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Alt 17.05.2011, 09:14   #1
warpcorebreach
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Ort: Potsdam
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Standard welche "kosten" wenn weg vom amt

ok bescheuerter titel aber was besseres ist mir nicht eingefallen.

wenn ein paar zusammenlebt und einer ist erwerbslos und der andere verdient (zu)viel geld bekommt der erwerbslose ja bekanntermaßen nichts mehr vom amt. wie ist das nun genau mit den versicherungen? welche mehrkosten kämen auf einen zu mal abgesehen vom fehlen des regelsatzes?

wie wäre das eigentlich bei mir, wäre ich durch meine selbstständigkeit gezwungen eine andere art von krankenversicherung abzuschliessen ? ich habe rechnerisch keinerlei gewinn.

spontaner (vieleicht blöder) gedanke: könnte man den partner nicht pro forma als minijobber anmelden zwecks versicherung ?
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Alt 17.05.2011, 09:52   #2
gurkenaugust
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: welche "kosten" wenn weg vom amt

Es besteht bekanntlich seit einigen Jahren in Deutschland die Verpflichtung, eine Kranken- und Pflegeversicherung (bzw. eine äquivalente Absicherung im Krankheits- oder Pflegefall) zu besitzen.

Wenn man keine Leistungen (ALG oder ALG II) mehr bekommt, muß man als freiwilliges Mitglied einer Krankenkasse die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung selbst aufbringen. Genauso, wenn man selbständig erwerbstätig ist.

Da hat man leider gegenüber einem Pflichtversicherten ganz erheblichen Nachteile bei der Beitragsberechnung. Sämtliche Einnahmen zum Lebensunterhalt, nicht nur der Arbeitslohn, sind dann beitragspflichtig. Für Nichterwerbstätige wird außerdem - völlig unabhängig von den tatsächlichen Einnahmen - eine Mindestbemessungsgrundlage von einem Drittel der Bezugsgröße (durchschnittlicher Verdienst eines Arbeitnehmers im vorvergangenen Jahr) angesetzt. Das führt derzeit zu einem Mindestbeitrag in der Kranken- und Pflegeversicherung von rund 145 Euro monatlich. Eventuelle Zusatzbeiträge einzelner Krankenkassen kämen noch extra hinzu.

Für Selbständige bestehen teilweise noch ungünstigere (höhere) Mindestbemessungsgrundlagen für den Beitrag.

Bei einer geringfügigen Beschäftigung wird zwar ein Pauschalbeitrag zur Krankenkasse fällig, dies führt aber nicht zu einer eigenständigen Krankenversicherung. Hier müßte es schon eine SV-pflichtige Beschäftigung mit mehr als 400 Euro monatlich brutto sein. Letzteres wäre aber, wenn diese Beschäftigung tatsächlich ausgeübt wird, eventuell eine überlegenswerte Alternative, zumal dann die Pflichtbeiträge aufgrund der Gleitzonenregelung nochmals begünstigt wären.
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Alt 17.05.2011, 10:11   #3
warpcorebreach
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Beiträge: 1.905
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Standard AW: welche "kosten" wenn weg vom amt

also könnte man effektiv mit einem geldwertem verlust von ca 500 euro ausgehen gegenüber alg2 bezug ohne berücksichtigung der miete ?
falls es günstiger ist macht dann wohl eine private kv sinn nehm ich an.
weiss jemand ob es einen versicherungszuschuss gibt vom amt wie bei selbsständigen wenn man in den entsprechenden bereich fallen würde (bedürftigkeit durch versicherungsbeitragszahlung)?

gibt es die möglichkeit der familienversicherung ? ich habe auch schon gehört das wenn diese möglichkeit nicht besteht das amt weiterhin 1 euro bezahlt damit man weiter versichert ist.
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Alt 17.05.2011, 11:07   #4
Erolena
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Standard AW: welche "kosten" wenn weg vom amt

Die Beiträge + Zusatzbeitrag werden übernommen, wenn man durch die Zahlung der Versicherungsbeitäge bedürftig würde.

Das steht im § 26 Zuschuss zu Versicherungsbeiträgen
Krankenversicherung (Absatz 1), Pflegeversicherung (Absatz 2) und Zusatzbeitrag (Absatz 3)

Link § 26 SGB II Zuschuss zu Versicherungsbeiträgen
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Alt 17.05.2011, 12:04   #5
warpcorebreach
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Beiträge: 1.905
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Standard AW: welche "kosten" wenn weg vom amt

ok danke erstmal an euch, mit den infos kann ich schonmal was anfangen.
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Alt 17.05.2011, 13:18   #6
gurkenaugust
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: welche "kosten" wenn weg vom amt

Ob eine Kranken- und Pflegeversicherung im Rahmen der Familienversicherung (kostenfrei) besteht, hängt vor allem davon ab, ob überhaupt eine Familie besteht. Man muß also schon miteinander verheiratet sein und nicht nur einfach mit jemandem zusammenleben.

Inwieweit eine private KV besser oder schlechter ist als eine gesetzliche, kann man nur anhand des Einzelfalls beurteilen. Da spielen so viele Faktoren hinein, daß man das unmöglich pauschal sagen kann.
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