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Alt 20.10.2011, 15:41   #1
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Beiträge: 340
Everafter
Frage Psycholgisches Gutachten!?

Guten Tag,

Short Info:
Ich bin 22 und beziehe momentan Grundsicherung bis ich einen Ausbildungsplatz gefunden habe. Elternhaus ist 300km entfernt.
Komplett alleine in einer unbekannten Stadt.

Ich habe heute meine Einladung zum Psychologischen Dienst bestätigt.
Gezwungener Maßen will ich sagen, denn die gute Frau Vermittlerin, sagte mir im Gespräch, dass sie mir einen Termin zu schicken könnte, und es ganz unverbindlich wäre. Ich müsste mir keine Sorgen machen, dass man mir Leistungen kürzt, wenn ich den Termin nicht annehme.
Dann beim Öffnen des Umschlages das böse Erwachen. Eiskalt angelogen worden.

Nun habe ich mich ein wenig vorbereiten wollen, da der Termin nächste Woche Dienstag ist und lese mich durch diverse Blogs, Foren und sonstige Informationsquellen. Dabei bin ich des Öfteren auf Aussagen gestoßen, die deutlich werden lassen, dass man dort regelrecht schikaniert werden wird. Sprich nebst sinnbefreiten und zu allgemeinen Intelligenztests, werden auch indiskrete Fragen gestellt.

Nun kam in mir die Frage auf, - was für Themen darf der Psychologe ansprechen und muss ich auf alle Fragen wahrheitsgemäß antworten?

Hat er zum Beispiel das Recht, - und muss ich darauf ordnungsgemäß antworten - mich Dinge zu fragen, die nach Gesetzbüchern, einem geschützten Geheimnis gleich kommen? Sexuelle Gesinnung etwa, Religion, etcpp.

Ich selbst bin zwar geoutet Schwul, allerdings kenne ich den Hang der Psychologen hin dazu, mir daraus ein psycho-Leiden andichten zu wollen.


Mfg.

Everafter
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Alt 20.10.2011, 15:49   #2
Christine Vole 2010
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Standard AW: Psycholgisches Gutachten!?

Hallo everafter und willkommen

unhöflich, wie ich bin beantworte ich Deine Fragen mit Gegenfragen:
Du schriebst, dass Du GruSi beziehst. Du meinst damit Leistungen nach dem SGB2 = Hartz4 ?
Dann wäre es interessant, ob Du bei Deiner Vermittlerin gesundheitliche Einschränkungen geltend gemacht hast, die eine Notwendigkeit der psych. Untersuchung begründen.
Bei den psych. "Untersuchungen" gibt es, je nach Auftrag durch die Vermittlerin, unterschiedliche Varianten.

fG
Christine
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Alt 20.10.2011, 16:09   #3
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Beiträge: 340
Everafter
Standard AW: Psycholgisches Gutachten!?

Zitat von Christine Vole 2010 Beitrag anzeigen
Hallo everafter und willkommen

unhöflich, wie ich bin beantworte ich Deine Fragen mit Gegenfragen:
Du schriebst, dass Du GruSi beziehst. Du meinst damit Leistungen nach dem SGB2 = Hartz4 ?
Dann wäre es interessant, ob Du bei Deiner Vermittlerin gesundheitliche Einschränkungen geltend gemacht hast, die eine Notwendigkeit der psych. Untersuchung begründen.
Bei den psych. "Untersuchungen" gibt es, je nach Auftrag durch die Vermittlerin, unterschiedliche Varianten.

fG
Christine
Mit Gegenfragen kann ich umgehen. =)

Ja, ich beziehe Leistungen gemäß SGB II, - auch wenn ich nirgendwo das Wort "Hartz IV" lesen kann, sondern nur Grundsicherung.


Ich habe diverse Einschränkunge bezüglich meiner Belastbarkeit und Stressresistenz geltend gemacht. Ausgehend von diversen Verdauungstrakt-Erkrankungen (Speiseröhre, Magen, Darm).
Dies bezüglich gab man mir auch einen dieser lustigen Gesundheitsbögen mit, den ich dann in einem versiegelten Umschlag, an den Amtsarzt weiter zu geben habe.
Allerdings war ich - zum Leidwesen des Amtes - empört genug, diese Schweigepflichts-Befreiungen nicht zu unterschreiben, sondern habe mit meinem vor wenigen Tagen abgereisten Onkel aus England (Jurist) eine "Modifizierte Erklärung zur temporären Aussetzung der Schweigepflicht,
- im konkreten Bezug auf die folgend genannten Schwerpunkte" angefertigt.

/edit:

Soweit ich mich erinnere, nannte die Vermittlerin als möglichen Grund für dieses psychologische Gutachten - Eignungsfeststellung im Bezug auf Berufe, (nebst dem wichtigen Blickpunkt inwiefern ich durch die relativ geringe Belastbarkeit dazuhin geeignet bin).

@Erkrankungen (~geringere Belastbarkeit): Ich bin mir relativ sicher, dass der Amtsarzt meinen Aussagen widersprechen wird und mich als vollbelastbar deklarieren wird. (Ware eben). Was dann zu tun ist, weiß ich noch nicht. Da ich es bin, der krank ist und nicht der Arzt und er nur davon ausgehen kann, was in den Lehrbüchern steht - was fernab des Empfindens der Patienten ist, wird es wohl auf eine Schlammschlacht hinauslaufen.
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Alt 20.10.2011, 16:56   #4
Christine Vole 2010
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Beiträge: n/a
Standard AW: Psycholgisches Gutachten!?

Du hast Humor, das ist schon mal gut ;)

Zusammengefasst hast Du also eher körperliche Einschränkungen geltend gemacht, die sich nachteilig auf Deine allgemeine Belastbarkeit auswirken.Die Vermittlerin hat Dir einen Termin bei dem psych. Dienst verbraten, was vermuten lässt, dass sie sich selbst einer gewissen "Küchentisch-Psychologie" bediente und Dir wohl eher eine somatoforme Störung unterstellt.
Oder ist bei Euch der PD auch gleichzeitig der ÄD ?
Wie auch immer, eine (auch modifizierte) Schweigepflichtsentbindung würde ich dem ÄD/PD nicht aushändigen.Relevante Unterlagen kannst Du in Kopie zum Termin mitnehmen zwecks Einsichtnahme.
Schweigepflichtsentbindungen sind generell freiwillig, wurdest Du darauf hingewiesen?

Du kannst zu der Untersuchung einen Beistand nach § 13 SGB 10 mitbringen, das kann Dir auch der ÄD nicht verweigern.
Welche Fragen Du wie beantwortest, liegt bei Dir.
Bei offensichtlicher Unsachlichkeit/Provokation darfst Du den Termin abbrechen (spätestens hier ist ein protokollführender Beistand von großem Nutzen) das ist nicht sanktionsbewehrt.
Ein IQ-Test "für Arme" (oder FürSie-Leserinnen) wird wohl eher nicht gemacht, dies ist eher üblich bei beantragter Umschulung/Ausbildung.
Daher meine Eingangsfrage in # 2.
Vielleicht fertigst Du Dir noch einen 2Zeiler an, in dem Du vorbeugend der Weitergabe von Gesundheitsdaten an das JC widersprichst. Hier beziehst Du Dich auf den Sozialdatenschutz (§ 35 i.V.m. § 67a SGB 1) -> Verschwiegenheitspflicht
Ansonsten, ruhig Blut, möglichst Beistand mitnehmen, keine Abgabe von Körperflüssigkeiten wie Urin/Blut.
Oftmals wird es auch bei dem ÄD/PD nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird.
Nur vorbereitet auf alle Eventualitäten sollte mensch sein...

fG
Christine
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Alt 20.10.2011, 22:59   #5
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Beiträge: 340
Everafter
Standard AW: Psycholgisches Gutachten!?

Nun -

die modifizierte Schweigepflichtsentbindung für die behandelnden Ärzte ist so konzipiert, dass kein Schlupfloch offen ist. Mein Onkel hat exakt festgelegt, dass nur Daten & Auskünfte über die vorgegebenen Themenbereiche erhoben werden dürfen, wie auch die Dauer der Verwendung der Daten.

Daher sehe ich dort relativ geringfügige Probleme.


Speziell geht es mir um den Termin beim psychologischen Dienst, der mit 4 Stunden Dauer (+ -) im Schreibe deklariert wurde.

Ich hatte schon vor, mir eine kleine Reihe von Zetteln mit zu nehmen, die ich vorsorglich unterschrieben habe und bei entsprechenden Verletzungen des Grundgesetzes (als obermahnendes Beispiel) vorlegen würde, nur um das verdatterte Gesicht des Psycho-Docs zu sehen.

Die Idee des Beistandes finde ich toll. Allerdings bin ich auf Grund dessen, dass meine Mutter in eine 300Km entfernte Stadt gezogen ist, - alleine in die Stadt gezogen (einzige Möglichkeit für mich, zum damaligen Zeitpunkt), weshalb ich hier noch relativ wenig Anschluss gefunden habe.
(*seufz*)

Besonders wurmt mich an dem Psychologischen Gutachten, dass da über mich erstellt werden soll, dass ich - wenn es erst einmal fertig ist - laut telefonischer Aussage meiner Vermittlerin keinen Anspruch darauf habe, mir die Dinge, die über mich niedergeschrieben worden sind, anzuschauen. Sie würde es mir dann ja vorlesen. Allerdings kann jeder viel erzählen & das Blaue, haben schon andere vom Himmel gelogen.

Gibt es eine Handhabe, dass ich bevor ich unterschreibe, dass da ein Gutachten über mich angefertigt wird, ich mir das Ergebnis durchlesen kann oder wie steht der Wind?

Denn ich persönlich habe von früher her, schlechte Erfahrungen mit Psycho-Docs, die da ohne relative Anhaltspunkte zu haben, mir diverse Persönlichkeitsstörungen bis hin zum krankhaften Sadismus/Mordlust andichten wollten. (Verdammt. Ja. Ich hab halt keinen grünen Daumen -,-).


Bezüglich des Ärztlichen Dienstes, werde ich ganz diskret darauf hinweisen, dass ich nicht auf solcherlei Spiele stehe. Dann dezent lächeln, und meine Körperflüssigkeiten in mir behalten. Blutproben stehen niemanden zu. Außer natürlich, man will mir direkt meine Cholesterinwerte nennen, - wäre gespannt, ob sie gestiegen sind, wärend man mir soviel Müll aufs Brot buttert.


*wink*

Danke Christine
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Alt 20.10.2011, 23:06   #6
nordlicht22->Emailproblem
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nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Psycholgisches Gutachten!?

Du kannst selbstverständlich alle über oder von Dir erhoben Daten einsehen bzw. anfordern.
Geht der eine Weg nicht SGB X, geht der andere BDSG.
Was hier nicht so greift ist der Behandlungsvertrag, da Du durch einen Auftrag begutachtet werden wirst.

Die SB erhält lediglich eine Zusammenfassung - nicht das ganze Gutachten.

eine persönliche Bemerkung - wenn Du Dich so bei einem Arzt gebärst, darfst Du Dich über gewisse Diagnoserichtungen nicht wundern.
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Alt 21.10.2011, 07:02   #7
gast_
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Standard AW: Psycholgisches Gutachten!?

Sollltest du mal anschauen

http://www.elo-forum.org/infos-abweh...ungen-tun.html

http://www.arbeitsagentur.de/zentral...e-Anlage-1.pdf

http://www.arbeitsagentur.de/zentral...e-Anlage-2.pdf

http://sozialmediziner.de/Arbeitshil...ung_9-2000.pdf
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2011, 08:26   #8
Martin Behrsing
Redaktion
 
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Beiträge: 22.301
Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Psycholgisches Gutachten!?

Geh mal davon aus, wenn ein Untersuchungstermin stattfindet, dass dort umfangreiche Test gemacht werden. IQ-Tests, Belastungstest, Eignungstests etc.

Da geht es eher weniger um persönliche Hintergründe.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Sparkasse Bonn BLZ 380 500 00 Konto 1900 0573 06
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Martin Behrsing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2011, 08:33   #9
Quentin_S->Emailproblem
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Registriert seit: 18.10.2011
Beiträge: 19
Quentin_S
Standard AW: Psycholgisches Gutachten!?

Na hoffen wir es - habe da auch schon ganz andere Dinge erlebt. Ist alles nicht so einfach, vor allem, wenn dann auch noch Druck ausgeübt wird.
Quentin_S ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2011, 09:18   #10
Christine Vole 2010
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Psycholgisches Gutachten!?

Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Geh mal davon aus, wenn ein Untersuchungstermin stattfindet, dass dort umfangreiche Test gemacht werden. IQ-Tests, Belastungstest, Eignungstests etc.

Da geht es eher weniger um persönliche Hintergründe.
Jetzt, nachdem TE schrieb, dass ca. 4 Stunden anberaumt wurden, denke ich das auch.
Dennoch kann es sicher nicht schaden, so gut wie möglich auf jede Eventualität vorbereitet zu sein, denke ich mal.

@everafter

Wie Nordlicht bereits schrieb, über Akteneinsicht nach § 25 SGB 10 oder das BDSG solltest Du Dir einen Einblick in die Ergebnisse der Untersuchung machen können/ ggfs. erkämpfen können.
Hier im Vorfeld ein den ÄD/ das JC betreffend "verbindliches" Schreiben anzufertigen, ist mMn nicht sinnvoll.
Was die Psychologen als solche betrifft, ist es wohl wie in jedem anderen Beruf auch: da gibt es so'ne, so'ne und wieder andere...manchmal sogar mit viel Fachkompetenz und wenig eigener "Klatsche" ausgestattet
Obwohl ich gewisse Ressentiments verstehen kann, empfehle ich, eine bewusst! neutrale Haltung zu versuchen.
Mit zu fest vorgefertigter Einstellung läuft man Gefahr, "Opfer" der sich-selbst-erfüllenden-Prophezeihung zu werden.
Kleine Geschichte hierzu -> Hammer-Geschichte, Paul Watzlawick

fG
Christine
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