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Start > > -> Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


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Alt 18.06.2011, 19:15   #1
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Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Hallo Forum,

bei meinem letzten Termin beim SB hatte ich zum ersten Mal (Dank eurer Hilfe) einen Beistand dabei.
Dieser zückte auf Verlangen der SB allerdings sofort seinen Personalausweis. SB schrieb sich alles auf.
Nun habe ich nächste Woche einen neuen Termin, zu dem ich den selben Beistand wieder mitbringe.
Kann ich verlangen, dass vom SB die erhobene/gespeicherten Daten meines Beistandes gelöscht werden? Wenn ja, wie und auf welcher Gesetzesgrundlage?

Eigene Doofheit, ich weiß
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Alt 18.06.2011, 19:40   #2
JürgenK
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JürgenK Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Schon doof gelaufen.Hätte er ja nicht machen müssen.


Da er legendlich dir als Beistand/Zeuge zur Seite steht.

Und eine nicht betroffene Person ist.

Auf jedenfall kannst du die Löschung der erhobenen Daten verlangen.
JürgenK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 19:52   #3
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Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Da gebe ich meiner SB beim Termin gleich ein von mir aufgesetztes Schreiben und verlange Schriftliche Informationen über die Löschung ?!
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Alt 18.06.2011, 20:39   #4
JürgenK
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JürgenK Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von Gott Beitrag anzeigen
Da gebe ich meiner SB beim Termin gleich ein von mir aufgesetztes Schreiben und verlange Schriftliche Informationen über die Löschung ?!


Ja aber besser noch mal etwas umschaun.Sicher ist sicher.


Soweit mir bekannt ist???


Dürfen vom Beistand,sprich Zeugen.Nicht Leistungs Empfänger.
Keine Personen bezogenen Daten dauerhaft gespeichert werden.Aber sie hat sie ja aufgeschrieben.
Also dauerhaft gespeichert.


Wie es jetzt mit Ausweis vorzeigen ist.Das eventuell vielleicht.

Aber nicht aufschreiben.

Aber das von deinem Beistand,sprich Zeugen.Die Daten dürfen nicht dauerhaft gespeichert werden.
Und müssen gelöscht werden.
Jedenfalls kannst du bei der Internetauftritt des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit mal nachfragen.Und ihnen das schildern.
Einen Zeugen hast du ja
JürgenK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 20:53   #5
Kerstin_K
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Also, ich denke, der einzige, der hier eine Datenlöschung verlangen kann, ist der Beistand selber.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 21:12   #6
JürgenK
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JürgenK Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Also, ich denke, der einzige, der hier eine Datenlöschung verlangen kann, ist der Beistand selber.


Nein beide haben das recht dazu.Da von beiden Person nicht das Einverständnis gegeben wurde,das diese Daten gespeichert werden.
Nicht Personen bezogene Daten.Sprich Beistand,dürfen nicht erhoben werden.

Und können von beiden seiten verlangt werden.Das sie gelöscht werden.


§ 35 BDSG - Berichtigung, Löschung und Sperrung von Daten
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)

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Personenbezogene Daten
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Dritter Abschnitt (Datenverarbeitung nicht-öffentlicher Stellen und öffentlich-rechtlicher Wettbewerbsunternehmen)
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(1) Personenbezogene Daten sind zu berichtigen, wenn sie unrichtig sind. Geschätzte Daten sind als solche deutlich zu kennzeichnen.

(2) Personenbezogene Daten können außer in den Fällen des Absatzes 3 Nr. 1 und 2 jederzeit gelöscht werden. Personenbezogene Daten sind zu löschen, wenn

1.
ihre Speicherung unzulässig ist,

2.
es sich um Daten über die rassische oder ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit, Sexualleben, strafbare Handlungen oder Ordnungswidrigkeiten handelt und ihre Richtigkeit von der verantwortlichen Stelle nicht bewiesen werden kann,

3.
sie für eigene Zwecke verarbeitet werden, sobald ihre Kenntnis für die Erfüllung des Zwecks der Speicherung nicht mehr erforderlich ist, oder

4.
sie geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung verarbeitet werden und eine Prüfung jeweils am Ende des vierten, soweit es sich um Daten über erledigte Sachverhalte handelt und der Betroffene der Löschung nicht widerspricht, am Ende des dritten Kalenderjahres beginnend mit dem Kalenderjahr, das der erstmaligen Speicherung folgt, ergibt, dass eine längerwährende Speicherung nicht erforderlich ist.

Personenbezogene Daten, die auf der Grundlage von § 28a Abs. 2 Satz 1 oder § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 gespeichert werden, sind nach Beendigung des Vertrages auch zu löschen, wenn der Betroffene dies verlangt.

(3) An die Stelle einer Löschung tritt eine Sperrung, soweit

1.
im Fall des Absatzes 2 Satz 2 Nr. 3 einer Löschung gesetzliche, satzungsmäßige oder vertragliche Aufbewahrungsfristen entgegenstehen,

2.
Grund zu der Annahme besteht, dass durch eine Löschung schutzwürdige Interessen des Betroffenen beeinträchtigt würden, oder

3.
eine Löschung wegen der besonderen Art der Speicherung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist.

(4) Personenbezogene Daten sind ferner zu sperren, soweit ihre Richtigkeit vom Betroffenen bestritten wird und sich weder die Richtigkeit noch die Unrichtigkeit feststellen lässt.

(4a) Die Tatsache der Sperrung darf nicht übermittelt werden.

(5) Personenbezogene Daten dürfen nicht für eine automatisierte Verarbeitung oder Verarbeitung in nicht automatisierten Dateien erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, soweit der Betroffene dieser bei der verantwortlichen Stelle widerspricht und eine Prüfung ergibt, dass das schutzwürdige Interesse des Betroffenen wegen seiner besonderen persönlichen Situation das Interesse der verantwortlichen Stelle an dieser Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung überwiegt. Satz 1 gilt nicht, wenn eine Rechtsvorschrift zur Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung verpflichtet.

(6) Personenbezogene Daten, die unrichtig sind oder deren Richtigkeit bestritten wird, müssen bei der geschäftsmäßigen Datenspeicherung zum Zweck der Übermittlung außer in den Fällen des Absatzes 2 Nr. 2 nicht berichtigt, gesperrt oder gelöscht werden, wenn sie aus allgemein zugänglichen Quellen entnommen und zu Dokumentationszwecken gespeichert sind. Auf Verlangen des Betroffenen ist diesen Daten für die Dauer der Speicherung seine Gegendarstellung beizufügen. Die Daten dürfen nicht ohne diese Gegendarstellung übermittelt werden.

(7) Von der Berichtigung unrichtiger Daten, der Sperrung bestrittener Daten sowie der Löschung oder Sperrung wegen Unzulässigkeit der Speicherung sind die Stellen zu verständigen, denen im Rahmen einer Datenübermittlung diese Daten zur Speicherung weitergegeben wurden, wenn dies keinen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert und schutzwürdige Interessen des Betroffenen nicht entgegenstehen.

(8) Gesperrte Daten dürfen ohne Einwilligung des Betroffenen nur übermittelt oder genutzt werden, wenn

1.
es zu wissenschaftlichen Zwecken, zur Behebung einer bestehenden Beweisnot oder aus sonstigen im überwiegenden Interesse der verantwortlichen Stelle oder eines Dritten liegenden Gründen unerlässlich ist und

2.
die Daten hierfür übermittelt oder genutzt werden dürften, wenn sie nicht gesperrt wären.




u.s.w.
JürgenK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 21:22   #7
Muzel
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Die ganze Kiste ist eine rechtliche Grauzone, denn wieso muss man in einer Prüfung den Perso vorlegen? Wieso muss man in der Bahn den Perso vorlegen? Hast du Lust alle ungeklärte Rechtsfragen mit allen Konsequenzen und Zipf und Zapf zu lösen?
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 21:24   #8
Battista Montini
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Benutzerbild von Battista Montini
 
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Battista Montini Battista Montini Battista Montini Battista Montini Battista Montini Battista Montini
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Der Beistand müsse sich ausweisen, so wird vom Jobcenter behauptet.
Das ist unzutreffend, denn es fehlt dafür an der Rechtsgrundlage.
Der Beistand ist derjenige, der nach Wahl des Leistungsberechtigten zur Besprechung oder Verhandlung „erscheint“.
Auf die Identität der Person des Beistandes (und deren Feststellung) kommt es dabei nicht an.
– Während § 13 SGB X vorsieht, dass („im Interesse der Rechtssicherheit“, Thieme 13. 7) der Bevollmächtigte auf Verlangen der Behörde seine Vollmacht ausweisen muss (§ 13 Abs. 1), gibt es diese gesetzliche Regelung für den Beistand nicht.

– Der Beistand bedarf keiner besonderen Legitimation.
Es genügt, dass der Beteiligte „mit ihm“ zu Verhandlungen und Besprechungen „erscheint“ (von Wulffen, RZ 13. 12).
Ein Beistand muss nicht angemeldet werden, es genügt, wenn der B. zusammen mit dem Beteiligten erscheint (Rixen, 13. 23). Besondere Qualifikationen sind nicht erforderlich
Kriterien zur Zurückweisung von Beiständen ergeben sich nicht aus deren Identifikation, sondern einziges Kriterium zum Zurückwiesen vom mündlichen Vortrag ist, dass Beistände „zum sachgerechten Vortrag nicht fähig sind“. Und dies stellt man nicht bei der Ausweiskontrolle fest.
__

Aus Gründen der Geheimhaltung befindet sich meine Signatur auf der Rückseite dieses Beitrages.
Battista Montini ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 21:29   #9
JürgenK
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JürgenK Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von Battista Montini Beitrag anzeigen
Der Beistand müsse sich ausweisen, so wird vom Jobcenter behauptet.
Das ist unzutreffend, denn es fehlt dafür an der Rechtsgrundlage.
Der Beistand ist derjenige, der nach Wahl des Leistungsberechtigten zur Besprechung oder Verhandlung „erscheint“.
Auf die Identität der Person des Beistandes (und deren Feststellung) kommt es dabei nicht an.
– Während § 13 SGB X vorsieht, dass („im Interesse der Rechtssicherheit“, Thieme 13. 7) der Bevollmächtigte auf Verlangen der Behörde seine Vollmacht ausweisen muss (§ 13 Abs. 1), gibt es diese gesetzliche Regelung für den Beistand nicht.

– Der Beistand bedarf keiner besonderen Legitimation.
Es genügt, dass der Beteiligte „mit ihm“ zu Verhandlungen und Besprechungen „erscheint“ (von Wulffen, RZ 13. 12).
Ein Beistand muss nicht angemeldet werden, es genügt, wenn der B. zusammen mit dem Beteiligten erscheint (Rixen, 13. 23). Besondere Qualifikationen sind nicht erforderlich
Kriterien zur Zurückweisung von Beiständen ergeben sich nicht aus deren Identifikation, sondern einziges Kriterium zum Zurückwiesen vom mündlichen Vortrag ist, dass Beistände „zum sachgerechten Vortrag nicht fähig sind“. Und dies stellt man nicht bei der Ausweiskontrolle fest.


Jepp


So isses.Und nicht anders.



Sie könnte ja theoretisch schauen???Ob der Bestand/Zeuge auch ALG 2 bezieht.

u.s.w



Und darum gehts.
JürgenK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 21:39   #10
Muzel
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Ein Beistand muss sich nicht ausweisen. Das ist völliger Quatsch. Zu hochoffiziellen Terminen gehe ich immer mit Beistand und es hat noch niemand die Legitimation verlangt. Lass dich doch nicht so einschüchtern.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 21:41   #11
Kerstin_K
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Die ganze Kiste ist eine rechtliche Grauzone, denn wieso muss man in einer Prüfung den Perso vorlegen? Wieso muss man in der Bahn den Perso vorlegen? Hast du Lust alle ungeklärte Rechtsfragen mit allen Konsequenzen und Zipf und Zapf zu lösen?
Bei einer Prüfung dürfte es um die Identität gehen, damit man nicht irgendwen hinschicken kann.

In der Bahn kenne ich das bei Dauerkarten, die meist nur in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis gelten, da nicht übertragbar.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 21:45   #12
Kerstin_K
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat:
Nein beide haben das recht dazu.Da von beiden Person nicht das Einverständnis gegeben wurde,das diese Daten gespeichert werden.
Nicht Personen bezogene Daten, Sprich Beistand,dürfen nicht erhoben werden.
Ich überlege gerade, ob die Speicherung der Daten des Beistandes für den HE irgendwelche auswirkungen haben könnte.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 21:53   #13
JürgenK
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JürgenK Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Ich überlege gerade, ob die Speicherung der Daten des Beistandes für den HE irgendwelche auswirkungen haben könnte.



Ja nee...Irgendwo hört es auf.



Wenn von einen Beistand/Zeuge die Ausweispflicht verweigert wird.So darf sich dies nicht auf den HE mit folgen auswirken.



Dumm war nur.Das der Beistand/Zeuge den Ausweis gegeben hatt.Und die Sachbearbeiterin,die Daten auf geschrieben hat.

Und das darf sie nicht.



Zitat von Battista Montini
Der Beistand müsse sich ausweisen, so wird vom Jobcenter behauptet.
Das ist unzutreffend, denn es fehlt dafür an der Rechtsgrundlage.
Der Beistand ist derjenige, der nach Wahl des Leistungsberechtigten zur Besprechung oder Verhandlung „erscheint“.
Auf die Identität der Person des Beistandes (und deren Feststellung) kommt es dabei nicht an.
– Während § 13 SGB X vorsieht, dass („im Interesse der Rechtssicherheit“, Thieme 13. 7) der Bevollmächtigte auf Verlangen der Behörde seine Vollmacht ausweisen muss (§ 13 Abs. 1), gibt es diese gesetzliche Regelung für den Beistand nicht.

– Der Beistand bedarf keiner besonderen Legitimation. Es genügt, dass der Beteiligte „mit ihm“ zu Verhandlungen und Besprechungen „erscheint“ (von Wulffen, RZ 13. 12).
– Ein Beistand muss nicht angemeldet werden, es genügt, wenn der B. zusammen mit dem Beteiligten erscheint (Rixen, 13. 23). Besondere Qualifikationen sind nicht erforderlich
Kriterien zur Zurückweisung von Beiständen ergeben sich nicht aus deren Identifikation, sondern einziges Kriterium zum Zurückwiesen vom mündlichen Vortrag ist, dass Beistände „zum sachgerechten Vortrag nicht fähig sind“. Und dies stellt man nicht bei der Ausweiskontrolle fest.
JürgenK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2011, 21:59   #14
Kerstin_K
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von JürgenK Beitrag anzeigen
Ja nee...Irgendwo hört es auf.



Wenn von einen Beistand/Zeuge die Ausweispflicht verweigert wird.So darf sich dies nicht auf den HE mit folgen auswirken.
Jürgen,

ich überlege halt, warum der HE so ein grosses Interesse an der Löschung der zu Unrecht erhobenen Daten hat. Dass die Daten nicht erhoben werden durften, istb klar. Aber soll sich der Beistand doch bitte selber um seine Daten kümmern.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 18.06.2011, 22:02   #15
Muzel
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Kerstin, wieso sollte denn irgendeine Person, die lediglich Beistand ist, ihre Personaldokumente vorzeigen müssen. Welches rechtliches Interesse liegt denn da vor? Ich finde es schon zum kotzen, wenn ich meinen Perso bei einer Prüfung vorlegen muss und die Prüfungskontollöre sich wie Hilfssheriffs ausführen dürfen.
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Alt 18.06.2011, 22:05   #16
gast_
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Also, ich denke, der einzige, der hier eine Datenlöschung verlangen kann, ist der Beistand selber.
Ganz genau - der Beistand müßte sich nun wehren und sich an den Datenschutzbeauftragten wenden!

Man selber könnte nur eine Fachaufsichtsbeschwerde einreichen - mit der Begründung, daß man sonst kaum einen Beistand findet, weil viele eben nicht wollen, daß Daten gespeichert werden...

Zitat:
Welches rechtliches Interesse liegt denn da vor?
Auf diese Frage meinte der stellvertretende Geschäftsführer des JC hier zu mir: Weil er sonst nicht weiß, was er aufschreiben soll, wer was gesagt hat

Meine Antwort: kriegt er trotzdem nicht - und meinen Namen kennt schon fast jeder SB im Haus, soll er doch nachfragen
Man kann "Beistand" schreiben....

Erst als ich gegangen bin hab, nachdem ich erreicht hatte was ich wollte, hab ich ihm gesagt, kann er ruhig wissen, wer ich bin und hab meinen Namen genannt. :-)
Das konnt ich mir dann nicht verkneifen, sein dummes Gesicht zu sehen :-)
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Alt 18.06.2011, 23:09   #17
Zeitlos->Emailproblem
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Zeitlos
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von Gott Beitrag anzeigen
Hallo Forum,

bei meinem letzten Termin beim SB hatte ich zum ersten Mal (Dank eurer Hilfe) einen Beistand dabei.
Dieser zückte auf Verlangen der SB allerdings sofort seinen Personalausweis. SB schrieb sich alles auf.
Nun habe ich nächste Woche einen neuen Termin, zu dem ich den selben Beistand wieder mitbringe.
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Eigene Doofheit, ich weiß

Nun, gar nicht so dumm.
Schließlich hast Du einen namentlich bekannten Zeugen im Falle von Gerichtsverfahren.
__

Hartz 4 muss weg! Uschi 5 muss her :-)
Nein zu Leistungen ohne Gegenleistung!

Herr Müller-Wachtendonk! Die Gysi äh Ente bleibt draußen!
Jeder hat das Recht, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen.
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Alt 19.06.2011, 00:25   #18
Battista Montini
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Mensch Leuz, habt´s Ihr Probleme!
Wenn euch einer auf der Straße fragt, woher ihr kommt, wohin ihr geht und ob er mal euren Perso haben kann?

Trotzdem was zum Schmunzeln:
Als Begleitung wurde ich mal gefragt, wer ich wäre?
Antwort der Beistand!
Äh der Beistand?
Ja - der Beistand nach § 13 SGB X
Ach so...
Am Ende des Gespräches, das ICH, nachdem nur dummes Zeug kam und ich der Meinung war, das solle er schriftlich anfragen (es kam nie mehr etwas), meinte er er wolle meine Adresse haben, "um mich anzuschreiben"
Hä? Das schreiben sie mal schön an die ... Hilfsbedürftige, die hat auch meine Adresse.
Darauf, während der Verabschiedung reichte er mir ein Blatt und meinte, ich möchte doch meinen Namen darauf schreiben.
Kurz bevor wir ihn also verließen schrieb ich ihm, obrigkeitshörig und Vollzug meldend, auf seinen Zettel:
"Meinen Namen".
__

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Alt 19.06.2011, 03:33   #19
ethos07
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ethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiertethos07 Enagagiert
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Hallo JürgenK, ich würde in diesem FAll ganz nach den Wünschen des Beistands weiter vorgehen: wenn es ihm unangenehm ist, dass seine Daten gespeichert sind, dann

1. mündlich freundlich auf Löschung und schriftlichere Bestätigung der Löschung beim nächsten Termin bestehen und dem SB ggf. die bereits von anderen eingestellten Rechtskommentare dazu vor die Nase halten - diese kann er ja gern zwecks eigenener Belehrung zu seinen Unterlagen nehmen :-)).

2. Wenn das aber ein Riesenhallali seitens des SB auslöst, würde ich sofort ganz ruhig und sachlich mitteilen, dass du die Löschung dann über den Datenschutzbeauftragten schriftlich beantragst - und zu den übrigen Punkten des Termins übergehen.

Ich würde vor allem darauf achten, gar nicht lange den Termin wegen dieses Themas eskalieren zu lassen.

3. Oder, wenn doch, dann nur gewollt.
Immer vorher mit dem Beistand ganz genau absprechen, ob ihr ggf. den Termin abbrecht, wenn der SB nicht einlenkt

oder ob ihr den Terminn einfach kurz unterbrecht, wenn der SB kein Einsehen zeigt, um Euch für eine kurze Besprechung unter euch zum weiteren Vorgehen für 10 Minuten zurückzuziehen.
Auch das ist erlaubt und geht!

So eine kleine Unterbrechung ist auch gut geiegnet, um einem widerspenstigen SB durch die Blume zu zeigen, dass wir keine Untertanen sind, sondern normale Bürger, die ihre Rechte wahrnehmen ;-).
__

Viele Grüße aus Berlin
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  • 10 Euro Mindestlohn (brutto + lohnsteuerfrei)!
    500 Euro ALG II (Regelsatz) plus volle KdU!
  • Sanktionen zerbröseln!

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N.B. Meine Beiträge sind meine persönlichen Meinungen und keine Rechtsberatung.
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Alt 19.06.2011, 04:34   #20
emil1959
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat:
Darauf, während der Verabschiedung reichte er mir ein Blatt und meinte, ich möchte doch meinen Namen darauf schreiben.
Kurz bevor wir ihn also verließen schrieb ich ihm, obrigkeitshörig und Vollzug meldend, auf seinen Zettel:
"Meinen Namen".
Bist ja ein richtiger Witzbold, aber dann hätte auf dem Blatt stehen müssen "Ihren Namen" .
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Alt 19.06.2011, 06:57   #21
Speedport
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zunächst sollte der HE sich mal fragen, ob ein Beistand, der so unbedarft ist, wie hier geschildert, nicht eher eine Belastung, denn eine Hilfe ist.

Um mir Schwierigkeiten im ALGII zu verschaffen, brauche ich keinen Beistand, die kommen von alleine.

Und dann nur ja nicht über die entstandene Frage die Suchfunktion hier nutzen, sondern einen sinnfreien Thread einrichten. Auch eine Möglichkeit ein Hilfeforum zu beschäftigen. Wir haben ja alle Langeweile.
__

Gruß
speedport

Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich da mit seiner Erfahrung.

Reiche und Schweine werden nach ihrem Tod besonders geschätzt.


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Alt 19.06.2011, 08:39   #22
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Gast
 
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

@Speedport

Du weißt sicher schon von Anfang an bestens Bescheid und kennst Gesetze in- und auswendig. Schön für dich. Jedoch fängt jeder einmal bei 0 an und solche Fehler kommen nun mal vor.

Bei dem Rest bedanke ich mich für die zahlreichen, nützlichen Kommentare.
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Alt 19.06.2011, 09:14   #23
Capri->Emailproblem
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Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von Speedport Beitrag anzeigen
Zunächst sollte der HE sich mal fragen, ob ein Beistand, der so unbedarft ist, wie hier geschildert, nicht eher eine Belastung, denn eine Hilfe ist.

Um mir Schwierigkeiten im ALGII zu verschaffen, brauche ich keinen Beistand, die kommen von alleine.

Und dann nur ja nicht über die entstandene Frage die Suchfunktion hier nutzen, sondern einen sinnfreien Thread einrichten. Auch eine Möglichkeit ein Hilfeforum zu beschäftigen. Wir haben ja alle Langeweile.
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Alt 19.06.2011, 09:52   #24
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Zitat von Gott Beitrag anzeigen
@Speedport

Du weißt sicher schon von Anfang an bestens Bescheid und kennst Gesetze in- und auswendig. Schön für dich. Jedoch fängt jeder einmal bei 0 an und solche Fehler kommen nun mal vor.
Ich finde den Einwand von Speedport berechtigt.

Ein Beistand soll beistehen.

Das kann er aber nicht, wenn er sich so unter Druck setzen läßt, daß er Angaben macht, die er nicht machen wollte.

Damit zeigt er SB doch gleich, daß er kein Beistand ist, sondern nur eine unwissende Begleitung.
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2011, 10:13   #25
---------------------
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Verlangen von Personalausweis des Beistandes

Da gebe ich dir Recht. Allerdings fand ich seine Ausdrucksweise etwas aggressiv. Niemand wird clever geboren. Aber egal. Back to Topic.

Ich habe ein Schreiben vorbereitet und werde dies dem SB vorlegen und um Empfangsbestätigung auf der Kopie bitten. Ergebnis werde ich mitteilen.
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beistandes, personalausweis, verlangen

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