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Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


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Alt 01.08.2011, 17:11   #1
golem->Emailproblem
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golem
Standard Perspektive50plus

Ich habe für morgen eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung der "Firma" Nestor ( Berlin ) über Perspektivr 50plus. Kann ich dort die Teilnahme an 50plus sanktionsfrei ablehnen ?
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Alt 01.08.2011, 17:39   #2
Seepferdchen
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Standard AW: Perspektive50plus

Hallo golem und willkommen1

Frage hast du eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben?

Gruss seepferdchen
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 01.08.2011, 17:47   #3
gast_
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: Perspektive50plus

Das liegt an deiner SB, ob du das kannst. Grundsätzlich: nein.

Ich habe meiner gesagt, daß ich da keine Perspektive sehe - weiß, daß ich nicht ablehnen darf - aber auch alles rechtlich Mögliche tun werde, um mir das zu ersparen. (Aber nicht was - Überraschung ;-) )

Aber meine SB ist auch eine von denen, mit denen man reden kann...
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Alt 01.08.2011, 18:14   #4
golem->Emailproblem
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golem
Standard AW: Perspektive50plus

Zu diesem Thema noch nicht, kommt wahrscheinlich morgen auf den Tisch!
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Alt 01.08.2011, 18:32   #5
darkcity
 
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darkcity darkcity
Standard AW: Perspektive50plus

Zitat von golem Beitrag anzeigen
Zu diesem Thema noch nicht, kommt wahrscheinlich morgen auf den Tisch!
Ist woanders schon alles kontovers durchgekaut worden kannst da nachlesen
Information - Ü 50 im Erwerbslosen Forum Deutschland
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Alt 01.08.2011, 22:03   #6
Rounddancer
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Idee AW: Perspektive50plus

Also ich bekam damals einen Anruf von einer speziellen Perspektive 50plus - pAp,- also persönlichen Ansprechpartnerin -. Die erklärte mir, daß die Teilnahme freiwillig sei. Daß ich, wenn ich zustimmte, dann sie als pAp hätte und sie deutlich weniger "Kunden" zu betreuen hätte, als die regulären pAp. Sie wäre aber an einem anderen Platz in der Stadt und ich würde dann jeden Monat einmal zu ihr eingeladen werden.

Gut, ich stimmte zu, schließlich bin ich als Hartz-IV-Opfer ganz unten,- tiefer ginge nur im Abwasserkanal,- aber ich bin wasserscheu. Also gabs nur: Entweder es ändert sich was zum Positiven,- oder es bleibt so, wie es ist.

So gings dann los. Sie wurde mein pAp, ich wurde von ihr jeden Monat mal eingeladen. Entspanntes Gespräch jedesmal.
Ich bekam jedes Mal so zwei, drei Vermittlungsvorschläge mit, ohne Rückmeldeblatt für den Arbeitgeber, und ohne RFB, und eine EGV.

Eine EGV, die absolut nichts Schlimmes drin hatte.

Ja, dann gab es einen speziellen Termin, eine Jobbörse nur für 50plus-Perspektive-Teilnehmer. Vertreten waren einige dem besonders als zuverlässig und fair bekannte Zeitarbeitsfirmen.

Die Betreuer von Perspektive 50plus stellten sich vor, ebenso eine ZAF. Dann waren im Raum verteilt, die jeweils mit 2 Mann besetzt waren, Bewerbungen annahmen und Visitenkarten und Vorstellungstermine annahmen. Ich war da schmerzgekrümmt da,- hab den offiziellen Teil angehört, bin dann, da ich nur sitzend einigermaßen schmerzmäßig klarkam. Bin dann zu der JC-Mitarbeiterin im Eck, die die Anwesenheitslisten verwaltete und die Straßenbahnfahrkarten ausgab. Hab mich abhaken lassen,- und ging heim.

Dann hat sie mir einen Platz in einer speziell für Fach- und Führungskräft 50plus gemachten Maßnahme angeboten,- freiwillig für mich, sie machte einen für mich unverbindlichen Termin aus für mich mit dem Geschäftsführer der Maßnahme. Der lief auch gut. Ich machte ihm klar, daß ich nicht in das X-te reguläre Bewerbungstraining, oder irgendeine Maßnahme wollte, die dann die Leute bloß aufbewahrt.

Ich sagte ihm, daß ich SOLCHE Maßnahmen jederzeit selbst als Referent machen könne. Und ich bewarb mich bei ihm als Dozent für eine Einzelhandels-Umschulung. Damaliger Status war: Sie brauchten wenigstens 13 Teilnehmer für die 50plus-Fach-/Führungskräfte-Maßnahme, aber nicht mehr als, ich glaube, 16. Und sie hatten die noch nicht zusammen. Sie wollten jedoch da nicht mit Jüngeren und/oder Helfern auffüllen. So zog sich der Start der Maßnahme so in die Länge. Unterschrieben hatte ich nichts, ich hatte nur den Flyer miitgenommen und zugestimmt, sie sollten mich unverbindlich informieren, wenn ein Termin feststünde.

Irgendwann kam der Termin, doch da mußte ich wegen einer OP ins Krankenhaus. Das schrieb ich auch dem GF und meiner 50plus-pAp,- und gut war's.

Dann kam eine Einladung zu einem ganzen Tag,- die 50plus-Abteilung hatte einen speziellen Referenten eingekauft. War ganz interessant, mein Bericht darüber steht vermutlich noch in meinem Perspektive 50plus-Thread im Archiv.

Nach so 1 1/2 Jahren, dieses Jahr im Frühjahr, sagte mir meine 50plus pAp, daß ich ja eigentlich nur ein Jahr bei ihr hätte bleiben sollen,- maximal, daß sie das aber wegen meiner Krankenhausaufenthalte um ein halbes Jahr verlängert habe. Nun müsse sie mich wieder an mein reguläres JC zurückgeben.

Und so war es dann auch.
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Alt 13.08.2011, 16:56   #7
sozialmafianeindanke->Emailproblem
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sozialmafianeindanke
Standard AW: Perspektive50plus

Ich bin seit Ende 2009 in dem Programm 50plus bei der Firma Nestor in der Silbersteinstraße in Neukölln.
2010 hatte ich zweimal die Chance, auf dem zweiten Arbeitsmarkt Arbeit zu bekommen. Meine Arbeitsvermittlerin lehnte dies jedoch ab, weil ihr Chef, ihr Gruppenleiter, dies nicht wollte. Die Begründung: Das JobCenter könne nicht zweimal Geld für mich ausgeben, für Nestor und für die andere Firma. Bei Nestor war ich allerdings nie freiwillig, sondern nur weil das JobCenter dies von mir verlangte und weil ich Angst davor hatte, dass mir sonst Arbeitslosengeld II um 10% gekürzt wird.
Das Geld für Nestor hat das JobCenter nicht für mich, sondern gegen mich ausgegeben.
Bei Nestor bekam ich eine "Betreuerin". Ich bin weder minderjährig noch schwachsinnig, aber ich bekam eine "Betreuerin". Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass die Arbeitslosigkeit heute höher ist, als 1970, aber der Chef des Arbeitgeberverbandes bekommt keine Betreuerin, sondern ich!
So alle drei Wochen hatte ich einen Termin bei meiner Betreuerin. Irgendwann hatte meine Betreuerin dann die Idee, ich könnte doch auch bei Nestor arbeiten. "Bei uns wird manchmal was frei".
Und als wir in irgendeinem Zusammenhang auf die armen Menschen kamen, die für 1,50 Euro pro Stunde zusätzlich in Bequit-Uniformen durch den Altbaubereich von Neukölln Spießruten-laufen müssen, meinte meine Betreuerin, die seinen für sie "das Unterste", die müssten erst einmal wieder lernen, vormittags aufzustehen.
Ich halte die Ansicht, vormittags aufzustehen, sei ein Wert an sich, für dumm und spießig. Es gibt viele Menschen, die 40 Jahre zuverlässig gearbeitet haben, aber, da ihr Dienst abends begann, immer erst mittags aufgestanden sind.
Von da an habe ich versucht, mich unbeliebt zu machen. Ich bin lieber arbeitslos, als dass ich bei der Firma Nestor an Zwangsmassnahmen gegen andere Arbeitslose mitwirke.
sozialmafianeindanke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.08.2011, 17:15   #8
Reiner Zufall
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Standard AW: Perspektive50plus

Zitat von sozialmafianeindanke Beitrag anzeigen
Ich bin seit Ende 2009 in dem Programm 50plus bei der Firma Nestor in der Silbersteinstraße in Neukölln.
2010 hatte ich zweimal die Chance, auf dem zweiten Arbeitsmarkt Arbeit zu bekommen. Meine Arbeitsvermittlerin lehnte dies jedoch ab, weil ihr Chef, ihr Gruppenleiter, dies nicht wollte. Die Begründung: Das JobCenter könne nicht zweimal Geld für mich ausgeben, für Nestor und für die andere Firma. Bei Nestor war ich allerdings nie freiwillig, sondern nur weil das JobCenter dies von mir verlangte und weil ich Angst davor hatte, dass mir sonst Arbeitslosengeld II um 10% gekürzt wird.
Das Geld für Nestor hat das JobCenter nicht für mich, sondern gegen mich ausgegeben.
Bei Nestor bekam ich eine "Betreuerin". Ich bin weder minderjährig noch schwachsinnig, aber ich bekam eine "Betreuerin". Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass die Arbeitslosigkeit heute höher ist, als 1970, aber der Chef des Arbeitgeberverbandes bekommt keine Betreuerin, sondern ich!
So alle drei Wochen hatte ich einen Termin bei meiner Betreuerin. Irgendwann hatte meine Betreuerin dann die Idee, ich könnte doch auch bei Nestor arbeiten. "Bei uns wird manchmal was frei".
Und als wir in irgendeinem Zusammenhang auf die armen Menschen kamen, die für 1,50 Euro pro Stunde zusätzlich in Bequit-Uniformen durch den Altbaubereich von Neukölln Spießruten-laufen müssen, meinte meine Betreuerin, die seinen für sie "das Unterste", die müssten erst einmal wieder lernen, vormittags aufzustehen.
Ich halte die Ansicht, vormittags aufzustehen, sei ein Wert an sich, für dumm und spießig. Es gibt viele Menschen, die 40 Jahre zuverlässig gearbeitet haben, aber, da ihr Dienst abends begann, immer erst mittags aufgestanden sind.
Von da an habe ich versucht, mich unbeliebt zu machen. Ich bin lieber arbeitslos, als dass ich bei der Firma Nestor an Zwangsmassnahmen gegen andere Arbeitslose mitwirke.
Im ALG I - Bezug hatte ich auch mal 'ne jungsche als Vertretung. Die schätzte ich auf höchstens dreißig, wollte mir aber was über's arbeiten erzählen. Ich arbeite seit 73, also länger, als die alt ist.
Da bin ich bald explodiert.

Zitat von golem Beitrag anzeigen
.
Schönen Gruß an den Rabbi Löw! ;-)
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Alt 15.08.2011, 09:50   #9
sozialmafianeindanke->Emailproblem
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sozialmafianeindanke
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Nach allem, was ich selbst bei Nestor in der Silbersteinstraße in Neukölln erlebt habe, was mir Mitarbeiter von Nestor und Arbeitslose, die so wie ich im Rahmen des Programms 50plus zu Nestor geschickt wurden, erzählten, erwartet einen als Arbeitslosen dort folgendes:

Man bekommt eine Betreuerin. Von dieser Betreuerin bekommt man so etwa alle drei Wochen einen Termin, zu dem man erscheinen muss. Die Betreuerin gibt mir eine Unterschrift auf einem Zettel, den ich behalte. Und ich gebe der Betreuerin jedes Mal eine Unterschrift auf den Zettel, der bei ihr bleibt. Mir kann es passieren, dass meine Arbeitsvermittlerin meinen Zettel sehen will, auf dem mir bestätigt wurde, dass ich oft an einer Beratung durch Nestor teilgenommen habe. Die Betreuerinnen werden von ihrem Chef bei Nestor kontrolliert. Waren mehrere ihrer zu Betreuenden längere Zeit nicht bei Nestor, so bekommen sie Ärger. Ihnen droht eine nicht Erneuerung ihres Vertrages. Deshalb arbeiten viele auch nicht gerne bei Nestor und versuchen dort wieder wegzukommen.
Meine Betreuerin bekommt eine Prämie, wenn sie mich auf den ersten Arbeitmarkt oder in die Selbständigkeit "vermittelt".
Auch Menschen, bei denen vom Jobcenter schon festgestellt worden war, dass sie für den öffentlich geförderten Sektor infrage kommen, werden nur Richtung erster Arbeitsmarkt und Selbständigkeit gelenkt.
Die Betreuer bei Nestor solllen uns, die Arbeitslosen, in Kurse lenken, durch die die Firma Nestor zusätzlich Geld verdient.
Die Kurse müssen voll werden, auch wenn die in den Kurs gedrängten nichts davon haben. An mindestens einem Kurs pro Jahr muss man teilnehmen. Dann bekommt man einen Brief "fünf Wochen Bewerbungstraining - Teilnahme verbindlich".
Nicht alles, was von Nestor gemacht wird, ist für jeden Arbeitslosen schlecht. Aber man sollte nicht alles glauben, was die Mitarbeiter von Nestor erzählen,
und immer daran denken,
dass DIE an uns Geld verdienen
und dass DIE an uns noch mehr Geld verdienen wollen.
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Alt 15.08.2011, 10:17   #10
Rounddancer
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Idee AW: Perspektive50plus

Solange es uns selbst nichts kostet,- und die Chance bringt, vielleicht doch wieder in Arbeit zu bringen, ist es doch gut.


Die Bezeichnung "Betreuer" ist natürlich unbedacht gewählt.
Unbedacht, weil, wer einen Betreuer bekommt, glaubt, man nähme ihn nicht mehr für voll, weil Entmündigte und geistig Behinderte ja auch Betreuer bekommen.

Andere Modelle sprechen da von Coach, das assoziert Positiveres, z.B. aus dem Sport.

Und dann gibt es noch die, die die Betreuer Paten oder Jobpaten heißen.
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Alt 15.08.2011, 10:40   #11
espps
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Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Solange es uns selbst nichts kostet,- und die Chance bringt, vielleicht doch wieder in Arbeit zu bringen, ist es doch gut.
Der Zweck heiligt nicht die Mittel, daher sollte man schon genauestens hinterfragen, welche Aufgaben diese Tätigkeit beinhaltet!


Zitat:
Die Bezeichnung "Betreuer" ist natürlich unbedacht gewählt.
Unbedacht, weil, wer einen Betreuer bekommt, glaubt, man nähme ihn nicht mehr für voll, weil Entmündigte und geistig Behinderte ja auch Betreuer bekommen.

Andere Modelle sprechen da von Coach, das assoziert Positiveres, z.B. aus dem Sport.

Und dann gibt es noch die, die die Betreuer Paten oder Jobpaten heißen.
Unabhängig davon, sind ü. 50-jährige mündige, vollwertige Bürger, die solches nicht benötigen - so what?
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Alt 15.08.2011, 14:26   #12
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sozialmafianeindanke
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Ich denke anders als Rounddancer.
Natürlich kostet es uns etwas, dass der Staat für überflüssige Firmen wie Nestor und Bequit, für Zwangsmassnahmen gegen Arbeitslose Geld ausgibt. Würden solche Firmen, solche Zwangsmaßnahmen abgeschafft, dann könnten mit dem eingesparten Geld die Steuern gesenkt werden.
Die Verschwendung von Geld für solche Maßnahmefirmen kostet uns Arbeitsplätze. Niedrige Steuern erleichtern das Entsthehen von Arbeitsplätzen.

Und es kostet uns die Wahrheit. Wer in einer Zwangsmaßnahme gegen Arbeitslose ist, fällt aus der Arbeitslosenstatistik heraus. Das trägt,
besonders vor Wahlen
dazu bei, dass Parteien, die Arbeitsplätze vernichtet hatten, trotzdem wiedergewählt werden.

Und es schadet der Gesundheit. Als ich erfuhr, dass ich bei Nestor an einer Zwangsmaßnahme gegen Arbeitslose teilnehmen muss,
habe ich mich so schwarz geärgert,
dass ich mit dem Rauchen wieder angefangen habe.

Und es kostet uns Zeit. Dass bei uns, anders als in Spanien,
so wenig Menschen gegen die Arbeitslosigkeit protestieren,
dürft auch daran liegen, dass Arbeitlosen bei uns durch sinnlose Programme die Zeit zum Nachdenken und die Zeit zum Protestieren gestohlen wird.
Zwangsmassnahmen gegen Arbeitslose gibt es in Berlin auch gegen unter 25-jährige. Sie werden von Mitarbeitern der sogenannten Sozialmafia als "U-25-Bomber" bezeichnet.
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Alt 15.08.2011, 14:27   #13
Rounddancer
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Zitat von espps Beitrag anzeigen

Unabhängig davon, sind ü. 50-jährige mündige, vollwertige Bürger, die solches nicht benötigen - so what?

Das kann man so pauschal nicht sagen.
Wir jedenfalls, wir brauchen solche Hilfe,- denn wenn wir sie nicht bräuchten, wären wir nämlich dort, wo wir sein sollten: In passender, auskömmlicher Arbeit.

Es geht doch darum, im Arbeitsmarkt die Nische in der Nische zu finden, in der sich der benötigte Arbeitsplatz befindet. Und dann an der richtigen Tür zu klopfen.

Dazu brauchen wir Unterstützung. Und zwar von jemandem, der nicht 150 bis 350 "Kunden" hat, sondern beispielsweise nur vier bis zehn.

Freilich: Wenn, wie passiert, ein normaler Metzgermeister sich um die Stelle im Fleisch- und Wursteinkauf bewirbt, mit einem jährlichen Einkaufsvolumen von zwei Milliarden Euro,- dann wird er sicher keine Zusage bekommen können.
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Alt 15.08.2011, 14:38   #14
Seepferdchen
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Heinz,

na jetzt stellst du den Ü 50 ein Armutszeugnis aus!

Vieleicht noch ein Entschuldigungsschreiben, für die Jahre die sie älter geworden sind, junge, junge!

Die Ursache liegt ganz gewiss nicht bei Ü 50, schau mal über den Tellerrand!

Da kann ich mich nur dem Satz von espps anschließen:

"Unabhängig davon, sind ü. 50-jährige mündige, vollwertige Bürger, die solches nicht benötigen - so what?"
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 15.08.2011, 16:28   #15
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Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Das kann man so pauschal nicht sagen.
Wir jedenfalls, wir brauchen solche Hilfe,- denn wenn wir sie nicht bräuchten, wären wir nämlich dort, wo wir sein sollten: In passender, auskömmlicher Arbeit.

Es geht doch darum, im Arbeitsmarkt die Nische in der Nische zu finden, in der sich der benötigte Arbeitsplatz befindet. Und dann an der richtigen Tür zu klopfen.

Dazu brauchen wir Unterstützung. Und zwar von jemandem, der nicht 150 bis 350 "Kunden" hat, sondern beispielsweise nur vier bis zehn.

Freilich: Wenn, wie passiert, ein normaler Metzgermeister sich um die Stelle im Fleisch- und Wursteinkauf bewirbt, mit einem jährlichen Einkaufsvolumen von zwei Milliarden Euro,- dann wird er sicher keine Zusage bekommen können.
Heinz,

wie kann denn ein völlig Aussenstehender im 'Nullkommanix' beurteilen, welche Fähigkeiten, und bei langer Arbeitslosigkeit, Ressorcen der Teilnehemer hat? Anhand von welchen Unterlagen??? Anhand welcher Aussagen?

Warum sollten gut ausgebildete, erfahrene Langzeitarbeitslose, denn plötzlich die Mikronische finden und füllen müssen???

Leute, die ein Leben lang gearbeitet haben und Lebenserfahrung + Professionalität mitbringen, können doch am besten beurteilen, wie sie einzusetzten sind!

Ist es denn nicht so, dass solche Kurse in's Leere laufen, weil sie niemals auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer eingehen können?

Ist denn nicht so, dass auch hier nur Kurse gefüllt werden müssen, weil dem Gesetzestext, also der Vorschrift entsprochen werden muß und weil man diese pauschal günstig eingekauft hat?

Warum wehrt sich der größte Teil der Elos gegen solche Maßnahmen?

Warum sind solche Maßnahmen denn, langfristig gesehen, so erfolglos???

Und last but not least: Warum wurden die meisten AN denn überhaupt erwerbslos????

Wenn man diese Hintergründe recherchiert und analysiert, kommt man schnell zu den wahren Gründen und realen Begründungen!
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Alt 15.08.2011, 16:35   #16
Rounddancer
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Idee AW: Perspektive50plus

Nein, wir haben es hier von der Notwendigkeit der personal coaches bzw. der persönlichen Jobpaten.
Das ist individuelle Einzelarbeit, 1:1,-
Und nein, dies können die Betroffenen nicht allein machen, und das darf natürlich nicht hopplahopp gehen, da müssen sich Coach und Coachee erst kennen- und schätzen lernen.

Hier geht es darum, individuelle Lösungen zu finden.

Ach ja, es ist übrigens der kleinste Teil von uns erwerbslosen Menschen, der sich gegen solche Angebote wehrt.
Die meisten sind zu allem bereit, immer in der Hoffnung, schnell aus dem Leistungsbedarf heraus wieder in Arbeit zu kommen, um wieder ihr Geld selbst verdienen zu können. Wir reden hier von mehreren Millionen Menschen, dagegen sind die paar Tausend Verweigerer ein Nasenwasser.
Rounddancer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.08.2011, 16:44   #17
espps
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Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Nein, wir haben es hier von der Notwendigkeit der personal coaches bzw. der persönlichen Jobpaten.
Das ist individuelle Einzelarbeit, 1:1,-
Und nein, dies können die Betroffenen nicht allein machen, und das darf natürlich nicht hopplahopp gehen, da müssen sich Coach und Coachee erst kennen- und schätzen lernen.

Hier geht es darum, individuelle Lösungen zu finden.
Individuelle Lösungen in einem Kurs finden, dessen einziges gemeinsames Kriterium 50 + ist???

Wie geht das?

Individuelle Lösungen in einem Kurs finden, dessen Kursleiter (Coaches), nicht dafür qualifiziert sind?

Wie geht das ?

Individuelle Lösungen in einem Kurs finden, dessen Macher am Bedarf vorbei konstruierten???

Wie geht das?
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Alt 15.08.2011, 16:44   #18
Seepferdchen
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Heinz kannst du mir mal erklären wenn du mit "wir" meinst?

Noch mal ganz langsam, das sind mündige Menschen!

Und egal wie man das Projekt/Kind nennt unter dem Strich kommt immer das selbe raus!

Einer hat das Geld verdient und der andere steht genau da wo er davor angefangen hat!

Und so schließt sich der Kreis, nennt man Drehtüreffekt!
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 15.08.2011, 17:36   #19
darkcity
 
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darkcity darkcity
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Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Nein, wir haben es hier von der Notwendigkeit der personal coaches bzw. der persönlichen Jobpaten.
Das ist individuelle Einzelarbeit, 1:1,-
Und nein, dies können die Betroffenen nicht allein machen, und das darf natürlich nicht hopplahopp gehen, da müssen sich Coach und Coachee erst kennen- und schätzen lernen.

Hier geht es darum, individuelle Lösungen zu finden.

Ach ja, es ist übrigens der kleinste Teil von uns erwerbslosen Menschen, der sich gegen solche Angebote wehrt.
Die meisten sind zu allem bereit, immer in der Hoffnung, schnell aus dem Leistungsbedarf heraus wieder in Arbeit zu kommen, um wieder ihr Geld selbst verdienen zu können. Wir reden hier von mehreren Millionen Menschen, dagegen sind die paar Tausend Verweigerer ein Nasenwasser.
Diese 50+ und wie sie alle heißen sind nur Alibiveranstaltungen, um von den wahren Ursachen abzulenken, und den Argenturen der Sozialindustrie Geld in den Rachen zu schmeißen. Kannst du hier überall nachlesen in den Erfahrungsberichten. Und das allerwichtigste vergißt oder ignorierst du mal wieder
Hier nochmal für ganz doofe
eine kurze Zusammenfassung:
Es gibt nicht genug Arbeitsplätze
Auf der einen Seite 7,14 Mio Arbeitslose
auf der anderen Seite 500000 freie stellen
also wer Mathe kann ist klar im Vorteil
Dein Tschak du kannst es schaffen Gelaber ist einfach unerträglich, ich kann das langsam nicht mehr ertragen.
Wäre ich SB, würde ich sagen der ist Beratungsresistent, denn soviel Ignoranz bei allem was du hier liest ist einfach unglaublich
darkcity ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2011, 11:16   #20
Reiner Zufall
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Hier geht es darum, das Sozialsystem abzuzocken......... von einer Art Mafia, nichts anderes.
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Alt 16.08.2011, 11:46   #21
espps
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Zitat von Reiner Zufall Beitrag anzeigen
Hier geht es darum, das Sozialsystem abzuzocken......... von einer Art Mafia, nichts anderes.
...und das zusätzlich auf dem Rücken derer, die vorher schon vom Kapitalismus abgezockt wurden.
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Alt 08.09.2011, 09:31   #22
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sozialmafianeindanke
Standard Neuköllner Sozialmafia ?

Das Neueste von der mutmasslichen
Neuköllner Sozialmafia:
Betrug bei ambulanten Pflegediensten in Berlin-Neukölln | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg
Bei der in der in dem Video genannten Firma G. mussten auch Arbeitslose arbeiten, die über das itw vom Jobcenter-Neukölln im Rahmen von
MAE(1,50 Euro pro Stunde zusätzlich zum Arbeitslosengeld II) dorthin geschickt wurden.
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Alt 09.09.2011, 11:41   #23
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sozialmafianeindanke
Standard Perspektive50plus bei Nestor in Neukölln

Freitag, 9. September 2011 bei Nestor in Neuköllln
13Uhr Raum 2.04
Eine Pflichtveranstaltung im Rahmen von "Perspektive 50plus"
In der Einladung von Nestor stand:
"Sie wissen ja, dass wir gegen über dem Jobcenter Neukölln berichtspflichtig sind."
24 Arbeitslose über 50-jährige und ein Mitarbeiter der Firma Nestor, Herr K.
Herr K. stellt fest, dass der Raum 2.04 für 25 Menschen zu klein ist.
Aber er führt die Veranstaltung trotzdem durch.
Meine Meinung:
Das Jobcenter Neukölln sollte Aufräge im Rahmen der Initiative
"Perspektive 50plus" nur an Firmen vergeben,
die wenigstens die räumlichen Voraussetzungen haben, um solch ein Programm auch durchzuführen.
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Alt 09.09.2011, 21:48   #24
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sozialmafianeindanke
Standard Fehlerkorrektur: Perspektive50plus bei Nestor in Neukölln

in Zeile 2 muss es heißen:
"11Uhr Raum 2.04"
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Alt 10.09.2011, 06:24   #25
Kikaka
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Kikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka EnagagiertKikaka Enagagiert
Standard AW: Perspektive50plus

-In hiesiger ü-50 Maßnahme wurden als 1. Schritt in die Aufstocker-Liga die Lebensläufe frisiert. Meine Arbeitslosigkeit wurde mal einfach um 4 Jahre gekürzt, meine Frau ist nach Gusto des Beraters plötzlich in einem Mini-Arbeitsverhältnis, will sich natürlich verbessern und bietet Testarbeit natürlich zum Nulltarif an.

Da Ich bisher erfolglos ausschließlich Bewerbungen für eine Außendiensttätigkeit ( habe 30 Jahre Berufserfahrung ) geschrieben hatte, wurde Ich zum "Umdenken " aufgefordert, als Ich meinte, für 10 Euro die Stunde mache Ich alles was im Rahmen des Möglichen ist ( gravierende Einschränjungen für körperliches Arbeiten sind vorhanden ), da wurde erstmal die Verdiensterwartung runtergefahren.
Was die wollen : Vermittlung in irgendein Prekär-Verhältnis auf Teufel komm raus.
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