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Alt 22.03.2011, 15:20   #1
franzi
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Registriert seit: 23.03.2009
Beiträge: 2.769
franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Bewerbungen - welcher Umkreis?

Nach nun mehreren Jahren Arbeitslosigkeit bin ich wild entschlossen, den Radius meiner Stellenbewerbungen zu vergrößern.
Es hat ja keinen Sinn, immer wieder die gleichen Firmen anzuschreiben, wo man sich schon zigmal erfolglos beworben hat.
Hab in meinem Umfeld schon alles abgegrast.

Bin auch dazu bereit, trotz Eigentumswohnung und schönem Wohnumfeld (nutzt mir ja leider nix) nochmals ganz von vorne anzufangen. Mein Mann würde dann mit umziehen.

Falls das Amt die Umzugskosten nicht bewilligen würde (weiß nicht, wie es sich verhält, wen man von einer Eigentumswohnung zunächst in eine Mietwohnung umziehen würde), würden wir das auch alleine schultern. - Hauptsache weg aus Hartz IV.

Wir würden uns dann am neuen Wohnort dauerhaft niederlassen.
Ist zwar ein Aufwand, hatte das alles schon mal durch, aber ewig so weiter leben wie bisher will ich auch nicht. Hab schließlich noch gut 20 Jahre bis zur Rente.

Nun meine Frage: gibt es eine Vorschrift, wo man sich bewerben muss (ich meine jetzt den Umkreis)? Oder darf man sich auch mal weiter weg bewerben, z. B. Entfernung 500 km?

Es gibt ja auch Leute, denen bundesweit Stellen angeboten werden. Warum soll man das nicht mal selbst als Bewerber auch versuchen?
(Ich hätte dann ja trotzdem meine Bewerbungspflichten erfüllt. Mir ist nur vorgegeben, dass ich mich laufend bewerben muss.)

Oder kann mir das als Vereitelung der Arbeitsaufnahme angerechnet werden, wenn ich mich in größerer Entfernung bewerbe? (Wenn man z. B. sagt: da haben Sie eh keine Chance, so weit weg. Als ob ich die näher liegenden Angebote nicht annehmen wollte ...)

Man soll ja alles mögliche unternehmen, um aus der Bedürftigkeit raus zu kommen.
franzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 15:49   #2
Seepferdchen
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Beiträge: 20.645
Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungen - welcher Umkreis?

Hallo Franzi, du kannst dich überall hin bewerben und wenn du lustig bist auch in das
Ausland!

Das JC wird dir da keinen Stein in den Weg legen, du unternimmst eben alles
um von H4 wegzukommen!

Gruss Seepferdchen
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 16:02   #3
gast_
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: Bewerbungen - welcher Umkreis?

Nur wegen der Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen: Wenn der Arbeitgeber die nicht übernehmen will... Antrag vorher stellen! Nicht daß du auf Kosten sitzen bleibst!
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 16:11   #4
franzi
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Beiträge: 2.769
franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungen - welcher Umkreis?

Kann ich meinen SB bitten, dass er mir bevorzugt nur noch Stellenangebote aus dem Raum XY zusendet?

Ich will definitv umziehen und daher hat es keinen Sinn, wenn ich mich wieder auf Stellen aus dem alten Wohnbereich bewerben soll. Das hab ich jetzt jahrelang - erfolglos - gemacht.
franzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2011, 16:13   #5
Seepferdchen
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Beiträge: 20.645
Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungen - welcher Umkreis?

ja Franzi, aber im Netz findest du auch so einiges!

Umzugskosten kannst du dann auch beantragen, wenn es hoffendlich bald
bei dir klappt!!!!!!! Toi, Toi

Gruss Seepferdchen
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2011, 12:13   #6
mathias74
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mathias74 mathias74 mathias74
Standard AW: Bewerbungen - welcher Umkreis?

Zitat von franzi Beitrag anzeigen
Kann ich meinen SB bitten, dass er mir bevorzugt nur noch Stellenangebote aus dem Raum XY zusendet?
Diese Stellen aus XY kannst du doch selber in der Jobbörse lesen, was anderes wird dir dein SB eh nicht schicken.

In großen JC/AA sind doch die Auslands Vermittlungen, da wird man bei intresse Eingeladen und fährt mit etwa 30 Anderen mit dem Bus z.B. nach Österreich und führt mit den Betrieben Gespräche und wenn man Glück hat kann man in einer Woche anfangen, ich hätte das fast mal gemacht
mathias74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2011, 13:56   #7
jockel
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jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard AW: Bewerbungen - welcher Umkreis?

Zitat von franzi Beitrag anzeigen
Nach nun mehreren Jahren Arbeitslosigkeit bin ich wild entschlossen, den Radius meiner Stellenbewerbungen zu vergrößern.
Es hat ja keinen Sinn, immer wieder die gleichen Firmen anzuschreiben, wo man sich schon zigmal erfolglos beworben hat.
Hab in meinem Umfeld schon alles abgegrast.

Bin auch dazu bereit, trotz Eigentumswohnung und schönem Wohnumfeld (nutzt mir ja leider nix) nochmals ganz von vorne anzufangen. Mein Mann würde dann mit umziehen.

Falls das Amt die Umzugskosten nicht bewilligen würde (weiß nicht, wie es sich verhält, wen man von einer Eigentumswohnung zunächst in eine Mietwohnung umziehen würde), würden wir das auch alleine schultern. - Hauptsache weg aus Hartz IV.

Wir würden uns dann am neuen Wohnort dauerhaft niederlassen.
Ist zwar ein Aufwand, hatte das alles schon mal durch, aber ewig so weiter leben wie bisher will ich auch nicht. Hab schließlich noch gut 20 Jahre bis zur Rente.

Nun meine Frage: gibt es eine Vorschrift, wo man sich bewerben muss (ich meine jetzt den Umkreis)? Oder darf man sich auch mal weiter weg bewerben, z. B. Entfernung 500 km?

Es gibt ja auch Leute, denen bundesweit Stellen angeboten werden. Warum soll man das nicht mal selbst als Bewerber auch versuchen?
(Ich hätte dann ja trotzdem meine Bewerbungspflichten erfüllt. Mir ist nur vorgegeben, dass ich mich laufend bewerben muss.)

Oder kann mir das als Vereitelung der Arbeitsaufnahme angerechnet werden, wenn ich mich in größerer Entfernung bewerbe? (Wenn man z. B. sagt: da haben Sie eh keine Chance, so weit weg. Als ob ich die näher liegenden Angebote nicht annehmen wollte ...)

Man soll ja alles mögliche unternehmen, um aus der Bedürftigkeit raus zu kommen.
Du kommst auf die gleichen Ideen wie Viele andere vor Dir. Wenn vor Ort oder in der Region alle Firmen keine freie Stellen anbieten, dann erweitert der Arbeitslose seinen Suchradius.

Es stellt sich die Frage, was für ein Suchradius für den Arbeitslosen zumutbar ist, denn der Regelsatz für einen Alg-I- und Alg-II-Empfänger setzt da finanzielle Grenzen.

Da zieht man den § 121 SGB III heran. Dort ist insbesondere die zeitliche und die lohnrechtliche Zumutbarkeit begrenzt:

Zitat:
§ 121 SGB III Zumutbare Beschäftigungen.

(1) Einem Arbeitslosen sind alle seiner Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.
(2) Aus allgemeinen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn die Beschäftigung gegen gesetzliche, tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Bestimmungen über Arbeitsbedingungen oder gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstößt.
(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.
(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die er bisher ausgeübt hat.
Im Abs. 3 siehst Du die lohnrechtliche Zumutbarkeit mit den zu akzeptierbaren Verdienstabschlägen, je nach Dauer bereits absolvierter Arbeitslosigkeit.



Im Abs. 4 der zumutbare Pendelbereich
  • bei Jobs mit einer arbeitstäglichen Dauer bis max. 6 Std. beträgt die zumutbare Pendelzeit 2 Std.
  • bei Jobs mit einer arbeitstäglichen Dauer ab 6 und mehr Std. beträgt die zumutbare Pendelzeit 2 1/2 Std.
Auf die Entfernung übertragen, kann das je nach benutztem Verkehrsmittel jeweils eine andere Entfernung ausmachen. Je nach Jahreszeit, Witterungs- und Verkehrsverhältnisse, Verkehrsanbindung Großstadt, Ballungsgebiet, ländliche Gegend - z.B. im Sommer dehnen sich die 2 1/2 Std. bei Benutzung eines Privat-PKW durchaus auf 75 bis 80 km Radius um den eigenen Wohnort aus. Im Winter erheblich freilich weniger.

Wie Du siehst, kann man das nicht an Kilometerzahlen starr festmachen, sondern muß alle Begleitumstände als Begründung mit heranziehen.

Wenn Du auf dem Land oder in einer Kleinstadt wohnst und dort im Umfeld schon alles rauf und runter abgegrast hast, dann bist Du versucht, Jobs in den nächstgelegenen Großstädten und Ballungsgebieten zu suchen. Alles immer im Blickwinkel der Pendelzeiten von den 2 bis 2 1/2 Std. So weit bist Du bereit Deinen Suchradius auszudehnen.

Nur Pustekuchen. Die Arbeitgeberdienste der Arbeitsagenturen/ ARGEn/ Jobcenter unterlaufen mit Empfehlungen an die Arbeitgeber den § 121 SGB III. Die empfehlen den Arbeitgebern ihrerseits nur Bewerber zu akzeptieren, die nicht weiter als 10 bis 40 km um den Firmensitz zu suchen. Schaue mal in der Jobbörse der Bundesagentur nach. Da siehst unzählige Beistpiele von solchen firmenseitigen Radiusbegrenzungen. Das deckt sich nur nicht mit Deinem auferlegten Suchradius nach Abs. 4. Viele der Jobsuchenden, die weiter weg wohnen, fallen absichtlich durchs Raster. Das ist gewollt, weil man langfristig so die 1-Euro- und Minijobber und Kostenlos-Praktikanten für gemeinnützige oder mildtätig Billigjobanbieter in Wohnungsnähe rekrutiert. Bei genügend langer, erfolgloser Jobsuche sind dann psychisch genervte und depressive gewordene Langzeitarbeitslose auch bereit, diesen Mist Billigst- und Umsonstmist als einzige Einkunfts- oder kostenlos-Beschäftigungsquelle anzunehmen.

Man sieht, daß die Hartzgesetzgebung CDU-/CSU-/FDP-politisch auf die Bedienung der Prekärjobanbieter - der Armutswirtschaft - entgegenkommend zugeschnitten wurde, aber grundsätzlich nicht, um Arbeitslose wieder sozial sicher auf die Füsse für die Jobsuche auf dem 1. Arbeitsmarkt zu stellen. Die SPD und Bündnisgrünen hatten während ihrer Regierungszeit auch keine andere Ansichten vertreten, nur offen hat das keiner von den Genannten gegenüber dem Volk klar und deutlich geäußert. So dealt eben die korrupte Politik mit den AG-Verbänden in menschenverachtender, volksfeindlicher Weise, weil sie alle auf dem Schoß der Wirtschaft sitzen und sich von ihr aushalten und schmieren lassen.

Da es so unterschiedliche Suchradien wirtschafts- und arbeitslosseitig sind, werden die Erfolgsaussichten für eine Bewerbung automatisch schlecht bleiben, abgesehen von anderen Widernissen. Solche wären z.B. die hohe Zahl der Jobsuchenden auf eine Stelle - kann zwischen 20 bis 1000 Bewerber durchaus liegen. Die Wahrscheinlichkeit, da genommen zu werden, wird verschwindet gering, so wie ein Lottogewinn.

YouTube - Der Lottogewinner

Solltest Du in die engere Wahl fallen und zu einer Pabstaudienz - Verzeihung, das konnte ich mir nicht als bissige Anmerkung verkneifen - gemeint ist ein Vorstellungsgespräch beim auserkorenen künftigen Arbeitgeber eingeladen werden, dann achte darauf, daß er diese Einladung schriftlich macht. Dann wirkt nämlich § 670 BGB, wonach der einladende Betrieb alle Aufwendungskosten des Bewerbers zu übernehmen hat. Meistens schließen Arbeitgeber im einladenden Anschreiben das völlig aus und Du mußt vor Fahrtantritt die Fahrt- und Bewerbungskosten auf schriftlichen Antrag bei der Arbeitsagentur/ ARGE/ Jobcenter eingereicht haben. Nachträglich bewilligt das Amt solche Anträge nicht. Der Haken: Das Amt entscheidet nach momentaner Kassenlage und nicht mehr nach Zumutbarkeit. deshalb ist der frühere, amtliche und gesetzliche Erstattungszwang von der Pflicht- zu einer ermessensbaren Kannleistung mutiert, worauf man kein Rechtsanspruch hat. Real besteht der Rechtsanspruch durchaus - nur im Ablehnungsfall des Erstattungsantrags nur noch über den Widerspruchs- und Sozialklageweg.

Wenn Du im Einladungsfall vorstellig beim Arbeitgeber wirst, mußt Du ein vom Amt mitgegebenes Formular diesem Arbeitgeber zum Ausfüllen und Bestätigen als Anwesenheitsnachweis vorlegen, daß für die Fahrtkostenabrechnung vom Amt benötigt wird.

Weil die Fahrtkostenerstattung nach Kassenlage des Amtes entschieden wird, werden zumeist in Eingliederungsvereinbarungen Kostenerstattungsgrenzen für Bewerbungsaufwendungen im Nah- und Fernbereich festgeschrieben. Das macht jedes Amt verschieden.

Bei mir ist das im Quartal einmalig 60 Euro im Nahbereich und einmalig 120 Euro im Fernbereich. Alles was drüberhinausgeht, hat man aus seinem Alg selbst zu bezahlen.

Sollte man einen weiter entfernten Arbeitgeber gedunden haben, der einen einstellen will, dann gab es früher einmal sogenannte Mobilitätsbeihilfen, die man mit Sicherheit wegen der Kassenlage bundesdeutscher Sparwut im Sozialbereich budgetiert und mit Kannregeln versehen hat. Darunter gab es auch die Übernahme von Umzugskosten oder der zeitweiligen Führung von Doppelhaushalten - am Wohnort und am Arbeitsort. Ich fürchte, es wird davon nur noch ein kläglicher Rest an Erstattungen geben - Hauptsache man rettet systemische Abzockerbanken, aber nicht jobsuchende Arbeitslose. Es macht deutlich, was im Welt- und Menschbild der BRD im Mittelpunkt steht - das Kapital und der Profit und nie der Mensch.

Aus diesem Blickwinkel der auferlegten Kostenbegrenzung sorgt das Amt dafür, Dich am Ort oder in der Region zu binden - für spätere Rekrutierung in ehrenamtliche Prekärjobs in der Armutsindustrie.

Wie man es biegt und dreht - Hartzgesetzgebung samt Verwaltungsvorschriften ist eine arbgekartete Sache, ums arbeitslose Volk in der Armut zu halten.

Du kannst Dich durchaus auf größere Entfernungen bewerben, bleibst aber ohne Kampf über die sozialrechtlichen Instanzen auf den dadurch entstehenden Bewerbungsaufwendungen sitzen.

Und CDU/CSU/FDP wollen in der Richtung noch ein Kuckucksei legen - die Bewilligung von Beratungsscheinen und Prozeßkostenhilfe - gesetzlich für rechtssuchende Arbeitslose erheblich erschweren, so daß man arm und rechtlos auf Dauer wird und bleibt.

Jobsuche im Ausland: Ist möglich mit Hilfe und Vermittlung über die Zentrale Arbeitsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) mit ihren Stammsitz in Bonn und einer ganzen Reihe von regionalen Niederlassungen und Außendienstmitarbeitern.



Bei der ZAV gibt es eine spezialisierte
  • Künstervermittlung
  • Auslandsvermittlung
  • Managervermittlung
  • Centrum für internationale Migration und Entwicklung
  • Büro Führungskräfte zu internationalen Organisationen
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung - www.arbeitsagentur.de

ZAV Info-Center
Villemombler Straße 76
D - 53123 Bonn
Tel: 0228 713 1313
Fax: 0228 713 270 1111
E-Mail: zav@arbeitsagentur.de

Ausbildung, Studium und Arbeit im Ausland

http://www.ba-auslandsvermittlung.de/lang_de/nn_3018/DE/Home/PraktikantenJobsucher/praktikanten__node.html__nnn=true

Diese örtlichen und regionalen Berater findet man auch EUROPA - EURES - das europäische Portal zur beruflichen Mobilität

Übersicht über die Europäischen Berufsberatungszentren in Deutschland - das ZAV-Beraternetzwerk:

Europäische Berufsberatungszentren - TK-Lex

EURES hat auch eigene Berater zur Vermittlung in Arbeit im europäischem Ausland oder in Grenzregionen.

In bestimmten Berufsgruppen wie Handwerk, Gesundheits- und Sozialwesen sind die Jobaussichten in den skandinavischen Ländern bei guten Verdienst- und Sozialniveau gut - besser als in Deutschland.

Im Handwerk, im Tourismus, in der Gastronomie hat man gute Chancen in der Schweiz und Österreich, aber man wird in diesen Ländern kritisch beäugt wie ein geduldeter GreenCard-Kandidat. Der Deutsche wird in der Schweiz und Österreich wie ein saisonal gebrauchter Gastarbeiter betrachtet - Daueraufenthalt möglichst unerwünscht.
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