Unterschiede zwischen ALG II oder Leistungen nach SGB XII (seit 1.1.2005) und die gute alte Sozialhilfe davor.

Aus 10jährigem Sozialhilfebezug muss ich daher anmerken, dass es bei der Sozialhilfe vor 2005 ca. 50,- Euro pro Monat weniger gab, wovon man leben musste! Die 50,- Euro mehr seit 1.1.2005 sind als Ansparbetrag für E-Geräte, Bekleidung, Bettwäsche, besondere Anlässe, Reparaturen, Möbel, Renovierungen etc. gedacht, denn das gab es vor 2005 zu der Sozialhilfe zusätzlich. Somit ist es also völlig richtig, dass E-Geräte selbst bezahlt werden müssen.

Die Pauschalisierung hat den Vorteil, dass man selber über einmalige Anschaffungen bestimmen und kalkulieren kann, so wie arbeitende Menschen das auch tun müssen. Der große Nachteil ist aber, dass in vielen Fällen der Ansparbetrag nicht reichen würde, da der Ansparbetrag absichtlich von der Politik runtergerechnet wurde. Da müsste man schon das Glück haben, das lange Zeit keine Reparaturen oder Neuanschaffungen nötig sind. Somit war es bei der Sozialhilfe gerechter und besser, da man dann die finanzielle Hilfe bekommen hat, wenn sie notwendig war.

Dazu kommt natürlich noch, dass die Preissteigerungen, insbesondere bei Energie (Strom, Benzin etc..) nicht in den neuen Regelsatz eingeflossen sind und auch die Gesundheitskosten, die teilweise bei chronisch kranken Menschen über 100,- Euro pro Monat sein können, da nur noch verschreibungspflichtige Medikamente bezahlt werden, beit weitem nicht ausreichend berücksichtigt wurden. (Ja, ich weiss, zu den Medikamentenkosten gibt es ein Urteil, ich versuche selber gerade damit durchzukommen).

Nun ja, die Regelsatzberechnung ist ein Glanzstück von mathematischen Ungereimtheiten (Abrundungen) und absichtlicher Verfälschung realer Daten.

Aber was mir wichtig ist: Als Sozialhilfeempfänger hatte man vor 2005 unter 300,- Euro. Wer aus dem ALG I kommt, der ist immer ganz geschockt wenn er ALG II kommt, aber für Sozialhilfeempfänger war das an der Tagesordnung.

mfg
Frank
Frank2 ist offline  
Alt 13.06.2006, 01:32   #49
Andi_
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Andi_ Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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@Frank2

Ich weiß nicht, aber die Pauschale hat bisher so ziemlich niemand einen Vorteil gebracht. Früher selbstverständliche einmalige Beihilfen werden heute bestenfalls als Kedit gewährt.

Dir ist wohl noch keine Waschine in den ersten "Ansparungsjahren" kaputtgegangen? :pfeiff:
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Andi_ ist offline  
Alt 13.06.2006, 10:33   #50
Frank2
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Frank2
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Zitat von Andi_
@Frank2

Ich weiß nicht, aber die Pauschale hat bisher so ziemlich niemand einen Vorteil gebracht.
Habe ich auch nicht behauptet ;-) Der Ansatz, dass die Pauschale den Hilfeempfängern mehr Eingenverantwortung gibt, ist nicht sooo verkehrt. Man braucht nicht wegen jeden Kühlschrank oder Bettwäsche einen Antrag stellen und evtl. einen Aussendienstmitarbeiter zum Überprüfen reinlassen. Schon ein Vorteil.
Die Höhe der Pauschale ist unrealistisch, da ja sowohl die Gesundheitskosten dazu gekommen sind, als auch z.B. die Weihnachtsbeihilfe und die Erstattung von Verhütungsmittel weggefallen sind.
Entweder man bekommt 500,- Euro Regelsatz, oder es gibt wieder einmalige Beihilfen (und ein etwas höherer Regelsatz).

mfg
Frank
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