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Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


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Alt 01.10.2011, 10:35   #1
Vader
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Vader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader Enagagiert
Standard Stellenangebot Bürgerarbeit

Hallo Forum,

heute erreichte mich ein VV zu Bürgerarbeit. Seht es euch doch einmal selbst an und sagt mir, was ihr davon haltet.

Meine ersten Geistesblitze:

- Medieninformatik? Noch nie gehört! Ich bin Fachinformatiker Systemintegration
- 900 Euro Brutto bei 30 Wochenstunden... Kann das sittenwidrig sein?
- "unterschiedlichste Medienprojekte" ... Was ist das denn???
- "Kontrolle der Einhaltung des Kinder- und Jugendschutzes"??? Bin ich die Polizei oder was???
- "Erledigung von anfallenden Arbeiten des Aufgabengebietes"... Ganz schön unbestimmt!

Ich bitte euch um eure Meinungen/Vorschläge zum Vorgehen/zum Angreifen des VV

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Liebe Grüße
Vader

- - -
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Alt 01.10.2011, 10:41   #2
Hartzeola
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Standard AW: Stellenangebot Bürgerarbeit

Medieninformatik gibt es auch. Allerdings ändert das wenig an der Sache.



Uni Weimar: Medieninformatik/CSM
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Alt 01.10.2011, 11:13   #3
Herbert Schnee
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Herbert Schnee Herbert Schnee
Standard AW: Stellenangebot Bürgerarbeit

Zitat:
- 900 Euro Brutto bei 30 Wochenstunden... Kann das sittenwidrig sein?
sind 1200brutto für 40h vollzeit und damit grundsätzlich erstmal nicht sittenwidrig. außer natürlich, der orts- und branchenübliche vergleichslohn liegt deutlich darüber (über 30% höher).
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Alt 01.10.2011, 11:14   #4
Vader
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Standard AW: Stellenangebot Bürgerarbeit

Und die anderen Punkt, die ich genannt habe? Kann ich dort angreifen?
__

Liebe Grüße
Vader

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Alt 01.10.2011, 11:23   #5
Herbert Schnee
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Herbert Schnee Herbert Schnee
Standard AW: Stellenangebot Bürgerarbeit

liest sich so, als würde man da kindern und jugendlichen die bedienung am pc beibringen ^^ daher auch jugendschutz.. also aufpassen, dass die keine jugendgefährdenden seiten aufrufen oder so. dann steht da noch was von filmprojekten, reportagen etc.. wenn da die erfahrung fehlt..naja das kann wohl nur der potentielle arbeitgeber beurteilen.

ich kann da spontan nichts finden, worüber man das angreifen könnte. aber das muss nichts heißen - vielleicht findet jemand anderes was.
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Alt 01.10.2011, 11:32   #6
Vader
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Standard AW: Stellenangebot Bürgerarbeit

Ich wäre jetzt mit der Zumutbarkeit gekommen. Denn:

Berufsbezeichnung: Assistent/in - Informatik (Medieninformatik)

Mit diesem Beruf habe ich im Grunde nichts am Hut.
Mein Ausbildungsberuf lautet Assistent/in - Informatik (Netzwerktechnik) mit anschließender Weiterbildung zum Fachinformatiker (Systemintegration).
Meiner Meinung nach ist dieses Angebot für mich gem. § 10 SGB II nicht zumutbar.

Zitat:
(1) Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1.
sie zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
Was haltet ihr davon?
__

Liebe Grüße
Vader

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Alt 01.10.2011, 11:37   #7
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Standard AW: Stellenangebot Bürgerarbeit

Hi Vader !

Ich unterstelle einfach mal, daß Du nicht vor hast, die "Stelle" anzutreten.

Die "Bürgerarbeit" ist in sofern problematisch, da Du dort in ein enges Vorschriftenkorsett gezwängt wirst (Aktivierungsphase etc.)
Bist Du ersteinmal drin, kommst Du so leicht nicht mehr raus.
Der eigentliche "Arbeitsvertrag" lässt sich dann bestimmt irgendwo angreifen, würde allerdings versuchen, dass es erst garnicht so weit kommt.

Im Prinzip kann man den VV behandeln, wie jeden anderen ungeliebten VV auch (Stichwort: schlechte Bewerbung etc..) allerdings ist davon auszugehen, daß die besonderes Augenmerk auf Deine Bewerbung richten werden, weil die von Ihren Konzept überaus überzeugt sind !
Es ist also Fingerspitzengefühl gefragt.

Weiß jetzt nicht, ob Bürgerarbeit überhaupt per VV "vermittelt" werden darf, mal in der Rubrik "Bürgerarbeit" schauen.

Viele Grüsse
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Alt 01.10.2011, 11:40   #8
Vader
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Standard AW: Stellenangebot Bürgerarbeit

Ich würde jetzt das übliche Standardschreiben abschicken mit Hinweis auf Datenschutz etc, was hier im ZAF Thread kursiert.
Bei einem Gespräch würde ich natürlich sagen, dass ich mit Medieninformatik nichts gemein habe. Das ist nur ehrlich. Einen Arbeitsvertrag würde ich natürlich vorher mitnehmen um ihn prüfen zu lassen.
Frage: "Vorschriftenkorsett"?
__

Liebe Grüße
Vader

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Alt 01.10.2011, 11:43   #9
Herbert Schnee
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Herbert Schnee Herbert Schnee
Standard AW: Stellenangebot Bürgerarbeit

Zitat:
Ich wäre jetzt mit der Zumutbarkeit gekommen. Denn:
Mit diesem Beruf habe ich im Grunde nichts am Hut.
nun, einen berufsschutz gibt es nicht. siehe auch § 10 Satz 2 SGB II:
Zitat:
(2) Eine Arbeit ist nicht allein deshalb unzumutbar, weil

1. sie nicht einer früheren beruflichen Tätigkeit entspricht, für die die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person ausgebildet ist oder die früher ausgeübt wurde,
2. sie im Hinblick auf die Ausbildung der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person als geringerwertig anzusehen ist
[..]

laut sgb ii ist einer erwerbsfähigen hilfebedürftigen person grundsätzlich jede arbeit zumutbar, außer wenn..

Zitat:
1. sie zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
wobei man in der nachweispflicht wäre, physische oder psychische einschränkungen zu belegen bzw. durch einen arzt belegen zu lassen

Zitat:
2. die Ausübung der Arbeit die künftige Ausübung der bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt,
also ein klavierspieler würde seine fingerfertigkeit beeinträchtigen, wenn man ihn zu einer arbeit als maurer zwingen würde.

Zitat:
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung ihres Kindes oder des Kindes ihrer Partnerin oder ihres Partners gefährden würde
trifft das zu?

Zitat:
4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege einer oder eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann
oder das?

Zitat:
5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht.
das ist wohl ermessenssache des sachbearbeiters. erfahrungsgemäß hat man bei diesem punkt die geringsten chancen.
Herbert Schnee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2011, 11:46   #10
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Was ist denn, wenn es innerhalb der Bürgerarbeit dazu kommt, dass ich einen "richtigen" Arbeitsvertrag von irgendwo bekomme oder mich entschließe, eine Berufsausbildung zu starten?
__

Liebe Grüße
Vader

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Alt 01.10.2011, 11:52   #11
Herbert Schnee
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Herbert Schnee Herbert Schnee
Standard AW: Stellenangebot Bürgerarbeit

Zitat:
Was ist denn, wenn es innerhalb der Bürgerarbeit dazu kommt, dass ich einen "richtigen" Arbeitsvertrag von irgendwo bekomme oder mich entschließe, eine Berufsausbildung zu starten?
egal ob vor, während oder nach der bürgerarbeit: ein regulärer job (erster arbeitsmarkt) hat immer vorrang. optimalerweise verringert der job deine hilfebedürftigkeit auf null - dann würdest du nur von deinem lohn leben und wärst ganz weg vom jobcenter.
bei ausbildung ist es schwieriger..die vergütung ist meist so gering, dass man wohl aufstocker bleiben würde. allerdings hätte man dann keine zeit mehr für krams wie bürgerarbeit o.ä. - fragt sich nur, wie die sachbearbeiter eine ausbildung hinsichtlich bürgerarbeit priorisieren (meiner ansicht nach ist eine ausbildung ganz klar wichtiger).

übrigens:
laut wikipedia ist bürgerarbeit
Zitat:
..eine Bezeichnung für sehr unterschiedliche Konzepte zur Ausübung von Tätigkeiten im öffentlichen Interesse, für die kein regulärer Arbeitsmarkt besteht.
also wenn es teilzeitkräfte gibt, die dieselbe aufgabe haben wie jemand, der das über bürgerarbeit macht (unabhängig davon, ob in diesem betrieb oder generell), wäre das hinfällig.

Weiterhin heißt es:

Zitat:
Zunächst soll versucht werden, arbeitslose erwerbsfähige Hilfeempfänger in einer sechsmonatigen Aktivierungsphase durch eine Potenzialanalyse, durch Beratung und Qualifizierung in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Scheitern die Integrationsbemühungen, sollen ausgesuchte Teilnehmer einen „Bürgerarbeitsplatz“ erhalten.
also erst integration in den ersten arbeitsmarkt (also normaler regulärer job) durch potenzialanalyse etc., und erst wenn das nach 6 monaten scheitert, soll bürgerarbeit überhaupt in frage kommen.
kommt das bei dir hin?

Zitat:
Diese Tätigkeit muss gemeinnützig sein und darf keine regulären Jobs verdrängen.
die gemeinnützigkeit würde ich nach bisherigem kenntnisstand mal spontan verneinen, zumal it-kenntnisse ja wohl erforderlich sind..also keine gehhilfe für ältere menschen bei behördengängen oder so. und ob das nicht eher ein regulärer job ist, bleibt auch fragwürdig.
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Alt 01.10.2011, 11:53   #12
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Zitat von Vader Beitrag anzeigen
Ich würde jetzt das übliche Standardschreiben abschicken mit Hinweis auf Datenschutz etc, was hier im ZAF Thread kursiert.
Bei einem Gespräch würde ich natürlich sagen, dass ich mit Medieninformatik nichts gemein habe. Das ist nur ehrlich. Einen Arbeitsvertrag würde ich natürlich vorher mitnehmen um ihn prüfen zu lassen.
Frage: "Vorschriftenkorsett"?
Ja, würde ich auch machen, hier ist natürlich die "Gefahr" besonders gross, daß die Dich haben wollen, wenn Du die vorausetzungen erfüllst.

Genau kenne ich mich damit auch nicht aus, es gibt auf jeden Fall ganz enge Vorschriften an Bürgerarbeit, von denen nicht abgewichen werden kann (von wegen Vertragsfreiheit !!)
z.B musst normalerweise erst eine 6 monatige "Aktivierungsphase" absolvieren, bevor Du überhaupt anfangen darfst. Auf gut deutsch: erstmal 6 Monate Sinnlosmaßnahme !!
Und mehr als 30 Stunden darf auch nicht gearbeitet werden.
Da gibts noch mehr Vorschriften, da kennen sich andere allerdings besser aus, bevor ich hier etwas falsches erzähle.

Viele Grüsse
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Alt 01.10.2011, 12:00   #13
Vader
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Zitat:
also erst integration in den ersten arbeitsmarkt (also normaler regulärer job) durch potenzialanalyse etc., und erst wenn das scheitert, soll bürgerarbeit überhaupt in frage kommen.
kommt das bei dir hin?
Ich bin seit 2010 August arbeitslos. In der Zeit habe ich ganze 3 VV (2 ZAF, 1 Bürgerarbeit) bekommen. Ein paar sinnlose Gespräche beim SB. Keine Maßnahme, kein Nix. Nicht mehr und nicht weniger.

Zitat:
die gemeinnützigkeit würde ich nach bisherigem kenntnisstand mal spontan verneinen, zumal it-kenntnisse ja wohl erforderlich sind..also keine gehhilfe für ältere menschen bei behördengängen oder so. und ob das nicht eher ein regulärer job ist, bleibt auch fragwürdig.
Hier sehe ich einen Angriffspunkt. Allerdings wenn ich den VV deswegen verneine und mich nicht bewerbe, wird sanktioniert. Und hoffen, dass das Gericht das ebenso sieht, möchte ich nicht.
Aber hier sollten wir ausbauen.
__

Liebe Grüße
Vader

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Alt 01.10.2011, 12:14   #14
Herbert Schnee
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Herbert Schnee Herbert Schnee
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so wie ich das sehe, hast du folgende möglichkeiten:

1) bewerben, ggf. einladen lassen und zum termin krank sein
2) bewerben, ggf. einladen lassen und die dort erhaltenen informationen nutzen, um zu bewerten, ob es sich um gemeinnützige zusätzliche arbeit handelt, die keine regulären arbeitsplätze verdrängt. anschließend gerichtlich angreifen und einen rechtsstreit ertragen (hier ist es wahrscheinlich, dass man bis zur gerichtlichen entscheidung mit der sanktion leben muss, und wenn man vor gericht verliert bleibt die sanktion auch)
3) bewerben, ggf. einladen lassen, ggf. angenommen werden und mit der bürgerarbeit leben bis entweder die bürgerarbeit vorbei ist oder man was anderes gefunden hat
4) den vv mit der bürgerarbeit ignorieren, die sanktion kassieren und irgendwie so über die runden kommen (achtung, die sanktion bleibt meins wissens nach 1 jahr lang gespeichert und jede evntl folgende sanktion wegen ähnlicher dinge wie arbeitsablehnung innerhalb dieses jahres wäre dann nicht 30% sondern gleich 60% (sanktion wegen terminen nur 10%, also mit der alten dann 40%).
5) sofort vom jobcenter abmelden, freiwillig krankenversichern (ca 70-160euro pro monat je nach kasse) und sich den stress sparen - das geht allerdings nur, wenn man bei den eltern oder sonstwo kostenlos wohnen kann und ansparvermögen hat, mit dem man eine gewisse zeit über die runden kommt

und darüber hinaus kannst du dich aus eigeninitiative irgendwo bewerben und hoffen, dass du einen guten job findest, bevor die sache mit der bürgerarbeit richtig los geht. denn sobald du einen arbeitsvertrag hast für einen vollzeit-job, von dem du auch leben kannst, kannst du dich vom jobcenter ganz abmelden, und dann hast du mit vv, bürgerarbeit etc. nix mehr zu tun.

aber auch teilzeitjobs wären hilfreich, denn die zählen auch zum ersten arbeitsmarkt und wären somit wichtiger als bürgerarbeit. außerdem wärst du dann aufstocker (gerüchten zufolge haben die weniger stress mit dem amt als vollzeit-arbeitslose) und hättest nicht mehr soviel zeit zur verfügung für maßnahmen o.ä.
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Alt 01.10.2011, 13:00   #15
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Auf jeden Fall werde ich meiner SB einen Brief schicken, in dem ich darauf aufmerksam mache, dass diese Bürgerarbeit unter Umständen nicht zusätzlich ist und ich die Möglichkeit prüfen werde, Tariflohn einzuklagen.
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Vader

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Alt 01.10.2011, 13:17   #16
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Zitat von Vader Beitrag anzeigen
dass diese Bürgerarbeit unter Umständen nicht zusätzlich ist und ich die Möglichkeit prüfen werde, Tariflohn einzuklagen.
das wäre ziemlich dumm

entweder

1.) du nimmst den vv an und klagst dein öd-gehalt(später)ein

oder

2.) du weist den vv zurück, weil

a.) dir der pädagogische background fehlt
b.) du keine regulären lehrerjobs verdrängen willst
c.) das gehalt sittenwidrig ist, da ein festeingestellter pädagoge darüber liegen würde

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Alt 01.10.2011, 13:21   #17
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Zitat von arbeitslos in holland Beitrag anzeigen

2.) du weist den vv zurück, weil

Würde ich am liebsten machen.

a.) dir der pädagogische background fehlt
Brauche ich den bei "Kontrolle der Techn. Geräte?
b.) du keine regulären lehrerjobs verdrängen willst
Woher weiß ich, dass das einer ist?
c.) das gehalt sittenwidrig ist, da ein festeingestellter pädagoge darüber liegen würde
Ich denke, 900 Euro a 35 Wochenstunden ist legitim?

Eine Sanktion wäre mir sicher. Damit habe ich kein Problem. ABER: Vertritt ein Gericht meine Ansicht? Das Risiko ist hoch.
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Alt 01.10.2011, 13:26   #18
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Sobald du eine Stelle hast, kannst du sofort dort aufhören.

In deinem Beruf werden doch gerade viele Leute gesucht?
Sorry, das denkt man wohl immer gerade über die Berufe anderer.

Bei Bewerbungen könntest du sagen: ich bin im Berufsfeld tätig (im weitesten Sinne) + bin nicht arbeitslos. Das dürfte beim Arbeitgeber positiv zählen. Wenn du in diesem Beruf lange nicht arbeitest, bist du weg vom Fenster.

Ich weiß ja nicht, wie alt du bist. Vielleicht könntest du in einem Jahr die Fachhochschulreife nachmachen (Bafög gibt es, wenn du vor dem 30. Geburtstag. anfängst). Und danach studieren entweder FH oder BA. Das wäre evtl. sinnvoller, als in einem ganz anderen Beruf neu anzufangen.
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Alt 01.10.2011, 13:29   #19
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Brauche ich den bei "Kontrolle der Techn. Geräte?
technischen geräten muß man nicht den jugendschutz erklären. da hat @herbert in #5 richtig darauf hingewiesen

Zitat von Vader Beitrag anzeigen
Woher weiß ich, dass das einer ist?
siehe die erklärung von @herbert in beitrag #5

Zitat von Vader Beitrag anzeigen
Ich denke, 900 Euro a 35 Wochenstunden ist legitim?
sieht die GEW sicher anders !
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Alt 01.10.2011, 13:38   #20
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Hm, nun gut. Also würde ich sagen bewerbe ich mich erstmal. Beim Vorstellungsgespräch kann ich dann ja die Sachen mit dem Jugenschutz und dem Gehalt etc. anbringen.
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Alt 01.10.2011, 13:40   #21
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ich würde mich bei denen auf eine reguläre stelle mit bezahlung nach öd-gehalt bewerben.

auf denen ihre blödes gesicht wäre ich dann gespannt !

axo, dazu noch ein frecher hinweis, das ich gezwungen bin meine hilfsbedürftigkeit zu beenden->egal WIE !
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Alt 01.10.2011, 13:53   #22
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Zitat:
öd-gehalt
Was ist das?

Zitat:
auf denen ihre blödes gesicht wäre ich dann gespannt !
Darf man so etwas und somit den VV ignorieren, sanktionsfrei?

Zitat:
axo, dazu noch ein frecher hinweis, das ich gezwungen bin meine hilfsbedürftigkeit zu beenden->egal WIE
Wo? In der regulären Bewerbung?
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Alt 01.10.2011, 14:12   #23
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öd= öffentlicher dienst

ignorieren wäre, nicht zu reagieren. dir kann niemand verbieten darauf hinzuweisen, dass du die stelle haben willst und zwar offiziell !
worauf sollte da eine sanktion begründet werden ??

ja, im bewerbungsanschreiben !

vielleicht so:

"ihr ansinnen mich quasi unbezahlt beschäftigen zu wollen, weise ich mit hinweis auf SGB II § 2 Absatz 1 zurück !"

dort heißt es :
Zitat:
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen
noch besser wäre, sich erst offiziell zu bewerben, worauf dann eine absage kommen wird. und dann nur noch auf die absage reagieren
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Alt 01.10.2011, 14:14   #24
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Zitat:
ignorieren wäre, nicht zu reagieren.
Meine Frage war ja, ob ich mich auf den VV bewerben muss, wenn ich mich regulär bewerben würde.

Zitat:
"ihr ansinnen mich quasi unbezahlt beschäftigen zu wollen, weise ich mit hinweis auf SGB II § 2 Absatz 1 zurück !"
Das verstehe ich nicht. Nimmst du Bezug auf die 900 Euro?

Ich kann deinen Gedankengängen nicht so recht folgen. Sorry :-)
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Alt 01.10.2011, 14:16   #25
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