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Alt 26.03.2009, 20:14   #26
Sancho
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Zitat von Susann Beitrag anzeigen
Hm,

also ausser das man dann dauerpleite ist, wenn erwerbslos, was mich störte, habe ich mich bislang noch nie gelangweilt, war ich arbeitslos.

Mir fällt es auch schwer nachzuvollziehen, wie einem Mensch nix einfallen will, den Tag sinnvoll zu verbringen. Und wenn es sich um Grundkenntnisse in Mathe, Deutsch usw. handelt, die man aufpeppen kann. Muss ja nicht gleich die Realitvitätstheorie sein als Lernziel. Oder sich halt ein wenig politisch organisieren, anderen Elos helfen usw.

Kann es sein, dass viele Menschen so abhängig geworden sind das jemand ihnen sagen oder vorgeben muss, was den Tag über tun, dass eigenverantwortlicher und sinnvoller Zeitvertreib "verlernt" wurde?

LG
Susann
private Weiterbildung hält einen auch auf Trap, auch wenn es nur für sich selbst ist, denn mit "Zertifikaten" usw. kann man es nicht belegen.

Ist aber trotzdem besser als nichts.
 
Alt 26.03.2009, 20:30   #27
Bluna->Emailproblem
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Registriert seit: 24.03.2009
Ort: Raum KL
Beiträge: 46
Bluna
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

nein Susann, es sind oft die Schuldgefühle, die man in der "Gesellschaft" eingeimpft bekommt, wenn man plötzlich nicht mehr aus eigener Hände Kraft für sich selbst sorgen kann, die einem jegliche Lebensenergie entziehen und teilweise bis zur kompletten Handlungsunfähigkeit lähmen! MEINE Meinung...
Bluna ist offline  
Alt 26.03.2009, 20:40   #28
Sancho
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

http://www.elo-forum.org/news-diskus...he-bilanz.html


ihm geht es genauso.
 
Alt 26.03.2009, 20:51   #29
peramos->Emailproblem
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Registriert seit: 01.11.2007
Ort: Bad Lippspringe
Beiträge: 166
peramos
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Hallo Muzel,
Zitat:
Hallo Jesaja und Paramos!
Hat man euch eine Umschulung abgelehnt?
Ich wollte eine von der Knappschaft bekommen, bin mit fast 44 schon zu alt und auch zu krank (nur Integrationsamt wollen sie mir anbieten) aber solange die EM-Rentensache vor dem DG ist, wird auch nichts mit einer beruflichen Reha laufen.
__

Für die Arbeit zu krank,für die Umschulung zu alt, für die Rente zu gesund! Man sollte mich einschläfern.
peramos ist offline  
Alt 12.06.2009, 14:45   #30
Wurstpilot->Emailproblem
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Registriert seit: 14.05.2009
Ort: H-IV-nonkonforme Whg.!
Beiträge: 242
Wurstpilot
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Zitat von Susann Beitrag anzeigen
Hm,
also ausser das man dann dauerpleite ist, wenn erwerbslos, was mich störte, habe ich mich bislang noch nie gelangweilt, war ich arbeitslos.
mich stört schon das dauerpleite so unsäglich.


Zitat von Susann Beitrag anzeigen
Mir fällt es auch schwer nachzuvollziehen, wie einem Mensch nix einfallen will, den Tag sinnvoll zu verbringen. Und wenn es sich um Grundkenntnisse in Mathe, Deutsch usw. handelt, die man aufpeppen kann. Muss ja nicht gleich die Realitvitätstheorie sein als Lernziel. Oder sich halt ein wenig politisch organisieren, anderen Elos helfen usw.
als ich noch arbeit hatte, hatte ich keinerlei probleme, mich bei einem buch zu entspannen, abends im www zu fprschen oder mich jobnah weiterzubilden. das ist jetzt nicht mehr möglich.
obwohl ich nicht zu den von hause aus labilen gehöre, ist meine kraft ganz und gar aufgebraucht.
die lebensqualität ist gleich null.
die anspannung hat uns fest im griff. unsere tage sind grau und werden grauer. gelacht wird bei uns kaum noch. meine freundin kann sich besser zusammennehmen, allein wg. der beiden kinder.
ich bin nicht mehr in der lage, klar zu denken, geschweige denn unbeschwert zu sein, nicht mal für ein paar stunden.
schulden über schulden, jc macht zicken.
immer auf der hut, dass einen bloß niemand sieht, schon gar niemand, den man von früher kennt.
angst, zum briefkasten zu gehen. zucken, wenn es klingelt. das telefon heben die kinder ab, "...meine eltern sind nicht da...".
die letzten 10-14 tage im monat nur noch nudeln und mineralwasser. den letzten groschen sparen, damit die mädels mal ´ne tafel schokolade bekommen können. auf dem gymnasium sind sie schon die einzigen, die mit zwei paar schuhen im jahr auskommen müssen.
kein geld, notwendigste reparaturen z.b. am 16 jahre alten vw ausführen zu lassen. als nächstes geht die waschmaschine hoch, allein eine frage der zeit.
urlaub? nein, und wenn, nur mit schriftlicher genehmigung einer fallmanagerin. aber wovon?
kino? kneipe? zum jahrestag essen gehen? einfach ganz spontan - ohne monatelanges sparen - den mädechen oder der frau ein parfüm mitbringen?
der freundin etwas zum geburtstag schenken, das mehr als 20 euro gekostet hat?
diese liste ist unendlich lang, für mich zuminmdest. sie wird täglich länger.

es kriselt dann auch in der beziehung, wenn seit über drei jahren die ebbe im portemonnaie alles andere beherrscht.
und das gibt mir dann den rest. streit, schlechte laune, nerven liegen blank, trotz gesprächen immer wieder angst, diskussionen "...musstest du das kaufen?...". vorher niemals ein thema und nun allgegenwärtig.
nähe geht verloren, furcht ersetzt die zuversicht.
24 stunden aufeinander. nichts neues zu erzählen. der input von außen reduziert sich auf ein minimum. schweigen, einsamkeit zu zweit.
eine trennung scheint unausweichlich wenn nur dieser mist die gemeinsamkeiten darstellt.


Zitat von Susann Beitrag anzeigen
Kann es sein, dass viele Menschen so abhängig geworden sind das jemand ihnen sagen oder vorgeben muss, was den Tag über tun, dass eigenverantwortlicher und sinnvoller Zeitvertreib "verlernt" wurde?
du scheinst - wie beneidenswert schön für dich - nicht zu verstehen, was eine depression ist. ich rede nicht von einer momentanen emotionalen schieflage. und ich leide auch weder unter langeweile noch unter unselbständigkeit. ich benötige keinen zeitvertreib.

keine aussicht auf besserung, die zukunftsperspektive lähmt mich.
ich bin fertig. so einfach ist das leider...
__

these days come without a warning, there must be a sign on my roof,
a bad mornin' has broken, to a day of wrong moves...
Wurstpilot ist offline  
Alt 18.06.2009, 11:26   #31
Ghansafan
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Zitat von Susann Beitrag anzeigen
Hm,

also ausser das man dann dauerpleite ist, wenn erwerbslos, was mich störte, habe ich mich bislang noch nie gelangweilt, war ich arbeitslos.

Mir fällt es auch schwer nachzuvollziehen, wie einem Mensch nix einfallen will, den Tag sinnvoll zu verbringen. Und wenn es sich um Grundkenntnisse in Mathe, Deutsch usw. handelt, die man aufpeppen kann. Muss ja nicht gleich die Realitvitätstheorie sein als Lernziel. Oder sich halt ein wenig politisch organisieren, anderen Elos helfen usw.

Kann es sein, dass viele Menschen so abhängig geworden sind das jemand ihnen sagen oder vorgeben muss, was den Tag über tun, dass eigenverantwortlicher und sinnvoller Zeitvertreib "verlernt" wurde?

LG
Susann

Hoffe, du merkst noch selber, was das für ein Unsinn ist !


Kann mich nur @Wurstpilot anschließen. Genauso sieht es aus.
 
Alt 18.06.2009, 22:59   #32
ethos07
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 16.04.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 5.691
ethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiert
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Zitat von Wurstpilot Beitrag anzeigen
mich stört schon das dauerpleite so unsäglich.




als ich noch arbeit hatte, hatte ich keinerlei probleme, mich bei einem buch zu entspannen, abends im www zu fprschen oder mich jobnah weiterzubilden. das ist jetzt nicht mehr möglich.
obwohl ich nicht zu den von hause aus labilen gehöre, ist meine kraft ganz und gar aufgebraucht.
die lebensqualität ist gleich null.
die anspannung hat uns fest im griff. unsere tage sind grau und werden grauer. gelacht wird bei uns kaum noch. meine freundin kann sich besser zusammennehmen, allein wg. der beiden kinder.
ich bin nicht mehr in der lage, klar zu denken, geschweige denn unbeschwert zu sein, nicht mal für ein paar stunden.
schulden über schulden, jc macht zicken.
immer auf der hut, dass einen bloß niemand sieht, schon gar niemand, den man von früher kennt.
angst, zum briefkasten zu gehen. zucken, wenn es klingelt. das telefon heben die kinder ab, "...meine eltern sind nicht da...".
die letzten 10-14 tage im monat nur noch nudeln und mineralwasser. den letzten groschen sparen, damit die mädels mal ´ne tafel schokolade bekommen können. auf dem gymnasium sind sie schon die einzigen, die mit zwei paar schuhen im jahr auskommen müssen.
kein geld, notwendigste reparaturen z.b. am 16 jahre alten vw ausführen zu lassen. als nächstes geht die waschmaschine hoch, allein eine frage der zeit.
urlaub? nein, und wenn, nur mit schriftlicher genehmigung einer fallmanagerin. aber wovon?
kino? kneipe? zum jahrestag essen gehen? einfach ganz spontan - ohne monatelanges sparen - den mädechen oder der frau ein parfüm mitbringen?
der freundin etwas zum geburtstag schenken, das mehr als 20 euro gekostet hat?
diese liste ist unendlich lang, für mich zuminmdest. sie wird täglich länger.

es kriselt dann auch in der beziehung, wenn seit über drei jahren die ebbe im portemonnaie alles andere beherrscht.
und das gibt mir dann den rest. streit, schlechte laune, nerven liegen blank, trotz gesprächen immer wieder angst, diskussionen "...musstest du das kaufen?...". vorher niemals ein thema und nun allgegenwärtig.
nähe geht verloren, furcht ersetzt die zuversicht.
24 stunden aufeinander. nichts neues zu erzählen. der input von außen reduziert sich auf ein minimum. schweigen, einsamkeit zu zweit.
eine trennung scheint unausweichlich wenn nur dieser mist die gemeinsamkeiten darstellt.




du scheinst - wie beneidenswert schön für dich - nicht zu verstehen, was eine depression ist. ich rede nicht von einer momentanen emotionalen schieflage. und ich leide auch weder unter langeweile noch unter unselbständigkeit. ich benötige keinen zeitvertreib.

keine aussicht auf besserung, die zukunftsperspektive lähmt mich.
ich bin fertig. so einfach ist das leider...

ja, du beschreibst diese innere 'Zersetzung' durch HartzIV sehr eindrücklich.
Nicht - das hätte man nie gedacht früher, wie total auch fast alle unseren privaten Beziehungen vom Portemonnaie abhängen....

Ich denk, man kann sich nur aus dieser HartzIV-Depression retten, indem man ein Art "neue Identität" gewinnt und sich aktiv neue Widerstandsnester gegen Hartz IV schafft. Mit halt meist neuen - und soweit ich das sehen kann - genauso guten Freunden, die ebenfalls bettelarm geworden sind & Alg2 beziehen. Es gibt sie ja mittlerweile aus allen ehemaligen 'Schichten' und Millieus...
__

Viele Grüße aus Berlin
----------------------------------------------------------

  • 10 Euro Mindestlohn (brutto + lohnsteuerfrei)!
    500 Euro ALG II (Regelsatz) plus volle KdU!
  • Sanktionen zerbröseln!

--------------------------------------------------------
N.B. Meine Beiträge sind meine persönlichen Meinungen und keine Rechtsberatung.
ethos07 ist offline  
Alt 18.06.2009, 23:57   #33
Linkswaehler
Elo-User/in
 
Registriert seit: 27.04.2009
Beiträge: 215
Linkswaehler
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
kannst du nicht eine Umschulung beantragen? Ich habe mit 30 eine Umschulung gemacht und das Arbeitsamt war damals froh, dass ich aus der Statistik war und ich war froh, dass ich wieder neue Perspektiven bekam. Oder Fortbildungsmöglichkeiten auf deinem erlernten Beruf, so dass du überhaupt wieder auf den aktuellen Stand kommst um überhaupt Chancen für nen Job zu bekommen? Gerade in der IT-Branche ist Wissen von heute morgen bereits veraltet und ohne entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten sinken die Chancen auf einen Job mit jedem Tag Arbeitslosigkeit mehr und mehr in Richtung Null. Wenn du das argumentativ gut rüber bekommst und man dir so etwas bewilligen - sprich finanzieren - würde, dann steigen nicht nur deine Chancen, wirklich irgendwann einen akzeptablen Job zu finden sondern auch dein psychisches Stimmungsbarometer... schon alleine deswegen, weil du (wenn auch erst mal "nur" mit Lernen) wieder eine Aufgabe hast, die deinem Alltag einen Sinn gibt. Ich bin erst seit Ende Juli 08 arbeitslos und bin auch bereits stark depressiv deswegen. Ich kann dir absolut nachfühlen, wie ausweglos du deine Situation in manchen Momenten siehst. Ich wünsche dir viel Glück und genügend Energie, dass du alles noch ins Positive wenden kannst!
Umschulung macht kein Jobcenter gerne mit!
Grund: Eine Umschulung mit Abschlussprüfung dauert 2 Jahre. In diesen 2 Jahren kann SB nixmehr tun und es gibt kaum ne Chance SANKTIONEN zu provozieren. Daher wird Umschulung meist abgelehnt. Denn es geht NUR um Sanktionen, nix anderes interessiert die SB!
Linkswaehler ist offline  
Alt 20.06.2009, 12:45   #34
Heinzi1
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Zitat von ethos07 Beitrag anzeigen
Ich denk, man kann sich nur aus dieser HartzIV-Depression retten, indem man ein Art "neue Identität" gewinnt und sich aktiv neue Widerstandsnester gegen Hartz IV schafft. Mit halt meist neuen - und soweit ich das sehen kann - genauso guten Freunden, die ebenfalls bettelarm geworden sind & Alg2 beziehen.
Da kann man nur Beifall klatschen. Vielleicht ist das auch das einzig Gute an der Hartz-IV-Misere, dass man lernt, wer man außer Geld und Arbeit auch noch ist, und wer noch zu einem hält, wenn beides verloren ist.
 
Alt 21.06.2009, 16:41   #35
Wurstpilot->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 14.05.2009
Ort: H-IV-nonkonforme Whg.!
Beiträge: 242
Wurstpilot
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Zitat von ethos07 Beitrag anzeigen
.... genauso guten Freunden, die ebenfalls bettelarm geworden sind & Alg2 beziehen. Es gibt sie ja mittlerweile aus allen ehemaligen 'Schichten' und Millieus...
es ist in der tat erstaunlich, wie sich die sogenannten freunde dezent aber unaufhaltsam zurückziehen. selbst menschen, die man 25 jahre kennt, haben nun "leider keine zeit" mehr... "ich meld mich aber sicher nächste woche". ich dachte, solche klischees gäbe es nur in b-movies und dass mir sowas bei den lang gewachsenen freundschaften niemals passieren würde. schließlich war ich ja auch immer für meine freunde da... schön doof.

bislang habe ich es immer für den unbedingt zu vermeidenden letzten schritt "abwärts" gehalten, sich neue freunde aus der "gemeinschaft des arbeitslosenheeres" zu suchen. ich hielt es immer für die abschließende selbstaufgabe. dass ich mich ganz meinem schicksal hingeb und so´n zeug...

faktisch ist diese haltung natürlich nonsens.

nachdem hier neuerdings 2-3 mal die woche briefe meiner fm eintrudeln, werde ich nun aber aufhören mit der politik des "streit-vermeidens weil die sitzen ja am längeren hebel" und stattdessen sämtliche register ziehen. schlechter kann es meinem nervenkostüm sowieso nicht gehen, zu verlieren habe ich nichts mehr, aber zeit im überfluss.
in meinem job werde ich nie wieder arbeiten können, vorschläge zur weiterbildung wurden vom tisch gewischt. was wollen die mir noch?
ist ja nicht so, dass ich als hartzer auf die welt gekommen bin. wenn die sich unbedingt anlegen wollen, dann soll es so sein. allerdings werde ich mich dann aggressiv und kompromisslos wehren.
ich denke, dass ich meinen hausarzt auch darüber informieren muss, dass ich wieder depressiv bin und mir wieder tabletten und wohl auch eine gesprächstherapie verordnen lassen. welche begründung ich dafür angebe, ist nicht schwer zu erraten.

ärgerlich ist, dass es nur schwarz oder weiß gibt, wenn man so weit unten angekommen ist. halbwegs in ruhe leben kann man nicht.
da haben wir auch einen der wichtigsten punkte, die man leider im offenen hartzIV-voll-, ach nee, bezug vergessen hat:
die katastrophale psychische belastung der betroffenen.
erst der verlust des arbeitsplatzes, dann die erfolglose suche, der schritt von alg1 zu alg2, die menschenverachtende arbeitsmarktpolitik, der zynische umgang mit uns....ihr kennt das ja.

der mündige bürger als bittsteller beim jc.

diese und viele andere faktoren machen aus ohnehin schon verunsicherten menschen schlicht weg kranke. die einen stärker betroffen, die anderen weniger. ausnahmen gibt´s auch, keine frage. aber die mehrzahl von uns hat doch - hand auf´s herz - immer wieder und in kürzeren intervallen schwermütige phasen oder ähnliches: selbstzweifel, kummer, angst, zukunftspanik, soziale isolation, stress bis hin zum burnout, etc..

wie sagte unser arbeitsminister milde lächelnd: "... wenn sie nicht glauben, dass es tatsächlich nur 3,2 millionen arbeitsuchende sind, können sie ja gern ein flugblatt drucken und das verteilen..." das sagt alles. es geht wirklich nur, was ich nicht wahrhaben wollte, um die sanktionierung und darum, die statistik mit hahnebüchenen methoden zu schönen. im wahljahr treibt das ganze dann die perversesten blüten.

einen schönen restsonntag...
__

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Wurstpilot ist offline  
Alt 23.06.2009, 11:15   #36
Erolena
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Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Hallo Detmo,
folgende Tipps: Bist Du auf Fachinformatiker.de aktiv? Dort findet eine rege gegenseitige Beratung unter anderem auch zum Thema Berufsperspektiven statt.
Z.B. auch viele, die weiterlernen wollen wegen schlechter Berufsperspektiven.

Manchmal haben Bundesländer erkannt, das man mit der schulischen Ausbildung ziemlich schlecht eine Arbeit bekommt und dass die Leute einen betrieblichen Abschluss benötigen. Deshalb wurden z.B. in Sachsen die weitere Ausbildung (3. Jahr einer Ausbildung) finanziert. Damit haben die Teilnehmer dann den Abschluss der dualen Ausbildung erworben. (Z.B. wurde aus Wirtschaftsassistent ein richtiger Bürokauffmann. Die Ausbildung fand bei Trägern statt, verbunden mit Praktika. Damit hatte der Teilnehmer Arbeit in Unternehmen.

Such Dir doch Ansprechpartner außerhalb der ARGE, damit Du etwas anderes erlebst als deren deprimierende "Beratung". Z.B. Die Industrie- und Handelskammer mit ihren Aus- und Weiterbildungsberatern (auch telefonisch möglich, falls zu weit entfernt).
Für die schulische Ausbildung war Dein Bildungsministerium zuständig. Das kann auch Auskunft geben, ob es bei Euch so ein (z.B. mit Landesmitteln) gefördertes Programm gibt, um den dualen Abschluss nachzuholen.
So etwas könnte auch über Mittel des Europäischen Sozialfonds laufen.
Du könntest auch versuchen, ein Studium zu machen, noch steht Dir Bafög zu - aber die Zeit läuft. Z.B. FH-Studium mit gleichzeitigem Berufsabschluss (duales Studium).
Vielleicht hat kann Dir auch jemand auf Fachinformatiker.de konkrete Tipps zu Angeboten in Deiner Gegend geben.
Erolena ist offline  
Alt 17.05.2013, 21:04   #37
Stanley
 
Registriert seit: 17.05.2013
Beiträge: 1
Stanley
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Zitat von Erolena Beitrag anzeigen
Hallo Detmo,
folgende Tipps: Bist Du auf Fachinformatiker.de aktiv? Dort findet eine rege gegenseitige Beratung unter anderem auch zum Thema Berufsperspektiven statt.
Z.B. auch viele, die weiterlernen wollen wegen schlechter Berufsperspektiven.
Ich bin im open source Bereich aktiv. Da konnte ich mich Schritt für Schritt einarbeiten und in der Gemeinschaft wurde mir auch weitergeholfen. An manchen Orten gibt es auch Treffen, z.B. Typo3-User oder LUG (Linux User Group). So bin ich heute nicht nur à jour, sondern kenn' mich auch in Linux aus, was ich vorher keine Ahnung hatte.
Stanley ist offline  
Alt 17.05.2013, 21:07   #38
Lilastern
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 21.05.2011
Beiträge: 7.859
Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Depressiv wegen Arbeitslosigkeit

Dieser Tread ist von 2009.
Lilastern ist offline  
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