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Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


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Alt 28.07.2011, 23:05   #1
Erdbeere->Emailproblem
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Registriert seit: 28.06.2011
Beiträge: 23
Erdbeere
Standard Private Arbeitsvermittler

Hallo,

ich würde rein interessehalber gerne wissen, was Ihr für Erfahrungen mit privaten Arbeitsvermittlern gesammelt habt.

Freunde von mir haben sich bei diesen Vermittlern "beworben". So kam die Frage auf, wie solche Verträge überhaupt gestaltet sind bzw. ob die AV eine Vermittlung garantieren und was für Ansprüche man bei Nichterfüllung hat.

Würde mich sehr über hilfreiche Antworten freuen

Grüße
Erdbeere
Erdbeere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.07.2011, 23:42   #2
Zeitarbeitsbekämpfer->Emailproblem
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Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 226
Zeitarbeitsbekämpfer
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

es gibt Leute die haben gute erfahrungen gemacht.
Man kann auch an einen geraten der einen in die Zeitarbeit vermitteln will wofür man
aber keinen Vermittler braucht.

also Vorsicht ist auf jeden fall geboten und erfolgsaussicht kann die keiner Garantieren.
Zeitarbeitsbekämpfer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 00:17   #3
Trixi2011
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Ort: Berlin-Neukölln, wo Wohnen immer mehr zum Luxus wird
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Trixi2011 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Es gibt weiße und schwarze Schafe in der Szene!

Absolut die Finger lassen würde ich von den Vermittlern, die wollen, dass man an sie die Bewerbungskostenerstattung abtritt.

Diese Vermittler locken damit, dass sie für einen die Bewerbungsarbeit übernehmen. Meistens aber kommt dabei absolut nichts raus. Die Bewerbungen sind oft total schuldering und voller Fehler und somit natürlich nicht brauchbar.
__

Meine Biografie ist das beste Beispiel, dass die Karriereleiter nicht immer nur nach oben führt
Realschulabschluss, kaufmännische Ausbildung, Hartz IV, Behindertenwerkstatt, Erwerbsunfähigkeit - ENDE
Trixi2011 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 00:17   #4
Erdbeere->Emailproblem
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Beiträge: 23
Erdbeere
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Danke für Deine Antwort. Vermittlungen in Zeitarbeit fände ich schon ziemlich unverschämt. Dafür braucht man (bzw. die AfA) nun wirklich keine 2000 € auszugeben
Erdbeere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 00:31   #5
dielilie
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Beiträge: 491
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Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Zitat von Erdbeere Beitrag anzeigen
Danke für Deine Antwort. Vermittlungen in Zeitarbeit fände ich schon ziemlich unverschämt. Dafür braucht man (bzw. die AfA) nun wirklich keine 2000 € auszugeben
Genau an eine solche Vermittlung bin ich vor kurzem geraten-
Hier in Köln greifen die sämtliche Stellen ab und somit wird es schwer etwas vernünftiges ohne diese Vermittler zu bekommen.
Denn diese Vermittlung bietet Ihren "Service"für Arbeitgeber kostenlos an, ist klar das Arbeitgeber dann gerne die Bewerbungsarbeit an Andere abgeben

Der knaller ist das diese auf Ihrer Website damit werben -Keine Zeitarbeit -
nee die selber nicht , aber wollen einen an zeitarbeitsfirmen vermitteln.
Der 2. Knaller ist, wenn man keinen Vermittlungsgutschein hat ,wollen die 1/3 vom Gehalt laut Vertrag.
Das Schlimme daran ist, dass in diesen Verträgen nichtmal drin steht ob es sich dabei um ein Monats /oder Jahresgehalt handelt, ich denke letzteres ist der Fall-
Und um dies kassieren zu dürfen müssen Sie einen nur Vermitteln, ob es sich dabei um einen 400€ handelt oder Vollzeit ist egal, denn im Vertrag steht lediglich Arbeitsverhältniss-
Also am besten die Verträge genau prüfen-
dielilie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 08:04   #6
Erdbeere->Emailproblem
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Beiträge: 23
Erdbeere
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Zitat von dielilie Beitrag anzeigen
Genau an eine solche Vermittlung bin ich vor kurzem geraten-
Hier in Köln greifen die sämtliche Stellen ab und somit wird es schwer etwas vernünftiges ohne diese Vermittler zu bekommen.
Denn diese Vermittlung bietet Ihren "Service"für Arbeitgeber kostenlos an, ist klar das Arbeitgeber dann gerne die Bewerbungsarbeit an Andere abgeben

Der knaller ist das diese auf Ihrer Website damit werben -Keine Zeitarbeit -
nee die selber nicht , aber wollen einen an zeitarbeitsfirmen vermitteln.
Der 2. Knaller ist, wenn man keinen Vermittlungsgutschein hat ,wollen die 1/3 vom Gehalt laut Vertrag.
Das Schlimme daran ist, dass in diesen Verträgen nichtmal drin steht ob es sich dabei um ein Monats /oder Jahresgehalt handelt, ich denke letzteres ist der Fall-
Und um dies kassieren zu dürfen müssen Sie einen nur Vermitteln, ob es sich dabei um einen 400€ handelt oder Vollzeit ist egal, denn im Vertrag steht lediglich Arbeitsverhältniss-
Also am besten die Verträge genau prüfen-
Danke für diese Warnung! Werde das auf jeden Fall an meine Freunde weiterleiten.

Vielleicht sollte ich auch AV werden. Kann die Leute ja ganz geschmeidig in irgendwelche prekären Callcenterjobs (Outbound!!!) vermitteln und dafür jedes Mal 2000 € kassieren.
Erdbeere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 09:28   #7
dielilie
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Beiträge: 491
dielilie Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Hallo Erdbeere

ja man selbst achtet ja nicht unbedingt auf das Kleingedruckte, mich hat es stutzig gemacht .
Ich habe in der Familie einen Rechtsanwalt, der in der Handwerkskammer tätig ist, er hat den Vertrag geprüft und mir dies mitgeteilt, dass es zu unbestimmt sei mit den Gehältern .
Lustig war es auch beim Vorstellungstermin, bei diesem privaten Arbeitsvermittler.Ich sagte Ihm das ich den Vertrag erst in Ruhe zu Hause durchlesen möchte.Da kam dann gleich die Frage ob ich Ihm nicht trauen würde
dielilie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 09:36   #8
elo237
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Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Was mir nicht gefallen hat war das der Vertrag bei der PAV 6 Monate
gültig ist und die mir dazu nix gesagt haben. Der VGS ist ja nur
3 Monate gültig und wer sagt mir das ich eine
Verlängerung vom Amt bekomme.

Also hab ich gleich mal gekündigt das der Vertrag eben nur
3 Monate gültig ist
elo237 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.07.2011, 09:57   #9
Lilastern
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Beiträge: 7.873
Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

http://www.elo-forum.org/job-netzwer...acht-mist.html

Das ist nur so ein Beispiel wo negative Erfahrungen dahinter stecken.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 20:01   #10
Reiner79->Emailproblem
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Beiträge: 9
Reiner79
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Ich war einmal vor ein paar Jahren bei einem Arbeitgeber beschäftigt, der nebenbei die private Arbeitsvermittlung (PAV) betrieben hat. Dies weiß ich, weil dieser damals über ausstehende Zahlungen der Bundesagentur für Arbeit durch die Vermittlungen mit mir geredet hat.

Dabei bekam ich das Gefühl, dass das Geld förmlich auf der Straße liegt. Man muss lediglich die Courage haben das ganze durchzuziehen! Ich persönlich aber kann und möchte das nicht, weil ich das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

Dem ging es ausschließlich um die Tranchen, die für eine gewisse Haltefrist von der Agentur für Arbeit an ihn gezahlt wurden.

Die Person war selber im wahrsten Sinne des Wortes "mittellos", da seine Ehefrau (meines Wissens mit 3 Kindern) für den Lebensunterhalt in einem Kaufhaus gearbeitet hat und der Ehemann nebenbei noch die private Arbeitsvermittlung weiterbetrieben hat.

Es ist kein Widerspruch des Wortes "mittellos" an sich, da ich selber meinen Arbeitslohn später einklagen musste und sich die Erkenntnis im Zwangsvollstreckungsverfahren als sehr ernüchternd darstellte. Ich habe erleben müssen, dass man vor dem Gerichtsvollzieher sich förmlich arm erklären kann und letztlich der Gerichtsvollzieher keine besonderen Anstrengungen unternimmt das Geld einzutreiben. Bis der Gerichtsvollzieher tätig wird, ist das Geld vorher beiseite geschafft! Und als Geschädigter muss man immer alles beweisen. Da ist man praktisch hilf- und chancenlos.

Es ist meiner Ansicht sogar durchaus möglich, mit der privaten Arbeitsvermittlung neben dem Bezug von Arbeitslosengeld II sich selbstständig zu machen, obwohl man selber Arbeit braucht. Das ist das eigentlich groteske an der Sachlage und eine kuriose Art der Hilfe zur Selbsthilfe. In der Wikipedia (siehe Link unten) habe ich entnommen, dass lediglich eine Gewerbeanmeldung erforderlich ist. Eine fundierte Kontrollfunktion findet pratisch, bis auf den Vorgang der Auszahlungsmodalitäten nicht statt. Es handelt sich hierbei um ein sehr einfaches aber dennoch ertragreiches Geschäftsmodell, bei diesem nach einer bestimmten Beschäftigungsdauer der Auszahlungsbetrag staatlich garantiert ist.

Man braucht kein Fachwissen im Gegensatz zu den ausgebildeten Fachvermittlungskräften der Bundesagentur für Arbeit (BA). So gut wie kein Eigenkapital. Nur die ausgefüllten Formalitäten für die BA und natürlich muss man bei dem vermittelten Arbeitnehmer nur die Haltefrist abwarten. Das "Opfer" muss nur durchhalten, damit ein Zahlungsanspruch gegenüber der Bundesagentur für Arbeit an den privaten Arbeitsvermittler besteht!

Jeder, der für sein Geschäftsmodell investiert ist doch ausgeschmiert, wenn man so leicht Geld verdienen kann - ich rede hier noch von der legalen Variante!

Die Bundesagentur für Arbeit bietet für jedermann, der die private Arbeitsvermittlung gewerblich betreibt, Auszahlungsformulare und Beschäftigungsbestätigungen [nach sechswöchiger Dauer des Beschäftigungsverhältnisses] an.

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Vordrucke/A04-Vermittlung/Publikation/V-VGS-Antrag-Auszahlung.pdf

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Vordrucke/A04-Vermittlung/Publikation/V-VGS-Vermittlungs-Beschaeftigungsbest.pdf

Wenn man sich als betroffener Arbeitsloser nur einmal darüber Gedanken macht, merkt man förmlich wie oben von mir angesprochen: Das Geld liegt wirklich auf der Straße (der normale Hartz IV-Bezieher, der eine gewöhnliche Arbeit sucht und dieses Geschäftsmodell nicht betreibt, hat aber nichts davon) - selbst dann, wenn ein Arbeitsverhältnis lediglich nur sechs Wochen gedauert hat!

Ich möchte hier nicht politisch werden - aber was muss eigentlich ein motivierter Arbeitsvermittler der Bundesagentur für Arbeit oder der bei den jeweiligen Jobcentern beschäftigt ist denken, wenn er in der Privatwirtschaft pro Vermittlung bis zu brutto 2000,00 EUR einstreichen kann? Und das auch noch staatlich garantiert?

Zu meiner Beantwortung an "Erdbeere", was ich von der privaten Arbeitsvermittlung halte, ist ganz einfach ausgedrückt: Gar nichts!

Zitat:
Laut Wikipedia heißt es deutlich: "Die Eignung eines Arbeitsvermittlers ist bisher durch keine Berufsordnung oder gesetzliche Bestimmungen geregelt."
Quelle: Wikipedia - Private Arbeitsvermittlung
Wenn gelernte Fachkräfte der Bundesagentur oder der Jobcenter zur weiteren Begleitung oder hilfsweisen Unterstützung des Leistungsempfängers auf private Arbeitsvermittler unterstützend zurückgreifen, ist das dann mehr als fraglich und sogar kontraproduktiv! Gerade mit der Einführung von Hartz IV wollte doch der Gesetzgeber Doppelstrukturen vermeiden.

Die angegebenen Quellen wurden am 07.12.2011 von mir geprüft und entsprechen dem Stand dieses Datums!
Reiner79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 20:14   #11
Esreicht
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Beiträge: 281
Esreicht
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Zitat von Reiner79 Beitrag anzeigen

gelernte Fachkräfte der Bundesagentur oder der Jobcenter
Die angegebenen Quellen wurden am 07.12.2011 von mir geprüft und entsprechen dem Stand dieses Datums!
der ist gut - seltenso gelacht
__

wer sich nicht wehrt hat schon verloren !!!!
DAS ist meine Meinung nach GG Art. 5 und übergeordnet MRK Art 16. Und KEINE Rechtberatung.
Esreicht ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 21:33   #12
Bethany
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Beiträge: n/a
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

3 PAVs gehabt, 3 x belogen + betrogen + geldgeile Säcke + Knebelverträge bei denen man verdammt gut aufpassen muss.

In einem Vertrag stand mal, dass der Elo eine Strafe von 1000 Euro zu zahlen habe, wenn er den VGS nicht schnell genug vorlege (nach Verlängerung).

Bei einem zweiten musste man bei dem Job so und so viel schaffen, um Minigehalt und Prämie zu kriegen, was vorher verschwiegen wurde.

Der dritte PAV wollte alle privaten Daten vorab, aber nicht sagen, an wen er vermittelt.
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Alt 07.12.2011, 21:36   #13
hartz5
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hartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagiert
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Private Arbeitsvermittler sind eine Seuche......
__



Der menschliche Horizont ist der Abstand zwischen Kopf und Brett









hartz5 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 23:26   #14
vermurkst->Emailproblem
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Registriert seit: 08.09.2010
Beiträge: 149
vermurkst
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Zitat von Bethany Beitrag anzeigen
3 PAVs gehabt, 3 x belogen + betrogen + geldgeile Säcke + Knebelverträge bei denen man verdammt gut aufpassen muss.

In einem Vertrag stand mal, dass der Elo eine Strafe von 1000 Euro zu zahlen habe, wenn er den VGS nicht schnell genug vorlege (nach Verlängerung).

Bei einem zweiten musste man bei dem Job so und so viel schaffen, um Minigehalt und Prämie zu kriegen, was vorher verschwiegen wurde.

Der dritte PAV wollte alle privaten Daten vorab, aber nicht sagen, an wen er vermittelt.
ja. ist so.
daten in einer größenordnung von ca. 3 MB via mail.
keine chance bei mir.

> murks.
__

Laus Deo!
vermurkst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2011, 10:36   #15
schuldenjenny
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Registriert seit: 31.01.2009
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schuldenjenny Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

hallo,

die arbeitsvermittler wollen nur das eine, deinen vermittlungsgutschein, denn der hat ja einen recht hohen wert.

natürlich sind sie daran interessiert dich so schnell wie möglich in arbeit zu vermitteln, teilw. werden stellen erfunden um neue "kunden" anzulocken um dann in andere branchen vermitteln zu können, um bei mc donalds oder kik arbeiten zu dürfen brauche ich aber sicher nicht die hilfe eines vermittlers...

wenn man pech hat setzen die einen dann noch zusätzlich unter druck, nach dem motto - "sie sind verpflichtet jede arbeit anzunehmen, was meinen sie was ihr SB dazu sagt wenn ich dem mitteile dass sie eine arbeit abgelehnt haben?"

ich habe NUR schlechte erfahrungen gemacht.

lg

jenny
schuldenjenny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2011, 17:33   #16
Reiner79->Emailproblem
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Registriert seit: 21.01.2011
Beiträge: 9
Reiner79
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Zitat von schuldenjenny Beitrag anzeigen
hallo,

... wenn man pech hat setzen die einen dann noch zusätzlich unter druck, nach dem motto - "sie sind verpflichtet jede arbeit anzunehmen, was meinen sie was ihr SB dazu sagt wenn ich dem mitteile dass sie eine arbeit abgelehnt haben?"

ich habe NUR schlechte erfahrungen gemacht.
Ein solches Verhalten eines nicht einmal auftretenden Arbeitgebers, da hier eine Art Maklertätigkeit durch Vermittlung für einen vermeintlichen anderen Arbeitgeber vorliegt, grenzt schon an Amtsanmaßung.

Dem Grunde nach könnte hier jeder, der Kenntnis von einem arbeitslosen Menschen hat, diesen eben wie mit einer staatlich ausgestatteten Machtbefugnis dazu auffordern sich für ihn zu bewerben, nur, dass dieser hier die Provision über die Bundesagentur für Arbeit (BA) erhält. Demgemäß könnte jeder einen bei der BA oder Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen für sich beanspruchen. Gewerbeschein genügt! Allein schon dieses Szenario lässt sich rechtsstaatlich nicht vereinbaren. Ich denke, die Sklaverei wurde bereits abgeschafft?

Auch datenschutzrechtlich ist diese Informationsweitergabe zweifelhaft. Es stellt sich die Frage, ob ein Unternehmen einfach so an die Behörden herantreten und ausplaudern darf? Im Arbeitsrecht wird ja auch vom Arbeitnehmer strikte Verschwiegenheit erwartet! Es gibt viele Arbeitnehmer, die über die Ungepflogenheiten Ihrer Arbeitgeber z.B. bei den Finanzbehörden, Gewerbeaufsichtsämter etc. berichten könnten, es aber aus reiner "Nächstenliebe" vielleicht nur nicht tun.

Dieses Verhalten würde ich evtl. als nötigende Form zur Strafanzeige bringen, wenn dem dadurch verursacht ein sozialgerichtliches Verfahren vorausginge (wenn z.B. deswegen die Leistung durch den Leistungsträger gemindert oder gar wegfallen würde) und man von einem nicht autorisierten privaten Arbeitsvermittler (auch Zeitarbeitsfirma) durch drängen des Leistungsentzugs unter Druck gesetzt wurde. Im sogenannten Feststellungsverfahren würde ich dann gerne von den Richtern des Sozialgerichtes festgestellt haben, ob der Straftatbestand (z.B. der Nötigung) verwirklicht wurde. Erst wenn dies im Urteil bejaht wurde, würde ich Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft einreichen. Man muss hier sehr aufpassen! Am Besten lässt man sich bei einem solchen Schritt vom Rechtsanwalt beraten. Auch hierfür gibt es staatliche Unterstützungen für arme Leute in Form von Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe. Man darf sich nur nicht einschüchtern lassen und rechtlos stellen!!!

Wenn man einen Kaugummi klaut, wird man bestraft. Dies verhält sich aber nicht zwangsweise so als wenn eine staatliche Behörde z.B. jemanden in die Obdachlosigkeit befördert!

Das Hauptproblem ist nämlich, dass selbst wenn man unrechtmäßig einen Teil der Leistung verliert nicht immer gleich eine strafbare Handlung vorliegen muss. Willkür und Unrecht allein ist selbst noch kein Straftatbestand!

In der Realität angekommen, kann immer mit einer vorgeschobenen Behauptung die Leistung mal um 30 Prozent (bei unter 25-jährigen auch komplett) gemindert werden. Die Staatsanwaltschaft würde darin in der Regel kein strafbares Handeln erkennen, da dies der Norm des SGB II entspräche. Eine solch ähnliche Antwort in einem anderen Fall bekam ich schon einmal von der Staatsanwaltschaft präsentiert. Mir wurde damals, so im Urteil, ohne Rechtsgrundlage das Geld komplett gestrichen!

Lesenswert ist auch die Veröffentlichung eines Personalvermittlungsunternehmens; Dienstleistung - Service - Sicherheit (DSS Agentur; Private Arbeitsvermittlung Berlin) unter DSS Agentur - Private Arbeitsvermittlung Berlin - Häufig gestellte Fragen zur privaten Arbeitsvermittlung. Hierin werden u.a. Fragen von einem privaten Arbeitsvermittlungsunternehmen vorgefertigt beantwortet, die einen durchaus informativen Einblick bieten.

Es wird auch die Frage aufgeworfen, ob man jede Stelle annehmen muss, die einem der (private) Arbeitsvermittler anbietet. Das Unternehmen gibt darüber Auskunft, dass letztlich außer einer evtl. Aufkündigung des Vermittlungsvertrages keine Sanktionen seitens des privaten Arbeitsvermittlers zu befürchten sind.
"Ob der Arbeitsvermittler die Arbeitsagentur informiert, liegt in seinem Ermessen - direkte Folgen für den Arbeitssuchenden hat aber auch dieses in der Regel nicht."

Auch darf ein privater Arbeitsvermittler es einem nicht untersagen, sich bei anderen privaten Arbeitsvermittlern vorzustellen. Man kann sich also auch bei verschiedenen privaten Arbeitsvermittlern umsehen. Letztlich kommt es darauf an:

"Gutscheininhaber dürfen nicht verplichtet werden das Original des Vermittlungsgutscheins abzugeben. Lediglich der Arbeitsvermittler der Sie erfolgreich vermittelt bekommt anschließend die Provision (den originalen Vermittlungsgutschein)."
Genauer Wortlaut in Anführungszeichen. Ende der Bezugnahme zu dieser Quelle.

Wenn eine Behörde einem Privatunternehmen den Auftrag der Arbeitsvermittlung erteilt, so ist meiner Meinung nach eine Sanktionierung zu verneinen, da für Verwaltungsakte ausschließlich die Behörde selbst zuständig ist. Die ist es auch, die Bescheide erlässt und für Widersprüche zuständig ist. Sonst keiner. Nur eine Behörde, die den staatlichen Auftrag der Arbeitsvermittlung inne hat, kann Sanktionen (Strafen) bei Pflichtverletzungen erlassen, die nur durch ein Gesetz bestimmt sein dürfen.

Fragwürdig ist auch die Verweisung auf einen privaten Arbeitsvermittler per Rechtsfolgenbelehrung seitens des Jobcenters oder der Arbeitsagentur, zumal es sich bei der privaten Arbeitsvermittlung nicht um ein Stellenangebot handelt, die "Hilfebedürftigkeit" zu beenden. Es müssen auch nicht alle erdenklichen Möglichkeiten unternommen werden, die Hilfebedürftigkeit zu beenden, denn im Gesetzentwurf zum SGB II ist immer die Rede von der Arbeitsaufnahme als Hauptargument zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Ein vorgeschalteter Arbeitsvermittler erfüllt diese Funktion nicht, genauso wenig die Arbeitsvermittler der BA und des Jobcenters. Vordergründig soll der Arbeitslose mit einem privaten Arbeitsvermittler einen Vertrag eingehen, damit dieser erst einmal für ihn tätig wird. In diesem Forum habe ich selbst schon sehr zweifelhafte AGB's von privaten Arbeitsvermittlern gelesen (wo ist hier eine Regulierungs- oder Aufsichtsbehörde?). Mir ist nicht bekannt, dass der Staat einem Bürger vorschreiben darf ein privatrechtliches Vertragsverhältnis einzugehen, für das es keine gesetzliche Grundlage gibt, selbst dann, wenn dies mit gutem Vorsatz verbunden ist. Die Freiheit Verträge abzuschließen muss immer noch gewahrt sein. Ferner ist auch vom Sozialdatenschutz von Relevanz, ob man dazu verpflichtet werden kann einem privaten Arbeitsvermittler seine Bewerbungsunterlagen mit all seinen persönlichen Daten Preis zu geben, zumal ja jeder mit einem Gewerbeschein als privater Arbeitsvermittler auftreten kann. Im Fernsehen wurde auch schon mal der Fake unternommen, sich als Arbeitgeber auszugeben. Auf dieses tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebot meldeten sich aber über hundert Bewerber mit all Ihren persönlichen Daten!

Das Generalproblem ist, dass man trotz vieler Regelungen im Ungewissen verbleibt, ob man schließlich durch Richterrecht dennoch "rechtmäßig" sanktioniert werden kann (manchmal auch durch die Instanzen) - und das in einem scheinbar freien und aufgeklärten Land! Auch ein Problem ist, dass die Jobcenter eine weitreichende und meines Erachtens zu umfangreiche Machtbefugnis innehaben, die auch dazu missbraucht werden kann, Menschen die ja ohnehin vom Existenzminimum leben müssen bis auf Null zu sanktionieren.

Diese Art der Bestrafung, das Existenzminimum zu mindern oder gar zu entziehen hat mit dem Sozialrecht (auch des eines aktivierenden Sozialstaates) recht wenig gemeinsam. Derartige Maßnahmen ließen sich nicht einmal mit dem Strafgesetzbuch StGB vereinbaren, da der Staat selbst rechtskräftig verurteilten Straftätern Kost und Unterkunft (auch wenn zwangsweise) zur Verfügung stellt. Ich sehe hier im Sozialrecht ein auffälliges Missverhältnis!

Jede "zumutbare" Arbeit anzunehmen heißt allerdings noch lange nicht, jedem alles recht zu machen, sowie sich alles gefallen zu lassen!

Wichtig: Eine Wertung in diesem Beitrag zu genannten Unternehmen in den Quellen hat der Schreiber nicht beabsichtigt. Die Quellen entsprechen dem Stand des 08.12.2011.
Reiner79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2011, 17:59   #17
überflüssig44
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Bekommt man für die Vermittlung von Bürgerarbeit (also der Träger) auch einen
Vermittlungsgutschein vom Arbeitsamt???
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Alt 08.12.2011, 18:24   #18
jockel
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Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Zitat von dielilie Beitrag anzeigen
Genau an eine solche Vermittlung bin ich vor kurzem geraten-
Hier in Köln greifen die sämtliche Stellen ab und somit wird es schwer etwas vernünftiges ohne diese Vermittler zu bekommen.
Denn diese Vermittlung bietet Ihren "Service"für Arbeitgeber kostenlos an, ist klar das Arbeitgeber dann gerne die Bewerbungsarbeit an Andere abgeben

Der knaller ist das diese auf Ihrer Website damit werben -Keine Zeitarbeit -
nee die selber nicht , aber wollen einen an zeitarbeitsfirmen vermitteln.
Der 2. Knaller ist, wenn man keinen Vermittlungsgutschein hat ,wollen die 1/3 vom Gehalt laut Vertrag.
Das Schlimme daran ist, dass in diesen Verträgen nichtmal drin steht ob es sich dabei um ein Monats /oder Jahresgehalt handelt, ich denke letzteres ist der Fall-
Und um dies kassieren zu dürfen müssen Sie einen nur Vermitteln, ob es sich dabei um einen 400€ handelt oder Vollzeit ist egal, denn im Vertrag steht lediglich Arbeitsverhältniss-
Also am besten die Verträge genau prüfen-
Das ist ja Klasse, daß jobsuchende Erwerbslose so legalisiert mit Empfehlung und Segen der Clements Gaunertruppe abgesegnet, abzocken wollen und können. Clement und Co. hat ja erst diese Schmuddel- und Sudelbranche salonfähig gemacht und schön aufpoliert - ein SPD-Funktionär, der es mit jedem gut meint, vor allem mit sich am meisten. Für einen Federstrich unter einem Vermittlungsvertrag als Provision ein Drittel eines Bruttojahresverdienstes kassieren. Wie skrupellos muß man da nur gestrickt sein.

Bei den Privatvermittlern ist wohl das Goldfieber wie am Klondike ausgebrochen?

Legal deshalb, weil Lohnwucher erst ab Unterschreiten des ortsüblichen oder tariflichen Verdienstes von 66 2/3 strafrechtlich verfolgbar wir. Also bleibt man schön in dem 1/3, ist ja weitaus höher als die Peanuts-Provision der Bundesagentur von 2 * 1.000 Euro je Vermittlung. Das sind die neuen, neoliberalen guten Geschäftssitten von Anstand und Moral.

Und damit nicht genug:

Wenn es eine Vermittlung an eine Zeit- oder Leihbude ist, dann will der Verleih-Sklavenhändler auch noch mal abzocken und

drittens der entleihende AG.

Ich finde, daß man sowas als moderne, bundesdeutsche, rassistische Apartheitpolitik bezeichnen kann - zurecht als modernen Sklavenhandel:

Wie sagte Karl Marx so richtig?

Zitat:
"Kapital", sagt der Quarterly Reviewer, "flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel."

P. J. Dunning, zitiert in Das Kapital, Band I, S. 801, Dietz-Verlag Berlin, 1961
Und die BRD soll eine Demokratie sein = Volksherrschaft?

Es ist eine organisierte, wirtschaftskriminelle Vereinigung im großen Stil mit mafiösen Strukturen, eine Diktatur von Kapital und Profit.

Aber die DDR war ja so ein Verbrecherstaat und die BRD ist eine Heiligenvereinigung voller Freiheit, Demokratie und rechtsstaatlich gehätschelter Menschenwürde.
jockel ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2011, 18:52   #19
jockel
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Zitat von dielilie Beitrag anzeigen
Hallo Erdbeere

ja man selbst achtet ja nicht unbedingt auf das Kleingedruckte, mich hat es stutzig gemacht .
Ich habe in der Familie einen Rechtsanwalt, der in der Handwerkskammer tätig ist, er hat den Vertrag geprüft und mir dies mitgeteilt, dass es zu unbestimmt sei mit den Gehältern .
Lustig war es auch beim Vorstellungstermin, bei diesem privaten Arbeitsvermittler.Ich sagte Ihm das ich den Vertrag erst in Ruhe zu Hause durchlesen möchte. Da kam dann gleich die Frage ob ich Ihm nicht trauen würde
Oh, muß er aber einen Sack voller schlechter Gewissen haben.

Eine deutsche Redensart sagt: "Was ich denk' und tue, daß trau' ich auch dem andern zu!" - sozusagen die sprichwörtliche Gaunermoral. Man schließt vom eigenen Verhalten auf andere und ist froh, wenn der Gegenüber nicht so gerissen, hinterhältig und verschlagen ist, sondern naiv, vertrauensselig und dämlich.

W.I. Lenin aus seiner "Die große Initiative":

Zitat:
"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser." - In dieser Formulierung ist das nicht authentisch, obwohl sich Lenin sinngemäß durchaus so geäußert hat: "Nicht aufs Wort glauben, aufs strengste prüfen - das ist die Losung der marxistischen Arbeiter."

(Werke, Band 20. Dietz-Verlag Berlin 1971, S. 358).

Außerdem mochte Lenin den russischen Spruch: "Dowjerai, no prowjerai." ("Vertraue, aber prüfe nach.")
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Alt 09.12.2011, 20:20   #20
TimoNRW
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TimoNRW Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Nachdem ich bei ein mit gleichaltrigen gesehen habe der auch PAV macht hab ich mir das ganze auch mal überlegt aber ohne skrupelose Kontakte zu ZAFs oder Arbeitgebern bringt das ganze wohl nix.
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Alt 09.12.2011, 21:02   #21
Rounddancer
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Idee AW: Private Arbeitsvermittler

Zitat von überflüssig44 Beitrag anzeigen
Bekommt man für die Vermittlung von Bürgerarbeit (also der Träger) auch einen
Vermittlungsgutschein vom Arbeitsamt???
Nein.
Bildungsträger bekommen höchstens einen Bildungsgutschein.

Vermittlungsgutscheine haben nur dann einen Wert, wenn man durch sie in den ERSTEN Arbeitsmarkt und dort in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden pro Woche vermittelt wurde UND das Arbeitsverhältnis auch noch nach sechs Wochen, bzw. sechs Monaten besteht.
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Alt 09.12.2011, 21:49   #22
Rounddancer
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Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Zitat von TimoNRW Beitrag anzeigen
Nachdem ich bei ein mit gleichaltrigen gesehen habe der auch PAV macht hab ich mir das ganze auch mal überlegt aber ohne skrupelose Kontakte zu ZAFs oder Arbeitgebern bringt das ganze wohl nix.

Sagen wir mal so: Es ist viel Arbeit, und eben total erfolgsabhängig.

Ja, es gibt da auch schwarze Schafe,- leider.
Aber die, die ehrlich arbeiten, können ruhiger schlafen.

Der ordentlich arbeitende Personalvermittler versucht gute Kontakte zu richtigen, zuverlässigen Arbeitgebern aufzubauen und zu halten.

Und den mit guten Bewerbern zusammenzubringen.

Nur ein Beispiel: Wir suchten einen Bilanzbuchhalter mit mindestens 15 Jahren Berufserfahrung, SAP-Fi, und guten Englischkenntnissen für einen Industriebetrieb, der Teil eines internationalen Unternehmens ist. Drum der Schwerpunkt Englisch, es ist die Unternehmenssprache. Unbefristet, feste Anstellung. Das ist in der Region eine Stelle im 100.000 Euro p.A.-Bereich.

Auftrag kommt vom potentiellen Arbeitgeber,- der zahlt auch die Provision,- falls er einen unser Teilnehmer anstellt.
Und wie ich gestern erfuhr, sieht die Chance dazu gut aus. Wir haben der Firma vier gute Kandidaten vorgestellt,- mit Glück nehmen sie einen der vier.


Dafür kann es aber auch vorkommen, daß man für eine andere Firma mehrere hundert Bewerber bearbeitet,- und dann nimmt die Firma keinen einzigen der Vorgestellten.
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Alt 09.12.2011, 22:45   #23
jockel
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Standard AW: Private Arbeitsvermittler

Zitat von Rounddancer Beitrag anzeigen
Nein.
Bildungsträger bekommen höchstens einen Bildungsgutschein.

Vermittlungsgutscheine haben nur dann einen Wert, wenn man durch sie in den ERSTEN Arbeitsmarkt und dort in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden pro Woche vermittelt wurde UND das Arbeitsverhältnis auch noch nach sechs Wochen, bzw. sechs Monaten besteht.
Da sind wir uns einig:

Ein Job taugt für den AN oder jobsuchenden Erwerbslosen oder unsere jobsuchende Jugend oder für die Ü40 bis 60+ nur dann erst was, wenn er
  • dauerhaften Charakter in Vollerwerbsarbeit trägt. (Teilzeit- oder befristete Jobs haben nur dann eine Daseinsberechtigung, wenn die existenzsichernde Lebensführung durch eine tariflich bezahlte Vollerwerbsarbeit hauptsächlich abgesichert ist und Teilzeit- oder Befristungsjob nur ergänzend der nicht zwingend nötigen Lebensverbesserung dient. Sie müssen sozusagen die Sahnehäubchenfunktion besitzen).

    Gegen zwei gleichberechtigte Haupterwerbsjobs für Mann und Frau in einer Ehe oder Lebensgemeinschaft, kann keiner was dagegen haben. Berufstätigkeit einer Frau ist nichts Ehrenrühriges oder für eine Gesellschaftsordnung ein anzukreidender sozialer Makel wie man es den DDR-Frauen immer wieder anhängen will. Es stände einem bundesdeutschen Unternehmer gut zu Gesicht, wenn er für die Frau die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch betriebliche Sozialleistungen möglich macht - Betriebskinderkrippen, Betriebskindergärten, Betriebskrankenhäuser usw. In Skandinavien geht so was problemlos und die Unternehmer blicken nicht nur kleinkariert bis an ihren Betriebszaun, sondern sehen ihre Unternehmensverantwortung in volkswirtschaftlichen Dimensionen. Deutsche Unternehmer rennen dagegen in asozialer Weise kleinkariert mit Scheuklappen rum und wundern sich 20, 30 Jahre später über den Fachkräftemangel, den sie die ganze Zeit durch eine betriebliche, familien- und kinderfeindliche Personalpolitik betrieben hatten. Der Fachkräftemangel ist unternehmerisch in einer egoistisch betriebenen Privatwirtschaft hausgemacht.

    Ein Sammelsurium an mehreren Teilzeitjobs mit Befristungen als Haupterwerbsquelle trägt erhebliche Ausfall- und soziale Abstiegsrisiken Richtung dauerhafter Prekarisierung und kann keine dauerhafte, zukunftsträchtige Lösung für eine vernünftige Personalpolitik sein. Wenn das Schwarzgelb favorisiert, so machen diese Unternehmerparteien im Auftrag der Finanz- und Realwirtschaft eine asoziale, volksfeindliche Politik für ihre Untertanen.
  • ausbau-, karrierefähig und zukunftssicher ist
  • eine beständig wirkende soziale Sicherungsfunktion besitzt (SV-Beiträge zur KV, PV, RV, AV und UV), wo ein Unternehmer sich nicht rausmogeln oder seine Beitragsanteile mindern oder für künftig einfrieren kann. Beim Mindern und Einfrieren werden sämtliche zu erwartende Beitragssteigerungen allein auf dem AN abgewälzt, was asoziales, eigensüchtiges, Eigenutz-Unternehmerverhalten darstellt. Wenn Unternehmer so was anstreben, dann haben sie auch kein Interesse, den betrieblichen Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz zu sichern.
Nicht drohende soziale Not, Existenzangst oder Konkurrenzverhalten in der Belegschaft fördert die Bereitschaft Höchstleistungen zu erbringen oder "belebt" das Geschäft, sondern genau das Gegenteil - wenn in den Unternehmen kollegiale, solidarische Arbeitsverhältnisse in einem guten Arbeits- und Betriebsklima anzutreffen sind. Wenn sich AN sozial sicher und geborgen und gebraucht fühlen, dann machen sie sich Gedanken wie sie ihren Arbeitsablauf und den ihrer Kollegen besser organisieren können. Sie werden kreativer, weil sie Freude an der Arbeit bekommen. Aufgabe eines Unternehmers ist es, die Fähigkeiten und Berufstalente eines Mitarbeiters gezielt zu fördern/ zu wecken und ihn nicht dauernd gängelnd zu kontrollieren und Vorschriften zu machen.

Das Verhältnis der Mitarbeiter zum Eigentum an Produktionsmitteln und damit am Mitsprache- und Mitgestaltungsrecht der Gewinnerzielung wirkt auch auf den Unternehmenserfolg. Gewinne und Verluste müssen gemeinsam getragen werden in einer Genossenschaft. Deshalb ziehe ist das Genossenschaftsprinzip eines Herrn Raiffeisens der Privatwirtschaft vor.

Was wir aktuell in der Privatwirtschaft erleben, ist die Antreiberei der Belegschaft zu Spitzenleistungen mit Androhung von Sanktionen, Abmahnungen und Kündigungen, wenn die Belegschaft nicht im Sinne des Privatunternehmers spurt. Eine Gewinnbeteiligung ist kaum anzutreffen, dafür aber jederzeit ein Abwälzen von Betriebsrisiken, die eigentlich der Unternehmer allein zu tragen hätte.

Das Menschenbild der privatwirtschaftenden Unternehmer ist unter aller Kanone. Der Wert ihrer Mitarbeiter beschränkt sich auf den Warenwert der menschlichen Arbeitskraft, den sie beliebig austauschbar und drückend behandeln.

Ihnen ist Ihr Finanzkapital und Anlagekapital (in Maschinen und Material) um ein Vielfaches wertvoller als ihre Belegschaften. wenn sie die Menschen so abwertend und taxierend behandeln, berauben sich Unternehmer ihrer betrieblichen Entwicklungsmöglichkeiten. da kommt nur Dienst nach Vorschrift raus und punklich um 4 "fällt der Hammer aus der Hand" nach Ende eines 8-Stunden-Arbeitstags.
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Alt 09.12.2011, 22:59   #24
jockel
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Sagen wir mal so: Es ist viel Arbeit, und eben total erfolgsabhängig.

Ja, es gibt da auch schwarze Schafe,- leider.
Aber die, die ehrlich arbeiten, können ruhiger schlafen.

Der ordentlich arbeitende Personalvermittler versucht gute Kontakte zu richtigen, zuverlässigen Arbeitgebern aufzubauen und zu halten.

Und den mit guten Bewerbern zusammenzubringen.

Nur ein Beispiel: Wir suchten einen Bilanzbuchhalter mit mindestens 15 Jahren Berufserfahrung, SAP-Fi, und guten Englischkenntnissen für einen Industriebetrieb, der Teil eines internationalen Unternehmens ist. Drum der Schwerpunkt Englisch, es ist die Unternehmenssprache. Unbefristet, feste Anstellung. Das ist in der Region eine Stelle im 100.000 Euro p.A.-Bereich.

Auftrag kommt vom potentiellen Arbeitgeber,- der zahlt auch die Provision,- falls er einen unser Teilnehmer anstellt.
Und wie ich gestern erfuhr, sieht die Chance dazu gut aus. Wir haben der Firma vier gute Kandidaten vorgestellt,- mit Glück nehmen sie einen der vier.


Dafür kann es aber auch vorkommen, daß man für eine andere Firma mehrere hundert Bewerber bearbeitet,- und dann nimmt die Firma keinen einzigen der Vorgestellten.
Das Bezahlungsprinzip des privaten Arbeitsvermittlers durch den Jobsuchenden via Vermittlungsgutschein ist Unsinn. Weil man so das Vermittlungsausfallrisiko auf den Steuerzahler und den Jobsuchenden abwälzt.

Private Arbeitsvermittler sind unnötige Zwischenhändler, die diesen Vermittlungsvorgang unnötig verteuern. Diese Berufsgruppe zähle ich zu den überflüssigen Berufsgruppen ganz nach Volker Pispers.

Wenn jemand was für deine Arbeitsvermittlung zu bezahlen hat, dann der, der den Nutzen davon trägt - der Unternehmer.

Und noch was.

Für viele Unternehmer ist es billig und recht, sich lohndrückend fähiges Personal einzukaufen stattdessen in eigenem Auftrag, Interesse und Finanzrisiko das Fachpersonal aus der eigenen Stammbelegschaft heranzuziehen und auszubilden. Auch so eine unternehmerische Fehlleistung und Verantwortungslosigkeit. In meinen Augen schmarotzen solche Unternehmer auf Kosten der Gesellschaft, die ihre Steuern zahlen, damit man eine Armutsbildungsindustrie aufziehen muß, aus denen die Unternehmer sich die Bildungsrosinen picken.
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