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Start > > -> Zwangstherapie bei Alkoholismus?

Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


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Alt 26.02.2007, 03:11   #1
Clint->Emailproblem
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Clint
Standard Zwangstherapie bei Alkoholismus?

Ich frag jetzt nicht für mich, obwohl ich auch nich reinspuck, sondern für einen Bekannten der kein Internet hat.
Dieser hat mit seinen 55 Lenzen schon 2 Darmkrebs OP´s hinter sich und noch eine kaputte Leber. Vor ein paar Tagen erzählte er mir, sein Sachbearbeiter wollte ihn in den Entzug schicken dann klappte es auch mit der Arbeit??!
Dürfen die das? Was ist wenn er von der Flasche nicht loskommt?
Sperre?
Meiner Meinung nach hat Entzug nur Sinn wenn man selber will, hab da meine Erfahrungen. Ausserdem finde ich: Man darf sich auf die Art umbringen, die man am angenehmsten findet, so lange sie nicht andere gefährdet, und da er nicht Auto fährt und im Suff in keinster Weise aggressiv wird, soll er doch.
Und wenn das greift, muß ich dann abspecken nur weil son SB auf sowat kommt?
__

Stellt endlich das Dummschwätzen von "Hinterbänklern" unter Strafe.
Eigentlich sollte hier was über die FDP und ihre Wichtigkeit für die BRD stehen.
Lieber was von Armin Rohde: Die Jobs, um die Die sich drücken, gibts garnicht!
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Alt 26.02.2007, 06:53   #2
listche
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listche
Standard

Kurz und bündig. Die dürfen das. Aus meinem Bekanntenkreis wurde auch jemand gezwungen. Man hat ihm schon die Leistung bis zum Antritt der Kur gekürzt. Und wenn die Kur abgebrochen wird, dann gibt es auch eine Sperre, und dann bis auf weiteres eine Kürzung, bis zum Antritt einer neuen Kur.

Gruß Listche
__

"Wer die Menschen kennnenlernen will, der studiere ihre
Entschuldigungsgründe."

Christian Friedrich Hebbel
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Alt 26.02.2007, 12:36   #3
claridge
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Beiträge: 38
claridge
Standard re.

Ich persöhnlich halte solch ein Vorgehen für pervers.
Clint hat es schon richtig angemerkt: Eine Therapie bringt nur dann etwas wenn der Abhängige dazu bereit ist! Alles andere ist herausgeschmissenes Geld.
Ich war 15 Jahre in der Alkoholkrankentherapie tätig. In der Zeit habe ich es nicht erlebt das auch nur ein Alkoholkranker therapiert wurde wenn er unter Druck in die Therapie kam.
Es stellt sich mir auch die Frage wie ernst ich einen Sachbearbeiter nehmen kann der schon von seiner Ausbildung her keine Ahnung dieser Krankheit hat.
claridge ist offline  
Alt 27.02.2007, 01:53   #4
Clint->Emailproblem
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Beiträge: 803
Clint
Standard

OK. Ihr habt mir jetzt gesagt das dat darf. Wo bleibt da die "Menschenwürde"?
die "Selbstbestimmung"?? Nach meiner Meinung hält Rainer nich mehr lange.
Scheidung, selbstbestimmte Kinder, ohne Rainer, das Einzige nur noch ein kleiner, schwarzer Hund ( is wirklich, kein Märchen) warum sollte er eigentlich weiter machen, wenn er eh in 2 Jahren den ***** auf dem Bauch hat , und in spätestens fünf Jahren, nur unter Drogen nicht schreiend, die Grätsche macht?? Für ihn ist es doch besser er bleibt im Tran hört seine Musik aus
den 60- 80zigern und kriegt sein hepatisches Koma bevor die Metastasen anfangen sich bemerkbar zu machen.

PS.
Falls mein SB auf die Idee kommt mit 90 kg wär ich besser dran, werde ich ihn
"auslösen" ( was das heißt googeln oder einen Metzger fragen)
Die bezahlen mir mein Essen, das ist aber keine Gnade, sondern ein Stillhalteabkommen! Damals in Oldowey habe ich mit den Reichen ausgemacht
ich überfalle sie nicht, lasse ihre Kinder in Ruhe usw. dafür müssen Sie mir, wenn ich nicht kann, soviel geben, daß ich menschen würdig leben kann.
Anscheinend ist dieser Gesellschaftsvertrag trotz Grundgesetzt und Sozialbindung des Eigentums in Vergessenheit geraten.
__

Stellt endlich das Dummschwätzen von "Hinterbänklern" unter Strafe.
Eigentlich sollte hier was über die FDP und ihre Wichtigkeit für die BRD stehen.
Lieber was von Armin Rohde: Die Jobs, um die Die sich drücken, gibts garnicht!
Clint ist offline  
Alt 27.02.2007, 01:59   #5
Ludwigsburg
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Zitat von Clint Beitrag anzeigen
Ich frag jetzt nicht für mich, obwohl ich auch nich reinspuck, sondern für einen Bekannten der kein Internet hat.
Dieser hat mit seinen 55 Lenzen schon 2 Darmkrebs OP´s hinter sich und noch eine kaputte Leber. Vor ein paar Tagen erzählte er mir, sein Sachbearbeiter wollte ihn in den Entzug schicken dann klappte es auch mit der Arbeit??!
Dürfen die das? Was ist wenn er von der Flasche nicht loskommt?
Sperre?
Meiner Meinung nach hat Entzug nur Sinn wenn man selber will, hab da meine Erfahrungen. Ausserdem finde ich: Man darf sich auf die Art umbringen, die man am angenehmsten findet, so lange sie nicht andere gefährdet, und da er nicht Auto fährt und im Suff in keinster Weise aggressiv wird, soll er doch.
Und wenn das greift, muß ich dann abspecken nur weil son SB auf sowat kommt?
Ja, die dürfen das... aber man kann trotzdem versuchen das zu verhindern. Viele Kliniken nehmen gar nicht erst auf, wenn man denen zu verstehen gibt, daß ein Entug nicht helfen kann, weil man nciht dahinter steht.

Und mit ärztlichen Attesten kann man auch viel verhindern.

Übrigens: nicht der SB entscheidet das, sondern der med, Dienst. Auch den kann man versuchen zu überzeugen: schließlich sitzen da auch Ärzte... und manche handeln sogar noch nach ihrem Verstand. Zumindest hier in LB.

Gruß aus Ludwigsburg
 
Alt 27.02.2007, 12:03   #6
Angeloo
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Angeloo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Hallo!

Ich bin seit 13 Jahren "trocken", aber aus freiem Willen! Über das Thema Zwangseinweisung hatte ich mich mal mit meinem Neurologen unterhalten, der selber mal Leiter einer Suchtklinik war. Heute geht eine "Zwangseinweisung" nur mit Richterlichem Beschluss. Sicher wird irgend ein unterbelichteter Mitarbeiter der ARGE gedroht haben, Sanktionen zu verhängen, aber damit kommt er nicht durch. Denn man muss eins Bedenken, er sanktioniert eine Krankheit und damit kommt er vor Gericht nicht durch. Wenn der eigene Wille fehlt, hilft keine Drohung der Welt. Wenn man auch sieht, wie hoch die Rückfallquote ist wird deutlich, wie schwierig das ist. Da kann die ARGE auch einem Blinden drohen, ihm die Leistungen zu kürzen, wenn er nicht einen Job als Auslieferungsfahrer antritt! Wie gesagt die ARGE kann Druck machen, aber helfen tut es nichts und sie kann den Leistungsbezug auch nicht vom Erfolg der Kur abhängig machen, denn es geht hier um eine Krankheit und nicht um die Unwilligkeit des Betroffenen.


Angeloo
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Alt 27.02.2007, 12:20   #7
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
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Zitat von Ludwigsburg Beitrag anzeigen
Ja, die dürfen das... aber man kann trotzdem versuchen das zu verhindern. Viele Kliniken nehmen gar nicht erst auf, wenn man denen zu verstehen gibt, daß ein Entug nicht helfen kann, weil man nciht dahinter steht.
auch wenn er sogar dahinterstehen würde, was bringt ein Entzug, wenn man hinterher wieder in die gleiche Situation zurück muß ?
Für mich wäre es sinnvoll, freiwillige Therapie, neues Umfeld und natürlich Arbeit von der man auch leben kann.

Satire : Vielleicht wetten die SBs ja auch darauf, wie lange jemand trocken bleibt oder ob er die Therapie abbricht.

Ich warte auch darauf, bis ein SB/FM sagt "rasieren Sie sich und sie kriegen einen Job".

Anmerkung für solche SB/FM : man kann abnehmen, eine Therapie machen, usw. aber liebe FM/SB, Dummheit vergeht leider nicht.
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline  
Alt 27.02.2007, 16:35   #8
Ludwigsburg
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Zitat von Angeloo Beitrag anzeigen
Hallo!

Ich bin seit 13 Jahren "trocken", aber aus freiem Willen! Über das Thema Zwangseinweisung hatte ich mich mal mit meinem Neurologen unterhalten, der selber mal Leiter einer Suchtklinik war. Heute geht eine "Zwangseinweisung" nur mit Richterlichem Beschluss. Sicher wird irgend ein unterbelichteter Mitarbeiter der ARGE gedroht haben, Sanktionen zu verhängen, aber damit kommt er nicht durch. Denn man muss eins Bedenken, er sanktioniert eine Krankheit und damit kommt er vor Gericht nicht durch. Wenn der eigene Wille fehlt, hilft keine Drohung der Welt. Wenn man auch sieht, wie hoch die Rückfallquote ist wird deutlich, wie schwierig das ist. Da kann die ARGE auch einem Blinden drohen, ihm die Leistungen zu kürzen, wenn er nicht einen Job als Auslieferungsfahrer antritt! Wie gesagt die ARGE kann Druck machen, aber helfen tut es nichts und sie kann den Leistungsbezug auch nicht vom Erfolg der Kur abhängig machen, denn es geht hier um eine Krankheit und nicht um die Unwilligkeit des Betroffenen.


Angeloo
Es geht hier um 2 verschiedene Ansichten: einmal hat man alles zu tun, um wieder arbeitsfähig zu sein: also auch eine Entziehungskur. Darauf beruft sich die ARGE - und kürzt, wenn man nicht mitspielt.

Zum anderen die Sicht der Mediziner, die Alkoholismus als eine Krankheit betrachten, die man nur in den Griff bekommen kann, wenn man ganz unten angekommen ist und selbst raus will aus dem Kreislauf.

Auch aus der Sicht machen Kürzungen vielleicht Sinn... man ist schneller ganz unten.

Fakt ist aber, daß man niemanden gegen seine innere Überzeugung therapieren kann. Auch das wissen die Ärzte...

und da hat man einen Ansatzpunkt, sich zu wehren. Aber damit wird ein Alkoholiker wohl auch überfordert sein...

Und richtig ist auch, daß man sein Leben ändern muß... die Probleme, die man durch Hartz IV hat, sind aber anschließend die gleichen...da ist wirklich die Frage, ob eine Therapie etws bewirken kann...

wer nicht wagt, der nicht gewinnt... aber da muß man Hoffnung haben, und wenn jemand die nicht mehr hat (und durch andere Krankheiten sowieso sehr eingeschränkt) ... da hilft ne Therapie sicher nicht.

Man sieht, die Kranken sind bei Hartz IV die, die man am leichtesten aus dem bezug drängen oder sanktionieren kann.
 
Alt 27.02.2007, 17:26   #9
Martin Behrsing
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Ich will einfach auch mal anmerken, dass in der Drogentherapie die konzepte mit Zwang (Therapie statt Knast) seit Jahren wirklich ganz gut laufen. Ich spreche da auch aus Erfahrung, weil ich selber ein paar Jahre als Suchttherapeut gearbeitet habe. Allerdings war für viele der Knast die harmlosere Variante, wie eine Entwöhnungsbehandlung.
Im übrigen gibt es gerade zu diesem Thema wirklich viele gute Forschungsergebnisse, so dass es einfach nicht stimmt, dass eine von außen angelegte Motivation zum Scheitern verurteilt ist.
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Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 27.02.2007, 17:35   #10
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Zitat von Angeloo Beitrag anzeigen
Denn man muss eins Bedenken, er sanktioniert eine Krankheit und damit kommt er vor Gericht nicht durch.
ich kann mir das auch nicht vorstellen, daß man "zwangstherapiert" werden kann...
In den meisten Suchtkliniken fliegt man ohnehin raus wenn man rückfällig wird. Und in dem Fall können sie wohl kaum die Leistungen kürzen, nur weil man einen krankheitstypischen Rückfall hatte...

Ich glaube bei keinem Sozialgericht kämen die durch mit so etwas perfidem!

Ich hab auch eine Nachbarin, die spiegeltrinkerin ist, und die schon mehrfach versucht hat zu entziehen aber immer wieder rückfällig geworden ist. Sie hat es nun aufgegeben, hat eine halbtagsstelle (Gebäudereinigung) den sie mit ihrer Krankheit machen kann und will keinen Entzug mehr machen.

Ich finde jeder hat ein Recht sich so zu entscheiden. Steht einem ja auch laut Grundgesetz zu!
münchnerkindl ist offline  
Alt 27.02.2007, 17:39   #11
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Zitat von listche Beitrag anzeigen
Kurz und bündig. Die dürfen das. Aus meinem Bekanntenkreis wurde auch jemand gezwungen. Man hat ihm schon die Leistung bis zum Antritt der Kur gekürzt. Und wenn die Kur abgebrochen wird, dann gibt es auch eine Sperre, und dann bis auf weiteres eine Kürzung, bis zum Antritt einer neuen Kur.

Gruß Listche
In einer Entzugsklinik fliegt man raus wenn man dort rückfällig wird! Nicht man selbst bricht die ab sondern man wird gegangen. Und da der Rückfall bei Süchtigen mit zur Krankheit dazugehört würde ich mal ganz frech vors Sozialgericht ziehen wenn die versuchen deswegen zu kürzen...

Aber mit jemandem der auf Alk ist und deshalb nix peilt kann man es ja machen.. schei*sladen! Ich bin wirklich nicht für Alkoholismus, aber DAS sollte sich niemand gefallen lassen!
münchnerkindl ist offline  
Alt 27.02.2007, 18:37   #12
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Bruno1st
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Zitat von münchnerkindl Beitrag anzeigen
In einer Entzugsklinik fliegt man raus wenn man dort rückfällig wird! Nicht man selbst bricht die ab sondern man wird gegangen. Und da der Rückfall bei Süchtigen mit zur Krankheit dazugehört würde ich mal ganz frech vors Sozialgericht ziehen wenn die versuchen deswegen zu kürzen...
das Problem mit dem Sozialgericht ist dann aber, daß die lange brauchen.

das Rückfälle dazugehören ist normal - ich kenne es zwar nicht aus dem suchtbereich aber aus dem sportbereich - dort galt es auch immer, weitermachen und nochmal versuchen.
Die intelligenzbestien in unseren Verwaltungen glauben leider daran, daß man nur eine maßnahme beginnen muß und diese dann automatisch mit erfolg abschließt.
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Bruno1st ist offline  
Alt 27.02.2007, 23:49   #13
Kaleika
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Daumen hoch Zwangstherapie bei Alkoholismus

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Ich will einfach auch mal anmerken, dass in der Drogentherapie die konzepte mit Zwang (Therapie statt Knast) seit Jahren wirklich ganz gut laufen. Ich spreche da auch aus Erfahrung, weil ich selber ein paar Jahre als Suchttherapeut gearbeitet habe. Allerdings war für viele der Knast die harmlosere Variante, wie eine Entwöhnungsbehandlung.
Im übrigen gibt es gerade zu diesem Thema wirklich viele gute Forschungsergebnisse, so dass es einfach nicht stimmt, dass eine von außen angelegte Motivation zum Scheitern verurteilt ist.
Ich habe eine Bekannte erlebt, die nach mehreren Entzügen, Trennung von Mann und Tochter,einer Nierenentnahme, mit dem Konzept der AA und zusätzlicher Therapie inzwischen stabiler und trocken geworden ist. Die halbherzigen Forderungen ihres co-abhängigen Mannes, endlich mit der Trinkerei aufzuhören, verstärkte nur ihre Heimlichkeit. Der Saufdruck war einfach stärker! "Es" klappte erst von dem Moment an, von dem sie sich zum Aufhören entschieden hatte.
Andererseits habe ich den 25jährigen Sohn einer Freundin vor Augen, der kifft und säuft und dabei dann die Kontrolle über sich verliert und in rasender Wut Dinge kaputt schlägt, niemals Personen angreift. Das Schlimme ist, dass er sich am Ende an nichts erinnern kann und das macht nicht nur ihm Angst. Ansonsten gehört er eher zu den sanften Männern. Er wird jetzt - nach zigster Entziehung, diversen Therapieversuchen - sich das zweite Mal für mehrere Monate in eine Klinik begeben.
Alkoholismus ist eine Krankheit, die für etwas Ersatz schaffen soll, das dem Betroffenen im Leben fehlt und er glaubt, dies nur mit Alkohol kompensieren zu können. Den meisten ist dies gar nicht bewusst, kommt meist erst während einer Therapie zur Sprache.
Wie könnte Zwang zur Therapie da Abhilfe schaffen?
Unmöglich!
Ich denke, dass eine Therapie hier nur helfen kann, wenn der Betroffene sich helfen lassen will und er das zu Kompensierende, das, was ihm im Alltag fehlt benennen und ANDERS auszuleben vermag. Erst dann kann die Rückfallquote einigermaßen vermindert werden. Aber es wird eine Lebensaufgabe bleiben!
Kaleika ist offline  
Alt 28.02.2007, 08:01   #14
Ludwigsburg
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Ich will einfach auch mal anmerken, dass in der Drogentherapie die konzepte mit Zwang (Therapie statt Knast) seit Jahren wirklich ganz gut laufen. Ich spreche da auch aus Erfahrung, weil ich selber ein paar Jahre als Suchttherapeut gearbeitet habe. Allerdings war für viele der Knast die harmlosere Variante, wie eine Entwöhnungsbehandlung.
Im übrigen gibt es gerade zu diesem Thema wirklich viele gute Forschungsergebnisse, so dass es einfach nicht stimmt, dass eine von außen angelegte Motivation zum Scheitern verurteilt ist.
Marin, jeder macht andere Erfahrungen...und ich habe selbst erlebt, daß eine Therapie, die die Betreffenden nicht aus sich selbst heraus machen wollte, nichts gebracht hat.

Ich z.B. mache nur das, wovon ich selbst überzeugt bin: ich würde ich nie zu was zwingen lassen!

Und ich frage mich: wenn es so einfach wär... warum wird dann nicht jeder Alkoholiker gezwungen eine Therapie zu machen?

Meines Wissens ist es doch eher so, daß Süchtige x Therpieversuche starten, bevor sie es - vielleicht - schaffen.

Ich habe es selbst erlebt, daß ich jemanden dazu gebracht habe, in Therapie zu gehen... und der war noch fest überzeugt, daß er es nicht nötig hat.

Er hats ne Weile gemacht...und dann gabs einen schweren Autounfall...unter Alkohol.

Erst das hat ihm die Augen geöffnet!

Und ich kannte einen Alkoholiker, der sich zu Tode gesoffen hat...was hat man nicht alles versucht, ihm die Augen zu öffnen... selbst im Pflegeheim hat er weiter gesoffen bis zum Tode...wie oft war er zum Entzug und in Therapie...

es mag ja in Einzelfällen funktionieren... und man sollte es auch versuchen, aber Kranke für ihre Krankheit durch Leistungseintzug zu bestrafen: das ist und bleibt falsch!
 
Alt 28.02.2007, 11:04   #15
Angeloo
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Angeloo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Hallo!

Bei mir war das damals auch anders, ich wollte es selber und hatte auch die nötige eigene Motivation. Ich stand mitten im Berufsleben, hatte gut verdient, mein Chef spielte auch mit und freute sich, dass ich das mache. Aber wo gibt es denn das heute noch? Aber ich weiß eins ganz genau, ohne jeden Sinn für mich selber, ohne Zukunftsaussichten, sondern statt dessen mit Hartz IV ins soziale Aus gedrängt und von unfähigen, unmotivierten und arroganten ARGE- Mittarbeitern schikaniert, hätte ich auf keinen Fall die Kraft und den Willen zu diesem Schritt. Und man mus kein Prophet sein um die Warscheinlichkeit eines Abbruchs oder Rückfalls vorher zu sagen. Denn was bleibt dir denn dann noch, wenn du den Tag nüchtern und in aller trostlosen Klarheit siehst, diese Meinung kenne ich von einigen Betroffenen und ich verstehe sie!


Angeloo
Angeloo ist offline  
Alt 28.02.2007, 13:46   #16
Arania->Emailproblem
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Zitat von Ludwigsburg Beitrag anzeigen
Marin, jeder macht andere Erfahrungen...und ich habe selbst erlebt, daß eine Therapie, die die Betreffenden nicht aus sich selbst heraus machen wollte, nichts gebracht hat.

Ich z.B. mache nur das, wovon ich selbst überzeugt bin: ich würde ich nie zu was zwingen lassen!

Und ich frage mich: wenn es so einfach wär... warum wird dann nicht jeder Alkoholiker gezwungen eine Therapie zu machen?

Meines Wissens ist es doch eher so, daß Süchtige x Therpieversuche starten, bevor sie es - vielleicht - schaffen.

Ich habe es selbst erlebt, daß ich jemanden dazu gebracht habe, in Therapie zu gehen... und der war noch fest überzeugt, daß er es nicht nötig hat.

Er hats ne Weile gemacht...und dann gabs einen schweren Autounfall...unter Alkohol.

Erst das hat ihm die Augen geöffnet!

Und ich kannte einen Alkoholiker, der sich zu Tode gesoffen hat...was hat man nicht alles versucht, ihm die Augen zu öffnen... selbst im Pflegeheim hat er weiter gesoffen bis zum Tode...wie oft war er zum Entzug und in Therapie...

es mag ja in Einzelfällen funktionieren... und man sollte es auch versuchen, aber Kranke für ihre Krankheit durch Leistungseintzug zu bestrafen: das ist und bleibt falsch!

Die Fälle die absolut nicht therapierbar sind, die kennt doch fast jeder aus der näheren Umgebung und Suchttherapeuten sind sich da doch auch total uneins, welches der richtige Weg ist, DEN Weg gibt es nämlich nicht, gibt nur verschiedene Versuche.

Und der eigene Wille, das ist der beste Weg
Arania ist offline  
Alt 28.02.2007, 13:56   #17
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
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Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Die Fälle die absolut nicht therapierbar sind, die kennt doch fast jeder aus der näheren Umgebung und Suchttherapeuten sind sich da doch auch total uneins, welches der richtige Weg ist, DEN Weg gibt es nämlich nicht, gibt nur verschiedene Versuche.

Und der eigene Wille, das ist der beste Weg
du schreibst es - leider glauben die FM/SB und die sogenannten Experten nur mit dem Wort "Therapie" um sich werfen zu müssen und schon funktioniert es auch.
Meine Empfehlung : rückfragen !!! welche Therapie meinen Sie eigentlich - diese oder jene ? - damit hat man die erste Pauschalhürde überwunden und der Gegenüber kommt ins schwimmen.

Und zum Weg habe ich gestern abend "zufällig" einen Spruch gelesen:
Solange Ihr den Berg nicht zu besteigen vermöget, werdet Ihr den Weg nicht finden" Wei Guan
Man muß als Angehöriger, Helfer, Therapeut und auch Bürokrat bereit sein, verschiedene Wege anzubieten und die Geduld aufzubringen, daß der Betroffene irgendwann, irgendwo und irgendwie SEINEN Weg findet. Doch dazu muß man auch in die Irre gehen können.
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viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline  
Alt 28.02.2007, 14:34   #18
Xaninchen->Emailproblem
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Xaninchen
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Ich frag jetzt nicht für mich, obwohl ich auch nich reinspuck, sondern für einen Bekannten der kein Internet hat.
Dieser hat mit seinen 55 Lenzen schon 2 Darmkrebs OP´s hinter sich und noch eine kaputte Leber. Vor ein paar Tagen erzählte er mir, sein Sachbearbeiter wollte ihn in den Entzug schicken dann klappte es auch mit der Arbeit??!
Dürfen die das? Was ist wenn er von der Flasche nicht loskommt?
Sperre?
Meiner Meinung nach hat Entzug nur Sinn wenn man selber will, hab da meine Erfahrungen. Ausserdem finde ich: Man darf sich auf die Art umbringen, die man am angenehmsten findet, so lange sie nicht andere gefährdet, und da er nicht Auto fährt und im Suff in keinster Weise aggressiv wird, soll er doch.
Und wenn das greift, muß ich dann abspecken nur weil son SB auf sowat kommt?
Wollte der SB ihn auch wirklich zur Therapie schicken?Oder ist er ggf "NUR" seiner Verpflichtung aus dem SGB II nachgekommen, und hat seinem Kllienten eine Suchtberatung angeboten? Und ja, der SB ist bei Sucht- und bei psychischer Erkranung dazu angehalten dem Klienten das RECHT auf eine profesionelle Beratung anzubieten. Und ja, wenn der Klient sein Recht nicht in Anspruch nimmt, KÖNNTE es zu Sanktionen kommen. Denn es ist nunmal auchso, dass der Klient (oder auch arbeits"fähige" ALG II- Bezieher)alles in seiner Macht stehende zu tun hat, um seine volle Leistungs- und Arbeitskraft wieder herzustellen.
Weiterhin sagst du, dass sich jeder auf die Art umbringen darf, die man am angenehmsten findent, solange er/ sie damit keinen anderen in gefahr bringt.
Ich setzt da mal "ganz provokant" ein drauf. Ja bitte, soll er/ sie doch... wenn er/ sie es auch bezahlen kann!

Und was Martin geschrieben hat stimmt. Ja, es gibt gaaanz viele Beispiele dafür, wo "erwungende" Therapie nicht zum Erfolg geführt hat. Und es gibt genausoviele Beispiele dafür, wo es doch geklappt hat.
Ausserdem gibt es inzwischen so viele verschiedene, individuelle Suchttherapien, so das eigentlich für jeden was dabei ist. Ich persönlich finde die lösungsorientierte Kurzzeittherapie auch in der Alkoholsucht am efektivsten und Klientenfreundlichsten!
Xaninchen ist offline  
Alt 28.02.2007, 14:38   #19
Xaninchen->Emailproblem
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Xaninchen
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Zitat von Bruno1st Beitrag anzeigen

Und zum Weg habe ich gestern abend "zufällig" einen Spruch gelesen:
Solange Ihr den Berg nicht zu besteigen vermöget, werdet Ihr den Weg nicht finden" Wei Guan
Man muß als Angehöriger, Helfer, Therapeut und auch Bürokrat bereit sein, verschiedene Wege anzubieten und die Geduld aufzubringen, daß der Betroffene irgendwann, irgendwo und irgendwie SEINEN Weg findet. Doch dazu muß man auch in die Irre gehen können.

Ich find den noch viel besser:

„ Es ist das Prinzip, nutzbar zumachen, was bei den Klienten schon vorhanden ist:
Ressourcen, Fertigkeiten, Wissen, Überzeugungen, Motivationen, Verhalten,
Symptome, soziale Netzwerke, Umstände und persönliche Intuitionen, um Sie an Ihre gewünschten Ziele zu führen.“

Berg/Miller Kurzzeittherapie bei Alkoholproblemen. Ein lösungsorientierter Ansatz
Xaninchen ist offline  
Alt 28.02.2007, 14:48   #20
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10 Therapeuten, 10 Meinungen, es muss eben mit dem Betreffenden das richtige versucht werden, gibt keinen Königsweg
Arania ist offline  
Alt 28.02.2007, 22:02   #21
gelibeh
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Ich habe selbst bei mir die Erfahrung gemacht, dass ich erst unter Druck eine Therapie gemacht habe.
War damals "Entweder Trocken werden oder der Job ist weg." Es ist eben häufig so, dass der Leidensdruck sehr hoch sein muss, um sich zu einer Therapie zu entschließen.
Ich hab auch einige Rückfälle hinter mir, bin jetzt trocken. HartzIV ist für mich kein Grund wieder anzufangen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 28.02.2007, 22:29   #22
TommyHedger
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TommyHedger
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Zustimmung auch dazu, daß Suchtkrankheiten eben Krankheiten sind und auch Rückfälle & Co. zum Krankheitsbild gehören (können). Dennoch sieht es so aus, daß dem Suchtkranken nicht jede Verantwortung abgenommen wird - und meiner Meinung nach wird das zu Recht so praktiziert. Daß die nämlich durchgehend(!) gar nichts mehr merken, gehört für mich ins Reich der Märchen. Ebenso die Behauptung, daß Suchtkranke nicht wissen, was mit ihnen los ist. Das wissen sie in aller Regel ganz genau.

Zustimmung auch dazu, daß jeder - sofern er dazu noch fähig ist - selbst entscheiden sollte, wie er weitermacht, und daß eine Therapie sehr wahrscheinlich nichts bringt, wenn der Betroffene gar nicht therapiert werden will. Nur sollten ihm dann meiner Meinung nach sämtliche Leistungen gestrichen werden. Genau da liegt für mich nämlich die Grenze zwischen Krankheit und dem Rest von Eigenverantwortung.
TommyHedger ist offline  
Alt 28.02.2007, 23:43   #23
Ludwigsburg
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Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Ich habe selbst bei mir die Erfahrung gemacht, dass ich erst unter Druck eine Therapie gemacht habe.
War damals "Entweder Trocken werden oder der Job ist weg." Es ist eben häufig so, dass der Leidensdruck sehr hoch sein muss, um sich zu einer Therapie zu entschließen.
Ich hab auch einige Rückfälle hinter mir, bin jetzt trocken. HartzIV ist für mich kein Grund wieder anzufangen.
Aber Arbeitslose haben keinen Job den sie verlieren können...dafür jede Menge Probleme...

ich finds aber klasse, daß du aufhören konntest.

Andere schreckt nicht mal, daß sie kurz vor der Rente den Job verlieren... und damit auch die Betriebsrente.
 
Alt 01.03.2007, 08:24   #24
gelibeh
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Zitat von TommyHedger Beitrag anzeigen
Daß die nämlich durchgehend(!) gar nichts mehr merken, gehört für mich ins Reich der Märchen. Ebenso die Behauptung, daß Suchtkranke nicht wissen, was mit ihnen los ist. Das wissen sie in aller Regel ganz genau.
Azd mich hat das so zugetroffen, ich wusste ganz genau, dass was nicht mit meinem Alkoholkonsum stimmt, aber ohne den Druck hätte ich die Kurve nicht bekommen.

@Ludwigsburg
Klar können ALGII-Empfänger keinen Job verlieren, aber das war auch nur als Beispiel gedacht, dass Druck nicht immer schädlich ist. Man hat ja die Alternative, weitersaufen, dann eben mit gekürzten Bezügen oder zumindestens versuchen eine Therapie anzugehen.
Ich bin auch eher die Verfechterin der Kürzung der Bezüge, aber mit einem qualifizierten Hilfsangebot.

gerade zum Thema Alkoholismus habe ich eine umfangreiche Webseite, wer mag kann sich da ja mal umschauen. www.frau-und-alkohol.de
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 01.03.2007, 17:57   #25
Ludwigsburg
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Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen

@Ludwigsburg


Ich bin auch eher die Verfechterin der Kürzung der Bezüge, aber mit einem qualifizierten Hilfsangebot.

gerade zum Thema Alkoholismus habe ich eine umfangreiche Webseite, wer mag kann sich da ja mal umschauen. www.frau-und-alkohol.de
Deine Website werd ich mir mal anschauen...
aber wie soll das gehen: Sanktion, wenn nicht thrapiebereit. Dann Therapieversuch, Abbruch... und wann steht der Süchtige ohne jede Hilfe da?

Wer trägt die Schuld, wenn der Alkoholiker im Winter erfriert, weil man ihm seine Wohnung wegsanktioniert hat?

Wenn der Druck aus der Familie nichts bewirkt hat, warum sollte die ARGE mehr erreichen können?

Wenn die ARGE mit Druck was erreichen will, dann hilft wohl nur Zwangseinweisung für längere Zeit in eine Geschlossene nur für Alkoholiker, (wo man wirklich nicht an Alkohol dran kommt - aber das wär ja Freiheitsberaubung) aber die Wohnung müßte erhalten bleiben!
 
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