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Alt 05.10.2011, 17:53   #26
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Zitat von götzb Beitrag anzeigen
Bissl Ironie war beigepackt aber.
Ich empfehle umformulieren,so das der AG erkennt das die
Bewerbung unfreiwillig erfolgt.

Ob dann aber trotzdem eine Sanktion rechtens wäre bei direkter
Formulierung ? Sehe ich eigentlich nicht so.
Ich meinte, wenn man die Bewerbung so Wort wörtlich geschrieben hätte, wie dein Vorschlag, dann wäre sicherlich eine Sanktion fällig.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2011, 18:00   #27
Ron Taboga
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Beiträge: 324
Ron Taboga Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Zitat von götzb Beitrag anzeigen
Bissl Ironie war beigepackt aber.
Ich empfehle umformulieren,so das der AG erkennt das die
Bewerbung unfreiwillig erfolgt.

Ob dann aber trotzdem eine Sanktion rechtens wäre bei direkter
Formulierung ? Sehe ich eigentlich nicht so.
Eigentlich ist da wirklich nirgends eine Bekundung eigener Schwächen und Unfähigkeiten enthalten. Man sollte noch die Zeile hinzufügen:

"Leider kann ich aus finanziellen Gründen kein Telefon sowie keinen funktionierenden PKW zur Verfügung stellen. Auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr"

Sollte eigentlich absolut sanktionsfest sein

Das sollte man natürlich nur bei Dreckjobs alá ZA, helfer, 3 Schicht und 7,xx€ machen.

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
Ich meinte, wenn man die Bewerbung so Wort wörtlich geschrieben hätte, wie dein Vorschlag, dann wäre sicherlich eine Sanktion fällig.
Ja man müsste Kleinigkeiten umformulieren und noch was hinzufügen. Aber wenn man im Grunde keine eigenen Negativbeurkundungen aufführt und die Unterlagen vollständig sind, darf es eigentlich keine Sanktion geben, da diese ja immer begründet werden muss.
__

- Helferstellen bei Leihbuden sollten von JEDEM umgangen, ignoriert und bekämpft werden

- Telefonnummern und Email Adressen sind für das Jobcenter und die Zeitarbeitsfirmen Tabu

- Bei unerwünschten Vermittlungsvorschlägen in Prekärjobs/Leiharbeit immer OHNE Telefonnummer und Email Adresse schriftlich per Post bewerben
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Alt 05.10.2011, 19:04   #28
The_Vulcan
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Beiträge: 1.213
The_Vulcan The_Vulcan
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Vollständige Unterlagen? Also bei mir gibt es nur etwas mehr als das Notwendigste. Also Lebenslauf ist Pflicht und Anschreiben. Foto gibt es noch und Zeugnis. Würde ich alle unterlagen einschicken wäre es ja eine Büchersendung.
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Dummheit ist ein Segen, Intelligenz ein Fluch
The_Vulcan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2011, 23:38   #29
maroosha->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 07.03.2011
Beiträge: 209
maroosha
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Zitat von Ron Taboga Beitrag anzeigen
Eigentlich ist da wirklich nirgends eine Bekundung eigener Schwächen und Unfähigkeiten enthalten. Man sollte noch die Zeile hinzufügen:

"Leider kann ich aus finanziellen Gründen kein Telefon sowie keinen funktionierenden PKW zur Verfügung stellen. Auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr"

Sollte eigentlich absolut sanktionsfest sein



nochmal: maßstab ist was reingehört in eine bewerbung oder eben auch NICHT! du
kannst vllt. info über deinen gesundheitszustand geben weil es dem ag anzeigt daß du nicht alles machen kannst (wemms die wahrheit is)
aber selbst da wird dir vllt. gesagt das kaNNSTE beim vorstellungsgespräch mitteilen

Ja man müsste Kleinigkeiten umformulieren und noch was hinzufügen. Aber wenn man im Grunde keine eigenen Negativbeurkundungen aufführt und die Unterlagen vollständig sind, darf es eigentlich keine Sanktion geben, da diese ja immer begründet werden muss.
-
maroosha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2011, 08:23   #30
Ron Taboga
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Benutzerbild von Ron Taboga
 
Registriert seit: 20.05.2011
Beiträge: 324
Ron Taboga Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Zitat von The_Vulcan Beitrag anzeigen
Vollständige Unterlagen? Also bei mir gibt es nur etwas mehr als das Notwendigste. Also Lebenslauf ist Pflicht und Anschreiben. Foto gibt es noch und Zeugnis. Würde ich alle unterlagen einschicken wäre es ja eine Büchersendung.
Ich meinte damit ja nur Anschreiben und Lebenslauf mit ausgedrucktem Foto in Schwarz / Weiss (Schnelldruck der Tinte spart). Und dann ab damit per 0,55€ Brief 2mal geknickt in einem normalen kleinen Briefumschlag. Natürlich niemals eine Telefonnummer oder Email Adresse draufschreiben, wenn man den Sklavenjob des VV nicht haben will.

Zitat von maroosha Beitrag anzeigen
nochmal: maßstab ist was reingehört in eine bewerbung oder eben auch NICHT! du
kannst vllt. info über deinen gesundheitszustand geben weil es dem ag anzeigt daß du nicht alles machen kannst (wemms die wahrheit is)
aber selbst da wird dir vllt. gesagt das kaNNSTE beim vorstellungsgespräch mitteilen
Über meinen Gesundheitszustand würde ich ja auch nie was schreiben, aber der Hinweis auf ein fehlendes Telefon und die bitte um eine schriftliche Einladung zum Vorstellungsgespräch aus finanziellen Gründen rundet doch die Nichtangabe einer Telefonnummer gut ab.

Wo wird da bitte die Verweigerungshaltung gegenüber dem Job ausgedruckt?
__

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Alt 06.10.2011, 09:27   #31
ChrisPP
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Ort: Bavaria Blue
Beiträge: 92
ChrisPP
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Ich möchte mich zu der Thematik "Bewerbung" auch einmal allgemein äußern:

Hier im Forum wird fälschlicherweise leider oft argumentiert, dass, solange man im Bewerbungsschreiben nur die Wahrheit verkünde (Vermittlungsvorschlag, Nennung realer Krankheiten, Immobilität etc.), dies kein Sanktionsgrund (Stichwort: Negativbewerbung) sein könne. Auch wird nicht selten argumentiert, dass es keine gesetzlich festgelegte Form dessen gäbe, wie eine marktgerechte Bewerbung auszusehen habe, man demzufolge also nicht belangt werden könne, wenn eine Bewerbung zwar seltsam verfasst sei, sie aber den Anforderungen weitestgehend entspreche (Stichwort: Ich habe mich doch beworben und nur die Wahrheit geschrieben).

Das große Problem bzw. der Denkfehler dabei ist folgendes: Nur weil es keine rechtlich abgesichterte Definition einer marktgerechten Bewerbung gibt, heißt das noch lange nicht, dass es keine allgemeingültigen Standards gäbe! Die gibt es nämlich - und es besteht auch gar kein Grund dafür, alles immer auf dem Rechtsweg regulieren zu wollen. Allein die Bezeichnung des getätigten Schreibens als BEWERBUNG impliziert doch bereits, worum es gehen soll: Das Werben - also das sich in einem guten Licht präsentieren - für die eigene Person zum Zweck der Einstellung. Und jeder weiß: Werbung ist nicht primär an Wahrheit interessiert, sondern am Verkauf. Man soll sich selbst verkaufen.

Daher ist es - auch wenn man gar nicht eingestellt werden will - völlig kontraproduktiv, in der Bewerbung auf Faktoren hinzuweisen, die gegen einen sprechen, selbst wenn sie wahrheitsgemäß sind. Die Personaler und Sachbearbeiter sind doch nicht blöd (auch wenn einige hier das denen gerne unterstellen). Die meisten durchschauen es schnell, wenn eine Bewerbung allzu offen negativ intendiert ist. Gerde diejenigen, die sich sprachlich/schriftlich nicht virtuos ausdrücken können, sollten es deshalb tunlichst vermeinden, den Versuch einer verdeckt negativen Bewerbung zu unternehmen. Das geht meist nach hinten los, weil übereifrige Personaler oder unausgelastete PAPs einem für diese "Frechheit" dann gerne einen reinwürgen. Allein schon zwecks Demonstration ihre Macht und zum Beweis ihrer "Intelligenz", da sie den vermeintlich täuscherischen, arbeitsscheuen ELO ja durchschaut haben. Da ist die Reaktion klar: Sanktion! Und selbst wenn man im Nachhinein auf dem Rechtsweg Recht bekommt, eine etwaige Sanktion also zurückgenommen wird, hat man doch den Ärger und viel Aufwand.

Daher ist eine andere Strategie angebracht, mit der ich selbst schon sehr erfolgreich in der Abweher von völlig ungeeigneten Vermittlungsvorschlägen war: Die Strategie der Übertreibung bzw. der überzeichneten Positiv-Attribuierung. Wer sich in der verständlichen Absicht, von einer Sklaventreiber-Bude nicht eingestellt werden zu wollen, offensichtlich negativ bewirbt, der stellt sich selbst ein Bein. Besser ist der gegenteilige Weg: Sich selbst in einem so dermaßen überzeichnet positiven Licht zu präsentieren, dass es für den Arbeitgeber schon wieder offensichtlich ist, dass der Bewerber lügt bzw. offenkundig unfähig ist, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. So vorzugehen ist deshalb sinnvoll, weil einem überzeichnet positive Formulierungen rechtlich gesehen nicht dem Verdacht einer Negativbewerbung aussetzen. Klar können auch hier Personaler, Sachbearbeiter oder Richter denken: "Der Typ spinnt doch". Aber diese positive Spinnerei kann eben keine Sanktion begründen, weil man ja nichts weiter tat als das Wort Werben bewusst werberisch auszulegen!

Nur ein Beispiel für eine mögliche, positive - also vor einer Sanktion schützende - Negativbewerbung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich in der Online-Jobbörse der BA Ihre Stellenausschreibung für einen [...] gelesen. Mit Vorfreude auf eine zukünftige produktive Zusammenarbeit bewerbe ich mich
mit diesem Schreiben um eine Anstellung in besagter Position.

Ich bin [...] und war von [...] bis [...] im Bereich [...] bei der [...] beschäftigt. Dabei habe ich mir sehr gute Fachkenntnisse in [...] angeeignet. Bedauerlicherweise endete meine dortige Tätigkeit aus wirtschaftlichen Gründen. Daher bin ich derzeit aktiv auf Arbeitssuche und verbessere meine berufsspezifischen Kenntnisse durch den Besuch von Fortbildungen sowie
autodidaktisch mittels Leküre relevanter Publikationen.

Umfassende EDV-Kenntnisse konnte ich zuletzt im Rahmen eines vierwöchigen Computerkurses bei der [...] in [...] erlangen. Ferner habe ich gute Projektmanagementkenntnisse sowie kooperative und vor allem interkulturelle Fähigkeiten wähend meines letzten Arbeitseinsatzes in einer durch ESF-Mittel geförderten AGH-Maßnahme bei der [...] in [...] bewiesen, wo ich mein Wissen hinsichtlich des Sammelns von Laub und des Sortierens von Müll produktiv erweitern konnte.

Ich bin dynamisch, flexibel, ungebunden und überaus belastbar. Darüber hinaus zeichnen mich hohe Frustrationstoleranz, Wissbegierde, Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Kreativität, Reliabilität und Loyalität aus. Ich arbeite ebenso gerne im Team wie alleine und kann mir benötigtes Wissen sehr schnell eigenständig aneignen. Ich werde schnell nervös, wenn ich nichts zu tun habe und kann ohne eine mich ausfüllende, zeitintensive Arbeit kaum glücklich werden. Aufgrund dessen hoffe ich, dass Sie mir alsbald zu diesem Glück verhelfen und ich effektiv, effizient und produktiv für Sie tätig werden kann.

In freudiger Erwartung eines baldigen persönlichen Kennenlernens verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

XYZ


Das klingt auf den ersten Blick toll! Auf den zweiten Blick aber erkennt jeder Personaler, dass es sich um reine Phrasendrescherei handelt, weil man sich relevante Kenntnisse sicher nicht in einem 4-Wochen-Kurs aneignen kann und weil in eine AGH-Maßnahme keine berufsqualifizierenden Kenntnisse vermittelt werden. Des Weiteren ist die Auflistung der persönlichen Fähigkeiten absolut nichtssagend, weil ohne Bezug zu realen Beispielen für diese Fähigkeiten und zudem total übertrieben. Denn kein Mensch besitze all diese Fähigkeiten in hohem Maße! Um aber wirklich sicher zu gehen, dass die Bewerbung zum Erfolg führt (was in unserem Fall heißt, dass man abgelehnt wird), muss auch der Lebenslauf "optimiert" werden, so dass der potentielle Arbeitgeber erkennt, dass man sich Bewerber wie uns besser nicht ins Haus holt. Wie das geht? Man nimmt in den Lebenslauf einfach den Punkt "gesellschaftliches Engagement" auf und gibt dabei z.B. folgendes preis:

- Mitgliedschaft in der Partei DIE LINKE. Mitarbeit im Fachausschuss für sozialpolitische Fragen.
- Mitglied bei Verdi
- Fördermitglied im Verein "Rote Hilfe e.V."
- politisches Bloggen

Ferner sollte man ein paar Praktika erwähnen, die man z.B. im alternativen Jugendclub, bei Sozialverbänden, Parteien oder politischen Interessengruppen aus dem sozialistischen Lager geleistet hat. Damit ist man bei praktisch jeder ZAF ein rotes Tuch. Und dass man weder über Telefon noch über Internet, Führerschein oder PKW verfügt, ist ja ohnehin klar! Sollte dann wider erwartend dennoch eine Einladung zum Vorstellungsgespräch kommen, kann man dort immer noch auf diversen Krankheiten, Wehwehchen und erfolgreiche Narkotika-Enzüge verweisen und insgesamt einen abwesenden Eindruck machen, der - so kann man dann ja wahrheitsgemäß klarstellen - leider durch die vom Psychiater verschriebenen Antidepressiva induzierten ist! Wenn es trotz dessen aber dennoch zur Einstellung kommen sollte, wovon absolut nicht auszugehen ist, so schafft nach wochenlanger Krankheit aufgrund von Mobbing oder Burnout dann die personenbedingt (nicht verhaltensbedingte!) Kündigung Abhilfe.

Also nochmal:Will man auf der sicheren Seite sein, also keine Sanktion riskieren, so muss man den marktgängigen Standards entsprechen. Und dies kann man durchaus tun, ohne Bedenken haben zu müssen, deswegen zum allseits begehrten Verfügungsobjekt jeder Sklaventreiber-Bude zu werden. Es ist mit etwas Übung doch ein Leichtes, die Bewerbung marktkonform und dennoch unpassend (d.h. für uns also passend) zu verfassen. In diesem Sinne: Viel Erfolg!
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In jedem Dorf gibt es eine Fackel, den Lehrer, und jemanden, der dieses Licht löscht, den Pfarrer - Victor Hugo
ChrisPP ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2011, 09:34   #32
K. Lauer
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Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Bleibt die Frage: Wie verhinderst Du, dass der so umworbene Arbeitgeber dem Amt auf seinem Antwortformular mitteilt, dass Du an grenzenloser Selbstüberschätzung "leidest" und das Amt dann daraus schließt, dass bei Dir Handlungsbedarf in Form von ganz bestimmten Maßnahmen vorliegt?
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Alt 06.10.2011, 09:50   #33
ChrisPP
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Registriert seit: 29.04.2010
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ChrisPP
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Zitat von K. Lauer Beitrag anzeigen
Bleibt die Frage: Wie verhinderst Du, dass der so umworbene Arbeitgeber dem Amt auf seinem Antwortformular mitteilt, dass Du an grenzenloser Selbstüberschätzung "leidest" und das Amt dann daraus schließt, dass bei Dir Handlungsbedarf in Form von ganz bestimmten Maßnahmen vorliegt?
Bei mir und Bekannten (allesamt Akademiker oder langjährig beschäftigte Facharbeiter) ist sowas bisher nicht vorgekommen. Es kamen immer nur Absagen oder gar keine Rückmeldungen. Sollte es dennoch passieren, dass eine "Einladung" zu einer Qualifizierungsmaßnahme kommt, ist dies wohl in der Regel nicht der überzogenen Bewerbung geschuldet, sondern wird unabhängig davon rein aus Gründen der Statistikbereinigung vollzogen. Sprich: Zu Qualifizierungs- und Bewerbungsmaßnahmen wird man als ALG2-Empfänger sowieso regelmäßig vorgeladen, weil die ARGEn die eingekauften Maßnahmen füllen müssen. Das passiert unabhängig von der Qualität der eigenen Bewerbungen.

Aber auch hierbei gilt: Diesen Maßnahmen kann man sich entziehen, indem man entweder krank wird (Burnout im Job, der Arzt weiß ja nicht, dass du arbeitslos bist), oder überzeugend darzulegen vermag, dass man so etwas nicht nötig hat. Ich selbst habe z.B. ein umfassendes Bewerbungscoaching an der Uni absolviert und dies auch bescheinigt bekommen. Damit habe ich argumentiert und dem SB die Bescheinigung auch vorgelegt, als dieser mich wieder einmal zu einem Coaching schicken wollte. Das hat geklappt und ich blieb davon verschont. Ansonsten hätte ich ohnehin gleich nach einem Gespräch mit dem ARGE-Geschäftsführer verlangt.
__

In jedem Dorf gibt es eine Fackel, den Lehrer, und jemanden, der dieses Licht löscht, den Pfarrer - Victor Hugo
ChrisPP ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2011, 10:02   #34
K. Lauer
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Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Sachbearbeiter, bekämer er eine solche überzogene Bewerbung, z. B. eines Malergehilfen, zu Gesicht, diesen nicht umgehend einer Maßnahme zuleiten würde. Und das trifft nach meiner Ansicht auch auf den beworbenen Malermeister zu.

Es kommt m. E. auch immer darauf an, einschätzen zu können, wo man selber steht.
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Alt 06.10.2011, 10:15   #35
Henrik55
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Registriert seit: 19.04.2006
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Henrik55 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Zitat von ChrisPP Beitrag anzeigen
Daher ist eine andere Strategie angebracht, mit der ich selbst schon sehr erfolgreich in der Abweher von völlig ungeeigneten Vermittlungsvorschlägen war: Die Strategie der Übertreibung bzw. der überzeichneten Positiv-Attribuierung. Wer sich in der verständlichen Absicht, von einer Sklaventreiber-Bude nicht eingestellt werden zu wollen, offensichtlich negativ bewirbt, der stellt sich selbst ein Bein. Besser ist der gegenteilige Weg: Sich selbst in einem so dermaßen überzeichnet positiven Licht zu präsentieren, dass es für den Arbeitgeber schon wieder offensichtlich ist, dass der Bewerber lügt bzw. offenkundig unfähig ist, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. So vorzugehen ist deshalb sinnvoll, weil einem überzeichnet positive Formulierungen rechtlich gesehen nicht dem Verdacht einer Negativbewerbung aussetzen. Klar können auch hier Personaler, Sachbearbeiter oder Richter denken: "Der Typ spinnt doch". Aber diese positive Spinnerei kann eben keine Sanktion begründen, weil man ja nichts weiter tat als das Wort Werben bewusst werberisch auszulegen!
Genau, so wird es gemacht ;)
Trainspotting - Spud's Vorstellungsgespräch - YouTube
Henrik55 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2012, 14:43   #36
GoGo_King
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Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Ich sehe kein Problem darin, in einer Bewerbung Bezug auf das Jobcenter zu nehmen, da die Bewerbung vom Jobcenter der Firma angekündigt und sogar ein Fragebogen zugesendet wird, um ggf. flott eine Sanktion aussprechen zu können.

Siehe folgende Antwort-/Fragebogen für die Firmen zur erleichterten Denunzierung:


http://i42.tinypic.com/wh1xcn.jpg

http://i42.tinypic.com/33os610.jpg
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Alt 15.04.2012, 15:06   #37
Henrik55
Elo-User/in
 
Registriert seit: 19.04.2006
Beiträge: 980
Henrik55 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Da muss sich der Arbeitgeber entscheiden, ob er persönlich oder fachlich nicht geeignet oder beides ankreuzt. Das es einfach daran liegt, dass noch 200 andere sich beworben haben und halt einer besser passte kommt in deren Logik nicht vor.
Henrik55 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2012, 15:24   #38
GoGo_King
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Beiträge: n/a
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Stimmt schon.
Die ARGE, das Jobcenter oder (seit neuestem) das Landratsamt interessiert es im Zweifel einen feuchten Dreck, ob man auf das Profil paßt oder nicht.
Die Vermittlungvorschläge werden wie Kamelle rausgeballert, der SB hat schließlich nichts zu verlieren und hat seinerseits einen Daseinsberechtigungs-/Tätigkeitsnachweis erbracht.
Dass man den Bewerber bewußt (oder fahrlässig? ) in Bedrängnis bringt, nimmt man zumindest billigend in Kauf.
Klappt es wider Erwarten mit dem Job, umso besser.
Falls nicht, läßt sich ruckzuck aus einer Verlegenheitsbewerbung, die man aufgrund nicht passender Anforderungen sich trotzdem so aus den Fingern lutschen muß (als ob man ganz geil auf den nicht passenden Job wäre) eine Sanktion basteln.
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Alt 15.04.2012, 15:44   #39
ZynHH
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Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Also für email-Bewerbungen bei ZAF/PAV würde ich mir eine separate Email-Adresse anlegen... etwas wie: HIV_ZAF.Name@email.xxx
__

Mahalo


Wer Empfänger von Paketen ist, unterstützt Terroristen und Erpresser.
Empfänger sind unverantwortlich!
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Alt 15.04.2012, 15:55   #40
Lilastern
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Zitat von ZynHH Beitrag anzeigen
Also für email-Bewerbungen bei ZAF/PAV würde ich mir eine separate Email-Adresse anlegen... etwas wie: HIV_ZAF.Name@email.xxx

Beliebiger Name oder was?
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2012, 16:25   #41
Kaffeesäufer
 
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Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer Kaffeesäufer
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Ja warum nicht^^
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Alt 15.04.2012, 16:37   #42
Henrik55
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Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Zitat von GoGo_King Beitrag anzeigen
Stimmt schon.
Die ARGE, das Jobcenter oder (seit neuestem) das Landratsamt interessiert es im Zweifel einen feuchten Dreck, ob man auf das Profil paßt oder nicht.
Die spielen auch den "Managern" in die Hände die ja ständig versuchen uns irgendwelche Vermittlungshemmnisse anzudichten. Als "Beweis" ziehen die dann noch diese Rückmeldungen raus. Einer von den 200 bekommt zwar nur den Job aber die anderen 199 hat man dann wenigstens noch für defekt erklären können.
Henrik55 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2012, 08:43   #43
GoGo_King
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Das Problem steht und fällt mit der echten Herausforderung, dass man sich auf einen Job bewerben muß, auf den man nicht im Traum gekommen wäre und für den die eigenen Qualis nicht passen.
Ein echtes Problem!
In etwa so, als ob sich ein Lagerhelfer auf eine vakante Stelle als Astronom bewerben soll und dem potentiellen Arbeitgeber nicht schreiben darf, dass er von Mathe und Physik null Ahnung hat. Ist er so frech (ehrlich?) dies doch zu schreiben, so wird er sanktioniert.

Das ist pure Schikane, Anstiftung zur Lüge und schreit nach Frust für den Bewerber und die entsprechende Firma. Nur der SB macht sich einen faulen Lenz.
  Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2012, 12:43   #44
The_Vulcan
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 19.08.2006
Beiträge: 1.213
The_Vulcan The_Vulcan
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Zitat von Henrik55 Beitrag anzeigen
Die spielen auch den "Managern" in die Hände die ja ständig versuchen uns irgendwelche Vermittlungshemmnisse anzudichten. Als "Beweis" ziehen die dann noch diese Rückmeldungen raus. Einer von den 200 bekommt zwar nur den Job aber die anderen 199 hat man dann wenigstens noch für defekt erklären können.


Richtig, bei mir solls z.B. am Lebenslauf liegen und der Form der Bewerbung.

Das man nichtmal weis wie man sich auf einen Job bewerben soll, der einen gar nicht interessiert.. das spielt da keine Rolle.. wie soll man denn lernen wie man sich auf etwas bewirbt das man gar nicht Will? Das ist Absurd...

Das einzige was man lernen kann sind die Gestaltungsformen... und das kann ich auf 1-3 Din A4 Blättern ablesen da muss ich nicht in einen Tausende von Euros kostenden Kurs für...
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Dummheit ist ein Segen, Intelligenz ein Fluch
The_Vulcan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2015, 11:47   #45
July83->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 12.08.2015
Beiträge: 1
July83
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Zur ersten groben Orientierung würde ich mal hier bei den Bewerbungsvorlagen schauen. Dies sollte aber nur als Anhaltspunkt dienen. Bevor du das abschickst, wäre es auch wichtig jemand anderen drüberschauen zu lassen. So erkennt man seine eigenen Fehler besser.
July83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2015, 14:18   #46
Babbelfisch
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Registriert seit: 07.07.2010
Beiträge: 557
Babbelfisch Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbung auf einen Vermittlungsvorschlag

Was nach drei Jahren doch etwas spät wäre?
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