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Alt 11.03.2011, 19:52   #1
Hartz_5_Minus
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Frage Hartz 4 und Studieren

Hallo Leidensgenossinnen und -genossen,

ich habe mal schnell ein paar Fragen zum Thema Hartz 4 und Studieren, aber bevor ich damit losschieße, erstmal zur Ausgangssituation:

Ich habe mich Anfang des Jahres (mal wieder) bei der HAW (Hochschule für angewandte Wissenschaften) in Hamburg beworben. Am 28.02. kam dann die Absage.
Nun hatte ich noch von einigen Erzählungen und Gesprächen im Kopf: Sofort einen Widerspruch schreiben und Zeitgleich einen Antrag auf einstweilige Anordnung beim Verwaltungsgericht stellen. Das habe ich dann natürlich auch gemacht. Einen Form-schönen Studienplatzbeschaffung-Reader mit Muster für Anträge runtergeladen und los gings. Gestern kam mir dann der glorreiche Gedanke: Recherchier doch nochmal etwas, wie lange so ein Prozedere sich hinziehen kann. Also ein bisschen im Internet geschaut und mir auch nochmal den 40 Seiten umfassenden Reader durchgelesen. Tja, hätte ich das mal früher gemacht... Bei der normalen Uni ist diese Prozedur mit Widerspruch und einstweilige Anordnung nämlich wohl noch recht "harmlos", wo die HAW i.d.R. sofort Anwälte einschaltet und es allein durch den Widerspruch und Antrag auf einstweilige Anordnung zu Kosten von 402,82€ kommt. Man solle doch im Falle einer HAW-Bewerbung VORHER einen Antrag auf Prozesskostenhilfe beim Verwaltungsgericht stellen und warten, bis der bewilligt wird und danach erst diese Schritte gehen. Danach würde so ein Antrag wohl nicht bewilligt werden... Das Beste daran ist noch, dass selbst nach dieser Zahlung natürlich kein Platz garantiert ist und falls man sich noch eine Stufe hörer traut, sprich Klage, das Ganze nochmal in den vierstelligen Bereich gehen kann.

Jetzt stehe ich jedenfalls ziemlich blöd da, um es mal milde auszudrücken! Montag als erstes zum Asta und gucken, was da noch zu machen ist.

Hat jemand Erfahrung mit so einer Situation oder kennt jemanden, der sich mit dem Thema auskennt??
Ich frage mich vor allem, wie ich diese 400€-Kosten abwenden kann. Habe schon angedacht, sowohl den Widersprich, als auch den Antrag zurückzuziehen, aber die Antwalts- und Gerichtskosten sind ja dann wahrscheinlich trotzdem schon entstanden. Immerhin ist das ein Eilverfahren...

Und selbst wenn ich es wider Erwarten doch noch irgendwie schaffen und in den Studiengang reinrutschen sollte, fehlt mir der für mich elementare Mathe-Vorkurs und ich verpasse die ersten Vorlesungen = denkbar schlechtester Start ins Studium.

Wie wäre es eigentlich mit dem Bafög und Hartz 4? Hätte ich weiter Anspruch? Vor allem kämen dann ja noch Semestergebühren in Höhe von ca. 450€ dazu...

Fragen über Fragen... Ich hoffe, Ihr könnt mir etwas weiterhelfen :) Danke schonmal für die Mühe.
Hartz_5_Minus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2011, 15:47   #2
Muzel
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Standard AW: Hartz 4 und Studieren

Ich würde mal Kontakt mit der Geschäftsstelle vom VG aufnehmen. Die haben meist gute Tipps.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2011, 18:31   #3
biddy
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Standard AW: Hartz 4 und Studieren

Zitat von Hartz_5_Minus Beitrag anzeigen

Wie wäre es eigentlich mit dem Bafög und Hartz 4? Hätte ich weiter Anspruch?
Als Student an einer Hochschule mit Bafög nach § 13 hättest Du keinen Anspruch auf ALG II. Ein Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft und Heizung für Auszubildende nach § 22 Abs. 7 würde Dir ebenfalls nicht zustehen, wenn Du allein lebst.
__


biddy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2011, 19:15   #4
Hartz_5_Minus
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Standard AW: Hartz 4 und Studieren

Jetzt bin ich zumindest was das Thema Arge und Studieren angeht schonmal weiter, danke :)

Und danke für den Tipp @Muzel, werde ich Montag mal versuchen...
Hartz_5_Minus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2011, 22:01   #5
Muzel
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Standard AW: Hartz 4 und Studieren

Ich habe als Nichtleistungsbezieherin beim Arbeitsamt mich auch mach den Voraussetzungen erkundigt, ob ich studieren darf ohne Ärger beim Amt zu bekommen. Die "nette" Vermittlerin habe natürlich nicht gefragt. Bei uns an der Uni besteht aber eine extra Stelle vom Arbeitsamt und da habe ich mich erkundigt.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.2011, 00:58   #6
Erolena
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Standard AW: Hartz 4 und Studieren

Musst du denn an eine Hochschule mit Studiengebühren gehen?
Wenn es keine dramatischen Gründe für den Studienort Hamburg gibt, dann würde ich meinem Kind immer sagen: Bewirb dich doch bundesweit. Es gibt zig Bundesländer ohne Studiengebühren. Die Lebenshaltungskosten sind an vielen Studienorten sicher geringer als in Hamburg.
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Alt 13.03.2011, 14:47   #7
Hartz_5_Minus
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Ja, muss aus familiären Gründen eine Hamburger Hochschule sein...
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Alt 13.03.2011, 16:38   #8
Erolena
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Standard AW: Hartz 4 und Studieren

Ein Riesenproblem sehe ich in den Studiengebühren.
Schulgeld wird bei ALG II-Bezug nicht anerkannt. Ich denke, für Studiengebühren gilt das auch.

Ich kenne nur diese Lösungen:
- ein Dritter bezahlt die Studiengebühren, der nichts mit der ARGE zu tun hat. Dann sollte der "Erbonkel" die Gebühren direkt an die Uni überweisen. Nicht über dein Konto gehen lassen.
- die Familie bezahlt die Gebühren aus Freibträgen z.B. Erwerbstätigenfreibetrag des Partners, oder aus Vermögen
- ein Studienkredit für die Studiengebühren. Meiner Ansicht nach darf der Bildungskredit nicht als Einkommen angerechnet werden.

Das ist nur das, was mir im Moment einfällt. Ich würde zur Beratung beim Asta gehen, vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten.
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.03.2011, 09:07   #9
Hartz_5_Minus
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Pfeil AW: Hartz 4 und Studieren

So, nun hat sich die Situation nochmal komplett geändert. Ich habe zwar schon seit letzter Woche angefangen zu studieren, bin allerdings noch nicht offiziell immatrikuliert. Dafür kam am Wochenende ein Schreiben der Anwälte der HAW mit einem Vergleichangebot. Die vierte Bedingung, um nun nachträglich doch zugelassen zu werden, lautet jedoch: "[...] Sie tragen alle anfallenden Gerichtskosten". Wozu ich natürlich nicht bereit bin.
Dazu kommt, dass sich letzte Woche ein eventuelles Jobangebot aufgetan hat, was durchaus verlockend klingt und weshalb ich mich auch dazu durchgerungen habe, das Studium vorerst doch sein zu lassen.

Die Frage ist jetzt, wie ich mich verhalte bzw. was meine nächsten Schritte sind, um aus dieser Sache wieder rauszukommen? Den Widerspruch sowie den Erlass auf einstweilige Anordnung werde ich ja so oder so zurückziehen...
Kann ich mit dieser Sache nochmal beim Verwaltungsgericht anrufen? Die haben mir tatsächlich vor 2,5 Wochen weiterhelfen können. Oder sollte ich doch lieber nur den Asta damit behelligen? Oder direkt zur ÖRA? Ich bin unsicher...
Hartz_5_Minus ist offline   Mit Zitat antworten
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