Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


:  0
Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 04.04.2007, 13:32   #1
Mambo
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Heute bei der Agentur für Arbeit Köln-Porz

Ich war heute Begleitperson für eine Arbeitslose, die eine Vorladung hatte. Die anwesende Sachbearbeiterin wusste gar nicht, worum es ging. Es drehte sich dem Grunde nach um den § 125 SGB III. Sie kannte nicht mal die Durchführungsbestimmungen zum besagten Pararaphen, d.h, sie wusste schon, dass es den gibt, aber über den Zweck und den Inhalt war ihr eigentlich nichts bekannt. Dabei ist hier die Rechtslage eindeutig, BSG Urteil vom 09.09.1999, AZ. B 11 AL 13/99 R; SG Reutlingen Urteil vom 26.09.2005, AZ. S 4 AL 3858/03; SG Schwerin Urteil vom 03.07.2006, AZ. S 4 ER 90/06.
Darauf angesprochen, ob es bei dieser eindeutigen Rechtslage nicht möglich wäre, die Ratio walten zu lassen, kam die Antwort, dass sie nur nach Anweisungen arbeitet. Daraufhin meine Frage, können wollen bzw. dürfen sie nicht mitdenken? Die Antwort war, da müssen sie an höherer Stelle nachfragen, gemeint war der Geschäftsstellenleiter. Was soll man dazu noch sagen, da fehlt nur noch der Hinweis auf den Befehlsnotstand. Warum müssen die Betroffenen erst schikaniert werden, wenn es doch den einfachen Weg gibt. Jetzt ist wieder Widerspruch und wenn nötig gar die Klage erforderlich. Die Agentur für Arbeit Köln-Porz wie aber auch die ARGE Köln-Porz setzen sich über bestehendes Recht hinweg. Die ARGE Köln-Porz musste ihren bewusst vorsätzlichen Rechtsbruch bereits zurücknehmen, ich hatte darüber berichtet. Der Chef der ARGE Köln meinte damals, das ist meine Rechtsauffassung. Von seiner rechtswidrigen Auffassung ist nichts mehr übrig geblieben. Hier in diesem Fall wird es nicht anders werden.
Die Frage ist, warum handeln die Ämter so???!!!
  Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2007, 13:38   #2
a f a
Redaktion
 
Benutzerbild von a f a
 
Registriert seit: 23.11.2006
Ort: Köln
Beiträge: 1.159
a f a
Standard

Warum wohl, Zermürbungtaktik, bei den Leuten die sich nicht so gut
auskennen und das ist die grosse Mehrheit, funktioniert das anscheinend auch ganz gut

Gruss
Norbert
a f a ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2007, 14:17   #3
Wölfin
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Die Frage ist, warum handeln die Ämter so???!!!
In den Argen sind ja oft ganz verschiedene Menschen zusammengewürfelt, z.B. aus der früheren Sozialhilfe und auch ehemalige Postler oder sonstige, völlig gebietsfremde Beamte. Daher also die geringe Sachkenntnis (die bekommen lediglich einen kurzen Hartz-IV-Crash-Kurs von wenigen Tagen, und dann soll dat klappen).

Dazu kommt noch, dass dort oftmals Leute sitzen, die moralisch behindert sind. D.h., die üblichen Vorurteile werden ihrer Ansicht nach immer wieder bestätigt: Hartz-IV-Empfänger (früher Sozialhilfeempfänger) sind alles faules Schmarotzerpack, die es sich auf Staatsknete gut gehen lassen.

Das Schlimme dabei ist, dass die geistigen Horizonte der SBs oftmals so klein sind, dass die einerseits nicht merken und schon gar nicht zugeben wollen, wie neidisch die auf uns mit unserem angeblich so freien Leben sind, ohne die gravierenden Nachteile zu sehen, die unsere Lage mit sich bringt. Andererseits haben manche, wie die oben geschilderte SB, offenbar dermaßen viel Angst vor einer Fehlentscheidung (die sie vielleicht den Job oder den Kopf kosten könnte), dass sie sich absolut buchstabengetreu an die Vorgaben ihrer Vorgesetzten halten. Wie lächerlich, dumm oder menschenverachtend das manchmal ist, ist ihnen dabei entweder egal oder nicht bewusst.

Ich glaub, man kann in solchen Situationen nur versuchen, von so einem Verhalten irgendwie inneren Abstand zu bekommen und dann die nötigen rechtlichen Schritte einleiten.
  Mit Zitat antworten
Alt 04.04.2007, 15:15   #4
Mambo
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Zur Frage

Natürlich sind mir die Hintergründe bekannt. Ich bin oft als Begleitperson unterwegs. Nicht nur bei ARGEn, Jobcentern, den Agenturen für Arbeit, sondern auch in Rentenangelegenheiten.
Viele Betroffene können sich in der Tat nicht helfen, resignieren vor den Schikanen und dem ganzen Buerokratismus.
Auch wenn der Kampf nur über Widerspruch, Überprüfungsantrag bzw. Klage geht, benehmen sich die "Vollstrecker" (SB) dieser unsäglichen Gesetze in meinem Beisein wenigstens einigermaßen "gesittet". Gegen Borniertheit, Dummheit und bloße Willkür ist aber jede Vernuft machtlos.
Da bleibt nur: "Auge um Auge, Zahn um Zahn".
Worum geht es:
Über 78 Wochen krank, ausgesteuert; Arbeitsplatz besteht noch, Direktionsrecht abgegeben, heißt arbeitslos und arbeitssuchend gemeldet; weiterhin dauerkrank mit AU vom Facharzt, bestätigt von Klinikärzten; Rentenantrag noch nicht entschieden. Betroffene stellt aber ihre Arbeitskraft im Rahmen ihrer verbliebenen Leistungsmöglichkeit der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung, ist aber zur Zeit arbeitsunfähig krank. Jetzt muss die Nahtlosigkeitsregelung (§ 125 SGB III) greifen. Was macht aber die Arbeitsagentur, sie zahlt nur 6 Wochen ALG I (§ 126 SGB III) und schickt die Betroffene ins ALG II. Sie hat sich der Arbeitsvermittlung durch ihre Kankheit vorsätzlich entzogen. Hier muss man nun schon die Durchführungshinweise und die vorher zitierten Urteile gut kennen. Es wird eindeutig rechtswidrig gehandelt. - Arbeitslosengeld muss solange gezahlt werden, bis die Rentenversicherung Erwerbsminderung positiv festgestellt hat - . Jetzt kommt die ARGE Köln-Porz ins Spiel und sanktioniert die Betroffene mit 30% des ALG II-Regelsatzes. Sie hat ja durch ihre Arbeitsunfähigkeit den Verlust des ALG I selbst herbeigeführt - Chef der ARGE Köln damals, das ist meine Rechtsauffassung. Von dieser merkwürdigen Rechtsauffassung, ich sage bewusster vorsätzlicher Rechtsbruch, ist nichts mehr übrig geblieben. Die ALG I - Angelegenheit ist noch nicht entschieden.
  Mit Zitat antworten
Antwort

Stichwortsuche
agentur, arbeit, heute, koelnporz, kölnporz

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Arge Köln Porz Bedarfsermittlungsdienst Martin Behrsing Auszeichnung "besonderes" Engagement von Behörden 60 02.04.2014 00:45
FORTZAHLUNGSANTRAG: MIETBESCHEINIGUNG? Agentur Köln Maria Mercouri Anträge 28 26.05.2008 15:14
Heute auf dem Sozialgericht Köln, Termin gegen die AfA Köln (Porz) Mambo Erfolgreiche Gegenwehr 1 18.03.2008 14:33
ARGE Köln-Porz - Ohne Kampf kein Sieg Mambo Erfolgreiche Gegenwehr 2 27.01.2008 19:55
Agentur für Arbeit Köln bleibt an Weiberfastnacht und Rosenmontag geschlossen Martin Behrsing Austausch von regionalen / überregionalen Aktivitäten 2 13.02.2007 16:20


Es ist jetzt 05:11 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland